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Die Niki-Ökonomie

Bis Jahresende werden Hunderte neuer "Green Jobs" entstehen. Darüber freut sich der Umweltminister Niki (wie er sich offiziell nennen lässt) Berlakovich. Wenn das keine Leistung ist! Freilich: Würde der gute Burgenländer ein bisschen Kopfrechnen beherrschen, wäre er viel leiser.

Und er würde sich Sprüche wie "Der Turbo für Wachstum ist grün" rasch verbeißen. Denn um diese "Hunderten" grünen Arbeitsplätze - worunter man Windmühlenwarte und Solarpanel-Schlosser verstehen kann - zu "schaffen", werden 760 Millionen Euro ausgegeben! Also rund eine Million Euro pro Arbeitsplatz.

Damit übertrifft der ÖVP-Minister ja auch Bruno Kreisky noch weit, der versucht hat, mit rund einer Million Schilling einen Job zu schaffen. Eine Million Euro ist aber trotz aller Inflation noch immer viel mehr wert als eine Schilling-Million zu Kreiskys Zeiten.

Und was Berlakovich weiter verschweigt: Diese 760 Millionen Euro kosten anderswo (oder in der Zukunft) Arbeitsplätze. Und zwar höchstwahrscheinlich mehr, als neu geschaffen werden.

In Spanien, das einst Umweltmusterstaat werden wollte und heute auch deshalb fast bankrott ist, hat man berechnet, dass jeder dieser grünen Jobs mehr als doppelt so viele andere vernichtet. Das sind Arbeitsplätze, die infolge zu hoher Energierechnungen oder zu hoher Steuern verschwinden. Diese Abgaben werden in einem Ringelspiel nur deshalb eingehoben, damit sich dann ein Politiker der grünen Jobs berühmen kann, die er damit geschaffen hat - abzüglich gewaltiger Reibungsverluste durch die dazwischengeschaltete staatliche Verwaltung.

Und bitte nicht sagen: Die grünen Berlakovich-Jobs kosten eh nichts, sie werden ja durch Kredite finanziert. Denn dann kosten sie noch viel mehr Arbeitsplätze, halt wenige Jahre später. Die Zeiten sind nämlich längst vorbei, wo sich verantwortungslose Politiker denken konnten: die Rechnungen müssen ja erst die Nachnachfolger und unsere Kinder zahlen.

Das ist halt Niki-Ökonomie nach burgenländischer Art. Und spanischer, und kreiskyscher.

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