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Die Löhne als Krisentreiber: Angstsparen statt Konsum

Es ist eines der beliebtesten Argumente wider alle Appelle zum Maßhalten: Erhöht man die Löhne, dann wird mehr konsumiert. 

(Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“. Diesmal ist sie der These "Konjunkturankurbelung durch Konsum" gewidmet.)

Die These klingt durchaus logisch, nicht nur weil sie von so vielen Politikern ständig wiederholt wird. Wer wenig in der Kasse hat, gibt weniger aus. Und umgekehrt.

Steigender Inlandskonsum ist auch ein wichtiger Faktor der Konjunktur. Diese wird im Wesentlichen entweder von Staatsausgaben oder von Investitionen oder vom Export angetrieben. Oder eben vom Konsum. Daher hat der Finanzminister im krisengeschüttelten 2009 mehrfach an die Konsumenten den ungewöhnlichen Appell gerichtet, doch bitte, bitte mehr zu konsumieren.

Immerhin waren 2009 Löhne und Pensionen in Österreich so stark gestiegen wie in fast keinem anderen Land. Während anderswo die Krise Zurückhaltung auslöste, waren die österreichischen Gewerkschaften und Pensionistenverbände mit ihren Forderungen sehr erfolgreich. Standen ihnen doch bei den diversen Erhöhungsverhandlungen für das Jahr 2009 im Herbst 2008 eine eher schwache Wirtschaftsvertretung und eine auf Wahlen fixierte Regierung gegenüber.

Dennoch ist der Glaube an eine Konjunkturbelebung durch Konsum eine gefährliche Milchmädchenrechnung. Gerade in Österreich und gerade in Krisenzeiten. Das hat drei Gründe:

Erstens geht in Österreich jeder zusätzliche Konsum-Euro zu weit mehr als der Hälfte in importierte Produkte oder in Auslandsreisen. Daher kurbelt ein erhöhter Konsum nur mit einer sehr geringen Hebelwirkung die heimische Wirtschaft an, und mit einer viel größeren die in anderen Ländern.

Zweitens wirken sich die Erhöhungen von Pensionen und Beamtengehältern langfristig negativ auf Konjunktur und Arbeitsplätze aus, nämlich dann, wenn sie mit Schulden finanziert sind. Denn spätestens seit dem Fall Griechenland und den brutalen Sparmaßnahmen von Spanien, Irland oder Italien müssen auch die fanatischsten Keynesianer begreifen, dass Schulden eines Tages zurückzuzahlen sind. Und zwar meist zu besonders ungünstigen Zeitpunkten. Denn in Boomzeiten bekommen auch schlechte Schuldner weiterhin die Kredite nachgeworfen.

Und drittens zeigen immer mehr Studien, dass die Konsumausgaben der Menschen viel weniger von ihrem persönlichen Kassastand abhängig sind, als man gedacht hat. Viel wichtiger sind ihre Stimmungen und Erwartungen über die künftige Entwicklung. Und da zeigt sich, dass die Menschen ausgabenfreudiger werden, wenn sie sich sicher fühlen, wenn ihnen keine Steuererhöhungen drohen, wenn der Staat sparsam wirtschaftet.

Wenn die Menschen hingegen nicht an eine solche Zukunft glauben, dann tun sie allen Appellen eines Ministers zum Trotz mit allen Kräften vor allem eines: Sie sparen. Dieses Angstsparen findet in Zeiten zusätzlicher Inflationsängste weniger auf Sparbüchern als auf dem Gold-, dem Immobilien, dem Franken-Markt statt. Der Republik bleiben die Schulden für diese vermeintliche Konjunkturankurbelung. Und den Arbeitgebern Lohnkosten, die sie weiter Richtung Asien verjagen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKurt22
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2010 11:39

    Aber wie hören wir es schon wieder vom vorbestraften Charly und seinem schwarzen Pendant Khol: Wenn die Pensionisten statt 1,2 doch 1,5 % draufkriegten, dann wird´s dahingehen mit der Wirtschaft. Wenn also ein 1.000-Euro-Pensionist 15 statt 12 Euro draufbekommt, winkt uns die Turbo-Konjunktur, so einfach wäre das. (Wahrscheinlich bekommt grade einmal das Enkerl seinen nächsten i-Pod ein bisserl früher.)
    Mit diesem Argument sollte man doch vielleicht auch die Mindestsicherung zumindest verdoppeln, dann müßten wir Weltmeister beim Wachstum sein. Das Geld dafür kommt schon von irgendwo her!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2010 15:43

    Die Staatsschulden der Republik Österreich belaufen sich nach offiziellen Angaben derzeit auf ca. 189 Mrd. Euro.
    Die Spareinlagen der privaten Haushalte in Österreich belaufen sich nach Angaben der Oesterreichischen Nationalbank derzeit auf ca. 200 Mrd. Euro.
    Da läßt sich doch eine sehr einfache Rechnung aufstellen!
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt! (britischer Hosenbandorden)

  3. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2010 15:09

    Angst vor Entscheidungen regiert überall und deshalb beharren seit Jahrzehnten alle auf immer den selben (Nicht-)Lösungen und verteidigen diese zu verteidigten Pfründen ausgestalteten Politikbereiche und Themen.

    Es ist bis jetzt gut gegangen. Es wird (hoffentlich) auch weiter gut gehen. Wozu etwas ändern?

    "Politik ist die Kunst des Durchlavierens durch eine Legislaturperiode, um die ungelösten Probleme der nächsten Regierung zu übergeben." stand vor einigen Monaten mal ganz treffend in einem Leitartikel der F.A.Z.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2010 11:53

    Europa ist gerettet, die EU Beamten werden einen Kaufkraftboom auslösen.

    Die EU zeigt uns wie man es macht und geht mit "gutem" Beispiel voran, indem die Gehälter der EU Beamten erhöht werden.

    http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EF202A365126649C586B2D784FCC0C708~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Ich finde deren Gebaren wider der guten Sitten, angesichts der enormen Verschuldung aller europäischen Staaten. Aber meine Meinung und die v. Millionen Bürgern, wird die Eurokraten wohl kaum interessieren und davon abhalten.

    Der liebe Gott gibt´s den seinen im Schlaf. Womöglich ist auch Allah involviert.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2010 10:31

    Es ist ganz einfach: diejenigen, die Geld haben, sollten es auch ausgeben. Jemand der wenig Geld hat, sollte nicht mehr ausgeben als er hat.

    Komischerweise werden von den Linken aber Leute kritisiert, die viel Geld haben, und es auch freudig ausgeben. Das wird dann als "Verschwendung" gebrandmarkt. Das gute Essen, der große SUV, die teuren Reisen etc, das darf alles bei den Linken alles nicht sein. Aber gerade diese Konsumausgaben geben wiederum vielen Menschen Arbeit.

    Bei den Löhnen ist es ebenfalls sehr einfach: wer produktiv ist, sollte auch viel verdienen. Wer wenig produktiv ist, sollte weniger verdienen, weil sonst geht die Firma pleite.

    Wobei natürlich eine Form der Lohnerhöhung wäre, die Lohnnebenkosten zu senken.

    Man sehe sich zum Beispiel hier an, wieviel der Staat von der erwirtschafteten Leistung wegnimmt:
    http://www.causa.at/causa_dateien/lohntabellearbeiter.pdf

    Nettogehalt pro Monat: 1500.-
    Gesamtkosten pro Monat: 2.978,23

    Beim Durchschnittslohn nimmt der Staat also schon die Hälfte der erwirtschafteten Leistung weg (wer die Steuer- und Sozialabgaben abführt, ist egal). Vom restlichen Einkommen bedient sich der Staat dann weiter per Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer usw.

    Da appelliert jemand an ausgepresste Zitronen bitte mehr Saft zu geben.

    Noch kurz zum "Wirtschaftswunder", das unlängst ausgerufen wurde:

    http://derstandard.at/1280984628930/Konjunkturindex-Bank-Austria-sieht-Wirtschaft-schneller-wachsen
    Die Ökonomen der Bank Austria haben ihre Wachstumsprognose für die österreichische Volkswirtschaft für 2010 von 1,3 auf 1,6 Prozent erhöht. Die Erholung der heimischen Wirtschaft rund um die Jahresmitte sei kräftige ausgefallen als ursprünglich erwartet und halte zudem sogar etwas länger an, begründet Chefökonom Stefan Bruckbauer die Revision. Für 2011 bleibt der Ökonom aber weiterhin bei der moderaten Wachstumsprognose von 1,4 Prozent.

    Ein Blick auf die Statistik hilft weiter. Das reale Wirtschaftswachstum:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/volkswirtschaftliche_gesamtrechnungen/bruttoinlandsprodukt_und_hauptaggregate/jahresdaten/019721.html

    2008: +2.2%
    2009: -3.9%

    Haben die Ökonomen der Bank Austria Recht, dann erreichen wir nicht einmal 2011 das Niveau von 2008! Wobei die Staatsverschuldung 2009 um gute 10 Milliarden zugenommen hat, und 2010 und 2011 Etliches dazu kommen wird. Gespart wird ja nicht.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2010 12:57

    Ironie der Geschichte oder schon eher ein Treppenwitz ist es, dass genau der von A.U. richtigerweise propagierte Ansatz, international als "Austrian school of economics" bezeichnet wird. In Österreich hält sich das Gegenteil nur deshalb weil der Klassenkampf auf diese Weise von 1918 an durch die "grosse Koalition" von Sozialisten und Unternehmern sublimiert wurde, jedes Abweichen davon ging in Österreich gründlich in die Hosen. (Kronprinz Rudolf studierte das der unglaublichen Konjunktur 1875 - 1914 zugrundeliegende ökonomische System sogar in Privatvorlesungen von Carl Menger, sein Ende ist bekannt). Die Globalisierung ist nichts anderes (zumindest für die EU - Salonsozialisten) als angewandter Keynesianismus. Und der führt eben zu immer neuen Sub-prime Kreditblasen gerade weil sich die neureichen Salonsozialisten und Oligarchen die Taschen vollstopfen und bereichern wollen. Und dann muss man sich von so einem auch noch höhnisch eine "Verschweizerung" Österreichs anhören!

  7. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2010 08:18

    Der Prozentsatz jener Österreicher, die z.B. A.U.'s Kommentare lesen, ist mutmaßlich verschwindend gering. Parteisekretariate, die's nolens volens lesen werden müssen, werden dadurch höchstens zu Gegenaktionen herausgefordert.
    Ideologisch festgefahrene Menschen lassen sich eben durch nahezu keinerlei Argumente, und seien diese noch so offensichtlich und richtig, von ihren Denkmustern abbringen, nicht einmal um den Preis des eigenen Lebens (wie man seit einiger Zeit weiß).

    Richtig gefährlich wird es aber, wenn, wie (nicht nur) bei uns in Österreich, realitätsresistente Ideologie - Fans die nahezu totale Medienmacht ergattert haben.
    Sie könnten nämlich zum schlechten Ende im Stande sein, die Mehrheit der Harmlosen, Vertrauensseligen, und jener, denen die Beschäftigung mit politischen Thematiken - nicht unberechtigterweise - als ineffizient, unmoralisch, seelisch belastend und strapaziös, kurzum unerquicklich, erscheint, am Nasenring in den Abgrund führen (was sie, jedenfalls bei uns, mehrheitlich zweifellos weder selber wollen noch glauben, ganz im Gegenteil).

    Wie schon so oft hier dargelegt, sollte ein größerer Anteil der Bevölkerung, als in festgefahrenen Politzirkeln sitzen, die Chance bekommen, an der politischen Willensbildung mitzuwirken, insbesondere jederzeit, nicht nur zu den wenigen (- und noch weniger gewordenen! - siehe Nationalratswahlen -) Wahlterminen.

    Die einzige Möglichkeit, unseren wirtschaftlichen, kulturellen und menschlich - moralischen allgemeinen Abstieg, welcher sich schon seit längerer Zeit abzeichnet, noch aufzuhalten, besteht meinem Dafürhalten nach im Aufbau direktdemokratischer Strukturen.

    Gottseidank mehren sich die Anzeichen dafür, daß Andere genau so denken, und bereits aktiv werden.
    Hier nochmals mir bekannte Homepages: http://www.mehr-demokratie.at/ ;
    www.maennerpartei.at/

    sowie die Initiative:
    "San Francisco Declaration on Modern Direct Democracy" -
    Greetings from San Francisco and the 2010 Global Forum on Modern Direct Democracy:

    “We are from all corners of the world and from all walks of life.
    Among us are scholars, journalists, activists, petitioners, philanthropists, artists, elected officials, election administrators, non-profit managers, lawyers, businesspeople, and farmers.......... “ Bitte selber suchen und lesen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2010 10:05

    Unser „Wirtschaftwunder“ fußt seit Jahren auf dem Phänomen, dass viele 'mit Geld, das sie nicht haben, Dinge kaufen, die sie nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen'.
    Aus dieser Nummer kommt man gar nicht so ohne Weiteres wieder heraus.
    Wachstum deckt Fehler zu, außerdem ist (unter gewissen Präliminarien, sprich ‚vorgezogene Kaufkraft durch Kredite’) „Wachsen“ leichter, als eine zweckmäßige Redimensionierung, sprich „Gesundschrumpfungsprozess“, durchzusetzen.

    Dabei ist die Warnung, bzw. sind Lösungsansätze längst Bestandteil unserer Bühnenkultur (allerdings aus der Zeit, als das Theater noch als eine „moralische Anstalt“ verstanden wurde).

    Wie etwa aus vier „Götzzitaten“
    1. Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.
    2. Wir werden uns verteidigen, so gut wir können.
    3. Ich bin von jeher mit wenigem zufrieden gewesen.
    4. Ein Wolf ist einer ganzen Herde Schafe zu viel.
    fast zwangsläufig das Fünfte und wohl meistzitierte resultiert und damit das Übel (kollektive Demotivation) seinen Lauf lehmen lässt.

    Aber Goethe hat seinem Helden (ein 'Ritter mit der eisernen Hand' wäre manchmal ganz brauchbar) auch die Lösung in den Mund gelegt:

    „Götz: Es lebe die Freiheit!
    Und wenn die uns überlebt, können wir ruhig sterben. Denn wir sehen im Geist unsere Enkel glücklich und die Kaiser unsrer Enkel glücklich. Wenn die Diener der Fürsten so edel und frei dienen wie ihr mir, wenn die Fürsten dem Kaiser dienen, wie ich ihm dienen möchte.

    Georg: Da müßt's viel anders werden.

    Götz: So viel nicht, als es scheinen möchte. Hab ich nicht unter den Fürsten treffliche Menschen gekannt, und sollte das Geschlecht ausgestorben sein? Gute Menschen, die in sich und ihren Untertanen glücklich waren; die einen edeln freien Nachbar neben sich leiden konnten und ihn weder fürchteten noch beneideten; denen das Herz aufging, wenn sie viel ihresgleichen bei sich zu Tisch sahen und nicht erst die Ritter zu Hofschranzen umzuschaffen brauchten, um mit ihnen zu leben.“ (Zitat Ende)

    In Kombination mit Shakespeare (Polonius – Laertes) könnte man jetzt etliche Wirtschafts-Nobelpreisträger (dieser Preis wird allerdings nicht von der Dynamit-Nobel-Stiftung verliehen, sondern von der Schwedischen Reichsbank - !) ad absurdum führen:

    „Kein Borger sei und auch Verleiher nicht;
    sich und den Freund verliert das Darlehen oft,
    und Borgen stumpft dazu der Wirtschaft Spitze.“
    (Hamlet, Erster Aufzug, 3. Szene)

    Und zur philosophischen* Abrundung:

    „Geht mir ein wenig aus der Sonne.“
    Diogenes aus Sinope zu Alexander dem Großen, als dieser ihm einen Wunsch erfüllen wollte.
    Übrigens die eleganteste Form von Götzens Zitat Nr. 5 (siehe oben).

    Dann

    "Es genügt nicht, arm und unbegabt zu sein, wenn man dabei nicht glücklich ist."
    George Bernard Shaw

    sowie

    "Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?
    Die Wenigen, die was davon erkannt,
    Die töricht genug ihr volles Herz nicht wahrten,
    Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten,
    Hat man von je gekreuzigt und verbrannt."
    Johann Wolfgang von Goethe (Faust I, V. 589 ff)

    Oft steckt in einer Handvoll von Weisheiten mehr, als semesterlange Studien dem hoffnungsvollen Aspiranten auf Klugheit und Geld vermitteln können.

    Und zuletzt:

    „Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat wird.“
    (Erich Kästner)

    * „Philosophie“ bedeutet übrigens „die Liebe zur Weisheit“.
    ‚Etwas zu lieben’ heißt jedoch nicht, es auch zu besitzen, sondern ‚ständig danach zu streben’.
    Womit sich für viele Klugscheißer dieser meist selbst aufs Haupt gedrückte „Lorbeer“ erübrigt.


alle Kommentare

  1. Marlien (kein Partner)
    13. Februar 2015 00:35

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  2. Lun (kein Partner)
  3. Ersin (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:25

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  4. Ann (kein Partner)
    19. Januar 2015 23:46

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  5. Bankster (kein Partner)
    23. August 2010 07:37

    Viertens: Die Kültürbereicherer schicken die hier empfangenen Sozialleistungen und auch das Geld, das sie sich "auf anderen Wegen" holen, in ihre Heimatländer, wodurch das Geld unserem Wirtschaftskreislauf entzogen wird.

    In den Wiener Jugo- und Moslemghettos sind neben Callshops, 1-Euro-Shops und Spielhallen die Geldtransferunternehmen der große Renner.

  6. wahrnix
    20. August 2010 16:50

    Necas bei Merkl: die Benes-Dekrete bleiben. Da ist die P.C. wohl derselben Meinung. Ein Freund sagt mir immer: den Alliierten verdanke ich, daß ich weder im Faschismus noch im Kommunismus aufwachsen musste. Richtig.Meine Verrwandten aber kamen nicht soweit: sie wurden auf Grund der in London 1943 beschlossenen rassistischen Bernes-Dekrete ermordet. Bald darf darüber nicht mehr berichtet werden. Die Gefahr ohne Dichand und Kreisky ist ohnehin gering.

  7. cmh (kein Partner)
    20. August 2010 16:03

    Nach allgemeiner Ansicht kannte man in der Antike die Mikro- und makroökonomischen Zusammenhänge noch nicht.

    Trotzdem sei ein Ausspruch des alten Ekels Cato wiedergegeben, der meinte :

    Teuer kauft wer kauft weil etwas billig ist ohne dass er es benötigt.

    Wie ist das heute:

    Geiz ist geil, deswegen wird gekauft was das Zeug hält. Für diesen Schluss benötigt man schon ordentlich verquere Hirnwindungen, aber so ist die WErbung. Und wozu das alles gut ist und benötigt wird, für diese Fragen reicht die Hirnkapazität userer so aufgeklärten Bevölkerung nicht aus.

    Dazu wird die Produktion in Länder ausgelagert, die geringe Lohnkosten haben (das wird sich relativ unkompliziert einspielen) und die vor allem wie in guten alten Zeiten mit ihren Bodenschätzen umgehen. Die sind dann weg und verbraucht.

    Was wird morgen sein?

    Unsere Kinder werden uns noch verfluchen, weil sie das, was wir heute vergeuden ohne es wirklich zu brauchen teuerst kaufen müssen. Es ist altbekannt, dass mit Erdöl bessere Sahen machen kann, als es zu verbrennen. Das ist nur ein Beispiel.

    Dabei ist nicht einmal sicher, dass wir das angesammelte Wissen weitergeben können. Dass der Wohlstand nicht ewig währt hingegen ist sicher.

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 18:30

      Wenn wir nicht für ordentliche Schulbildung sorgen, trifft Ihre Befürvhtung voll zu.

    • Norbert Mühlhauser
      20. August 2010 23:34

      www.t-y-a.at

      Im 2. WK schaffte man es sogar, Automobile mit Kohlegas zu betreiben. (Möglich, dass es sich dabei um Patente handelt, die von den Alliierten konfisziert wurden. - Ein Recherchefall.)

      Aber jedenfalls experimentiert man jetzt schon mit Kunststoffersatz auf der Basis von Sägemehl oder dergleichen. Solange aber Erdöl noch auf hunderte Jahre vorrätig ist, macht es keinen ökonomischen Sinn, den Umstieg vorzuziehen, weil teurer und daher den Lebensstandard verringernd.

      Es sei denn, Nobelpreisträger Al Gore hat Recht ....

    • Norbert Mühlhauser
      20. August 2010 23:46

      Ergänzung:

      Gemeint war Holzkohlengas.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      21. August 2010 02:49

      @ Muehlhauser

      Al Gore??? Die einzige Wissenschaft, die dieser Depp je studiert hat, ist, dass nicht einmal die vollmundige Monica Lewinsky, haette sie die Moeglichkeit, ihren Kopf ueber die Schreibtischplatte des "Eierbueros" zu heben, das ganze CO2 wegsaugen koennte. Bei der umweltfreundlichen Metallverwertung wird er sich eventuell auskennen, da ihm sein Chef und Busenfreund, der Bill, natuerlich auch in diesem Fall die Monica empfohlen hat: "That chick can suck the chrome of a trailer hitch!"

  8. gms (kein Partner)
    20. August 2010 12:24

    Eigenartigerweise bringt Unterberger eines der grundlegendsten und auch einsichtigsten Argumente nicht:

    Was direkt in den Konsum fließt, fehlt zu diesem Zeitpunkt in jenen dem Konsum vorgelagerten Bereichen. Weniger kryptisch: Äpfel lassen sich aufessen (=konsumieren), oder sie lassen sich aufheben für jene Zeiten, in denen man keine Äpfel pflücken kann, weil man sich Zeit nimmt, um bessere Leitern für die Ernte zu basteln.

    Starker Konsum führt idR nur zur Auslastung bestehender Anlagen bzw. zur Vervielfältigung bestehender. Innovationen als die wahren Motoren des Wohlstandes resultieren jedoch zumeist daraus, dass (a) weniger Geld in die Konsumgüterproduktion fließt und damit für Innovationen verfügbar ist und (b) ein guter Grund existiert, bessere und billigere Produkte herzustellen. Dieser Grund ist zumeist dann vorhanden, wenn der Absatz bestehender Produkte stagniert oder gar sinkt.

    • gms (kein Partner)
      20. August 2010 15:46

      Ergänzend zum Thema "Angstsparen": Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass jenes Geld, das ein Kunde zur Bank bringt, im Tresor landet. Abseits der Matratze ist Geld daher nahezu zwangsweise zum Arbeiten verurteilt - d.h. es landet entweder erst recht in einem Konsumkredit - oder - was Faymann und Gott verhindern mögen - in den Klauen eines Menschen, der in eine Geschäftsidee investiert (aka Realwirtschaft).
      Es sind also im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Konsumenten, die Geld ausgeben, wenn sie dazu die Gelegenheit bekommen. Klingt komisch, ist aber so.

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 18:38

      Konsum ist konjunkturabhängig zum einen, wenn es sich um die Grundbedürfnisse handelt aber immer gleichbleibend oder nur leicht schwankend.

      Innovationen werden stets dort getroffen, wo die verkauften Produkte herkommen. Innoation ist Investition und daher zu fördern, wenn der Masterplan dazu das rechtfertigt.

      Ich finde es jedenfalls erschütternd, wenn Menschen ihre Grundbedürfnisse vernachlässigen zugunsten von Konsum (Werbung) und sich das vierte Handy auch noch aufschwatzen lassen.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. August 2010 08:40

      Innovation ist schon immer die Antwort auf Unzufriedenheit und Mangel gewesen.

      Entwicklungsgeschichtlich betrachtet fand der Aufbau von Siedlungen, Handwerksbetrieben bis hin zur heutigen Industrie immer in "gemäßigten Breiten" statt - wo extreme Not herrscht, wird um das tägliche Leben gekämpft und bleibt keine Zeit für Innovation, wo paradiesische Zustände herrschen ist keine Motivation zur Veränderung vorhanden. Dort, wo das harte Leben gerade genug Zeit lässt, um darüber nachzudenken, wie man es verbessern könnte, wurden diese Verbesserungen erdacht.

      Weltpolitisch gesehen läuft es ebenso.
      In den ärmsten Staaten mit extremer Not (und damit meine ich nicht die Armut, die Politiker aus den Sparguthaben errechnen, sondern Hungersnöte in von erpresserischen Diktatoren in Geiselhaft genommenen Völkern, Kriegsnöte vertriebener und geknechteter Völker etc.) wird ums tägliche Überleben gekämpft, da erfindet keiner die Pumpe, schon weil Kinder in Flüchtlingslagern oder beim zweistündigen täglichen Marsch zum Wassertümpel zu wenig Physik lernen, um ihr Wissen einst in Innovationen zu stecken.
      In den reichen und wohlhabenden Staaten, deren Politiker es sich zum Ziel gesetzt haben, als Erschaffer des Neuen Paradieses gefeiert zu werden, ebenso in den Staaten, wo den Menschen hart gesagt das Futter in den Mund wächst, lernen die Kinder auch keine Physik mehr. Nicht, weil sie keine Zeit haben, sondern schlicht, weil "kein Bock", denn auch (bzw immer mehr: besonders) als strohdummer Vollkoffer lässt es sich am bequemsten leben. Erst wird man von den Alten versorgt, die zu blöd sind um zu erkennen dass sie mit Verwöhnung nur lebensunfähige Schmarotzer heranzüchten, und dann vom "Staat", diesem schwammigen und unbegriffenen Verein da irgendwo draußen in der Realwelt, der schon irgendwie das Geld für mich beschaffen wird - woher ist ein klassisches PAL, also Problem Anderer Leute. Warum wohl jammert die Wirtschaft nach qualifizierten Fachleuten und findet immer weniger?

      Diese Krise hätte das Zeug dazu gehabt, die Leute wachzurütteln, ihnen klarzumachen, dass es kein immerwährendes Wohlstandswachstum gibt, egal was unsere regierigen Pyramidenspieler auch vorgaukeln; dass die "fetten Jahre", deren Verlust uns bejammert wurde, ohne dass wir je mitbekommen hätten dass es welche vor der Krise gab, kein Segen für den Wohlfahrtsstaat sondern der erste Spatenstich für sein Grab waren.
      Es werden weitere, härtere Krisen folgen, denn die Wirtschaft, die Banker, die Politiker und auch die "Kleinen Leute" haben nichts gelernt. Ganz im Gegenteil, jetzt geben sie Vollgas. Neue Rekorde beim Hauskauf auf Kredit werden gefeiert. Schnell nochmal verschulden, wer weiß wie lange es noch geht. Schnell noch misswirtschaften, schnell noch Gas geben bei der Schussfahrt in den Abgrund. Schnell noch fordern: höhere Pensionen, höhere Beamtenbezüge, Steuergeschenke an jede beliebige Klientel - schnell noch zugreifen, sich gierig den Hals vollstopfen und dann krakeelen "Wir zahlen eure Krise nicht!"
      Doch, zahlt Ihr. Zahlen wir alle. Denn es ist eben nicht "Eure" oder "Deren" Krise, sondern unsere.

      Und sie war noch viel zu schwach, denn sie hat nicht am Wohlstand gerüttelt, es geht den Leuten noch immer glänzend, sie fahren noch immer zum Zeitungsstand im Audi und schmeißen noch immer ein Drittel der Lebensmittel weg. Und die Politik labert etwas von "Rente mit 70", damit erstens das Problem auf eine Zeit weit nach ihrer Legislaturperiode verschoben wird und zweitens noch mehr Junge den Vorteil des Nichtlernens und Nichtstuns erkennen, denn wer einmal in diesem System die Schaufel in die Hand genommen hat, ist auf der Verliererseite und kann sie in der Hand behalten, bis er sein eigenes Loch buddelt.
      Wäre die Politik ehrlich, würde sie zugeben, dass die dicken Bonzen und Manager, die sich mit dem Risiko anderer die Taschen vollstopfen keine bösen Unternehmer und Kapitalisten sind, sondern allesamt überbezahlte Angestellte von LANDESbanken und STAATSbetrieben. Meist ehemalige Politiker oder deren Bürochefs oder Verwandte oder Freunde... früher nannte man so etwas Vetternwirtschaft, heute heißt es Networking. Und die Verträge, die diesen Leuten das Recht geben, sich die Taschen vollzustopfen und nach dem Herunterwirtschaften des Betriebes noch die Abfindung einzuklagen, haben LANDES- und STAATS-Vertreter unterzeichnet, im Auftrag ihrer politischen Führung.
      Wäre die Politik ehrlich, müsste sie zugeben, dass die heutige Steuerlast ein Vielfaches dessen beträgt, was die angheblich so brutalen und ausbeuterischen Feudalhäuser einst ihren Untertanen abgepresst haben. Sie müsste zugeben, dass der populistische Ruf nach mehr Geld, das die Unternehmer gefälligst ihren Arbeitern zahlen sollen, ausgerechnet von jenen kommt, die dafür gesorgt haben, dass 60% dessen, was die Firma zahlt, niemals beim Arbeiter ankommt. Oh, rosige Zeiten des Zehnten Teils...
      Wäre die Politik ehrlich, würde sie zugeben, dass ständiges Herschenken von Geld, egal ob Bankenhilfe oder Freier Studienzugang, Konjunkturpaket oder Griechenlandhilfe, kostenfreie Metadonprogramme oder Vier-Sterne-Gefängnisse wie die bei Spitzbuben außerordentlich beliebte JVA Leoben, leistungsfreie Einkommen und überbezahlte Spaziergänger aus STAATSbetrieben und LANDESverwaltungen die Kassen entleert haben. Und natürlich das Spekulieren mit Geldern, die zusätzlich zu diesem ganzen unbezahlbaren Paradies aufgenommen wurden. STAAT, LAND und GEMEINDEN haben mit Geldern spekuliert, die sie selbst als Kredit aufgenommen hatten - die Krise wurde durch Politiker aller Ebenen mit herbeigeführt und die Folgen für das einfache Volk verschlimmert.
      Wäre die Politik ehrlich, müsste sie zugeben, dass nicht das Antrittslater für die Alterspension das Problem ist, sondern die Pensionierung mit 50 aus den STAATSbetrieben und das Fehlen von Arbeitsplätzen für Über-60-jährige. Ein Anheben der Altersgrenze ändert nichts an diesen Dingen - eine Verwaltungsreform würde viel mehr erreichen und eine Obergrenze der Pension für ALLE, egal was sie in das System eingezahlt haben, ähnlich dem Schweizer Modell.
      Aber da seien Khol und Blecha vor! Und Rudas vor Studiengebühren und Kürzungen bei den Schmarotzern! Nur heute nichts ändern, nur nix tun was der Quote schadet, lieber Regieren wie mitten im Achten als den Zuschauern vor den Qualitätsmedien die Wahrheit ins Gesicht zu sagen: Jeder, der nur einen Tag blau macht; jeder, der irgendeine staatliche Zuwendung kassiert; jeder, der ohne Gedanken an Rückzahlung Schulden aufhäuft; jeder, der seine Stimme durch Gratisleistungen und Wahlzuckerl erkaufen lässt ist MITSCHULD AN DIESEM SYSTEM!

      So, das war vielleicht in bisschen lang, musste aber mal wieder raus...

    • Neppomuck (kein Partner)
      21. August 2010 10:25

      Wäre "die Politik ehrlich", dann wäre es keine Politik, wären "die Politiker ehrlich", dann wären sie keine Politiker.
      "Politik ist die Kunst des Möglichen", laut Bismarck, der nun gewiss kein eitler Dummkopf gewesen ist.

      Was "möglich" ist, erweist sich leider erst im Nachhinein. Also sollte eine einigermaßen "ehrliche Politik" Können und (!) Wollen vereinbaren.
      Da die Hürden, die durch die Gegnerschaft (des jeweiligen Politikers, bzw. seiner Partei) aufgebaut werden, nur bedingt vorhersehbar sind (ehrliche Politiker sind hüben wie drüben eine "contradictio in objecto"), bräuchte es viel Erfahrung/Wissen/Bildung und dazu hohe Intelligenz, diese (möglichen) Hürden in seine Überlegungen mit einzubeziehen.

      Ein Postulat, das angesichts der derzeitigen Beschaffenheit der Struktur und vor allem des Verantwortungsbewusstseins unserer "herrschenden Klasse" utopisch ist.

      Als auf Sicht wirksame Maßnahme dagegen kann ich mir nur eine gesunde Skepsis des Bürgers seinen Obertanen gegenüber vorstellen, die jede dogmatische Denkweise abstraft, bzw. begleitende Prüfprozesse seitens der wahren "Verantwortungsträger" (= Steuerzahler), die 'ihre Rechte, aber auch ihre Pflichten' (sprich: Wahlen und Kontrolle) mit der gebotenen Umsicht wahrnehmen und in ihre Wahlentscheidung einfließen lassen.

      Denn"nicht gesetzte Handlungen lösen einen oft schmerzlichen Mangel an Folgen aus". "Schmerzhafte Handlungen" den Parteien gegenüber können nur durch Mittelentzug gesetzt werden, das geschieht aber nicht durch demokratisches Desinteresse (nicht oder ungültig wählen), sondern, und sei es nur vorerst, den anderen politischen Kräften seine Stimme zu geben.
      Liebesentzug mag zwar etwas weh tun, aber erst der Entzug von Geldmitteln brennt wie die Hölle.

    • Josef Maierhofer
      21. August 2010 16:53

      @ ehrliche Politik

      Ein ehrlicher Politiker wird nicht gewählt, er bringt nichts.

      Ein ehrlicher Wähler findet keinen wählbaren Politiker.

      Wir tun es alle trotzdem, die Wähler und die Politiker - und so schauen wir auch aus.

    • gms (kein Partner)
      22. August 2010 01:45

      Wie Häupl seine Pappenheimer einschätzt, demonstriert er eindrucksvoll im gestrigen Kurier [1]. Die Verrottetheit des Systems lässt sich kaum besser darstellen als mit Folgendem:

      --------------
      Interviewer: Ihre Salzburger Landeshauptmann-Kollegin Burgstaller hat eine fristgerechte Budget-Vorlage trotz Wahlkampf verlangt. Sie sagt: "Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar." Zu Recht?

      Häupl: Ich kenne viele, die diesen Satz stolz gesagt haben, und dann wurden sie abgewählt. Selbst ein ganz ganz Großer wie Bruno Kreisky hat, als er 1983 mit dem "Mallorca-Paket" (Einführung der Besteuerung von Sparzinsen) vor der Wahl den Menschen die Wahrheit zumuten wollte, die absolute Mehrheit verloren.
      ---------------

      Weniger kryptisch: "Ich bin ein Arschloch und ihr seid ein Arschloch und ihr wisst dass ich es weiss und ich weiss dass ihr es wisst!"

      [1] http://kurier.at/nachrichten/wien/2025323.php

  9. wahrnix
    20. August 2010 11:29

    Wie ich in F, einem Land mit 8,66€ Mindeststundenlohn, die Diskussion in den Umerziehungsmedien über ebendieses Thema in Ö/D verfolgte, kam ich mir vor wie bei einer Diskussion über die Scheibenwelt (als Physiker).
    Das Problem ist , wie schon gesagt , nicht gerade neu: 600 vor Chr begann Solon in Athen in die Politik einzusteigen. Er sprach von "dysnomia", Missordnung.
    Solon war der Ansicht, die Störungen innerhalb des Zusammenlebens der Menschen müssten nur beseitigt werden, um zur “Rechten Ordnung” zurückzufinden.
    Als erstes erließ Solon für die Bauern einen Schuldenerlass. Die Gläubiger verloren dadurch viel Geld, aber Athen ermöglichte es dadurch vielen Bauern als Hoplit zu dienen, da sie dafür jetzt das nötige Einkommen erwirtschaften konnten. Andere Schuldner kamen in den Genuss einer Amnestie und konnten aus der Fremde nach Athen zurückkehren, in der sie vor den Gläubigern geflohen waren. Die Athener, die in die Schuldsklaverei verkauft worden waren, wurden wieder freigelassen (meinebibliothek.de).
    Nachmachen!

    • Martin Bauer
      20. August 2010 11:32

      Und Solon verliess Athen, um w/Änderungen nicht gefragt werden zu können. Er packte seine Koffer.
      Wie schreibt Fernau so treffend in Richtung Politiker:

      Heute gibt es zwar keinen Solon, aber Koffer!

    • Neppomuck (kein Partner)
      20. August 2010 12:18

      Sogar "Vollkoffer", Herr Bauer.
      Und die nicht zu knapp.

      Ganz "gerecht" (was man auch darunter verstehen möge) wird es bei der Einkommensverteilung nie zugehen können, aber wer arbeitet, soll davon auch leben können.
      Nicht einzusehen sind Einkommensunterschiede in der Größenordnung von 1 : 300, die durch nichts zu vertreten sind.
      Wer da "Sozialismus" wittern wollte, ist auf der falschen Spur.

      Manche Einkommen in der "upper class" sind längst kein "Tausch von Nutzerwartung", wie 'Kauf an sich' zu verstehen wäre, sondern entsteht meistenteils (Spitzensportler und andere "Massenmagneten" sind da ausgenommen, hier liegt das Problem etwas anders) durch die Außerkraftsetzung der Regeln des Arbeitsmarktes in diesem Bereich.
      Da sind Nepotismus, Seilschaften etc. der "spiritus rector".
      Ausschalten kann man derartige Egoismen nie, aber ein anderer Verlauf der Lohnsteuerkurve könnte schon einiges an Abhilfe schaffen.

      Natürlich Europaweit. Und fällt somit in den Bereich "frommer Wunsch", übergetitelt mit "Schmecks".
      Geschieht nichts in der Angelegenheit, dann sind Verteilungskämpfe in Form von bürgerkriegsähnlichen Unruhen nicht mehr weit.
      Von dem Geldbedarf, um nicht "Geldgier" zu sagen, des Staates und der "Mächtigen" in die Zange genommen, wird der Preis der Arbeitskraft in den niederen Chargen zum Bettel.

      Das gibt Spannungen.
      Und wo (zu große) Spannungen, da folgen Entladungen.

      Am Ende wird es wieder keiner gewesen sein.
      Verantwortung ist eben ein charakterbildendes Element, wie diese "Verantwortung" in Wirtschaft und Politik aussieht, kann man jeden Tag neu erkennen.

    • Martin Bauer
      20. August 2010 12:39

      Neppomuck

      Ich bin so wie so schon lange für ein eigenes (Lohn)Steuergesetz für die in der Politik Tätigen, sodass ein Ausschnapsen der "passenden" Bruttogehälter nicht mehr möglich ist.
      (Verbot von Mehrfachbezügen, Zulagen ohne Ende etc.)

    • Neppomuck (kein Partner)
      20. August 2010 12:52

      Die Politik ist über das "Lobbyisten(un)wesen" zu stark verbunden, als dass man hier differenzieren könnte.
      Abgesehen von den unzähligen "weichen Fallnetzen", die unsere abgehalfterten Politruks so dienstfertig auffangen.

    • Norbert Mühlhauser
      20. August 2010 23:24

      www.t-y-a.at

      Anders als im klassischen Griechenland werden wir Europäer, samt den Amis, sich unserer Gläubigerer nicht per Dekret entledigen können.

      Erst wenn es nämlich unerträglich geworden ist, werden wir erkennen müssen, dass die Gläubiger im autarken, wohlgerüsteten (VR) China sitzen, mit Ölscheichs und Russen im Schlepptau.

      Da hilft dann kein "Befreiungsschlag" gegen Vermögende im 'good old Europe'.

    • gms (kein Partner)
      22. August 2010 02:14

      Neppomuck,

      Sie führen u.a. aus: "Manche Einkommen in der "upper class" sind längst kein "Tausch von Nutzerwartung", wie 'Kauf an sich' zu verstehen wäre, sondern entsteht meistenteils (Spitzensportler und andere "Massenmagneten" sind da ausgenommen, hier liegt das Problem etwas anders) durch die Außerkraftsetzung der Regeln des Arbeitsmarktes in diesem Bereich."

      Sie verkennen, dass es sich bei den sog. Fat Cats nicht minder um Massenmagnete handelt - jene für Aktionäre. Ich wage zu behaupten (ohne es nachgerechnet zu haben), dass die Bezieher der dicken Bezüge abseits staatsnaher Firmen weit mehr Aktionäre im Rücken haben, als Musiker mit vergleichbaren Einkünften Kunden haben. Ob jemand Star in der Kunst, im Sport oder Wirtschaft ist, ist Jacke wie Hose.

      Es ist schlichtweg die unsägliche rote Propaganda des letzten Jahrhunderts, die so unsinnige Unterscheidungen in den Hirnen der Leute verankerte, jenes extrem hohe Einkommen wäre ok, wärend ident hohes Einkommen auf nicht minder freiwilliger Basis nicht ok wäre. Der nebulose Jolly Joker "Marktversagen in bestimmten Bereichen" ist so abgelutscht wie falsch.

      Hoppla - wollte abschließend nicht noch jemand einwerfen, Sportler und Künstler können ja gar keine Bösen sein, würden sie doch sowieso ausreichend oft ihre Liebe zu den Sozialisten aller Parteien bekunden? Nein, niemand?

  10. Segestes (kein Partner)
    20. August 2010 10:54

    OT: Pakistan
    Dummy-Katastrophenlage für die internationale Presse und keine Hilfsgüter für Minderheiten - Moslems haben Vorrang.

    http://news.rediff.com/report/2010/aug/18/dummy-relief-camps-erected-for-gilanis-visit.htm

    http://www.hindustantimes.com/Minorities-denied-flood-relief-in-Pakistan/Article1-588673.aspx

    Fazit: Zurecht kommt hier, trotz heftigen Beweinens des ORF, keine Spendierfreude auf.

    • Segestes (kein Partner)
      20. August 2010 10:56

      Ich kaufe noch ein "r".

    • donnerlütchen
      20. August 2010 11:17

      Die Unsympatler vom ÖRF sollen von ihren Gewaltsbezügen als erster spenden

    • inside
      20. August 2010 11:18

      Der Obama bin Laden baut nur Schrott.
      Wird der eigentlich von der internationalen Muslimenhorde gesponsert?

  11. M.U. Shrooms (kein Partner)
    20. August 2010 10:26

    Angstsparen ist fast so ein lustiger Ausdruck wie Kaputtsparen. Zu übertreffen nur noch durch den Begriff Umwegrentabilität.

  12. Neppomuck (kein Partner)
    20. August 2010 10:05

    Unser „Wirtschaftwunder“ fußt seit Jahren auf dem Phänomen, dass viele 'mit Geld, das sie nicht haben, Dinge kaufen, die sie nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen'.
    Aus dieser Nummer kommt man gar nicht so ohne Weiteres wieder heraus.
    Wachstum deckt Fehler zu, außerdem ist (unter gewissen Präliminarien, sprich ‚vorgezogene Kaufkraft durch Kredite’) „Wachsen“ leichter, als eine zweckmäßige Redimensionierung, sprich „Gesundschrumpfungsprozess“, durchzusetzen.

    Dabei ist die Warnung, bzw. sind Lösungsansätze längst Bestandteil unserer Bühnenkultur (allerdings aus der Zeit, als das Theater noch als eine „moralische Anstalt“ verstanden wurde).

    Wie etwa aus vier „Götzzitaten“
    1. Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.
    2. Wir werden uns verteidigen, so gut wir können.
    3. Ich bin von jeher mit wenigem zufrieden gewesen.
    4. Ein Wolf ist einer ganzen Herde Schafe zu viel.
    fast zwangsläufig das Fünfte und wohl meistzitierte resultiert und damit das Übel (kollektive Demotivation) seinen Lauf lehmen lässt.

    Aber Goethe hat seinem Helden (ein 'Ritter mit der eisernen Hand' wäre manchmal ganz brauchbar) auch die Lösung in den Mund gelegt:

    „Götz: Es lebe die Freiheit!
    Und wenn die uns überlebt, können wir ruhig sterben. Denn wir sehen im Geist unsere Enkel glücklich und die Kaiser unsrer Enkel glücklich. Wenn die Diener der Fürsten so edel und frei dienen wie ihr mir, wenn die Fürsten dem Kaiser dienen, wie ich ihm dienen möchte.

    Georg: Da müßt's viel anders werden.

    Götz: So viel nicht, als es scheinen möchte. Hab ich nicht unter den Fürsten treffliche Menschen gekannt, und sollte das Geschlecht ausgestorben sein? Gute Menschen, die in sich und ihren Untertanen glücklich waren; die einen edeln freien Nachbar neben sich leiden konnten und ihn weder fürchteten noch beneideten; denen das Herz aufging, wenn sie viel ihresgleichen bei sich zu Tisch sahen und nicht erst die Ritter zu Hofschranzen umzuschaffen brauchten, um mit ihnen zu leben.“ (Zitat Ende)

    In Kombination mit Shakespeare (Polonius – Laertes) könnte man jetzt etliche Wirtschafts-Nobelpreisträger (dieser Preis wird allerdings nicht von der Dynamit-Nobel-Stiftung verliehen, sondern von der Schwedischen Reichsbank - !) ad absurdum führen:

    „Kein Borger sei und auch Verleiher nicht;
    sich und den Freund verliert das Darlehen oft,
    und Borgen stumpft dazu der Wirtschaft Spitze.“
    (Hamlet, Erster Aufzug, 3. Szene)

    Und zur philosophischen* Abrundung:

    „Geht mir ein wenig aus der Sonne.“
    Diogenes aus Sinope zu Alexander dem Großen, als dieser ihm einen Wunsch erfüllen wollte.
    Übrigens die eleganteste Form von Götzens Zitat Nr. 5 (siehe oben).

    Dann

    "Es genügt nicht, arm und unbegabt zu sein, wenn man dabei nicht glücklich ist."
    George Bernard Shaw

    sowie

    "Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?
    Die Wenigen, die was davon erkannt,
    Die töricht genug ihr volles Herz nicht wahrten,
    Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten,
    Hat man von je gekreuzigt und verbrannt."
    Johann Wolfgang von Goethe (Faust I, V. 589 ff)

    Oft steckt in einer Handvoll von Weisheiten mehr, als semesterlange Studien dem hoffnungsvollen Aspiranten auf Klugheit und Geld vermitteln können.

    Und zuletzt:

    „Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat wird.“
    (Erich Kästner)

    * „Philosophie“ bedeutet übrigens „die Liebe zur Weisheit“.
    ‚Etwas zu lieben’ heißt jedoch nicht, es auch zu besitzen, sondern ‚ständig danach zu streben’.
    Womit sich für viele Klugscheißer dieser meist selbst aufs Haupt gedrückte „Lorbeer“ erübrigt.

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 10:16

      Danke für Ihren Beitrag !

      Der selbst aufs Haupt gedrückte Lorbeer ist eines der Probleme, die wir haben.

    • SOKs (kein Partner)
      20. August 2010 10:46

      den sinnvollsten Satz sagt der Götz aber auch: sagt ihm, er soll maAl.

    • Neppomuck (kein Partner)
      20. August 2010 11:12

      Das war mit "Nr. 5" gemeint, SOKs.

      Hier im Original:
      "Mich ergeben! Auf Gnad und Ungnad! Mit wem redet Ihr! Bin ich ein Räuber! Sag deinem Hauptmann: Vor Ihro Kaiserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber, sag's ihm, er kann mich - - - (Schmeißt das Fenster zu)"

      Ob es jetzt "am" oder "im" heißt, darüber streiten sich die Geister.
      Ich tendiere zu der zweiten Variante.
      Unmissverständlich (nicht jeder ist ein Kyniker wie Diogenes, also ein "wie ein Hund Lebender" und Schöngeist dazu) ist es allemal.

    • cmh (kein Partner)
      20. August 2010 16:17

      Schön das ist eines dieser literarischen Rätsel die ich so liebe weil sie so in der Wurzel unlösbar sind.

      Ein anderes ist : Welches Bein fehlt Kapitän Ahab im Roman, nicht im Film? (c: Umberto Eco)

      Noch eines: Wieviele Sirenen gibt es und wie heißen sie? Mir gefällt die Lösung zwei Sirenen namens Parthenope und Ligeia am besten, die Namen in anderen Lösungen sind so schwer zu merken.

      Es wird daraus deutlich, dass es schwer zu ertragen ist, wenn es keine Lösung eines Problemes gibt.

      Die napoleonische Republik Neapel wurde auch Parthenopäische Republik genannt. Ob es sich hier um einen Treppenwitz handelt kann ich nicht ersehen. Aber eine Republik nach einer männermordenden Sirene zu nennen hat schon einen gewissen Reitz.

    • cmh (kein Partner)
      20. August 2010 16:41

      Was ist der Unterschied zwischen der Wirtschaft (vor allem der auf Defficitspending seztenden) und einem Pyramidenspiel?

      Bis zum Nachweis des Gegenteiles behaupte ich: Keiner.

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 18:43

      @ cmh

      Das Gegenteil wird nicht bewiesen werden.

      Das Pyramidenspiel läuft voll. Was dem Bürger verboten ist, ist der Politik erlaubt, mit dem Bürger zu tun.

  13. senner (kein Partner)
    20. August 2010 10:03

    Das ist halt das Ergebnis wenn Vollheinis ihre Schlächter wählen.

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 10:17

      Nur wer von den 'gesetzlich' auf der Bühne stehenden ist kein Schlächter und wählbar ?

      Es gibt keine Auswahl.

  14. Gerhardus (kein Partner)
    20. August 2010 09:41

    Lieber Herr Unterberger!

    Haben Sie das noch nicht entdeckt?

    http://de.news.yahoo.com/2/20100820/tbs-wirtschaftsverband-fordert-zwei-woch-f41e315.html

    Das muß doch ganz nach Ihrem Geschmack sein und Sie verschlafen es!

  15. GOP
    20. August 2010 07:25

    Es gibt tatsächlich (aber nur einige!) positive Erfahrungen, wo "verschenktes" Geld den Wirtschaftskreislauf ankurbelte. Ich erinnere mich an deutsche Entwicklungshilfe in Form von DM-Krediten) Richtung Afrika, wo man damit neue deutsche Exporte von Waren - z.B. Produktionsmittel - lukrierte, die wiederum Exporte NACH Deutschland ermöglichten. So kann man tatsächlich einen Wirtschaftkreislaiuf in Gang setzen.
    In der heutigen USA kann damit die US-Regierung auch den Inlandskonsum fördern, da der Export- und Importanteil relativ klein ist. Will man also wirklich den Wirtschaftsmotor ankurbeln, dann sind Vorkehrungen zu treffen, dass dieses Geld bzw. die Kredite nicht zum abdecken der alten Schulden bzw. zum sparen verwendet wird.
    Trotzdem bin ich der Meinung, dass Geld verschenken das Dümmste ist. Alle Massnahmen sollten nur in Verbindung mit Arbeit verbunden sein, denn mit Nichtstun kann man keinen Lebensstandard erreichen bzw. erhalten.

  16. Norbert Mühlhauser
    19. August 2010 21:30

    www.t-y-a.at

    Zustimmung!

    Nicht erwirtschaftetes Wirtschaftswachstum, also Wirtschaftswachstum auf Pump, ist kein reales Wirtschaftswachstum und fließt in die Taschen der Geldgeber. Sinn machen nur Schulden, die die eigene Produktivität steigern.

    Die Bezeichnung "reales Wirtschaftswachstum" (reales BIP), die nur die Inflation durch Abzug berücksichtigt, ist daher irreführend.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. August 2010 08:11

      Sinn machen nur Schulden, die die eigene Produktivität steigern.


      Da sind Sie einer der wenigen, die das kapiert haben. Sonst höre ich hier immer die offenbar prinzipkonservative Binsenweisheit "man kann nicht mehr ausgeben als man einnimmt".

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 10:24

      @ Schnabeltierfresser

      Ja, das hören Sie von mir auch.

      In der Realität wird das von uns aufgenommene Schuldengeld nicht zur Produktionssteigerung verwendet, sonder zum 'Löcher' stopfen. Dafür reicht das, was man hat, mehr ist schädlich.

      Der 'normale Betrieb' muß mit dem Steueraufkommen auskommen.

      Die Produktionssteigerung, die Investition, die macht ja der Private auch, legt einen Rückzahlungsplan vor und zahlt das zurück vom erreichten Mehrwert.

    • SOKs (kein Partner)
      20. August 2010 10:58

      Der Zusammenhang zwischen Explosion der Staatsschulden und der vermehrten Anwendung von Computern ist offensichtlich. Ebenso die Inflation von Volkswirtschaftlern. Die auch z.B. mangels Ethik die Zusammenhänge nicht mehr klar erkennen können. Der wesentliche Schaden entsteht durch die Inflation; der Anzahl der "Volkswirtschafts-Absolventen"; und der Berater der ministeriellen Entscheidungsträger.

  17. Brigitte Imb
    19. August 2010 20:44

    OT - Wissen Sie was eine „Zeitverwendungsstudie“ ist?

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/588761/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    Interessant wäre zu erfahren wieviel Geld dafür an wen geflossen ist.
    Es wird wirklich schon bis ins Schlafzimmer hinein regiert!

    • Reinhard (kein Partner)
      20. August 2010 07:35

      Ich bin am Boden zerschmettert, das ist ja wirklich schlimm was die Presse da wieder aufdeckt! Da muss die Frau während der babykarenz, also ganztägig daheim, auch unbequeme Hausarbeiten erledigen, während der Göttergatte in seiner Firma das süße Arbeitsleben genießt...

      Da kann man nur noch sarkastisch werden.
      Wieder lassen sich hassgebeutelte Emanzen willig vor den Karren jener Parteifeudalhäuser spannen, die sich im stillen Kämmerlein beim Abzählen der Steuergelder vor Lachen in die Hose pieseln, weil das Volk mit medial gezündeltem Streit in den eigenen vier Wänden beschäftigt keine Zeit hat, seinen Blick auf die Machenschaften seiner verfassungsbrechenden und raubritternden Regierigen zu werfen.

      Wie sich Familien ihr Leben organisieren und wie Arbeitsleistung und Einkommen geteilt werden, ist und bleibt die Sache der Paare unter sich. Der Staat hat nichts in unseren Küchen und Schlafzimmern verloren!

    • Dr. Harald Rassl
      20. August 2010 07:43

      Die zitierte Untersuchung sollte wohl eher "Zeitverschwendungstudie" heissen!

    • Kurt22
      20. August 2010 12:36

      @Dr. Rassl: Oder auch "Geldvernichtungsstudie"!

  18. pc-think
    19. August 2010 17:55

    Wenn die Arbeitnehmer aus Angst sparen und lieber alte Kredite abstottern als neue Kredite aufnehmen, wäre es dann nicht eigentlich besser, der Staat besteuert die Arbeitnehmer stärker und führt diese zusätzlichen Gelder selber über sinnvolle Ausgaben wieder der (inländischen) Wirtschaft zu?
    Ich glaube, etwas in der Art ist ohnehin von der Regierung geplant.
    ;-)

  19. durga
    19. August 2010 17:53

    Die sicherlich noch länger andauernde Krise und deren mögliche Konsequenzen hat vielleicht einen Teil der Bevölkerung auch zum Nach-und-Umdenken hinsichtlich seines Konsumverhaltens angeregt: Brauche ich den/die gewünschten Konsumartikel überhaupt, schränkt es mein Wohlbefinden erheblich ein, wenn ich darauf verzichte(n muß)? So betrachtet erscheint ja vieles, was die Werbung als für den „Lifestyle“ unerlässlich als „musts“ und „it-articles“ suggeriert, unnötig. Die Begeisterung beim Erwerb dieser Dinge erlischt häufig in einem Kater der Ernüchterung, wenn die rosarote It-Brille einmal abgenommen ist und das erwartete Glücksgefühl sich angesichts der finanziellen Lage und/oder der kritischen Bemerkungen anderer sich halt nicht mehr einstellen will. Was folgt: Wegwerfen, Verschenken und ein neues Kauf-Abenteuer.

    Ein derartiges Konsumverhalten ist nicht nur bei den „Reichen und Schönen“ anzutreffen, sondern quer durch die Bevölkerung. Die Definition von Armut ist ja, dass jemand am üblichen Alltagsleben nicht teilhaben kann, d.h. auf viele Konsumangebote verzichten muß. Ob es allerdings ein großer Verzicht ist, wenn man statt kommerziellem Fertigfraß wesentlich Besseres und dabei Billigeres selber kocht, wenn Kleidung nicht weggeworfen wird falls ein Zipp kaputt ist oder Knöpfe fehlen, wenn anstelle der Teilnahme an einem Mega-Event ein anregendes Buch gelesen wird (setzt allerdings sinnerfassendes Lesen voraus), anstatt eines Urlaubs an überfüllten In-Stränden (nahezu kostenlose) Erholung bei Wanderungen in heimatlichen Gegenden gefunden wird?

    Wenn man es positiv betrachtet könnte die aktuelle Situation auch zu einer durchaus wünschenswerten Umgestaltung und Redimensionierung unseres Konsumverhaltens führen, dies das langverdrängte Kriterium der Qualität in den Vordergrund rückt.

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 18:52

      Sie schreiben völlig richtig, daß die Menschen wieder leben lernen müssen und Notwendiges von Unnötigem trennen.

      Statt, daß man einen Knopf annäht, kauft man ein neues Kleid, statt, daß man ein Schulbuch wieder verwendet, zerstört man es und macht es unverwertbar und bekommt nächstes Jahr ein neues, statt ...

      Die Armut wird wieder mehr Lebensqualität bringen, ganz sicher, da haben Sie recht.

      Aber der Kampf, bis wir so weit sein werden, wird leider auch Jahrzehne dauern.

  20. fosca
    19. August 2010 15:51

    Besser kann man es nicht analysieren, als Hr. Unterberger es hier vollbracht hat!
    Aber leider sind die "Milchmädchen" sprich unsere Politiker des Rechnens nicht mächtig und im Vordergrund stehen ja doch nur die eigenen Pfründe.
    Denn wenn die Sache tatsächlich so einfach wäre, hätte man weiland in den Ländern des Ostblocksozialismus ein florierendes Wohlstandsparadies vorfinden müssen, wo diese Ideen sogar 1:1 in die Tat umgesetzt wurden. Wie dieses Experiment in der Realität endete, wissen wir ja alle noch.
    Trotzdem werden die Politiker und ihre Wähler nicht gescheiter! *seufz*

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 18:56

      Schreiben wir lieber die Politiker und ihre Klentel, die Wähler haben ja keine Wahl.

  21. terbuan
    19. August 2010 15:43

    Die Staatsschulden der Republik Österreich belaufen sich nach offiziellen Angaben derzeit auf ca. 189 Mrd. Euro.
    Die Spareinlagen der privaten Haushalte in Österreich belaufen sich nach Angaben der Oesterreichischen Nationalbank derzeit auf ca. 200 Mrd. Euro.
    Da läßt sich doch eine sehr einfache Rechnung aufstellen!
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt! (britischer Hosenbandorden)

    • Josef Maierhofer
      19. August 2010 18:10

      Ja, wie ist denn das mit den Staatsschulden ?

      Sind da auch unsere Haftungen dabei, etwa die 15 Milliarden Griechenland, das ist doch ein Blankoscheck, der jederzeit eingelöst werden kann.

      Wir wissen ganz genau, daß Griechenland nicht in der Lage sein wird, so wie wir selbst auch, diese Kredite zu bedienen.

      Damit werden z.B. diese Haftungen schlagend.

      Oder meinten Sie mit den 10 Milliarden nur das, was wir halt selbst so in den Sand gesetzt haben ?

    • terbuan
      19. August 2010 18:32

      Josef Maierhofer
      Mein plakatives Beispiel enthält auf der einen Seite natürlich nicht die ausgegliederten Schulden sowie auch nicht die Haftungen der Republik und auf der anderen Seite nicht die Veranlagungen der Österreicher in österreichischen Staatsanleihen, Fest- und Termineinlagen bei Bundesschatz.at etc.
      Es soll nur verdeutlichen auf welche Weise sich der Staat bei der andauernden Schuldenspirale im Wege einer Währungsreform entschulden könnte bzw. müssen wird.

    • Josef Maierhofer
      19. August 2010 20:11

      @ terbuan

      Ich bin dafür, die Regierung in Konkurs zu schicken.

      Sie müssen dann mit dem Steueraufkommen auskommen. Wir werden dann ja sehen, ob es möglich ist, daß diese Figuren sich halbieren samt ihrer Klientel.

      Die Privatwirtschaft ist ja nicht in Konkurs gegangen, es ist ja nur der Staat, der aufgebläht und geldgierig agierend, lobbyistisch und klientelorientiert nicht gewußt hat und weiß, wann es genug ist.

      Nachdem sie uns verraten und verkauft haben, könnte ich mir vorstellen, daß wir unsere 'besten' Stücke, etwa Bleche, Khol, Pröll, Faymann, etc. um den Konkurspreis verschachern, etwa an Brüssel ...

  22. wahrnix
    19. August 2010 15:42

    Man muß nicht Keynes bemühen, es reicht Marx oder Ford: wenn das Volk Waren kaufen soll, muß man ihm Geld geben. Bei Migranten wird das gemacht, die Industrie braucht es, bei Eingeborenen gilt es nicht.
    Es gibt viele Länder, die auf inneren Konsum setzen, USA, F, Ch usw. in F ist das SMIC (salaire minimum interprofessionnel de croissance) 1350€, ja ein garantiertes Mindesteinkommen gibt es dort. Da ich oft dort bin, sehe ich, wie die Franzosen uns im Lebensstandard davonziehen.
    In USA sind ~ 75% des BIP vom inneren Konsum. T.Blair hat in GB den Industrieanteil am BIP um 40% zurückgefahren, da ihm Mendelson, sei Finanzminister versicherte, daß er mehr Geld durch die Banken einnehmen werde. Eine Zeit lang ging alles gut, er mußte nur ein bißchen Krieg führen, aber dann begann die bank of scotland um Hilfe zu rufen und er musste mehr Geld in die Banken stecken als er bekommen hatte. Woher nehmen? Na aus dem Sozialtopf! Soweit, so üblich.
    Krone heute: Spekulation und Hunger. Keine Arbeit für 46j EDV-Spezialisten.
    Einspartips:
    ORF einstellen
    Wehrdienst durch 4 Monate Zivildienst für alle ersetzen
    Auslandsvertretungen in der EU einstellen, Botschaften nur dort wo man in 6 Flugstunden nicht sein kann, alle Vertretungen pro Staat in 1 (ein) Österreichhaus geben
    Presse- und Kunstförderungen mit 100% des erwirtschafteten Ergebnisses begrenzen
    Alle unnötigen Zahlungen an Brüssel einstellen
    Alle Auslandseinsätze beenden (Schande ist gratis, Ehre kostet!)
    Pension voll erst nach 45 Beitragsjahren, trotzdem "gedeckelt"
    Arbeitslose Ausländer wie in der Schweiz behandeln
    Alle Förderungen veröffentlichen, wie es bei Bauern gemacht wird
    Wenn bei uns die Gelder nach einer Einkommenserhöhung im Ausland landen, so sind es wohl die Migranten, die es nach Hause schicken. Haut die Inländer zeigt, daß man nicht nachschaut.

    • Kurt22
      19. August 2010 16:42

      Und den unüberblickbaren Subventionsdschungel, insbesondere für diverse Migrantenvereine, Gleichstellungs- und -behandlungs-NGO´s, Aylbetreuungsindustrien, Sozialprojekte usw. usf. überprüfen, und allen, die gegen Österreich arbeiten, sofort alle Zahlungen einstellen, hier sind mehr Millionen als bei den "Reichen" zu holen.

    • wahrnix
      19. August 2010 17:13

      Das SMIC gilt für 35h - Woche, bei 40h wären es 1530€!
      Unsere Gewerkschaftsbosse bzw Sozialminister sind ehrbare Leute ohne Matura, die nicht ausländisch können. Die bestochenen QZ schreiben nichts, denn so dumm können sie gar nicht sein! Man merkt die Absicht und man ist verstimmt.

  23. Brigitte Imb
    19. August 2010 15:32

    Jetzt hab´ich eine gute Idee! Der Regierung sollte man vorschlagen:

    Arbeitsgruppe für Konsum + Expertengruppe für Konsum
    Die kann ausgeweitet werden auf In-u. Auslandskonsum - bringt weitere 4 Gruppen die zu versorgen wären.

    Genauso geht´s bei einer Konjunkturankurbelungsarbeitsgruppe + Konjunkturankurbelungsexpertengruppe, ebenso mit In -u. Ausland.

    Vielleicht erfindet noch jemand eine Zwischenlandsarbeitsexpertengruppe, aber auf jeden Fall müssen Nationalstaaten u. EU eigene Gruppen haben, sonst wird die Geldverschwendung nicht ausreichend genug angekurbelt.

    Ich wär´doch glatt fähig für einen EU Posten. *g*

    • Celian
      19. August 2010 16:23

      Brigitte schreibenS nicht solche Sachen!
      Man liest mit und nimmt das gar ernst! ;-)

    • Brigitte Imb
      19. August 2010 16:34

      ...was? Dass ich für einen EU Job geeignet bin. Klasse.

    • terbuan
      19. August 2010 18:45

      Na klar doch Brigitte, ich würde Dich vorschlagen für eine Untergruppe zur Ankurbelung des darnieder liegenden Fremdenverkehrs in Griechenland, Du mußt dann halt sehr viele Dienstreisen ins schöne Griechenland unternehmen und das könnte mitunter sehr beschwerlich sein, irgendwer streikt immer, aber mit einem Diplomatenpass sollte das auch kein Problem sein ;-)

    • Brigitte Imb
      19. August 2010 20:35

      Beschwerlich? Die logische Folgerung ist eine erhöhte Erschwerniszulage, ist doch auch nett.
      Lieber wär´mir allerdings Italien od. Frankreich, dort wird´s doch auch schöne Amterln geben mit netten Posterln. Naja, notfalls muß das rasch installiert werden.
      Und ich möcht´statt der Konjunkturankurbelungsarbeitsgruppe lieber einem Genderierungskorrektheitsarbeitskreis angehören. Mit der Korrektheitsgleichmacherei wird doch ein Konsummarkt zu bedienen sein. Hurra! Das bringt Aufschwung und es wird eine neues Verwaltungskonstrukt geschaffen werden können .............
      Ein einziges Paradies!

    • socrates
      24. August 2010 23:55

      Wenn man nicht mehr weiter weiß,
      gründet man ´nen Arbeitskreis.

  24. Norman Bates
    19. August 2010 15:09

    Angst vor Entscheidungen regiert überall und deshalb beharren seit Jahrzehnten alle auf immer den selben (Nicht-)Lösungen und verteidigen diese zu verteidigten Pfründen ausgestalteten Politikbereiche und Themen.

    Es ist bis jetzt gut gegangen. Es wird (hoffentlich) auch weiter gut gehen. Wozu etwas ändern?

    "Politik ist die Kunst des Durchlavierens durch eine Legislaturperiode, um die ungelösten Probleme der nächsten Regierung zu übergeben." stand vor einigen Monaten mal ganz treffend in einem Leitartikel der F.A.Z.

    • Brigitte Imb
      19. August 2010 16:36

      Ja, nach dem Motto "Nehmen so lang es geht" ...

    • Celian
      19. August 2010 16:39

      "Es ist bis jetzt gut gegangen. Es wird (hoffentlich) auch weiter gut gehen. Wozu etwas ändern?", sagte der Frosch im Kochtopf, der Abstürzende im freien Fall und die Lokomotive ohne Bremsen...

    • Norman Bates
      19. August 2010 17:32

      ... Ihr seid ziemlich knapp dran an der Wahrheit.

    • Brigitte Imb
      19. August 2010 18:08

      Ein bisserl ot, aber paßt dennoch zum Sparen.

      http://diepresse.com/home/panorama/welt/588672/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

      Österreich wird wieder einmal beschimpft, vom RK, weil wir ja ach so wenig an Pakistans Taliban spenden.
      Erbärmlich ist für mich lediglich die Heuchelei des Hrn. Santner, dem vielleicht noch nicht aufgefallen ist wie verschuldet Ö ist und wie wenig den Menschen zum Teil zur Verfügung steht.

    • terbuan
      19. August 2010 18:48

      Komisch diese Zurückhaltung, wo doch jeder weiß, dass die Spendengelder in Ländern wie Pakistan nur widmungsgemäß verwendet werden!

  25. RR Prof. Reinhard Horner
    19. August 2010 15:01

    reinhard.horner@chello.at

    Sparen – Schulden: Angst, Vorsorge, Konsum, Investitionen

    Wodurch unterscheidet sich Angstsparen von Vorsorgesparen? Welche Sparformen sind wirtschaftlich empfehlenswert? Welche Konsumeinschränkungen können wirtschaftlich nützlich sein?

    Welche Sparförderungen können wirtschaftlich nutzbringend sein?

    Welche Investitionen sind – auch mit Schulden – wünschenswert?

    Welcher Konsum auf Schulden ist von Übel und in welchem Ausmaß?

  26. Brigitte Imb
    19. August 2010 13:55

    Nocheinmal EU - Neue Steuer auf Rohstoffe.
    Dies soll jedoch nicht primär dem Klimaschutz dienen, sondern zusätzliches Wirtschaftswachstum generieren und die Wettbewerbsfähigkeit steigern.

    Der Erfindungsreichtum der Eurokraten ist wirklich grenzenlos!

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/588478/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

    • Josef Maierhofer
      19. August 2010 14:47

      Ein zweischneidiges Schwert und eine dopelzüngige Ansage.

      Steuer hat noch nie Wirtschaftswachstum erzeugt, sondern war immer ein Klumpfuß, eine Metallkugel am Fuß der Wirtschaft.

      Effiziente Nutzung von Rohstoffen ist in den Verschwenderländern (in USA ist es noch schlimmer als in der EU) sicher eine richtige Ansage.

      Sparen, Energiesparen, Rohstoffsparen, etc. in richtiger Weise ist korrekt.

      Wenn der Wiener mit dem Auto zur Trafik fahren muß um seine 'Tschik' zu kaufen, dann ist das eine Verschwendung, wenn der jugendliche Heißsporn mit 180 Sachen nach Salzburg auf einen Kaffee fahren muß, dann ist das eine Energieverschwendung, wenn bei ständig offenem Fenster geheizt wird, ist das Energieverschwendung, etc. Nachdem die meiste Energie derzeit noch fossil ist, ist es auch eine Rohstoffverschwendung.

      Interessante Diskussion beim Wirten heute. Die 3 Ehepaare kamen vom Urlaub aus der Steiermark zurück und erzählten von dem alles überragenden Erlebnis ihrer Kindheit, wo sich alles in der Küche abgespielt hat, die der einzige geheizte Raum im Winter war, und waren glücklich, daß das beim Bauern in der Steiermark auch so war. Auch bei mir zu Hause in NÖ. war das so, der Sägespäneofen hat die Küche geheizt, später dann ein Sparherd, der die Zentralheizung bedient hat.
      Das Ergebnis: auch die alte Zeit hatte ihre guten Seiten.

      Das ist heute bei uns schon schlimmer, man hat, z.B. in Wien, Fernwärme und heizt alle Räume, kann die Temperatur nicht verstellen und heizt 'in die Luft'. Man kann höchstens die Einschaltstufe der Heizkörper verändern. Aber wer tut das schon, da ist es bequemer und 'luftiger' beim offenen Fenster. In Wien ist Erdgas der verbrauchte Rohstoff.

  27. Graf Berge von Grips
    19. August 2010 13:05

    Angstsparen anstatt Konsum
    bringt den Konsum halt leider um?
    Wenn man nichts hat, ausser Sorgen -
    da hat der Kaiser das Recht verloren.

  28. HDW
    19. August 2010 12:57

    Ironie der Geschichte oder schon eher ein Treppenwitz ist es, dass genau der von A.U. richtigerweise propagierte Ansatz, international als "Austrian school of economics" bezeichnet wird. In Österreich hält sich das Gegenteil nur deshalb weil der Klassenkampf auf diese Weise von 1918 an durch die "grosse Koalition" von Sozialisten und Unternehmern sublimiert wurde, jedes Abweichen davon ging in Österreich gründlich in die Hosen. (Kronprinz Rudolf studierte das der unglaublichen Konjunktur 1875 - 1914 zugrundeliegende ökonomische System sogar in Privatvorlesungen von Carl Menger, sein Ende ist bekannt). Die Globalisierung ist nichts anderes (zumindest für die EU - Salonsozialisten) als angewandter Keynesianismus. Und der führt eben zu immer neuen Sub-prime Kreditblasen gerade weil sich die neureichen Salonsozialisten und Oligarchen die Taschen vollstopfen und bereichern wollen. Und dann muss man sich von so einem auch noch höhnisch eine "Verschweizerung" Österreichs anhören!

  29. Wolfgang Bauer
    19. August 2010 12:45

    Dass mehr gespart wird - in welcher Form immer - liegt sehr stark an der Unsicherheit bezüglich der zukünftig zu erwartenden Verhältnisse am Lebensabend: Pension und Pflege/Krankenversorgung.
    In einer mit hoher Sättigung der Grundbedürfnisse gesegneten Gesellschaft wird bei Unsicherheit in diesen Bereichen halt im Zweifel die Eigenvorsorge bedient. Völlig nachvollziehbar.

    Konsequenz:
    1) Endlich eine nachvollziehbare Hochrechnung der staatlichen Pensionszukunft bei realistischen demographischen Annahmen, ohne Schönrederei der Beiträge der Migranten inklusive Familiennachzug und der Sozialkosten aus diesem Bereich. Wir wollen Zahlen sehen, kein ideologisches Blabla.

    Die seinerzeitige Schüssel'sche Initiative 'Pensionsautomatik' (anhand von fünf Parametern sollte der Sozialminister periodisch einen nachvollziehbaren Vorschlag an das Parlament oder die Regierung abgeben ) war ein guter Schritt.
    Er wurde vom legendär genialischen SP - Haider aus OÖ mit den Worten abgestochen: "Wir lassen uns doch nicht von einem eiskalten Blechtrottel" (gemeint war nicht Schüssel sondern der Computer) "die Pensionen rauben".

    Der heutige Bundeskanzler hat damals die Gelegenheit ergriffen, Gusi, der die Automatik wollte, abzustechen.

    Auf Basis der ermittelten realistischen Szenarien muss unverzüglich eine pensionssichernde Reform stattfinden.

    Und der Verfassungsgerichtshof, der sicherlich angerufen werden wird, soll dann endlich auch den Vertrauensschutz zugunsten der Zahler (bestehende und noch im Kindesalter befindliche und Ungeborene) berücksichtigen.

    2) Aufbau einer verpflichtenden Pflegeversicherung, die den Mindeststandard einer guten Pflege abdecken soll. Wie bei der Krankenversicherung soll natürlich Platz für privat bezahlte Besserstellung sein. Das Getue wegen der "Zweiklassenpflege" wird dann zwar losgehen, aber mangels Alternative wieder verhallen.

    Wenn über diese Zukunftsfragen seriöse Klarheit besteht, wird - auch wenn dann z.B. klar sein wird, dass die staatlichen Pensionen geringer sein werden - die Angstsparquote bedeutend geringer werden. Wenn wir bis dahin noch Industrie in Österreich haben, werden wir und unsere Kinder auch noch davon profitieren.

    • Celian
      19. August 2010 13:27

      Wolfgang Bauer

      Was Sie hier einfordern, eine nachvollziehbare Hochrechnung der staatlichen Pensionszukunft bei realistischen demographischen Annahmen, das wurde bereits gemacht, zumindest in Deutschland, man nennt sie die expliziten (offenen) und impliziten (verdeckten) Staatsschulden. Sie belaufen sich in Deutschland auf rund 10 Billionen Euro.
      Die expliziten Staatsschulden umfassen die Kreditforderungen, die impliziten, der weit größere Teil, sind die von implizitem Vermögen wie Renten- und Pensionsansprüche oder auch Ansprüche an das Gesundheitssystem (Pflege!).

      Das kommt einem horrend vor und würde wohl zu noch mehr Angstsparen führen.
      Es ist also besser niemand weiß davon.

      Allerdings, glaubt man Carl v. Weizsäcker, sind Staatsschulden nicht gar so schlimm, unter bestimmten Bedingungen:
      http://www.faz.net/s/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Doc~EBC7D0236676D4A4B9372D14081993118~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

    • eudaimon
      19. August 2010 18:21

      ad2) mit dem know how und den Daten der AUVA ließe sich ohne viel Aufwand

      eine Pflichtversicherung für alle in" A "lebenden und arbeitenden Menschen

      für Freizeit-Sport Unfälle und Pflege einrichten uz.mit gleichen Beitrag, den die

      Untenehmer für Arbeitsunfälle alleine einzahlen -( ebenso via Lohn/Gehalts-

      oder Bankeinzug).

      Zusätzlich sollte die Pflegeleistungen gesplittet werden entsprechend einem

      geriatrischen Assessment in Familienpflege (dafür Geld an

      Pflegling),proffessionelle Pflege und Pflegeheim (dabei wird Leistung von aussen

      erbracht) aber alle Leistungen via AUVA gesteuert und bezahlt.

      So würden einerseits KK saniert und anderrerseits die Solidarität mit dem

      Verursacherprinzip tatsächlich unterstützt.

  30. Celian
    19. August 2010 12:40

    Wie man bei 1,6 % Wachstum von einem Wirtschaftswunder sprechen kann, ist mir unverständlich. Damit liegen wir gleich auf mit Holland, sind aber abgeschlagen vom wirklichen, exportgetriebenen Wirtschaftswunderland Deutschland mit 2,2 %.Wachstum. Deutschland zieht ganz Europa mit. Aber selbst die Deutschen warnen vor übertriebener Euphorie.

    Denn alle Zeichen sprechen gegen einen nachhaltigen Aufschwung: Die Aktien ziehen nicht an, die Arbeitslosigkeit in den USA ist konstant hoch und die Schuldenpolitik, die das Land betreibt, ist auch nicht gerade beruhigend. Hinzu kommt der Facharbeitermangel in den kommenden Jahren, wegen des Geburtenausfalls, der auch durch Einwanderung nicht gebremst werden kann. Weil die meisten Einwanderer, die zu uns kommen, alles andere als gelernten Fachkräfte sind. Dieses „Wirtschaftswunder“ sieht mir eher so aus wie das harmlose Wetterleuchten vor einem gewaltigen Depressions-Sturm.

    Auf der anderen Seite hat gerade eben die Wirtschaftsmacht China Japan überflügelt, ist damit die Nummer 2 und macht sich auf den Weg die USA einzuholen. Indien ist auch am Weg daran, Europa zu überflügeln.

    Es sprechen also alle Zeichen dafür, Maß zu halten, die Lohnforderungen beiseite zu schieben, auch die Pensionsforderungen, den Sozialstaat zurückzuschrauben und stattdessen den Kampf gegen die Konkurrenz aufzunehmen. Wenn Europa nicht überrollt werden will, dann heißts jetzt Ärmel aufkrempeln.

    • Josef Maierhofer
      19. August 2010 14:57

      Danke für den Beitrag !

    • terbuan
      19. August 2010 20:04

      Auf den Punkt gebracht Celian, genauso sehe ich die Dinge auch, aber leider wird die herrschende Klasse diese Realität ignorieren, wenngleich sie sie genau kennt! Aber wie zumeist in der Geschichte wird es heißen: "Hinter uns die Sintflut!"

    • Erich Bauer
      20. August 2010 10:25

      Celian,
      „... und macht sich auf den Weg die USA einzuholen..."

      Beim „Wirtschaftswunder" China werden mehrere Aspekte immer außer Acht gelassen. Da ist zum Ersten die Tatsache, daß westliche Konzerne China (Indien genauso) als "Werkbank" verwenden. Das funktioniert deswegen, da die dort hergestellten Produkte nahezu zollfrei in die Verbraucherländer (westlich) rückgeführt werden können. Die Konzerne haben dafür gesorgt. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die "Vor-EU-Wahl"-Diskussion um das Ursprungszeugnis bei Einfuhren. Klar haben die Konzerne die Abschaffung dessen als Segen propagiert. Klar sind die Produktionskosten in China um „Lichtjahre" niedriger. Daß damit die Differenz zwischen Produktionskosten und Verkaufspreis schlagartig vervielfacht wurde, braucht man nicht extra zu erwähnen. Nur, dieser Verkaufspreis läßt sich wiederum nur im Westen erzielen (noch). Denn die Produkte sind für den Westen bestimmt. Mit China & Co. in einen Produktionskostenwettbewerb treten zu wollen, ist illusorisch. Das kann nur höchst dynamisch-erfolglosen Personen in den Sinn kommen. Nicht wenige „Globalisierungsgegner“ meinen, diese „liberale“ Weltwirtschaft bekämpfen zu müssen. Die Allerdümmsten meinen sogar, dass dies alles Auswüchse des „Neoliberalismus“ sind. Das Gegenteil ist der Fall. Eigentlich müsste Attac & Co. am Ziel ihrer Wünsche sein. Denn diese massive, erwünschte, Wettbewerbsverzerrung (die im ureigensten Interesse der Konzerne ist) entspricht voll und ganz PLANWIRTSCHAFTLICHEN Grundsätzen, die naturgemäß zwingend in den TURBO-KAPITALISMUS münden müssen. Einige wenige haben unermesslichen Profit. Und die Völker Europas und Amerikas verelenden unter einer „Mindestsicherung“. Planwirtschaftler und Sozialisten aller Schattierungen wollen keinen Wettbewerb. Sie leben davon, dass sie die Wettbewerber mit allen Mitteln ausschalten um so an der Spitze der Einkommenspyramide „pragmatisiert“ zu verbleiben.

  31. Erich Bauer
    19. August 2010 12:16

    Samtpfote,
    "...verpufft deren Blogaufblähung im Niemandsland..."

    Ja. Das hat was. Der Platz für den Parteiprogramm-Sermon sollte halt das OTS bleiben. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Jedem Kleinkind gibt man Papierbögen zum Beschmieren, damit der süße Fratz nicht die Wände entdeckt. So gesehen erfüllt unsere Glide eine wichtige Erziehungsaufgabe. :-)

  32. Brigitte Imb
    19. August 2010 11:53

    Europa ist gerettet, die EU Beamten werden einen Kaufkraftboom auslösen.

    Die EU zeigt uns wie man es macht und geht mit "gutem" Beispiel voran, indem die Gehälter der EU Beamten erhöht werden.

    http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EF202A365126649C586B2D784FCC0C708~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Ich finde deren Gebaren wider der guten Sitten, angesichts der enormen Verschuldung aller europäischen Staaten. Aber meine Meinung und die v. Millionen Bürgern, wird die Eurokraten wohl kaum interessieren und davon abhalten.

    Der liebe Gott gibt´s den seinen im Schlaf. Womöglich ist auch Allah involviert.

    • Josef Maierhofer
      19. August 2010 14:48

      Unsere Beamten stehen denen in nichts nach. Da herrscht einiges Zerstören, bis zum Zusammenbruch.

  33. Kurt22
    19. August 2010 11:39

    Aber wie hören wir es schon wieder vom vorbestraften Charly und seinem schwarzen Pendant Khol: Wenn die Pensionisten statt 1,2 doch 1,5 % draufkriegten, dann wird´s dahingehen mit der Wirtschaft. Wenn also ein 1.000-Euro-Pensionist 15 statt 12 Euro draufbekommt, winkt uns die Turbo-Konjunktur, so einfach wäre das. (Wahrscheinlich bekommt grade einmal das Enkerl seinen nächsten i-Pod ein bisserl früher.)
    Mit diesem Argument sollte man doch vielleicht auch die Mindestsicherung zumindest verdoppeln, dann müßten wir Weltmeister beim Wachstum sein. Das Geld dafür kommt schon von irgendwo her!

    • Celian
      19. August 2010 12:44

      Der Charly und der Andy, das sind halt Politiker vom alten Schlag. Hinter mir die Sintflut, verkaufts mei Gwand i foahr in Himml.

      Die beiden würden ja wirklich einen schlechten Job als Lobbyisten unserer Altvorderen machen wenn sie nicht versuchen würden, das Weiße aus den Augen der Jüngeren herauszuholen. Wenn die Maßlosen den anderen das Maßhalten nahelegen, das hör ich immer besonders gern.

    • Brigitte Imb
      19. August 2010 13:22

      Wenn die Pensionisten Pech haben fallen sie in eine andere Progression u. der Steuereuro rollt.

      Meiner Mutter ist es so ergangen, 20 € mehr Pensi., dafür 400€ mehr Steuern.
      Da kommt Freude auf.

    • Mag. Manuel Leitgeb (kein Partner)
      20. August 2010 21:26

      Ich muß Sie leider korrigieren, schon allein damit Sie nicht vielleicht einmal eine Klage angehängt bekommen (auch wenn ich bezweifle, daß unser Charly den Blog liest:). Sie dürfen ihn nicht vorbestraft nennen, da er nur eine bedingte neunmonatige Freiheitsstrafe bekommen hat, und sein Leumund daher wieder einwandfrei ist, womit er als NICHT vorbestraft gilt. Also bitte Vorsicht!
      Und früher oder später wird in Wien schon ein Platz oder eine Gasse nach ihm benannt werden (wie bei seinem Hawerer dem Gratz), während ein Amry trotz seines vorbildlichen Mutes in Vergessenheit gerät. Da konnte selbst weiland Kreisky nichts bei seinen Genossen ausrichten ...

    • Kurt22
      20. August 2010 22:20

      @Mag. Leitgeb: Danke für Ihren Hinweis, konnte ich als Laie nicht wissen.
      Geht eigentlich "rechtskräftig Verurteilter", oder ist es besser zu sagen "zu einer bedingten Strafe, daher nicht Vorbestrafter"? Ich werde mir gerne die Arbeit machen. Sollten Sie noch Tipps haben, bitte um Mitteilung.

    • Mag. Manuel Leitgeb (kein Partner)
      21. August 2010 21:35

      ad Kurt22: "Rechtskräftig verurteilt" können Sie problemlos sagen, denn das wurde er ja, auch wenn er nicht gerne daran erinnert wird :) genauso daran, daß er bei der Besetzung der Hainburger Au (wie ich einmal gelesen habe) von den Medien als "Prügel-Charly" betitelt wurde, weil er die Weisung gab, die Demonstrationen gewaltsam aufzulösen (aber wie er selbst mal in einem Interview gesagt hat: "Vergessen können hält jung), na dann ...

  34. Patriot
    19. August 2010 10:31

    Es ist ganz einfach: diejenigen, die Geld haben, sollten es auch ausgeben. Jemand der wenig Geld hat, sollte nicht mehr ausgeben als er hat.

    Komischerweise werden von den Linken aber Leute kritisiert, die viel Geld haben, und es auch freudig ausgeben. Das wird dann als "Verschwendung" gebrandmarkt. Das gute Essen, der große SUV, die teuren Reisen etc, das darf alles bei den Linken alles nicht sein. Aber gerade diese Konsumausgaben geben wiederum vielen Menschen Arbeit.

    Bei den Löhnen ist es ebenfalls sehr einfach: wer produktiv ist, sollte auch viel verdienen. Wer wenig produktiv ist, sollte weniger verdienen, weil sonst geht die Firma pleite.

    Wobei natürlich eine Form der Lohnerhöhung wäre, die Lohnnebenkosten zu senken.

    Man sehe sich zum Beispiel hier an, wieviel der Staat von der erwirtschafteten Leistung wegnimmt:
    http://www.causa.at/causa_dateien/lohntabellearbeiter.pdf

    Nettogehalt pro Monat: 1500.-
    Gesamtkosten pro Monat: 2.978,23

    Beim Durchschnittslohn nimmt der Staat also schon die Hälfte der erwirtschafteten Leistung weg (wer die Steuer- und Sozialabgaben abführt, ist egal). Vom restlichen Einkommen bedient sich der Staat dann weiter per Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer usw.

    Da appelliert jemand an ausgepresste Zitronen bitte mehr Saft zu geben.

    Noch kurz zum "Wirtschaftswunder", das unlängst ausgerufen wurde:

    http://derstandard.at/1280984628930/Konjunkturindex-Bank-Austria-sieht-Wirtschaft-schneller-wachsen
    Die Ökonomen der Bank Austria haben ihre Wachstumsprognose für die österreichische Volkswirtschaft für 2010 von 1,3 auf 1,6 Prozent erhöht. Die Erholung der heimischen Wirtschaft rund um die Jahresmitte sei kräftige ausgefallen als ursprünglich erwartet und halte zudem sogar etwas länger an, begründet Chefökonom Stefan Bruckbauer die Revision. Für 2011 bleibt der Ökonom aber weiterhin bei der moderaten Wachstumsprognose von 1,4 Prozent.

    Ein Blick auf die Statistik hilft weiter. Das reale Wirtschaftswachstum:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/volkswirtschaftliche_gesamtrechnungen/bruttoinlandsprodukt_und_hauptaggregate/jahresdaten/019721.html

    2008: +2.2%
    2009: -3.9%

    Haben die Ökonomen der Bank Austria Recht, dann erreichen wir nicht einmal 2011 das Niveau von 2008! Wobei die Staatsverschuldung 2009 um gute 10 Milliarden zugenommen hat, und 2010 und 2011 Etliches dazu kommen wird. Gespart wird ja nicht.

    • inside
      19. August 2010 11:27

      Logo!
      die Linken wollen ja, dass das Geld für sinnvolle Sachen in Österreich ausgegeben wird, wie da z.B. wären:

      Bücher, Spende und Aktionismus!

      - das neue Genderwörterbuch
      - wie bedrucke ich anti-fa-Fahnen kostengünstig
      - wie bedrucke ich anti-fa-Fahnen Luxusausgabe
      - Kalkulationshilfen für Kerzerlmärsche
      - der Ganslwirt braucht Geld
      - alle Linken brauchen Geld
      - verschenkt Euer Geld!
      .....

    • Kurt22
      19. August 2010 12:10

      Die Linken wollen Alle reich machen, dann können sie endlich auch Allen viel wegnehmen, und wir sind alle gleich! Hat doch auch in der DDR schon funktioniert, oder irre ich da?

  35. Josef Maierhofer
    19. August 2010 10:28

    Es ist tatsächlich so, jeder Schulden-EURO fällt uns auf den Kopf.

    Es ist tatsächlich so, jeder Beamten-EURO (Privilegierten-EURO) kostet 2 Arbeitsplätze, einmal der unproduktuve (aus Steuergeldern bezahlte) Beamte und einmal der Arbeitsplatz, der deshalb unbezahlbar wird, oft auch 2 Arbeitsplätze, weil Beamte oft zu den Privilegierten gehören, die mehrfach überbezahlt sind.

    Es ist tatsächlich so, jeder Schuldenausritt der Regierung zerstört das Land und das Vertrauen, jede Haftungszusage verkauft die Bürger wie Schlachtvieh.

    Wenn ich seit Oktober fast ständig über die Schuldenmacherei herziehe, über die Beibehaltung der Prvilegienritterei, über die Unmäßigkeit der Gewerkschaften, egal welche, ÖBB oder Beamte etc., so wird das hier von Dr. Unterberger bestätigt, daß ich damit nicht falsch liege.

    Die Forderung, Halbierung des Föderalismus, Halbierung der Verwaltung, Auskommen mit dem Steueraufkommen, Privilegienabbau, etc. ist auch erfüllbar.

    Glauben wir doch nicht, daß mehr Lohn-EUROS mehr Lebensqualität bedeuten. Es bedeutet nur mehr Schulden und bewirkt weniger Lebensqualität, Abhängigkeit und Angst und wie wir gelesen haben auch weniger Konsum, von dem ja auch nur die Hälfte im Land bleibt.

    Wir können unser Transferleben im Rahmen des Steueraufkommens gestalten, aber doch nicht auf Schulden. Schulden sind schädlich.

    Wie jeder Private einen Kredit nur nehmen kann, wenn er einen Rückzahlungsplan vorweist, eine Bonität, so muß das auch die Regierung tun. Sie muß auch einen Plan über die Rückzahlung vorlegen. Das Fatale ist, nach 40 Jahren des Luderlebens wird es verdammt hart Zinsen und Kapital zurückzuzahlen, wird es verdammt hart, die entstandene Spaßgesellschaft wieder an die Realität heranzuführen, wird es verdammt hart, die bittere Wahrheit zu sagen.

    Die Schulden haben aus uns die heutige Spaßgesellschaft werden lassen, eine unnatürliche, ungefestigte, wertlose Konsum-Wegwerfgesellschaft, die auf den Zusammenbruch wartet. Das zurückzuführen auf produktive, positive Menschen, wird sehr schwer sein, noch dazu, wo viele meinen, sie hätten Ansprüche auf Sozialromantik ohne die Gegenleistung zu erbringen. Diese Ansprüche werden beschnitten werden müssen. Sparen heißt das, werte Regierungsmitglieder, und Sie sollten als gutes Beispiel gleich einmal sich selbst halbieren oder auf halbes Lohn- und Pensionsniveau setzen. Glauben Sie mir, sie werden deshalb nicht verhungern, vielleicht aber mehr mitdenken und Budgetdisziplin üben in Zukunft.

    Ich kann dieser Regierung nur raten, was ich immer wieder schreibe und hier schon genannt habe, Föderalismusreduktion, Verwaltungsreduktion, etc. auch zu tun, oder zurückzutreten.

    • Kurt22
      19. August 2010 12:14

      Und wenn dann der Crash nicht mehr aufzuhalten ist, dann machen die Linken geschwind den Strache zum Bundeskanzler, weil dann ist der schuld am großen Krach, und man kann wieder fein donnerstags mit Lichterln auf die Straße gehen.

    • Josef Maierhofer
      19. August 2010 14:20

      Wenn man sich dann die Lichterln noch leisten kann, die gehen dann vom Heizkostenzuschuss ab.

      Die Linken machen sicher den Strache nicht zum Bundeskanzler, dazu sind sie zu machtgierig und angstvoll bemüht, daß die ganzen 'Leichen im Keller' und sonstige Machaloikes an die Öffentlichkeit schwimmen. Machen wir uns nichts vor, solange diese Geldtypen noch herumlungern, ist es auch bei den Sozialdemokraten nicht anders als bei den anderen Nehmern.

      Es ist ja jetzt auch schon der 'Reiche', der Steuerzahler, schuld an allem und die Stiftungen und die Spekulanten und die Banken.

      Es wäre schon auch wichtig die Budgetüberschreitungsanträge der letzten 40 Jahre zu studieren und nachzusehen, wer was wofür beantragt hat.

      Ich verstehe als selbst Armer natürlich die sozialistischen Träume schon, nur die haben sich leider in den letzten 40 Jahren gewandelt von real zu Traum und das Schlimme ist, sie haben es getan, die Träume wahr zu machen, aber auf Schulden. Und sie haben damit die Träume von einem halbwegs normalen Leben hier für das nächste Jahrhundert zerstört, nebst der Tatsache, daß wir jetzt auch noch die 'Fehlansiedlungen' wieder 'absiedeln' müssen, nebst der Tatsache, daß alle eingegangenen Haftungen schlagend werden, nebst der Tatsache, daß der Zahltag kommt, die Inflationsblase zerplatzen wird und die Bürokartieblase.

      Man kann eben nur verteilen, was man hat.

    • Kurt22
      19. August 2010 16:29

      @Josef Maierhofer: Ihren letzten Satz müßte man den Sozis mit dem Vorschlaghammer reinhauen.

    • Norbert Mühlhauser
      19. August 2010 21:14

      www.t-y-a.at

      @ Maierhofer:

      Die Herrschenden haben sich durch eine Gesetzesflut gut gegen dräuende Verwaltungsreduktionen abgesichert.

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 10:03

      @ Norbert Mühlhauser

      Dann werden sie, alle diese Täter, die Konsequenzen tragen müssen. Dann werden genau diese Menschen mit der Schuld leben müssen, den Zusammenbruch verursacht zu haben, die Beamten, die ÖBB-ler, die Politiker, Gewerkschafter und die sonstigen Privilegierten und Volksschädlinge, die glauben, sie hätten ein Recht dazu, die glauben ein Gesetz könnte sie schützen. Ein Gestz kann so lange schützen, solange es dieses Gesetz gibt.

      Wenn der IWF im Land steht, dann wird es vermutlich nicht mehr anders gehen können.

      Für wie schlecht müssen wir unsere Mitbürger halten ? Sie haben es geschrieben, für wie schlecht, mit der Gesetzesflut.

      Nach dem Zusammenbruch sind diese Gesetze weggewischt.

      Mein 89-jähriger war Beamter nach dem 2. Weltkrieg. Er hat gesagt, von dem Gehalt konnte man die Miete nicht zahlen, gerade einmal das Essen. Er hat von einem damals noch lebenden Onkel, der Bauer war in Niederösterreich, gelebt die ersten Jahre und er hatte Glück, nicht erwischt worden zu sein mit den Lebensmitteln. Er hat bei seinen Eltern gewohnt.

      Sich als Österreicher zu benehmen und den Schaden, den man verursacht hat, mitzutragen kommt wohl bei den schuldbehafteten Ösis nicht in Frage.

  36. W. Mandl
    19. August 2010 09:32

    Dass Konsum, der über Schulden finanziert wird, die Wirtschaft ankurbelt, glauben eigentlich nur mehr ein paar Keynesianer.

    Gemäß der österreichischen Schule der Nationalökonomie kann nachhaltiges Wirtschaftswachstum nur durch Investitionen durch Sparen (Konsumaufschub) entstehen.

    • Erich Bauer
      19. August 2010 09:58

      W. Mandl,
      "...Gemäß der österreichischen Schule der NATIONALÖKONOMIE..."

      Eine Nationalökonomie ist in einer globalisierten Wirtschaft eigentlich unmöglich. Fatal und ruinös ist aber der Umstand, daß nicht nur keine Wettbewerbsregeln im globalen Austausch existieren, sondern dadurch sogar massive Wettbewerbsverzerrung systematisch stattfindet. Und es gibt sogar verblendete DummschwätzerInnen, die dieses Werkbank-System als"(neo)liberal" ansehen können, das es zu bekämpfen gilt.

    • Celian
      19. August 2010 12:49

      Erich Bauer

      Nationalökonomie. So hat man früher die Lehre von der Volkswirtschaft genannt. Nichts zu tun hat das damit, dass der Konetxt der Nationalwirtschaft auf ein Volk oder ein Land beschränkt ist.

  37. inside
    19. August 2010 08:54

    Der Warenkorb ist für die Würscht.
    Der stimmt schon lange nicht mehr, weder hinten noch vorn'.
    Ich vermute einmal, der nicht anspringen wollende Inlandskonsum hat seine Ursache in der Tatsache, dass den normalen Durchschnittsbürgern einfach nichts bleibt zum konsumieren.
    Die Masse hat nichts zum Sparen.
    Der Anstieg der Spareinlagen (Sichteinlagen) stammt sicher nicht von der "Anonymen Masse". Der Rest hat schon 2 Autos und 3 Fernseher ....
    Man kann es auch Realitätsverweigerung nennen.

    • Josef Maierhofer
      19. August 2010 10:56

      Sie haben in allen Punkten recht.

      Für wirklichen Konsum wird es immer weniger Spielraum geben.

      Es ist Verweigerung der Realität, daß wir glauben, es gäbe nicht mehr den Massenkonsumenten. Leider gibt es ihn noch aber in dem Sinn, daß Unnötiges gekauft wird und auf Nötiges verzichtet werden muß.

      Ich sehe, je mehr die Lohnrunden bringen, desto mehr steigen die Preise, die sicher nicht so steigen könnten, hätten wir reale Löhne, die an der wahren Wirtschaft orientiert sind. Vergleichen wir die Preise zu 2002 ! Nicht den gekünstelten Warenkorb mit den Firmencomputern, etc. inkludiert, nein die Preise für das notwendige Leben ! Wir werden eine Vervielfachung der Preise feststellen, viel, viel mehr, als der 'Warenkorb' ergibt.

      Ich konnte in meinem ganzen Leben fast nie wirklichen Konsum fahren, habe ihn eigentlich auch nie gebraucht und das trifft auf die 'große' Masse nicht zu.

      Wir haben an der TU Wien in den 1970-er Jahren eine interessante Berechnung gemacht: Das Thema war Recycling, was bringt es, was kostet es. Wir haben eine elektrotechnische Anlage, etwa ein TV Gerät, als Beispiel genommen. Der Zusammenbau benötigt technische Leistungen und Arbeitspotential. Der Auseinenderbau oder Rückbau bis zur Wiederverwertbarkeit benötigt ebenfalls technische Leistungen und Arbeitskraft. Die Kosten eines solchen TV Gerätes würden sich in etwa (nicht ganz, 2/3) verdoppeln und folgende Effekte verursachen: der Preis für das TV Gerät würde stark steigen, es würden weniger TV Geräte gekauft werden, aber insgesamt mehr Menschen Arbeit haben damit und statt einem Fernseher pro Familienmitglied halt etwas weniger vorhanden sein und damit die Uwelt nicht mehr belastet werden. Ich habe mir damals gedacht, wäre auch nicht schlecht für das Familienleben, wenn die Familienmitglieder mehr miteinander tun als alleine mit TV, das hebt meiner Meinung nach auch die Lebensqualität.

      Also weniger Konsum ist sicher kein Schaden, und weniger TV-Konsum sicher auch nicht.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      20. August 2010 05:05

      @ Maierhofer

      Ich les' ja normalerweise Ihre Kommentare gerne, aber diesmal komm ich nicht mit.

      Wir kaufen weniger Fernseher um mehr Geld je FS. Bleibt der gleiche (aehnliche) Umsatz. 10 x 1000 = 5 x 2000 = 10.000. Dafuer beschaeftigen wir mehr Personen natuerlich um weniger Geld je Person. 5 x 2000 = 10 x 1000 = 10.000. Wenn wir jetzt noch all diesen Leuten beibringen, dass sie nicht nur weniger Konsumgueter konsumieren, dafuer aber mehr bezahlen und diese dann auch fachgerecht wiederverwerten sollen (was ja ohnehin normal sein sollte), sondern dasselbe auch mit Lebensmitteln und Energie tun muessten, dann haben wir das wirtschaftliche Perpetuum Mobile erfunden.

      Das Problem sind nicht der Konsum, die Loehne, Recycling, die Finanzkrise, das Wetter. Das Problem ist der Lebensstandard in den entwickelten und die Ueberbevoelkerung in den Entwicklungslaendern.

    • cmh (kein Partner)
      20. August 2010 10:24

      Würden alle Büche die gekauft wurden auch tatsächlich konsumiert = gelesen, würde der Konsum massiv einbrechen.

      Wären die Fernseher teurer, wäre auch das Fernsehprogramm besser, well man keine teuren Sachen kauft um dann Müll in die Wohnung zu bekommen. Dann könnte man das auch tatsächlich konsumieren. Derzeit wird das Fernsehprogramm ja geradezu für die Mülhalde produziert ohne Umweg über einen Konsum.

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 10:49

      @ Leopold Koller

      Damals war gerade erhöhte Arbeitslosigkeit und vor allem der Rückbauanteil bei Recycling interessant für Arbeitsplätze, was die Rechnung auch ergab.

      Das Problem ist der 'Lebensstandard', wie Sie richtig schreiben.

      Ist unserer derzeitiger 'Lebensstandard' wirklich ein solcher ? 3 Handys, 2 Laptops, 2 Fernseher, jeder ein Auto, Urlaub in Caorle, das Geld für die Miete schulden wir der Gemeinde, das Geld für den Firlefanz wird als uneinbringlich vom Universalversand abgeschrieben, der Freund ist keiner mehr, weil er die 2 000 €, die er geliehen hat, nach 15 Jahren noch immer nicht zurückbekommen hat, der Exekutor findet nichts, weil das Auto der Erbtante gehört, die Familie redet keine 3 Worte pro Tag und wenn, wird ums Geld gestritten.

      Der 'Lebensstandard' ist vermeintlich das Geld, der Konsum.

      Wer hat uns eigentlich zu solchen Miesratten erzogen ? Wird wohl schon das 'Geldgeschenk' gewesen sein, das Geld, das man nicht verdienen mußte, sondern nachgeworfen bekam. Das Geld, das wir zwar nicht hatten, aber auf Kredit bekommen haben, auch nachgeworfen. Das Geld das man sich einfach herausnahm auf Kosten der Allgemeinheit.

      Was für ein Glück hat es erzeugt ? Was wurde dadurch besser ? Nichts wurde besser, alles wurde schlechter, nur die Dummerln merken es erst, wenn es zu spät sein wird.

      Wo sind die Zeiten, wo man noch als Familie zusammen was unternommen hat, geredet hat, einander geholfen hat, einfach Zeit hatte füreinander.

      Es war wohl der 'Lebensstandard', der das zerstört hat, der 'Lebensstandard', den man auch haben mußte, auf Kredit.

      Jetzt haben wir den Kredit, und wo ist der Lebensstandard, wo ist der Spaß ?

    • Leopold Koller (kein Partner)
      20. August 2010 16:02

      @ Maierhofer

      Mit Lebensstandard habe ich natuerlich auch den privaten Konsum gemeint, vor allem aber den Sozialstaat. Ueberzogene Einkommen inkl. Pensionen speziell im staatlichen und staatsnahen Bereich, Mindestsicherung, Arbeitslosengeld, Fruehpension, Ueberbuerokratisierung, Subventionen, Verschwendung. Das muss alles bezahlt werden, daher brauchen wir Wirtschaftswachstum und Steuern. Also muessen die wenigen, die noch was leisten, mehr leisten. Daher braucht's zwei Einkommen in der Familie, weil sich eines nicht mehr ausgeht.

      Die Entwicklungslaender brauchen das Wirtschaftswachstum, da die Bevoelkerung explodiert. Den Abschaum, der nichts leisten will oder kann, schicken sie uns, weil die Bevoelkerung schneller waechst, als die Wirtschaft, und weil ihnen der Platz ausgeht. Und wir schicken ihnen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe. In China wird jetzt auch noch das Ein-Kind-Gesetz abgeschafft. Eh klar, gibt ja zu wenige Chinesen.

      Das sind die zwei Probleme, mit denen wir uns beschaeftigen muessen. Die Welt kann einfach kein unbegrentztes Wirtschafts- und Bevoelkerungswachstum vertragen. Es ist Schluss. Rien ne va plus!

      Wir muessen weniger konsumieren, den Sozialstaat und die Verschwendung zurueckfahren, die Nicht-integrierbaren heimschicken und die Fugen dicht machen. Nur dann koennen wir die Schulden abbauen und die Steuern senken. Dann wird eine Familie auch wieder mit einem Einkommen genug haben und auch Arbeit dafuer finden. Dann werden sich viele frauen auch wieder fuer's Kinderkriegen entscheiden.

      Die Entwicklungslaender werden sich dann auch selbst einfallen lassen muessen, wie sie ihre Bevoelkerungszahlen unter Kontrolle bringen. Die Natur wird den Rest besorgen.

  38. Erich Bauer
    19. August 2010 08:51

    Wenn die Löhne steigen, steigen die Preise, dann steigen wieder die Löhne... usf. Innerhalb der wechselseitigen Steigerungszeiträume werden "schnellebige" Güter massiv be-und erworben: iPads, Spielkonsolen, handys etc. Die kleinen Hamster im Hamsterrad werden dabei einerseits von argwöhnischen Blicken der "Wenigleister" und "Vielleistungsbezieher" (Parteifunktioäre, Beamte, FAMILIENmitglieder in den geschützten Bereichen) beobachtet und andererseits mit immer absurderen "Gesetzespeitschen" angetrieben. Klar, daß die "Hamsterrolle" immer unattraktiver wird. Zu den Wenigleister/Vielbezieher kommen jetzt noch die Wenigleister/Wenigbezieher (Mindestversorgte) dazu. Solange bis auch der letzte blödeste Hamster kapiert, daß er nie vorwärts kommen kann, sondern immer nur auf der Stelle bleibt, bis er umfällt. Die Hoffnung der Wenigleister und Vielbezieher/Wenigbezieher liegt dann in der Zuwanderung...

    • W. Mandl
      19. August 2010 09:39

      @Erich Bauer

      Interessant in diesem Zusammenhang:
      John Naish: "Genug", 2008

      Die Frage, ob immerwährendes Wachstum der Wirtschaftsweisheit letzter Schluss ist, wird von Naish klar mit "Nein" beantwortet, u.a. mit den Argumenten der ökologischen Grenzen und dass mehr Besitz, mehr Information, mehr Arbeit, mehr Auswahl keineswegs mehr Glück bedeutet.

      Durchaus lesenswert.

    • Der kleine Nick
      19. August 2010 09:46

      Und ich hab gedacht, "Genug" ist der Titel des lange ersehnten Werkes von Josef Pröll, quasi ein Fortsetzungsband zu Molterers "Es reicht".

    • Norman Bates
      19. August 2010 10:45

      @Der kleine Nick

      Nein, unsere Politiker haben "Der Weg zur Knechtschaft" von Friedrich August von Hayek gelesen.

      Sie haben es aber nicht verstanden und führen uns jetzt tatsächlich in die Knechtschaft.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      20. August 2010 04:29

      @ Nick

      Der war gut! Selten so gelacht.

  39. FranzAnton
    19. August 2010 08:18

    Der Prozentsatz jener Österreicher, die z.B. A.U.'s Kommentare lesen, ist mutmaßlich verschwindend gering. Parteisekretariate, die's nolens volens lesen werden müssen, werden dadurch höchstens zu Gegenaktionen herausgefordert.
    Ideologisch festgefahrene Menschen lassen sich eben durch nahezu keinerlei Argumente, und seien diese noch so offensichtlich und richtig, von ihren Denkmustern abbringen, nicht einmal um den Preis des eigenen Lebens (wie man seit einiger Zeit weiß).

    Richtig gefährlich wird es aber, wenn, wie (nicht nur) bei uns in Österreich, realitätsresistente Ideologie - Fans die nahezu totale Medienmacht ergattert haben.
    Sie könnten nämlich zum schlechten Ende im Stande sein, die Mehrheit der Harmlosen, Vertrauensseligen, und jener, denen die Beschäftigung mit politischen Thematiken - nicht unberechtigterweise - als ineffizient, unmoralisch, seelisch belastend und strapaziös, kurzum unerquicklich, erscheint, am Nasenring in den Abgrund führen (was sie, jedenfalls bei uns, mehrheitlich zweifellos weder selber wollen noch glauben, ganz im Gegenteil).

    Wie schon so oft hier dargelegt, sollte ein größerer Anteil der Bevölkerung, als in festgefahrenen Politzirkeln sitzen, die Chance bekommen, an der politischen Willensbildung mitzuwirken, insbesondere jederzeit, nicht nur zu den wenigen (- und noch weniger gewordenen! - siehe Nationalratswahlen -) Wahlterminen.

    Die einzige Möglichkeit, unseren wirtschaftlichen, kulturellen und menschlich - moralischen allgemeinen Abstieg, welcher sich schon seit längerer Zeit abzeichnet, noch aufzuhalten, besteht meinem Dafürhalten nach im Aufbau direktdemokratischer Strukturen.

    Gottseidank mehren sich die Anzeichen dafür, daß Andere genau so denken, und bereits aktiv werden.
    Hier nochmals mir bekannte Homepages: http://www.mehr-demokratie.at/ ;
    www.maennerpartei.at/

    sowie die Initiative:
    "San Francisco Declaration on Modern Direct Democracy" -
    Greetings from San Francisco and the 2010 Global Forum on Modern Direct Democracy:

    “We are from all corners of the world and from all walks of life.
    Among us are scholars, journalists, activists, petitioners, philanthropists, artists, elected officials, election administrators, non-profit managers, lawyers, businesspeople, and farmers.......... “ Bitte selber suchen und lesen!

    • Rupert Wenger
      19. August 2010 09:35

      Grundsätzlich halte ich den Weg der Stärkung der direkten Demokratie zur Verhinderung des "wirtschaftlichen, kulturellen und menschlich - moralischen allgemeinen Abstiegs" durchaus für richtig. Widersprechen möchte ich nur der Ansicht, es sei der einzige Weg. Vor allem müsste erst einmal der Einfluss der Parteien auf alle Bereiche des Lebens gebrochen werden. Solange die Medien geschlossen in eine bestimmte Richtung manipulieren können, bleibt direkte Demokratie stark beeinflussbar.
      Auch mich beschäftigt die Frage, wie wir aus dem Zustand des hilflosen Suderns über die politische Situation hinauskommen. Dazu bräuchten wir vorerst ein Forum, auf dem wir uns organisieren können. Dann erst können wir über ein gemeinsames Ziel und Strategien zur Umsetzung des Zieles machen. Wer hat eine Idee dazu?

    • Erich Bauer
      19. August 2010 10:21

      Rupert Wenger,

      Außerparlamentarische Opposition? Auf "Standln" werden Flugblätter verteilt (muß weder in Farbe noch Hochglanz sein)? Themenmangel ist sicher nicht das Problem. Vollangriff auf den p.c.? Auf Mundpropaganda setzen (ist die beste Werbung). Systemmedien net amol ignorieren...

    • Patriot
      19. August 2010 10:38

      Der Prozentsatz jener Österreicher, die z.B. A.U.'s Kommentare lesen, ist mutmaßlich verschwindend gering.

      Wenn nur "Partner" lesen und schreiben dürfen, dann werden es kaum mehr werden. 24 Stunden sind im Internetzeitalter eine lange Zeit. Da haben Rauscher und Co schon längst den nächsten Unsinn ausgeheckt.

      Wer das ähnlich sieht, sollte es Herrn Unterberger wissen lassen.

    • Erich Bauer
      19. August 2010 11:32

      Patriot,
      "...24 Stunden sind im Internetzeitalter eine lange Zeit..."

      Seh' ich auch so. Auf meine weitere Zahlungsbereitschaft hätte der Verlust des Privilegs als "Erstleser" jedenfalls keinen Einfluß. In der Löwelstraße und Lichtenfelsgasse weiß man genau, daß die "Erstleserregelung" vorerst die politische "Luft rausläßt". Aber, wie dem auch sei, es ist der Blog von A.U. Immerhin hat dieser Blog schon einigen Staub aufgewirbelt. Und viele "superclevere" Internet-Experten sind mit ihren Prognosen - insebsondere was die Zahlungsbereitschaft betrifft - in ihrem eigenen Hohn- , Spott- und Neidsumpf bis zu den Nasenlöchern untergeschwappt. Das Medium Internet hat noch keine allgemein gültigen Gesetze. Es gilt: Versuch - Irrtum - neuer Versuch.

    • Samtpfote
      19. August 2010 11:37

      Erich Bauer

      vollkommen richtig!
      Der Blog ist endlch von erne (und seinen 23 verschiedenen Nicks) befreit.
      Die Löwelstrassler lesen sicher noch mit. Nur verpufft deren Blogaufblähung im Niemandsland.
      Gut so.

    • Patriot
      19. August 2010 13:14

      @Erich Bauer

      Es gilt: Versuch - Irrtum - neuer Versuch.

      Genau!

      Ich habe auch schon vorher "gespendet" (was von A.U. richtigerweise als Aufwandsentschädigung bezeichnet wird). Für mich ist der Blog einerseits als Leser wichtig, und andererseits seine schlichte Existenz! Zweiteres wird aber dadurch entwertet, daß der Zugriff im wesentlichen Teil des Lesens aber auch des Kommentierens eingeschränkt wurde.

      Es bleiben ja auch nicht einmal die Artikel länger als eine Woche stehen. Wie soll ich ernsthaft jemandem diesen Blog empfehlen, wenn die Artikel nur von Tag 2 bis Tag 7 verfügbar sind? Den STANDARD bekommt man sogar als gedruckte Ausgabe nachgeworfen.

      @Samtpfote

      Mit Idioten muß man überall leben. Außer man sperrt sich zuhause im Dunkeln ein.

    • Rupert Wenger
      19. August 2010 17:19

      Sehr geehrter Erich Bauer! Noch habe ich keine konkrete Vorstellung, glaube aber, dass in diesem Blog genügend hoch intelligente Menschen vorhanden sind, mit denen man sich gemeinsam überlegen könnte, wie wir wirksam werden könnten. Derzeit sehe ich uns in der Rolle der Alten Herren in der Muppet-Show. Nach meiner beruflichen Erfahrung könnten wir nach Erarbeitung eines gemeinsamen Standpunktes und gemeinsamer Ziele an die Überlegung von Strategien machen, in welcher Form wir wirksam werden könnten. Außerparlamentarische Opposition wäre wohl nur ein letztes Mittel, vor diesem müsste es doch eine Reihe anderer Möglichkeiten geben. Die Zeit für eine liberale Gruppierung rechts der Mitte ist reif. Also könnten wir durchaus potente Verbündete finden.

    • Johann Scheiber
      19. August 2010 18:17

      Eine Möglichkeit wäre doch auch, die Lesefunktion zu öffnen, den Kommentarbereich aber für einen Tag den Partnern zu reservieren.

    • Erich Bauer
      19. August 2010 18:33

      Rupert Wenger,
      "...Außerparlamentarische Opposition wäre wohl nur ein letztes Mittel..."

      Sehr geehrter Herr Rupert Wenger,
      ich fürchte, die APO ist nicht nur ein letztes Mttel, sondern derzeit überhaupt nur noch das einzige Mittel. Und ich sehe das gar nicht pessimistisch. Übrigens ist das nur meine persönliche Meinung. Denn, DIESES Parlament ist von Innen nicht mehr reformierbar. Eine parlamentarische Demokratie, die auch diesen Namen verdient, kann von dort nicht mehr entstehen. Ich würde es als "Infektionsherd" bezeichnen, der auch die lautersten Persönlichkeiten innerhalb kürzester Zeit dem Siechtum der "Ausbeutertobsucht" überantwortet. Der Rubicon ist hier schon längst überschritten. Ich meine daher, daß man die derzeitigen Parlamentarier, fürs erste, nur noch von AUSSEN ZWINGEN kann und dann nach und nach rausschmeißen und ersetzen muß.

    • Josef Maierhofer
      19. August 2010 18:52

      Man kann jeden Tag Dr. Unterberger's Kommentar und den besten Kommentar dazu an alle Blogs, an alle Politiker verschicken, dann sind das eine enorm hohe und wichtige Zahl von Menschen, die zumindest die Möglichkeit haben, die darauf hingewiesen werden, das zu lesen. Dazu müsste man nur die Adressaten ausfindig machen und in Vetrsandlisten eintragen.

      Daß der Indoktrinierte und der Desinteressierte das nie lesen wird, selbst, wenn es ihm als Hauspost zugestellt wird, das sehe ich praktisch in meinem Haus, wo der Papiercontainer praktischer weise neben den Postkästen steht.

      Man kann täglich einen Fernsehspot zahlen oder eine Anzeige in einer 'Qualitätszeitung', je nach Zielpublikum. Auch das hat fraglichen Erfolg.

      Auch das wird fragwürdigen Erfolg bringen, wenn ich mich selbst hernehme, mit welcher Aufmerksamkeit ich die Schienen und ÖBB in 'Heute' z,B. verfolge. Ich zähle maximal die Seiten der Korruption und denke daran, wieviel Steuergeld und/oder Schulden das wieder kostet.

      Was ich aber für sinnvoll erachte, wäre es, die ÖVP aufzufordern, schleunigst dafür zu sorgen, daß der ORF vom Rotfunk zum Staatsfunk gemacht wird. Daß Radio- und TV- Programme mit verschiedenen Redakteuren neu besetzt werden und - dem derzeitigen Regierungsstand entsprechend - unabhängig zueinander in Konkurrenz gesetzt werden.

      Wir brauchen Vielfalt, dann gibt es Vielfalt an Information und Vielfalt an Meinung und dann wird es sicher mit der Zeit dazu führen, daß die Wahrheit greift. Wer manipuliert, verliert.

      Es hat das schon einmal gegeben und sogar die Nachrichtensendungen von ORF 1 und ORF 2 waren damals um etwa eine halbe Stunde verschoben angesetzt, sodaß man bequem beide Nachrichten und die Themen verarbeiten konnte.

      Das hielte ich für machbar.

      Sonst bleibe nur ein diesbezügliches Volksbegehren.

    • Rupert Wenger
      19. August 2010 19:57

      An alle, die geantwortet haben! Bitte verzeihen sie, dass ich nicht jeden einzelnen antworte. Nur soviel: Ich bin ebenfalls grundsätzlich pessimistisch, was die Aussichten auf einem legalen Umsetzungsweg betrifft. Für einen gewaltsamen als Alternative bin ich aber nicht zu haben, weil auf gewaltsamen Weg wohl keine funktionierende Demokratie aufzubauen ist und auf den Zusammenbruch unserer derzeitigen Ordnung möchte ich auch nicht warten, weil ich meinen Kindern eine Welt hinterlassen will, die nicht wesentlich schlechter ist, als die, die wir von unseren Vätern übernommen haben. Johann Scheiber möchte ich fragen, was er unter der Lesefunktion versteht. Tut sich hier ein brauchbares Forum auf? Jedenfalls ersehe ich großes Interesse an der Frage, was wir ändern könnten, anstatt nur zu "sudern" Schlage deshalb vor, wir bleiben an dieser Stelle im Blog, bis wir ein besseres Forum gefunden haben.

    • Brigitte Imb
      19. August 2010 20:10

      Rupert Wenger

      Lesefunktion - Es ist wohl gemeint, dass die Nichtpartner den vollen Text lesen können, nicht nur den 1. Abs.

    • terbuan
      19. August 2010 21:37

      An alle verdrossenen, verzweifelten und resignierten Poster:
      Dieses Forum bekommt immer mehr eine mehrdimensionsale Dimension. Es gibt nicht nur Postings als Antwort auf einen Kommentar von Dr. Unterberger.
      Es gibt auch zahlreiche Versuche hier, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten um in diesem Land etwas zu bewegen, sehr erfolgreiche auch, wie ich aus eigenen Erfahrungen erlebt habe. Man muß es nur versuchen, ich stelle hier z.B. eine Adresse in das Forum und freue mich auf jeden Kontakt:
      aon.913492065@aon.at

    • Samtpfote
      20. August 2010 09:00

      Lesefunktion von Johann Scheiber

      Dies wäre tatsächlich eine perfekte Lösung.
      Lesen sofort ja, kommentieren erst nach 24 Stunden.
      Das würde den Kritikern des derzeitigen Modus den Wind aus den Segeln nehmen.

      Wir würden nicht für das Recht "der ersten Nacht" bezahlen, sondern für das Recht auf Kommunikation.

    • terbuan
      20. August 2010 09:18

      Samtpfote
      ich bin da ausnahmsweise nicht Ihrer Meinung, das würde nur die Vorteile der zahlenden Partner schmälern und den Kampfpostern die Möglichkeit geben, früher Ihre Ergüsse zu formulieren um sie dann bei erster Gelegenheit hochzuladen!

    • Josef Maierhofer
      20. August 2010 11:10

      @ terbuan

      Der Modus ist ziemlich egal, wann jemand Argumente einbringen kann.

      Was die 24 Stunden Verzögerung für 'Nichtmitglieder' gebracht hat, ist ganz sicher dieser kindische Spam, der von inkompetenten 'Kampfpostern' in polemischer Art die Argumente zu überschwemmen versucht hat.

      Das, so nehme ich an, war der Grund und hat in diesem Punkt auch Verbesserungen gebracht.

      Diejenigen, die immer Argumente gebracht haben, bringen sie auch noch 24 Stunden später.

      Ich für meinen Teile gehe auch nach dieser Zeit auf eingebrachte Argumente ein.

      Wir wollen ja nicht Unsinn produzieren, sondern Beiträge und da ist es schon sinnvoll gewesen, sich vor diesem 'Müll' an 'Kampfpostern' zu schützen, schließlich geht es um Argumente und Diskussionen.





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