Ein nie begangenes Attentat drucken

Lesezeit: 8:30

Die Genugtuung ist Erhard Hartung anzusehen. Ebenso wie Peter Kienesberger und Egon Kufner, zwei Kameraden aus dem Kreis einstiger Südtirol-Aktivisten, widerfährt ihm aufgrund von Forschungsergebnissen des Militärhistorikers Hubert Speckner endlich Gerechtigkeit. In jungen Jahren hatte sich Hartung, Spross einer alteingesessenen Tiroler Familie, im legendären BAS engagiert, dem „Befreiungsausschuss Südtirol“.

Ziel war ein wagemutiger Kampf für die Einheit des nach dem Ersten Weltkrieg geteilten Tirol. Diese Idealisten wollten – vor allem in den 1960-er Jahren – mittels Anschlägen auf italienische Einrichtungen die Weltöffentlichkeit auf das nicht anders als „Besatzungsregime“ zu nennende Gebaren Italiens in Südtirol aufmerksam machen und traten für die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts ein. Am Abend des 24. Juni 1967 stiegen die drei zur Porzescharte auf, zum Grenzkamm zwischen dem Osttiroler Bezirk Lienz und der italienischen Provinz Belluno.

Dort sollte die Gruppe, wie Kienesberger berichtet, mit von der italienischen Seite aus aufgestiegenen BAS-Aktivisten aus Südtirol Kontakt aufnehmen und einen verwundeten Kameraden zur Behandlung nach Österreich bringen. Als das vereinbarte Funkkontaktsignal ausblieb und stattdessen das kurze Aufleuchten eines Lichts zu sehen war, vermutete Kienesberger eine Falle des italienischen Geheimdienstes, brach das Vorhaben ab und kehrte mit seinen Kameraden zu deren Ausgangspunkt in der Gemeinde Obertilliach zurück, wo sie eine Stunde nach Mitternacht jenes Fahrzeug bestiegen, mit dem sie gekommen waren.

Just am Morgen des 25. Juni sollen – den offiziellen Ermittlungen zufolge – auf der Porzescharte vier italienische Soldaten zu Tode gekommen sein. Aufgeschreckt durch eine nächtliche Detonation seien sie zum Grenzübergang geeilt, wo – wie im Jahr zuvor – ein Strommast gesprengt worden war. Einer der Männer, der Alpini-Soldat Armando Piva, war demnach durch eine vergrabene Sprengfalle schwer verletzt worden und noch am selben Tag gestorben. Einer eingeflogenen Spezialeinheit soll dasselbe passiert sein: Carabinieri-Hauptmann Francesco Gentile und die Fallschirmjäger Mario di Lecce und Olivo Dordi hätten eine zweite Sprengfalle ausgelöst und seien dabei getötet, ein vierter Soldat, Marcello Fagnani, schwer verwundet worden.

Politische Justiz in Italien

Des von Politikern und Medien so genannten „blutigsten Attentats des Südtirol-Terrorismus“ wurden der im Zusammenhang mit früheren BAS-Aktionen bekannte Elektrotechniker Kienesberger, der bis dahin unauffällige Arzt Dr. Hartung sowie der Unteroffizier des österreichischen Bundesheeres Kufner bezichtigt und schließlich angeklagt. In Florenz wurden Kienesberger und Hartung zu lebenslänglicher, Kufner zu 24 Jahren Haft verurteilt; die Urteilssprüche ergingen 1971 in Abwesenheit der Angeklagten und fußten auf Gesetzen aus der Zeit des Faschismus.

Aufgrund von Erkenntnissen deutscher und österreichischer Höchstgerichte verstieß das florentinische Verfahren ebenso wie andere vor italienischen Gerichten geführte Südtirol-Prozesse vor allem dadurch, dass die Angeklagten nicht zur Hauptverhandlung geladen wurden und ihnen weder die Anklageschrift noch das Urteil zugestellt worden war, gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).

In Österreich wurden die drei hingegen freigesprochen. Der Freispruch war – wider alle staatsanwaltschaftlichen Bemühungen, die Täter mittels Schuldnachweis zu überführen – letztlich auf das durch Gutachten untermauerte Hauptargument der Verteidigung zurückzuführen, wonach die ihnen zur Last gelegten Taten im vorgegebenen Zeitrahmen nicht hatten durchgeführt werden können. Wozu die Anwälte ein Weg-Zeit-Diagramm ins Feld geführt hatten, mit dem sie die Geschworenen für ein „in dubio pro reo“ gewinnen konnten.

Die italienische Verurteilung ist indes nach wie vor in Kraft. Die drei gelten als „Terroristen“, und dies nicht nur in Italien, wo sie, reisten sie ein, mit Verhaftung rechnen müssten, sondern auch weithin in der Publizistik und, was ebenso schlimm ist, in der wissenschaftlichen Südtirol-Historiographie. Der Historiker Hubert Speckner, der sich drei Jahre lang intensiv mit der „Causa Porzescharte“ befasst hat, kommt nun zu einem anderen Urteil.

Neue historische Erkenntnisse

Er hat in dieser Zeit alle verfügbaren österreichischen Akten eingesehen, methodisch vorbildlich aufbereitet und ausgewertet. Dazu gehören auch für die Republik „sicherheitsrelevante“ und „streng geheime“, wie die Protokolle der Geheimverhandlungen zwischen den österreichischen und italienischen Sicherheitsbehörden in Zürich (ab Sommer 1966), von denen Nationalrat und Justizministerium allenfalls marginal in Kenntnis waren und die den Anwälten der Beschuldigten seinerzeit vorenthalten worden sind.

Speckner hat dann nach zwei ausführlichen Ortsbegehungen mit Fachleuten sowie gründlichen Analysen seine Schlüsse gezogen. Für ihn ist es höchst zweifelhaft, ob die vier Opfer überhaupt auf der Porzescharte zu Tode gekommen waren. Weder die österreichische noch italienische Seite haben Totenscheine, Obduktionsbefunde oder eine amtliche Tatortbeschreibung in den in Österreich geführten Verfahren vorgelegt.

Zeugen aus Österreich, wie Innenminister Dr. Franz Hetzenauer, ein gebürtiger Tiroler und der Osttiroler Bezirkshauptmann Dr. Othmar Doblander, die nach der Tat unabhängig voneinander den Tatort besichtigten, wurden nicht zu den Prozessen geladen. Hartung, pensionierter Anästhesie-Professor der Uni-Klinik Düsseldorf, sagt, was Speckners Forschungen bestätigen: „Die Berichte dieser Persönlichkeiten wurden offensichtlich bewusst zurückgehalten. Sie belegen, dass der angebliche Tatort ungeschützt war und anders ausgesehen hatte, als er Tage später von einer italienisch-österreichischen Kommission vorgefunden wurde“.

Der ehemalige österreichische Justizminister Prof. Dr. Hans Richard Klecatsky ist heute wie damals davon überzeugt, dass es sich bei dem „angeblichen Attentat um eine rein inneritalienische Manipulation auf der Porzescharte“ gehandelt hat. Plausibel begründet lautet daher eine von Speckners Schlussfolgerungen, dass die Soldaten vielmehr auf dem unweit gelegenen Kreuzbergsattel, wo laut Zeugenaussagen eine Verminungsübung italienischer Heereseinheiten stattgefunden hatte, einem Unfall zum Opfer gefallen und herbeigeschafft worden sein könnten, um im damals angespannten bilateralen Verhältnis Rom-Wien Österreich der „Begünstigung von Terroristen“, ja selbst des „Staatsterrorismus“ zu bezichtigen. Das angebliche „Porze-Attentat“ hatte Italien zum Vorwand genommen, um als Gründungsmitglied sein Veto gegen den Beginn von Verhandlungen über Österreichs EWG-Assoziierungsbegehr einzulegen.

Verschwörung des Gladio-Netzwerks

Es passte auch nur allzu gut in die damalige „Strategie der Spannung“. Diese „Strategia della tensione“ wurde von verschwörerischen Kreisen betrieben, die in geheim(bündlerisch)en Vereinigungen neofaschistischen Zuschnitts wie „Ordine nuovo“ und „Avanguardia Nazionale“ organisiert waren. Sie waren auch verankert in Teilen italienischer Dienste sowie im geheimen „Gladio“-Netzwerk des Militärs. Sie wollten (letztlich erfolglos) die gesellschaftliche Unterfütterung für einen Wechsel in Italien hin zu einem autoritären Regime vorbereiten.

An führender Stelle in Südtirol wirkte dabei das Gladio-Mitglied Dr. Silvano Russomanno mit, der just in den Zürcher Geheimgesprächen den Vertretern österreichischer Sicherheitsbehörden gegenübergesessen war. Es war ein Ziel der italienischen Dienste, mittels fingierter Anschläge die Südtiroler Freiheitskämpfer zu diskreditieren. Sie wollten damit – nicht ohne Wissen und Zustimmung, ja sogar auf Geheiß politischer Verantwortungsträger – politisch Druck auf Österreich ausüben. Darin involvierte oder gar Regie führende Leute des Gladio-Netzwerks hatten als Teil der geheimen italienischen „Stay behind“-Einheiten das zusätzliche Interesse, die Spannungsmomente zu erhöhen, ein Bedrohungsbild zu erzeugen und die Südtirol-Aktionen im Sinne ihrer Umsturzpläne zu instrumentalisieren.

Es gab daher im Rahmen der „Strategie der Spannung“ durchaus nicht wenige „getürkte“ Attentat(sversuch)e. Senator Marco Boato ließ im 1992 veröffentlichten parlamentarischen Untersuchungsbericht auch auf Südtirol bezogene auflisten. Höchst aufschlussreich sind Passagen, in denen die Namen der besonders in die Südtirol-Aktionen involvierten Personen aufgelistet sind – zu ihnen zählt besagter Russomanno. Der Carabinieri-Oberst Amos Spiazzi spricht davon, dass „der Staatsapparat in den Südtirol-Terrorismus involviert gewesen“ sei.

Der venezianische Untersuchungsrichter Felice Casson deckte 1990 aufgrund seiner Recherchen in den Archiven des Militär-Abschirmdienstes SISMI die Existenz einer „geheimen komplexen Struktur innerhalb des italienischen Staates auf“. Er machte 622 Gladio-Mitglieder namhaft. Er fand heraus: Sowohl Mitarbeiter des SISMI respektive der Vorgängerorganisation SID, die 1964 auf den aufgelösten SIFAR gefolgt war, neofaschistische Organisationen wie „Avanguardia Nazionale“ und „Ordine Nuovo“, wie auch Teile des Gladio-Netzwerks, die unter anderem in Gruppierungen wie API (Associazione Protezione Italiani) und MIA (Movimento Italiani Alto Adige) wirkten und zu denen auch „Gladiator“ Russomanno gehörte, hatten von den 1960-ern bis in die 1980-er Jahre „zahlreiche politisch motivierte Terroranschläge und Morde in Italien begangen“.

Verwicklungen der Geheimdienste

Oberster Drahtzieher war General Giovanni De Lorenzo, ursprünglich Leiter des Militärgeheimdienstes SIFAR, danach Kommandeur der Carabinieri-Truppe, aus der heraus er Vertrauensleute ins Gladio-Netz einschleuste. Der „Gladio-Prozess“ 1994 in Rom warf ein bezeichnendes Licht auf die Umtriebe De Lorenzos und seiner Mannen, auch in Südtirol. Angeklagt waren unter anderen General Paolo Inzerilli, ehemaliger SISMI-Chef und Kommandeur der illegalen Gladio-Einheiten sowie das Gladio-Mitglied Francesco Stoppani. Eigens dazu angeworben, sollte Stoppani Kienesberger entweder nach Italien entführen oder liquidieren. Inzerillo hatte in dem Verfahren die früheren Minister Ruffini (Inneres) und Rognoni (Verteidigung) beschuldigt, von alldem gewusst zu haben.

Peppino Zangrando, als Präsident der Belluneser Anwaltskammer von hoher Reputation, stellte in der „Causa Porzescharte“, in der er jahrelang recherchiert hatte, ein Attentat des BAS in Abrede. 1994 wollte er den Fall neu aufrollen, sein Wiederaufnahmeantrag scheiterte aber an der Staatsanwaltschaft.

Die angebliche Täterschaft bedurfte im Licht all dieser damals aufwühlenden Vorgänge zwingend einer neuen Durchleuchtung. Dieser Aufgabe hat sich Hubert Speckner auf methodisch zu rühmende Weise unterzogen. Er förderte mit seiner prägnanten Studie neue Einsichten und Erkenntnisse zu Tage, an denen in Hinkunft niemand vorbeikommen wird, der ernst genommen werden will. Seine überzeugenden Darlegungen sollten nicht zuletzt auch dazu führen, jenes obskure florentinische Urteil aus der Welt zu schaffen, mit dem Erhard Hartung, Peter Kienesberger und Egon Kufner 1971 gänzlich wahrheits- und rechtswidrig für eine nicht begangene Tat verurteilt und damit zu Mördern gestempelt worden sind. Sie bedürfen dringend der öffentlichen Rehabilitierung.

Herrolt  vom Odenwald ist deutsch-österreichischer Historiker und Publizist.

Biblographische Angaben

Hubert Speckner: „Zwischen Porze und Roßkarspitz …“ Der „Vorfall” vom 25. Juni 1967 in den österreichischen sicherheitsdienstlichen Akten, Wien (GraWis) 2013, ISBN 978-3-902455-21-5; 368 S. € 29,70

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2013 12:06

    Auf Grund der akribisch untersuchten, neuen Fakten steht Italien schwer unter Zugzwang, die seinerzeit verhängten Urteile umgehend aufzuheben.

    Das Beispiel beweist jedenfalls, daß oft erst viele Jahre später die Wahrheit ans Licht kommt. Es muß sich nur jemand finden, der sich - ohne Verschwörungstheorien anzuhängen - eines nicht ganz geklärten Falles seriös annimmt.

    Hubert Speckner hat jedenfalls einen ganz wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Südtiroler Geschichte geleistet, der hoffentlich eine positive Auswirkung auf die durchaus berechtigtenUnabhängigkeitsbestrebungen dieses Landes hat.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2013 15:24

    Danke, Herrolt vom Odenwald,
    jetzt wissen wir, was wir ohnedies geahnt hatten, der Raub von Südtirol wird verteidigt mit Zähnen und Klauen und sei es mit gefälschten Anschuldigungen und Urteilen, danke liebe Italiener, wir wissen Eure Freundschaft zu schätzen!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2013 07:01

    Es wird Zeit, daß Suedtirol vollkommene Unabhängigkeit von Italein erreicht.
    Ebensolches darf man sich fuer die Region Triest wünschen.

    Wo sind sie den, die Befürworter eines "Europas der Regionen"?
    Hier könnte man neben zahlreichen anderen Faellen endlich ein Exempel statuieren.

    Und sollte sich Südtirol (oder sogar auch Triest) wieder in Österreich eingliedern wollen, heiße ich es herzlich willkommen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2013 10:12

    Dieses Buch sei all jenen ans Herz gelegt, welche immer von Verschörungstheorien faseln. Oder welche immer beschwichtigen.
    Ein „so schlimm wird es nicht sein“ ist grundfalsch, es ist viel schlimmer als wir uns vorstellen können.
    Wer glaubt, dass diese Untaten rein historischer Natur sind, ist ein Träumer.

  5. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2013 00:13

    Vieles erinnert an die marxistischen Attentäter von Ebergassing 1995. Die Sprengung einer 380 kV Stromleitung durch Peter Konicek und Gregor Thaler sollte rechtsradikale Aktivitäten vortäuschen. Sie scheiterten jedoch letal. Der DÖW-Aktivist (und vom Unterrichtsministerium als Rechtsradikalismus-Warner in unseren Schulen eingesetzte und dabei gut verdienende) Wolfgang Purtscheller tauchte in diesem Zusammenhang in Mexiko unter - ein schlampiges/halbherziges staatliches Auslieferungsbegehren verlief im Sand (ich unterstelle: das offiziöse Österreich war an der Vertuschung höchst interessiert).
    Mit solchen Staatsschützern, mit solchen Österreich-Verrätern werden wir immer verlieren!
    Herrn Hubert Speckner meine volle Hochachtung für seine akribische Arbeit und den Mut, gegen die staatlich dekretierte Geschichtsklitterung anzuschreiben.

  6. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2013 09:23

    SG. Herr vom Odenwald,

    für diese Klarstellung ist ihnen - und natürlich dem Autor der Studie herzlich zu danken.

    Es wird immer klarer, wie heute "Politik" beschaffen ist: verbrecherisch, lügenhaft, verschwörerisch. Südtirol ist keine Ausnahme. Wir erleben das jeden Tag

    Offensichtlich sind sich die Anonyma und ihre Drahtzieher bereits so sicher ihre Agenda durchzubringen, daß sie auf weitere Camouflage glauben verzichten zu können. .

    Für die Genannten, die seit Jahrzehnten als Mörder stigmatisiert wurden ist diese REhabilaitöation sehr erfreulich. Auf die "förmliche" einer korrupten Justiz kann verzichtet werden. Sie ist bezüglich der Ehre der Betroffenen entbehrlich, nur der praktische Nutzen nicht mehr per Europäischen Haftbefehl gekidnappt zu werden, wäre natürlich wünschenswert.

    Die etwas simplizistischen Hoffnungen auf ein selbständiges Südtirol mit Verweis auf die Euregio-Strategie der EU habe ich schon einmal als Anschlag auf die staatliche Integrität der deutschen Länder demaskiert. Man sollte sich hüten solche Ideen salonfähig zu machen, sie sind a l l e gegen unser Volk gerichtet.

    Wie hieße bezüglich Trojas schon in der Antike: Fürchtet die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2013 09:23

    SG. Herr vom Odenwald,

    für diese Klarstellung ist ihnen - und natürlich dem Autor der Studie herzlich zu danken.

    Es wird immer klarer, wie heute "Politik" beschaffen ist: verbrecherisch, lügenhaft, verschwörerisch. Südtirol ist keine Ausnahme. Wir erleben das jeden Tag

    Offensichtlich sind sich die Anonyma und ihre Drahtzieher bereits so sicher ihre Agenda durchzubringen, daß sie auf weitere Camouflage glauben verzichten zu können. .

    Für die Genannten, die seit Jahrzehnten als Mörder stigmatisiert wurden ist diese REhabilaitöation sehr erfreulich. Auf die "förmliche" einer korrupten Justiz kann verzichtet werden. Sie ist bezüglich der Ehre der Betroffenen entbehrlich, nur der praktische Nutzen nicht mehr per Europäischen Haftbefehl gekidnappt zu werden, wäre natürlich wünschenswert.

    Die etwas simplizistischen Hoffnungen auf ein selbständiges Südtirol mit Verweis auf die Euregio-Strategie der EU habe ich schon einmal als Anschlag auf die staatliche Integrität der deutschen Länder demaskiert. Man sollte sich hüten solche Ideen salonfähig zu machen, sie sind a l l e gegen unser Volk gerichtet.

    Wie hieße bezüglich Trojas schon in der Antike: Fürchtet die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen.

alle Kommentare drucken

  1. Kierra (kein Partner)
  2. Laicee (kein Partner)
  3. Fearghus (kein Partner)
  4. Singh (kein Partner)
  5. Allison (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:21

    Well I guess I don't have to spend the weekend fiuigrng this one out!

  6. Ruby (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:21

    Good to see real expertise on display. Your coitbnrution is most welcome.

  7. Iswar (kein Partner)
    20. Januar 2015 20:57

    A few years ago I'd have to pay someone for this inraomftion.

  8. Elcoyote (kein Partner)
    19. Januar 2015 22:41

    That's a qu-ceiwittkd answer to a difficult question

  9. Aron Sperber (kein Partner)
    01. August 2013 21:00

    Falls es sich beim Autor um einen Südtiroler handelt, hat er sich wirklich gut in Italiens Intelligenzija integriert:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/07/31/rechte-plappern-linke-lugen-nach/

  10. Aron Sperber (kein Partner)
    31. Juli 2013 14:06

    "Es passte auch nur allzu gut in die damalige „Strategie der Spannung“. Diese „Strategia della tensione“ wurde von verschwörerischen Kreisen betrieben, die in geheim(bündlerisch)en Vereinigungen neofaschistischen Zuschnitts wie „Ordine nuovo“ und „Avanguardia Nazionale“ organisiert waren. Sie waren auch verankert in Teilen italienischer Dienste sowie im geheimen „Gladio“-Netzwerk des Militärs. Sie wollten (letztlich erfolglos) die gesellschaftliche Unterfütterung für einen Wechsel in Italien hin zu einem autoritären Regime vorbereiten."

    Die italienische ÖVP hatte zu jenem Zeitpunkt eine ganz klare Mehrheit im Parlament und war proamerikanisch

    die Faschisten hatten zu jenem Zeitpunkt keine 5 % und waren zar antikommunistisch, aber auch antiamerikanisch

    Rechte Terrororaganisationen wie Ordine Nuovo sahen sich selbst als "Nazi-Maoisten"

    warum zum Teufel hätte die USA eine ihnen freundlich gesinnte Regierung im Rahmen einer Strategie der Spannung schwächen sollen?

  11. Aron Sperber (kein Partner)
    31. Juli 2013 09:33

    es ist unglaublich, wie erfolgreich Italiens Linke bei der Verbreitung der "Strategie der Spannung"-Legende waren:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/05/15/eine-bank-als-zufalliges-opfer/

    dass Italien nach dem ersten Weltkrieg Südtirol zugeschlagen wurde war falsch (das sage ich als Halbitaliener)

    dass es dagegen Widerstand durch (naturgemäß nicht ungefährliche) Bombenattentate gab, ist jedoch ein Fakt und dass bei Bombenanschlägen auch Menschen zu Schaden kommen können ebenso.

    sich jener Verantwortung zu entledigen, indem man linke Verschwörungstheorien nachplappert, ist schäbig

    • F.V. (kein Partner)
      31. Juli 2013 11:45

      Soviel ich weiß, wurden die Attentate gegen Strommasten verübt, in Gegenden, wo weit und breit keine unmittelbare Gefahr für Menschen bestand. Das war ja der Unterschied von jenen Attentaten der BAS zu solche, wie sie linke oder staatliche Terroristen verüben.

      Das mit dem Schaden, zum man aufgrund der Bombenanschläge kommen kann, stimmt im Falle Italiens freilich: die durch Folter zunächst ermittelten Täter wurden von den Carabiniere tatsächlich zu Tode gefoltert.

  12. RR Prof. Reinhard Horner
    30. Juli 2013 12:08

    reinhard.horner@chello.at

    Wer auch immer die Südtirol-Probleme aufköcheln möchte, sollte sich und den von ihm Angesprochenen dringend vergegenwärtigen:
    a) die grausigen Ereignisse im 1. Weltkrieg in der Region und
    b) die Aussiedelungem unter Hitler.

    • F.V. (kein Partner)
      30. Juli 2013 12:31

      Eine niederträchtigere Kommentierung des Gastbeitrags durch den Herrn pt Horner ist kaum vorstellbar.

      Dieser aufgeblasene Repräsentant geschützter Werkstätten pudelt sich ständig über die Wortwahl anderer auf und gibt exegetische Deutungen, die zwar dumm und falsch zugleich sind, jedoch den wirren Zustand eines geistigen Taglöhners umso treffender charakterisieren.

      Was die "grausigen Ereignisse des 1. WK" mit der Aufdeckung der italienischen Verschwörung und verbrecherischen Kriminalisierung Unschuldiger durch eine politisierte und kriminelle italienische Justiz zu tun hat, wissen nicht einmal die Götter. Und wer dann noch Hitler ins Spiel bringt, um damit das Thema Südtirol zu begraben, ist nicht einmal ein Hump oder Dump.

      Das einzig Positive an diesem Geschmiere ist die Selbstentlarvung dieses Schwätzers.

    • simplicissimus
      30. Juli 2013 15:01

      Werter Herr Horner,

      Niemand hat Italien gezwungen, Oesterreich anzugreifen.
      Wenn schon so gerne die Kriegsschuld Oesterreich zugeteilt wird, in dem Fall ist Italien an den grausigen Ereignissen wohl hauptsaechlich selbst schuld.

      Was hat das mit Hitler zu tun??? Wollen Sie hitlersche Verbrechen als Rechtfertigungsgrund verwenden, um den Suedtirolern weiter Unrecht zu tun?

  13. Francois Villon (kein Partner)
    30. Juli 2013 09:23

    SG. Herr vom Odenwald,

    für diese Klarstellung ist ihnen - und natürlich dem Autor der Studie herzlich zu danken.

    Es wird immer klarer, wie heute "Politik" beschaffen ist: verbrecherisch, lügenhaft, verschwörerisch. Südtirol ist keine Ausnahme. Wir erleben das jeden Tag

    Offensichtlich sind sich die Anonyma und ihre Drahtzieher bereits so sicher ihre Agenda durchzubringen, daß sie auf weitere Camouflage glauben verzichten zu können. .

    Für die Genannten, die seit Jahrzehnten als Mörder stigmatisiert wurden ist diese REhabilaitöation sehr erfreulich. Auf die "förmliche" einer korrupten Justiz kann verzichtet werden. Sie ist bezüglich der Ehre der Betroffenen entbehrlich, nur der praktische Nutzen nicht mehr per Europäischen Haftbefehl gekidnappt zu werden, wäre natürlich wünschenswert.

    Die etwas simplizistischen Hoffnungen auf ein selbständiges Südtirol mit Verweis auf die Euregio-Strategie der EU habe ich schon einmal als Anschlag auf die staatliche Integrität der deutschen Länder demaskiert. Man sollte sich hüten solche Ideen salonfähig zu machen, sie sind a l l e gegen unser Volk gerichtet.

    Wie hieße bezüglich Trojas schon in der Antike: Fürchtet die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen.

    • simplicissimus
      30. Juli 2013 11:32

      Ich kann Sie beruhigen, Herr Villon, mir waere eine Rueckkehr Suedtirols zu Oesterreich ungleich lieber, als eine blosse Unabhaengigkeit von Italien.
      Ich sehe das allerhoechstens als Zwischenschritt, wenn notwendig.
      Das "Europa der Regionen" ist wegen der Unfaehigkeit der EU ohnehin nicht nur in weite Ferne gerueckt, sondern auch wertlos geworden. Ich habe es nur provokativ verwendet.
      Laendern wie Katalonien oder Belgien sollte eine Spaltung jedoch ermoeglicht werden. Schliesslich ist auch der Wunsch der jeweiligen Bevoelkerungsmehrheiten zu beruecksichtigen.
      Zur Klarstellung.

  14. Haider
    30. Juli 2013 00:13

    Vieles erinnert an die marxistischen Attentäter von Ebergassing 1995. Die Sprengung einer 380 kV Stromleitung durch Peter Konicek und Gregor Thaler sollte rechtsradikale Aktivitäten vortäuschen. Sie scheiterten jedoch letal. Der DÖW-Aktivist (und vom Unterrichtsministerium als Rechtsradikalismus-Warner in unseren Schulen eingesetzte und dabei gut verdienende) Wolfgang Purtscheller tauchte in diesem Zusammenhang in Mexiko unter - ein schlampiges/halbherziges staatliches Auslieferungsbegehren verlief im Sand (ich unterstelle: das offiziöse Österreich war an der Vertuschung höchst interessiert).
    Mit solchen Staatsschützern, mit solchen Österreich-Verrätern werden wir immer verlieren!
    Herrn Hubert Speckner meine volle Hochachtung für seine akribische Arbeit und den Mut, gegen die staatlich dekretierte Geschichtsklitterung anzuschreiben.

  15. terbuan
    29. Juli 2013 15:24

    Danke, Herrolt vom Odenwald,
    jetzt wissen wir, was wir ohnedies geahnt hatten, der Raub von Südtirol wird verteidigt mit Zähnen und Klauen und sei es mit gefälschten Anschuldigungen und Urteilen, danke liebe Italiener, wir wissen Eure Freundschaft zu schätzen!

    • Haider
      30. Juli 2013 00:17

      Oh, wie wahr! Wir wissen deren Freundschaft t e u e r zu schätzen.

  16. fokus
    29. Juli 2013 12:06

    Auf Grund der akribisch untersuchten, neuen Fakten steht Italien schwer unter Zugzwang, die seinerzeit verhängten Urteile umgehend aufzuheben.

    Das Beispiel beweist jedenfalls, daß oft erst viele Jahre später die Wahrheit ans Licht kommt. Es muß sich nur jemand finden, der sich - ohne Verschwörungstheorien anzuhängen - eines nicht ganz geklärten Falles seriös annimmt.

    Hubert Speckner hat jedenfalls einen ganz wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Südtiroler Geschichte geleistet, der hoffentlich eine positive Auswirkung auf die durchaus berechtigtenUnabhängigkeitsbestrebungen dieses Landes hat.

  17. dssm
    29. Juli 2013 10:12

    Dieses Buch sei all jenen ans Herz gelegt, welche immer von Verschörungstheorien faseln. Oder welche immer beschwichtigen.
    Ein „so schlimm wird es nicht sein“ ist grundfalsch, es ist viel schlimmer als wir uns vorstellen können.
    Wer glaubt, dass diese Untaten rein historischer Natur sind, ist ein Träumer.

  18. simplicissimus
    29. Juli 2013 07:01

    Es wird Zeit, daß Suedtirol vollkommene Unabhängigkeit von Italein erreicht.
    Ebensolches darf man sich fuer die Region Triest wünschen.

    Wo sind sie den, die Befürworter eines "Europas der Regionen"?
    Hier könnte man neben zahlreichen anderen Faellen endlich ein Exempel statuieren.

    Und sollte sich Südtirol (oder sogar auch Triest) wieder in Österreich eingliedern wollen, heiße ich es herzlich willkommen.

    • dssm
      29. Juli 2013 10:18

      Gefährliche Ansichten.
      Denn, wenn Südtirol unabhängig wird, dann wird es nicht lange dauern, bis die Nord und Osttiroler dem neuen Staat beitreten wollen – zwei Nettozahler Österreichs weniger!
      Dann merken aber die Vorarlberger wie ‚abgeschnitten’ sie doch sind und treten der Schweiz bei oder werden unabhängig, so wie Liechtenstein – der nächste Nettozahler weniger.
      Dann merken sicher die Salzburger, dass sie während der Napolionischen Kriege widerrechtlich annektiert wurden und …., also noch ein Nettozahler weniger.
      Dann sind auch die Oberösterreicher nicht faul und wollen mehr ‚Autonomie’ …

      Haben Sie sich einmal überlegt, dass unser österreichisches Modell, mit dem roten Wien nur geht, solange der West drastisch mehr einzahlt?
      Es sind die Wiener welche im Zweifelsfalle mit Waffengewalt diesen Weg verhindern müssten.

    • simplicissimus
      29. Juli 2013 12:25

      Vielleicht reisst sich dann Wien mehr zusammen?
      Zuviel gefuerchtet ist auch gestorben, dieses relativ kleine Risiko muss man eingehen.
      Jedenfalls gehoert Suedtirol 1000mal mehr mit Tirol wiedervereint als zu Italien.
      Und lasst uns Oesterreicher auch eine Wiedervereinigung feiern wie Deutschland.
      Unter etwas anderen Vorzeichen.

    • simplicissimus
      29. Juli 2013 12:50

      ... es heisst natuerlich: Zu Tode gefuerchtet ist auch gestorben.
      Nein, Sie fuerchten sich da wirklich vor der eigenen Courage, werter dssm.
      Umso mehr Grund wieder einmal eine oesterreichbewusste Regierung zu haben, nicht diesen internationalsozialistischen Haufen.

    • dssm
      29. Juli 2013 18:38

      @simplicissimus
      Warum soll ich mich vor einem Wunschtraum fürchten?
      Ich bin ein bekennender Anhänger von Leopold Kohr!

      Zuerst bin ich Salzburger, dann Europäer und auch noch Österreicher.

    • simplicissimus
      30. Juli 2013 07:30

      dssm, ich fühle mich als Österreicher, Deutscher, Europäer und Weltbürger, also haben wir ein paar Gemeinsamkeiten. Da mich mit Wien, der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und auch Salzburg eine Menge persönliche Dinge verbindet, habe ich keine besondere Präferenzen für ein österreichisches Bundesland.
      Ja, sicherlich ein Wunschtraum, so ähnlich, wie es der vom Zusammenbruch des Kommunismus vor zB 40 Jahren war.
      Zeiten ändern sich, Generationen und Problemstellungen wechseln und plötzlich wird möglich, was vorher ein Wunschtraum, oder auch ein Albtraum war.
      Abwarten.
      Schöne Grüße nach Salzburg!

    • machmuss verschiebnix
      01. August 2013 11:54

      @dssm,

      »..Nord- und Ost-Tiroler dem neuen Staat beitreten...« und was ist schlimm dran ?

      OK - es würde viel schneller und effiezienter sein, wenn man per Dekret sagt :
      Wien ist ab 1.1. türkische Enkalve und als Gegenleistung bekommt Österreich
      von der Türkei eine Schwarz-Meer-Insel (aber bitte gut einpacken ) .

      Aber im Ernst - wenn die Südtiroler von Italien unabhängig werden, würde ich glatt
      versuchen, dort "endemisch" zu werden - das "Gänsehäufl" kann mir gestohlen bleiben.

      .

      .





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 2000

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden