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Die Schweizer Trauben sind manchen zu sauer

Es ist geradezu rührend: Ein SPÖ-Journalist triumphiert, dass Österreich die Schweiz in punkto Wettbewerbsfähigkeit und Kaufkraft überholt hat. Womit offenbar endlich das Gerede widerlegt sein soll, dass derzeit fast alle Leute die Schweiz als Vorbild hinstellen.

Soche Aufsätze führen sich zwar im Grund selbst ad absurdum. Aber da mich ein Partner dazu aufgefordert hat, doch einige Anmerkungen dazu: Natürlich haben die massive Schuldenmacherei der Regierung, die Zinssenkungen und die überhöhte Lohnrunde des Vorjahres derzeit eine erhöhte Kaufkraft unter die Menschen gebracht (die sie freilich eher zum Sparen, für Gold- und Immobilienkäufe oder für Auslandsreisen als zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft nutzen).

Nur sollte man sich eher schämen, wenn man eine schuldenfinanzierte Geldaufblähung als Erhöhung der Kaufkraft berühmt. Denn je mehr Geld 2009 und 2010 unter die Menschen gebracht worden ist, umso bitterer wird die Rückzahlung. Und der damit verbundene Kaufkraftverlust.

Die Schweiz hat hingegen auch das Krisenjahr mit einem Budgetüberschuss durchgehalten. Und dennoch hat sie derzeit nur 3,7 Prozent Arbeitslose, also viel weniger als Österreich oder die anderen EU-Staaten.

Irgendwie kommen mir die Lobhudler mit ihren Lobgesängen auf die derzeitige Kaufkraft in Österreich wie Defraudanten vor, die am Abend vor der Konkursanmeldung noch einmal im Nachtlokal den tollen Mann spielen.

Dasselbe trifft auf die Wettbewerbsfähigkeit zu. Weil fast alle Welt derzeit in den Schweizer Franken drängt, und weil dessen Kurs dadurch beharrlich steigt, schafft das gewisse Probleme für den Schweizer Export. Nur: Solange die Schweiz so niedrige Arbeitslosenzahlen hat, sollte sich kein Österreicher über die Schweiz den Mund zerreißen. Außer er versucht verzweifelt, Propaganda für den fahrlässigen Finanzkurs der Faymann-Republik zu machen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAuditor
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    02. August 2010 15:25

    Wiederum - wie wahr ist was Dr. Unterberger schreibt. Aber in einem irrt er: er glaubt offensichtlich, die Linke sei mit Blindheit geschlagen vor dem nahenden (wirtschaftlichen) Desaster. Das ist (leider) nicht der Fall - es existiert zweifelsohne ein Masterplan für den (wirtschaftlichen) GAU. Brauchbares Muster und Leitlinie ist das deutsche Lastenausgleichgesetz nach der deutschen Währungsreform 1948, bei dem die verschiedenen Vermögensarten, seien es betriebliche oder private, seien es Geldvermögen, Immobilien oder Forderungen, unterschiedlich belastet/entwertet werden. Mit einer solchen Perspektive wird plötzlich die derzeitige Wirtschaftspolitik der Linken in Europa, aber auch in Österreich (Grüne, SP, aber auch Teile der VP und FP - welche Partei ist eigentlich wirtschaftlich nicht links ?) plötzlich plausibel.
    Übrigens - diesem Lastenausgleich wird sich kein Besitzer von Vermögenswerten, abgesehen von kleinsten Bankguthaben, entziehen können. Es wird auch ein böses Erwachen für Eigentümer von Immobilien geben, die glauben, auf der sicheren Seite zu sein: hier können und werden auf 10 -20 Jahre abzahlbare Zwangshypotheken einverleibt werden (die Immobilienpreisblase in Österreich baut (für jeden Wirtschaftshistoriker) auf einer Schimäre auf). In der Folge wird mit einer neuen Währung ein Neuanfang gemacht, mit der Besonderheit, dass eben 40 - 90 % der Vermögenswerte abgeschöpft sind. Übrigens völlig wertfrei: der Neuanfang ist nach den vorliegenden historischen Erfahrungswerten nicht völlig chancenlos, aber der Besitzstand ist eben anders (neutral ausgedrückt). Was aber alle Vermögenden betreffen wird, einschließlich der vermögenden linken Nomenklatura.
    Literaturempfehlung für Interessierte an der modernen Währungsreform- und Lastenausgleichstechnik:
    Jürgen und Markus Wipfler, Angriff auf ihr Geld, Frieling Verlag, ISBN: 978-3-8280-2309-3, EUR 12,80. Hier schildern zwei Autoren, der eine Wirtschaftsprüfer, ein geschätzer Berufskollege, und ein Volkswirt, in gut zu lesender Form die beim (wirtschaftlichen) GAU zu erwartenden Entwertungsvorgänge. Die aktuelle 3. Auflage des Buches erschien 2007, also vor der Krise und ist fast als seherisch einzustufen. Lediglich die im Buch beispielhaft angeführten Entwertungsprozentsätze sind nach der Entwicklung der EU zu einer Transferunion höher anzusetzen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. August 2010 20:37

    Eine frühe Kindheitserinnerung in den ersten Monaten nach dem 2. WK:

    Mutter und ich sind seit Monaten alleine. Mutter wußte weder, ob Vater noch lebt, noch mein großer Bruder (Jg. 1926).
    Wie sich zu Weihnachten herausstellt, sind zum großen Glück beide am Leben: mein Bruder in brit. Gefangenschaft, mein Vater in einem amerikan. Straflager.

    Wir beide machten stundenlange Spaziergänge. Mutter sagte oft---obwohl sie vor mir ihre Verzweiflung zu verbergen suchte---sehnsüchtig:

    "ACH, KIND, WÄREN WIR DOCH IN DER SCHWEIZ".

    Dieser Satz hat sich mir tief eingeprägt. Die Schweiz war das Wunderland schlechthin, ja, das Paradies, so schien es mir.

    Und wenn ich's recht bedenke, ist es auch heute das Land, zu dessen Menschen und deren Politik ich größtes Vertrauen habe wie sonst zu keinem Land auf der Welt.
    Das Wunderland meiner Kindheit ist auch heute noch Gegenstand meiner fast uneingeschränkten Bewunderung.

    Die Schweiz ist für mich Synonym für Verläßlichkeit, Handschlagqualität, beste Qualität.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAmtsbekannt
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. August 2010 06:52

    wie wahr, wie wahr.
    das traurige daran ist aber, dass diese "journalisten" ihren eigenen schwachsinn wirklich glauben.
    partei-akademie, parteizeitung und dann durch polit. intervention auf einen platz gesetzt, wo sie glauben, es reicht ihren gelernten ideologischen mist zu schreiben.
    aber ist anderes zu erwarten?
    wenn schon der an der spitze stehende genosse nicht über den partei-teller sehen kann, wie soll dann das partei-gefolge es überhaupt bis zum teller-rand schaffen?

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. August 2010 10:08

    Ein interessanter Artikel ist mir soeben zugegangen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Extra-Brisant

    Volkssouveränität – Das Fundament schweizerischer Eigenständigkeit
    Ansprache zur Bundesfeier am 1. August 2010 in Neftenbach, ZH

    Von Nationalrat Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

    Seltsam: Die Schweiz gedenkt heuer, am 1. August 2010, der vor siebenhundertneunzehn Jahren sich ereignenden entscheidenden Taten zur Erringung ihrer Unabhängigkeit, ihrer Selbstbestimmung und ihrer Freiheit in einem Moment, da Einige in unserem Land den freien Schweizern die vollständige Entwaffnung zumuten wollen. Als hätte seinerzeit die Erringung unserer Freiheit ohne Waffe stattfinden können. Wie – darf man sich fragen – wäre es mit der Eidgenossenschaft wohl herausgekommen, hätte Wilhelm Tell damals seine Armbrust, mit der er 1291 die Landleute von Uri aus Gesslers Schreckensherrschaft befreite, zuvor – selbstverständlich gegen Vorweisung einer amtlichen Deponierungs-Bestätigung – im Zeughaus der Obrigkeit abholen müssen?

    Er musste dies nicht. Er – und mit ihm die Landleute von Uri, von Schwyz, von Unterwalden – erstritt die Freiheit mit der Waffe in der Hand. Unabhängigkeit und Selbstbestimmung wären für die Eidgenossen, hätten die nach Freiheit Dürstenden damals nicht zur Waffe gegriffen, nie Wirklichkeit geworden.

    Und was ist seither geschehen? Wird unser Land, weil seine Bürger in der Tradition ihrer Vorfahren ihre persönliche Waffe weiterhin zuhause aufbewahren, weltweit als Land unersättlicher Kriegsgurgeln, als Land, wo unablässig blutiger Streit herrscht, wahrgenommen? Keine Spur! Die Schweiz geniesst, obwohl bloss Kleinstaat, international einen bemerkenswert eigenständigen Ruf. Als Land des Friedens, basierend auf der Neutralität und auf solider, freiheitlicher Demokratie. Als Land, das dank bemerkenswerter Stabilität zu erheblichem Wohlstand gelangt ist. Als Land, das, wenn irgendwo auf der Welt ein Ausweg aus nicht enden wollender Gewalttätigkeit gesucht wird, nicht selten als Vermittler, als Friedensbringer zu Rate gezogen wird.

    Die Waffe im Besitz freier Bürgerinnen und Bürger: Sie hat hierzulande dazu beigetragen, dass Schweizerinnen und Schweizer sich persönlich verantwortlich fühlen für Ordnung und Wohlergehen im Land. Das wird weltweit wahrgenommen, respektiert, teilweise sogar bewundert – als Fundament für Frieden, Ausgleich, Stabilität. Doch dieser untrennbare Bestandteil unseres freiheitlichen Zusammenlebens in selbstgestaltetem Bund soll jetzt weichen? Innert Jahresfrist werden Schweizerinnen und Schweizer darüber zu entscheiden haben, ob dem freien Schweizer die persönliche Waffe als Zeichen seiner Verantwortung für Freiheit und Wohlergehen aller auch am siebenhundertzwanzigsten Geburtstag unseres Landes noch anvertraut bleibt.

    Unbehagen im Kleinstaat

    Dies vor dem Hintergrund, wo es selbst namhaften Kräften in unserem Land – Bundesräten, Parlamentariern, staatlichen und anderen Funktionären – einmal mehr wieder zu eng zu werden scheint in unserem freiheitlichen, direktdemokratischen Kleinstaat. Sie möchten lieber mitspielen im Konzert der Grossen – wenn auch nicht gerade an der ersten Geige, so doch wenigstens mit dem Triangel in der letzten Reihe im grossen Brüsseler Konzert.

    Brüssel nimmt den Ball auf. Murrt, man habe allmählich genug vom «Sonderfall Schweiz». Die Zeit bilateraler Sonderabkommen, bei deren Aushandlung Brüssel unser Land als ebenbürtigen Partner zu behandeln hat, sei abgelaufen.

    Bern gebärdet sich alsogleich als «Echo aus Brüssel»: Wir hätten uns anzupassen! Das eröffne, sagen nicht Wenige mit unverkennbar leuchtenden Augen, dabei die Chance, die Schweiz endlich an «dynamischen Prozessen» der Ausgestaltung politischer Regeln zu beteiligen, wie solche die Entwicklung der Europäischen Union seit langem bestimmen würden. Das verspräche Reformbeschleunigung in unserer etwas träge gewordenen Schweiz…

    Dynamisches Recht – Rechtsetzung ohne Bürger

    Was ist das überhaupt, «dynamische Rechtsentwicklung»? Das, was auf Funktionäre und Politiker so verlockend wirkt wie ein Glas Zuckerwasser auf Fliegen, ist rasch durchschaut: Dynamische Rechtsentwicklung ist Rechtsetzung ohne Bürger – zustande kommend allein in Sitzungszimmern, zu denen bloss die Mächtigen und ihre Interessenvertreter – im Volksmund gemeinhin Lobbyisten genannt – Zutritt haben. Dynamische Rechtsentwicklung: Das ist der Lockruf der Mächtigen, die der Demokratie, der Mitsprache und Mitentscheidung der freien Bürgerinnen und Bürger überdrüssig geworden sind. Dynamische Rechtsentwicklung und Demokratie: Die passen so wenig zusammen wie Feuer und Wasser.

    Unsere Bundesverfassung – Garantie-Erklärung für die Mitentscheidung der Bürger in allen wesentlichen Fragen – ist genau das Gegenteil von «dynamischer Rechtsentwicklung». Sie lässt zwar die Anpassung, die Erweiterung von Regeln jederzeit zu. Nie aber ohne Volksentscheid. Sie garantiert den Bürgern, dem Souverän – und nicht den Funktionären – das letzte Wort im Staat. Den Souverän bleibt frei, Funktionäre auch zurückzubinden. «Dynamische Rechtssetzung» entmachtet den Bürger, begräbt Schritt für Schritt die Demokratie.

    Eine übertriebene Interpretation? Ein unhaltbarer Vorwurf? Werfen wir einen Blick auf die Realität!

    Die Krise und ihre Ursache

    Dass sich die Europäische Union mit ihrer Einheitswährung, dem Euro, in schwerer, möglicherweise existenzbedrohender Krise befindet, bestreitet kein ernsthafter Beobachter der europäischen Entwicklung. Die täglichen Durchhalteparolen der Staatsmänner wären überflüssig, wäre diese Krise nicht Tatsache. Woher aber rührt die Krise? Und weshalb ist unser Land, die Schweiz, von der Krise weit weniger betroffen als die Europäische Union mit ihren sämtlichen Mitglied-Staaten?

    Die Krise hat ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten, in der dort sträflich vernachlässigten Aufsicht über den Finanzmarkt. Sie zeitigte nach einiger Verzögerung plötzlich existenzbedrohende Auswirkungen auf eine erhebliche Zahl weltweit tätiger Banken. Um sogenannt «systemrelevante» Banken vor dem Untergang zu bewahren, mussten die Staaten eingreifen – auch in Europa. Jene Staaten, wo Recht «dynamisch fortentwickelt» wird, wo die Bürger selbst bei Entscheiden grösster Tragweite übergangen werden, haben ausnahmslos die gleiche Entscheidung getroffen: Sie übernahmen die Schulden der kollapsbedrohten Banken in die Staatskassen. Bankschulden wurden über Nacht zu Staatschulden. Staatschulden aber sind den Steuerzahlern aufgebürdete Schulden. In keinem Land allerdings hatten die Steuerzahler die Möglichkeit, den Entscheid zu beeinflussen. Keine Spur von Demokratie. Und trotzdem müssen die Bürger alle Lasten tragen – massive Steuererhöhungen, massive Gebührenerhöhungen, rigorose Besteuerung und für viele Unternehmer existenzbedrohende Kreditverknappung. Dort, wo das politische Geschehen, wo Recht «dynamisch», allein von Funktionären fortentwickelt wird, wurde sowohl eine schlechthin verantwortungslose Überschuldung der Staatskassen als auch die gnadenlose Überwälzung aller daraus resultierenden Lasten auf die Steuerzahler Tatsache. Seither finden diese Länder, auch zuvor wirtschaftlich starke Länder, die diesen Weg der leichtfertigen Überschuldung ihrer Staatskassen gewählt haben, nicht mehr aus der Krise heraus.

    Einzige Alternative: Die Schweiz

    Der Schweiz war dieser Weg verschlossen. Nicht, weil die Schweizer bessere oder klügere Menschen wären. Nein! Unsere Direkte Demokratie, die Möglichkeit der unmittelbaren Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger zu allen Entscheidungen von grosser Tragweite haben unserer Landesregierung den Weg der Übernahme der Bankschulden in die Bundeskasse verbarrikadiert. Weil der Bundesrat nur zu genau wusste, dass die Schuldenübertragung an die Steuerzahler beim Volk nie Zustimmung finden würde, wurde der scheinbar bequeme Weg der Bankschulden-«Tilgung» durch die Bundeskasse nie auch nur ernsthaft erwogen.

    Der hierzulande gefundene Ausweg via Nationalbank ist zwar auch mit erheblichen Risiken behaftet. Aber eine die Existenz des Landes bedrohende Überschuldung der Bundeskasse blieb der Schweiz ebenso erspart wie die Nahezu-Erdrosselung der Leistungsträger durch neue, schwere Lasten. Als einziges Land in Europa ist die Schweiz nicht zum Hochsteuerland geworden. Deshalb sehen Zehntausende in Europa – allen voran die Leistungsträger – in der Schweiz die positive, für Unternehmer attraktivere Alternative zum Einheitsgebilde EU. Dass viele dieser Leistungsträger – für uns fast zu viele – jetzt mit ihren Füssen abstimmen und ihren Wohnsitz gleich hierher verlegen – das ist die wahre Ursache der wachsenden Ungeduld Brüssels der Schweiz gegenüber: Allzu gern möchte man sich den attraktiveren Konkurrenten unterwerfen.

    Grund zur Preisgabe der Freiheit?

    Das allerdings darf kein Grund für die Schweiz sein, Unabhängigkeit und Freiheit aufzugeben. Müsste sich Brüssel nur noch mit schweizerischen Funktionären abgeben, dann, so glaubt man dort, wäre ihr Herr zu werden. Die Direkte Demokratie, die unmittelbare Mitsprache und Mitbestimmung der Bürger – dieses attraktive Gegenstück zur gleichgeschalteten EU akzeptiert Brüssel nicht.

    Ich habe den Umgang Brüssels mit dem Bürger auf unauslöschliche Art persönlich erfahren, letzten Oktober, als ich die damalige Präsidentin des Nationalrats auf ihren einwöchigen Abschiedsbesuch in die EUHauptstadt nach Brüssel zu begleiten hatte. Im bemerkenswert komfortablen Glaspalast des EU-Ministerrats konnten wir mit hohen EUExponenten in gewählten Formulierungen über beiderseitig interessierende Fragen diskutieren. Von der Strasse drang derweil, interessanterweise nur von den Schweizern eingehender beachtet, vom dicken Fensterglas aber auch markant gedämpfter Lärm an die Ohren der Diskutierenden: Traktoren fuhren auf, Transparente wurden entfaltet, Sprechchöre drangen durch das Isolierglas. Ja, sogar Feuer wurden entfacht: Bauern formulierten ihre Zukunftsangst gegenüber Funktionären, denen Konsumenten weit wichtiger, da zahlreicher sind als Produzenten.

    Die EU-Funktionäre im Konferenzraum schenkten dem Geschehen nur Beachtung, weil sie die Schweizer als davon offensichtlich abgelenkt ertappten. Wegwerfend kommentierten sie das Geschehen als «politische Folklore», als nicht weiter beachtenswerte «Begleiterscheinung» des Brüsseler Politbetriebs. Betroffenheit löste das Geschehen auf der Strasse nicht aus. Existenzangst von Bauern vermag eingeschworene Funktionäre in ihren Luxuspalästen nicht aus der Ruhe zu bringen.

    Der Wille zur Selbstbestimmung

    Sie, die EU-Funktionäre geben sich überzeugt, dass die Menschen in den EU-Ländern eigentlich «froh seien», wenn ihnen wichtige Entscheidungen, deren Komplexität sie ohnehin überfordere, abgenommen würden. Die Bürger zu befragen, ob sie das Wirken ihrer allsorgenden Funktionäre tatsächlich als derart «glückbringend» empfinden – davor hütet sich Brüssel allerdings wohlweislich. Um so verwunderlicher, dass sich Vertreter Berns von der demonstrativ bekundeten Ungeduld Brüssels beeindrucken lassen und die Bildung einer «Arbeitsgruppe» versprechen. Diese soll das Verhältnis zwischen unserem Land und der EU «unter allen Aspekten überdenken». Zweifellos – man kann mit Arbeitsgruppen allerlei anstellen. Man kann damit Entscheidungen beschleunigen oder verzögern. Man kann ihnen auch Scheinfunktionen übertragen, wenn man gar nichts unternehmen, Erwartungen bloss zerreden will.

    Die Europäische Union dürfte sich mit einem Null-Ergebnis freilich kaum abfinden – weshalb eine andere, entschlossenere Antwort auf Brüssels Ungeduld wohl angemessener wäre. Eine Antwort, wie sie unser Land, schwer bedrängt von aussen, auch in der Vergangenheit schon gegeben hat. Vor uns steigt die Bedrängnis auf, in welche die Eidgenossenschaft geraten ist, als sie – vor nunmehr gut hundertsechzig Jahren – die Volkssouveränität zum Kern ihrer ersten Bundesverfassung zu erklären sich anschickte. Es war 1848 der nachmalige Bundesrat Ulrich Ochsenbein – einer der bedeutendsten Staatsmänner, den die Schweiz je hervorgebracht hat – welcher dem Prinzip der Volkssouveränität mittels Verankerung der Direkten Demokratie in der Bundesverfassung zum Durchbruch verholfen hatte – eine Leistung, welche die Schweiz bis heute zum Sonderfall in ganz Europa, ja in der ganzen Welt werden liess.

    Widerstand von Aussen

    Sämtliche Staaten Europas – dannzumal noch alles Monarchien – meldeten harschen Widerstand gegen diese neue Idee an. Mehrere Staaten drohten mehr oder weniger offen mit Truppeneinmarsch und Krieg, sollte sich Ochsenbeins Vorschlag von Volkssouveränität und Direkter Demokratie tatsächlich durchsetzen, tatsächlich Verfassungsnorm werden. Frankreich liess zwei voll ausgerüstete, kampfbereite und kampferprobte Divisionen an der Grenze zur Schweiz im Jura aufmarschieren, unverblümt mit Verderben bringendem Kriegszug auf Bern drohend, wenn Bern dem Kartell der Monarchien in Europa gegenüber nicht klein beigebe.

    Ulrich Ochsenbeins Antwort

    Was tat Ochsenbein? Er ritt in den Jura, stellte sich persönlich beiden französischen Divisionskommandanten. Er überbrachte freilich keine Kapitulations-Urkunde. Er schlug auch nicht die Bildung einer Arbeitsgruppe vor. Zwar attestierte Ochsenbein den französischen Generälen unumwunden die militärische Überlegenheit ihrer Divisionen. Die erst in Bildung begriffene Schweiz habe diesen wenig entgegenzustellen, würden sie auf Bern marschieren. Aber Ochsenbein, ausgezeichneter Kenner Frankreichs, machte den beiden Franzosen auch klar, dass die Idee der Volkssouveränität durch eine militärische Strafexpedition nie und nimmer ausgetilgt werden könne. Denn auch Paris, die unruhige, ebenfalls Freiheitsrechte einfordernde Bevölkerung der französischen Hauptstadt blicke nach Bern. Würden französische Heere den Unabhängigkeitsdrang der Schweizer, das Recht der Schweizer auf eine eigene Form der Demokratie gewaltsam niederknüppeln, dann dürften in Paris nur allzu rasch weit mehr als nur zwei Divisionen nötig sein, um die dort mit Sicherheit aufflammende, auf die Strasse getragene Forderung nach mehr Freiheit niederzuringen.

    Die zwei französischen Divisionen überschritten die Landesgrenze nicht. Sie zogen sich zurück nach Paris. Ochsenbein hatte dem unbeugsamen Willen der Schweiz, eine aus ihren Verhältnissen gewachsene, eigenständige Form der Demokratie zu schaffen kraft seiner Persönlichkeit und seines Mutes Nachachtung verschafft.

    Die Volkssouveränität ist seither Kern unserer Bundesverfassung. Sie soll dies auch bleiben. Sie bedroht niemanden. Deshalb soll sie von allen – auch von Brüssel – respektiert werden und bleiben. Eine Arbeitsgruppe braucht es dafür nicht. Unsere Freiheit ist uns wichtiger als jede «Beglückung» mit «dynamischer Rechtsentwicklung» à la Brüssel, die von Mitsprache des Bürgers nichts wissen will – und die Europa in die Krise getrieben hat.

    Ulrich Schlüer

  5. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. August 2010 23:37

    Diesen Kommentar von dem "feinen" Herrn LANGweil habe ich mir ebenfalls gegönnt und konnte gar nicht soviel essen als ich kotzen mußte über die Tatsache, wie ein Chefredakteur wider jeder Vernunft das Loblied seines Herrn singt.
    UNFASSBAR und jenseits jedes seriösen Journalismus! :-(

  6. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. August 2010 22:01

    0.T.

    http://derstandard.at/1277339417812/Kein-Wort-zu-den-Bullen-Ex-Terroristen-planten-Aussageverweigerung

    es ist unfassbar, man lese ebenfalls die teilweise zustimmenden postings.
    es ist das gleiche als die pc terroristen & gutmenschen bei den donnerstagsdemos skandierten:
    widerstand, widerstand, schüssel, haider an die wand.

    es ist tatsächlich zum kotzen in welcher welt wir leben. konservative wie liberale werden verfolgt und diffamiert wenn sie sich der pc diktatur nicht beugen, aber die wirklichen terroristen sitzen links und lachen sich ins fäustchen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. August 2010 13:02

    Die Eigenständigkeit der Schweiz, samt ihrem Bankgeheimnis muß der EU gewaltig im "Magen" liegen.
    Schnuppert sie doch dort nach frischem Geld für ihren europäischen Bazar und kann es nicht verdauen, dass die Schweizer Bürger sogar in der Politik direkt mitbestimmen dürfen.
    Die selbst ernannten EU Diktatoren haben alle Hände voll zu tun, dieses Land EU- und weltweit zu desavouieren um auch dort ihr ungezügeltes Verlangen nach Macht und Geld stillen zu können.

    Ob sich da nicht einige die Zähne ausbeißen werden, denn ich vermute den schweizerischen Hausverstand zu brechen bedarf es mehr als diktatorisch anmutender Forderungen.
    Die Schweizer werden den "Brüssler-Spitzen" was husten und nicht wie wir den Speichel lecken.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordieter
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2010 14:57

    Weder die Weltbank, noch das CIA World Factbook, noch der IMF und nicht einmal Eurostat teilen Reinhard Göweils Meinung, dass die Schweizer eine geringere Kaufkraft hätten. Weder nominell, noch kaufkraftbereinigt.

    Der Budget-Überschuss der Schweiz hat mW damit zu tun, dass die Schweizer für ihre Bankenrettung Aktien, statt schnöde Partizipationsscheine gefordert haben. Die Bankenrettung war so durch den steigenden Wert der geretteten Banken für sie ein profitables Geschäft. Das hätte Österreich auch haben können, hat aber darauf zugunsten der bestehenden Aktionäre verzichtet.


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  1. Auki (kein Partner)
    21. Januar 2015 19:33

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  2. Renato (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:31

    Unibelevable how well-written and informative this was.

  3. Kung (kein Partner)
    19. Januar 2015 18:31

    That's a wise answer to a tricky quoeitsn

  4. Lucas (kein Partner)
    19. Januar 2015 17:55

    AFAICT you've corveed all the bases with this answer!

  5. dieter (kein Partner)
    04. August 2010 14:57

    Weder die Weltbank, noch das CIA World Factbook, noch der IMF und nicht einmal Eurostat teilen Reinhard Göweils Meinung, dass die Schweizer eine geringere Kaufkraft hätten. Weder nominell, noch kaufkraftbereinigt.

    Der Budget-Überschuss der Schweiz hat mW damit zu tun, dass die Schweizer für ihre Bankenrettung Aktien, statt schnöde Partizipationsscheine gefordert haben. Die Bankenrettung war so durch den steigenden Wert der geretteten Banken für sie ein profitables Geschäft. Das hätte Österreich auch haben können, hat aber darauf zugunsten der bestehenden Aktionäre verzichtet.

    • fosca
      04. August 2010 20:55

      @dieter

      Und wer bei Raiffeisen und ErsteBank hauptsächlich die "bestehenden Aktionäre" sind, wissen wir ja, da darf man sich über diese "Notlösung" nicht wundern! :-(

  6. Segestes (kein Partner)
    03. August 2010 17:57

    "Ein SPÖ-Journalist..."

    Schön langsam wird es wirklich lächerlich, Herr Unterberger, dass Sie hier fast nie Quellen nennen, sondern bloß irgendwelche diffusen, kaum zu überprüfenden Behauptungen in den Raum werfen.

    Jeder Wald- und Wiesen-Blogger weiß, dass das Weglassen von Quellen, gegebenenfalls ein qualitatives KO-Kriterium ist.
    Das sollten Sie sich endlich einmal hinter die Ohren schreiben ^^

    • Hayek (kein Partner)
      03. August 2010 20:06

      Nun ich denke A.U. wird schon wissen wer dieser SPÖ Schreiberling ist, ohne Grund hat er diese Behauptung sicher nicht aufgestellt. Dr. Unterberger hat jahrelange Erfahrung und riecht einen Sozialisten sicher 10 Meter gegen den Wind.

    • Norman Bates
      03. August 2010 20:13

      @Hayek, Bruder im Geiste ..

      Weiter unten kann man lesen, wer gemeint ist ..

      Nur die Linken wie Segestes et al schaffen das wie üblich nicht von selbst und benötigen Nachhilfe.

      Sie schreien dann immer nach dem Staat, der das PostingzwangsquellenGesetz 2010 (PostZQG 2010) unter zwingend verpflichtender - und natürlich gebührenpflichtiger (damit wir etwas umzuverteilen haben) Quellenangabe endlich einführen soll.

      Sozialismus, gähn ..

    • Hayek (kein Partner)
      03. August 2010 20:22

      Ja mit dem Intellekt haben die Linkslinken so ihre Schwierigkeiten.
      Ich bin schon gespannt wie lange das Schuldenspiel noch gut geht, bald kommt die Steuerlawine dann werden sich auch die letzten Leistungsträger aus dem Staub machen. Ich bin schon gespannt wer dann den prächtigen Hängemattenstaat bezahlt.

    • Norman Bates
      03. August 2010 22:00

      @Hayek, Bruder im Geiste ..

      Nicht mehr allzu lange ist zu fürchten.

      Nach der Wien-Wahl werden die - selbstverständlich sozial gerechten - Grauslichkeiten, die uns aber alle treffen werden, für ein Ansteigen des Exodus in ausreichendem Ausmaß sorgen.

      Wo treffen wir uns dann?

    • meriva (kein Partner)
      03. August 2010 22:15

      Schuldenspiel?
      Nanu? Sind denn die Kärntner Ganoven rund um den falsch Abgebogenen und seine schwulen Buberln "Linke"???

    • Norman Bates
      03. August 2010 22:33

      Schuldenspiel, ach geh ..

      Die Kärntner bemühen sich doch höchst erfolglos, die Brillanz der Stadt Wien rund um den saturierten BM Häupl zu imitieren, dessen PID (Presse und Informationsdienst) 15 Millionen Euro von unserem Steuergeld für Inserate an Krone, Heute und Österreich für gefällige Berichterstattung zum Rauchfang rausbläst.

      Haben Sie schon mal überlegt, was man mit diesen 15 Millionen Euro sozial gerecht machen könnte?

      Vorschläge bitte ..

    • Alexander Renneberg
      03. August 2010 22:59

      leuten wie meriva, h.f. oder anderen linken hier ein paar stunden politische bildung und einen Therapeuten zukommen lassen.
      da sind die 15b mio gut angelegt

    • Segestes (kein Partner)
      03. August 2010 23:01

      @Norman Bates & Hyek:
      Zitat: "nur die Linken wie Segestes..."

      Mwahahaha,.... nachdem du hier also dein rhetorisches Brillantfeuerwerk abgebrannt hast, folgendes: Du solltest dir vielleicht mehr meiner Beiträge durchlesen, bevor du solche Schlussfolgerungen aufstellst, mein naiver, in schlichten Schablonen "denkender" Freund :D
      Frag mal Meriva, ob sie/er mich für einen "Linken" oder gar einen "Linkslinken" hält.
      Sie/Er, muss es ja schließlich wissen - als Insider, sozusagen.

      Und hättest du auf den Link neben meinem Nick geklickt, dann hättest du dir die Peinlichkeit deiner hier vorgebrachten Ergüsse (linkslink, blablabla) erspart...

      Übrigens, die Quellenangabe gehört in den Artikel und nicht in den Kommentarbereich.
      Aber was rede ich, es ist ja offenbar sinnlos bei euch zwei. Alleine die Verteidigung der hier praktizierten, journalistischen Schlampigkeit, "nun ich denke A.U. wird schon wissen wer dieser SPÖ Schreiberling ist", gehört ja offensichtlich ins Reich des absurd-komischen.
      Brrrr, mir schaudert regelrecht, ob solch stolz zur Schau getragener, argumentativer Impotenz.

      @Andreas Unterberger: Sehen Sie, solche Figuren wie die beiden Herrschaften Bates und Hyek, treiben sich nach wie vor in Ihrem Blog herum, trotz Bezahlsystem.
      Sind Sie stolz auf solche "Anhänger"?
      Kann ich mir nur schwer vorstellen.
      Denn ich schätze Sie charakterlich nicht als jemanden ein,
      der sich aus der Krone-Leserbriefschreiber-Ecke (siehe die typische Formulierung "links-link") und ähnlich intellektuellen Todeszonen, zustimmendes Gegröle wünscht.

    • Norman Bates
      03. August 2010 23:19

      @Alexander Renneberg

      Verdammt, das wird aber echt knapp mit den 15m EUR für politische Bildung für die Linkslinken.

      Ich fürchte, es wird sich nicht ausgehen und wir müssen die Steuern erhöhen oder das Sozialsystem erhöhen oder die soziale Gerechtigkeit oder den Generationenvertrag weiter anspannen ..

      Was sollen wir nur tun?

    • tartaros (kein Partner)
      04. August 2010 00:08

      Segestes, da haben Sie schon recht. Ein Artikel von A.U. bzgl. eines anderen Artikels eines Journalisten verdient auf jeden Fall eine Quellenangabe. Das hat auch nichts mit links oder rechts zu tun. Und es ist auch nicht Aufgabe der Kommentatoren herum zu raten, wer das denn gewesen sein könnte.

    • fosca
      04. August 2010 01:01

      @Segestes

      Sie müssen Ihren Frust über Ihre klaffenden Informationslücken nicht an A.U. bzw. den Bloggern hier auslassen. Sie sollten sich selbst in den Allerwertesten beißen, denn wenn alle Teilnehmer sowieso wissen, um wen es sich bei diesem langWEIL(IGEN) SPÖ-Journalisten handelt, erübrigt sich jegliche Quellenangabe, oder?

    • do-while (kein Partner)
      04. August 2010 03:25

      @ fosca

      natürlich, das lesen "linkslinker" journaillen,
      gilt hier ja offensichtlich als voraussetzung
      um mitdiskutieren zu dürfen.
      das hat der thread-ersteller wohl nicht bedacht.
      nun, darauf muss man ja aber auch erst einmal
      kommen.
      und jetzt schlucken's ihre froschpillen,
      sie armer hascher.
      was geehaltvolles haben's ja offensichtlich eh
      nicht beizusteuern, sondern nur irgendwelche
      ausgelutschten stehsätze, um ihrem g'schlamperten
      idol die stange zu halten.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. August 2010 07:48

      Ich weiß auch immer noch nicht, was den jetzt die Sommerlektüre des Kardinals ist... ;)

      Offenbar will Unterberger seine Jünger (ja, er hat schon viel von aus der Bibel gelernt) zu mündiger Eigenrecherche erziehen, wenn ich das mal positiver als Segestes formulieren darf. Google statt Tagebuch, das wäre was.

    • fosca
      04. August 2010 19:29

      @do-while

      *GÄHN* :-)

    • Brigitte Imb
      04. August 2010 20:02

      Alexander Renneberg

      Geh´, wozu Bildung, sind doch eh alle (Partei)Akademiker.

    • do-while (kein Partner)
      04. August 2010 20:58

      @ fosca

      Sehen Sie, die Pillen
      wirken schon :-)

    • fosca
      04. August 2010 21:01

      @do-while

      Wußte ich es doch, daß sie Andersdenkende gerne "RUHIGGESTELLT" sehen möchten. Paßt schon und es verwundert nicht mehr, daß man von den Gutmenschen immer wieder an unsägliche Zeiten erinnert wird. *graus*

  7. Undine
    03. August 2010 12:26

    ndine 03. August 2010 12:01
    @Brigitte Imb

    Wieder einmal 1000 Dank; mit der Wiedergabe dieser Ansprache von NR Ulrich Schlüer zum 1. 8. 2010 haben Sie den Vogel abgeschossen!

    Hand auf's Herz: Kann sich jemand einen österreichischen Politiker vorstellen, aus dessen Mund SOLCHE WORTE kämen???
    Verglichen mit diesem Mann, diesem Schweizer Nationalratsabgeordneten und Chefredakteur von "Schweizerblatt" sind unsere Politiker bestenfalls armselige Karikaturen eines Politikers, ja Hanswurste!

    Um ein Volk, das solche Männer an der Spitze hat, braucht einem nicht bang zu sein.
    ULRICH SCHLÜER ist ein würdiger Nachfahre WILHELM TELLS.

    Auf solche "Nachfahren" kann leider PRINZ EUGEN nicht verweisen.....
    ndine 03. August 2010 12:01
    @Brigitte Imb

    Wieder einmal 1000 Dank; mit der Wiedergabe dieser Ansprache von NR Ulrich Schlüer zum 1. 8. 2010 haben Sie den Vogel abgeschossen!

    Hand auf's Herz: Kann sich jemand einen österreichischen Politiker vorstellen, aus dessen Mund SOLCHE WORTE kämen???
    Verglichen mit diesem Mann, diesem Schweizer Nationalratsabgeordneten und Chefredakteur von "Schweizerblatt" sind unsere Politiker bestenfalls armselige Karikaturen eines Politikers, ja Hanswurste!

    Um ein Volk, das solche Männer an der Spitze hat, braucht einem nicht bang zu sein.
    ULRICH SCHLÜER ist ein würdiger Nachfahre WILHELM TELLS.

    Auf solche "Nachfahren" kann leider PRINZ EUGEN nicht verweisen.....
    ndine 03. August 2010 12:01
    @Brigitte Imb

    Wieder einmal 1000 Dank; mit der Wiedergabe dieser Ansprache von NR Ulrich Schlüer zum 1. 8. 2010 haben Sie den Vogel abgeschossen!

    Hand auf's Herz: Kann sich jemand einen österreichischen Politiker vorstellen, aus dessen Mund SOLCHE WORTE kämen???
    Verglichen mit diesem Mann, diesem Schweizer Nationalratsabgeordneten und Chefredakteur von "Schweizerblatt" sind unsere Politiker bestenfalls armselige Karikaturen eines Politikers, ja Hanswurste!

    Um ein Volk, das solche Männer an der Spitze hat, braucht einem nicht bang zu sein.
    ULRICH SCHLÜER ist ein würdiger Nachfahre WILHELM TELLS.

    Auf solche "Nachfahren" kann leider PRINZ EUGEN nicht verweisen.....
    ndine 03. August 2010 12:01
    @Brigitte Imb

    Wieder einmal 1000 Dank; mit der Wiedergabe dieser Ansprache von NR Ulrich Schlüer zum 1. 8. 2010 haben Sie den Vogel abgeschossen!

    Hand auf's Herz: Kann sich jemand einen österreichischen Politiker vorstellen, aus dessen Mund SOLCHE WORTE kämen???
    Verglichen mit diesem Mann, diesem Schweizer Nationalratsabgeordneten und Chefredakteur von "Schweizerblatt" sind unsere Politiker bestenfalls armselige Karikaturen eines Politikers, ja Hanswurste!

    Um ein Volk, das solche Männer an der Spitze hat, braucht einem nicht bang zu sein.
    ULRICH SCHLÜER ist ein würdiger Nachfahre WILHELM TELLS.

    Auf solche "Nachfahren" kann leider PRINZ EUGEN nicht verweisen.....
    ndine 03. August 2010 12:01
    @Brigitte Imb

    Wieder einmal 1000 Dank; mit der Wiedergabe dieser Ansprache von NR Ulrich Schlüer zum 1. 8. 2010 haben Sie den Vogel abgeschossen!

    Hand auf's Herz: Kann sich jemand einen österreichischen Politiker vorstellen, aus dessen Mund SOLCHE WORTE kämen???
    Verglichen mit diesem Mann, diesem Schweizer Nationalratsabgeordneten und Chefredakteur von "Schweizerblatt" sind unsere Politiker bestenfalls armselige Karikaturen eines Politikers, ja Hanswurste!

    Um ein Volk, das solche Männer an der Spitze hat, braucht einem nicht bang zu sein.
    ULRICH SCHLÜER ist ein würdiger Nachfahre WILHELM TELLS.

    Auf solche "Nachfahren" kann leider PRINZ EUGEN nicht verweisen.....

    • Undine
      03. August 2010 12:29

      Da ist ein Mißgeschick passiert!
      Der Text sollte natürlich nur EINMAL erscheinen!! Tut mir leid!

    • SuPa
      03. August 2010 15:34

      Doch, wir haben verdienstvolle Politiker: Werner Faymann und Josef Pröll. Letzterer verkauft angeblich derzeit alle seine Traktoren ..... weil er keine Anhänger mehr hat.

    • Brigitte Imb
      03. August 2010 16:45

      SuPa

      Ah, verstehe...deshalb brauch ma "qualifizierte" Zuwanderer....

    • Kurt22
      03. August 2010 16:55

      @SuPa: Sie haben schon Recht mit den "verdienstvollen" Politikern: Schauen Sie sich die Gahaltszettel nur an, wie voll die sind. Allerdings sieht man hier, dass es einen gravierenden Unterschied gibt zwischen "was jemand verdient" und was jemand bekommt"!

  8. Brigitte Imb
    03. August 2010 10:08

    Ein interessanter Artikel ist mir soeben zugegangen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Extra-Brisant

    Volkssouveränität – Das Fundament schweizerischer Eigenständigkeit
    Ansprache zur Bundesfeier am 1. August 2010 in Neftenbach, ZH

    Von Nationalrat Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

    Seltsam: Die Schweiz gedenkt heuer, am 1. August 2010, der vor siebenhundertneunzehn Jahren sich ereignenden entscheidenden Taten zur Erringung ihrer Unabhängigkeit, ihrer Selbstbestimmung und ihrer Freiheit in einem Moment, da Einige in unserem Land den freien Schweizern die vollständige Entwaffnung zumuten wollen. Als hätte seinerzeit die Erringung unserer Freiheit ohne Waffe stattfinden können. Wie – darf man sich fragen – wäre es mit der Eidgenossenschaft wohl herausgekommen, hätte Wilhelm Tell damals seine Armbrust, mit der er 1291 die Landleute von Uri aus Gesslers Schreckensherrschaft befreite, zuvor – selbstverständlich gegen Vorweisung einer amtlichen Deponierungs-Bestätigung – im Zeughaus der Obrigkeit abholen müssen?

    Er musste dies nicht. Er – und mit ihm die Landleute von Uri, von Schwyz, von Unterwalden – erstritt die Freiheit mit der Waffe in der Hand. Unabhängigkeit und Selbstbestimmung wären für die Eidgenossen, hätten die nach Freiheit Dürstenden damals nicht zur Waffe gegriffen, nie Wirklichkeit geworden.

    Und was ist seither geschehen? Wird unser Land, weil seine Bürger in der Tradition ihrer Vorfahren ihre persönliche Waffe weiterhin zuhause aufbewahren, weltweit als Land unersättlicher Kriegsgurgeln, als Land, wo unablässig blutiger Streit herrscht, wahrgenommen? Keine Spur! Die Schweiz geniesst, obwohl bloss Kleinstaat, international einen bemerkenswert eigenständigen Ruf. Als Land des Friedens, basierend auf der Neutralität und auf solider, freiheitlicher Demokratie. Als Land, das dank bemerkenswerter Stabilität zu erheblichem Wohlstand gelangt ist. Als Land, das, wenn irgendwo auf der Welt ein Ausweg aus nicht enden wollender Gewalttätigkeit gesucht wird, nicht selten als Vermittler, als Friedensbringer zu Rate gezogen wird.

    Die Waffe im Besitz freier Bürgerinnen und Bürger: Sie hat hierzulande dazu beigetragen, dass Schweizerinnen und Schweizer sich persönlich verantwortlich fühlen für Ordnung und Wohlergehen im Land. Das wird weltweit wahrgenommen, respektiert, teilweise sogar bewundert – als Fundament für Frieden, Ausgleich, Stabilität. Doch dieser untrennbare Bestandteil unseres freiheitlichen Zusammenlebens in selbstgestaltetem Bund soll jetzt weichen? Innert Jahresfrist werden Schweizerinnen und Schweizer darüber zu entscheiden haben, ob dem freien Schweizer die persönliche Waffe als Zeichen seiner Verantwortung für Freiheit und Wohlergehen aller auch am siebenhundertzwanzigsten Geburtstag unseres Landes noch anvertraut bleibt.

    Unbehagen im Kleinstaat

    Dies vor dem Hintergrund, wo es selbst namhaften Kräften in unserem Land – Bundesräten, Parlamentariern, staatlichen und anderen Funktionären – einmal mehr wieder zu eng zu werden scheint in unserem freiheitlichen, direktdemokratischen Kleinstaat. Sie möchten lieber mitspielen im Konzert der Grossen – wenn auch nicht gerade an der ersten Geige, so doch wenigstens mit dem Triangel in der letzten Reihe im grossen Brüsseler Konzert.

    Brüssel nimmt den Ball auf. Murrt, man habe allmählich genug vom «Sonderfall Schweiz». Die Zeit bilateraler Sonderabkommen, bei deren Aushandlung Brüssel unser Land als ebenbürtigen Partner zu behandeln hat, sei abgelaufen.

    Bern gebärdet sich alsogleich als «Echo aus Brüssel»: Wir hätten uns anzupassen! Das eröffne, sagen nicht Wenige mit unverkennbar leuchtenden Augen, dabei die Chance, die Schweiz endlich an «dynamischen Prozessen» der Ausgestaltung politischer Regeln zu beteiligen, wie solche die Entwicklung der Europäischen Union seit langem bestimmen würden. Das verspräche Reformbeschleunigung in unserer etwas träge gewordenen Schweiz…

    Dynamisches Recht – Rechtsetzung ohne Bürger

    Was ist das überhaupt, «dynamische Rechtsentwicklung»? Das, was auf Funktionäre und Politiker so verlockend wirkt wie ein Glas Zuckerwasser auf Fliegen, ist rasch durchschaut: Dynamische Rechtsentwicklung ist Rechtsetzung ohne Bürger – zustande kommend allein in Sitzungszimmern, zu denen bloss die Mächtigen und ihre Interessenvertreter – im Volksmund gemeinhin Lobbyisten genannt – Zutritt haben. Dynamische Rechtsentwicklung: Das ist der Lockruf der Mächtigen, die der Demokratie, der Mitsprache und Mitentscheidung der freien Bürgerinnen und Bürger überdrüssig geworden sind. Dynamische Rechtsentwicklung und Demokratie: Die passen so wenig zusammen wie Feuer und Wasser.

    Unsere Bundesverfassung – Garantie-Erklärung für die Mitentscheidung der Bürger in allen wesentlichen Fragen – ist genau das Gegenteil von «dynamischer Rechtsentwicklung». Sie lässt zwar die Anpassung, die Erweiterung von Regeln jederzeit zu. Nie aber ohne Volksentscheid. Sie garantiert den Bürgern, dem Souverän – und nicht den Funktionären – das letzte Wort im Staat. Den Souverän bleibt frei, Funktionäre auch zurückzubinden. «Dynamische Rechtssetzung» entmachtet den Bürger, begräbt Schritt für Schritt die Demokratie.

    Eine übertriebene Interpretation? Ein unhaltbarer Vorwurf? Werfen wir einen Blick auf die Realität!

    Die Krise und ihre Ursache

    Dass sich die Europäische Union mit ihrer Einheitswährung, dem Euro, in schwerer, möglicherweise existenzbedrohender Krise befindet, bestreitet kein ernsthafter Beobachter der europäischen Entwicklung. Die täglichen Durchhalteparolen der Staatsmänner wären überflüssig, wäre diese Krise nicht Tatsache. Woher aber rührt die Krise? Und weshalb ist unser Land, die Schweiz, von der Krise weit weniger betroffen als die Europäische Union mit ihren sämtlichen Mitglied-Staaten?

    Die Krise hat ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten, in der dort sträflich vernachlässigten Aufsicht über den Finanzmarkt. Sie zeitigte nach einiger Verzögerung plötzlich existenzbedrohende Auswirkungen auf eine erhebliche Zahl weltweit tätiger Banken. Um sogenannt «systemrelevante» Banken vor dem Untergang zu bewahren, mussten die Staaten eingreifen – auch in Europa. Jene Staaten, wo Recht «dynamisch fortentwickelt» wird, wo die Bürger selbst bei Entscheiden grösster Tragweite übergangen werden, haben ausnahmslos die gleiche Entscheidung getroffen: Sie übernahmen die Schulden der kollapsbedrohten Banken in die Staatskassen. Bankschulden wurden über Nacht zu Staatschulden. Staatschulden aber sind den Steuerzahlern aufgebürdete Schulden. In keinem Land allerdings hatten die Steuerzahler die Möglichkeit, den Entscheid zu beeinflussen. Keine Spur von Demokratie. Und trotzdem müssen die Bürger alle Lasten tragen – massive Steuererhöhungen, massive Gebührenerhöhungen, rigorose Besteuerung und für viele Unternehmer existenzbedrohende Kreditverknappung. Dort, wo das politische Geschehen, wo Recht «dynamisch», allein von Funktionären fortentwickelt wird, wurde sowohl eine schlechthin verantwortungslose Überschuldung der Staatskassen als auch die gnadenlose Überwälzung aller daraus resultierenden Lasten auf die Steuerzahler Tatsache. Seither finden diese Länder, auch zuvor wirtschaftlich starke Länder, die diesen Weg der leichtfertigen Überschuldung ihrer Staatskassen gewählt haben, nicht mehr aus der Krise heraus.

    Einzige Alternative: Die Schweiz

    Der Schweiz war dieser Weg verschlossen. Nicht, weil die Schweizer bessere oder klügere Menschen wären. Nein! Unsere Direkte Demokratie, die Möglichkeit der unmittelbaren Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger zu allen Entscheidungen von grosser Tragweite haben unserer Landesregierung den Weg der Übernahme der Bankschulden in die Bundeskasse verbarrikadiert. Weil der Bundesrat nur zu genau wusste, dass die Schuldenübertragung an die Steuerzahler beim Volk nie Zustimmung finden würde, wurde der scheinbar bequeme Weg der Bankschulden-«Tilgung» durch die Bundeskasse nie auch nur ernsthaft erwogen.

    Der hierzulande gefundene Ausweg via Nationalbank ist zwar auch mit erheblichen Risiken behaftet. Aber eine die Existenz des Landes bedrohende Überschuldung der Bundeskasse blieb der Schweiz ebenso erspart wie die Nahezu-Erdrosselung der Leistungsträger durch neue, schwere Lasten. Als einziges Land in Europa ist die Schweiz nicht zum Hochsteuerland geworden. Deshalb sehen Zehntausende in Europa – allen voran die Leistungsträger – in der Schweiz die positive, für Unternehmer attraktivere Alternative zum Einheitsgebilde EU. Dass viele dieser Leistungsträger – für uns fast zu viele – jetzt mit ihren Füssen abstimmen und ihren Wohnsitz gleich hierher verlegen – das ist die wahre Ursache der wachsenden Ungeduld Brüssels der Schweiz gegenüber: Allzu gern möchte man sich den attraktiveren Konkurrenten unterwerfen.

    Grund zur Preisgabe der Freiheit?

    Das allerdings darf kein Grund für die Schweiz sein, Unabhängigkeit und Freiheit aufzugeben. Müsste sich Brüssel nur noch mit schweizerischen Funktionären abgeben, dann, so glaubt man dort, wäre ihr Herr zu werden. Die Direkte Demokratie, die unmittelbare Mitsprache und Mitbestimmung der Bürger – dieses attraktive Gegenstück zur gleichgeschalteten EU akzeptiert Brüssel nicht.

    Ich habe den Umgang Brüssels mit dem Bürger auf unauslöschliche Art persönlich erfahren, letzten Oktober, als ich die damalige Präsidentin des Nationalrats auf ihren einwöchigen Abschiedsbesuch in die EUHauptstadt nach Brüssel zu begleiten hatte. Im bemerkenswert komfortablen Glaspalast des EU-Ministerrats konnten wir mit hohen EUExponenten in gewählten Formulierungen über beiderseitig interessierende Fragen diskutieren. Von der Strasse drang derweil, interessanterweise nur von den Schweizern eingehender beachtet, vom dicken Fensterglas aber auch markant gedämpfter Lärm an die Ohren der Diskutierenden: Traktoren fuhren auf, Transparente wurden entfaltet, Sprechchöre drangen durch das Isolierglas. Ja, sogar Feuer wurden entfacht: Bauern formulierten ihre Zukunftsangst gegenüber Funktionären, denen Konsumenten weit wichtiger, da zahlreicher sind als Produzenten.

    Die EU-Funktionäre im Konferenzraum schenkten dem Geschehen nur Beachtung, weil sie die Schweizer als davon offensichtlich abgelenkt ertappten. Wegwerfend kommentierten sie das Geschehen als «politische Folklore», als nicht weiter beachtenswerte «Begleiterscheinung» des Brüsseler Politbetriebs. Betroffenheit löste das Geschehen auf der Strasse nicht aus. Existenzangst von Bauern vermag eingeschworene Funktionäre in ihren Luxuspalästen nicht aus der Ruhe zu bringen.

    Der Wille zur Selbstbestimmung

    Sie, die EU-Funktionäre geben sich überzeugt, dass die Menschen in den EU-Ländern eigentlich «froh seien», wenn ihnen wichtige Entscheidungen, deren Komplexität sie ohnehin überfordere, abgenommen würden. Die Bürger zu befragen, ob sie das Wirken ihrer allsorgenden Funktionäre tatsächlich als derart «glückbringend» empfinden – davor hütet sich Brüssel allerdings wohlweislich. Um so verwunderlicher, dass sich Vertreter Berns von der demonstrativ bekundeten Ungeduld Brüssels beeindrucken lassen und die Bildung einer «Arbeitsgruppe» versprechen. Diese soll das Verhältnis zwischen unserem Land und der EU «unter allen Aspekten überdenken». Zweifellos – man kann mit Arbeitsgruppen allerlei anstellen. Man kann damit Entscheidungen beschleunigen oder verzögern. Man kann ihnen auch Scheinfunktionen übertragen, wenn man gar nichts unternehmen, Erwartungen bloss zerreden will.

    Die Europäische Union dürfte sich mit einem Null-Ergebnis freilich kaum abfinden – weshalb eine andere, entschlossenere Antwort auf Brüssels Ungeduld wohl angemessener wäre. Eine Antwort, wie sie unser Land, schwer bedrängt von aussen, auch in der Vergangenheit schon gegeben hat. Vor uns steigt die Bedrängnis auf, in welche die Eidgenossenschaft geraten ist, als sie – vor nunmehr gut hundertsechzig Jahren – die Volkssouveränität zum Kern ihrer ersten Bundesverfassung zu erklären sich anschickte. Es war 1848 der nachmalige Bundesrat Ulrich Ochsenbein – einer der bedeutendsten Staatsmänner, den die Schweiz je hervorgebracht hat – welcher dem Prinzip der Volkssouveränität mittels Verankerung der Direkten Demokratie in der Bundesverfassung zum Durchbruch verholfen hatte – eine Leistung, welche die Schweiz bis heute zum Sonderfall in ganz Europa, ja in der ganzen Welt werden liess.

    Widerstand von Aussen

    Sämtliche Staaten Europas – dannzumal noch alles Monarchien – meldeten harschen Widerstand gegen diese neue Idee an. Mehrere Staaten drohten mehr oder weniger offen mit Truppeneinmarsch und Krieg, sollte sich Ochsenbeins Vorschlag von Volkssouveränität und Direkter Demokratie tatsächlich durchsetzen, tatsächlich Verfassungsnorm werden. Frankreich liess zwei voll ausgerüstete, kampfbereite und kampferprobte Divisionen an der Grenze zur Schweiz im Jura aufmarschieren, unverblümt mit Verderben bringendem Kriegszug auf Bern drohend, wenn Bern dem Kartell der Monarchien in Europa gegenüber nicht klein beigebe.

    Ulrich Ochsenbeins Antwort

    Was tat Ochsenbein? Er ritt in den Jura, stellte sich persönlich beiden französischen Divisionskommandanten. Er überbrachte freilich keine Kapitulations-Urkunde. Er schlug auch nicht die Bildung einer Arbeitsgruppe vor. Zwar attestierte Ochsenbein den französischen Generälen unumwunden die militärische Überlegenheit ihrer Divisionen. Die erst in Bildung begriffene Schweiz habe diesen wenig entgegenzustellen, würden sie auf Bern marschieren. Aber Ochsenbein, ausgezeichneter Kenner Frankreichs, machte den beiden Franzosen auch klar, dass die Idee der Volkssouveränität durch eine militärische Strafexpedition nie und nimmer ausgetilgt werden könne. Denn auch Paris, die unruhige, ebenfalls Freiheitsrechte einfordernde Bevölkerung der französischen Hauptstadt blicke nach Bern. Würden französische Heere den Unabhängigkeitsdrang der Schweizer, das Recht der Schweizer auf eine eigene Form der Demokratie gewaltsam niederknüppeln, dann dürften in Paris nur allzu rasch weit mehr als nur zwei Divisionen nötig sein, um die dort mit Sicherheit aufflammende, auf die Strasse getragene Forderung nach mehr Freiheit niederzuringen.

    Die zwei französischen Divisionen überschritten die Landesgrenze nicht. Sie zogen sich zurück nach Paris. Ochsenbein hatte dem unbeugsamen Willen der Schweiz, eine aus ihren Verhältnissen gewachsene, eigenständige Form der Demokratie zu schaffen kraft seiner Persönlichkeit und seines Mutes Nachachtung verschafft.

    Die Volkssouveränität ist seither Kern unserer Bundesverfassung. Sie soll dies auch bleiben. Sie bedroht niemanden. Deshalb soll sie von allen – auch von Brüssel – respektiert werden und bleiben. Eine Arbeitsgruppe braucht es dafür nicht. Unsere Freiheit ist uns wichtiger als jede «Beglückung» mit «dynamischer Rechtsentwicklung» à la Brüssel, die von Mitsprache des Bürgers nichts wissen will – und die Europa in die Krise getrieben hat.

    Ulrich Schlüer

    • Undine
      03. August 2010 12:01

      @Brigitte Imb

      Wieder einmal 1000 Dank; mit der Wiedergabe dieser Ansprache von NR Ulrich Schlüer zum 1. 8. 2010 haben Sie den Vogel abgeschossen!

      Hand auf's Herz: Kann sich jemand einen österreichischen Politiker vorstellen, aus dessen Mund SOLCHE WORTE kämen???
      Verglichen mit diesem Mann, diesem Schweizer Nationalratsabgeordneten und Chefredakteur von "Schweizerblatt" sind unsere Politiker bestenfalls armselige Karikaturen eines Politikers, ja Hanswurste!

      Um ein Volk, das solche Männer an der Spitze hat, braucht einem nicht bang zu sein.
      ULRICH SCHLÜER ist ein würdiger Nachfahre WILHELM TELLS.

      Auf solche "Nachfahren" kann leider PRINZ EUGEN nicht verweisen.....

    • H. Richter (kein Partner)
      03. August 2010 13:37

      Prinz Eugen war nur leider kein gebürtiger Österreicher, sondern ein zugewanderter Franzose, der dort keinen Job beim Militär bekommen hat und dafür sich in Österreich bei den Habsburgern als Söldner für gutes Geld verdingte. Als nicht unbedingt das Vorbild eines guten Patrioten.

    • Undine
      03. August 2010 13:41

      @H. Richter

      Das weiß ich schon!
      Aber ich nehme an, Sie wissen genau, was ich andeuten wollte!

    • Undine
      03. August 2010 14:10

      @H. Richter

      Ersetzen Sie halt Prinz Eugen (2. Türkenbelagerung) durch Graf Niklas Salm (1. Türkenbelagerung)!

    • H. Richter (kein Partner)
      03. August 2010 14:10

      Ich bin ein unbedingter Anhänger des freien Waffenbesitzes für alle (unbescholtenen und volljährigen) Bürger und auch des Milizgedankens. Die Geschichte um Wilhelm Tell ist freilich nur eine nette Sage, die so nie stattgefunden hat. Was freilich die Leistung der Schweizer, ihre Unabhängigkeit und Wehrhaftigkeit zu wahren, nicht schmälern soll.

      Zu Ochsenbein, das hatte natürlich auch eine Vorgeschichte, die bezeichnender Weise heute fast unbekannt ist: "Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft nach kurzer Gegenwehr von Frankreich besetzt und unter der Bezeichnung «Helvetische Republik» als Tochterrepublik seinem Einflussgebiet einverleibt." Erst fast 17 Jahre später, um 1814/15 wurde die Schweiz endgültig von der französischen Besetzung befreit, u.a. vom Erzherzog Johann, der die Belagerung von Hüningen-Vauban (Elsass) leitete. Dieser Abschnitt der Schweizer Geschichte wird heute jedenfalls nicht so sehr ins Schlaglicht gesetzt, da er eben weniger zum Schweizer Image passt.

    • Kurt22
      03. August 2010 16:59

      Man stelle sich vor, was Österreich erspart geblieben wäre, hätte man beim Einmarsch Hitlers ein bisserl herumgeballert, unsere heutigen Nestbeschmutzer könnten nicht Österreich weltweit schlechtreden, und welche Zahlungen Österreich erspart geblieben wären, daran möchte ich gar nicht denken.

    • schreyvogel
      03. August 2010 18:41

      @ Kurt22
      Doch, sie könnten und würden ...

  9. Herby (kein Partner)
    03. August 2010 09:27

    Ich bin mir ziemlich sicher dass sich Herr Dr. Unterberger bezieht auf:

    Herrn Göweil (Wiener Zeitung), da steht:

    "... Der EU-Beitritt Österreichs hat es ermöglicht, die Schweiz punkto Wettbewerbsfähigkeit und Kaufkraft zu überflügeln. ..."

    Link: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=5080&Alias=wzo&cob=508932

  10. fosca
    02. August 2010 23:37

    Diesen Kommentar von dem "feinen" Herrn LANGweil habe ich mir ebenfalls gegönnt und konnte gar nicht soviel essen als ich kotzen mußte über die Tatsache, wie ein Chefredakteur wider jeder Vernunft das Loblied seines Herrn singt.
    UNFASSBAR und jenseits jedes seriösen Journalismus! :-(

    • meriva (kein Partner)
      03. August 2010 07:35

      Naja, aber seriösen Journalismus betreibt Herr Unterberger ja wohl auch nicht.

    • fosca
      03. August 2010 13:13

      @meriva

      "Was kümmert's den Mond, wenn ihn die Wölfe anheulen"! ;-)

  11. Alexander Renneberg
    02. August 2010 22:01

    0.T.

    http://derstandard.at/1277339417812/Kein-Wort-zu-den-Bullen-Ex-Terroristen-planten-Aussageverweigerung

    es ist unfassbar, man lese ebenfalls die teilweise zustimmenden postings.
    es ist das gleiche als die pc terroristen & gutmenschen bei den donnerstagsdemos skandierten:
    widerstand, widerstand, schüssel, haider an die wand.

    es ist tatsächlich zum kotzen in welcher welt wir leben. konservative wie liberale werden verfolgt und diffamiert wenn sie sich der pc diktatur nicht beugen, aber die wirklichen terroristen sitzen links und lachen sich ins fäustchen.

    • Celian
      02. August 2010 22:33

      Es ist tatsächlich so, dass eine nicht unbeträchtliche Zahl von Personen gegen etwa Lemure stimmen, dessen Pro/Contra-Stimmen stehen 23 zu 18, wobei 18 Stimmen offensichtlich auf der Seite der Terroristen stehen.

      Dies bezeugt nur wie stark der öffentliche Raum von radikal-extremen Stimmen besetzt ist und wie versucht wird, die öffentliche Meinung umzustimmen.

      Da lob ich mir Stimmen wie Leupold v. Bretthausen die kaum eine Vote haben, aber eindeutig gegen die TerroristInnen Stellung beziehen (Eigenlob stinkt zwar, aber ich nehme mir heute an meinem Freudentag diese Frechheit heraus!)

  12. Celian
    02. August 2010 21:11

    Josef Ackermann, Chef der (größten) Deutschen Bank und Schweizer, eine glückliche Fügung für die Deutsche Bank: die Verläßlichkeit und die sprichwörtliche Made-in-Germany-Qualität wird mit der Verläßlichkeit und der Präzision eines Schweizers potenziert, eine einzige Erfolgsgeschichte.

    Jetzt ein Portrait Josef Ackermanns auf der ARD!

  13. Undine
    02. August 2010 20:37

    Eine frühe Kindheitserinnerung in den ersten Monaten nach dem 2. WK:

    Mutter und ich sind seit Monaten alleine. Mutter wußte weder, ob Vater noch lebt, noch mein großer Bruder (Jg. 1926).
    Wie sich zu Weihnachten herausstellt, sind zum großen Glück beide am Leben: mein Bruder in brit. Gefangenschaft, mein Vater in einem amerikan. Straflager.

    Wir beide machten stundenlange Spaziergänge. Mutter sagte oft---obwohl sie vor mir ihre Verzweiflung zu verbergen suchte---sehnsüchtig:

    "ACH, KIND, WÄREN WIR DOCH IN DER SCHWEIZ".

    Dieser Satz hat sich mir tief eingeprägt. Die Schweiz war das Wunderland schlechthin, ja, das Paradies, so schien es mir.

    Und wenn ich's recht bedenke, ist es auch heute das Land, zu dessen Menschen und deren Politik ich größtes Vertrauen habe wie sonst zu keinem Land auf der Welt.
    Das Wunderland meiner Kindheit ist auch heute noch Gegenstand meiner fast uneingeschränkten Bewunderung.

    Die Schweiz ist für mich Synonym für Verläßlichkeit, Handschlagqualität, beste Qualität.

    • Celian
      02. August 2010 22:03

      Sehr berührend, Ihre persönliche Geschichte. Man kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie das damals wirklich war.

    • SuPa
      03. August 2010 10:48

      @Undine:
      sicher kennen Sie aber auch die vielen Geschichten der damaligen Schweizer Politik gegenüber den Flüchtlingen an deren Grenze: "Das Boot ist voll!".

    • Josef Maierhofer
      03. August 2010 20:39

      Ich habe zu meinem 60. Geburtstag von meinem heute 89-jährigen eine Tageszeitung von meinem Geburtstagstag erhalten.

      Mit Aufmerksamkeit habe ich die 'Milchpulveraktion' der Amerikaner gelesen, die Kindern (Babies) mit bestimmtem Untergewicht Milchpulver zugestanden haben.

      Mit Aufmerlsamkeit habe ich das Schweizer Angebot gelesen, Kindern aus Wien einen zeitbefristeten Aufenthalt in Schweizer Familien zu geben.

      In der Wiener Zeitung fand ich zufällig im gleichen Jahr einen Tatsachenbericht über diese 'Kindertransporte' und die tiefe Verbundenheit der 'Aufgepäppelten' mit den Schweizer Gastgeschwistern und -eltern, die noch lebten, in Interviews.

      @ SuPa
      Das Boot ist voll mag schon stimmen für Flüchtlinge, die hat man abgewiesen. Aber die Kinder nicht.

  14. Gerhild Baron
    02. August 2010 18:46

    Was in Österreich derzeit passiert erinnert mich irgendwie an die auf der Titanic spielende Musik vor dem Untergang - ganz so arg wird es hoffentlich nicht, aber beängstigend ist es doch.

    • Norman Bates
      02. August 2010 23:15

      .. und am Dirigentenpult streiten sich Faymann und Pröll um den Taktstock, Fellner und (Eva) Dichand wollen die erste Geige spielen und im Orchestergraben raufen sich die Minister und andere Günstliche noch um die verbliebenen Schwimmwesten.

    • Norman Bates
      02. August 2010 23:18

      .. und die Steuerzahler sind am Unterdeck hinter Gittern eingesperrt und werden vom übrig gebliebenen beamteten Personal, welches noch nicht bemerkt hat, dass es selbst von der politischen Oberdeckklasse betrogen wird, dem Ertrinkungstod näher geführt.

    • Norman Bates
      02. August 2010 23:23

      .. einstweilen stossen am Oberdeck noch Leitl, Foglar und Konrad mit Champagner auf die hellklare und blitzblaue Nacht an, verspeisen die letzten Reste des Sauschädls und wundern sich über diesen rasch näher kommenden geißend grellen Eisberg.

    • Celian
      02. August 2010 23:26

      Norman Bates!
      Bitte weitermachen!

    • Norman Bates
      02. August 2010 23:49

      (and one for the night ..)

      .. und der Eisberg bringt alles zum Bersten, auch die viel geliebte, langjährige und ach so erfolgreiche Sozialpartnerschaft. Während sich Leitl und Foglar um einen Platz im Rettungsboot duellieren, zieht sich Konrad Frauenkleider an, entwendet ein Kleinkind und ein paar Euro, die jetzt aber ohnehin wertlos sind.

    • Celian
      02. August 2010 23:53

      Grandios!

      Warum sehe oder höre ich so etwas im österreichischen Rundfunk nicht!

      (Na, ich weiß eh.)

    • Norman Bates
      03. August 2010 00:05

      .. aus der steuerzahlenden Unterdeckklasse hat sich Jack mittlerweile durch Bestechung eines Beamten - übrigens ein Umstand, für den seine Erben etwa 80 Jahre später millionenschwere Restitutionsleistungen übernehmen müssen - befreien können.

    • Norman Bates
      03. August 2010 00:30

      .. Jack sucht verzweifelt Rose. Aber ihre Mutter, Frau Merkel, möchte unbedingt die Titanic retten. Alle irren auf dem sinkenden Schiff umher. Jack, Merkel, Konrad, Faymann, Pröll, Sarkozy, Trichet, Barolo.

    • Undine
      03. August 2010 08:40

      @Gerhild Baron

      Welch zutreffender Vergleich!

      @Norman Bates

      Was Sie aus dem "Hölzl", das Ihnen Gerhild Baron "hingeworfen" hat, gemacht haben, ist ebenso großartig wie erschütternd.

      Ihre Satire in 5 Akten charakterisiert die "Mächtigen" nicht nur Österreichs, sondern ganz Europas hervorragend.

      Ganz genauso schäbig werden sich diese Mächtigen auch verhalten, wenn's soweit ist, da besteht kein Zweifel.

    • Undine
      03. August 2010 08:42

      Ich hab' mich verzählt!
      Es ist eine SATIRE in 6(!) Akten!

    • Norman Bates
      03. August 2010 11:00

      .. Jack hat Rose gefunden. Sie wollen sich in die neue Welt durchschlagen, da sie mit der Gesamtsituation unzufrieden sind. Sie wollen in die Schweiz. Aber Kapitän Van Rompuy hat Wind von dem Plan der beiden bekommen und steuert das sinkende Schiff plötzlich Volldampf voraus auf die Schweiz zu.

  15. Celian
    02. August 2010 18:29

    Hat schon jemand den "Kommentator des Monats" entdeckt?

    Bitte da schauen, ich freu mich wie ein Schneekönig!
    http://www.andreas-unterberger.at/Kommentator-des-Monats

    So jetzt ist es heraußen!

    • Undine
      02. August 2010 19:19

      @Celian

      Sie und ebenso Josef Maierhofer und Brigitte Imb haben sich JEDES STERNCHEN wirklich ehrlich verdient! Herzlichste Gratulation!

    • Brigitte Imb
      02. August 2010 19:40

      Celian ist Forumskönig....Gratuläääschn.


      "Meine" Herrn, stoßen wir an! Zwar war ich nicht so eifrig, aber ein Schluckerl....

      Die Quote stimmt noch nicht.*ggg*

    • Alexander Renneberg
      02. August 2010 21:50

      na da gratulier ich selbstverständlich auch!

    • Celian
      02. August 2010 22:04

      Danke!
      Ich gfrei mir einen Haxn aus!

      Das muss begossen werden!

    • Alexander Renneberg
      02. August 2010 22:13

      na dann trinke ich jetzt ein gläschen knob creek auf sie, h.f. würde mich zwar ob dieses bourbons verdammen, aber das ist es mir schon wert :-)))
      ist übrigens sehr empfehlenswert!

    • Celian
      02. August 2010 22:26

      Na dann bottoms up!

      Knob Creek hab ich keinen, aber dafür hab ich heut schon zur gegrillten Forelle einen Sauvignon Blanc vom Neumeister vernichtet.
      Es war mir ein Volksfest!

    • fosca
      03. August 2010 00:51

      @Celian

      Herzlichste Gratuliation >>>> wohlverdient! *chapeau*

      Natürlich auch herzliche Gratulation an Platz 2 und 3:
      @Josef Maierhofer -)

    • fosca
      03. August 2010 00:52

      und last but not least an @Brigitte Imb!

      Weiter so!

    • Laura R.
      03. August 2010 08:40

      Auch der Werner freut sich und läßt seine herzlichsten Glückwünsche ausrichten!!!

    • Samtpfote
      03. August 2010 13:16

      Carlo Soziale lässt auch herzliche Glückwünsche ausrichten.
      Wie ich aus den Pausen des Gesprächs heraushörte, wird er im August einen Frontalangriff auf Celian unternehmen. :-)

  16. Auditor
    02. August 2010 15:25

    Wiederum - wie wahr ist was Dr. Unterberger schreibt. Aber in einem irrt er: er glaubt offensichtlich, die Linke sei mit Blindheit geschlagen vor dem nahenden (wirtschaftlichen) Desaster. Das ist (leider) nicht der Fall - es existiert zweifelsohne ein Masterplan für den (wirtschaftlichen) GAU. Brauchbares Muster und Leitlinie ist das deutsche Lastenausgleichgesetz nach der deutschen Währungsreform 1948, bei dem die verschiedenen Vermögensarten, seien es betriebliche oder private, seien es Geldvermögen, Immobilien oder Forderungen, unterschiedlich belastet/entwertet werden. Mit einer solchen Perspektive wird plötzlich die derzeitige Wirtschaftspolitik der Linken in Europa, aber auch in Österreich (Grüne, SP, aber auch Teile der VP und FP - welche Partei ist eigentlich wirtschaftlich nicht links ?) plötzlich plausibel.
    Übrigens - diesem Lastenausgleich wird sich kein Besitzer von Vermögenswerten, abgesehen von kleinsten Bankguthaben, entziehen können. Es wird auch ein böses Erwachen für Eigentümer von Immobilien geben, die glauben, auf der sicheren Seite zu sein: hier können und werden auf 10 -20 Jahre abzahlbare Zwangshypotheken einverleibt werden (die Immobilienpreisblase in Österreich baut (für jeden Wirtschaftshistoriker) auf einer Schimäre auf). In der Folge wird mit einer neuen Währung ein Neuanfang gemacht, mit der Besonderheit, dass eben 40 - 90 % der Vermögenswerte abgeschöpft sind. Übrigens völlig wertfrei: der Neuanfang ist nach den vorliegenden historischen Erfahrungswerten nicht völlig chancenlos, aber der Besitzstand ist eben anders (neutral ausgedrückt). Was aber alle Vermögenden betreffen wird, einschließlich der vermögenden linken Nomenklatura.
    Literaturempfehlung für Interessierte an der modernen Währungsreform- und Lastenausgleichstechnik:
    Jürgen und Markus Wipfler, Angriff auf ihr Geld, Frieling Verlag, ISBN: 978-3-8280-2309-3, EUR 12,80. Hier schildern zwei Autoren, der eine Wirtschaftsprüfer, ein geschätzer Berufskollege, und ein Volkswirt, in gut zu lesender Form die beim (wirtschaftlichen) GAU zu erwartenden Entwertungsvorgänge. Die aktuelle 3. Auflage des Buches erschien 2007, also vor der Krise und ist fast als seherisch einzustufen. Lediglich die im Buch beispielhaft angeführten Entwertungsprozentsätze sind nach der Entwicklung der EU zu einer Transferunion höher anzusetzen.

    • Celian
      02. August 2010 15:41

      Danke für den Tipp, das Buch werde ich mir gleich besorgen! Ich wollte immer schon lesen, wie der Zusammenbruch aus der Sicht von Fachleuten ablaufen wird. Und was danach passiert, am "Day After Tomorrow".

  17. Graf Berge von Grips
    02. August 2010 14:24

    Es spielen also die Defraudanten der Politik
    vor dem Konkurs noch den grossen Mann.
    Klar, weil dort nimmt man jeden Augenblick
    die Wechsel, gezogen auf uns, mit Handkuss an.

  18. Brigitte Imb
    02. August 2010 13:02

    Die Eigenständigkeit der Schweiz, samt ihrem Bankgeheimnis muß der EU gewaltig im "Magen" liegen.
    Schnuppert sie doch dort nach frischem Geld für ihren europäischen Bazar und kann es nicht verdauen, dass die Schweizer Bürger sogar in der Politik direkt mitbestimmen dürfen.
    Die selbst ernannten EU Diktatoren haben alle Hände voll zu tun, dieses Land EU- und weltweit zu desavouieren um auch dort ihr ungezügeltes Verlangen nach Macht und Geld stillen zu können.

    Ob sich da nicht einige die Zähne ausbeißen werden, denn ich vermute den schweizerischen Hausverstand zu brechen bedarf es mehr als diktatorisch anmutender Forderungen.
    Die Schweizer werden den "Brüssler-Spitzen" was husten und nicht wie wir den Speichel lecken.

    • Josef Maierhofer
      02. August 2010 13:58

      Zu Ihrewm letzten Absatz: Hoffentlich !

    • Martin Bauer
      02. August 2010 14:13

      Gestern war auf 3-SAT eine einstündige Reportage über das Schweizer Bankgeheimnis und dessen Geschichte.
      Quintessenz: Seit 2009 gibt es de facto kein Bankgeheimnis mehr, sofern es sich um Steuerhinterziehung und/oder Steuerbetrug handelt. Diese beiden Begriffe, bis 2008 in der Schweiz getrennt - Steuerhinterziehung straffrei, Steuerbetrug verfolgungswürdig - sind nun beide als verfolgungswürdige Strafbestände durch die Schweiz akzeptiert. Auf Druck der EU und der USA. Der Tatbestand der Geldwäsche ist und war verfolgungswürdig.

      PS: Die Interviews mit den Schweizer Politikern oder Bankern (Vontobel) waren klar, unmissverständlich, ohne um den heissen Brei herumzureden, mit einem Wort: Professionell.
      Ersparen sie mir daher den Vergleich mit Österreich.

    • socrates
      02. August 2010 18:43

      Alle schimpfen auf die Schweiz. Ich nehme an weil sie teilweise deutschsprachig ist. Geld schwarz anlegen auf den Channsl Islands, Ile of man, Bahama, holländische Antillen, alle zur EU gehörig, ist kein Problem. Die Türkei wirbt damit, daß sie bei Investitionen in der Türkei gar nicht wissen will, woher das Geld kommt. Andere Länder, die keine Auskunft über ihre Bürger geben, gibt es auch. Aber darüber darf unsere Presse nicht reden, also gehen sie Schweizer haun!

    • socrates
      02. August 2010 22:43

      Ich vergaß Zypern. Dafür haben wir eine Expertin in der Regierung.

    • Celian
      02. August 2010 23:02

      Wir haben eine Expertin in der Regierung?
      Das wär ja mal ganz was Neues.

    • socrates
      03. August 2010 09:43

      Alles trau ich mich nicht zu schreiben. Aber siehe Gerald Freinhofer oder Presse, etc.

    • Rainer (kein Partner)
      03. August 2010 12:08

      Über kurz oder lang werden sich auch die Schweizer in der EU wiederfinden. Daran führt leider kein Weg vorbei. Nicht nur wäre die Schweiz ein höchst potenter Nettozahler (wie alle deutschsprachigen Länder, die als Milchkühe betrachtet werden), auch könnte endlich auf die bösen Konten zugegriffen werden. Vom psychologischen Standpunkt aus wäre die EUthanisierung der Schweiz äußerst wichtig: Selbst das deutsche Gebälk kracht und ausgerechnet diese nie ernstgenommenen Alpinclowns trotzen dem Endsieg des Sozialismus. Das geht doch nicht!

    • M.S.
      03. August 2010 15:46

      Natürlich musste sich auch das Caperl an der Beschimpfung der Schweiz beteiligen. Was hat der damit bezweckt? Verärgert völlig unnötig mit diesem Unsinn, den er verzapft hat ein befreundetes Nachbarland. Solche Leute sitzen bei uns in gehobener Position im Parlament!

  19. Alexander Renneberg
    02. August 2010 12:49

    ebenfalls o.t.

    seite 101 eingeben

    http://teletext.orf.at/

    da steht, die sta. liechtenstein hat keine hinweise auf haider gefunden. also was jetzt????

    • Richard Mer
      02. August 2010 13:48

      Auch orf.at wird jetzt skeptisch. Das wäre doch wunderbar, wenn die Sache sich jetzt noch als Irrtum herausstellt, wo sei seit Tagen die Schlagzeilen dominiert, wo heute schon RH Präsident Moser angepatzt werden sollte.

    • Norbert Mühlhauser
      02. August 2010 13:51

      Und wenn schon! Zur Initiierung einer Parteispendengesetz-Novelle dürfte es jedenfalls gereicht haben.

      Der Haider hat seine Schuldigkeit getan, der Haider kann wieder gehen.

      [Das Sprichwort lautet eigentlich anders, doch darf man Unmündige ja nicht mit diesen Metaphern "befrachten". Was können schließlich Farbige dafür ... ?]

    • Alfred E. Neumann
      02. August 2010 14:59

      Es fällt zunehmend auf, daß im ÖRF nicht mehr sachlich bereits stattgefundene Tatsachen berichtet werden, und man immer mehr dazu übergeht, Sensationen mit den Begriffen "soll haben" zu versehen, worauf man sich beruhigt zurückziehen kann, daß nur Gerüchte wiedergegeben wurden. Da braucht man gar nicht mehr auf die abgedrochene Geltung der "Unschuldsvermutung" zu verweisen.

      Es gereicht den Herren und Damen Redakteuren zur Genugtuung, den jeweiligen Adressaten ihrer Berichte vernadert und gerufmordet zu haben. Journalistische Sorgfalt im Raubritterzwangsgebührenstaatsrundfunk eben.

    • Brigitte Imb
      02. August 2010 15:02

      Dass die ÖVP Moser anpatzen könnte ist aber auch denkbar, denn Onkel Erwin is not amused über den RH Bericht.

    • Franz L
      02. August 2010 16:28

      @Alfred E. Neumann

      Exakt zutreffnede Wortschöpfung: "Raubritterzwangsgebührenstaatsrundfunk"

    • Undine
      02. August 2010 22:55

      @Alfred E. Neumann

      Die ORF-Berichterstattung in der ZIB1 hat etwa das Niveau der Zeitung "ÖSTERREICH".

      Wer hätte noch nicht bemerkt, wie die Äuglein der Ansager und Kommentatoren vor Begeisterung funkeln, wenn sie in irgendeiner Weise dem 3. Lager am Zeug flicken können?
      Auf der einen Seite dieses schadenfrohe Funkeln der Augen, auf der anderen Seite der Betroffenheitsblick, den allerdings keine so beherrschte wie die Danielle SPERA!
      Nun, die gehört zum Glück der Vergangenheit an!
      Der Armin Wolf hingegen verzieht immer das Gesicht, als würde er in eine Zitrone beißen. Je schiefer er grinst, umso mehr lügt er.

    • Alfred E. Neumann
      03. August 2010 08:43

      @undine
      aber die Glubschaugen vom Tarek Leitner mit der verzogenen Papp`n sind auch kein Dreck; der übt das süffisante wehmütige Grinsen wahrscheinlich vor dem Speigel. Für mich ein Grund, die Glotze gar nicht aufzudrehen.

  20. Martin Bauer
    • Norman Bates
      03. August 2010 00:25

      Ein wirklich interessanter Artikel über die möglichen Hintergründe. Danke!

  21. socrates
    02. August 2010 10:30

    Traue keiner Statistik die du nicht selbst gemacht hast! Schon Roda Roda wußte das.
    Ich werde diese Meldung an alle Kollegen, die in die Schweiz ausgewandert sind, schicken, damit sie mir nicht immer hochmütig erzählen um wieviel besser es ihnen geht.

  22. SuPa
    02. August 2010 09:41

    Leider hat AU - wie nicht nur in akademischen Kreisen üblich - weder den Namen seines Journalisten"kollegen" noch die Quelle (link) zu dem kritisierten Text genannt. So ist es nicht möglich, sich eine eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden.

    Nur so viel möchte ich als langjährige Schweizkennerin sagen:
    Die Eidgenossenschaft kann man weder wirtschaftlich, noch politisch mit unserem Land vergleichen. Dazu ist die Vergangenheit, die Banken- und Industriestruktur und vor allem die demokratische Einstellung mit Eigenverantwortung viel zu unterschiedlich. Es gibt tatsächlich dort manche Kennzahlen, welche - aus dem Zusammenhang gerissen - gegenüber unserem Land "schlechter" aussehen.
    Derzeit leidet unser Nachbar stark an den Erpressungsversuchen der EU-Zentrale und es ist abzuwarten, wie lange da die Eidgenossen noch Widerstand leisten können.

    • Alexander Renneberg
      02. August 2010 12:53

      das kommt mir so vor wie der spö na abgeordnete und gewerkschafter, der zu einer anfragebeantwortung bezüglich öbb schulden und dem vergleich mit der erfolgreichen schweizer bahn folgendes sagte.

      die öbb kann nicht nicht mit der sbb vergleichen. österreich sei ja schließlich ein gebirgiges land!

    • M.S.
      02. August 2010 14:12

      Wäre interessant welche Schulbildung dieser Mann hinter sich hat. Vielleicht Wiener Hauptschule? Oder neue Mittelschule?

  23. Josef Maierhofer
    02. August 2010 09:19

    Die Schweizer Situation ist eine andere.

    Die Schweizer haben nicht über die Stränge geschlagen, weder mit Schuldenpolitik, noch mit Sozialromantik noch mit Arbeitsvertreibung aus dem eigenen Land.

    Die Schweizer fahren ins Ausland, um die Schweizer Waren zu verkaufen und die Dienstleistungen, die Österreicher fahren ins Ausland, um die Arbeit aus Österreich ins Ausland zu verlagern.

    Die Schweizer arbeiten für die Schweiz, während die Österreicher das Land verleugnen.

    Die Schweizer können eigenverantwortlich arbeiten, die Österreicher lange nicht mehr in dem Ausmass, die haben das Arbeiten in grosser Zahl verlernt und hängen in der Sozialmatte.

    So stehen wir heute da und müssen uns vor dem Kommenden fürchten.

    Wenn der angesprochene Journalist, das Inflationsgeld ins Treffen führt, so ist das für mich ein kurzer Augenblick, wo das zum Tragen kommt, dass man von mehr Kaufkraft reden kann. 40 Jahre lang haben wir davon gesprochen und jetzt geht es ans Zahlen oder in den Zusammenbruch.

    Galgenhumor.

    • Karl Rinnhofer
      02. August 2010 11:52

      Ein ausgezeichneter Kommentar, dem ich in ALLEN Punkten zustimme.

      Ich glaube die Schweiz mittlerweile gut genug zu kennen, um sicher zu sein, dass dort tendenziell Leistung und persönliche Verantwortung geachtet wird. Österreich errichtet auf vielen Gebieten bloße "potemkinsche Dörfer" (das fängt schon in der Schule an!). Die Neigung, künstlich Inlandskonsum hochzuhalten - durch Umverteilung ohne Konnex zu eingebrachter Leistung, maßloser Schuldenpolitik und "Konsumkraft-Harmonisierung für alle", Bestrafung von Sparern, leichtfertige Kreditvergabe, um so die Wirtschaft anzukurbeln, gleicht dem Verhalten eines Handwerksbetriebes, der mangels Aufträgen nur mehr sein eigenes Haus renoviert (und sogar für die aufgewendeten Materialien Kredite aufnehmen muss) - und sich so für wirtschaftlich erfolgreich hält.

      So wurde die verhängnisvolle Mentalität geschaffen, dass sich jeder nach Möglichkeit als "Kleiner Mann" definiert, um dessen Wählerstimmen alle Parteien buhlen (die sich mit dem Geld ungefragter Dritter Stimmen kaufen), der "natürlich" keine Steuern zahlt, um Sozialtransfers zu kumulieren, die leistungsbereiten Zahlern vorenthalten werden, auf die sich zudem als "Besserverdiener" die Neidgenossenschaft gierig stürzt.

      Diese Geld-Her-Mentalität (@Unterberger) ohne Bedeckung durch Leistung beraubt den Staat längerfristig aller Konkurrenzfähigkeit, da sich Leistungsträger verabschieden bzw. ihre Potentiale nicht mehr aktivieren.

      So werden "Solidarität" und "soziale Gerechtigkeit" zu pervertiert angewendeten Begriffen, die als Immunisierungsstrategie für eine verderbliche Ideologie herhalten. Das Gemeinwesen droht auf diese Wiese bald nicht mehr die Ressourcen zu haben, Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, unter die Arme zu greifen, wie es tatsächlich seine Aufgabe ist.

      Vieles gilt weitgehend für die gesamte EU. Wenn durch Abwertung der Währung Export-"Erfolge erzielt werden, ist das nicht gerade ein gutes Zeichen ...

    • Celian
      02. August 2010 12:28

      Für Karl Rinnhofer:

      Bis auf den kleinen letzten Absatz kann ich auch Ihnen (und Herrn Maierhofer) nur zustimmen:

      Das Sinken des Euros war längst überfällig. Der Euro war stark überbewertet, er stand in keinem Zusammenhang mit der Realwirtschaft. Dass sogleich die Konjunktur in Deutschland ansprang, zeigt nur, wie sehr der starke Euro die Konjunktur gebremst hatte. China steigert seine Exporte durch einen künstlich niedrig gehaltenen Yuan, das ist tatsächlich zu kritisieren.

      Da Europa auf einen Sparkurs eingeschwenkt ist, steigt das Vertrauen in den Euro wieder und der Euro steigt wieder auf unrealistische Höhen – denn trotz Sparkurs ist Europa immer noch hoch verschuldet. Die Exporte werden also bald wieder einknicken. Das ist das Schlimmste, was uns passieren kann: hohe Schulden und eine überbewertete, harte Währung, die uns der Chance beraubt, die Schulden durch exportgetriebenes Wirtschaftswachstum zu begleichen.

    • Karl Rinnhofer
      02. August 2010 13:23

      @ Celian: Sie haben vollkommen recht, es tut mir leid, dass ich den letzten Absatz möglicherweise missverständlich formulierte: Ich meinte nur im Kontext des Österreich-Schweiz-Vergleichs GRUNDSÄTZLICH, es sei als gutes Zeichen für das Vertrauen in die Schweizer Realwirtschaft zu werten, wenn ider Franken dem Euro "davon lief", und dass ein Abwertungs-Wettlauf auf unfaire Weise Export-Konkurrenzfähigkeit vortäuschen könnte.

      Dass der Euroraum lange Zeit währungsmäßig unbestritten zu hoch bewertet war und unter Abwertungsdruck kommen mußte (ebenso wie in umgekehrter Richtung China), ist offensichtlich, allerdings kein wirklich gutes Symbol für die Einschätzung der Euoraum- Realwirtschaft, auch wenn sich das Vertrauen in diese offensichtlich wieder bessert.

      Für ein persönlich zu verantwortendes Mißgeschick muss ich mich entschuldigen: Durch eine Fehlbedienung am Computer (Anklicken der "r"-Taste rechts oben; ich hielt sie fälschlich für eine neutrale "Antwort-Taste")"meldete" ich der redaktionsinternen Belegung dieser Taste entsprechend unabsichtlich den Celian-Antwortartikel als "bedenklich". Dies entsprciht keineswegs meiner Absicht und ich ersuche die Redaktiion, dies zu korrigieren, zumal es sich um einen sehr sachlichen Artikel handelt.

    • Celian
      02. August 2010 16:02

      Für Karl Rinnhofer:

      Verstehe, dann kann ich Ihnen auch zum letzten Punkt ganz und gar beipflichten!

      Betreffend Ihres kleinen "Mißgeschicks": Ich sehe hier kein Mißgeschick Ihrerseits, für das Sie sich entschuldigen müßten. Sondern viel mehr eine Schwäche in der Programmierung dieser Site, wenn schon ein kleiner Tastendruck eine Bedenklich-Meldung auslöst. So schnell schießen die Preußen nun auch wieder nicht, da sollte schon ein Riegel davor sein, damit nicht gleich ein "Unglück" passiert.
      Betreffend Sachlichkeit kann ich Ihnen das Kompliment nur zurückgeben. Ich lese Ihre Beiträge gerne, denen ich kaum etwas hinzufügen kann. Wenns nicht grad wegen einem Mißverständnis ist.

    • Karl Rinnhofer
      02. August 2010 23:30

      @ Celian Aufrichtigen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Reaktion.

  24. brechstange
    02. August 2010 09:17

    Was dieser Journalist ist ja gewöhnlich morgen schon vergessen. Aber geht es vielleicht nicht doch um mehr. Der EU-Ratspräsident Rompuj setzt die Schweiz unter Druck ihre Gesetze automatisch an EU-Gesetze anpassen zu lassen, der EU beizutreten. Ein zweiter "Gaddhafi"?
    Wie weit muss die EU schon gesunken sein, nicht ein kleines Land in ihrer Mitte zu vertragen mit direkter Demokratie und eigenem Willen?
    Also ich denke, es steht sehr schlecht um diese EU, die nicht willens ist, zu verhindern, dass z.B. die Griechen ihr Geld ins Ausland schaffen und nebenbei mit unserem Steuergeld bzw. über Schulden finanziert, diesem Land unter die Arme greifen muss und auf der anderen Seite unabhängige Staaten zu rügen.
    Anstatt im eigenen anzufangen, sucht man "Feinde" außen, das ist für mich sehr sehr bedenklich.

  25. Celian
    02. August 2010 08:32

    Also wirklich, diese Sozialisten. Jetzt rühmen sie sogar schon die Kaufkraft. Ja wissen die denn nicht, dass die maßlose Konsumgesellschaft am Untergang der Menschheit schuld ist? Ist es immer noch nicht genug? Muss es immer noch mehr, mehr, mehr sein?

    Wie vorbildlich ist da dagegen die Schweiz. Sparsam, was heißt karg! fristet sie ihr Dasein. Es gibt doch auch noch andere Freuden, als den schnöden Mammon anzubeten. Haben uns das die Sozialisten nicht immer wieder eingebläut? Und nun sind selbst wir ins Hintertreffen geraten. Und das gegenüber der bösen Schweiz!

    • Josef Maierhofer
      02. August 2010 13:07

      Geld verdirbt die Welt, hat meine Mutter immer gesagt. Sie hatte keines und wir waren reich beschenkt von ihren Bemühungen um uns Kinder.

      Was hat die Politik den Familien geboten ? Geld statt gesetzlichen Schutz.

      Nun nehmen sie das wieder weg, teilweise zumindest. Es wird fehlen, hat man sich doch so an diese 'Segnungen' gewöhnt.

  26. Amtsbekannt
    02. August 2010 06:52

    wie wahr, wie wahr.
    das traurige daran ist aber, dass diese "journalisten" ihren eigenen schwachsinn wirklich glauben.
    partei-akademie, parteizeitung und dann durch polit. intervention auf einen platz gesetzt, wo sie glauben, es reicht ihren gelernten ideologischen mist zu schreiben.
    aber ist anderes zu erwarten?
    wenn schon der an der spitze stehende genosse nicht über den partei-teller sehen kann, wie soll dann das partei-gefolge es überhaupt bis zum teller-rand schaffen?





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