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Schweizer müsste man sein

Alle Nachbarregionen wollen laut einer Weltwoche-Umfrage der Schweiz beitreten. Das hat etliche Medien massiv erregt. Es gibt aber keinen Grund für die Aufregung.

Denn die Sehnsucht nach der Schweiz ist mehr als verständlich. Und zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen man wegen solcher Gedanken als Hochverräter vor Gericht gekommen ist (auch wenn das manche angeblich „fortschrittlichen“ Menschen wieder gerne so hätten).

Wichtigstes Motiv der Schweiz-Sehnsucht ist die vernünftige Finanzpolitik der Eidgenossen, die von Sparsamkeit, niedrigen Steuern und gesundem Menschenverstand geprägt wird. Die sogar in Krisenzeiten ohne Defizite auskommt. Gleich dahinter kommt die direkte Demokratie, die von den österreichischen oder deutschen Politikern so verabscheut wird.

Dabei ist gerade die direkte Demokratie die Hauptursache für die finanzpolitische Vernunft in der Schweiz. Sie ist der Beweis, dass die Summe der Bürger viel vernünftiger ist als die Summe der repräsentativ gewählten Politiker, die ständig populistisch-opportunistisch statt populär-mutig agieren. Sie wäre daher auch ein gutes Mittel, um die Österreicher, Deutschen, Italiener ihre Schweiz-Träume vergessen zu lassen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2010 15:01

    Die Schweizer haben sich ihres Selbständigkeit bewahrt, bzw. nicht nehmen lassen. Die Österreicher wurden über Jahrzehnte sukzessive entmündigt.

    Alleine die Auszahlung des exakten Bruttolohnes bewirkt, dass die Schweizer ein anderes Verhältnis zu Geld und Kostenaufwand besitzen, sie müssen sich selbst um ihre Belange kümmern und werden nicht vom Staat zwangsbeglückt, indem ihnen die Pflichtabgaben, wie bei uns, abgezogen werden.

    Fragen Sie einen Österreicher wieviel er f. Krankenversicherung, od. Pensionsbeitrag zahlt, er weiß es nicht (bzw. die wenigsten wissen es).
    Die vorgegaukelte Einfachheit - man könnte auch Teilentmündigung sagen- versperrt den Österreichern die Sicht auf Kostenwahrheit.

    Ich bin überzeugt davon, wüßte jeder Österreicher genau wieviel er tatsächlich erarbeiten muß, um den Staat zu finanzieren, würde sich das Wahlverhalten und die Politikmüdigkeit ändern. Die Bürger täten sich auch wesentlich leichter gegen die Verschwendungspolitik anzutreten - Stichwort 'Steuerboykott' - in Ö nur bei Selbständigen (Minderheit) möglich.

  2. Ausgezeichneter Kommentatordonnerlütchen
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2010 11:41

    Bin nicht in der Nachbarregion beheimatet, möchte aber trotzdem der Schweiz beitreten. Zumindest raus aus dem EU Sauhaufen und mit den Helvetiern eine Wirtschaftsgemeinschaft anstreben . (EFTA !?)

  3. Ausgezeichneter KommentatorSteuerzahler
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2010 19:07

    http://www.akte-islam.de/3.html

    Studie: Ab 2012 werden die Muslime wieder überall aus Europa
    vertrieben

    Das amerikanische Trend Reserach Institute zählt seit 1980 zu den
    angesehensten Prognose-Instituten der Welt. Es wird regelmäßig von
    den führenden anglo-amerikanischen Medien zitiert. In der soeben
    erschienenen Sommerausgabe des von diesem Institut veröffentlichten
    Trends Journal (Summer Issue 23/No.10) heißt es in einem 28 Seiten
    langen Bericht, dass die Wirtschaftskrise schon in wenigen Monaten mit
    nie geahnter Macht und kaum vorstellbaren wirtschaftlichen Folgen auf
    Amerikaner und Europäer zurückschlagen werde. Die nur für
    Abonnenten zugängliche und nicht online verfügbare gedruckte Ausgabe
    befasst sich vor allem mit den daraus resultierenden Folgen. Der Chef
    des Trend Reserach Institutes, Gerald Celente (ein Italo-Amerikaner),
    empfiehlt allen in Europa lebenden Muslimen und islamischen Gruppen
    schon jetzt, Fluchtpläne zu erarbeiten oder aber Europa schon jetzt
    allmählich wieder zu verlassen, da sich in Europa die Geschichte
    wiederholen werde und es flächendeckend zu derzeit noch kaum
    vorstellbaren Vertreibungen von Muslimen kommen werde. Die Empfehlung,
    Fluchtpläne zu erarbeiten, sei "nicht übertrieben", schreibt die
    Fachzeitschrift. Die ethnischen Säuberungen, die sich dann nur gegen
    zugewanderte Muslime richteten, würden 2012 beginnen und etwa 2016
    beendet sein. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hätten
    nicht die geringste Chance, dagegen einzugreifen, weil überall in der
    EU Nationalismen, ethnische und religiöse Spannungen plötzlich
    wieder aufbrechen würden und das Überleben der jeweiligen
    Regierungen bedrohten. Der brutale Schrei nach Autonomie, den man
    derzeit nur von Schotten, Basken und Flamen in Europa höre, werde
    schon in wenigen Monaten in Europa flächendeckend zum Normalfall
    werden, weil keine Region mehr für die andere oder gar für Migranten
    aus fernen Ländern bezahlen wolle. Es sei unmöglich, Menschen aus
    verschiedenen Kulturkreisen per Gesetz dazu zu zwingen, auf Dauer
    friedlich miteinander zu leben. Daran änderten Migrantenquoten,
    Verordnungen, Gesetze und Zwangsmaßnahmen nichts - nur
    vorübergehend. Und dann brächen die alten Rivalitäten um so
    schlimmer wieder auf. Es werde vor diesem Hintergrund möglicherweise
    sogar zu Kriegen in Europa kommen und die Geschichte werde sich beim
    Thema ethnische Säuberungen ganz sicher wiederholen. Das sei jetzt
    klar absehbar. Denn überall in Europa würden die Bürger bei der
    Rückkehr der Wirtschaftskrise die Frage stellen, was Migranten
    eigentlich kosteten - und dann müsse die jeweilige Regierung
    antworten. Die Frage nach den Kosten der Migration sei in
    wirtschaftlich guten Zeiten von der Politik stets verdrängt worden.
    Das Trend Research Institute ist unverdächtig, politisch rechts oder
    links zu stehen und für oder gegen eine Ideologie oder Religion zu
    sein. Und Gerald Celente hat in den vergangenen 20 Jahren mit der
    Präzision eines Scharfschützen immer wieder auf die absehbaren
    politischen Entwicklungen in der Welt aufmerksam gemacht. Vom
    Zusammenbruch der früheren Sowjetunion bis zur aktuellen
    Wirtschaftskrise - stets hat sein Institut Recht behalten. Aber nie
    wollte man seinen neuesten Prognosen in Europa Glauben schenken -
    anders als in den USA, wo er und sein Institut Stars sind. So wird es
    wohl auch in diesem Falle sein. (Quelle: The Trends Journal Summer
    Issue 2010 / Vol. XVIII, No. 23).

  4. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher Partner Homepage
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2010 20:26

    Gehört zwar nicht ganz hier her, trotzdem:

    Schrecklicher Frust, der sich da von den "Nichtzahlern" beim Thema "Künstlerhaus" zeigt. Diese Leute sind über die Blogumstellung so verärgert, dass sie mit unsachlichen Argumenten und dem Einschleussen von Bildern infolge einer augenblicklichen Schwachstelle im Blog-Programm ihrem Ärger Luft machen müssen. Am meisten ärgern sich diese Leute aber, dass sie diese Scherze nicht in den neuesten Diskussionsthemen unterbringen können. AU könnte natürlich über die IP-Adresse zum Ursprung gelangen, aber wegen einer "Geschäftsstörung" wird er sicher nicht vor Gericht treten.
    Da denkt man oft, welche Vor- und Nachteile die Anonymität bei Postern mit sich bringt. Auch wenn diese Leute nur mit (manchmal auch wechselnden) Nicknames auftreten, so haben sie sich schon selbst qualifiziert.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorcontra
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2010 01:07

    Alleine, daß die Schweiz selbstbestimmt geblieben und nicht der EU beigetreten ist, macht sie begehrenswert.
    Ich möchte wieder einmal vorschlagen, daß Österreich mit Bayern, Schweiz, Liechtenstein und Südtirol einen starken Block in der Mitte Europas bildet und das Wichtigste: ohne EU-Diktat natürlich, das hätte Sinn und Zukunft! :-)

  6. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2010 14:20

    Hierzulande werden Leistungsträger abgeräumt wie ein Christbaum, der Leviathan EU-Staat fordert seinen Obulus,bei gleichzeitiger Minderung der nationalen Souveränität . In der Schweiz gibt es dagegen durch den Steuerwettbewerb unter den Kantonen noch verträgliche Steuern und unabhängiges selbstbestimmtes Auftreten gegenüber der EU. Kein Wunder, dass viele neidisch über die Grenze luagen.

    Dabei ist in der Schweiz auch nicht alles rosig, was glänzt. Da gibt es den Skandal rund um die Erpressung der USA, die versucht haben, das Bankengeheimnis für US-Bürger zu brechen und der Schweizer Bundesrat schläft oder macht mit. Aber die Schweizer haben eben noch die direkte Demokratie, um ein bisschen was auszugleichen, das Minarett-Verbot hätte die Schweizer Regierung nie eingeführt, die direkte Demokratie macht‘s möglich.

    In der Schweiz ist zwar auch nicht alles Eitel, Wonne, Waschtrog. Aber immer noch um vieles besser als in hierzulande. Die meisten Deutschen wandern übrigens aus – in die Schweiz.

  7. Ausgezeichneter KommentatorPaige
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2010 10:02

    Das Schweizer Volk ist halt aber auch demokratiereif. Diese Reife hat unseres nicht. Es fehlt die Mündigkeit. Die Umstellung auf ein verantwortungsbewusstes Volk dauerte mind. 30 Jahre. Zunächst würden Abstimmungen bei uns nur dieses Ergebnis liefern: Jeder soll mehr bekommen und keiner soll Steuern und Abgaben zahlen mit Ausnahme der Superreichen...

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSteuerzahler
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2010 19:07

    http://www.akte-islam.de/3.html

    Studie: Ab 2012 werden die Muslime wieder überall aus Europa
    vertrieben

    Das amerikanische Trend Reserach Institute zählt seit 1980 zu den
    angesehensten Prognose-Instituten der Welt. Es wird regelmäßig von
    den führenden anglo-amerikanischen Medien zitiert. In der soeben
    erschienenen Sommerausgabe des von diesem Institut veröffentlichten
    Trends Journal (Summer Issue 23/No.10) heißt es in einem 28 Seiten
    langen Bericht, dass die Wirtschaftskrise schon in wenigen Monaten mit
    nie geahnter Macht und kaum vorstellbaren wirtschaftlichen Folgen auf
    Amerikaner und Europäer zurückschlagen werde. Die nur für
    Abonnenten zugängliche und nicht online verfügbare gedruckte Ausgabe
    befasst sich vor allem mit den daraus resultierenden Folgen. Der Chef
    des Trend Reserach Institutes, Gerald Celente (ein Italo-Amerikaner),
    empfiehlt allen in Europa lebenden Muslimen und islamischen Gruppen
    schon jetzt, Fluchtpläne zu erarbeiten oder aber Europa schon jetzt
    allmählich wieder zu verlassen, da sich in Europa die Geschichte
    wiederholen werde und es flächendeckend zu derzeit noch kaum
    vorstellbaren Vertreibungen von Muslimen kommen werde. Die Empfehlung,
    Fluchtpläne zu erarbeiten, sei "nicht übertrieben", schreibt die
    Fachzeitschrift. Die ethnischen Säuberungen, die sich dann nur gegen
    zugewanderte Muslime richteten, würden 2012 beginnen und etwa 2016
    beendet sein. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hätten
    nicht die geringste Chance, dagegen einzugreifen, weil überall in der
    EU Nationalismen, ethnische und religiöse Spannungen plötzlich
    wieder aufbrechen würden und das Überleben der jeweiligen
    Regierungen bedrohten. Der brutale Schrei nach Autonomie, den man
    derzeit nur von Schotten, Basken und Flamen in Europa höre, werde
    schon in wenigen Monaten in Europa flächendeckend zum Normalfall
    werden, weil keine Region mehr für die andere oder gar für Migranten
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    sein. Und Gerald Celente hat in den vergangenen 20 Jahren mit der
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    wollte man seinen neuesten Prognosen in Europa Glauben schenken -
    anders als in den USA, wo er und sein Institut Stars sind. So wird es
    wohl auch in diesem Falle sein. (Quelle: The Trends Journal Summer
    Issue 2010 / Vol. XVIII, No. 23).


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  1. Trinity (kein Partner)
  2. Abdullh (kein Partner)
    22. Januar 2015 09:04

    Aprtaenply this is what the esteemed Willis was talkin' 'bout. http://cyjenboh.com [url=http://deheyabj.com]deheyabj[/url ] [link=http://tfzxfmiciii.com]tfzxfmiciii[/link ]

  3. Francesca (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:36

    There's a secret about your post. ICITTBYHTKY

  4. Net (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:37

    This shows real expeetisr. Thanks for the answer.

  5. Foued (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:32

    Way to use the internet to help people solve prmosebl!

  6. M.U. Shrooms (kein Partner)
    20. Juli 2010 00:56

    Ostösterreicher müssen sich keine Sorgen machen. Um die geht es
    nicht, beruhigt euch wieder.

  7. karpf (kein Partner)
    19. Juli 2010 23:05

    Nicht alle Bestimmungen der Österreichischen Verfassung eignen sich
    für eine Direkte Demokratie. Im besonderen das Verbot der Leugnung
    und Verharmlosung dürfen niemals zur Diskussion gestellt werden!

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      20. Juli 2010 19:33

      Irrtum, karpf, alles steht zur Disposition, alles.

  8. Steuerzahler (kein Partner)
    19. Juli 2010 21:48

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/tod-von-kirsten-heisig-das-ende-der-selbstmordversion-teil-3-.html

    • meriva (kein Partner)
      19. Juli 2010 22:57

      Geh bitte, der Wisniewski hat ja schon beweisen, dass Haider von
      grünen Marsmännchen ermordet wurde. Lächerlich ...

    • donnerlütchen
      20. Juli 2010 16:31

      opel meriva - einen solchen Lötzinn habe ich schon lange nicht
      gelesen.

  9. Nero (kein Partner)
    19. Juli 2010 20:59

    Die Schweizer sind in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen. Wir
    Österreicher kommten aus dem monarchischen, mit allen Vor- und
    Nachteilen. Bis vor kurzem (und auch heute?) gab es bei uns keine
    Volksbefragungen. Alles wurde vom Herrschaftssystem (Kaiser)
    entschieden. Wir wählen den BP auf 6 Jahre, in der Schweiz wechselt
    er alle 6 Monate. Wir tendieren zu stabilen Machtzentren, die Schewiz
    kennt solche nicht. Das ist die Theorie, Die Praxis weicht oft arg ab.
    Wir kommen auch aus dem katholischen Kulturkreis, die Schweizer aus
    dem kalvinistischen. Das gibt große Differenzen auch im Alltagsleben.

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 21:07

      41 Prozent der Schweizer sind römisch-katholisch, 40 gehören
      reformierten Kirchen an ;)

    • Celian
      19. Juli 2010 21:26

      Stimmt Nero, bei uns hat es nie eine Gegenbewegung gegen die
      röm.-kath. Kirche gegeben. Die Schweizer waren in der Beziehung immer
      recht eigensinnig, die Österreicher dagegen obrigkeitshörig.

      Die Habsburger sind ja eigentlich Schweizer Abstammung (aus dem
      heutigen Kanton Aargau), wurden von den Schweizern vertrieben und
      haben sich in Österreich sesshaft gemacht.

  10. H.F. (kein Partner)
    19. Juli 2010 20:14

    Welche Medien haben sich denn massiv erregt?
    Welche fortschrittlichen Menschen wollen denn solche Meinungen als
    Hochverrat unter Strafe stellen?

    Vermutlich niemand, wie so oft eine Erfindung des A.U. (so wie das
    DDT Verbot in der dritten Welt - ein Artikel weiter unten).

    Aber man muss die Klaviatur der Empörung natürlich immer wieder mit
    solchen Phrasen bespielen, sonst wären ja auch viele Artikel völlig
    inhaltsleer. Gleichzeitig kann man so seine Feindbilder am Leben
    erhalten und kultivieren. Gemeint sind natürlich mit diesen
    Unterstellungen die linkslinken Medien und die rotgrünen Gutmenschen.
    Man muss sie nur immer wieder von allen Seiten (und am besten ohne
    Fakten) angreifen, erwähnen, verspotten usw. Damit sichert man sich
    die Hochachtung der meisten Krönchenträger die ja oft im Wahn leben
    von diesen verfolgt und unterdrückt zu werden.

    ...unsere tägliche Dosis Suderei gib uns heute!

    • Undine
      19. Juli 2010 21:30

      @H.F.

      Und Sie haben keine Feindbilder, gell.

    • max (kein Partner)
      19. Juli 2010 23:25

      Lieber H.F., spontan fiele mir da der Artikel von Jürg Altwegg in der
      FAZ ein.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. Juli 2010 00:06

      Meinen Sie den Artikel von Jürg Altwegg vom 25.6.? Der kann sich
      erstens rein temporär über die Weltwocheumfrage erregt haben,
      zweitens haben Sie vermutlich Sarkasmus mir Erregung verwechselt.
      http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E8D0667B7609A41ABA04824F25CE15B53~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • max (kein Partner)
      20. Juli 2010 00:18

      Lieber Schnabeltierfresser, nein, über die Weltwoche-Umfrage hat er
      sich nicht erregt, sondern über das Postulat Bättig, dem diese
      Umfrage zugrunde liegt. Und glauben Sie mir, ich kenne den Unterschied
      von Sarkasmus und Erregung, Herr Altwegg eher nicht.

  11. Steuerzahler (kein Partner)
    19. Juli 2010 19:07

    http://www.akte-islam.de/3.html

    Studie: Ab 2012 werden die Muslime wieder überall aus Europa
    vertrieben

    Das amerikanische Trend Reserach Institute zählt seit 1980 zu den
    angesehensten Prognose-Instituten der Welt. Es wird regelmäßig von
    den führenden anglo-amerikanischen Medien zitiert. In der soeben
    erschienenen Sommerausgabe des von diesem Institut veröffentlichten
    Trends Journal (Summer Issue 23/No.10) heißt es in einem 28 Seiten
    langen Bericht, dass die Wirtschaftskrise schon in wenigen Monaten mit
    nie geahnter Macht und kaum vorstellbaren wirtschaftlichen Folgen auf
    Amerikaner und Europäer zurückschlagen werde. Die nur für
    Abonnenten zugängliche und nicht online verfügbare gedruckte Ausgabe
    befasst sich vor allem mit den daraus resultierenden Folgen. Der Chef
    des Trend Reserach Institutes, Gerald Celente (ein Italo-Amerikaner),
    empfiehlt allen in Europa lebenden Muslimen und islamischen Gruppen
    schon jetzt, Fluchtpläne zu erarbeiten oder aber Europa schon jetzt
    allmählich wieder zu verlassen, da sich in Europa die Geschichte
    wiederholen werde und es flächendeckend zu derzeit noch kaum
    vorstellbaren Vertreibungen von Muslimen kommen werde. Die Empfehlung,
    Fluchtpläne zu erarbeiten, sei "nicht übertrieben", schreibt die
    Fachzeitschrift. Die ethnischen Säuberungen, die sich dann nur gegen
    zugewanderte Muslime richteten, würden 2012 beginnen und etwa 2016
    beendet sein. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hätten
    nicht die geringste Chance, dagegen einzugreifen, weil überall in der
    EU Nationalismen, ethnische und religiöse Spannungen plötzlich
    wieder aufbrechen würden und das Überleben der jeweiligen
    Regierungen bedrohten. Der brutale Schrei nach Autonomie, den man
    derzeit nur von Schotten, Basken und Flamen in Europa höre, werde
    schon in wenigen Monaten in Europa flächendeckend zum Normalfall
    werden, weil keine Region mehr für die andere oder gar für Migranten
    aus fernen Ländern bezahlen wolle. Es sei unmöglich, Menschen aus
    verschiedenen Kulturkreisen per Gesetz dazu zu zwingen, auf Dauer
    friedlich miteinander zu leben. Daran änderten Migrantenquoten,
    Verordnungen, Gesetze und Zwangsmaßnahmen nichts - nur
    vorübergehend. Und dann brächen die alten Rivalitäten um so
    schlimmer wieder auf. Es werde vor diesem Hintergrund möglicherweise
    sogar zu Kriegen in Europa kommen und die Geschichte werde sich beim
    Thema ethnische Säuberungen ganz sicher wiederholen. Das sei jetzt
    klar absehbar. Denn überall in Europa würden die Bürger bei der
    Rückkehr der Wirtschaftskrise die Frage stellen, was Migranten
    eigentlich kosteten - und dann müsse die jeweilige Regierung
    antworten. Die Frage nach den Kosten der Migration sei in
    wirtschaftlich guten Zeiten von der Politik stets verdrängt worden.
    Das Trend Research Institute ist unverdächtig, politisch rechts oder
    links zu stehen und für oder gegen eine Ideologie oder Religion zu
    sein. Und Gerald Celente hat in den vergangenen 20 Jahren mit der
    Präzision eines Scharfschützen immer wieder auf die absehbaren
    politischen Entwicklungen in der Welt aufmerksam gemacht. Vom
    Zusammenbruch der früheren Sowjetunion bis zur aktuellen
    Wirtschaftskrise - stets hat sein Institut Recht behalten. Aber nie
    wollte man seinen neuesten Prognosen in Europa Glauben schenken -
    anders als in den USA, wo er und sein Institut Stars sind. So wird es
    wohl auch in diesem Falle sein. (Quelle: The Trends Journal Summer
    Issue 2010 / Vol. XVIII, No. 23).

    • Susa
      19. Juli 2010 21:37

      Das könnte man so nennen: Ich hab' eine gute Nachricht und eine
      schlechte; welche soll ich zuerst sagen.....

    • Alexander Renneberg
      20. Juli 2010 22:04

      eines der besten postings seit langem. danke.

    • Undine
      20. Juli 2010 23:32

      @Steuerzahler

      Eine bedrückende Prognose! Aber ich kann mir leider (!) vorstellen,
      daß es so oder so ähnlich kommen wird.
      Die einzelnen Völker stöhnen unter der Last der Migranten, vor
      allem der Moslems, die nicht gewillt sind, sich an das jeweilige
      Gastland anzupassen, sondern sich erfrechen, zu verlangen, die
      Bevölkerung des jeweiligen Gastlandes habe sich an sie anzupassen.
      Dazu kommt noch die Unfähigkeit der Politiker, diesen schrankenlosen
      Zuzug einzudämmen.
      In allen Ländern brodelt es. Noch wird der Deckel fest auf den
      Kochtopf gedrückt. Eines Tages wird der Druck zu stark sein. Dann
      wird das eintreten, was der @Steuerzahler uns zu lesen gab.
      Daß die Moslems kampflos abziehen, glaubt wohl niemand.

  12. ???????? predator (kein Partner)
  13. meriva (kein Partner)
    19. Juli 2010 18:22

    Was Unterberger nicht sagt:
    Die Wahlbeteiligung im "Demokratiemusterland" Schweiz beträgt bei
    den diversen Abstimmungen zwischen 20 und 40%.

    • Ein Eidgenosse (kein Partner)
      19. Juli 2010 18:45

      Die Wahlbeteiligung bewegt sich ca. zwischen 40% und 60%. Sie ist in
      den letzten Jahren eher wieder gestiegen, weil mit der
      national-konservativen SVP die links-liberale Parteieneinheitssuppe
      wieder Pfeffer bekam. Tiefe Stimmbeteiligungen von ca. 30% und weniger
      gibt es nur bei belanglosen kommunalen Abstimmungen. Wir dürfen über
      jeden Kommunalbau, aber auch über die Höhe der Steuern und selbst
      über die Abschaffung der Armee abstimmen. Die direkte Demokratie
      wäre ein wahres Erfolgsmodell für Östereich. Probierts doch mal.
      Sollte doch möglich sein.

    • meriva (kein Partner)
      19. Juli 2010 19:12

      ... auch über die Abschaffung der Menschenrechte?
      ... auch über Folter?

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 19:18

      @
      "... auch über die Abschaffung der Menschenrechte?
      ... auch über Folter?"

      Du traust dem abstimmungsberechtigten Staatsbürger wohl kein
      bisschen Verstand zu?
      Oder ist deine Definition von "Verstand" so, dass nur derjenige einen
      solchen besitzt, der auf deiner weltanschaulichen Linie ist?
      Es könnte natürlich auch sein, dass du genau weißt, dass du die
      eine oder andere gesellschaftspolitische Richtung vertrittst, die
      nicht mehrheitsfähig ist. Deshalb die Angst vor direkter Demokratie
      ^^

    • meriva (kein Partner)
      19. Juli 2010 19:26

      Warum so untergriffig, segestes?
      Ich habe eine relativ einfache Frage gestellt, die man auch
      beantworten kann, ohne mir Dinge zu unterstellen, die du dir aus dem
      Finger gesaugt hast.

      Wo sind denn die Grenzen des Abstimmbaren?
      Was wäre denn zb gewesen, hätte man die österreichische
      Bevölkerung darüber abstimmen lassen, ob Juden ins KZ sollen?

      Wenn man über alles und jedes abstimmen darf, ist doch diese
      Fragestellung nicht ganz unerheblich.

      P.S. In der Schweiz wird von der SVP tatsächlich die These
      vertreten, dass man tatsächlich über Themen abstimmen soll, die den
      Menschenrechten und er Genfer Flüchtlingskonvention widersprechen
      würden.

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 19:45

      Ich hab mir nichts aus den Fingern gesaugt, sondern dir bloß Fragen
      gestellt - siehe die Fragezeichen.
      OK, es waren provokative Fragen, aber das ist doch nicht gleich
      "untergriffig".

      Aber der gegenwärtigen Bevölkerung, mithilfe des rund 70 Jahre
      alten Naziprügels, die intellektuell Befähigung abzusprechen, sich
      heute an direkter Demokratie zu beteiligen, ist wirklich untergriffig.
      Hast du denn von deinen Mitmenschen so eine geringe Meinung?

      Die Genfer-Flüchtlingskonvention, ist übrigens kein heiliges,
      unantastbares Buch.
      Es ist ein Vertragswerk, aus dem man als Staat aussteigen kann, wenn
      man es möchte.
      Die Zeiten und Bedingungen ändern sich und wenn die Mehrheit eines
      Staatsvolkes es ablehnt, weiter Ziel von Zuwanderung aus ganz
      bestimmten, höchst unsäkularen und unaufgeklärten Weltgegenden zu
      werden, dann hat es das verdammte Recht dazu, nein zu sagen.
      Vor allem wenn, wie bei der Schweiz, die Verfassung es dazu in diese
      Lage versetzt.

    • meriva (kein Partner)
      19. Juli 2010 20:02

      Auch der Vorwurf der Nazikeule ist nur eine Flucht aus der ehrlichen
      Beantwortung meiner Frage.

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 20:53

      A: Du bist nicht Sokrates.
      B: Daraus resultiert im gegenständlichen Fall, dass deine Frage
      leider Nonsens ist. Sie hat keinen Bezug zur demokratischen Realität
      der Gegenwart. Wenn du anderer Meinung bist, dann erläutere mir das
      bitteschön.
      Aber egal wie eine potentielle Antwort auf deine Frage lauten würde,
      für die Gegenwart ist das alles hochgradig irrelevant und einerlei.
      Wir leben nicht mehr in den 30er-Jahren, auch wenn es Leute zu geben
      schein, die geradezu ein Vergnügen daran finden, sich ständig davor
      zu fürchten, es würde wieder alles so werden wie vor 70 Jahren...
      Als ob sich Geschichte je wiederholt hätte.
      Bestenfalls in einem alternativen Paralleluniversum...

      Was kommt übrigens als nächstes für ein argumentativer Kunstgriff?
      Fragst du mich, warum ausgerechnet der Spinner Publius Clodius
      Pulcher, im Jahr 59 v. Chr. von der römischen Volksversammlung zum
      Volkstribunen gewählt wurde - um dann mittels pseudo-subtiler
      Fragetechnik, daraus eine Verbindung zu der Kuriosität abzuleiten,
      dass Berlusconi heute Italien veralbert?

      Die Zeiten ändern sich, die Umstände ändern sich.
      Die Antworten der Vergangenheit, sind nicht zwingend die Antworten
      für die Gegenwart.
      Es wäre schön, wenn du dir das zu Herzen nehmen würdest.

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 21:04

      Damit DU keine Ausflüchte hast:
      Ich weiß es nicht.
      Alles eine Frage der Begleitumstände.

      So, und nach diesem Ausflug in die ferne Vergangenheit, konzentriere
      dich bitte wieder auf die Gegenwart.
      Danke.

    • Undine
      19. Juli 2010 21:56

      @Segestes

      meriva ignoriert man am besten! :-)

    • meriva (kein Partner)
      19. Juli 2010 22:59

      Schade. Es kommt also keine Antwort auf die Frage nach den Grenzen der
      Demokratie ...

    • Norman Bates
      19. Juli 2010 23:17

      @meriva

      Ihre Grenze der Demokratie ist sehr links.
      Unsere Grenze ist liberal.

    • max (kein Partner)
      19. Juli 2010 23:23

      Lieber meriva, die Grenze der direkten Demokratie bei uns bildet das
      zwingende Völkerrecht und teilweise unsere Verfassung. Ihre Aussage,
      dass die SVP Vorlagen unterbreitet, die der Genfer
      Flüchtlingskonvention widersprechen, ist falsch. Sie sprechen
      wahrscheinlich die Ausschaffungsinitiative an, und speziell das
      non-refoulement Prinzip. Allerdings wird gerade dieses in der
      Flüchtlingskonvention selbst relativiert. Und darauf stützt sich
      diese Initiative. Wo die SVP die Menschenrechte tangieren sollte,
      müssten Sie bitte detaillierter ausführen, so stellt Ihre Aussage
      eine reine Behauptung dar.

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 23:51

      "Schade. Es kommt also keine Antwort auf die Frage nach den Grenzen
      der
      Demokratie ..."

      Ja wenn du lieber in der einschlägigen Vergangenheit schlenderst,
      anstatt einfach klare Fragen zu stellen, dann darfst du dich da nicht
      wundern ^^

      Stattdessen hättest du ja auch ein Beispiel mit Realitätsbezug
      wählen können, wie etwa: "Was wäre, wenn durch eine
      Volksabstimmung, möglicherweise die Wiedereinführung der Todesstrafe
      auf dem Programm stünde?

      Darauf hätte es dann folgende, klare Antwort gegeben: Obwohl ich die
      Todesstrafe verabscheue, wie kaum etwas anderes auf dieser Welt, wäre
      ich auch dann immer noch für die direkte Demokratie.
      Denn im Gegensatz zu dir, traue ich meinen Mitbürgern durchaus
      ausreichend geistige Reife zu, um solch essentiellen Dinge zu
      entscheiden.

      Was du aber in Wirklichkeit bevorzugst, ist die Diktatur der Eliten -
      denn nichts anderes ist unsere "Repräsentative Demokratie", wo man
      einer Truppe egozentrischer Parteisoldaten, für 4-5 Jahren eine
      Blanko-Bevollmächtigung ausstellt.

      Platon hat das Diktat der Eliten, einst als Gegenmodell zur
      Demokratie entworfen.
      Was der alte Grieche wohl sagen würde, wenn er wüsste, dass die
      moderne Demokratie unserer Tage, letztendlich nichts anderes ist, als
      seine "Herrschaft der Besten"?
      Mit dem Unterschied natürlich, dass es nicht die Besten sind, die
      heute das Sagen haben, sondern bloß die mit den besten Verbindungen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. Juli 2010 00:08

      @ Norman Bates:

      "Unsere Grenze ist liberal"? Majestätischer Plural?

  14. meriva (kein Partner)
    19. Juli 2010 18:18

    Welche "fortschrittlichen Menschen" würden denn Menschen, die gerne
    der Schweiz beitreten würden, als Hochverräter vor Gericht zerren
    wollen?

  15. Segestes (kein Partner)
    19. Juli 2010 15:42

    Konservative und linke Politiker, sind sich doch außerhalb der
    Schweiz überall in einer Frage einig: Direkte Demokratie ist böse,
    da der Pöbel bloß ein leicht beeinflussbares Sammelsurium von
    Unwissenden ist. Ausgerechnet jene aber, die relativ weit rechts
    stehen, und denen man permanent unterstellt sie würden in ein
    finsteres, antidemokratisches Winkerl gehören, also FPÖ/BZÖ, sind
    für einen Ausbau der direkten Demokratie. Wenn das keine Ironie
    ist...

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 16:05

      Nachtrag: Jetzt kann man nicht mal mehr manuelle Zeilenumbrüche
      einfügen. Toll gemacht :)

    • H. Richter (kein Partner)
      19. Juli 2010 16:09

      Naja, ob die "Rechten" dann auch noch so dafür wären, wenn Sie
      selber an den Schalthebeln sitzen, ist aber ein ganz anderes Thema.

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 16:13

      @H. Richter: Die Frage habe ich mir allerdings auch schon gestellt ;)
      Man müsste sich halt trauen, es auszuprobieren.
      Aber wie wahrscheinlich ist es schon, das die Rechten eine
      2/3-Mehrheit bekommen?
      Da geht eher Andreas Unterberger kostümiert zum Life Ball :)

    • Josef Maierhofer
      19. Juli 2010 17:52

      Repräsentative Demokratie funktioniert nur, solange sie im Dienst des
      Volkes ist, wenn sie sich gegen das Volk richtet, dann ist sie an
      diesen Stellen durch direkte Demokratie zu ersetzen. Das hat auch
      wenig mit konservativ oder progressiv zu tun.

      Pöbel als Sammelsurium von Unwissenden zu bezeichnen halte ich für
      unrichtig, vielmehr hielte ich es für richtig, nur jene als Pöbel zu
      bezeichnen, die absichtlich sich schlecht verhalten oder was
      Schlechtes für die anderen tun.

      Unwissend kann man eventuell auch durch irregeleitet ersetzen. Diese
      Sorte von verantwortlichen Tätern sitzt in den Medien.

      Jedenfalls sind aber alle Menschen in ihren Grundrechten gleich, was
      sie daraus machen, das ist unterschiedlich, weil es keine gleichen
      Menschen gibt.

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 18:18

      "Repräsentative Demokratie funktioniert nur, solange sie im Dienst
      des
      Volkes ist..."

      Funktionieren tut repräsentative Demokratie prächtig - selbst wenn
      sie nicht primär im Dienste des Volkes steht - und zwar für ihre
      Betreiber, wie wir tagtäglich erleben.

      Politiker sind charakterliche Durchschnitts-Individuen, die, wenn sie
      die Wahl haben, zuerst an sich und gleich danach an jene
      Gönner/Spender/Lobbyisten denken, welchen sie verpflichtet sind.
      An dritter Stelle kommt die Partei und zu allerletzt, falls noch ein
      paar Krumen übrig sein sollten, wird an das Wohl der Allgemeinheit
      gedacht.
      So einfach ist das.
      Da hat sich in der Politik, seit der römischen Republik nichts
      geändert.
      Über 2000 Jahre lang, das gleiche jämmerliche Spielchen.
      Da soll noch einmal jemand sagen, der Mensch besitze die Fähigkeit
      aus der Geschichte zu lernen.

    • H. Richter (kein Partner)
      19. Juli 2010 18:21

      ad Segestes, Maierhofer
      Danke für den Beweis, dass es in diesem Forum auch vernünftige und
      ausgewogene Ansichten gibt zwischen linken und rechten Wirrköpfen.
      So sehr Gleichmacherei abzulehnen ist, finde ich nämlich auch dieses
      elitäre und selbstgerechte Getue der hiesigen Gralshüter und den
      manchmal etwas überzogenen Konservativismus (der allzuschnell ins
      Raunzen über alle Zeitumstände umschlägt) schwer erträglich. Danke
      und meine virtuellen Sterne an Sie.

  16. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    19. Juli 2010 12:02

    Dabei ist gerade die direkte Demokratie die Hauptursache für die finanzpolitische Vernunft in der Schweiz.

    Die tägliche Hypothese als Fakt verkleidet.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      19. Juli 2010 12:36

      Erinnert mich an das klassische "cum hoc ergo propter hoc" Beispiel: In den letzten Jahren ist die Geburtenrate der Österreicher und die Geburtenrate der Störche zurückgegangen. Also ist bewiesen, dass der Storch die Babys bringt!

    • Segestes (kein Partner)
      19. Juli 2010 16:07

      Vielleicht ist der Blogbetreiber ja ein Anhänger, von
      pseudowissenschaftlicher Beweisführung?

    • Josef Maierhofer
      19. Juli 2010 17:57

      Aber die finanzielle Vernunft in der Schweiz werden Sie wohl nicht
      abstreiten können, zumindest im Verhältnis zu Oesterreich.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      19. Juli 2010 22:55

      Aber den Zusammenhang mit der direkten Demokratie darf ich ja wohl
      noch in Zweifel ziehen, wenn er durch nicht einmal ein leises Indiz zu
      belegen ist?

    • max (kein Partner)
      19. Juli 2010 23:12

      Lieber Schnabeltierfresser, "nicht ein leises Indiz" spricht für den
      Zusammenhang zwischen direkter Demokratie und finanzpolitischer
      Zurückhaltung? Ich weiss nicht, wie genau Sie unser politisches
      Geschehen, insbesondere Abstimmungen zu Steuer- und Sozialvorlagen
      verfolgen, aber zumindest "ein leises Indiz", wie Sie es zu nennen
      belieben, ist schon erkennbar. Regelmässig werden Ausbauten der
      Sozialwerke abgelehnt, Steuerehöhungen ebenso. Eine
      Mehrwertsteuererhöhung, wie sie z.B. Frau Merkel in Deutschland zu
      verantworten hat, wäre bei uns schlicht unmöglich. Wir hatten in den
      neunziger Jahren ein schlimmes Jahrzehnt, die Staatsverschuldung
      überbordete, dies hat die Bürger sensibilisiert.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. Juli 2010 00:24

      Ah ja Herr Max, und was ist jetzt genau das Argument, dass das ohne
      direkter Demokratie nicht auch so gewesen wäre?

      Luxemburg, Bulgarien, Estland, Rumänien - alles europäische Länder
      mit niedrigerer Defizitquote als die Schweiz. Haben die auch so eine
      ausgeprägte direkte Demokratie?

      Im Gegenzug dazu ist Kalifornien ein Musterbeispiel der direkten
      Demokratie - über jeden Schnarrn wird dort abgestimmt. Ah, wie stehen
      die nochmal öffentlich-finanziell da?

      Es gibt sogar einen Haufen gar nicht demokratischer Staaten, die
      diesbezüglich hervorragend abschneiden. Euer Spezialfreund Libyen hat
      z.B. gar keine Schulden (von China reden wir jetzt gar nicht). Was ist
      mit denen?

      Kann es also sein, dass eine Staatsverschuldung doch noch von ganz
      anderen Dingen abhängt als vom Grad der direkten Demokratie?

    • max (kein Partner)
      20. Juli 2010 00:43

      Lieber Schnabeltierfresser, Sie selbst zitieren Herrn Unterberger
      "Dabei ist gerade die direkte Demokratie die Hauptursache für die
      finanzpolitische Vernunft in der Schweiz". Und genau darauf habe ich
      mich auch bezogen. Nicht auf die direkte Demokratie in Kalifornien,
      nicht auf Bulgarien, Luxemburg etc. Dass bei uns verschiedenste
      Vorlagen ohne direkte Demokratie durchgekommen wären wird durch die
      Tatsache belegt, dass Parlament und Bundesrat diese befürwortet
      haben. Dass es auch andere Ursachen für einen vernünftigen Umgang
      mit Steuergeldern gibt, habe ich nie bestritten, demgegenüber haben
      Sie behauptet, für einen Zusammenhang gebe es nicht "das leiseste
      Indiz".

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. Juli 2010 08:58

      Gut, Sie haben präzisiert, aber die einzigen Indizien in der
      Argumentation bleiben, dass "Sozialwerke abgelehnt werden,
      Steuerehöhungen (no na) ebenso", und dass das Parlament gegenteiliger
      Meinung war. Ob direkte Demokratie wirklich die _Hauptursache_ für
      vernünftige Finanzpolitik ist?

      Der Vergleich mit anderen Ländern scheint mir übrigens zur Klärung
      dieser Frage zulässig, weiß nicht, warum Ihnen nicht.

    • max (kein Partner)
      20. Juli 2010 11:22

      Lieber Schnabeltierfresser, nachdem in unserem Staatshaushalt die
      Sozialkosten mittlerweile den grössten Anteil haben, ist die
      Verhinderung von weiteren Ausbauten nun einmal kein Detail. Das selbe
      gilt für Steuererhöhungen, hat sich doch unsere Staatsqoute in den
      Neunziger Jahren bedenklich nach oben bewegt. Natürlich werden vom
      Stimmbürger auch zuhauf Kredite für überflüssige Vorhaben
      verweigert, dies auf jeder Ebene und gegen den Willen der jeweiligen
      Parlamente. Ich glaube, dies ist mehr als nur ein leises Indiz, das
      Sie ja partout nicht erkennen wollen. Die direkte Demokratie führt
      bei uns auch dazu, dass es sich jeder Politiker (mit Ausnahme der
      Sozialisten und der Grünen) zweimal überlegt, ob er überrissene
      Vorlagen unterstützen sollte, er weiss, dass er im Abstimmungskampf
      seinen Wählern dafür Red und Antwort stehen muss.
      Der Vergleich mit anderen Ländern mag zulässig sein, sinnvoll ist
      er in diesem Zusammenhang nicht, da sich die von Ihnen genannten
      Länder oder Bundesstaaten in praktisch allen Parametern
      unterscheiden. Eine Aussage, ob die direkte Demokratie (oder eine
      Diktatur) dort einen ähnlichen Einfluss auf die Verschuldung wie sie
      es in der Schweiz tut, ist seriös schlicht nicht zu machen. Ich kann
      Ihnen lediglich versichern, dass sie in der Schweiz diesen Effekt hat.

  17. FranzAnton
    19. Juli 2010 11:54

    Liebe Interessierte!
    Höre ich "Direkte Demokratie", läuft mir das "Wasser im Mund zusammen". So "clever", wie unsere Politiker sich immer schon verhalten haben, wären die Österreicherinnen und Österreicher in ihrer Gesamtheit auch gewesen; mutmaßlich hätten sie, wären sie denn dezidiert gefragt worden, den aktuellen Horror - Schuldenberg nicht akkumulieren lassen.

    Deshalb suche ich engagierte Menschen, um die Direkte Demokratie auf den Weg zu bringen.

    • Josef Maierhofer
      19. Juli 2010 18:00

      Ich würde meinen, direkte Demokratie gehört für Verfassungsfragen
      und für strittige Fragen automatisch eingeführt.

      Bliebe für die repräsentative Demokratie die Durchführung und
      Verwaltung und die unstrittigen Routineangelegenheiten.

  18. W. Mandl
    19. Juli 2010 11:29

    Man muss schon darauf achten, dass nicht nur die Vorteile der Schweiz gesehen werden, sondern auch allfällige Schattenseiten.

    Welches Ergebnis wird wohl folgende Umfrage ergeben:

    Möchten Sie in einem Land leben mit dem Klima Griechenlands, den Steuergesetzen Dubais, den Naturschönheiten Norwegens und dem Sicherheitssystem Singapurs?

    • Heri (kein Partner)
      19. Juli 2010 11:42

      Welche Schattenseiten hat die Schweiz relativ zu Österreich?

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      19. Juli 2010 13:20

      @Heri: Es fehlt die Gemütlichkeit, der Schan und das Schenesequa. – Scherz beiseite: Wenn Sie erst mit 65 in Rente gehen wollen und bereit sind, neben den üblichen Renten- und Pensionsbeträgen jährlich Tausende von Franken auf ein Sperrkonto einzuzahlen, damit dereinst die Rente auch was gleich schaut, wenn Sie Arzt- und Zahnarztkosten zu einem erklecklichen Teil selbst bezahlen wollen, wenn Sie bzw. Ihre Frau mit einem Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen zufrieden sind, wenn Sie bereit sind, den Traum vom Eigenheim wegen Unbezahlbarkeit niemals zu realisieren und lebenslang zur Miete zu wohnen (3 Zimmer in Zürich ab ca. CHF 2000.-- pro Monat), wenn Sie bereit sind, eine überdimensionierte Landwirtschaft und eine überdimensionierte Armee und 26 verschiedene, vollausgebaute kantonale Verwaltungen (von den Gemeinden schon gar nicht zu reden) zu bezahlen und wenn Sie bereit sind, das österreichische Untertanendenken abzustreifen, auf ein Kreuz im Klassenzimmer zu verzichten und den Schweizerdeutschen Dialekt zu lernen, dann erfüllen Sie zumindest die Grundvoraussetzungen, sich in der Schweiz zu integrieren.

    • Heri (kein Partner)
      19. Juli 2010 15:49

      @Seidl, also die meisten Punkte die sie anführen sind m.E. kein
      Problem: 1. Die Sozialleistungen nicht zu haben ist sicher kein
      Nachteil, da diese in Österreich sowieso zu hoch sind und bei uns
      halt indirekt bezahlt werden müssen 2. Das Eigenheim und Miete hoch
      sind, ist kein Problem, wenn man doppelt soviel verdient. Siehe auch
      Ost-Nachbarn vs. Österreich. Da ist das gleiche "Problem" kein
      Problem. 3. Nur das mit der Armee und der Verwaltung wäre ein
      Problem. Armee kann ich noch verstehen, aber ist die Verwaltung
      wirklich so viel teurer als in Österreich?

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      19. Juli 2010 17:19

      @Heri: Machen Sie mal die Probe aufs Exempel und überlegen Sie sich
      bei jeder Sozialleistung, die Sie beziehen: In der Schweiz kriegerte
      ich die wohl nicht – und hätten Sie wirklich am Ende wegen der
      niedrigeren Steuern tatsächlich dennoch mehr im Geldbeutel? Und
      vergessen Sie nicht, dass die Preise in der Schweiz viel höher sind
      als in Österreich. Und dass das Eigenheim nur doppelt so teuer ist
      wie in Österreich, ist eine Mär. Deswegen ist die Quote der
      Eigenheimbesitzer in der Schweiz die niedrigste von ganz Europa. Da
      ist es unmöglich, sich wie der Durchschnittswiener eine spotbillige
      Stadtwohnung (die ja quasi vom Staat bezahlt wird) und dazu ein per
      Pfusch gebautes Häuschen im Umland zu leisten. Und was, wenn Ihr
      Vermieter sagt: Ab 1.1.11 wird die Miete verdoppelt – aber Sie
      finden keine bezahlbare Ersatzwohnung, weil es praktisch keine gibt
      (und der Mieterschutz ist ja im Vergleich zu Österreich ein Witz)?
      – Und apropos Verwaltung: Wenn Sie in einen anderen Kanton umziehen
      und trotz der von A.U. angeprangerten Schwulenpropaganda, die es in
      der Schweiz ja auch gibt (sogar durch Volksabstimmung genehmigt),
      schulpflichtige Kinder haben, dann gibt's enorme Reibungsverluste, da
      jeder Kanton sein eigenes Schulsystem hat. Ach ja: Und nix
      Schülerfreifahrten oder Gratiskinderkrippen etc. Und zu Guter letzt:
      Die direkte Demokratie verkommt zu einem Placebo, wenn viele
      EU-Gesetze auch ohne Beitritt zwingend in der Schweiz miteingeführt
      werden müssen, wenn Ausgaben für Rüstungszwecke nicht der
      Volksabstimmung unterliegen und wenn z.B. das Bankgeheimnis de facto
      abgeschafft wird, weil die USA sonst die Schweizer Staatsbank UBS mit
      Klagen in den Konkurs treibt. Dafür haben Sie als Ersatz das schöne
      Recht, darüber abzustimmen, ob in Ihrem Kanton die Hundesteuer um 10
      CHF jährlich erhöht werden soll.

    • Josef Maierhofer
      19. Juli 2010 18:09

      @ Ch. Seidl

      Das war bei uns früher auch so mit den Sozialleistungen.

      Damals hatten wir auch so wenig Schulden wie die Schweiz.

      Heute haben wir den Unterschied am Schuldenthermometer ablesbar.

      Aber dem Eingangsargument folgend, ist natürlich schon zu sagen,
      dass es für kein Volk die 'eierlegende Wollmilchsau' geben kann. Die
      einen haben von dem einen mehr, die anderen von dem anderen, das macht
      ja auch den Unterschied.

      Ich halte es aber trotzdem für richtig, vorbildliche Dinge des einen
      Landes als Beispiel für ein anderes Land anzuführen.

      Die zwei Sätze gelten halt:

      'Nichts ist im Leben gratis' und 'Ohne Fleiss kein Preis'.

    • max (kein Partner)
      19. Juli 2010 23:42

      Lieber Herr Seidl, abgesehen davon, dass es in Zürich sehr wohl
      Dreizimmerwohnungen für unter 2000.- gibt, kann kein Vermieter in der
      Schweiz die Miete einfach verdoppeln. Auch bei uns gibt es ein
      Mietrecht. Die direkte Demokratie ist in der Schweiz genau in einem
      Punkt ausgehebelt worden, nämlich beim Schengenabkommen. Ansonsten
      unterliegen praktisch alle Gesetzesbeschlüsse zumindest dem
      fakultativen Referendum, Verfassungsbeschlüsse dem obligatorischen.
      Dem Verbot, in der Schweiz über Rüstungsausgaben abstimmen zu
      können liegt eine Volksabstimmung zugrunde; dieses Verbot ist auf
      gleichem Wege aber auch wieder aufhebbar. Natürlich können wir auch
      über die Höhe der Hundesteuer abstimmen, wenn wir das wollen.
      Ich mag es Ihnen gönnen, wenn Sie mit dem politischen System in
      Oesterreich zufrieden sind, dieses zu kritisieren steht mir als
      Schweizer auch nicht zu. Sie müssen über unsere Gegebenheiten auch
      nicht informiert sein. Den herablassenden Tonfall in Ihrer Aussage
      halte ich aber für verzichtbar.

    • Heri (kein Partner)
      20. Juli 2010 00:44

      @Max

      Danke für echte "insights" :-)

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      20. Juli 2010 11:42

      @max: 1. Billige Wohnungen in Zürich auch außerhalb von
      Genossenschaften gibt es – es fragt sich nur, wo die liegen und
      welchen Komfort sie aufweisen. – 2. Zu Abstimmungen über
      Rüstungsausgaben: Sie irren, ein derartiges Verbot wurde nicht in der
      Verfassung per Volksabstimmung festgeschrieben, sondern es fand 1987
      eine Abstimmung statt mit dem Ziel, Rüstungsausgaben dem Volk
      vorzulegen. Das wurde aber abgelehnt. Seither gab es bis in die
      allerjüngste Zeit Versuche, Ausgaben des Bundes dem fakultativen
      Finanzreferendum zu unterstellen, aber alle sind gescheitert. Also hat
      auf Bundesebene das Volk in Finanzangelegenheiten kein
      Mitspracherecht, dieses existiert nur in den Kantonen und Gemeinden.
      – 3. Und apropos fakultative Volksabstimmungen: Solche finden nur
      statt, wenn das Parlament es so beschließt. Und so hat eben dieses
      Parlament unter Mithilfe der schweizerischsten aller Parteien, die nur
      immer alles für das Volk und durch das Volk machen will, es
      abgelehnt, das Abkommen mit den USA mit seiner faktischen Aufhebung
      des Bankkundengeheimnisses dem Volk vorzulegen. Ist das demokratisch?
      Und wurde die Rettung der UBS irgendwann dem Volk vorgelegt? Nein. –
      4. Sie sollten nicht in die Schwarzweißmalerei vieler Leute in diesem
      Blog verfallen und Kritik am System in der Schweiz automatisch mit der
      Gutheißung des Systems in Österreich gleichzusetzen.

    • Waxolunist (kein Partner)
      21. Juli 2010 00:22

      @CH. Seidl:

      Nun ich habe die Probe aufs Exempel gemacht und bin vor drei Jahren
      in die Schweiz gezogen.
      Nun, ich habe zuvor in Wien auf Miete gelebt und es ging sich mit
      Monatsende gerade so aus.
      Sozialleistungen habe ich keine bezogen, wie auch in der Schweiz
      nicht.
      Arbeiten müsste ich da wie dort bis 65.
      Gesundheitskosten sind bisher niedriger als in Österreich für mich
      und ich konnte mir endlich meine ersten grösseren Reisen (aus dem
      laufenden Gehalt) leisten und es bleibt meist a bissal über am
      Monatsende, trotz der höheren Lebenskosten.
      Die Verwaltung scheint mir nicht aufgeblähter als in Österreich,
      aber schneller.
      Schwyzerdütsch und das Kreuz stören mich nicht. Ich werde aber
      nicht angepöbelt wenn ich mich als Christ oute.
      Auch in Österreich muss ich in eine private Rente investieren,
      damits am Ende was gleich schaut.
      So what?
      Und denken sie daran. Alles was sie vom Staat bekommen, wurde ihnen
      zuvor genommen.

    • Waxolunist (kein Partner)
      21. Juli 2010 07:18

      ad aufgeblähter Verwaltung:
      Im Kanton Glarus werden demnächst die Gemeinden zusammengelegt,
      womit der Kanton mit knapp 40.000 EW demnächst nur mehr aus drei (!!)
      Gemeinden bestehen wird, während hingegen der Bezirk Gänserndorf (ja
      in Österreich gibt es sogar eine Verwaltungsebene mehr) aus 44 (!!)
      Gemeinden mit z.T. weniger als 100 (!!) EW besteht.
      Wessen Verwaltung ist hier aufgebläht?
      Beide möglicherweise, aber in einem Vergleich Österreich - Schweiz
      kann bestimmt nicht der Schweiz ein aufgeblähter Verwaltungsapparat
      vorgeworfen werden.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      22. Juli 2010 16:22

      @Waxolunist: Bezirke gibt es auch in der Schweiz. – Und Ihr
      Vergleich zwischen Gänserndorf und Glarus hinkt, denn Glarus leistet
      sich eine voll ausgebaute Staatsverwaltung. Weshalb zitieren Sie
      hierbei nicht den Kanton Uri, mit 35.000 Einwohnern und 20 Gemeinden?
      – Übrigens: Wie viele Österreicher kennen Sie (außer Politikern),
      die effektiv mit 65 in Rente gehen?

  19. beatrix (kein Partner)
    19. Juli 2010 11:18

    Demokratie und Parlamentarismus liegen - wieder einmal - in der historischen Agonie. Schwächelnde und kränkelnde Konstitutionen im gesamten politischen Körper erinnern an gefährliche Zeiten. Hinzu kommt das Bestreben einer megalomanen Zwangsunion, sich mit ihrem Übergewicht an "internationalem Parlamentarismus" auf jeden Staatssiech draufzusetzen und ihm somit den Rest zu geben. Wir werden offensichtlich zu Tode parlamentarisiert und demokratisiert.

    Der rhetorische Nonsens, der sich in Parlamenten tagaus tagein entfaltet, wird noch überboten von vernunftwidriger politischer Agitation, deren Radius über den der Mikrophonkugel zumeist kaum hinausreicht. Blockaden und Stagnation sind die Hauptcharakteristika des Kompromiss-Parlamentarismus.

    Die Menschen sind müde von den Gestaltungspraktiken dieses kostenintensiven politischen Nichts. Parasitäre Nomenklaturen maßen sich zudem an, sich aus Steuergeldern einen feisten Speckgürtel zu beschaffen, der sie auch noch immun gegen Kritik und Rauswurf macht.

    Die direkte Demokratie wäre in Österreich durchaus möglich. Doch wer sollte darüber entscheiden ? Die feisten Speckdrohnen in ihrem politischen Unkeuschheitsgürtel ? Blöd wären sie ! Damit schafften sie sich ja selber ab.
    Die Entspeckung des Parlaments würde daher eines (hoffentlich nahen) Tages etwas radikal und von außen geschehen müssen.





    • Josef Maierhofer
      19. Juli 2010 18:19

      Immerhin sind wir alle das Volk und können Volksbegehren initiieren,
      Forderungen einbringen, Parteien abwählen und durch neue Kandidaten
      ersetzen, immerhin können wir massivsten Einfluss nehmen, wenn wir
      tatsächlich neue Kandidaten einbringen und die auch mehrheitlich
      wählen.

      Wer darüber entscheiden soll ? Wir ! Nach mehr als 40 Jahren
      Parteientheater mit einem Schuldenberg von 250 000 000 000 Euro und
      einem Haftungsrahmen (ziemlich sicher auch Schuldenberg) von etwa 500
      Mrd. Euro als Ergebnis, können wir als Volk wohl sagen, es reicht
      jetzt, das wollen wir nicht mehr. Wir können auch verlangen, dass
      alle diese Abzocker, Fehlentscheider, Schuldenexperten,
      Wahlversprecher, etc. genannt werden und zur Verantwortung gezogen
      werden.

  20. Neppomuck (kein Partner)
    19. Juli 2010 09:58

    Die Schweizer werden darüber wenig erfreut sein.
    Das "alte Rom" ist auch zerfallen, weil viele der angrenzenden Völker Römer werden wollten.

  21. Friedrich Lehmann (kein Partner)
    19. Juli 2010 09:53

    Die direkte Demokratie in der Schweiz bietet sicherlich ein wenig mehr Mitspracherecht und sie fördert ein wenig mehr Interesse an politischen Themen.
    Es ist allerdings naiv zu glauben dass Volksabstimmungen in der Schweiz nicht von den Medien gelenkt werden. Der Ausgang des Minarett- Volksbegehrens kann in Österreich (wie in der Schweiz) beliebig von den Medien gelenkt werden, den meisten Menschen ist das nämlich primär "wurscht".

    Auch negative Aspekte der Schweizer Politik werden gerne vergessen, immerhin lebt die Schweiz massiv auf Kosten der anderen, indem sie einen sicheren Hafen für Schwarzgeld aus der ganzen Welt anbietet.

    Ich denke die direkte Demokratie kann die Politik sicherlich mehr unter Druck setzen und so manche Fehlentwicklung beheben. Jedoch zu glauben in wesentlichen Fragen wäre die direkte Demokratie sinnvoller als die repräsentative halte ich für falsch. In Österreich ist der populismus jetzt schon unfassbar weit fortgeschritten. Die Einführung einer direkten Demokratie würde diese Tendenz nochmal stark verstärken. Die Menschen sind einfach nicht in der Lage, insbesondere bei komplexen Themen, die Reichweite ihrer Entscheidung zu begreifen.

    Sowohl in Ö als auch in CH......

    • max (kein Partner)
      19. Juli 2010 17:09

      Lieber Herr Lehmann, gerade der Ausgang der Minarettinitiative
      widerlegt Ihre Hypothese (wie auch die Ergebnisse der EWR-Abstimmung,
      der Verjährbarkeitsinitiative etc.) Diese Initiative wurde mit
      wenigen Ausnahmen von der ganzen Medienlandschaft intensiv bekämpft
      (inklusive des Gros des Politestablishements), und trotzdem wurde sie
      klar angenommen.
      Vielleicht wäre es auch mal möglich, das Märchen, dass die Schweiz
      "massiv auf Kosten anderer lebt" einzumotten. Natürlich ist es im
      Sinne verschuldeter Staaten, einen Sündenbock für die eigene
      Verschuldung zu finden, viel wahrer wird es aber nicht. Zinserträge
      werden in der Schweiz besteuert, ein Grossteil davon wird an die
      entsprechenden Länder überwiesen. Natürlich gibt es Konten, die
      davon nicht betroffen sind, aber daraus zu folgern, dass unser
      Wohlstand auf diesem Schwarzgeld beruht, ist doch recht abenteuerlich.

  22. contra
    19. Juli 2010 01:07

    Alleine, daß die Schweiz selbstbestimmt geblieben und nicht der EU beigetreten ist, macht sie begehrenswert.
    Ich möchte wieder einmal vorschlagen, daß Österreich mit Bayern, Schweiz, Liechtenstein und Südtirol einen starken Block in der Mitte Europas bildet und das Wichtigste: ohne EU-Diktat natürlich, das hätte Sinn und Zukunft! :-)

    • Avatar
      19. Juli 2010 01:13

      Begehrenswert?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      19. Juli 2010 02:50

      Ganz Österreich nehmen die nie, contra. Viele Tiroler , wie ich, würden aber ohne Wien schon klar kommen. Der orf am Rennweg könnte dann österreichische Botschaft werden, das Programm hört eh fast keiner mehr.

    • donnerlütchen
      19. Juli 2010 12:27

      Wegen ÖRF am Rennweg, nehme an in Innsbruck. Die ganzen ÖRF Landesfunkanstalten gehören weg, dies wäre ein gewaltiges Einsparpotenzial. Die senden doch alle gleich den selben Mist, nur halt um Minuten zeitversetzt.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      19. Juli 2010 13:26

      Dass die Schweiz die erwähnten hauptsächlich deutschsprachigen und katholischen Gebiete überhaupt nehmen würde, ist mehr als unwahrscheinlich. Dadurch geriete die innere Architektur des Landes aus dem Gleichgewicht und die Alt-Schweizer gegenüber den Neuschweizern wären in die Minderheit und das will niemand – die französisch- bzw. italienischsprachige Bevölkerung schon gar nicht. Eine entsprechende Volksabstimmung hätte null Chancen.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      19. Juli 2010 19:04

      Seidl, genau das ist der Vorteil von Volksabstimmungen: Gschaftlhuber
      gehen unter. Genau so etwas wird durch Abstimmungen entschieden.

    • Undine
      19. Juli 2010 22:09

      @Contra

      Es müßte ja nicht ganz Ö sein! Man könnte die ENNS als Grenze
      hernehmen. :-)

  23. HDW
    18. Juli 2010 21:40

    Interessanterweise ist die Einführung des fiskalischen Föderalismus der Schweiz ein Hauptanliegen der Lega Nord in Italien ist, dessen Erfüllungsversprechen sie in der derzeitigen Regierung Berlusconis hält. Die wütende Gegnerschaft von Kryptokommunisten und Neofaschisten erklärt sich aus deren Zentralismus. So gesehen ist das auch die Erklärung warum unsere Eliten in der Geschichte entweder auswandern mussten oder durch ihren Opportunismus den jeweiligen Gesellschaftskörper entweder zu Monarchie zu Diktatur oder harmloser zur Koalition bestimmten. Im Gegensatz zur Schweiz eben, sodass auch F.Dürrenmatt im Alter eine "Verschweizerung" Europas forderte!

  24. Gerhard Pascher
    18. Juli 2010 20:26

    Gehört zwar nicht ganz hier her, trotzdem:

    Schrecklicher Frust, der sich da von den "Nichtzahlern" beim Thema "Künstlerhaus" zeigt. Diese Leute sind über die Blogumstellung so verärgert, dass sie mit unsachlichen Argumenten und dem Einschleussen von Bildern infolge einer augenblicklichen Schwachstelle im Blog-Programm ihrem Ärger Luft machen müssen. Am meisten ärgern sich diese Leute aber, dass sie diese Scherze nicht in den neuesten Diskussionsthemen unterbringen können. AU könnte natürlich über die IP-Adresse zum Ursprung gelangen, aber wegen einer "Geschäftsstörung" wird er sicher nicht vor Gericht treten.
    Da denkt man oft, welche Vor- und Nachteile die Anonymität bei Postern mit sich bringt. Auch wenn diese Leute nur mit (manchmal auch wechselnden) Nicknames auftreten, so haben sie sich schon selbst qualifiziert.

    • Paige
      18. Juli 2010 21:46

      Ach, ich finde das schon lustig, aber natürlich sind sie nur auf solche Ideen gekommen, weil ihnen fad ist ;-)

    • Paige
    • Celian
      18. Juli 2010 22:28

      Je mehr versucht wird, den Blog zu stören und totzureden, umso mehr geben diese Personen zu, wie weh es ihnen tut, dass sie hier nicht sofort mit ihren hirngewaschenen Einheits-Parolen dagegenpolemisieren können.

      Der offene Ärger dieser Leute bestätigt wie richtig A.U. gelegen ist, das Partner-Programm samt 24 h Regel einzuführen. Er kann richtig stolz auf sich sein.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      19. Juli 2010 02:47

      Celian, die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

    • W. Mandl
      19. Juli 2010 11:09

      @Celian

      Ja, das neue Partner-System hat schon grosso modo zu mehr Qualität im Blog geführt.

      Sehr hilfreich ist, dass durch das Bewertungssystem auf den obersten 3 Seiten mit großer Wahrscheinlichkeit sehr lesenswerte Beiträge zu finden sind.

      Zusätzlich meine ich, dass A. Unterberger noch mehr von der Möglichkeit Gebrauch machen sollte, vorsätzliche Destruktivlinge zu verwarnen und notfalls zu sperren.

  25. socrates
    18. Juli 2010 18:16

    In der Schweiz hat das Volk durch die direkte Demokratie die Kontrolle über die Regierung. Die indirekte Demokratie, die auch wir haben, hat den Nachteil, daß sie zur Oligarchie bzw. Plutokratie verkommt. Eine kleine Gruppe von Seilschaften setzt mit Hilfe der Medien Regelungen durch, die ihnen zum Vorteil gereichen.
    In Island wurde die Bevölkerung durch die direkte Demokratie vor einer Finanzkatastrophe gerettet, die Urheber setzten sich ins Ausland ab und unsere Medien schweigen dazu. Sonst könnte das ja Vorbilwirkung haben.
    In Athen, der Heimat der Demokratie gab es eine Reihe von Sicherungen, die das Volk vor Seilschaften schützte, wie z.B. den Areopag, der solche Leute in die Verbannung schicken konnte.
    Die Schweizer haben ein sehr gutes Pensionssystem und haben Änderunge der Regierung mit Erfolg durch eine Volksabstimmung verhindert.

  26. SuPa
    18. Juli 2010 16:23

    Die sog. "direkte Demokratie" der Schweizer ist schon bemerkenswert. Bei aller Bewunderung muss man aber auch die Entwicklung dieser Art Volksentscheid kennen. Dazu gehören u.a. auch noch das mittelalterliche "mehren" (= abstimmen) der noch existierenden Landsgemeinden in Appenzell-I sowie Glarus, welche aber heutzutage verstärkter Kritik ausgesetzt sind (fehlende geheime Abstimmung und Kontrolle am Vermmlungsplatz unter freiem Himmel usw.). So ist es noch nicht lange her, dass auch die Frauen das Stimmrecht bekamen.
    Verschwiegen wird bei den meist 4mal jährlich stattfindenden (gebündelten) Abstimmungen - trotz möglicher Briefwahl - die oft sehr geringe Beteiligung. Diesen Nichtwählern ist vermutlich jeder Ausgang "wurscht" bzw. auch recht. In manchen Kantonen und Gemeinden müssen damit viele Bundesgesetze bestätigt werden, aber auch Beschlüsse zu vielen lokalen Finanzangelegenheiten werden auf diese Weise gefasst. Bekanntlich wird die Einkommensteuer von allen drei Gebietskörperschaften (Bund, Kanton und Gemeinde) direkt eingehoben. Dadurch gibt es einen richtigen Wettbewerb zwischen den Kantonen und Gemeinden um die Ansiedlung von den steuerzahlenden Bürgern. Das wäre nichts für unsere Landesfürsten Häupl, Erwin Pröll et. al.

  27. Brigitte Imb
    18. Juli 2010 15:01

    Die Schweizer haben sich ihres Selbständigkeit bewahrt, bzw. nicht nehmen lassen. Die Österreicher wurden über Jahrzehnte sukzessive entmündigt.

    Alleine die Auszahlung des exakten Bruttolohnes bewirkt, dass die Schweizer ein anderes Verhältnis zu Geld und Kostenaufwand besitzen, sie müssen sich selbst um ihre Belange kümmern und werden nicht vom Staat zwangsbeglückt, indem ihnen die Pflichtabgaben, wie bei uns, abgezogen werden.

    Fragen Sie einen Österreicher wieviel er f. Krankenversicherung, od. Pensionsbeitrag zahlt, er weiß es nicht (bzw. die wenigsten wissen es).
    Die vorgegaukelte Einfachheit - man könnte auch Teilentmündigung sagen- versperrt den Österreichern die Sicht auf Kostenwahrheit.

    Ich bin überzeugt davon, wüßte jeder Österreicher genau wieviel er tatsächlich erarbeiten muß, um den Staat zu finanzieren, würde sich das Wahlverhalten und die Politikmüdigkeit ändern. Die Bürger täten sich auch wesentlich leichter gegen die Verschwendungspolitik anzutreten - Stichwort 'Steuerboykott' - in Ö nur bei Selbständigen (Minderheit) möglich.

    • Paige
      18. Juli 2010 18:34

      Hervorragender Beitrag, danke.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      19. Juli 2010 11:23

      Den Schweizern wird NICHT der Bruttolohn ausbezahlt; die Beiträge für die Renten, die Pensionskassen sowie für die Arbeitslosenversicherung werden vorher abgezogen.
      Was er selbst berappen muss, sind die Steuern für alle Einkommen und für das Vermögen sowie die Prämien für die Krankenkassen (und im Krankheitsfall natürlich sämtliche Arzt- und Medikamentenkosten; bei letzteren wird dann nachträglich der Betrag, der über die individuell vereinbarte Franchise = einen Sockelbetrag, der auf jeden Fall immer vom Versicherten zu bezahlen ist, minus 10% Selbstbehalt wieder zurückerstattet). Und bei den Steuern zahlt man an 3 verschiedene Institutionen: an die Gemeinde, an den Kanton und an den Bund.

    • Waxolunist (kein Partner)
      21. Juli 2010 00:05

      Gebe Ihnen in allen Punkten recht. Aber ganz den Bruttolohn bekommt
      der Schweizer auch nicht.
      Aber allein die Krankenkasse würde schon helfen. Wenn diese endlich
      vom Risiko abhängig wäre krank zu werden und nicht vom Gehalt und
      die Versicherung von der freien Wahl und nicht vom Beruf und Wohnort.
      Ganz perfide wird das System der Krankenkassen erst wenn man mehrere
      Krankenkassen bezahlen muss in Österreich (z.B. Angestellt und
      Selbständig). Das kostet Arbeitsplätze und steht gegen die
      Innovationskraft.

  28. Celian
    18. Juli 2010 14:20

    Hierzulande werden Leistungsträger abgeräumt wie ein Christbaum, der Leviathan EU-Staat fordert seinen Obulus,bei gleichzeitiger Minderung der nationalen Souveränität . In der Schweiz gibt es dagegen durch den Steuerwettbewerb unter den Kantonen noch verträgliche Steuern und unabhängiges selbstbestimmtes Auftreten gegenüber der EU. Kein Wunder, dass viele neidisch über die Grenze luagen.

    Dabei ist in der Schweiz auch nicht alles rosig, was glänzt. Da gibt es den Skandal rund um die Erpressung der USA, die versucht haben, das Bankengeheimnis für US-Bürger zu brechen und der Schweizer Bundesrat schläft oder macht mit. Aber die Schweizer haben eben noch die direkte Demokratie, um ein bisschen was auszugleichen, das Minarett-Verbot hätte die Schweizer Regierung nie eingeführt, die direkte Demokratie macht‘s möglich.

    In der Schweiz ist zwar auch nicht alles Eitel, Wonne, Waschtrog. Aber immer noch um vieles besser als in hierzulande. Die meisten Deutschen wandern übrigens aus – in die Schweiz.

  29. Josef Maierhofer
    18. Juli 2010 13:43

    Direkte Demokratie kann man nur mit daran Interessierten durchführen, mit diskussionsfähigen Meinungsinhabern, mit Persönlichkeiten mit Individuen.

    Die Schweizer stöhnen schon auch manchmal über die Belastung, sich mit all den gestellten Fragen auseinander setzen zu müssen.

    Es ist beides nötig, repräsentative und direkte Demokratie.

    Der repräsentativen Demokratie kämen unstrittige Alltagsfragen zu, der direkten Demokratie kämen strittige und Verfassungsfragen zu.

    Eine wesentliche Zutat zur Demokratie aber ist die Meinungsfreit, die Pressefreiheit, die Meinungsvielfalt und die Pressevielfalt und eine wirklich objektive Berichterstattung in den Medien.

    Da hinken wir um mindestens 40 Jahre den Schweizern nach, wenn nicht gar um Jahrhunderte,m wenn wir gerade dabei sind, die Meinungsfreiheit sogar per Gesetz ausser Kraft zu setzen.

  30. GOP
    18. Juli 2010 12:11

    Alle jene welche bei dieser Umfrage gegen einen Anschluss an die Schweiz waren, sind vielleicht diejenigen gewesen, welche derzeit in A, D, F und I kräftig vom Staat zum Transferleistungen bekommen. Denn in der CH gibt es diese nicht in dem gewohnten bisherigen Ausmaß.

  31. donnerlütchen
    18. Juli 2010 11:41

    Bin nicht in der Nachbarregion beheimatet, möchte aber trotzdem der Schweiz beitreten. Zumindest raus aus dem EU Sauhaufen und mit den Helvetiern eine Wirtschaftsgemeinschaft anstreben . (EFTA !?)

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      19. Juli 2010 13:07

      Die Frage ist, ob die Schweizer Sie überhaupt haben wollen. Die nehmen nämlich nicht jeden.

    • donnerlütchen
      19. Juli 2010 20:10

      Ch.Seidl - Ich würde die Österreicher auch nicht wollen, mit diesem
      Politikergerümpel wie wir haben. Da müßte sich allerhand ändern.
      Seis drum !!

  32. Graf Berge von Grips
    18. Juli 2010 11:15

    In Österreich die Füchse drängen,
    zu den Trauben die unerreichbar hängen.
    In der Schweiz hingegen sind,
    diese erreichbar für jedes Kind?

    • phaidros
      18. Juli 2010 12:05

      Glaube ich nicht (Sie haben ein Fragezeichen benützt).

      Vielmehr vermute ich, dass die Einstellung in der Schweiz eine andere ist: es wird als richtig und natürlich hingenommen, dass nicht alle Trauben für jeden erreichbar sind. Es herrscht dort einfach eine andere Art von Neid wie bei uns: Neid als Triebfeder und Ansporn, nicht als Missgunst.

    • Graf Berge von Grips
      18. Juli 2010 14:34

      Sieht man nur schwarz und weiss - nur so als "Vergleicherung" -
      erscheint einem Grau bereits als Bereicherung.

    • tartaros (kein Partner)
      19. Juli 2010 16:23

      Das ist aber nicht er "echte" phaidros hier, oder? Eher ein
      Fünftnick. ;-)

  33. Paige
    18. Juli 2010 10:02

    Das Schweizer Volk ist halt aber auch demokratiereif. Diese Reife hat unseres nicht. Es fehlt die Mündigkeit. Die Umstellung auf ein verantwortungsbewusstes Volk dauerte mind. 30 Jahre. Zunächst würden Abstimmungen bei uns nur dieses Ergebnis liefern: Jeder soll mehr bekommen und keiner soll Steuern und Abgaben zahlen mit Ausnahme der Superreichen...

    • Josef Maierhofer
      18. Juli 2010 13:35

      Ich bin schon auch dafür, dass die Superreichen keine Privilegien haben sollten und auch die Abgabengesetze in gleicher Weise erfüllen sollten, wie alle anderen Steuerzahler auch.

      Ich bin aber auch dafür , dass an der unteren Grenze stärker gegen das Sozialschmarotzertum vorgegangen werden sollte.

      Die Betonung aber auf Ihren sehr guten Post ist die Demokratiereife, die wir bei uns nicht vorfinden, weil wir viel zu wenige eigenverantwortliche Menschen mit eigener Meinung haben, die überhaupt sich mit politischen Fragen befassen wollen.

      Solange die Menschen sich fallen lassen, werden sie, wie Fallobst, zu Most gepresst und unsere 'Winzer' sind da schon Profis mit 40-jähriger 'Erfahrung'.

    • Celian
      18. Juli 2010 15:07

      Eine solche Abstimmung - und keiner soll Steuern und Abgaben zahlen mit Ausnahme der Superreichen – würde wohl auch in der Schweiz zu dem von Ihnen befürchteten Ergebnis führen.

      Andererseits würde ein Volksentscheid, wie der für das Minarettverbot, in Österreich zu einem überwältigenderen Ergebnis dafür führen als in der Schweiz.

      Man soll die Bürger nicht unterschätzen. Volksentscheide gäben viel mehr der schweigenden Masse den Raum, sich zu artikulieren. Über die heutigen Parteien geht das ja nicht, die sind für viele unwählbar, das bezeugt das immer größer werdende Meer der Nichtwähler. Und von der veröffentlichten Meinung in den Zeitungen und im ORF brauchen Sie sich auch nicht beeindrucken zu lassen. Diese hat nichts mit der tatsächlichen öffentlichen Meinung zu tun.

    • Paige
      18. Juli 2010 18:33

      Na-ja, Celian, glauben Sie wirklich, die Schweizer sind so dumm, die Reichen aus ihrem Land vertreiben zu wollen und damit sehr viele Arbeitsplätze zu verlieren oder gar zu glauben, von einer Enteignung derselben könnten alle wie im Schlaraffenland leben? Nun, bei uns scheint diese dümmliche Botschaft immer noch zu ziehen, sonst würden sie die Roten nicht dauernd plakatieren.

      In der Schweiz gibt es die Eidgenossen - wir haben Neidgenossen.

      Die "Reichen", von denen es übrigens nicht genug gibt, den Staat zu finanzieren, zahlen schon überproportional viel ein. Sie tun dies nicht nur in Form von Arbeitsplätzen, die sie schaffen, sondern durch die Progression und div. Spenden, s. z.B. Licht ins Dunkel, höheren Konsum u.Ä. Persönlich sind sie mir egal, ich beneide sie auch nicht, da gönne ich lieber jedem seinen Erfolg, aber ich muss zugeben, dass ich gewisse Bonzen, die sich hinaufgeschnorrt und -gegaunert haben, auch nicht sehr schätze.

      Das Versicherungsdenken ist der Hauptgrund dafür, weshalb die Leute immer unmündiger geworden sind. Sie sind leicht mit Wahlzuckerln zu ködern, sie werden von den Sozialisten in allen Parteien zu lebenslangen Rentnern gemacht. Eine echte Transparentdatenbank würde sofort zeigen, dass die meisten am Tropf des Staatsfüllhorns hängen und weniger einzahlen, als sie erhalten. Wären die Menschen verantwortungsbewusster, so hätten wir ja jetzt Faymann & Pröll nicht und stünden nicht am Rande des Staatsbankrotts.

      Die Minarettabstimmung könnte genauso gut in die Hose gehen wie etwa eine Abstimmung, ob der Rotfunk privatisiert werden soll. Da genügt eine kleine Medienkampagne und schon wissen sie, wo sie das Kreuzerl machen sollen, s. Volksbefragung in Wien (für Ganztagsschulen (Verwechslung mit möglicher Ganztagsbetreuung), Hausmeister (die Rückkehr der roten Blockwarte), Kampfhundführerschein (Hunderassismus) usw.) - was wurden da nur für wochenlange Kampagnen in den von der Stadtregierung gesponserten Medien gefahren! Jetzt werden die armen Hunderln haufenweise bei den Tierschutzhäusern entsorgt. Ich weiß das natürlich nicht, aber ich würde es, wenn, dann sehr vorsichtig angehen mit der direkten Demokratie. Das müsste mit weniger gefährlichen Fragen langsam geübt werden. Den kleinen Intelligenztest bei der BP-Wahl haben sie jedenfalls auch wieder nicht bestanden, die unsrigen...

      Die Schweizer hatten schon einige Abstimmungen zum Thema EU-Beitritt. Sie stimmten immer dagegen. Auch hier wäre ich recht sicher, dass es unseren Werbetrommlern mit div. Schauermärchen und Horrorszenarien (wirtschaftlicher Untergang, Ende des Außenhandels und Krieg) wieder ganz leicht gelingen würde, die Abstimmung so ausfallen zu lassen, dass der Großteil nicht austreten will, weil die breite Masse so gehirngewaschen ist, dass sie meint, ohne EU sei Österreich nicht überlebensfähig. Die Österreicher entschieden sich mit exakter 2/3-Mehrheit für den EU-Beitritt. Das war ja schon eine Volksabstimmung, die sie gründlich verpatzt haben. Und warum? Wegen dem Ederer-Tausender?

      Also nein, ich glaube nicht daran, dass die Österreicher so klug sind wie die Schweizer. Zunächst bräuchten wir einmal mehr Information - nicht immer dieses gefilterte und vorgekaute Einheitsgesülz unserer pc APA-Kopierer, dann mehr Transparenz. Dann erst könnte man vorsichtig beginnen, ein paar gute Fragen zu stellen...

    • Undine
      18. Juli 2010 20:58

      @Celian

      "Andrerseits würde ein Volksentscheid, wie der für das Minarettverbot, in Ö zu einem überwältigerenden Ergebnis führen."

      Da könnte man sehr wohl den gravierenden Unterschied zwischen den freien Eidgenossen und den hörigen Österreichern erkennen!

      Erinnern Sie sich noch an Haiders sog. AUSLÄNDERVOLKSBEGEHREN?
      In ALLEN Sendungen des sich selbst "unabhängig" nennenden ORF wurde wochenlang gezielt dagegen gehetzt.
      Die für diese konzertierte Hetze Verantwortliche wurde durch einen lächerlichen Zufall entdeckt: BURGL TSCHEITSCHNER (so ähnlich hieß die Gute) ließ nämlich einen Zettel am Küniglberg herumgehen, auf dem zu lesen stand, daß in allen Sendungen---auch in Kindersendungen!----gegen Haiders Volksbegehren gehetzt werden müsse.

      So läuft nämlich in Ö der Hase! In der Schweiz ist das sicherlich nicht so.

      Natürlich würde zunächst der weitaus größere Teil der Österreicher für ein Minarettverbot stimmen, aber eben nur bis zur rechtzeitig einsetzenden unvermeidlichen GEHIRNWÄSCHE durch den "unabhängigen" ORF.

      Die Schweizer wissen selber, was für sie richtig ist. Wir Österreicher lassen uns von ein paar blöden Heinis, d. h. von den sattsam bekannten "KÜNSTLERN" vorkauen, was für uns gut ist.

      Schweiz und Österreich: der Unterschied könnte-- in jeder Beziehung!--- nicht größer sein.

    • Celian
      18. Juli 2010 22:37

      Undine, Paige:

      So ist es also vorbei mit der Hoffnung auf eine mündige Zivilgesellschaft in Österreich? Bleibt es beim ewigen sozialistischen Weiterwurschteln ? Der ewigen sozialistischen Indoktrination? Der Blutsaugerei im Namen des Kampfes gegen die soziale Kälte?

      Vielleicht haben Sie ja recht. Aber das sind Aussichten, mit denen ich mich nicht abfinden will.

      Aber dass es so nicht weitergehen kann, zeigen die Auswandererambitionen der Österreicher (und der Deutschen). Die richtige Abstimmung findet nämlich mit den Füßen statt und nicht in der Wahlkabine.

      Betreffend Burgl Tscheitschner oder so ähnlich: Obwohl Sie wahrscheinlich recht haben, aber ich kann mir das trotz lebhafter Fantasie nicht recht vorstellen, dass bloß einen Zettel genügt, um im ORF Redaktionen gegen Haiders Volksbegehren anzustiften. Ziviler Ungehorsam war ja noch nie so leicht wie heute. Ich möchte nicht wissen, wie viele Küniglberger sich den geleistet haben und darauf hin geflogen sind. Das sollte man mal aufdecken.

    • Paige
      18. Juli 2010 22:58

      Na-ja, Celian, die Hoffnung muss man nicht gleich aufgeben. Deswegen unterstützen wir auch Unterberger. Die Medien sind enorm wichtig. Leider haben das bis jetzt nur die Sozis kapiert :-/

  34. Gerhard Pascher
    18. Juli 2010 08:56

    Die Grenzgänger aus Vorarlberg und den anderen Nachbarländern haben den großen Vorzug, dass sie die Vorteile beider Länder (überdurchschnittliche Bezahlung an ihrem Arbeitsplatz und günstigere Lebensbedingungen zu Hause) vereinen können. Da fällt mir wieder der schon einmal zitierte Witz ein:
    Ein Schweizer und eine Vorarlberger Landwirt treffen sich und klagen über die jeweilige Landwirtschaftspolitik und den dadurch entstandenen persönlichen Nachteilen. Der Österreicher gibt dabei die Hauptschuld der EU-Mitgliedschaft. Der Schweizer wiederum sieht die Misere im Nicht-Beitritt bei der Europäischen Union.

    • brechstange
      18. Juli 2010 16:51

      Es wird jedoch immer schwerer zu glauben, dass ein EU-Beitritt positiver wäre.

  35. SuPa
    18. Juli 2010 08:45

    In vielen Zeitungen wurde über diese Umfrage schon ausführlich diskutiert. Leider wurde - wie bei vielen solchen Meinungsserforschungen - nicht alle wirklich wichtigen Fragen gestellt. Z.B. fehlte die Frage, ob man manche Dinge der Schweiz auch im eigenen Land haben möchte (direkte Demokratie, niedrigere Steuern, mehr Selbstbehalt, mehr Sparen). Da würde man dann erkennen, dass die Leute doch lieber im "alten" Land bleiben möchten, aber doch manches geändert haben wollen.
    Trotzdem: diese Ergebnisse aus Vorarlberg sollten unseren beiden Herren F&P am Ballhausplatz doch etwas zu denken geben.

    • testmaxi (kein Partner)
    • Josef Maierhofer
      19. Juli 2010 18:36

      @
      'Trotzdem: diese Ergebnisse aus Vorarlberg sollten unseren beiden
      Herren F&P am Ballhausplatz doch etwas zu denken geben.'

      Es dauert halt, bis man als Partei erkennt, dass das Volk eigentlich
      der Souverän sein muss und nicht die Partei, bis man als Partei
      erkennt, dass es mit 'Klientelgeschenken' und 'Versprechern' so nicht
      weitergehen kann, dass man als Partei wieder an die Wurzel
      zurückkehren muss und dass man als Partei ehrlich das beste für alle
      wollen muss, nicht nur für die Mitglieder und Sympathisanten, dass
      der Unterschied in den Parteien wohl nur an den Lösungsansätzen zu
      den einzelnen Problemthemen sein kann und keineswegs eine
      Klientelfrage werden darf.

      Es dauert aber noch länger bei den Oesterreichern, das zu erkennen
      und umzudenken, dass eigentlich nicht die Partei und auch nicht der
      Staat der Verantwortliche für uns ist, sondern jeweils wir selbst. Es
      geht halt leider nicht, sich nicht um unsere Zukunft, nicht um unsere
      Politik, nicht um unser Leben, etc. zu kümmern.

      Die Erwartungshaltung des Österreichers ist leider noch eine sehr
      'staatliche'. Da das nun schon viele Jahre lang so ist, haben wir
      viele Schulden angehäuft, die Parteien und verantwortlichen
      Pepräsentanten durch Verantwortungslosigkeit und das Volk durch
      Desinteresse und Ausleben der 'Spassgesellschaft'.





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