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Fußnote 129: Die lange Leitung der ÖVP

Josef Pröll hat der Gesamtschule ein klare Absage erteilt. Gut, aber sehr spät.

Kein Zweifel, dass die klare Festlegung des ÖVP-Obmanns auf ein Nein zur Gesamtschule und ein (freilich noch nicht präzisiertes) Ja zur Lösung der vielen tatsächlichen Schulprobleme lobenswert ist. Dennoch bleibt die Frage: warum hat er dafür so lange gebraucht? Hat er wirklich erst des klaren Votums aus Hamburg gebraucht, damit auch Josef Pröll erkennt, was bürgerliche Wähler wollen? Warum nur ist die ÖVP in allen gesellschaftspolitischen Fragen in den letzten Jahren so wenig trittfest (siehe auch ihr selbstbeschädigendes Ja zur Schwulenehe)? Warum können Möchtgern-Zeitgeister aus der Steiermark und ein Möchtegern-Sozialdemokrat aus der Wirtschaftskammer beim Schulthema monatelang den Ton angaben, warum kann ein hochrangiger schwarzer Schulfunktionär verkünden, dass die Gesamtschule logischerweise auch ein Aus für die Privatschulen bedeutet, ohne dass die ÖVP da am nächsten Tag energisch Klartext spricht? Es ist ja verständlich, dass ein Finanzminister/Vizekanzler/Parteiobmann wenig Zeit hat, und der zwischen allen möglichen Gesetzesentwürfen, der Wirtschafts- und Medienpolitik herumschwimmende Klubobmann auch nicht. Aber wenigstens ein Generalsekretär sollte neben Wadlbeißereien schon die Zeit finden, endlich herauszufinden, was bürgerliche, konservative und christlich orientierte Wähler wollen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2010 16:59

    Ja, Herr Dr. Unterberger, die Erziehung der ÖVP !

    Das hat schon mit langer Leitung zu tun.

    Erst, bis es beim Dach hineinregnet, dann wird Anlassentscheidung getroffen.

    Logisch denken wäre gefragt, denken in die Zukunft, Abschätzung von Konsequenzen, Ansprechen der Wahrheit (nicht verstecken der 'Leichen im Keller'), öffentliche Diskussion von Problemen, etc. nicht das 'auf der Leitung stehen'.

    Vielleicht kommt die ÖVP auch drauf, dass Meinungsfreiheit ein wesentliche Gut ist und spricht sich für die Neuformulierung dieses Wahnsinnsparagraphen zur Abschaffung der Meinungsfreiheit in Österreich aus. Hat sie doch gerade noch den Schuss ins Knie verhindert, mit der Abschaffung der Parteiakademien wegen 'Verhetzung'.

    Wo leben eigentlich solche durch Geld von der Realität fern gehaltene Politiker ? Auf welchem Planeten ? Auf der Milchstrasse im Schlaraffenland ? Ja wo leben Sie denn ?

    Vielleicht verstehen Sie jetzt etwas mehr, wenn ich Ihnen sage, dass sie lieber durchrechnen sollten, was es bringt, Sie selbst in den Staatsgremien zu halbieren, das Parlament zu halbieren, die Verwaltung zu halbieren, den Länderföderalismus zu halbieren, die Privilegien abzuschaffen, etc, etc, alles was Österreichs Überleben sichern kann.

    Sich feig in die Ecke zu stellen und zu warten, was kommt, das wird Sie nicht attraktiver machen. Sehen Sie doch die Konkurrenz an, die geht mit ihrer Schuldenpolitik und der Vollkaskomentalität kompromisslos vor, um die Klientel zu ködern. Die haben keine Gedanken an die Zukunft verschwendet, ausser, wie sie verhindern können, dass das Volk die Wahrheit erfährt.

    Das Ende der Politik war gefragt. Das gibt es nicht, aber das Ende der Spassgesellschaft, das Ende der Schuldenpolitik, das kommt. Was wird Ihr Rezept sein ?

    Werden Sie darüber auch erst nachdenken, wenn in Düsseldorf ein Votum vorliegt, in Hamburg, in Berlin ???

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2010 17:57

    Die "Freimaurer" besetzen von Kirche, Dollfuß, Ortstafeln, Gerechtigkeit und Wirtschaftskrise, Schule, ORF alle Themen und versuchen mit aller Brutalität und Rücksichtslosigkeit ihre Ideologie durchzusetzen. Die Medien spielen brav mit.
    Bei diesen Spielen gerät die ÖVP stark ins Hintertreffen, denn die Macher (so wird es verbreitet) sitzen in der SPÖ. Die ÖVP läuft hinterher und schaut so ziemlich bei allem durch die Finger. Nun brennt der Hut, vielleicht besinnen sie sich doch noch ihres Stammklientels, die ÖVP.
    S'Mander, es wird Zeit. Stärkt die Leistungsträger und helft nicht der SPÖ diese weiter zu schwächen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2010 19:36

    Vielleicht besinnt sich ja die ÖVP wieder auf ihre ursprünglichen Werte der Bürgerlichkeit. Viel zu lange hat sie sich selber verleugnet und diese aus einer falsch verstandenen Liberalität dem Moloch der politischen Korrektheit zum Fraß vorgeworfen.

    Zeit wird’s, dass das aufhört. Wenn man allerdings auf einen Volksentscheid im hohen Norden angewiesen ist, um zu erkennen, was die Menschen wirklich wollen und wofür die christlich-konservativen Werte stehen, dann frag ich mich aber schon: Hat die ÖVP keine Meinungsforscher, kein Ohr am Puls der Zeit und vor allem: kein Rückgrat?

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2010 17:07

    Pos. ist, dass endlich jemand "gewichtiger" Frau Schmied Paroli bietet.
    Allerdings sehe ich in der "langen Leitung" keine Zeitfrage, sondern ganz klar eine ideologische Lücke.

    Den Schwarzen sind die Grundsätze zu Gunsten der Sozialisten u. Marxisten abhanden gekommen. Anscheinend hat die Maschinerie der Gleichmachung bei den "schwarzen Peterln" schon ordentlich Fuß gefaßt, denn sonst müßte jeder dieser Truppe schon längst einen Aufschrei getätigt haben.

    Ein taktisches Verhalten, wie Norman Bates beschrieben hat, halte ich durchaus für möglich und es zeigt uns die Verwegenheit der Politiker. Nur aus wahltaktischen Gründen Entscheidungen zu treffen, zum Nachteil des zu vertretenden Volkes, ist doch so ziemlich das fieseste, was Politiker machen können. Welch Sittenbild geben diese Menschen ab - ein widerliches.

    Die Schnapsidee der Privatschulenauflösung ist ja beinahe witzig, wohin schickt dann die Politelite ihre Kinder zur Schule?

  5. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2010 16:28

    Es war entweder Unvermögen der ÖVP oder taktisch durchaus gewollt.

    Ich tippe eher auf Zweiteres, da ich der ÖVP nicht Blödheit oder plumpen Zeitmangel unterstellen möchte.

    Das Abdriften seitens der ÖVP in linke und gutmenschliche Gefilde war wohl dem Beispiel Deutschland und Politik von Angela Merkel geschuldet, mit der diese Beck und Steinmaier in der Hoffnung auf mehr Stimmen aus dem linken Lager in Abseits befördert hat.

    Auf der anderen Seite sitzen natürlich auch in der ÖVP ausreichend Sozialisten in den eigenen Reihen.

    Dieses taktische Szenario hat ein paar bedeutende Vorteile:
    - Schwächung der sozialistischen Parteien
    - mehr potentielle Wähler und damit
    - mehr Macht durch gewonnene Wahlen

    aber auch ein bedeutendes Risiko:
    - Erhöhte Frustation bis zum Verlust von ehemals bürgerlichen Stammwählern

    Offensichtlich wird im Meinungsgefüge gerade das Risiko schlagend und die konservativen Parteien rudern ein wenig zurück.

  6. Ausgezeichneter KommentatorRupert Wenger
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2010 11:27

    Die ÖVP ist Teil der großen Koalition, damit Teil des Postenschachers, der Durchdringung aller Lebensbereiche durch die Parteipolitik, des Kaufs der Medien mittels Steuergelder, der Verfilzung von Parteien und Betrieben in öffentlicher oder teilöffentlicher Hand, der Zähmung der Justiz durch die Parteien, der exzessiven Schuldenmacherei, mit einem Wort der mutwilligen Zerstörung unserer Demokratie. Sie ist damit Teil des Problems und nicht der Problemlösung. Hand in Hand mit der SPÖ taumelt sie in den abzusehenden Untergang. Ihr einziger Vorteil war bis jetzt, dass rechts von ihr keine vernünftige Alternative vorhanden war. Wenn sich eine solche auftut, versinkt die ÖVP noch schneller im Nichts, als die SPÖ. Wer in diesem Blog sucht nicht nach dieser wählbaren Alternative?

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2010 23:03

    Warum!
    Weil die ÖVP längst ihr Rückgrat und damit ihre Orientierung verloren hat.
    Profil- und konzeptlos schlingert sie dahin, bis sie schlußendlich das Schicksal der italienischen "Democrazia Cristiana" ereilen wird. :-(

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorbart
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2010 10:46

    Die "Happy Pepi"-Truppe (ÖVP) ist einer der Service-Clubs von und für RAIFFEISEN.

    Inhaltlich bedeutet das die gewollte Aufgabe jeglicher Wertebindung durch einen neoliberalen Stimmensammlerverein, der sich mittlerweile auf eine Marionettenwerkstatt im Auftrag von Raiffeisen und lichtscheuen Schürzengesellen reduziert hat. Daher macht die ÖVP schon lange keine Politik mehr, die nur irgendetwas mit christlich oder sozial zu tun hätte, sie ist eine völlig wahl- und wertelose Beliebigkeitspartei geworden, dient rein der Machterhaltung und -erweiterung. Das ungeschriebene Parteiprogramm der ÖVP lautet: tote Gender-Banane, die ohne Programm und Gesinnung an allen Ecken und Zäunen um Stimmen hechelt.

    Man denke nur an die ÖVP-Muppets Show (FM Kohl und FM Busek vulgo Statler & Waldorf), die sich als Retter der Hl. Kirche aufspielt, während sich die ÖVP aggressiv gegen ihre christlichen Wurzeln wendet und keine christlichen Politiker in ihren Reihen duldet. Angesichts dieser alten Herrn fragt man sich, was ein Politiker überhaupt noch können muss (außer jeden Eigencharakter und Eigenwert am Bühneneingang abzugeben)? Fest steht: Je heuchlerischer und falscher, umso geeigneter ist man als Politiker für die ÖVP.

    Zur Sozialdemokratisierung der ÖVP: Der ÖVP-Wirtschaftsbund etwa ist gesellschaftspolitisch neo-kommunistisch. Wer die ÖVP wählt, kann genauso gut in roten Kampfbünden mitmarschieren. In Wirklichkeit fehlt jedes Konzept der Zukunftsgestaltung - außer die "Segnungen" eines bagatellisierten Kommunismus, der Hand in Hand mit der Hochfinanz marschiert.

    Wie sieht der Wähler dieser Partei aus? Der identitätslose "Mitte-Wähler" ist ein ideologischer Wechselbalg.


alle Kommentare

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  16. JakeTarri (kein Partner)
  17. sfxjvutylx (kein Partner)
  18. Axel L.
    26. Juli 2010 07:54

    Neffe Josef hat nach vielen Knoten in der Leitung wenigsten die Signale richtig gedauet - Onkel Erwin hingegen dürfte noch nicht so weit sein!

  19. aliman Gülömünz (kein Partner)
    25. Juli 2010 15:16

    Wo ein Portisch, Krejcy und solche Kaliber für einen roten Heinz als HBP votieren, da ist doch die Partei, der sie angehören, nicht in Ordnung und nur in Anlehnung an das Heimatland-Kalkül unseres schwulen Entertainers zu versehen:verlogen und versch...en, leider! "Wache auf", ÖVP, und wisse, was herauskommt, wenn du dich uns Bett legst mit solchen Strol...!

  20. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    25. Juli 2010 14:59

    Täusche ich mich, oder liegt die ÖVP bei sämtlichen Umfragen der ganzen linkslinksgrünen Medien seit der letzten Wahl (und natürlich seit der Schwulenehe) in Führung bei recht deutlichen Zugewinnen?

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      25. Juli 2010 15:12

      Ein Dr. Unterberger weiß sicher besser, wo die ÖVP ihr Wählerpotenzial hat als irgendwelche, von links-linken Gutmenschen unterwanderte Meinungsforschungsinstitute!

    • Josef Maierhofer
      26. Juli 2010 20:27

      Meistens gehen Wahlen deutlich anders aus, als Umfragen prognostizieren.

      Es gibt so viele menschliche Faktoren, die da mitspielen, die wenigsten aber sachlich und rationell.

  21. Intellekto
    25. Juli 2010 12:35

    Ich versuche eine Antwort:Es ist-wie weiß ich nicht-den Roten gelungen alles,was nicht ihrer Meinung und ihrem Willen entspricht zu diffamieren und als nicht gesellschaftsfähig hinzustellen. Instrumente dafür sind u.a.das Gutmenschentum und die "political correctness". Fast schon diktatorisch bestimmt alleine die Linke,was politisch korrekt ist und was nicht. Wenn Wahlergebnisse nicht SO aussehen,wie die Sozis das wünschen,dann gibt es Trauermusik in Ö3 und Sanktionen gegen Österreich und eine Trauermiene des Herrn BP.
    Menschen,die keine sehr starken Persönlichkeiten sind lassen sich da schon sehr verunsichern. Hinzu kommt daß die ÖVP keine antisozialistische Partei mehr ist und in allen Sachfragen von Steuererhöhungen bis Gesamtschule so schwammig-larvierend agiert wie es ihr Vorsitzender eben offenbar in Blut hat. Es git keinen Biß mehr dort,die Jungen haben keine Geschichtsbildung und wissen z.B.nicht mehr,wie verbissen Dollfuß versuchte Ö.zu retten,und daß ES DIE ROTEN WAREN,die den Anschluß UNBEDINGT wollten,und daß es DIE ROTEN WAREN,die ungebremst jede Menge echte!Nazis(nicht Mitläufer) 45 aufgenommen haben.Dafür tun sie heute so (Vranitzky!!)als ob sie den Philosemitismus erfunden hätten und als ob sie"eh schon immer gegen die Braunen "gewesen wären. Wo waren denn die ganzen Antifa-Kämpfer 1938,die heute so mutige Demos veranstalten?
    Faktum:Die ÖVP gibt es nicht mehr.Es ist auch ein Fehler der Schwarzen weiterhin mit der schwer angeschlagenen Kirche im Rucksack herumzulaufen,obwohl diese die Politik u.ganz besonders die ÖVP längst verlassen hat.
    Ö ist das Schlimmste passiert das passieren kann:Von der Machtverteilung und der Durchsetzung des politischen Willen her betrachtet sind wir ein Einparteienstaat geworden. In GB,D oder FR.liegen einmal die Linken,dann wieder die Konservativen vorne,das ist wohl gut so;Bei uns wurde das abgeschafft. Grüß Sie,Mahlzeit.

    • Josef Maierhofer
      26. Juli 2010 20:29

      Ich glaube, die Kirche ist inzwischen im Rucksack von Rot/Grün gelandet, da haben sie's gut ...

  22. bart (kein Partner)
    25. Juli 2010 10:46

    Die "Happy Pepi"-Truppe (ÖVP) ist einer der Service-Clubs von und für RAIFFEISEN.

    Inhaltlich bedeutet das die gewollte Aufgabe jeglicher Wertebindung durch einen neoliberalen Stimmensammlerverein, der sich mittlerweile auf eine Marionettenwerkstatt im Auftrag von Raiffeisen und lichtscheuen Schürzengesellen reduziert hat. Daher macht die ÖVP schon lange keine Politik mehr, die nur irgendetwas mit christlich oder sozial zu tun hätte, sie ist eine völlig wahl- und wertelose Beliebigkeitspartei geworden, dient rein der Machterhaltung und -erweiterung. Das ungeschriebene Parteiprogramm der ÖVP lautet: tote Gender-Banane, die ohne Programm und Gesinnung an allen Ecken und Zäunen um Stimmen hechelt.

    Man denke nur an die ÖVP-Muppets Show (FM Kohl und FM Busek vulgo Statler & Waldorf), die sich als Retter der Hl. Kirche aufspielt, während sich die ÖVP aggressiv gegen ihre christlichen Wurzeln wendet und keine christlichen Politiker in ihren Reihen duldet. Angesichts dieser alten Herrn fragt man sich, was ein Politiker überhaupt noch können muss (außer jeden Eigencharakter und Eigenwert am Bühneneingang abzugeben)? Fest steht: Je heuchlerischer und falscher, umso geeigneter ist man als Politiker für die ÖVP.

    Zur Sozialdemokratisierung der ÖVP: Der ÖVP-Wirtschaftsbund etwa ist gesellschaftspolitisch neo-kommunistisch. Wer die ÖVP wählt, kann genauso gut in roten Kampfbünden mitmarschieren. In Wirklichkeit fehlt jedes Konzept der Zukunftsgestaltung - außer die "Segnungen" eines bagatellisierten Kommunismus, der Hand in Hand mit der Hochfinanz marschiert.

    Wie sieht der Wähler dieser Partei aus? Der identitätslose "Mitte-Wähler" ist ein ideologischer Wechselbalg.

    • Josef Maierhofer
      26. Juli 2010 20:35

      Sowohl die ÖVP, wie auch der Widerpart, die SPÖ werden als Koalition weiter verlieren gegen die FPÖ.

      Es wurde vom Wähler nicht Rot/Schwarz gewählt bei der letzten Wahl.

      Rot/Schwarz haben sich dem Volk aufgebrängt.

      Es wird so lange diese Pfründewirtschaft weitergehen und die Ideologisierung, bis das Koalitions-Haus versteigert sein wird.

  23. Neppomuck (kein Partner)
    24. Juli 2010 22:07

    Die Strategie der Spinner.

    Flotte Schritte hin zur Mitte,
    in der alle gerne wären,
    ist bei den Parteien Sitte,
    die nach Mehrheit sich verzehren.

    Dort herrscht allerdings Gedränge,
    auch sieht man - zu nah - nicht scharf,
    demgemäß herrscht ob der Enge
    an Gesinnung kein Bedarf.

    Steh’n kann man dort ohne Rückgrat,
    zumal wenn die Haut recht dick,
    und hat einer mal kein Glück grad’,
    droht noch kein Karriereknick.

    Auch wenn es mal Schelte hagelt,
    dort hält jedem Sturm man stand,
    ungeschoren, eher nagelt
    man ’nen Pudding an die Wand.

    Warum sich nun exponieren
    und die Sau durchs Dorf zu treiben,
    man kann dabei nur verlieren,
    wird nicht „ministrabel“ bleiben.

    Ist die Sache erst gegessen,
    abgesegnet, abgekartet,
    kann man zeigen, wie versessen
    man darauf stets hat gewartet.

    „Wendehals“? Mein Gott, wie kann man
    dies nur derart missversteh’n,
    abgewogen, überlegt, dann
    kann nichts in die Hosen gehn.

    „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“,
    ist der (!) Strategie Begleitung.
    Wer ’s Gewohnheit werden lässt, den
    plagt oft nur die längste Leitung.

    Ob der Bürger dies bejubelt
    steht auf einem andern Blatt.
    Wer die wahre Macht nur doubelt,
    den hat man in Bälde satt.

  24. carlo soziale (kein Partner)
    24. Juli 2010 20:12

    Wie mir meine Pferdchen berichten, sind die Vorlieben der Kunden unabhängig von deren Ausbildung. Die Unterschiede ergeben sich durch unbeeinflussbare Merkmale wie Körperbau usw. Es ist also nicht zu befürchten, dass durch die Gesamtschule die Vielfalt der Vorlieben der Kunden ändern wird.

  25. Leopold Koller (kein Partner)
    24. Juli 2010 17:03

    Gegen eine Gesamtschule waere ja an und fuer sich nichts einzuwenden, wuerde man sie anders ausstatten, naemlich mit Kurssystem und raeumlich getrennten Leistungsgruppen in den Hauptfaechern.

    • Josef Maierhofer
      24. Juli 2010 17:26

      Soweit ich mich erinnern kann, gab es das eigentlich immer, Wahlfächer, Neigungsfächer, Vertiefungsfächer in den Gymnasien und Leistungsgruppen in den Pflichtschulen, als ich zur Schule ging und als meine Tochter zur Schule ging.

      Ich selbst habe im Gymnasium von Kurssystemen Gebrauch gemacht, ich habe technische Fächer in anderen Gymnasien besucht (meines war humanistisch) und kaufmännische auch in einem anderen und habe daher ein Maturazeugnis mit 3 Stempeln und dem Kurssystem drauf.

      Es gibt auch von Volkshochschulen und Hochschulen Seminare und Kurse.

      In den Pflichtschulen ist diese Reife noch nicht vorauszusetzen und daher gibt es Leistungsgruppen. Es steht aber auch da jedem offen mehr zu tun.

      Glauben Sie mir, es ist so viel Stress, die Grundbegriffe hinzubekommen, da sollte man in Pflichtschulen nicht von Kurssystemen reden, die von den Grundrechnungsarten (z.B.) ablenken.

      Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche !

    • Leopold Koller (kein Partner)
      25. Juli 2010 00:55

      Ich bin ja sicher kein Befuerworter der Gesamtschule Schmied'scher Praegung. Andererseits kann man das richtig machen. Aber Kinder im Alter von 10 auseinanderzureissen, die mittlerweile 4 bzw. 7 Jahre zusammen waren, kann ja auch nicht das Gelbe vom Ei sein. Ich habe einige gute Freunde verloren, weil sie in die Hauptschule gingen, und das nicht, weil sie Deppen waren.

  26. dieba (kein Partner)
    24. Juli 2010 16:28

    Eine jahrgängeübergreifende Gesamtschule, das wäre was, ein Kurssystem, das jeden Schüler nach seinen Fähigkeiten einstuft.

    Ob sowas mit der verknöcherten ÖVP durchsetzbar ist? Wahrscheinlich nicht.

    • Josef Maierhofer
      24. Juli 2010 17:40

      Ich halte das für schwache Schüler deprimierend, wenn sie mit 14 dann den Kurs 'Alphabeth' und 'Addieren' geschafft haben.

      Da ist es schon klüger, Förderunterricht zu geben, wie es das auch immer schon gegeben hat, damit sich Erfolgserlebnisse einstellen können.

      Ich gebe Ihnen ein Beispiel aus meiner Hauptschule (am Land):
      1956 kam ein ungarisches Kind, das kein Wort Deutsch gesprochen, hat in unsere Klasse. Unser Geschichte- und Deutschlehrer und seine Frau haben sich um den Buben gekümmert. Nach nur 6 Monaten hat er bei einer Deutschschularbeit bereits den besten Áufsatz beigetragen. Ich habe am Klassentreffen mit ihm gesprochen, er hat inzwischen eine Firma, hat französisch auch so intensiv, wie Deutsch híer, in Frankreich gelernt.

      Sehen Sie, und das kann man nicht systemisieren, nicht instrumentalisieren, das kann man ganz einfach nur tun, einfach tun. Man muss es wollen.

      Der Klassenkamerad hat auch die beiden Lehrer von damals mitgebracht zum Klassentreffen und für ihre Taten geehrt, sie waren beide schon über 90.

      Das, was man mit all den Nivellierungen nach unten erreichen will, verstehe ich schon auch im Sinne der Spassgesellschaft, nämlich die Wohlfühlschule. Das aber macht nicht fit fürs Leben.

    • dieba (kein Partner)
      24. Juli 2010 19:01

      Ihr Beispiel zeigt mir, dass es um das Schulsystem um 1950 schlecht bestellt gewesen sein muss, wenn man innert 6 Monaten die ganze Klasse düpieren kann und in der Fremdsprache, die man grade mal ein halbes Jahr über erworben hat, die Besten übertrifft.

      Allerdings verstehe ich nicht, dass gerade die ÖVP, die doch immer so nach dem Leistungsprinzip geifert, die leistungsorientierte Einstufung in gestaffelte Kurse so nicht und nicht befürworten kann. Was ließe sich da an unterschiedlichen Potenzialen erkennen, wecken und fördern.

    • SOKs (kein Partner)
      25. Juli 2010 12:13

      Bei der forderung nach einer gemeinsamen Schule sollte man auch auf die Ergebnisse aller Schulversuche schauen.
      Es kommt auch darauf an, was die jungen Leute heute lernen wollen, sollen und was sie wirklich im späteren Leben brauchen.

      Ich stelle mir eine Vereinfachung vor.
      Was von Lehrherren und Universitäten allgemein gefordert wird ist, Deutsch können und Lesen können. Und Kopfrechnen. Allgemeinbildung ist nicht mehr so wichtig. Dafür ordentlich Computer bedienen können, was ja die meisten überhaupt nicht können.

      Die Vereinfachung würde mich sich bringen, weniger Stress, solide Kenntnisse in obigem. Einfaches Vermitteln auch bei Zuagrasten. Ergo Einsparungen im "Bildungsbereich" (wenn man Sprechen und Rechnen zu Bildung zählt - da sind ja die meisten Schüler schon überfordert. Und einen Haufen schlecht ausgebildeter und motivierter) Lehrer ausmisten.
      Ergo:
      Mit 6 Jahren lesen lernen - ein Jahr lang. Rechnen lernen 1 Jahr lang mit 7. Schreiben lernen ein Jahr lang mit 8 und 1 Jahr PC bedienen ein Jahr lang. Und mit 9 die Fächer Erdkunde und das übrige lästige Zeugs, ein Jahr lang.
      Danach ab aus der Schule und alles andere bringt der Lehrherr bei. Tischlern, Motorkunde etc. mit der Berufsschule zusammen. Merh erwarten sich die Leute nicht.

    • socrates
      26. Juli 2010 17:33

      Natürlich wäre es was, nur was? Was Gutes behaupten Sie ja selbst gar nicht!
      Die Linken leiden am Galileisyndrom: Beweise gelten nicht, nur Ideologie.
      Als Kind habe ich das Gleichnis vom ungläubigen Tomas nicht verstanden: Wie kann man nur glauben wenn ich die Tatsachen angreifen kann! Heute weiß ich was Fortschritt ist: auch wenn viele Politiker etwas angreifen könnten, sagen sie:: ich will gar nicht, ich habe meine Meinung, Beweise gelten nicht.
      Nach der Oktoberrevolution glaubten die idealistischen Sieger,daß man Leistung, Gefängnisse etc. abschaffen kann. Ganz schnell kam man davon ab.
      Lernen Sie Geschichte!

    • dieba (kein Partner)
      26. Juli 2010 20:42

      @ socrates:

      Du hast wohl das System nicht verstanden. Ebenso wie Herr Unterberger nicht. Einfach reflexartig gegen die gezielte Förderung von Talenten zu wettern, stattdessen wie die ÖVP Bildung als Gut für die Oberschicht einzufordern, ist armselig.

      ;-)

    • socrates
      26. Juli 2010 21:25

      In meiner Meinung findet sich weder ÖVP noch Oberschicht, noch etwas gegen die Förderung von Talenten. Auch "argumente ad hominem= wie "armselig" verabscheue ich. Ich zähle auf Beweise und Ergebnisse.
      In der Sowjetunion wurde die Leistungsfreiheit ausprobiert und endete im Stachanowsystem.
      In Frankreich wo ich oft und lange bin, hat man Zentralmatura und zentrale Abschlußtests und danach ein Ranking für die Schulen Ergebnisse öffentlich in der Presse). Für den Zugang zu den Grandes Ecoles gibt es enorm strenge Aufnahmsprüfungen und nur die Besten werden genommen. Ebenso in den USA und GB. Die anderen Studenten können an irgendeine UNI gehen, die bei einer Stellenbwerbung nicht zählt.
      Das System habe ich sehr wohl verstanden und festgestellt daß es nichts leistet. Jeder kann aber an eine Waldorf-Montessori-Schule gehen und sich dort fördern lassen. Ich halte aber nichts von einer Zwangseinfürung dieses Systems damit die Anderen genau so wenig bei einer Bewerbung können.

    • dieba (kein Partner)
      27. Juli 2010 09:59

      Ich schrieb ja auch nirgends vom Wegfall von Leistungstests.

      Gesamtschule ist nicht gleichbedeutend mit Wegfall des Leistungsprinzips. Allerdings sind Einführungsprüfungen auch nicht der Weisheit letzter Schluss, zuviel Potenzial geht dabei verloren.

    • socrates
      27. Juli 2010 20:32

      Jedem seine Schule, Alles gegen Monopole! Zentrale Abschlußprüfungen wie in den meisten Ländern westlicher und östlicher Kultur als Kontrolle genügen. Man kann Steinerschule und ähnliche anderen Privatschulen gleichstellen und fördern. Dann bleibt dem Schüler die Wahlfreiheit. Ihn von der Wahlfreiheit zu befreien ist Zwang und Unterdrückung.
      Die Staaten mit dem höchsten output an Nobelpreisträgern, Spitzenwissenschaftlern, Spitzenforschern und Patenten haben Einführungsprüfungen (USA, GB, F, RU, D, CH...........).

  27. Graf Berge von Grips
    24. Juli 2010 12:28

    Die ÖVP geht nicht mehr konform
    mit den linken Schulphantasten.
    Das Sickertempo scheint ja enorm
    in den schwarzen Politikerkasten.

  28. 57er
    24. Juli 2010 12:02

    Seit dem Perspektivenpapier des Josef Pröll ist mir die Bundes-ÖVP fern. Wenn ich linke Gesellschaftspolitik will, dann gibt es dafür andere Parteien. Da ich diese aber nicht will, bin ich seither bei Nationalratswahlen auf Kleinstparteien angewiesen.

  29. Rupert Wenger
    24. Juli 2010 11:27

    Die ÖVP ist Teil der großen Koalition, damit Teil des Postenschachers, der Durchdringung aller Lebensbereiche durch die Parteipolitik, des Kaufs der Medien mittels Steuergelder, der Verfilzung von Parteien und Betrieben in öffentlicher oder teilöffentlicher Hand, der Zähmung der Justiz durch die Parteien, der exzessiven Schuldenmacherei, mit einem Wort der mutwilligen Zerstörung unserer Demokratie. Sie ist damit Teil des Problems und nicht der Problemlösung. Hand in Hand mit der SPÖ taumelt sie in den abzusehenden Untergang. Ihr einziger Vorteil war bis jetzt, dass rechts von ihr keine vernünftige Alternative vorhanden war. Wenn sich eine solche auftut, versinkt die ÖVP noch schneller im Nichts, als die SPÖ. Wer in diesem Blog sucht nicht nach dieser wählbaren Alternative?

    • M.S.
      24. Juli 2010 17:14

      Ich fürchte "Mir reicht`s" werden diesmal viele ÖVP- Wähler im Herbst sagen.

    • Josef Maierhofer
      24. Juli 2010 17:47

      Sieht aus, als würde das 'Leaderduo' am Abgrund stehen und damit spekulieren, doch noch oben bleiben zu können, auch, wenn der 'verkehrte' Wind bläst.

  30. Rosi
    23. Juli 2010 23:25

    Wenn ein Mensch mit den Charakterzügen von Fr.Dr.Fekter an der Spitze der Partei stünde, wenn ein Mensch mit den Eigenschaften von Fr.Dr.Fekter die Wiener leiten würde, dann wüßte ich, daß ich bei der Wien Wahl wieder unbesorgt die ÖVP wählen kann.

    • mr.spock (kein Partner)
      24. Juli 2010 17:09

      Bedenken Sie aber, dass Fr.Fekter alle Missstände -wie von R.Wenger eben treffend beschrieben- als langjährige Abgeordnete zum Nationalrat mitzuverantworten hat!

    • Jacky (kein Partner)
      24. Juli 2010 17:27

      @Rosi: Hihi! Danke, ich habe über Ihren Beitrag herzlich gelacht. Bis ich dann draufgekommen bin, dass Sie das möglicherweise ernst meinen...

    • Josef Maierhofer
      24. Juli 2010 17:53

      @ Jacky

      Dass alle jeweils nur eine Stimme abgeben können ist wohl oft zu wenig zum Abwenden eines bedenklichen Beschlusses. Es ginge schon darum, dass man mehrheitlich die Gefahren erkennt.

      Richtig, mitgefangen ist mitgehangen. Man kann ja auch austreten.

      Es gibt aber welche, die trotzdem was bewirken wollen und standfest weiter und weiter ihren festen Standpunkt einbringen und damit irgendwann dann doch durchkommen.

      Frau Fekter fürchtet sich zumindest vor niemanden, ist ja auch schon was heutzutage.

    • Rosi
      24. Juli 2010 18:37

      @ mr.spock
      Unter dem Aspekt des Klubzwanges ist fraglich, was man dem Einzelnen tatsächlich anlasten kann.

    • Rosi
      24. Juli 2010 18:44

      @ Josef Maierhofer

      Sie haben Recht!
      Wie man sieht, wird Handschlagqualität nicht mehr positiv bewertet, seit man begonnen hat, alle Probleme mir Cntr-Alt-Del zu lösen....

  31. fosca
    23. Juli 2010 23:03

    Warum!
    Weil die ÖVP längst ihr Rückgrat und damit ihre Orientierung verloren hat.
    Profil- und konzeptlos schlingert sie dahin, bis sie schlußendlich das Schicksal der italienischen "Democrazia Cristiana" ereilen wird. :-(

    • Josef Maierhofer
      24. Juli 2010 17:55

      Das könnte passieren, wenn man weiterhin 'auf der Leitung steht'.

  32. SuPa
    23. Juli 2010 20:09

    Warum wieder einmal auf der ÖVP herumtrampeln?
    Wenn in einer Partei verschiedene Meinungen herrschen, dann ist dies doch nur ein Zeichen von demokratischer Gesinnung und Meinungsfreiheit innerhalb der Partei. Ist es Ihnen lieber, wenn auch in der ÖVP ein straffes Regime geführt wird und alles, wo es von der Spitze keine Segen gibt, wird sofort zurückgepfiffen - oder es wird gesagt, die Journalisten haben die Aussagen falsch interpretiert?
    In den von AU aufgezeigten Themen zeigt sich einmal mehr, dass eine Regierungskoalition viele Nachteile hat. Obwohl es ein grob formuliertes gemeinsames Regierungsprogramm gibt, sind bei vielen Themen eben nur Kompromisse bzw. Gegengeschäfte (= Kuhhandel) zu machen. Wenn einer der beiden Partner aber "es reicht" sagt, dann gut es vorzeitige Wahlen und alles beginnt wieder von vorne .... .
    Was aber sehr zur Verwunderung beiträgt, ist die Tatsache, dass einzelne Funktionäre ihre Ideen nicht parteiintern diskutieren sondern möglichst schnell damit an die Öffentlichkeit treten. Dies zeigt meist nur von einer besonderen Profilierungssucht der Politiker.

    • Celian
      23. Juli 2010 20:46

      Wer trampelt denn herum?
      Wir sind hier froh, dass endlich wer in der ÖVP sagt, was Sache ist. Das war schon lange überfällig. Aber vor lauter Angst, dass einem die politische Korrektheit über die Schnauze fährt, hat sich in der ÖVP niemand getraut - dafür gebührt Josef Pröll Dank!

      Den Bogen der Meinungsvielfalt kann man nicht ewig überspannen, sonst findet man sich am Ende des Bogens in einer anderen Partei wieder - so wie Christoph "in der falschen Partei" Leitl.

    • M.S.
      24. Juli 2010 17:22

      @SuPA
      "Dies zeigt meist nur von einer besonderen Profilierungssucht der Politiker"

      Es zeugt aber auch von einer gewissen Disziplinlosigkeit der Funktionäre, was anderseits wiederum auf eine Führungsschwäche der Parteileitung schließen lässt. Unter Schüssel hat es das nicht gegeben.

    • Josef Maierhofer
      24. Juli 2010 18:08

      Die Bünde der ÖVP alleine schon ergeben für jeden gemeinsamen Beschluss eine Menge Arbeit, Überzeugungs- und Kompromissarbeit, das versteht jeder. Auch das ist Teil der 'langen Leitung'.

      Aber die Passivität, die muss überwunden werden und eine Zukunftsstrategie muss her, wie die Sparmassnahmen, die Steuermassnahmen und die sonstigen Massnahmen zu den prekären Schulden in Zukunft zu bewältigen wären.

    • SuPa
      25. Juli 2010 16:54

      Josef Maierhofer:
      War es nicht Josef Pröll, welcher vor seiner Funktion als ViKa und Finanzminister an führender Stelle für einen ÖVP-Zukunftswerkstatt gearbeitet hatte?

  33. Celian
    23. Juli 2010 19:51

    Den besten Politiker, den die ÖVP hat, ist übrigens nicht Pröll und ganz zu schweigen von der herben Enttäuschung Marek, der Vorarlberger Unternehmer Karl-Heinz Kopf. Was Kopf sagt, hat Hand und Fuß. Seine Wortmeldungen fallen immer wieder wohltuend auf, sei es wenn er sich zum Tagesgeschehen wie zur Hetz-Kampagne des ORFs gegen Strache äußert oder seinen Willen unsere Gesellschaft zu formen, kundtut:

    „Unsere Steuerquote ist nahe an der Sklaverei.“

    „Vermögen in seiner Substanz zu besteuern bedeutet Enteignung.“

    „Hinterfragen wir alle Leistungen, die der Staat an sich gerissen hat!“

    Solche Sätze kann man sich einrahmen lassen. Warum hat die ÖVP nicht ein paar mehr Kopfs und ein paar weniger Mareks?

    Warum muss Wien unter dieser Alternative zu Häupl leiden?

  34. Celian
    23. Juli 2010 19:36

    Vielleicht besinnt sich ja die ÖVP wieder auf ihre ursprünglichen Werte der Bürgerlichkeit. Viel zu lange hat sie sich selber verleugnet und diese aus einer falsch verstandenen Liberalität dem Moloch der politischen Korrektheit zum Fraß vorgeworfen.

    Zeit wird’s, dass das aufhört. Wenn man allerdings auf einen Volksentscheid im hohen Norden angewiesen ist, um zu erkennen, was die Menschen wirklich wollen und wofür die christlich-konservativen Werte stehen, dann frag ich mich aber schon: Hat die ÖVP keine Meinungsforscher, kein Ohr am Puls der Zeit und vor allem: kein Rückgrat?

    • Norbert Mühlhauser
      23. Juli 2010 23:22

      Nun ja - wer nur auf Meinungsumfragen baut ohne eigenständig zu denken, der jappelt stets nur dem Zeitgeist hinterher.

      Eine politische Partei sollte ein think-tank sein, der Konsequenzen von Ausgestaltungen des Gemeinwesens aufzuzeigen vermag.

    • Celian
      23. Juli 2010 23:52

      Norbert Mühlhauser

      Sehr richtig.Der Populismus ist in der ÖVP weit gediehen! So weit links, wie sie sich heute darstellt, war sie überhaupt noch nie. Und das alles nur, um dem linken Zeitgeist entgegenzukommen und bei den Wahlen nicht unter die Räder zu kommen.

      Pröll ist durch das Hamburg-Plebiszit wenigstens draufgekommen, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben. Hoffentlich besinnt sich die ÖVP wieder auf alte Werte , stopft ihren falschen PC-gesteuerten Einflüsterern das Maul und gelangt wieder zu alter Größe.

  35. brechstange
    23. Juli 2010 17:57

    Die "Freimaurer" besetzen von Kirche, Dollfuß, Ortstafeln, Gerechtigkeit und Wirtschaftskrise, Schule, ORF alle Themen und versuchen mit aller Brutalität und Rücksichtslosigkeit ihre Ideologie durchzusetzen. Die Medien spielen brav mit.
    Bei diesen Spielen gerät die ÖVP stark ins Hintertreffen, denn die Macher (so wird es verbreitet) sitzen in der SPÖ. Die ÖVP läuft hinterher und schaut so ziemlich bei allem durch die Finger. Nun brennt der Hut, vielleicht besinnen sie sich doch noch ihres Stammklientels, die ÖVP.
    S'Mander, es wird Zeit. Stärkt die Leistungsträger und helft nicht der SPÖ diese weiter zu schwächen.

    • M.S.
      23. Juli 2010 23:36

      Man kann nur hoffen, dass das Nein zur Gesamtschule nicht nur die eine Fliege war, die noch keinen Sommer macht.

    • Celian
      24. Juli 2010 00:02

      Lieber M.S.

      Das wünsche ich mir auch. Die ÖVP könnte aber auch zwei Schwalben mit einer Klappe erschlagen, wenn sie auf dem eingeschlagenen Weg weiter macht und auch in der Wahlkampfphase in Wien beinhart dabei bleibt.

    • M.S.
      24. Juli 2010 13:07

      @Celian
      Der Bundes-ÖVP trau ich schon noch einiges zu, falls sie endlich aus ihrer derzeitigen Paralyse erwacht und ihre ungenützten Kapazitäten einsetzt, für Wien aber kann ich mir das nur schwer vorstellen.
      M.fr.Gr. M.S.

    • vIKTOR (kein Partner)
      24. Juli 2010 17:39

      Die Freimaurer (ich bin keiner),sind eine heute weltweite (mit Ausnahme von diktatorischen Regimen),liberale,humanitäre,karitative Organisation,die weder brutal noch rücksichtslos ist.Wer so etwas schreibt,sollte sich von Kreisky
      belehren lassen-"lernen sie Geschichte.......".
      Die Kirche hatte die Freimaurer sehr lange geächtet und deren Mitglieder ex lege
      exkommuniziert,weil durch die Vernichtung des Templerordens in später Folge sichtlich ein Geheimbund entstanden war,der der Kirche als Konkurrenz-
      -organisation große Besorgnis einflößte.Die Freimaurer beherrschten die goldenen Regeln der Baukunst und bewahrten diese als ihr Geheimnis.
      Das was unsere geistige Situation heute so schlimm macht ist,daß in der Politik sehr viele dummen Schwadronäre zu Wort kommen (mit einigen wenigen löblichen Ausnamen),die keine Sicht der globalen Entwicklung und leider auch keine Verbindung zur Bevölkerung haben und sich nur in ihren Parteigremien ihre Meinungen bilden.Aus Vorsicht und vor allem aus Angst vor den nächsten Wahlen
      sind sie nicht in der Lage klare Worte auszusprechen und eventuell auch zunächst unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

    • Undine
      24. Juli 2010 18:30

      @vIKTOR

      Ihre hehre Einstellung zu den Freimaurern teile ich nicht.

    • brechstange
      24. Juli 2010 18:38

      @Viktor
      Wenn die Freimaurer so ehrbar sind, warum sind sie dann eine Geheimgesellschaft?

    • socrates
      26. Juli 2010 15:05

      Dazu gehören auch Oper (Vorhang), Kunst und copyright mit seinen rückwirkenden Änderungen.

  36. RR Prof. Reinhard Horner
    23. Juli 2010 17:22

    reinhard.horner@chello.at

    Schulreform als zukunftstaugliche Bildungsreform

    Sind die anstehenden Herausforderungen durch entsprechende Reformen und Investitionen in der mehrgliedrigen Schulorganisation nicht zu bewältigen? Inwieweit könnte der Streit um die Organisationsform geradezu zum Alibi gegenüber der Vielfalt der zukunftsweisenden Herausforderungen an das Schul- und das gesamte Bildungsgeschehen geraten?

    Die Schulreform als Bildungsreform steht unter Herausforderungen bezüglich
    * der Zielsetzungen, was an sinngetragener Bildung persönlicher Qualitäten und was an Ausbildung nutzbringender Qualifikationen erreicht werden soll,
    * der Obsorge für alle fünf Lernbereiche: des Erwerbs von Wissen und Erkenntnissen, von Wert- und Willensgehalten sowie von Fertigkeiten (einschließlich der Handhabung geistiger Prothesen) – in vollständigen Lernprozessen,
    * der Obsorge für beide Lerngänge: den deduzierenden (vom Allgemeinen zum Besonderen mit möglichst hinausgeschobener Spezialisierung) und den induzierenden (vom Besonderen in Erweiterung zum Allgemeinen, wie das vor allem beim ausübenden Erfahrungslernen der Fall ist),
    * der pflichtigen und der wählbaren Lerninhalte, der adäquat angewandten Vielfalt der Lehr- und Lernmethoden und der Lernmittel sowie der Leistungserfassungen und Leistungsbewertungen mit ihren Berechtigungen,
    * der Erziehungsarbeit mit geeigneten Erziehungsmitteln und Erziehungsmethoden,
    * der Gestaltung des Schullebens,
    * der Chancengerechtheit mit angemessenen Förderungen und Forderungen in ihrer untrennbaren Verbindung, wobei das auch für „Hochbegabte“ gilt und gegen Schwächen nicht nur an der Behebung von Defiziten, sondern vorrangig an der Mobilisierung anderweitiger Stärken zu arbeiten ist,
    * zentraler (schulübergreifender) Vorgaben und Kontrollen im Verhältnis zu Freiräumen für autonome Gestaltungen – mit entsprechender Schulgemeinschaft und Schulleitung,
    * der inneren Strukturen und Abläufe,
    * der äußeren Beziehungen,
    * der insgesamt nötigen personellen und sachlichen Ressourcen,
    * der grundlegenden Sorgewaltung für ein neuartiges permanent lebensdurchdringendes Weiterlernen,
    * der Regelungen, was dem Staat überantwortet und was eigenständigen Initiativen – insbesondere seitens der Familie – anvertraut (vorbehalten) sein soll,
    * des für die Heranwachsenden lernwirksamen Umfelds neuer Medien und gesellschaftlicher Usancen, insbesondere in den Entwicklungen der Jugendkultur.

    Nicht zuletzt geht es doch auch darum, welche Achtung den Menschen auf anderen Bildungswegen und in anderen Lebenspositionen als denen hoch Studierter entgegengebracht werden soll. Dabei geht es vor allem um die Wertschätzung mittlerer und höherer Bildung und entsprechender Lebenspositionen. Und über das bestmögliche Bemühen gegen jedwedes Scheitern hinaus wird sich die Aufgabe und Verantwortung nicht erübrigen, mit dennoch Zurückbleibenden nicht illusionär oder abschiebend, sondern menschenwürdig engagiert umzugehen.

  37. RR Prof. Reinhard Horner
    23. Juli 2010 17:18

    reinhard.horner@chello.at

    Schulreform als zukunftstaugliche Bildungsreform

    Sind die anstehenden Herausforderungen durch entsprechende Reformen und Investitionen in der mehrgliedrigen Schulorganisation nicht zu bewältigen? Inwieweit könnte der Streit um die Organisationsform geradezu zum Alibi gegenüber der Vielfalt der zukunftsweisenden Herausforderungen an das Schul- und das gesamte Bildungsgeschehen geraten?

    Die Schulreform als Bildungsreform steht unter Herausforderungen bezüglich
    * der Zielsetzungen, was an sinngetragener Bildung persönlicher Qualitäten und was an Ausbildung nutzbringender Qualifikationen erreicht werden soll,
    * der Obsorge für alle fünf Lernbereiche: des Erwerbs von Wissen und Erkenntnissen, von Wert- und Willensgehalten sowie von Fertigkeiten (einschließlich der Handhabung geistiger Prothesen) – in vollständigen Lernprozessen,
    * der Obsorge für beide Lerngänge: den deduzierenden (vom Allgemeinen zum Besonderen mit möglichst hinausgeschobener Spezialisierung) und den induzierenden (vom Besonderen in Erweiterung zum Allgemeinen, wie das vor allem beim ausübenden Erfahrungslernen der Fall ist),
    * der pflichtigen und der wählbaren Lerninhalte, der adäquat angewandten Vielfalt der Lehr- und Lernmethoden und der Lernmittel sowie der Leistungserfassungen und Leistungsbewertungen mit ihren Berechtigungen,
    * der Erziehungsarbeit mit geeigneten Erziehungsmitteln und Erziehungsmethoden,
    * der Gestaltung des Schullebens,
    * der Chancengerechtheit mit angemessenen Förderungen und Forderungen in ihrer untrennbaren Verbindung, wobei das auch für „Hochbegabte“ gilt und gegen Schwächen nicht nur an der Behebung von Defiziten, sondern vorrangig an der Mobilisierung anderweitiger Stärken zu arbeiten ist,
    * zentraler (schulübergreifender) Vorgaben und Kontrollen im Verhältnis zu Freiräumen für autonome Gestaltungen – mit entsprechender Schulgemeinschaft und Schulleitung,
    * der inneren Strukturen und Abläufe,
    * der äußeren Beziehungen,
    * der insgesamt nötigen personellen und sachlichen Ressourcen,
    * der grundlegenden Sorgewaltung für ein neuartiges permanent lebensdurchdringendes Weiterlernen,
    * der Regelungen, was dem Staat überantwortet und was eigenständigen Initiativen – insbesondere seitens der Familie – anvertraut (vorbehalten) sein soll,
    * des für die Heranwachsenden lernwirksamen Umfelds neuer Medien und gesellschaftlicher Usancen, insbesondere in den Entwicklungen der Jugendkultur.

    Nicht zuletzt geht es doch auch darum, welche Achtung den Menschen auf anderen Bildungswegen und in anderen Lebenspositionen als denen hoch Studierter entgegengebracht werden soll. Dabei geht es vor allem um die Wertschätzung mittlerer und höherer Bildung und entsprechender Lebenspositionen. Und über das bestmögliche Bemühen gegen jedwedes Scheitern hinaus wird sich die Aufgabe und Verantwortung nicht erübrigen, mit dennoch Zurückbleibenden nicht illusionär oder abschiebend, sondern menschenwürdig engagiert umzugehen.

  38. Brigitte Imb
    23. Juli 2010 17:07

    Pos. ist, dass endlich jemand "gewichtiger" Frau Schmied Paroli bietet.
    Allerdings sehe ich in der "langen Leitung" keine Zeitfrage, sondern ganz klar eine ideologische Lücke.

    Den Schwarzen sind die Grundsätze zu Gunsten der Sozialisten u. Marxisten abhanden gekommen. Anscheinend hat die Maschinerie der Gleichmachung bei den "schwarzen Peterln" schon ordentlich Fuß gefaßt, denn sonst müßte jeder dieser Truppe schon längst einen Aufschrei getätigt haben.

    Ein taktisches Verhalten, wie Norman Bates beschrieben hat, halte ich durchaus für möglich und es zeigt uns die Verwegenheit der Politiker. Nur aus wahltaktischen Gründen Entscheidungen zu treffen, zum Nachteil des zu vertretenden Volkes, ist doch so ziemlich das fieseste, was Politiker machen können. Welch Sittenbild geben diese Menschen ab - ein widerliches.

    Die Schnapsidee der Privatschulenauflösung ist ja beinahe witzig, wohin schickt dann die Politelite ihre Kinder zur Schule?

    • Erich Bauer
      23. Juli 2010 17:15

      "...wohin schickt dann die Politelite ihre Kinder zur Schule?..."

      In eine vom Steuerzahler hochsubventionierte, für Politker kostenlose, "Politikerkinderschule".

    • Lisa
      24. Juli 2010 09:20

      Den Fleischhauersohn (Enzenhofer) aus Traun, dem man nicht "vorwerfen" kann, das Pulver erfunden zu haben, sollte man nicht zu ernst nehmen; er will sich's in seinem Heimatort mit den Linken nicht vertun. :-)

    • byrig (kein Partner)
      25. Juli 2010 20:16

      brigitte imb,
      ichstimme ihnen durchaus zu.zur "verteidigung" der saft-und kraftlosen bürgerlichen muss man aber sicher in betracht ziehen,dass die von amerika ausgehende linke pol.correctness alle konservativen ziemlich einschüchtert.sogar die in america-siehe arizona.

  39. Josef Maierhofer
    23. Juli 2010 16:59

    Ja, Herr Dr. Unterberger, die Erziehung der ÖVP !

    Das hat schon mit langer Leitung zu tun.

    Erst, bis es beim Dach hineinregnet, dann wird Anlassentscheidung getroffen.

    Logisch denken wäre gefragt, denken in die Zukunft, Abschätzung von Konsequenzen, Ansprechen der Wahrheit (nicht verstecken der 'Leichen im Keller'), öffentliche Diskussion von Problemen, etc. nicht das 'auf der Leitung stehen'.

    Vielleicht kommt die ÖVP auch drauf, dass Meinungsfreiheit ein wesentliche Gut ist und spricht sich für die Neuformulierung dieses Wahnsinnsparagraphen zur Abschaffung der Meinungsfreiheit in Österreich aus. Hat sie doch gerade noch den Schuss ins Knie verhindert, mit der Abschaffung der Parteiakademien wegen 'Verhetzung'.

    Wo leben eigentlich solche durch Geld von der Realität fern gehaltene Politiker ? Auf welchem Planeten ? Auf der Milchstrasse im Schlaraffenland ? Ja wo leben Sie denn ?

    Vielleicht verstehen Sie jetzt etwas mehr, wenn ich Ihnen sage, dass sie lieber durchrechnen sollten, was es bringt, Sie selbst in den Staatsgremien zu halbieren, das Parlament zu halbieren, die Verwaltung zu halbieren, den Länderföderalismus zu halbieren, die Privilegien abzuschaffen, etc, etc, alles was Österreichs Überleben sichern kann.

    Sich feig in die Ecke zu stellen und zu warten, was kommt, das wird Sie nicht attraktiver machen. Sehen Sie doch die Konkurrenz an, die geht mit ihrer Schuldenpolitik und der Vollkaskomentalität kompromisslos vor, um die Klientel zu ködern. Die haben keine Gedanken an die Zukunft verschwendet, ausser, wie sie verhindern können, dass das Volk die Wahrheit erfährt.

    Das Ende der Politik war gefragt. Das gibt es nicht, aber das Ende der Spassgesellschaft, das Ende der Schuldenpolitik, das kommt. Was wird Ihr Rezept sein ?

    Werden Sie darüber auch erst nachdenken, wenn in Düsseldorf ein Votum vorliegt, in Hamburg, in Berlin ???

  40. Norman Bates
    23. Juli 2010 16:28

    Es war entweder Unvermögen der ÖVP oder taktisch durchaus gewollt.

    Ich tippe eher auf Zweiteres, da ich der ÖVP nicht Blödheit oder plumpen Zeitmangel unterstellen möchte.

    Das Abdriften seitens der ÖVP in linke und gutmenschliche Gefilde war wohl dem Beispiel Deutschland und Politik von Angela Merkel geschuldet, mit der diese Beck und Steinmaier in der Hoffnung auf mehr Stimmen aus dem linken Lager in Abseits befördert hat.

    Auf der anderen Seite sitzen natürlich auch in der ÖVP ausreichend Sozialisten in den eigenen Reihen.

    Dieses taktische Szenario hat ein paar bedeutende Vorteile:
    - Schwächung der sozialistischen Parteien
    - mehr potentielle Wähler und damit
    - mehr Macht durch gewonnene Wahlen

    aber auch ein bedeutendes Risiko:
    - Erhöhte Frustation bis zum Verlust von ehemals bürgerlichen Stammwählern

    Offensichtlich wird im Meinungsgefüge gerade das Risiko schlagend und die konservativen Parteien rudern ein wenig zurück.

    • Xymmachos
      23. Juli 2010 17:14

      Lieber N.B., was schätzen Sie denn, wieviel Sozialisten oder Grüne wegen dem Häuptling Grinsendes Hutschpferd an der Spitze der Wirtschaftskammer jetzt die ÖVP wählen?

    • brechstange
      23. Juli 2010 17:50

      @xymmachos
      Vielleicht sind sie endlich draufgekommen die ÖVPler, dass sie wegen grinsenden Hutschpferdpositionen keine Meter machen. Spät, hoffentlich nicht zu spät.

    • Norman Bates
      23. Juli 2010 22:01

      @Xymmachos

      0 ?

    • Susa
      24. Juli 2010 18:39

      @Norman Bates

      "Häuptling Grinsendes Hutschpferd" paßt auf jeden Fall gut zu Christoph Leitl.





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