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Die Steinzeit ist keine 15 Jahre her

Es ist kaum mehr als ein Jahrzehnt her. Und doch erscheint alles, was vor 1996 war, wie die Steinzeit. Telephonie war ein staatliches Monopol. Mobiltelephonie war nur in katastrophaler Qualität und nur zu mörderischen Preisen möglich. Wer einen neuen Anschluss wollte, tat gut daran, prominent zu sein oder Beziehungen zu haben. Sonst dauerte es Monate, bis ein nicht gerade serviceorientierter Beamtentrupp erschienen ist. Und man bekam einst oft nur ein Viertel-Telephon, das jeweils nach zehn Minuten abschnappte.

(Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“. Diesmal ist sie dem Thema "Telekom und Privatisierung“ gewidmet.)

Es war wie der Wechsel von der Pferdekutsche zu Eisenbahn und Auto. Heute wird man von Telekom-Gesellschaften umworben; den Kunden wird fast jeder Wunsch prompt erfüllt, obwohl die Zahl der Mitarbeiter um Tausende gesunken ist; in Österreich telephoniert man so billig wie nur in wenigen anderen Ländern; und die Telekom-Gesellschaften machen dennoch ordentliche Gewinne.

 

Wie war diese Zeitenwende möglich? Durch drei Zauberworte: Privatisierung, Wettbewerb und technischer Fortschritt. Wobei Letzterer primär der Privatisierung zu verdanken ist. Denn nur die Aussicht auf die – für manche Menschen urbösen – Profite hat die Firmen zu gewaltigen Investitionen veranlasst.

Das Telephon ist damit zum Vorzeigeprojekt der neoliberalen Privatisierung geworden. Diese fand in fast allen Ländern statt und ist in Österreich besonders gut geglückt. Was man nicht nur an den Preisen ablesen kann, sondern auch daran, dass die Telekom, also das einstige träge staatliche Monopol-Amt, (vor allem über ihre Mobil-Tochter) zu einem europäischen Player geworden ist.

Vor diesem Hintergrund nehmen sich die einstigen ideologischen Schlachtrufe – „Die Grundversorgung ist gefährdet“, „Kein Verkauf von Tafelsilber“ – nur noch grotesk aus. Zumindest wenn man die Interessen von Konsumenten, Steuerzahlern, aber auch Investoren primär setzt.

Anders sieht es für die dort beschäftigten Beamten aus. Denn viele von ihnen bekommen tagtäglich demonstriert, dass sie eigentlich überflüssig sind. Was natürlich eine frustrierende Lebensperspektive ist. Die mutigeren und motivierteren unter den „Post-Beamten“ haben sich daher auch neue Berufe gesucht, oder wechseln in andere Beamten-Karrieren. Aber noch immer hat die Telekom Tausende Beamte zuviel. Die sich dagegen wehren, den vergoldeten, aber deprimierenden Käfig einer Beamtenlaufbahn zu verlassen. Die aber nicht mit den neuen Mitarbeitern Schritt halten können oder wollen.

Was wieder einmal bestätigt: Das Modell „Beamter“ ist ein längst überholtes. Es bringt wenig Leistung und kostet viel.

Wie viel besser wären etwa unsere Schulen, wenn die Lehrer nach Leistung bezahlt würden (also danach, was ihre Schüler am Ende mehr können als am Anfang), und wenn man sich von unfähigen trennen könnte. Letztlich wissen wir alle: Ein bisschen Angst um den eigenen Arbeitsplatz ist unglaublich gut für den Einsatzwillen, die Kundenorientierung und Kreativität.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2010 10:43

    Ein Beitrag, über dessen Überlänge ich vorweg um Verständnis ersuche, doch das Thema ist mir ein Herzensanliegen.

    Auch bei Schulen wäre Privatisierung letzlich die einzig richtige Maßnahme, um die Effizienz zu erhöhen. Zu erwägen wäre etwa die Ausgabe eines Bildungsschecks an Eltern , die die Wahl hätten, unter verschiedenen miteinander in Konkurrenz stehende Schulen diejenige zu wählen, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Diejenigen mit den effizientesten Lehrkörpern würden sich behaupten. Sie würden ihre besten Lehrer „halten“ und die anderen kaum weiterbeschäftigen.

    Dem Staat käme das System mit Sicherheit viel billiger als die derzeitige Steuermittelvertilgungsmaschinerie mit ihren unendlichen Leerläufen, selbstzweckhaften Bürokratiehypertrophien, der flächendeckenden Verpolitisierung und den permanent verunsichernden Ideologiediskussionen.

    Doch als unbedingte Voraussetzung müsste die wichtigste aller Schulreformen durchgeführt werden, unvergleichlich wichtiger als „Diffenziertes Schulwesen / Gesamtschule oder Bund/Länder-Zuständigkeits-Entscheidung: Die strikte, auch personelle Trennung von lehrender und prüfender (= Berechtigung zuteilender) Instanz: In der gegenwärtigen Struktur der Personalunion dieser im Grunde unvereinbaren Funktionen auf Basis des weit verbreiteten Berechtigungsdenken in der Öffentlichkeit (guter Lehrer/gute Schule heißt: Möglichst ohne Gegenleistung Berechtigungen zu verschleudern) mit ihrer unsäglichen Selbstdeklaration von „Unterrichtserfolgen“ wäre ein solches Modell noch schlechter als das Gegenwärtige! Allzu oft werden diese aus begründeter Angst vor „Schwierigkeiten“, auf De-Facto-Weisungen hin oder aus „vorauseilendem Gehorsam“ geschönt. Jede Schule giert nach „Werteinheiten“, die an der Schülerzahl hängen, und ist daher erpressbar.

    Die „prüfende Instanz“ müsste frei von Ideologie und Parteipolitik (welch penetranter Gegensatz zu heute) und - strikt dem Gesetz verpflichtet – nicht relativierbare Leistung für entsprechende Berechtigungen fordern. Nur so sind Bildungsabschlüsse vergleichbar, nur so werden Lehrer zum Partner des Schülers, nur so können objektivierbar Erwartungen der Nachfolgeinstanzen (Arbeitgeber, Universität) an die Absolventen und Vertrauen dieser in ausgestellten Atteste sichergestellt werden, nur so werden Anforderungen nicht – wie derzeit – unendlich relativiert, nur so lassen sich effiziente von nicht effizienten Lehrern scheiden; aber keineswegs, indem es Parteifunktionären (Direktoren, Landesschulinspektoren; allfällig auch Elternvereinsfunktionären, „Kollegen“ mit Kindern an der Schule etc.), mancherorts unterstützt von manipulierten Lokalenmedien, in der gegenwärtigen Struktur leichter gemacht wird, Unerwünschte loszuwerden. Zu den Exponierten gehören derzeit tendenziell diejenigen, die (gleichmachenden) Ideologien nicht entsprechen, nicht parteigebunden ist, lokalen pressure Groups nicht nachgeben, V.I.Ps Berechtigungen bei Nicht erbrachten Leistungen verwehren (müssen), seríös-unspektakuläre Schülerleistung der schaumschlagenden Show vorziehen.

    Ein Blick auf Fahrschulen lohnt: Dort ist unbestritten, dass die Fahrschule nicht selbst Prüfer samt relativierenden Anforderungen stellen kann. Eine externe Kommission muss es sein, die unbestechlich Anforderungen sichert. In anderem Fall würden sich Fahrschulen durch Manipulation der Prüfungsergebnisse und Beliebigkeit der Anforderungen als „erfolgreich“ erklären könne, um wirtschaftlich zu reüssieren. (Fiktiver Werbespruch: „machen Sie bei uns den Führerschein, bei uns bekommt ihn JEDER“).

    Bezeichnend die Situation an en in Österreich noch spärlich vorhandenen „echten“ Privatschulen (das sind solche ohne Öffentlichkeitsrecht, die ihre Schüler zu externe Prüfungskommissionen schicken): Gerade „fordernde“ Lehrer, welche im öffentlichen System notorisch Schwierigkeiten bekommen, werden dort infolge Hocheffizienz mit Gold aufgewogen ... ! Und diese benötigen Pragmatisierung als Berufsschutz nicht.

    Geschieht aber im Schulwesen diese Trennung nicht, erscheint selbst das derzeitige unbefriedigende System noch als geringeres Übel. In den gegebenen Strukturen benötigen Lehrer, solange sie selber Berechtigungen vergeben bzw. (gesetzeskonform bei Nicht-Erbringung von Leistung) verwehren, sehr wohl einen Berufschutz, um nicht jederzeit „abgeschossen“ zu werden; Pragmatisierung ist so keineswegs Faulbett, sondern in bestimmten Bereichen condicio sine qua non des Rechtsstaates. Es ist ein fataler Irrtum, zu glauben, die gesetzeskonform fordernden, sorgfältig auf Konkurrenzfähigkeit ihrer Schüler bedacht nehmenden Lehrer seien unangreifbar. Das Gegenteil ist der Fall: System und Bevölkerungsmentalität begünstigt eindeutig Show-Künstler, die bereit sind, Prüfungen regieartig zu inszenieren und gute Noten ohne leistungsmäßige Bedeckung zu geben, und Schulen mit Dumping-„Anforderungen“ und exponiert die „Fordernden“. Das ist die Wahrheit. Unfähige, faule, notorisch schlecht vorbereitete, unpünktliche Lehrer sollten tatsächlich raus aus dem System; diese aber werden gegenwärtig eher gehalten: So lange sie keine negativen Noten geben, haben sie Angriffe nicht zu erwarten.

    Also: Hire and Fire zu fordern, ohne vorweg das Gesamtsystem grundsätzlich umzustellen, wäre fatal.

    Ich appelliere an alle, die – gut gemeinte Neuerungsvorschläge zum Schulwesen machen, diesen Aspekt zu berücksichtigen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorpapi66
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2010 16:11

    Werter Herr Unterberger!

    Alle Vernünftigen, die in dieser Republik nach Reformen rufen, sind Rufer in der Wüste. In dieser Republik wird sich nichts zum Guten, nichts zum vernunftmäßig Richtigen ändern.
    Es wird keine gute Schulreform kommen!
    Es wird keine leistbare Krankenkassenreform kommen!
    Es wird keine Pensionssicherungsreform kommen!
    Und es wird keine Verwaltungsreform kommen.
    In Österreich wird alles beim Alten bleiben.
    Herr und Frau Österreicher sind der Meinung: Reformen ja, aber nicht bei mir.

    Die Privilegienritter dieser Republik haben alles fest in ihrer Hand und lassen sich ihre vermeintlich wohlerworbenen "Rechte" nicht nehmen und verteidigen diese mit aller Macht.
    Die politischen Parteien, die Bünde, die Gewerkschaften, die Kammer, die Vereinigungen klammern sich mit aller Macht an Ihre Privilegien.
    Der Pessimist

    Ich bin kein Verfassungsrechtler, ich bin kein Völkerrechtskundiger und weiß daher nicht, ob dies möglich ist:
    Diese zweite Republik sollte sich so schnell wie möglich, noch bevor sie in den Abgrund stürzt selbst auflösen. Die Menschen, die in diesem Land leben, sollten gemeinsam die dritte Republik gründen und sich eine neue, bessere, demokratische Verfassung geben, ähnlich der Schweiz.
    Der Optimist

  3. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2010 10:33

    Das Problem der Beamten in der Telekom (oder auch in der Post) ist vor allem ein übles und verantwortungsloses Spiel der Politik, denn der Beamte wird durch einen einseitigen staatlichen Hoheitsakt vom Staat (auf Lebenszeit) ernannt.

    Der Staat hat im Zuge der Privatisierung den neuen Gesellschaften (Telekom, mobilkom, Post) die Beamten gleich mit in den Rucksack gepackt, in der Hoffnung, dass sich das Problem durch Zeitablauf oder durch stete Gewinne dieser Unternehmen irgendwie von selbst lösen würde.

    Tut es aber nicht und eigentlich wäre der Staat in der Pflicht, Lösungen für die von ihm (!) ernannten Beamten zu finden.

    Es gibt zwar ein paar halbherzige Versuche (Beamte von Post wechseln zur Polizei), nur gibt es keine "großen" und umfassenden Lösungen, weil in unserem Staat wieder einmal die üblichen Verhinderer und Besitzstandswahrer zu stark sind.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2010 02:17

    Und trotz aller hier angeführten, überzeugenden Argumente gibt es immer noch sozialistische Fundis, die doch bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit nach diversen Verstaatlichungen rufen und so gerne wieder politische Spielwiesen für ihre skurrilen Ideologien schaffen würden.
    Man kann ihnen nicht oft genug entgegentreten und die Erfolgsbeispiele, welche Herr Unterberger hier aufzählt, vor Augen führen.

    Da kommt mir sogleich noch ein verwegener Gedanke: vielleicht könnte man auch unser Gesundheitssystem sanieren, wenn man den Leistungswillen der niedergelassenen Ärzte insoferne anspornte, daß diese nur bezahlt werden, wenn der Patient gesund bleibt und nicht wenn er krank wird.

    Allerdings hätte dann womöglich die Pharmaindustrie das Nachsehen! :-(

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2010 15:47

    Technik und Schulbildung sind in Ö umgekehrt proportional. Die Technik ist in der Neuzeit angekommen, die Schulbildung wird auf Steinzeitniveau zurückgeschrumpft.
    Und da soll mir einmal erklären, das mache für die Politiker keinen Sinn. Mithilfe der Technik und mangelnder Bildung ist es ein leichtes Unterfangen für unsere "Softdiktatoren" das Volk am Gängelband zu halten.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2010 14:02

    Der Beamte mit dem Tintenfaß und dem Ärmelschoner kommt schon noch vor, in der Gemeinde Wien zum Beispiel oder manchmal noch in Ministerien. Da gibt es Beamte, die pro Jahr nicht mehr als 30 Akten bearbeiten, weil nicht mehr anfällt und das nicht nur in einem Ressort.

    Dazu ein kleiner Witz: Trifft ein Rathausbeamter einen anderen am Gang: 'Was Du auch hier draußen, kannst Du auch nicht schlafen ?'

    Solange es die Pragmatisierung gibt, wird es dieses Beamtenszenario geben.

    Ein Bundesministerium, das auf 'schlanke' Verwaltung was hält, zahlt doppelt, einmal den Beamten und einmal die Firma, die dessen Arbeit ausführt. Es zahlt doppelt, wie die Telekom, einmal für die pragmatisierten unfähigen, lernunwilligen und arbeitsunwilligen Beamten und einmal für die, die die Arbeit machen.

    Diese Sorte der Nichtstuer oder der nicht Ausgelasteten hat enorm viele Krankenstände, Kuraufenthalte und sonstige Absenzen. Eines hat sie aber nicht, den Drang zum Lernen, zum Arbeiten, zur Erfüllung ihrer Pflichten, zum Beitrag an der Gemeinschaft.

    Es soll auch unausgelastete Beamte geben, die nur ihr pragmatisiertes Beamtengehalt ohne Gegenleistung beziehen und nebenbei noch mehrere andere bezahlte Berufe ausüben.

    Soviel zum negativen Überbleibsel aus der Monarchie.

    Daß selbstverständlich auch in der Verwaltung viele verschiedene Berufe und Qualifikationen gebraucht werden, steht außer Zweifel und auch der Fakt, daß eine schlanke, effiziente und durchdachte Verwaltung dem Staat billiger kommt, als die derzeitige Verwaltungsblase mit den Privilegienrittern und Arbeitsverweigerern, mit den Doppelgeleisigkeiten und umständlichen Verfahren.

    Es ist in der Verwaltung noch stärker der Parteieneinfluß und die Parteibuchwirtschaft das wesentliche Problem, als dies in so manchen zu Grunde gerichteten Firmen, wie Konsum, Semperit, AUA, Ankerbrot, etc. war.

    Solange in Österreich kein Umdenken einsetzt und die Parteimeinung was Privates ist, solange wird dieses Postenschacher- und Postenschiebersystem mit all den negativen Auswüchsen wuchern und Schaden anrichten, Milliarden pro Jahr, von den Überzahlungen an vielen Stellen abgesehen.

    Wir müssen die Bewältigung von Aufgaben als Arbeit betrachten und nicht den Empfang eines Gehaltes oder den Besitz eines Parteibuches. Zuerst die Leistung, dann das Gehalt !

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. August 2010 21:58

    @Robert Bond

    Unsinn mal ZWEI! Niemand halbwegs intelligente Mensch (und das hat nichts mit seiner ideologischen Ausrichtung zu tun, sondern eher eine sehr subjektive Interpretation Ihrerseits) wird behaupten, daß "Krankheit überwiegend selbstverschuldet ist"! Denn sonst könnten ja nicht unschuldige Kinder zur Welt kommen, die sehr wohl schon an Krankheiten leiden.
    Weiter möchte ich mich mit diesem Unsinn gar nicht beschäftigen! :-(

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFriedrich Lehmann Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. August 2010 12:00

    Es ist unbestritten, dass durch vernünftige Reformen bzw. Modernisierungen, beispielsweise im Bildungs- und Gesundheitsbereich, Milliardeneinsparungen bei gleichzeitiger Leistungssteigerung möglich wären.

    Einzig und allein der unentwegte Kampf um Machtpositionen, primär jener zwischen Bund und Ländern, verhindert bisher jede sinnvolle Diskussion und weitet den Staatsapparat und damit dessen Problemzonen weiter aus.

    Die Bevölkerung lässt sich nur allzugerne mit neuen Sozialleistungen, Subventionen und Investitionen in veraltete Apparate bestechen und ruhig stellen.

    Ich möchte dazu folgenden Artikel empfehlen:
    http://denkanstoesse.twoday.net/stories/die-systematische-korruption-der-bevoelkerung-keynes-und-der-missbrauc/


alle Kommentare

  1. Rain (kein Partner)
    05. Februar 2015 00:49

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  8. Gerhard (kein Partner)
    31. August 2010 16:29

    tja, hauptsach privatisiert!
    als das telefon noch dem staat gehörte wars zweifellos teuer und ineffizient!
    allerdings ists jetzt keineswegs billig, vielmehr ists eine gaunerei was da so betrieben wird.
    wettbewerb?
    dass ich nicht lach!
    wie soll ich preise vergleichen bei dem wirrwarr!
    weder kundenfreundlich noch billig ist das nunmehr privatisierte zeug!

  9. Digital Bookworm (kein Partner)
    31. August 2010 12:48

    Tja, das waren halt noch tolle Zeiten, als die pragmatisierten Beamten des republikanischen Staatsteloegraphenamtes, äh, ÖPT, im Viererpack anrückten, um dann den schwarzen oder weißen Einheitstelefonapparat aus den Monopolmanufakturen der KASS-Bande (Kapsch, Alcatel, Siemens, Schrack) zu montieren. Nicht ohne, dass der Petent zuvor sich schon mit zwei Blauen (damals 1000 Schilling-Scheine) beim Oberbeamten des zuständigen Telegraphenbautrupp erkenntlich gezeigt hatte.
    Gar erst wer einen Anrufbeantworter angeschlossen haben wollte! Ja nicht den Apparat anrühren, der war versiegelt und darüber wachte das Strafgesetz - und wieder musste der Trupp zum Schmattesempfang anrücken, um ihn "sachgerecht" z7u montieren. Denn Einheitsstecker, der weltweit längst RJ 11, verwendet wurde, durfte es nicht geben: Da waren sich die Telegraphenmonopolisten mit der KASS-Bande bis zuletzt einig. Dem Wien-Schall wurde sogar gedroht, ihn anzuzeigen weil er Adapter importierte!
    Ein durchaus glaubhaftes Gerücht besagt, dass der damalige Verkehrsminister Klima den Unfug der telegraphenamtlichen Schnüffelei bis in die Wohnungen aus "familiären Gründen" abdrehte: Er hatte von Auslandsdienstreisen als vormaliger ÖMV-Manager seinem Sohn Jan längst alle möglichen Gerätschaften aus den Duty-Freeshops mit gebracht, die dann der technisch viefe Jung-Klima selbst an die postalische Leitung anschloss...

  10. fosca
    30. August 2010 22:05

    Oje!

    Beide Kommentare gehören natürlich ganz ans untere Ende!

    Sorry! ;-)

  11. fosca
    30. August 2010 22:04

    Liebe Frau Imb!
    Es lag mir fern, Ihnen Ihren Schönheitsschlaf zu rauben, den Sie jedoch im Grunde gar nicht notwendig hätten! ;-)
    Aber natürlich muß die Allgemeinheit weiterhin für schwer chronisch kranke Menschen aufkommen. Ich wollte jedoch nur aufzeigen, daß bei unserem derzeitigen Gesundheitssystem keinerlei Anreiz gegeben ist, irgendwo einzusparen bzw. zu entlasten und die meisten Menschen alles "was nix kostet" nicht zu schätzen wissen.
    Deshalb die Überlegung, einen Leistungsanreiz zu schaffen, der vielleicht die eine oder andere schwere Erkrankung im Vorfeld schon verhindern könnte.
    Mein Zusatz "verwegen" sollte eben die Diskussiongrundlage für eine Idee bilden.

    Ich hoffe, ich konnte meine Ausführungen näher erläutern und Sie können jetzt alles an Schönheitsschlaf nachholen! LG

  12. fosca
    30. August 2010 21:58

    @Robert Bond

    Unsinn mal ZWEI! Niemand halbwegs intelligente Mensch (und das hat nichts mit seiner ideologischen Ausrichtung zu tun, sondern eher eine sehr subjektive Interpretation Ihrerseits) wird behaupten, daß "Krankheit überwiegend selbstverschuldet ist"! Denn sonst könnten ja nicht unschuldige Kinder zur Welt kommen, die sehr wohl schon an Krankheiten leiden.
    Weiter möchte ich mich mit diesem Unsinn gar nicht beschäftigen! :-(

    • Undine
      31. August 2010 10:07

      @fosca

      Bei Ihrem Beitrag vom 29. 8. 02:17, den Robert Bond in die falsche Kehle gekriegt hat, meinten Sie, so nehme ich an, jene Leute, die mutwillig ALLES tun, um Ihre Gesundheit zu ruinieren, die dann auf Kosten der Allgemeinheit wiederhergestellt werden soll.

      Damit meine ich DIE Menschen, die WEIT ÜBER DAS NORMALE MASS hinaus essen, trinken, rauchen, oder sich drogenabhängig machen aber auch durch riskantes Verhalten im Straßenverkehr die eigene Gesundheit, aber auch die völlig Unschuldiger gefährden.

      Die meisten der oben angeführten Gründe zur selbstverschuldeten Gefährdung der Gesundheit sind aber in meinen Augen eine Folge mangelnder Selbstdisziplin.
      Das fängt schon bei den Kindern an: von ihren Eltern hören sie heutzutage fast nie ein NEIN, wenn ein Wunsch geäußert wird. Sie müssen sich nie etwas versagen. Das wird aber dann zur Gewohnheit, die abzulegen aber wiederum Selbstdisziplin erfordert.

    • Undine
      31. August 2010 10:39

      Bevor mich jetzt jemand für einen selbstgerechten Ausbund an Tugend hält: ich weiß noch SEHR genau, WIE gut Rauchen ist, hab' ich doch viele Jahre hindurch reichlich diesem Laster gefrönt! :-). Mittlerweile dürfte ich aber wieder eine "jungfräuliche" Lunge haben!

    • fosca
      01. September 2010 01:41

      @Undine

      D'accord! ;-)

  13. Anonymous (kein Partner)
    30. August 2010 16:35

    http://www.zeit.de/2010/35/A-Kasten-Schwarzbuch

    Hier einmal etwas anderes als die Leistungsempfänger mit Migrationshintergrund die hier immer wieder zitiert werden...

  14. Robert Bond (kein Partner)
    30. August 2010 13:39

    Bei "Privatisierung, Wettbewerb, technischer Fortschritt" stimmt halt die Reihenfolge nicht. Denn erst der technische Fortschritt - Digitalisierung und Mobiltelefonie - hat im Falle des Telefons den Wettbewerb möglich und damit die Privatisierung sinnvoll gemacht. Aus diesem Grund ist es z.B. leicht, Fluglinien zu privatisieren, während das bei der Bahn schon ganz andere Probleme schafft. Überall, wo flächendeckende Infrastrukturmaßnahmen die Voraussetzung für ein Geschäftsmodell sind, greifen nämlich Maktmechanismen ganz schlecht.

    • socrates
      31. August 2010 12:06

      Die französischen Bahnen sind pfeilschnell, bequem und positiv. Ein Informationsgen hilft solche Probleme zu klären.

  15. Jacky (kein Partner)
    30. August 2010 13:09

    "Letztlich wissen wir alle: Ein bisschen Angst um den eigenen Arbeitsplatz ist unglaublich gut für den Einsatzwillen, die Kundenorientierung und Kreativität."

    Na, dann muss Herr Unterberger der derzeitigen Regierung ja wohl sehr, sehr dankbar sein. Immerhin hat sie ihn aus der Wiener Zeitung rausgeworfen, was, Unterbergers eigener Logik zufolge, ja voll super für seine Kreativität und Kundenorientierung gewesen sein müsste.

    • Systemfehler (kein Partner)
      30. August 2010 19:19

      In Wahrheit ist Unterberger damit zum Michael Kohlhaas geworden.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      31. August 2010 07:51

      Kreativität und Kundenorientierung hat das leider nicht gebracht, weil Unterberger ja bekanntlich nicht hinausgeschmissen wurde, sondern nur 1/2 Jahr dienstfrei gestellt.

    • socrates
      31. August 2010 19:46

      Wie lange dauert 1/2 Jahr? Hat sich die Auflage erhöht?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      03. September 2010 08:22

      Die Wiener Zeitung macht bei der ÖAK nicht mit. Daher gibt es nur Eigenaussagen.

      1/2 Jahr dauert doppelt so lange wie ein 1/4 Jahr.

    • socrates
      04. September 2010 21:02

      STF
      Warum arbeitet dann A.U. nicht bei der Wiener Zeitung? Haben Sie gelogen?

  16. Friedrich Lehmann (kein Partner)
    30. August 2010 12:00

    Es ist unbestritten, dass durch vernünftige Reformen bzw. Modernisierungen, beispielsweise im Bildungs- und Gesundheitsbereich, Milliardeneinsparungen bei gleichzeitiger Leistungssteigerung möglich wären.

    Einzig und allein der unentwegte Kampf um Machtpositionen, primär jener zwischen Bund und Ländern, verhindert bisher jede sinnvolle Diskussion und weitet den Staatsapparat und damit dessen Problemzonen weiter aus.

    Die Bevölkerung lässt sich nur allzugerne mit neuen Sozialleistungen, Subventionen und Investitionen in veraltete Apparate bestechen und ruhig stellen.

    Ich möchte dazu folgenden Artikel empfehlen:
    http://denkanstoesse.twoday.net/stories/die-systematische-korruption-der-bevoelkerung-keynes-und-der-missbrauc/

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 18:51

      Herzlichen Dank für diesen Link, wobei auch der Weiterverweis sehr wichtig und interessant ist !

      Alle Forderungen allerdings wurden hier im Blog auch schon gestellt und ich denke viele Menschen wissen das und unsere privilegierte Parallelwelt denkt fieberhaft nach, wie sie ihre Macht samt Privilegien erhalten können.

      Wir haben Österreich 3-geteilt: In Privilegierte und Arbeits- und Produktionsvolk und in in- und ausländische Sozialschmarotzer. Am Arbeits- und Produktionsvolk schaukeln die Privilegierten und Sozialschmarotzer wie auf einem Hutschpferd, solange, bis es zusammenbricht.

      Die Angesprochenen wissen das und tun es trotzdem.

  17. aw70 (kein Partner)
    30. August 2010 11:15

    Die Darstellung, dass die Marktliberalisierung in Österreich für den in den Tat gut funktionierenden Markt im Bereich Mobiltelefonie verantwortlich ist, greift leider zu kurz.

    Die drei Zauberworte waren nämlich im Grunde nur ein riesengroßes: technischer Fortschritt. Mit zwei kleinen zusätzlichen Wörtchens, nämlich Privatisierung und Wettbewerb. Die sind aber angesichts des alles erst ermöglichenden technischen Fortschritts ziemlich sekundär. Ein wunderbares Beispiel dafür sind die USA, das Mutterland der liberalen Marktwirtschaft. Dort ist mobil telefonieren vergleichsweise teuer, und rückschrittlich. Das vor allem, weil sich ein paar versteinerte große Carrier (von denen jeder die alte, verbeamtete Telekom Austria in Bezug auf Kundenfreundlichkeit noch gut aussehen lässt) den Markt aufteilen, nur auf Profit achten, und technischen Fortschritt als etwas suspektes betrachten. Alle diese Firmen sind natürlich rein privat...

    Österreich hatte, was Mobiltelefone angeht, einfach Glück - die Liberalisierung ist zum genau richtigen Zeitpunkt erfolgt, als die Technologie exakt am richtigen Punkt war. Ohne Liberalisierung wäre es nichts geworden, klar - nur zeigen die USA mit ihren CDMA-Netzen wunderbar, dass Privatwirtschaft nicht einmal in so einem dynamischen Bereich moderner Technologie automatisch gutes Kundenservice und/oder Fortschritt garantiert...

    • Norbert Mühlhauser
      30. August 2010 13:20

      www.t-y-a.at

      Ich nehme einmal an, die Internet-Preise haben sich in Österreich nur deshalb so rasch nach unten entwickelt, weil sich private Betreiber mit Kapazitätsreserven eingebracht haben, etwa UPC mit ihrem ursprünglich nur für den TV-Konsum gedachten Netz.

  18. Segestes (kein Partner)
    30. August 2010 10:50

    "Privatisierung" - so ein Blödsinn.

    Das war einzig und alleine die Marktliberalisierung, sonst nichts.
    Die Privatisierung der Telekom Austria hingegen, hat nur zu einem geführt, nämlich
    zu einem erlahmenden Ausbau der Infrastruktur, da man nicht gewinnbringende Investitionen scheut, die den Aktienwert und irgendwelche Ausschüttungen an Aktionäre mindern könnten.

    Nicht nur die Telekom Austria steht seit Jahren auf der Investitionsbremse
    und fummelt lieber an Kupferkabeln herum, anstatt die Glasfaser flächendeckend einzusetzen. Nein, auch nahezu sämtliche privaten Konkurrenten, investieren natürlich fast nur noch in größeren Städten, während man auf die Mehrheit der Bevölkerung die außerhalb lebt, mit Nachdruck pfeift und nicht einmal Grundlegendes erledigt - Stichwort Entbündelung.

    Ich wohne im zweitgrößten Ballungszentrum Österreichs,
    und selbst hier ist die Lage mit maximal 6 Mbit Bandbreite
    ein anachronistischer Witz der Extraklasse.
    In weiten Teilen Asiens (Japan, Tiegerstaaten,...) sind es längst 50Mbit und mehr (Tendenz steigend)!
    In Dänemark wurde jüngst ein 100 Mbit-Zugang, mittelfristig sogar in den Rang
    eines Bürgerrechts erhoben!

    Nein, lieber Herr Unterberger, Ihre angeblich so goldene
    Telekommunikationsgegenwart ist nur dann golden, wenn nach wie vor
    das Telefon das zentrale Kommunikationsmittel darstellt ^^

    • Anonymous (kein Partner)
      30. August 2010 10:57

      Nun gut, als anständiger Neoliberaler würde ich dann argumentieren: Der ländliche Ausbau lohnt sich eben nicht, wenn das jemand will muss eben entsprechend mehr bezahlt werden. So ist das eben.

    • Xymmachos
      30. August 2010 11:05

      Ja,ja, die TIEGER(!)-Staaten...

    • Segestes (kein Partner)
      30. August 2010 11:17

      @Anonymous:
      Tja, wenn du in deiner Kurzsichtigkeit als "Neoliberaler" nicht erkennst, dass es sich hierbei um einen teils massiven Wettbewerbsnachteil handelt, den auch die Wirtschaftskammer seit Jahren immer wieder kritisiert, dann ist es um deine Sachkenntnis allerdings wohl nicht sehr gut bestellt.

      @Xymmachos, den goldenen Griechen:
      http://www.inrage.de/pics/other/hans.jpg

      Mal davon abgesehen, jemand der die S-Schreibung nicht beherrscht und in seinen Beiträgen "daß" statt "dass" schreibt, sollte besser den schweigenden Philosophen mimen.
      Eh schon wissen, die Metapher mit dem Glashaus und den Steinen....

    • Anonymous (kein Partner)
      30. August 2010 11:28

      WENN ich ein anständiger Neoliberaler wäre würde ich weiter argumentieren: Die Wirtschaftskammer ist doch eine linkslinke Vorfeldorganisation der SPÖ/Grünen. Was ein Wettbewerbsnachteil ist entscheidet der allwissende freie Markt, alles andere ist Sozialismus, SOZIALISMUS! Wenn an den Entscheidungen des Marktgottes etwas nicht stimmt, dann liegt das alleine daran, dass er noch nicht frei genug ist.

    • Segestes (kein Partner)
      30. August 2010 11:40

      @Anonymous: Aah, ich habe verstanden :-)

    • Norbert Mühlhauser
      30. August 2010 13:25

      www.t-y-a.at

      @ Segestes:

      Vielleicht kostet aber ein 100Mbit-Zugang mehr, als mit bei uns üblichen rd 10,- EUR pro Monat abgedeckt werden kann?

    • Undine
      30. August 2010 13:42

      @Segestes

      Diese völlig unnötige, unerwünschte, lächerliche, Unsummen an Steuergeldern verschlingende Rechtschreibreform wage auch ich zu boykottieren. Einige haben sich damit eine Goldene Nase verdient ---natürlich auf Kosten der ( wie immer zwangsweise geschröpften) Steuerzahler.
      Ich nehme mir die Freiheit, "daß" statt "dass" zu schreiben, wie ich es seinerzeit gelernt und gelehrt habe.
      Wenn ich Majuskel verwende, erlaube ich mir, gelegentlich das früher verwendete SZ statt SS zu schreiben.
      Die "Rechtschreibreformer" können mir den Buckel hinunterrutschen! :-)

    • Segestes (kein Partner)
      30. August 2010 16:06

      @Norbert Mühlhauser: Nein, denn der Kunde ist nicht bereit wesentlich mehr fürs Internet zu bezahlen, bloß weil die Bandbreite steigt.
      Man betrachte einfach die letzten 5 Jahre. Die Bandbreite stieg, die Preise gingen, quasi gegenproportional, nach unten.
      Damit sanken natürlich teilweise auch die Margen der "Service Provider".
      So, und damit wäre auch schon gesagt, warum sie auf der Investitionsbremse stehen.
      Hier wäre nun aber der Staat gefragt, der dem, wie auch in anderen Ländern, entgegen wirken muss, um nicht in Sachen volkswirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, massiv ins Hintertreffen zu geraten.
      Alles dem freien Markt zu überlassen, ist eben nicht immer der Königsweg.

      @Undine: Jeder soll so falsch schreiben wie er möchte, solange man sich dann nur nicht vor mir aufbaut und den Hobby-Germanisten raushängen lässt ;-)

    • Norbert Mühlhauser
      31. August 2010 01:14

      www.t-y-a.at

      @ Segestes, 1606:

      Damit sanken natürlich teilweise auch die Margen der "Service Provider".
      So, und damit wäre auch schon gesagt, warum sie auf der Investitionsbremse stehen.
      Hier wäre nun aber der Staat gefragt, der dem, wie auch in anderen Ländern, entgegen wirken muss, um nicht in Sachen volkswirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, massiv ins Hintertreffen zu geraten.


      Mit anderen Worten: Um zu verhindern, dass der Endvebraucher zahlt, sollen die "Reichen" über die Steuereinhebung den Ausbau finanzieren?

      Und wozu? Bei Telekom (oder Aon bzw A1 - da soll sich einer auskennen) zahle ich für 5 Gbit/sec 12 Euronen/Monat (Funkanbindung), einen Kabelanschluss mit ca 4 Gbit/sec bekomme ich als Privater von jedwedem Anbieter um ca 10 EUR/Monat. Für Firmen kostet das Gleiche ca 20,- + EUR.

      Keine Firma, außer vielleicht die Druckbranche oder Rechenzentren in div Großkonzernen, braucht schnellere Anbindungen. Als Privater, der kein Cineast ist, bin ich auch überversorgt.

      Lediglich in kleinen Gemeinden ist die A1-Anbindung schlecht. Da bekommt man tlw nicht einmal UMTS, sondern nur GPRS (in etwa dem ISDN vergleichbar).

    • Norbert Mühlhauser
      31. August 2010 21:13

      Berichtigender Nachtrag @ Segestes:

      Um rd 10,- EUR für Private bzw 20 + EUR für Unternehmen gibt es dzt einen 2 Gbit/sec Kabelanschluss, nicht wie irrtümlich geschrieben einen 4 Gbit/sec-Anschluss (- in Wien).

  19. Amadeus (kein Partner)
    30. August 2010 10:14

    Off topic:

    Zur kommenden Wien-Wahl im neuen Profil:

    "Ein machiavellistisches Perpetuum mobile mit einem Profiteur, der SPÖ, und 1,7 Millionen Geschädigten, den Bürgern der Stadt Wien":

    Genossenschaftswesen: Wie die Gemeinde Wien die SPÖ Wien alimentiert (von Gernot Bauer)

    Im April 1989 waren die Favoritner Sozialdemokraten zum Äußersten bereit. Genug war genug: Man erwäge, so die Drohung, am 1. Mai nicht zur zentralen Veranstaltung der Wiener SPÖ am Rathausplatz zu marschieren, sondern eine eigene Mai-Feier im Bezirk abzuhalten. Grund für den Boykott des roten Hochamts: Die von der Parteispitze versprochene Sanierung des Arbeiterheims Favoriten hatte sich abermals verzögert. Der Mai-Putsch blieb freilich aus. Und auch eine Lösung für das Arbeiterheim, einen Jugendstil-Prachtbau des Otto-Wagner-Schülers Hubert Gessner aus dem Jahr 1902, wurde gefunden. Aus dem einstigen Hauptquartier der roten Kulturvereine mit Theatersälen, Klubzimmern, Zentralbibliothek und Kino wurde das Vier-Sterne-„Trend-Hotel-Favorita“. Der Bezirks-SPÖ blieb ein Vereinslokal im zweiten Stock des Hinterhofs, der frühere Ballsaal des Arbeiterheims.

    Vom Hackler-Charme in Favoriten ist im grün regierten 7. Bezirk, Neubau, nichts zu spüren. An der Adresse Lindengasse 55 residiert der Verband Wiener Arbeiterheime (VWA). Gründungsjahr: 1948. Vereinszweck: „Förderung aller Bestrebungen zur Errichtung, Erhaltung und Betrieb von Arbeiterheimen sowie deren Verwaltung“. Der alte Zweck hat ausgedient, 62 Jahre nach Gründung zählen allein die Gewerbeberechtigungen des VWA: „Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen; Beteiligungsgesellschaften; Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen; Fürsorge- und karitative Einrichtungen.“

    Hinter dem Verband Wiener Arbeiterheime verbirgt sich die mächtigste politische Unternehmensholding Österreichs. Der Nostalgieverein mit 16 Mitarbeitern verwaltet das Imperium der Wiener SPÖ: Bauträger, Verlage, Agenturen, Immo-Business. Einer der wichtigsten Kunden des roten Mischkonzerns ist pikanterweise die Gemeinde Wien. In der Kurzdarstellung: Michael Häupl macht Geschäfte mit sich selbst, der Wiener Bürgermeister ist Großauftraggeber des Wiener SPÖ-Vorsitzenden. Nebenbei sponsern Gemeindebetriebe mit ¬öffentlichen Mitteln deklarierte und camouflierte SPÖ-Parteiveranstaltungen. Medien im Eigentum der SPÖ bejubeln das rote Rathausspitzenpersonal. Die erwünschte Hauptwirkung der wirtschaftlichen und politischen Wettbewerbsverzerrung: Die Gemeinde finanziert den Machterhalt der Partei – ein machiavellistisches Perpetuum mobile mit einem Profiteur, der SPÖ, und 1,7 Millionen Geschädigten, den Bürgern der Stadt Wien.

    In der Schaltzentrale des roten Mischkonzerns sitzt ein Mann, der vor zwei Jahren gegenüber dem Wirtschaftsmagazin „trend“ ohne Scheu Klartext sprach: Helmut Laska, Gatte der langjährigen SPÖ-Vizebürgermeisterin Grete, seit 1995 Geschäftsführer des Verbands Wiener Arbeiterheime und der Unterholding A.W.H. Beteiligungs GmbH: „Der Verband hat die Aufgabe, die Partei zu unterstützen.“ Und Unterstützung funktioniert im Kommunikationszeitalter am effektivsten über Medien. Mit dem Echo Medienhaus schuf sich die SPÖ in den vergangenen zehn Jahren einen integrierten Kommunikationskonzern. Kerngeschäft ist das Verlagswesen. Das wirtschaftliche Risiko wird durch verlässliche Inseratenschaltungen der Gemeindebetriebe gemindert. Flaggschiff ist das „Vormagazin“, das offizielle Kundenheft der Wiener Linien, greifbar in sämtlichen U-Bahn-Waggons, Straßenbahngarnituren und Bussen. Gerade in der Vorwahlzeit rechnet sich das „Vormagazin“ aus SPÖ-Sicht auch politisch. Auszug aus der August-Ausgabe: Interview mit Vizebürgermeisterin Renate Brauner zum Thema „Warum der Wiener Weg, gegen die Krise anzukämpfen, der richtige ist“. Zwei-Seiten-Artikel über das Kindergarten-Paradies Wien plus Foto von Stadtrat Christian Oxonitsch. Umweltstadträtin Ulli Sima wird um ihre Meinung zum „wunderbaren Naherholungsgebiet Penzing“ gebeten. Renate Brauner präsentiert den Dienstleistungsförderwettbewerb. Gemeinderätin Sonja Kato bittet zum Mutter-Kind-Treff; Stadträtin Sonja Wehsely im Aids-Charity-Einsatz; der Bürgermeister auf Lokaltour im achten Bezirk.

    Grätzl-Waffen. Für die SPÖ ist das Medienhaus ein externer Mediendienstleister für alle Fälle: Echo ist PR-Agentur, Werbeagentur, Mediaagentur und Eventagentur mit politisch-beziehungstechnischem Startvorteil. Im Jahr 2008 gelang es der Gemeinde das Recht abzutrotzen, die Rathaus-Prunkräume für VIP-Veranstaltungen der Fußball-EM vermarkten zu dürfen. Die jüngsten Projekte: Kaffee-Gala 2010 (Veranstaltungsort: Rathaus Wien); „133-er Award“ für die „Polizisten des Jahres“ im Auftrag der Stadt Wien. Am 18. September veranstaltet Echo (im Wiener Rathaus) das Clubbing zum Projekt „I love Vienna“ – offiziell eine sympathische Love-Peace-Happiness-Initiative „für die Stadt und ein friedliches Miteinander“, in Wahrheit eine subtile Wahlkampfkampagne für die SPÖ, gesponsert von der städtischen Wien Holding. Medial unterstützt wird „I love Vienna“ von der wöchentlich erscheinenden Gratiszeitung „Wiener Bezirksblatt“. Mit einer Auflage von 650.000 Stück ist das „Bezirksblatt“ die mediale Hauptwaffe der SPÖ zur Verbreitung roter Botschaften bis in die Grätzln.

    Echo-Geschäftsführer Christian Pöttler versteht sein Medienhaus als privatwirtschaftlichen Betrieb: „Wir sind ein Unternehmen und können uns nicht erlauben, nach ideologischen Gesichtspunkten zu handeln, auch wenn es natürlich keine Zweifel gibt, wohin wir gehören.“ Laut Pöttler stammen weniger als zehn Prozent des Echo-Umsatzes von 30 Millionen Euro aus Geschäften mit der Gemeinde Wien. Die Werbeagentur des Medienhauses habe seit zwei Jahren keinen Gemeindeauftrag erhalten. In seiner Branche gilt Pöttler als Kandidat für höhere Weihen. Der Echo-Chef soll als Nachfolger von Karl Javurek neuer Geschäftsführer der Gewista Werbegesellschaft werden, laut Eigenbeschreibung Österreichs „größtes und innovativstes Unternehmen im Bereich Outdoor Advertising“.

    Miteigentümer: SPÖ Wien. In der Bundeshauptstadt ist die Gewista mit ihren Plakatflächen, Rolling Boards und City-Light-Vitrinen de facto Monopolist. Buchen die Oppositionsparteien im Wahlkampf Werbeflächen, finanzieren sie ihren Hauptkonkurrenten SPÖ indirekt mit. Auf der Kundenliste der Gewista (Umsatz 2009: 144 Millionen Euro) stehen sämtliche Betriebe, Fonds und Magistratsabteilungen der Stadt Wien. Das Spezialverhältnis zwischen Gemeinde und Gewista irritierte auch die Prüfer des Kontrollamts im Jahr 2007: „Die Vorgangsweise der einzelnen Dienststellen bei der Vergabe von Werbeflächen ließ das historisch gewachsene Naheverhältnis der Stadt Wien zu dieser Firma erkennen.“ Die der Gewista verrechneten Gebühren würden „dem marktwirtschaftlichen Preisniveau bei Weitem nicht entsprechen“. Ursprünglich war die Gewista ein städtisches Unternehmen, 1993 wurden die Mehrheitsanteile von der gemeindenahen Bank Austria über¬nommen. Im Jahr 2010 gehört die Gewista der französischen JCDecaux-Gruppe, der Wiener Städtischen Versicherung und zu 13 Prozent der SPÖ – Privatisierung auf sozialdemokratisch-wienerisch.

    Millionen für Freunde. Neben SPÖ-eigenen profitieren auch SPÖ-nahe Medienunternehmen von der Gemeinde. Der Bohmann-Verlag erhielt einen 117-Millionen-Euro-Auftrag der Stadt Wien. Laufzeit: acht Jahre. Vertragsinhalt: „Medien Fullservice“ mit „Zielgruppenmagazinen“ und „Infofoldern“. Der ebenfalls parteinahe Compress-Verlag leistet für die Gemeinde Wien PR-Arbeit in Osteuropa. Auftragsvolumen für zehn Jahre: 146 Millionen Euro.

    Die wahrscheinlich größte Parteiveranstaltung der freien Welt wird ebenfalls von der Gemeinde Wien finanziert: Mit 1,9 Millionen Euro aus dem Kulturbudget sponserte die Stadt das heurige Donauinselfest der SPÖ. Weitere vier Millionen Euro brachten großzügige Sponsorleistungen der Privatwirtschaft und der üblichen Verdächtigen: Wien Energie, Wien Holding, Fonds Soziales Wien, Flughafen Wien, Wien Kultur. Technischer Organisator des Donauinselfests ist die SPÖ-eigene Pro Event GmbH. Öffentliche Auftraggeber der Parteiagentur waren in den vergangenen Jahren: die Magistratsabteilungen 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau) und 31 (Wiener Wasser), Fernwärme Wien, Museen der Stadt Wien, Stadt Wien Marketing, WAFF (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds), Wiener Stadthalle, Wiener Volksbildungswerk, Wien Tourismus und die städtischen Wipark-Garagen. Zu den Prestigekunden der Pro Event zählt die Sozialbau AG, laut ihrer Homepage die „Nr. 1 unter den privaten und gemeinnützigen Wohnungsunternehmen Österreichs“. 100-Prozent-Eigentümer der Sozialbau AG: der Verband Wiener Arbeiterheime und damit die SPÖ Wien. Der rote Immo-Konzern verwaltet 47.000 Wohnungen. Zum Vergleich: Die Gemeinde-eigene Gesiba betreut 45.000 Einheiten. Gemeinsam mit der Bausparkasse der Erste Bank ist die SPÖ auch Eigentümerin der Aphrodite Bauträger AG. Philosophie: „Günstig wohnen in Wien“.

    Das rote Genossenschaftsprinzip, die Partei möglichst von der Gemeinde begünstigen zu lassen, funktioniert auch außerhalb des harten Wirtschaftslebens, etwa im Kulturbereich. Wenn der ORF und andere Fernsehstationen am 18. Dezember das von der Stadt Wien subventionierte Galakonzert „Christmas in Vienna“ mit Startenor Juan Diego Flórez aus dem Konzerthaus übertragen, darf sich die für Tourismus verantwortliche Vizebürgermeisterin Renate Brauner über den Werbewert freuen. Dass sie auch in ihrer Funktion als stellvertretende SPÖ-Landesparteivorsitzende „Christmas in Vienna“ verbunden ist, wird ihr an diesem Abend wohl nicht bewusst sein. Veranstalter des Galakonzerts ist die Wiener Scheibmaier GmbH. Hälfteeigentümer: die SPÖ Wien. Im Jahr 2007 hatte die Opposition eine 150.000-Euro-Subvention der Stadt für den von Scheibmaier organisierten „Wiener Operettensommer“ kritisiert.

    Rotes Wien. Auch auf Bezirksebene orientiert sich die öffentliche Kulturförderung stark an den Bedürfnissen der SPÖ. Das Wiener Volksbildungswerk unterstützt insgesamt 300 Vereine. Ausgestattet mit dem Selbstbewusstsein der absoluten Macht, führen einige geförderte Initiativen, etwa der Kulturverein „Liebenswertes Hernals“ oder die „Ottakringer Kulturfreunde“, als E-Mail-Kontaktadresse praktischerweise gleich die SPÖ Wien an. Nur allzu verständlich, dass auch der heiligste Schrein der Wiener Sozialdemokratie von der Gemeinde subventioniert wird. Im Waschsalon 2 des Karl-Marx-Hofs betreibt der Verein Sammlung Rotes Wien seit Mai eine Dauerausstellung zum immergrünen Thema „Das Rote Wien“. Alle Kritik der Oppositionsparteien war zwecklos. Die Rathausmehrheit genehmigte dem SPÖ-Verein – Obmann: Ex-¬Vizebürgermeister Sepp Rieder – 120.000 Euro Unterstützung für die Umbaukosten und 40.000 Euro für die Ausstellung.

    Politisches Hirn des roten Mischkonzerns war jahrelang SPÖ-Landesparteisekretär Harry Kopietz, mittlerweile Landtagspräsident. Laut dessen Nachfolger Christian Deutsch machten die SPÖ-Unternehmen im Vorjahr insgesamt 8,5 Millionen Euro Bilanzgewinn. Es gebe, so Deutsch, keine Ausschüttung an die SPÖ direkt, wohl aber an den Verband Wiener Arbeiterheime – und damit indirekt an die Partei, weil der VWA auch SPÖ-Immobilien verwaltet.

    Wie der Politologe Hubert Sickinger in seinem Standardwerk „Politikfinanzierung in Österreich“ schreibt, sei es „problematisch“, dass die SPÖ-Betriebe „mit Gemeinde-eigenen und -nahen Unternehmen intensive Geschäftsbeziehungen pflegen bzw. ihr Erfolg auch von Planungsentscheidungen der Gemeinde abhängt – womit diese Unternehmen (der SPÖ, Anm.) stets unter dem strukturellen Verdacht stehen, von der Identität des Eigentümers mit der in der Gemeinde dominanten Partei zu profitieren“.

    Vom Bürgermeister abwärts dementierten Wiener SPÖ-Funktionäre stets, aus ¬öffentlichen Ämtern Vorteile für die Partei zu ziehen. Ein entsprechender Klassiker: Seit Jahren versucht die Opposition zu ergründen, ob die Stadt die Bühne für den ¬SPÖ-Maiaufmarsch am Rathausplatz mit¬finanziert, da das Gerüst nach dem Tag der Arbeit auch für Veranstaltungen der Gemeinde genützt wird. Es habe alles seine Ordnung, hieß es wiederholt aus dem Rathaus. Und wenn Michael Häupl kommenden Samstag in der Halle D der Gemeindeeigenen Stadthalle den Wahlkampf für den 10. Oktober eröffnet, wird es selbstverständlich keinen Eigentümer-Rabatt auf die Saalmiete geben. Das Geld fließt ohnehin im Kreis. Die Stadthalle sponsert das Donauinsel¬fest und im aktuellen Wahlkampf die rote Happiness-Kampagne „I love Vienna“. [28.8.2010, 17:03]

    Link: http://www.profil.at/articles/1034/560/276383/genossenschaftswesen-wie-gemeinde-wien-spoe-wien

    • Anonymous (kein Partner)
      30. August 2010 10:21

      Na na na so geht das aber nicht mein Freund. Wie ich aus dem Kommentarsystem weiß ist das Profil eine linkslinke Zeitung. Solche Artikel sind also bestenfalls gezielte Desinformation der internationalen Linkslinken politisch korrekten Mainstreammeinungsmafia. Wenn sie soetwas lesen, posten oder gut finden sind sie folglich ein Linkslinker Kryptokommunist.

      Anständige Liberalkonservative informieren sich nur über mutige Anti-Mainstream Medien wie Unterberger, Eigentümlich frei, PI News und Alpendonauinfo.

    • Florin
      30. August 2010 11:33

      @Anonymus

      Hat Sie dieser entbehrliche Kommentar wenigstens beruhigt, "mein Freund"?;)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      30. August 2010 13:18

      Das linkslinksgrüne Profil würde so was nie und nimmer schreiben. NIEMAND, ich wiederhole, NIEMAND außer Unterberger deckt solche Machenschaften auf! Weil alle linkslinkspcgleichgeschaltet sind! Außer Unterberger.

      Und vielleicht Rupert Murdoch.

    • RB (kein Partner)
      30. August 2010 14:52

      Danke für den Link.
      Jetzt ist mir schlecht..... :-(

    • tartaros (kein Partner)
      30. August 2010 17:42

      Ha ha, wie sie protestieren und sinnlos-peinliche Kommentare abgeben, unsere Forentrolle. Putzig.

  20. kpax (kein Partner)
    30. August 2010 09:58

    Lehrer leistungsgerecht entlohnen schön und gut aber

    "danach, was ihre Schüler am Ende mehr können als am Anfang"

    ist mit Vorsicht zu genießen. Lehr/Lernprozesse sind nämlich kein lineares input/output-Modell sondern höchst komplex und individuell unterschiedlich. Der Lehrer ist nicht der einzige Faktor der die Leistung eines Schülers bestimmt, besonders nicht wenn ein Schüler gerade eine schwierige Lebensphase durchläuft. Wenngleich auch ein gewisser Spielraum zur leistungsgerechten Bezahlung in der Schule zu realiseren wäre; das Gehalt eines Lehrers an einer Klientel festzumachen, welche aus dem Vertrauensgrundsatz ausgenommen ist, wird sich nicht so einfach machen lassen.

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 10:29

      Es ist richtig, daß im Laufe der Schulzeit Lebensphasen durchgemacht werden und ich kenne Pflichtschulkinder, die ein Jahr wiederholt haben, um dann trotzdem wieder gut abzuschneiden.

      Aber im Großen und Ganzen ist an diesem Satz nicht viel auszusetzen, wenn man ihn nicht formal sondern grundsätzlich interpretiert.

  21. Anonymous (kein Partner)
    30. August 2010 09:39

    Großartiger Text, passt perfekt zum Niveau des Börsenkurier - quasi die Financial Times Austria.

    Das Geseiere über das Vierteltelephon ist mehr als lächerlich, diese Zeiten sind nun wirklich schon längst vorbei.

    Das Argument mit der Mobiltelefonie ist völlig entstellt. Diese war keineswegs nur aufgrund der staatlichen Telekom unerschwinglich und von schlechter Qualität. Das war einfach der Aufschwung einer neuen Technologie und die kommt eben nicht von heute auf morgen. Die Telefone waren riesig, anfangs sogar mit einem Handgriff versehen und entsprechend der Nutzerzahlen die eben nicht von heute auf morgen steigen war das eben teuer usw.
    Mir fällt keine Technologie ein, die zu Beginn nicht teuer gewesen wäre.

    Nehmen wir doch einfach Computer als Beispiel. Die wurden von Anbeginn privat hergestellt und vertrieben. Waren die vom ersten Tag an billig und von höchster Perfektion?

    Man kann der österr. Telekom mit gutem Recht einiges vorwerfen, die anfänglich hohen Preise der Mobiltelefonie hat sie allerdings nicht verschuldet.

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 10:34

      Das ist völlig richtig, daß aller Anfang schwer ist und teuer.

      Mobilkom ist aber nicht der Billigste, das stimmt schon.

      Nachdenklich stimmt mich nur die Weigerung der pragmatisierten Beamten zu lernen und andere Berufe anzunehmen, wie das jeder andere Österreicher auch tun muß, wenn ein Gebiet auslauft.

    • Anonymous (kein Partner)
      30. August 2010 10:54

      Die Beamten der Telekom genießen eben ihre Rechtssicherheit. Das kann man ihnen persönlich vorwerfen, die akutelle Politik trifft daran keine Schuld und einen Grundsatz des Rechtssystems kann man nicht einfach so abschaffen.

      Die Telekom war tatsächlich ein übler Verein und die Altlasten machen sich auch bei der "neuen" Telekom teilw. noch unangenehm bemerkbar. Trotzdem konnte die Quasi-Privatisierung bei der Telekommunikationssbranche ihre Vorteile voll ausspielen.

    • Norman Bates
      30. August 2010 11:30

      @Anonymous

      die akutelle Politik trifft daran keine Schuld


      Das stimmt nicht.

      Die Beamten wurden vom Staat durch einen einseitigen staatlichen Hoheitsakt auf Lebenszeit ernannt. Es sind somit die Beamten des Staates und der Staat, vertreten durch seine Parlamentarier und Politiker hätte die Pflicht, für seine Beamten Lösungen zu finden.

      Das tut er aber nicht, der liebe Staat. Er will sich aus dieser Aufgabe herausschummeln.

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 11:37

      @ Norman Bates

      Ein Beamter darf versetzt werden, darf umgeschult werden, wenn der Staat ihm das aufträgt, auch der auf Lebenszeit ernannte Beamte.

      Der Schuldige sitzt in der Beamtengewerkschaft und gehört gehörig abgeklopft und für die Schäden verantwortlich gemacht.

      Also doch die Schuld des Staates, da durchzugreifen.

    • Norman Bates
      30. August 2010 12:07

      @Josef Maierhofer

      Ja, ich weiß.

      Da wehrt sich eine Beamtenteilgewerkschaftsorganisation gegen die andere.

      Es ist die Mutlosigkeit der Politik zu kritisieren, die es aus Angst vor Wählerstimmenverlust und aus Gründen der Sicherung des Status Quo der eigenen Klientel nicht wagt, sich darüber hinwegzusetzen.

    • Anonymous (kein Partner)
      30. August 2010 12:24

      Es wurde ja halbherzig versucht die Beamten anders einzusetzen. Die Meldung von dem Typen der völlig betrunken zum Polizeidienst erschienen ist hat mich damals halb belustigt und halb schockiert zurückgelassen.
      Ich würde sagen viele Menschen in diesem Privilegiensystem sind kaum mehr sinnvoll einzusetzen. Das müssen wir wohl aussitzen. Da ist es wohl besser das Feld etwas motivierteren Menschen zu überlassen als den Beamtenadel anzutreiben. Nicht sehr befriedigend aber viel ist bei der alten Garde wohl nicht mehr zu machen.

    • inside
      30. August 2010 12:34

      Anonymus

      Bin dafür, alle diese Unfähigen beim AMS auf Minimum zu setzen.
      Kostet dem Steuerzahler weniger als jetzt.
      Den Rest erledigt die Biologie mit der daraus resultierenden Lebenswerwartung.
      Zum Saufen sollten wir sie halt ein bisserl anhalten. :-)

    • Norman Bates
      30. August 2010 12:37

      @Anonymous

      Sie erwähnen hier natürlich sehr berechtigt eine vorhandene Problematik, die aber meiner Ansicht nach keine Ausrede dafür sein darf, dass der Staat sich - wie so oft und in vielen Fällen - vor echten Lösungen drückt.

      Genau so wie es die Problemfälle (der betrunkene Postler bei der Polizei) gibt, gibt es willige und durchaus motivierbare Leute, die dazu verdonnert sind, mit 40+ Jahren daheim zu sitzen. Ich kenne selbst ein paar Beispiele.

      Das kann es nicht sein.

  22. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    30. August 2010 09:35

    1/2 off-topic: In den USA heißt es gerade wieder, zurück in die Steinzeit. Dort wenden sich wieder vermehrt Leute, unter der Führung von Palin und Beck "Gott" zu.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      30. August 2010 10:02

      Na sehen Sie, die lesen sicher auch alle Unterberger.

      Und fühlen sich von linkslinksgrünen Befreiungsheologen wie Schönborn auch nicht gut beim Allmächtigen vertreten.

    • Frondeuse (kein Partner)
      30. August 2010 10:35

      @...der Redaktion bekannt

      Offenbar ist ihrer Aufmerksamkeit die Massenbewegung der immigrierten Gottesstaatler bei uns völlig entgangen. Freuen sie sich also lieber auf die hiesige schariatische Steinzeit - sie liegt näher bzw. ist eigentlich schon da!

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 11:44

      @ Frondeuse

      Da werden den Dieben die Finger abgehackt und die Ehebrecherinnen gesteinigt, die Ehebrecher, tja, denen wird nichts abgehackt.

      Da würde dann halb heutiges Österreich an Steinigungen gar nicht mehr teilnehmen können, weil sie meist beide Hände abgehackt haben werden.

      Ja, die Steinzeit wird kommen.

      Da könnte der ORF vorsorglich die Feuersteins als Serie ansetzen ...

    • Norman Bates
      30. August 2010 12:10

      @Freundeuse

      Das erste österreichische Scharia-Urteil kenne ich schon:

      Schüssel, Grasser und Fekter werden vom linkslinken Mob gesteinigt.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      30. August 2010 12:23

      Schade, dass es bei uns nicht so einen bürgerlich-liberal-christlichen Sender wie Fox News gibt. Echt ein toller Sender.......

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      30. August 2010 13:13

      Rupert Murdoch erlöse uns von dem Bösen! Und mach' Unterberger wieder zum Chefredakteur!!

    • tartaros (kein Partner)
      30. August 2010 17:48

      Tja, solche Entwicklungen wird es früher oder später auch in Europa geben. Das wird noch spannend werden.

    • tartaros (kein Partner)
      30. August 2010 17:52

      Tja, solche Entwicklungen wird es früher oder später auch in Europa geben. Das wird noch spannend werden.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      31. August 2010 08:07

      Tja, solche Entwicklungen wird es früher oder später auch in Europa geben. Das wird noch spannend werden.

      Synchronstottern. ;)

  23. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    30. August 2010 08:04

    Hm. Täusche ich mich, oder ist die Telekom Austria nicht noch zu einem nicht unwesentlichen Teil staatlich? Ist das jetzt gut oder schlecht?

    • karl murx (kein Partner)
      30. August 2010 08:56

      Sie steht im WETTBEWERB!!!!!!
      Das stand natürlich auch die Voest, aber unterm Genie Bruno K. wurde sie mit irren Subventionen durchgefüttert.

    • Reinhard (kein Partner)
      30. August 2010 08:57

      Bitte nochmal lesen - es geht nicht darum, dass die Telekom "privat" wäre, sondern das Monopol auf Telefonie wurde abgeschafft und die Telekom mit bisher unbekannter Größe "Konkurrenz" konfrontiert. Das allein zwang sie zum Umdenken. Ansosnten ist da natürlich noch der Startvorteil, mit bereits vorhandener Infrastruktur ins Wettbewerbsrennen zu gehen, wo die neue Konkurrenz bei Null anfangen musste.
      Ähnlich verhält es sich mit Postdienstleistung und Bahn, nur sind deren Altlasten so ungeheuerlich, dass eine Konkurrenzfähigkeit faktisch nicht vorhanden ist, auf der anderen Seite das bestehende System aber so umfangreich, dass Konkurrenten Jahrzehnte und Milliarden bräuchten, um ein solches aufzubauen. Aber im Kleinen brodelt es schon genug - siehe Paketdienste, siehe Postpartner, siehe private Eisenbahntransportanbieter. Wären die "wohlerworbenen Rechte" der Beamten nicht einbetoniert, würden die angeblich ach so fähigen Fachleute bereits bei der Konkurrenz arbeiten, aber da hat der Staat einen vertraglich vereinbarten Versorgungsgarantieriegel bei Leistungsfreiheit vorgeschoben.
      Oder deutlicher: Ein gefeuerter Logistiker der Post würde sich einen neuen Job in der privaten Speditionsdienstleistung suchen, statt jetzt fürs Spazierengehen bezahlt zu werden.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      30. August 2010 10:00

      Also ich lese im Kommentar ungefähr 20x das Wörtchen 'Privatisierung'.

      Nicht falsch verstehen: jede Privatisierung von Staatsbesitz ist wünschenswert, solange sie zu den bestmöglichen Konditionen für den Steuerzahler abgewickelt wird (was man ja gerade von den Grasser'schen Privatisierungen weniger behaupten kann).

      Aber die Telekom ist ein denkbar schlechtes Beispiel, lässt sie doch die Interpretation zu, dass ein teilweiser verstaatlichter Betrieb auch unter Marktbedingungen bestehen kann.

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 10:44

      @
      'Aber die Telekom ist ein denkbar schlechtes Beispiel, lässt sie doch die Interpretation zu, dass ein teilweiser verstaatlichter Betrieb auch unter Marktbedingungen bestehen kann.'

      Mit Konkurrenz geht es schon und auch die Menschen, die dort jetzt arbeiten, nicht die, die die Arbeit verweigern, arbeiten wie alle anderen in den privaten Firmen auch, um konkurrenzfähig zu bleiben. In diesem Sinn haben Sie recht, daß die Telekom da mitkommt.

      Nachdenken müssen wir aber schon, ob man dieser Beamtenpartie der Arbeitsverweigerer nicht ihre 'wohlerworbene' Legitimation zum Nichtstun wegnimmt. Denn laut Pragmatisierung wären Versetzungen erlaubt, nur nicht nach der zugehörigen Gewrkschaft, die diese Zustände herbeigeführt hat und verteidigt und damit immensen Schaden anrichtet und angerichtet hat. Ich erinnere mich dabei auch an die 'Pensionierungen' bei der Post mit 38 Jahren, mit 50 Jahren, etc.

      Das muß aber wirklich nicht sein in einer vernünftigen Gesellschaft, meinen Sie nicht auch ?

  24. Philipp Starl (kein Partner)
    30. August 2010 07:20

    Immer wieder taucht die Forderung nach Bildungsschecks auf. Meine frage: warum nicht gleich privatisieren? Wer kann mir vernünftig erläutern, warum die Bürger für öffentliche Schulen Gelder bezahlen sollen, wenn sie ihr Kind in eine private Schule schicken? Da klingt der Bildungsscheck verdächtig nach: Politik ist die Macht des Möglichen, nach Konsens, nach ein Schritt in die richtige Richtung.

    Wer Bildungsschecks fordert, ist einfach nicht konsequent genug oder zu feige um dazu zu stehen, dass man die Schulen einfach nicht mehr in öffentlicher Hand wissen will.

    Dass der freie Markt generell die besten Produkte zum besten (Achtung, nicht günstigsten, denn wenn die Marktteilnehmer bereit sind, mehr zu zahlen, kostet es natürlich auch mehr) Preis hervorbringt, dürfte sich inzwischen auch zum letzten Bauern in Hintertupfing durchgesprochen haben.

    Ich möchte noch etwas zur Verteilungsdebatte anmerken:

    Sozialleistungen geben den Menschen mehr Geld, diese achten aber mangels erarbeitetem Geld nicht mehr genau darauf, wie sie ihr Geld ausgeben. Derart wird die Macht des Konsumenten kastriert, die ja darin besteht, den besten am Markt auszusuchen und genau auf die Preise zu sehen, was den Marktmechanismus erst wirksam macht.

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 10:47

      Die Eliteschulen sind allesamt privat, in Österreich ist das eben noch nicht durchgedrungen.

    • socrates
      30. August 2010 12:02

      Man verlangt also, was der Markt hergibt! Da braucht man nur noch ein Monopol, wie im DKT, Energie, Verkehr, Wasser, Biotechnologie und alle müssen zahlen. Schon unter Louis XIV gab es eine Salzsteuer und Kontrollen, die nachsahen, ob die Suppe genug gesalzen ist. Hurra, das kommt wieder!

    • Norbert Mühlhauser
      30. August 2010 13:36

      @ Starl:

      Verstehe Ihre Frage nicht.

      Der Bildungsscheck soll ja gerade die Privatisierung erleichtern. Er soll aber auch die Tradition wahren, dass für die (Grund-)Ausbildung in erster Linie der Staat aufkommt.

      Würde alles marktgerecht, privatisiert und ohne Bildungsscheck ablaufen, könnten sich viele Eltern nicht einmal die 5. - 8. Schulstufe leisten.

  25. wahrnix
    29. August 2010 21:53

    Der Wirtschaftsbund hat ja schon eine Wahl gegen eine Null mit dem Argument: "Wenn es der Wirtschaft gut reht, geht es uns allen gut!" Nochmal gefällig?
    Allen arbeitenden Österreichern, die ich kenne, geht es seit 1996 schlechter. Früher konnte man in die Zukunft investieren, das Einkommen wuchs jährlich, jetzt muß man sparen, die Zukunft ist ungewiß und mehr im nächsten Jahr verdient kein Arbeitender. Viel in F seiend, war vor 1996 unser Lebensstandart besser und ich verdiente mehr. Jetzt ist er um 25% schlechter und ich verdiene weniger als sie. Ich frage alle, mit denen ich zu tun habe, Polizisten, Lehrer, Beamte, Verkäufer, Mechaniker, Uni-Leute, usw. was sie verdienen: 25% mehr. Das Mindesteinkommen bei 40h/Woche ist 1500 p.m. Die Medien weigern sich, ins Ausland zu sehen, wie seinerzeit, als es verboten war. "Die Lehrer können ruhig mehr arbeiten", Niemand vergleicht mit dem Ausland oder sieht bei der OECD nach. Wie ist es mit den Sprechern im ORF? Den Sportreporten, den Wetterfröschen, den Pressefritzen? Leiden sie alle am Neidkomplex und zeigen auf die Anderen? Was verdient eine Verkäuferin? Mehr als 1500p.m.?
    In der hier vielgeschmähten Schweiz ist das Durchschnittseinkommen >4860SFR. Das Einkommen steigt jährlich.
    Die Telefone sind ein Beweis? Das 1/4 Tel, das nach 10min abschnappt, gibt es seit 40 Jahren nicht mehr! Die Handys waren und sind in Ö für Europa billig. Preise, die dramatisch gefallen sind, d.i. die gesamte Elektronik, insbesondere die Computer und Fotoapparate. Die Journalisten bekamen immer sofort ein Telefon und sie haben auch eine eigene Pensionsregelung. Auch TV hat sich verbessert und verbilligt, trotz ORF!
    Alle Politiker haben traumhafte Pensionen für kürzeste Arbeitszeit.
    Will man schon wieder eine Wahl verlieren, indem man Sachen behauptet von denen jeder weiß, daß sie falsch sind?

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 10:53

      Mein Freund in Griechenland bekommt um 60% mehr Pension als ich und hat weniger Jahre dort Beiträge gezahlt als ich hier. Wieviel wir dorthin zahlen, das wissen wir alle nur allzu gut.

      Das allein an diesen Tarife zu messen ist so lange nicht gut möglich, solange es Unterschiede gibt in den Nationen. Z.B. Ihr Beispiel Frankreich, da würde ich zuerst einmal fragen, wie viele Schulden haben die gemacht, denn auch bei uns wäre das Lohnniveau ohne Schulden machen wesentlich kleiner.

    • socrates
      30. August 2010 11:41

      Josef Maierhofer
      Wofür haben wir ind den letzten Jahren Schulden gemacht? Brüssel, eigenartige Banken, Banken im "Familienbesitz", Kontrollbank für Schiebungen eingesetzt, "Wiedergutmachung" für einige, Auslandseinsätze auf Befehl der Investoren (googeln Sie einmal bei Dafur und Holocaustmemorial in Google Earth), Investitionen von ÖBB und anderen mit öffentlichen Geldern, Diplomaten, usw. Gleiches Recht für ALLE! Bei Bundesbeamten und -lehrern sind die Pensionen gekürzt worden, ich bekomme 25% weniger, meine Frau - jünger- 33% weniger. Pragmatisierung bei Beamten und Lehrern gibt es seit ~10J nicht mehr. Dafür lassen sich laufen Frauen, die garantiert gleiche Arbeit um gleiches Geld gemacht haben, entpragmatisieren und gehen in die ASVG-Pension. Das rechnet sich!
      Die BVA zahlt immer weniger obwohl wir 10% Selbstbehalt haben, weil wir via WGKK die Migranten und Ausländer miterhalten müssen.
      Die Medien recherchieren nicht, sie machen Propaganda für ihre Seilschaften. Recherchieren ist langweilig, teuer und hält vom Verdienen ab. Gerhard Bronner hat Ö mitaufgebaut und die Ballade vom Kernstockplatz geschrieben. Sein Sohn war nur an der Umbenennung in Familienplatz und am Ausnehmen Ös interessiert. So machen die "Erben" ihr Geld.
      Über Griechenland kann ich nichts sagen, ich war schon lange nicht dort. Aber warum zahlen wir wenn es anders auch geht? Haben uns Die "Investoren" in die Pflicht genommen und dank unserer Medien kuschen wir? Wo bleibt deren Risiko?
      F ist und war uns ziemlich ähnlich, sie haben gute Universitäten, mit denen wir gut zusammenarbeiten. Die Wirtschaftsstruktur und Mentalität ist ähnlich. Als ich noch in Griechenland segelte, stellten wir fest, daß viele Gesetze der EU dort nie angekommen sind und Beschwerden in Brüssel zwecklos waren. Wenn man aber die Lehmannbrothers als Steuerpächter hat (cf Pontius Pilatus), die von Stanley Morgan beerbt werden -nur die Außenstände natürlich, die Schulden werden gestrichen- dann wundert gar nichts.

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 12:05

      @ socrates

      Zum Teil ist es richtig, wenn Sie sagen, daß wir Unnötiges mit Schulden finanziert haben, zum anderen Teil aber haben wir zum Unterschied der harmonisierten Lehrer, etc. auf Kredit auch die Pensionen für ÖBB und andere Privilegierte erhöht, die Lebensarbeitszeit herabgesetzt, die Lohnabschlüsse erhöht, etc.

      Auch ich werde sehr wenig Pension erhalten als Selbständiger, da ich 40 Jahre (wegen nicht angerechneter Auslandsjahre) in Summe eingezahlt haben werde.

      Ich kann die Politik nicht aus der Verantwortung des Importes von Sozialschmarotzern und deren Weiterpflege nun bereits in 2. und 3. Generation entlassen. Diese Beträge müßte man den Politikern von den Pensionen und Löhnen abziehen, sie haben das Volk zu diesen Themen nicht befragt und alles hintenherum gedreht.

      Zu den 'Investoren':
      Wir sind es, die Kredite genommen haben und die haben wir gefälligst zurückzuzahlen, egal von wem wir das Geld angenommen haben.

      Ich halte das für sehr komisch, Kredite zu nehmen und dann zu sagen, die fordern das Geld von uns und saugen uns aus. Wir waren blöd und haben Kredit genommen, die anderen sind es im Kreditfall ganz sicher nicht.

      Die griechischen Politiker setzen sich für ihre Nation ein, lassen sich Schulden streichen, lassen sich Kredite geben, führen ein paar oberflächliche Sparverzierungen durch und was tun die österreichischen Politiker in Brüssel ? Angeben, Nettozahler spielen und das eigene Volk bescheißen.

    • socrates
      30. August 2010 18:02

      Josef Maierhofer
      Was ich sagen will: "Haut die Lehrer!" lenkt nur von den Tatsachen ab. Nachdem angesparte Rechte durch ein rückwirkendes Gesetz geändert wurden, ist das eine Enteignung wie bei Investoren. Und als Sudetendeutscher teile ich Ihre Ansicht voll und stehe für jede Wiedergutmachung zur Verfügung. Offenbar gibt es solche und solche Schulden, das tut halt weh!
      Bei den ÖBB zeiht dieses rückwirkende Gesetz nicht, da sie lauter Einzelverträge haben. Gut gezielt, meine Herren Politiker!
      Wenn bei uns die Bankenhaftung für private die Schieberbank einer Dame rückwirkend erhöht wird, kann ich nur sagen: Wenn das Demokratie ist, dann brauche ich es nicht! (copyright Putin)
      Wenn wir für fremde Kredite bürgen, haben wir das Geld nicht ausgeborgt und auch kein Geld angenommen. Die Slowakei und die Tschechei wissen es. Auch Island weiß es.
      Punkto Ihrer Pension: Gesicht schwarz färben, Papiere vernichten und nach Schwechat fahren. Dort melden sie sich als Asylant! Nix reden!
      Ansonsten haben Sie leider recht!

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 19:09

      @ socrates

      Haut die Lehrer:
      Das ist genau der Punkt, dem ich ich nicht voll zustimmen kann.

      Ich meine, haut die Parteischmarotzer an Lehrern hinaus und unterstützt die wirklichen Lehrer.

      Für mich ist die Schule, die Schüler, die Lehrer und die Eltern eine Einheit.

      Die Politik kann da am Rande Statistiken führen, Steuergelder aufstellen (aus dem Steueraufkommen), Qualität ermöglichen und sich aus dem Schulbetrieb zur Gänze (bezüglich Lehrstoff, bezüglich Ideologie, bezüglich Personalpolitik, etc.) heraushalten.

      Wir wollen freie und engagierte Lehrer und nicht die hirnamputierten Politapparatschiks überall behindernd im Weg herumlungern haben.

      Nebst guten Schulvorbereitungskursen für Migrantenkinder würde das dann auch Pisa erübrigen.

    • socrates
      30. August 2010 20:10

      Mit "HdL" wollte ich ausdrücken, daß in den Medien, aber auch in diesem Blog, immer wieder die Lehrer als Sündenböcke verwendet werden. Normalerweise gehe ich darüber hinweg, aber wenn unserem Großmeister nichts anderes einfällt, ist es notwendig einzugreifen. Dabei gibt es wunderbare Alternativen: mehr als 50% der Lehrer sind in der Verwaltung untergebracht (von arbeiten war nicht die Rede). Wenn diese Leute 2 Stunden in der Woche in die Schulen arbeiten gehen, wäre den Lehrer an der Front viel geholfen und für die Statistiker und Vorschriftenhengste wäre ein Praktikum extrem hilfreich. So müssen sie nicht mehr Beamtenmikado spielen und können die Auswirkungen ihrer Ideen am eigenen Leib erfahren.

    • socrates
      30. August 2010 21:26

      Außerdem könnten diese lernen, daß 2h unterrichten nur 2h sind und keine Vor- oder Nachbereitung brauchen. Jeder Leser und Befürworter ist ebenfalls eingeladen seinTalent zu erproben.

  26. socrates
    29. August 2010 20:09

    Einverstanden. Dasselbe gilt aber auch für ORF, Journalisten und Redakteure, Künstler, Aufsichtsräte, leitende Beamte, Offiziere, Manager, Banken und Minister. Nur auf Lehrer schimpfen, kennen wir schon von Sokrates und Seneca. Sie waren an allem Schuld! Lehrer werden nicht mehr pragmatisiert. Wie ist es mit der Aufsicht? Über die LSIs habe ich noch nie etwas in den Medien gesehen. Ist das Absicht? Wie kontrolliert Dir Faul? Da entlassen wir alle Lehrer, damit das Gefühl der Gerechtigkeit aufkommt.
    Moderne Wirtschaft: Was ist mit Nordstream, Southstream und Nabucco los? Nabucco hat das wenigste Erdgas, die größte Unsicherheit, die höchsten Kosten, aber die "Investoren" lassen die Alpentrotteln zahlen, so kostet es nichts und das Risiko haben wir.
    Nordstream wird von der EU um unser Geld verhindert. Sie hat zahlreiche Rechte auf angebliche Bodenschätze vergeben, die zwar nicht existieren, wie jeder wußte, aber die "Investoren" wollen RU bekämpfen. Abramowitch und Chodorowsky danken.
    Southstream, das für uns günstig wäre da Herrenbaumgarten immer schon Drehscheibe für Pipelines war, ist als Anschluß vorgesehen.
    Wie ist das mit den Investoren? Hauptsache die Medien schimpfen über Putin.

  27. Wolfgang Bauer
    29. August 2010 19:33

    off topics: Lesenswert: Interview Faymann/ Resetarits im Standard:

    "Es gibt in Österreich nicht nur Menschen, die Ihnen und sich gegenseitig recht geben" .... naja....eher allgemein...

    Konkreter zur Volkswirtschaft: "....durch eine internationale Entwicklung haben Spekulationen der Realwirtschaft soviel Geld weggenommen, dass die Staaten jetzt einfach zu wenig haben." ...stark verkürzte Überlegung für Gesamtschulunterricht...

    Aber was soll das werden??: "Wir können nur dafür sorgen, dass die, die......die großen Geschäfte machen, mehr zahlen." .....eine neue, anrüchige Steueridee??

  28. papi66
    29. August 2010 16:11

    Werter Herr Unterberger!

    Alle Vernünftigen, die in dieser Republik nach Reformen rufen, sind Rufer in der Wüste. In dieser Republik wird sich nichts zum Guten, nichts zum vernunftmäßig Richtigen ändern.
    Es wird keine gute Schulreform kommen!
    Es wird keine leistbare Krankenkassenreform kommen!
    Es wird keine Pensionssicherungsreform kommen!
    Und es wird keine Verwaltungsreform kommen.
    In Österreich wird alles beim Alten bleiben.
    Herr und Frau Österreicher sind der Meinung: Reformen ja, aber nicht bei mir.

    Die Privilegienritter dieser Republik haben alles fest in ihrer Hand und lassen sich ihre vermeintlich wohlerworbenen "Rechte" nicht nehmen und verteidigen diese mit aller Macht.
    Die politischen Parteien, die Bünde, die Gewerkschaften, die Kammer, die Vereinigungen klammern sich mit aller Macht an Ihre Privilegien.
    Der Pessimist

    Ich bin kein Verfassungsrechtler, ich bin kein Völkerrechtskundiger und weiß daher nicht, ob dies möglich ist:
    Diese zweite Republik sollte sich so schnell wie möglich, noch bevor sie in den Abgrund stürzt selbst auflösen. Die Menschen, die in diesem Land leben, sollten gemeinsam die dritte Republik gründen und sich eine neue, bessere, demokratische Verfassung geben, ähnlich der Schweiz.
    Der Optimist

    • Josef Maierhofer
      29. August 2010 17:11

      Nureines möchte ich fragen, wenn ich das Optimistische anspreche, wer soll denn die neue Verfassung ausarbeiten, wer soll sie abstimmen, ist doch dieses Volk mehrheitlich gar nicht reif für eine Demokratie.

      Was interessiert einen Anatolier eine westliche Verfassung, die er ohnehin bald abschaffen wird, sobald er Oberwasser hat, was interessiert einen anatolischen Bauern so was überhaupt, er versteht das ja alles nicht, was interessiert das in Österreich den am Sozialtropf oder am Parteibuch hängenden 'alles paletti' Bürger ?

      Unsere Geselleschaft besteht aus 4 Teilen, den Wissenden, den Desinteressierten und den 2 Sorten Inferioren.

  29. Brigitte Imb
    29. August 2010 15:47

    Technik und Schulbildung sind in Ö umgekehrt proportional. Die Technik ist in der Neuzeit angekommen, die Schulbildung wird auf Steinzeitniveau zurückgeschrumpft.
    Und da soll mir einmal erklären, das mache für die Politiker keinen Sinn. Mithilfe der Technik und mangelnder Bildung ist es ein leichtes Unterfangen für unsere "Softdiktatoren" das Volk am Gängelband zu halten.

  30. Josef Maierhofer
    29. August 2010 14:02

    Der Beamte mit dem Tintenfaß und dem Ärmelschoner kommt schon noch vor, in der Gemeinde Wien zum Beispiel oder manchmal noch in Ministerien. Da gibt es Beamte, die pro Jahr nicht mehr als 30 Akten bearbeiten, weil nicht mehr anfällt und das nicht nur in einem Ressort.

    Dazu ein kleiner Witz: Trifft ein Rathausbeamter einen anderen am Gang: 'Was Du auch hier draußen, kannst Du auch nicht schlafen ?'

    Solange es die Pragmatisierung gibt, wird es dieses Beamtenszenario geben.

    Ein Bundesministerium, das auf 'schlanke' Verwaltung was hält, zahlt doppelt, einmal den Beamten und einmal die Firma, die dessen Arbeit ausführt. Es zahlt doppelt, wie die Telekom, einmal für die pragmatisierten unfähigen, lernunwilligen und arbeitsunwilligen Beamten und einmal für die, die die Arbeit machen.

    Diese Sorte der Nichtstuer oder der nicht Ausgelasteten hat enorm viele Krankenstände, Kuraufenthalte und sonstige Absenzen. Eines hat sie aber nicht, den Drang zum Lernen, zum Arbeiten, zur Erfüllung ihrer Pflichten, zum Beitrag an der Gemeinschaft.

    Es soll auch unausgelastete Beamte geben, die nur ihr pragmatisiertes Beamtengehalt ohne Gegenleistung beziehen und nebenbei noch mehrere andere bezahlte Berufe ausüben.

    Soviel zum negativen Überbleibsel aus der Monarchie.

    Daß selbstverständlich auch in der Verwaltung viele verschiedene Berufe und Qualifikationen gebraucht werden, steht außer Zweifel und auch der Fakt, daß eine schlanke, effiziente und durchdachte Verwaltung dem Staat billiger kommt, als die derzeitige Verwaltungsblase mit den Privilegienrittern und Arbeitsverweigerern, mit den Doppelgeleisigkeiten und umständlichen Verfahren.

    Es ist in der Verwaltung noch stärker der Parteieneinfluß und die Parteibuchwirtschaft das wesentliche Problem, als dies in so manchen zu Grunde gerichteten Firmen, wie Konsum, Semperit, AUA, Ankerbrot, etc. war.

    Solange in Österreich kein Umdenken einsetzt und die Parteimeinung was Privates ist, solange wird dieses Postenschacher- und Postenschiebersystem mit all den negativen Auswüchsen wuchern und Schaden anrichten, Milliarden pro Jahr, von den Überzahlungen an vielen Stellen abgesehen.

    Wir müssen die Bewältigung von Aufgaben als Arbeit betrachten und nicht den Empfang eines Gehaltes oder den Besitz eines Parteibuches. Zuerst die Leistung, dann das Gehalt !

    • papi66
      29. August 2010 17:48

      Werter Herr Maierhofer!

      Zu: der Optimist
      Ich habe mich schlecht ausgedrückt. Natürlich sollten naturgemäß nur Österreicher, nur österreichische Staatsbürger über eine neue Verfassung abstimmen.
      Und die Chance, dass die österreichische Bevölkerung durch so einen Schritt noch politisch reift, erwachsen wird, besteht ja noch?
      Ich habe keine Ahnung über das Prozedere, wie dieses zu geschehen hat und wer es durchführt.
      Lauter schwierige Fragen.
      Ich überlasse dieses klügeren Köpfen.

      Zum Beispiel dem Unterberger!

    • Josef Maierhofer
      29. August 2010 18:00

      Unser Problem ist, daß immer mehr Anatolier eingebürgert werden als Stimmvieh, und die sind Österreicher, ob wir wollen oder nicht.

      Auch wenn wir nicht wollen, gewisse politische Parteien kümmern sich nicht um Österreich und dessen Volk, sondern nur um ihr persönliches Stimmvieh, um ihren Augenblickserfolg.

      Ein nationaler Konsens, eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung, eine ordentliche Schulbildung, sodaß die Bevölkerung ünberhaupt imstande ist, das sinngemäß zu erfassen und zu lesen, das könnte schon dazu führen, daß eine faire und verantwortliche Abstimmung darüber stattfinden könnte.

      Ob unsere 'Hetzerparteien' das jemals schaffen, sich selbst zu überwinden und wieder Österreicher zu werden ?

      Entweder das Volk nimmt selbst das Heft in die Hand (Gefahr von Chaos) oder das politische System verändert sich von innen heraus von selbst und gibt dem Volk die Hand und hört auf die Zeichen der Zeit und erkennt sie.

  31. Graf Berge von Grips
    29. August 2010 11:09

    Was haben unsere Politiker - so ca. 50cm über den Rippen?
    Demnach würde ich heute eher auf Betonzeit tippen.

  32. Karl Rinnhofer
    29. August 2010 10:43

    Ein Beitrag, über dessen Überlänge ich vorweg um Verständnis ersuche, doch das Thema ist mir ein Herzensanliegen.

    Auch bei Schulen wäre Privatisierung letzlich die einzig richtige Maßnahme, um die Effizienz zu erhöhen. Zu erwägen wäre etwa die Ausgabe eines Bildungsschecks an Eltern , die die Wahl hätten, unter verschiedenen miteinander in Konkurrenz stehende Schulen diejenige zu wählen, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Diejenigen mit den effizientesten Lehrkörpern würden sich behaupten. Sie würden ihre besten Lehrer „halten“ und die anderen kaum weiterbeschäftigen.

    Dem Staat käme das System mit Sicherheit viel billiger als die derzeitige Steuermittelvertilgungsmaschinerie mit ihren unendlichen Leerläufen, selbstzweckhaften Bürokratiehypertrophien, der flächendeckenden Verpolitisierung und den permanent verunsichernden Ideologiediskussionen.

    Doch als unbedingte Voraussetzung müsste die wichtigste aller Schulreformen durchgeführt werden, unvergleichlich wichtiger als „Diffenziertes Schulwesen / Gesamtschule oder Bund/Länder-Zuständigkeits-Entscheidung: Die strikte, auch personelle Trennung von lehrender und prüfender (= Berechtigung zuteilender) Instanz: In der gegenwärtigen Struktur der Personalunion dieser im Grunde unvereinbaren Funktionen auf Basis des weit verbreiteten Berechtigungsdenken in der Öffentlichkeit (guter Lehrer/gute Schule heißt: Möglichst ohne Gegenleistung Berechtigungen zu verschleudern) mit ihrer unsäglichen Selbstdeklaration von „Unterrichtserfolgen“ wäre ein solches Modell noch schlechter als das Gegenwärtige! Allzu oft werden diese aus begründeter Angst vor „Schwierigkeiten“, auf De-Facto-Weisungen hin oder aus „vorauseilendem Gehorsam“ geschönt. Jede Schule giert nach „Werteinheiten“, die an der Schülerzahl hängen, und ist daher erpressbar.

    Die „prüfende Instanz“ müsste frei von Ideologie und Parteipolitik (welch penetranter Gegensatz zu heute) und - strikt dem Gesetz verpflichtet – nicht relativierbare Leistung für entsprechende Berechtigungen fordern. Nur so sind Bildungsabschlüsse vergleichbar, nur so werden Lehrer zum Partner des Schülers, nur so können objektivierbar Erwartungen der Nachfolgeinstanzen (Arbeitgeber, Universität) an die Absolventen und Vertrauen dieser in ausgestellten Atteste sichergestellt werden, nur so werden Anforderungen nicht – wie derzeit – unendlich relativiert, nur so lassen sich effiziente von nicht effizienten Lehrern scheiden; aber keineswegs, indem es Parteifunktionären (Direktoren, Landesschulinspektoren; allfällig auch Elternvereinsfunktionären, „Kollegen“ mit Kindern an der Schule etc.), mancherorts unterstützt von manipulierten Lokalenmedien, in der gegenwärtigen Struktur leichter gemacht wird, Unerwünschte loszuwerden. Zu den Exponierten gehören derzeit tendenziell diejenigen, die (gleichmachenden) Ideologien nicht entsprechen, nicht parteigebunden ist, lokalen pressure Groups nicht nachgeben, V.I.Ps Berechtigungen bei Nicht erbrachten Leistungen verwehren (müssen), seríös-unspektakuläre Schülerleistung der schaumschlagenden Show vorziehen.

    Ein Blick auf Fahrschulen lohnt: Dort ist unbestritten, dass die Fahrschule nicht selbst Prüfer samt relativierenden Anforderungen stellen kann. Eine externe Kommission muss es sein, die unbestechlich Anforderungen sichert. In anderem Fall würden sich Fahrschulen durch Manipulation der Prüfungsergebnisse und Beliebigkeit der Anforderungen als „erfolgreich“ erklären könne, um wirtschaftlich zu reüssieren. (Fiktiver Werbespruch: „machen Sie bei uns den Führerschein, bei uns bekommt ihn JEDER“).

    Bezeichnend die Situation an en in Österreich noch spärlich vorhandenen „echten“ Privatschulen (das sind solche ohne Öffentlichkeitsrecht, die ihre Schüler zu externe Prüfungskommissionen schicken): Gerade „fordernde“ Lehrer, welche im öffentlichen System notorisch Schwierigkeiten bekommen, werden dort infolge Hocheffizienz mit Gold aufgewogen ... ! Und diese benötigen Pragmatisierung als Berufsschutz nicht.

    Geschieht aber im Schulwesen diese Trennung nicht, erscheint selbst das derzeitige unbefriedigende System noch als geringeres Übel. In den gegebenen Strukturen benötigen Lehrer, solange sie selber Berechtigungen vergeben bzw. (gesetzeskonform bei Nicht-Erbringung von Leistung) verwehren, sehr wohl einen Berufschutz, um nicht jederzeit „abgeschossen“ zu werden; Pragmatisierung ist so keineswegs Faulbett, sondern in bestimmten Bereichen condicio sine qua non des Rechtsstaates. Es ist ein fataler Irrtum, zu glauben, die gesetzeskonform fordernden, sorgfältig auf Konkurrenzfähigkeit ihrer Schüler bedacht nehmenden Lehrer seien unangreifbar. Das Gegenteil ist der Fall: System und Bevölkerungsmentalität begünstigt eindeutig Show-Künstler, die bereit sind, Prüfungen regieartig zu inszenieren und gute Noten ohne leistungsmäßige Bedeckung zu geben, und Schulen mit Dumping-„Anforderungen“ und exponiert die „Fordernden“. Das ist die Wahrheit. Unfähige, faule, notorisch schlecht vorbereitete, unpünktliche Lehrer sollten tatsächlich raus aus dem System; diese aber werden gegenwärtig eher gehalten: So lange sie keine negativen Noten geben, haben sie Angriffe nicht zu erwarten.

    Also: Hire and Fire zu fordern, ohne vorweg das Gesamtsystem grundsätzlich umzustellen, wäre fatal.

    Ich appelliere an alle, die – gut gemeinte Neuerungsvorschläge zum Schulwesen machen, diesen Aspekt zu berücksichtigen.

    • Undine
      29. August 2010 12:13

      @Karl Rinnhofer

      Danke für Ihren hervorragenden Beitrag!

      Zuerst müßte einmal diese unsägliche Claudia Schmied abgehalftert werden, bevor sie unserem ohnedies immer schlechter werdenden Unterrichtssystem den Todesstoß versetzen kann.

      Dann müßte das Bildungssystem von (vor allem linker) Ideologie befreit werden. Die Frage ist nur, ob dies zu verwirklichen ist.

      Als nächstes müßte die "Umerziehung" endlich rückgängig gemacht werden, wonach alle Menschen glauben sollten, über die gleiche Intelligenz zu verfügen; daß dem nicht so ist, muß man endlich zur Kenntnis nehmen. Diese Nivellierung nach unten kann die mangelnde Intelligenz nicht wettmachen. Aber sie behindert auf unverzeihliche Weise, daß intelligente, wissensdurstige junge Menschen gefördert werden (es wäre doch auch zum Wohle des Staates).

      Jetzt ist es so, daß man diese menschliche Schwäche---den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen----tatenlos hinnimmt.Ein Blick nach Japan und andere Länder, wo Leistung eine Selbstverständlichkeit ist, wäre gelegentlich angebracht.

    • Helmut HGR.
      29. August 2010 14:44

      Der Beitrag von K.R., wie das Tagebuch, haben mir gefallen.
      Aber: Lehrer und "Prüfende Instanz" zu trennen ist nicht so gut.
      Warum:
      - es erhöht die Bürokratie;
      - die Prüfungsaufgaben müßten für ein Bundesland oder ganz
      Österreich?? vom Unterrichtsministerium oder einer Landesschul-
      behörde festgelegt werden;
      - das bedeutet eine Nivellierung in den Prüfungsaufgaben; Schüler der guten
      Schulen sind unterfordert;
      - der Vergleich mit der Fahrschule - "Führerschein, bei uns bekommt ihn JEDER" -
      ist vielleicht doch nicht so gut; die Mehrheit der Eltern will doch, daß ihr Kind
      den Abschluß in einer guten Schule macht und wird eine gute Schule aussuchen;
      das setzt vorraus, daß Lehrer einen entsprechenden Standard bei der Benotung
      einhalten.

      Pragmatisierung beibehalten (Berufsschutz) und sich von schlechten Lehrern zu trennen paßt nicht zusammen. Natürlich kann es Mobbing geben, aber das ist in
      den Privatschulen auch möglich. Die Pragmatisierung abschaffen ist das kleinere Übel.
      Bis das in ein bis zwei Jahrzehnten soweit ist, müßten die Direktoren die möglichkeit haben die schlechten Lehrer an einen Lehrerpool im Unterrichtsministerium zu übermitteln; dort würden ja hoffentlich auch geeignete Lehrer sein; Fluktuation gibt es immer.

    • Josef Maierhofer
      29. August 2010 16:42

      @ Helmut HGR.

      Die prüfende Instanz zu trennen ist in Pflichtschulen sicher nicht gut, weder für die Lehrer noch für die Schüler.

      Mit der Zentralmatura und an den Unis ist das denkbar.

      Bei der Österreich bis ins kleinste Eck durchdringenden gegenwärtigen Korruption ist es allerdings völlig egal, wie man was organisiert, überall wird Mißbrauch betrieben werden.

      Wir müssen uns von der 'Parteibüchelmentalität' (eigentlich Meinungsterror) trennen und uns zu einer Leistungsgesellschaft hinwenden.

      Wir dürfen das Pferd nicht vom Schwanz aufzäumen und von Quote und 'Job' (als Folge des Parteibüchelterrors) reden, sondern wir müssen uns selbst testen und unsere Fähigkeiten und Neigungen prüfen und die Eignungen erwerben, in den Berufseintrittsphasen dann die Qualifikationen nachweisen und das geht nicht mit dem Parteibuch.

      @ Karl Rinnhofer

      Danke für Ihren hervorragenden Beitrag !

      Unsere Lehrer würden mehrheitlich genug Motivation mitbringen, die Schüler in die Welt des Wissens einzuführen und auch mit Erfolg.

      Solange aber die Politik dort mitmischt, solange werden sie eben dadurch in ihrer Arbeit behindert, und wie Sie richtig geschrieben haben, bringt sich die Politik auch in Form von pragmatisierten Lehrern ein, die mit diesen Ideologien mitschwimmen zum Schaden der Schüler.

      Wie wir auch wissen, wird die Ideologie der nach unten nivellierenden Gesamtschule massiv verfolgt und richtet immensen Schaden an der Gesllschaft an.

      Jene, die Vorbereitung brauchen, müssen diese erhalten können (alles freiwillig bitte !), aber jene, die die Voraussetzungen, die Schulreife mitbringen, die sollen gefördert werden, natürlich auch die, die gut vorbereitet wurden.

      Wie im Arbeitsleben findet Beurteilung natürlich nicht nur bei Prüfungen statt, sondern ständig im Unterricht, und da die Klassen oft groß sind, in Form von kleinen, nicht angesagten, Tests, etc., das sollte bitte jedem Lehrer freigestellt sein, jedenfalls sollte in den Pflichtschulen wohl der Lehrer selbst beurteilen.

    • Franz L
      29. August 2010 18:08

      @ Karl Rinnhofer
      Ein excellenter Kommentar!

      @ Undine
      Ihr Beitrag wäre die Lösung. Leider in Ö. undurchführbar!

    • Johann Scheiber
      30. August 2010 10:36

      Auf der Ebene der Universität ist die Trennung von Lehrenden und Prüfenden zu einem guten Teil realisiert. Da hat das auch seine Berechtigung.

      Bei "Heranreifenden" ist diese Trennung geradezu inhuman. Das Verhältnis Lehrer zu Schüler ist ein symbiotisches. Der Lehrer übernimmt die Verantwortung für das Werden einer Persönlichkeit. Er trägt den Schüler auch durch schwierige Phasen, im Bewußtsein, dass jeder einzelne Schüler ein besonderer ist.

      Rinnhofers Vorschlag ist gut um bei Massenfertigung Qualität und Standart im Einzelprodukt zu erzeugen, beim Menschen wird dadurch genau das verfehlt worum es bei der Erziehung wesentlich geht. Um die Besonderheit jedes Einzelnen.

    • socrates
      04. September 2010 21:40

      Lehrer begiinen mit 1885€ wenn sie nicht pragmatisier sind, wie jetzt üblich, sonst

    • socrates
      04. September 2010 23:58

      Technisches KO!
      AHS&BHS Lehrer beginnen mit 1885€ unpragmatisiert,sonst

    • socrates
      05. September 2010 11:44

      3. Versuch (das schädliche Steuerzeichen habe ich gefunden: Kleinerzeichen)
      AHS & BHS Lehrer beginnen mit 1885€ als Vertragllehrer, pragmatisiert kleiner als 1800€ aber das ist (fast) abgeschaft. Als Extra dazu soziale Verachtung (Sie Armer), tägliche Angriffe der Medien und Privilegienritter. Dafür gibt es keinen Naturwissenschaftler. Aber hier schwärmen viele für Liberalismus, Angebot und Nachfrage: Vörwärts Genossen! Nachfrage ist sehr groß, Angebot Null. Das lieberale Konzept der sehr geehrten Kollegen hier angewand: mehr zahlen!!! Da sei der Staat davor! Hier kann man die Liberalen winseln sehen, das muß umsonst sein! Ihre Theorien gelten für ihre Gewinne!
      Dieselben vollausgebildeten Lehrer (Ch,Ph,M) würden in Bayern sofort angestellt, pragmatisiert und besser bezahlt. Psst, nix weitersagen Medien!
      Zentralmatura: In Finnland und fast allen im PISA - Test vor Ö gereihten Ländern gibt es sie, da ohne Kontrolle keine Qualität. In F weden sogar die Aufgaben und Ergebnisse in den Medien veröffentlicht! Soviel Transparenz kann die Politik nicht brauchen. Da sei die Zensur davor! Aber bitte nicht diskutieren, ob so etwas möglich ist (Galileisyndrom).
      Ein zweiter, genauso wichtiger Grund: Die letzten 3 Monate im Schuljahr verbringen die Direktoren und Bonzen des SSR, LSR und Ministeriums als Maturaaufsicht. Da gibts Prüfungstaxen, Diäten und wenn man gebraucht wird, ist man jeweils am anderen Dienstort, je nach Bedarf. Dafür gibts Kontrolle, genau nach dem Motto: Haust du meine Tante, hau ich deine Tante!
      Da machen wir lieber noch 1000 Schulversuche, das zeugt von Arbeit und Interesse.
      Motto der Verwaltung: Wenn du nicht mehr weiterweißt, gründe einen Arbeitskreis!

  33. Norman Bates
    29. August 2010 10:33

    Das Problem der Beamten in der Telekom (oder auch in der Post) ist vor allem ein übles und verantwortungsloses Spiel der Politik, denn der Beamte wird durch einen einseitigen staatlichen Hoheitsakt vom Staat (auf Lebenszeit) ernannt.

    Der Staat hat im Zuge der Privatisierung den neuen Gesellschaften (Telekom, mobilkom, Post) die Beamten gleich mit in den Rucksack gepackt, in der Hoffnung, dass sich das Problem durch Zeitablauf oder durch stete Gewinne dieser Unternehmen irgendwie von selbst lösen würde.

    Tut es aber nicht und eigentlich wäre der Staat in der Pflicht, Lösungen für die von ihm (!) ernannten Beamten zu finden.

    Es gibt zwar ein paar halbherzige Versuche (Beamte von Post wechseln zur Polizei), nur gibt es keine "großen" und umfassenden Lösungen, weil in unserem Staat wieder einmal die üblichen Verhinderer und Besitzstandswahrer zu stark sind.

    • Der kleine Nick
      30. August 2010 08:55

      Wäre es nicht politisch korrekter, die üblichen "Verhinderer und Besitzstandswahrer" als "Personen mit besonderer Traditionsliebe" zu bezeichnen? - Spaß beiseite: Stimme dem Kommentar voll zu.

    • Norman Bates
      30. August 2010 12:29

      @Der kleine Nick

      "Personen mit gestörter Fähigkeit hinsichtlich des Erkennens von großen Zusammenhängen und von Gesamtsituationen, mangelnder Bereitschaft zur aktiven Gestaltung der Zukunft, mangelnder Fähigkeit zum Verlassen der eigenen Komfortzone, erhöhter Bereitschaft zur tunnelblickartigen Verteidigung von vermeintlich wohlerworbenen Pfründen der eigenen Klientel" ...

      ist zwar etwas sperrig und lang, aber auch ganz passend.

  34. SuPa
    29. August 2010 09:20

    Zur Revolution" im Telefonbereich:
    1. Man darf nicht vergessen, dass früher die schönen Gewinne im Festnetztelefonbereich sowie bei Telegrammen und Fernschreiber für den schon immer vorhandenen Verluste im gelben Bereich (Brief- und Paketdienst) sowie vom Finanzminister für das allgemeine Staatsbudget verwendet wurden.
    2. Die vergangenen 20 Jahre zeigen, dass nach der kurzfristigen Euphorie viele private Festnetz- und Mobiltelefonanbieter entstanden sind, welche nun wieder teilweise fusioniert oder aufgegeben haben. Die meisten Firmen haben noch immer nicht die Anfangsinvestitionern "zurückverdient" und warten auf regelmässige positive Bilanzergebnisse. Der Vorteil für die Kunden: die weltweit fast günstigsten Tarife.
    3. Die neue A1Telekom AG (Wiedervereinigung vom Telekom und Mobilkom) hat tatsächlich zwei kaum lösbare Riesenprobleme: pragmatisierte Beamte und mächtige Betriebsräte/Gewerkschaft. Ebenso wie bei der ÖBB werden dabei früher oder später immer wieder alle Manager verzweifeln und das Handtuch werfen.
    4. Die Behauptung, dass der technische Fortschritt auf diesem Gebiet primär der Privatisierung zu verdanken wäre, ist nicht richtig. Die dort verwendete Technologie (Hard- und Software) hat sich parallel zu anderen Kommunikationsmethoden (Computer, Rundfunk, Fernsehen usw.) entwickelt. Sicher hat aber der Wunsch nach mehr, besser und günstiger zu manchen Erungenschaften beim Telefon beigetragen.

  35. fosca
    29. August 2010 02:17

    Und trotz aller hier angeführten, überzeugenden Argumente gibt es immer noch sozialistische Fundis, die doch bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit nach diversen Verstaatlichungen rufen und so gerne wieder politische Spielwiesen für ihre skurrilen Ideologien schaffen würden.
    Man kann ihnen nicht oft genug entgegentreten und die Erfolgsbeispiele, welche Herr Unterberger hier aufzählt, vor Augen führen.

    Da kommt mir sogleich noch ein verwegener Gedanke: vielleicht könnte man auch unser Gesundheitssystem sanieren, wenn man den Leistungswillen der niedergelassenen Ärzte insoferne anspornte, daß diese nur bezahlt werden, wenn der Patient gesund bleibt und nicht wenn er krank wird.

    Allerdings hätte dann womöglich die Pharmaindustrie das Nachsehen! :-(

    • Brigitte Imb
      29. August 2010 03:19

      @fosca

      Für diesen Bachinger Schmäh gibt´s aber jetzt keine Sternderln von mir, das ist ja wirklich verwegen, dass mir diese Aussage meinen Schöheitsschlaf raubt, davon red´ ich ja erst gar nicht. *g>*

      Wie stellen Sie sich den Umgang mit wirklich chron. kranken Menschen vor? Im Speziellen denke ich dabei an Krebs, Autoimmunerkr., Diabetes Typ I,..also wirklich "teure" Patienten mit schlechter Prognose, nicht an die vielen Burnoutpat., die womöglich auf die Frühpens. hinarbeiten. Und da tun Sie sich schwer das Gegenteil zu beweisen.
      Was machen Sie mit Menschen die sich einfach nicht belehren lassen, Vorsorge verweigern und die sie erst zu gesicht bekommen wenn bereits irreversible Schäden aufgetreten sind?
      Auf die Pharmaindustrie zu schimpfen mag teilweise berechtigt sein, bedenken Sie aber auch den Segen den moderne Medikamente mitsich bringen.

    • Observer
      29. August 2010 09:31

      Brigitte Imb:
      Es war zu erwarten, dass Sie - da im Gesundheitsbereich tätig - den Angriff von fosca auf das Gesundheitssystem bzw. die niedergelassenen Ärzte abwehren. Sie müssen aber auch subjektiv eingestehen, dass vieles in unserem Gesundheitssystem im Argen ist, wobei auch die niedergelassenen Ärzte ein Teil davon sind. Es gehört zwar nicht zum heutigen Blogthema, aber nur so viel: die völlige Gratismedizin sollte endlich der Vergangenenheit angehören. Jeder Mensch ist für sein gesundheitliches Befinden auch mitverantwortlich, daher wäre ein Selbstbehalt (mit wenigen Aussnahmen) auch hier gerechtfertigt. Natürlich sollten die in diesem Bereich Beschäftigten auch leistungsgerecht entlohnt werden.
      Übrigens: unsere Politiker sprechen immer von Gesundheitsreform. Ich möchte aber meine Gesundheit gar nicht reformiert haben, sondern nur das System gehört reformiert. :-)

    • efrinn
      29. August 2010 13:16

      @fosca:
      Das System der Bezahlung der Ärzte nach "Erfolg" gab es schon, wenn auch in leicht modifizierter Form: im China vor der Revolution bekam der Arzt (oft) vorab für das ganze Jahr eine Zuwendung dafür, die Familie gesund zu erhalten. (Zitiert nach Dries van Coillie)

    • Observer
      29. August 2010 14:25

      efrinn:
      in alten Reiseberichten aus China wird berichtet, dass dort Ärzte ein Erfolgshonorar bekamen. Da hatten sich die Mediziner besonders angestrengt und waren ständig beim Patienten bis zur Genesung.
      Nur zur Ergänzung, nicht nachahmenswert.

    • Robert Bond (kein Partner)
      30. August 2010 13:49

      Die in neoliberalen Kreisen gerne geäußerte Behauptung, Krankheit sei überwiegend selbstverschuldet, ist schlichter Blödsinn. Bei vielen schweren Erkrankungen gibt es überhaupt keine nachweislich wirksame Prävention. Bei anderen verschiebt sich mit dem Lebensstil vielleicht das statistische Risiko, von einer individuellen "Schuld" kann man meist jedoch nicht sprechen. Es sterben auch Nichtraucher an Herzinfarkt und Lungenkrebs...





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