Kirchliche Selbstzerstörung - Desaster für die Gesellschaft drucken

Lesezeit: 10:00

Bekanntlich haben die Taten und Unterlassungen der Kirchenführer Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dieses Tagebuch hat immer wieder darüber berichtet, in letzter Zeit vermehrt. Dieser Befund ist durch historische Evidenz untermauert und ist jedermann, unabhängig vom eigenen Glaubensbekenntnis, zugänglich. Die Auswirkungen betreffen daher auch diejenigen Segmente der Gesellschaft, die nicht oder nicht mehr katholisch sind.

Von daher ist etwa das Wirken von Kardinal Christoph Schönborn nicht nur für die Restbestände der heimischen Kirche zerstörerisch sondern darüber hinaus für das gesamte (restliche) Gesellschaftsgefüge.

Um die gegenwärtige Situation genauer einzuordnen, blicken wir einige Jahrzehnte zurück.

Agieren gegen die "Firmenphilosophie" – es begann im Vatikan

Ein rezenter Verteidigungsminister betonte vor Heeresangehörigen immer wieder demonstrativ seine eigene Zivildienstableistung, was sich auf die Moral der Truppe nicht positiv auswirken kann.

Eine österreichische Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen eine Aktivistengruppe, die Österreich als Staat und Nation erhalten will(!).

Österreichische Politiker ignorieren seit Jahren die legitimen Sicherheitsinteressen Österreichs und der Österreicher und opfern sie den Interessen anderer. Mit der Unterzeichnung des Lissabon-Vertrages ist es eine nur noch von Spitzenjuristen zu entscheidende Frage, inwiefern Österreich als souveräner Staat noch existiert.

In Deutschland ist das alles noch viel schlimmer.

Diese wenigen Beispiele zeigen, wie massiv in den letzten Jahren Amtsträger einer Körperschaft gegen die eigene "Firmenphilosophie", also gegen die legitimen Interessen und Anliegen ihrer jeweiligen Körperschaft, ja, gegen deren Wesen selbst agieren. Damit agieren sie auch gegen die legitimen Anliegen derer, die sie führen und repräsentieren.

Das folgt einem älteren Muster:

Der Grundsatz corruptio optimi pessima – "Das Schlimmste geschieht, wenn das Beste verdirbt" – führt für diese Analyse in die Kirchengeschichte der 1960er Jahre: Damals haben zwei Päpste, Johannes XXIII. und Paul VI., mit Unterstützung von Kardinälen und einflussreichen Theologen begonnen, Änderungen in der Glaubensdoktrin und Glaubenspraxis einzuführen. Was gegolten hatte, galt de facto plötzlich nicht mehr, und umgekehrt.

Die Folgen waren bald innerhalb der Kirche sichtbar: Verwirrung machte sich breit, Zehntausende Priester und Ordensleute gaben ihr Amt auf, Millionen wandten sich von der Kirche ab, ehemals katholische Länder verödeten geistlich.

Besonders fatal: Man entwickelte in der Kirchenführung Sympathien für den Marxismus und entdeckte die unfassbar hohe Menschenwürde auch der kommunistischen Diktatoren (Enzyklika Pacem in terris von Papst Johannes XXIII., 1963).

Damit zeigten sich auch außerhalb der Kirche die Folgen: Die italienische KP gewann nach dem Besuch des Chruschtschow-Schwiegersohns und Iswestija-Chefredakteurs Alexej Adschubej am 7. März 1963 bei Papst Johannes und der Veröffentlichung der Enzyklika Pacem in terris am 11. April bei den Wahlen am 28. April über eine Million Stimmen, weil auch die Katholiken nun kommunistisch wählten. Italien und andere europäische Länder drohten, in den Kommunismus zu kippen.

Papst Paul VI. empfing kommunistische Terroristen aus den portugiesischen Überseegebieten und unterminierte die legitime Autorität in Portugal. Aufgrund mirakulöser Umstände entging Portugal der kommunistischen Herrschaft.

Noch etwas später machte in Österreich Kardinal König mit den Sozialisten gemeinsame Sache und beförderte die Revolutionierung unserer Gesellschaft, mit allen desaströsen Folgen wie Abtreibung und Familienzerstörung.

In weiterer Folge orientierten sich auch konservative Politiker an diesem Muster und schwenkten nach links. Die italienische Christdemokratie verschwenkte sich dabei so gründlich, dass sie heute nicht mehr existiert. Die deutsche Christdemokratie, inhaltlich entkernt, steht kurz davor. Die ÖVP hat ihr christliches und ein patriotisches Profil weitgehend verloren. Auch wenn die derzeitige Führung offenbar, wenn auch zögerlich, entgegenzusteuern versucht, besteht keine inhaltliche Kontinuität mehr zu den ÖVP-Staatsmännern der Nachkriegszeit bis zu Bundeskanzler Klaus.

Kirchliche Amtsträger agierten also ab den späten 1950er Jahren gegen ihre – sozusagen – "Firmenphilosophie", logen diesen Verrat in einen "Fortschritt" oder eine "Anpassung an den modernen Menschen" um und erzielten damit Verwirrung und Auflösung im Inneren der Kirche und politische Revolutionierung im staatlichen Bereich. Die Folge sind Leid und Schmerz im Leben vieler Betroffener.

Jedes Herumpfuschen an den Geboten Gottes rächt sich.

Und trotz der eben genannten Erfahrungen schlägt derzeit der "Bischof von Rom" mit dem Vorschlaghammer auf den Glauben der Kirche, auf das depositum fidei, ein. Er fraternisiert mit den Mächtigen und betreibt die Bevölkerungsaustausch-Agenda.

Da Papst Franziskus einen besonders eilfertigen Parteigänger in Wien hat, wirkt sich seine zerstörerische Politik hierzulande mit besonderer Vehemenz aus.

Wer sich selbst nicht ernst nimmt, wird nicht ernstgenommen

Kardinal Christoph Schönborn lieferte zahllose seltsame Aussagen zu innerkirchlichen und theologischen als auch zu politischen Themen. Hier wird die eigene "Firmenphilosophie" geradezu mit Füßen getreten.

In einem Interview zum heurigen Osterfest (etwa hier https://www.sn.at/politik/innenpolitik/kardinal-schoenborn-im-oster-interview-ein-konzil-fuer-die-rolle-der-frau-26058967) meinte er auf eine entsprechende Frage:

"Die Weihefrage [die Frage der Weihe von Frauen zu Diakonat, Priestertum und Bischofsamt, Anm.] ist eine Frage, die sicher nur von einem Konzil geklärt werden kann. Das kann auch nicht ein Papst allein entscheiden. Das ist eine zu große Frage, als dass sie vom Schreibtisch eines Papstes aus geklärt werden könnte."

Der Kardinal weiß ganz genau, dass ein Konzil nicht den Papst überstimmen kann. Er weiß auch ganz genau, dass die Weihefrage definitiv negativ entschieden ist. Dennoch bringt er diese Sache wieder ins Spiel.

Und was soll das Gerede vom "Schreibtisch"? Wo trifft denn der Kardinal seine Entscheidungen?

Dieses Agieren gegen die eigenen Grundsätze untergräbt die eigene Position, da diese nicht mehr ernstgenommen werden kann. Es untergräbt die Kirche und es untergräbt, weil es zur Nachahmung in anderen Bereichen anleitet, das gesamte gesellschaftliche Gefüge.

Der Kardinal wäre nicht er selbst, wenn er seine Aussage zur Frauenweihe nicht einige Wochen später wieder (zumindest vorläufig) revidiert hätte (im oe24-Interview):

"Es hat Diakoninnen gegeben in den ersten Jahrhunderten. Das könnte auch wieder eingeführt werden. Es hat aber nie Priesterinnen gegeben in der katholischen Kirche. Das wäre ein zu tiefer Eingriff in die 2000-jährige Tradition, und auch Papst Franziskus hat gesagt: Das ist nicht vorgesehen."

Aha. Also eh nicht?

Es sei zugestanden, dass auch hohe Amtsträger dazulernen und ihre Position revidieren können. Aber darum geht es hier nicht. Es geht hier um die Haltlosigkeit mancher, eigentlich vieler kirchlicher Amtsträger, die aus Angst, Opportunismus oder Karrierestreben ihren Auftrag nicht erfüllen und ihre Aussagen den jeweiligen Opportunitäten anpassen, einschließlich der Launen oder taktischen Manövern eines willkürlich herrschenden Papstes.

Was in Bezug auf die Frauenweihe manchen Zeitgenossen als Lappalie oder theologische Spitzfindigkeit erscheinen mag, ist es durchaus nicht. Wie gesagt: Wenn sich ein Kirchenmann nicht an die eigene, längst bekannte "Firmenphilosophie" hält (an deren Ausformulierung er übrigens als Redaktionssekretär des Katechismus der Katholischen Kirche vor gut 25 Jahren selbst mitgearbeitet hat), unterminiert er die eigene Position, die der Kirche und damit auch der Gesellschaft.

Denn es wird vermittelt, dass es keine objektive Wahrheit mehr gibt sondern nur die jeweilige Parteilinie. Diese kann sich, wie wir aus George Orwells 1984 kennen, ständig ändern. Sie muss sich sogar ständig ändern, um die Beherrschten leichter einschüchtern und unterdrücken zu können.

Für die katastrophalen Folgen dieses Slaloms für den gesellschaftlichen Bereich kann man drei rezente Beispiele anführen:

"Ehe für alle"? Ein klares Jein!

Der Kardinal präsidierte am 1. Dezember des Vorjahres einem zum "Gottesdienst" umgelogenen Spektakel im Stephansdom, das die Homosexuellenpropaganda beförderte. Dieses Spektakel mit dem Auftritt von Thomas Neuwirth und Gery Geszler sei ein Gebet für die verstorbenen AIDS-Infizierten gewesen, wurde kirchlicherseits verlautet.

Der Kardinal war auch beim "Life+ Celebration Concert" am 1. Juni dieses Jahres anwesend, das am Vorabend des "Life Balls" diesen propagandistisch aufwerten sollte. "Ich finde es großartig, daß so viele Menschen für die AIDS-Hilfe spenden und ich glaube, das muss man unterstützen", sagte der Kardinal ganz im Sinne des Zeitgeistes.

Weiß der Kardinal nicht, dass am "Life Ball" genau die Lebensweise zelebriert wird, die zur Verbreitung der Krankheit führt?

Diese höchstpersönlichen Vorlieben Seiner Eminenz unterminieren den Widerstand der Gesellschaft gegen die Monstrosität einer "Homo-Ehe". Es nützt gar nichts, dass der Kardinal (ohnehin mehr der Form halber) gegen das betreffende Erkenntnis der Verfassungsrichter protestierte. Denn erstens ist der Protest angesichts der penetranten Fraternisierung mit der Homo-Lobby unglaubwürdig und damit unwirksam. Und zweitens begrüßte Caritaspräsident Michael Landau das Erkenntnis der Richter ausdrücklich. Er habe das nach eigenen Angaben mit einem Bier gefeiert. Und, wenn wir uns an eine schon länger zurückliegende Aussage des Kardinals erinnern, sei es ja so, dass er selbst spricht, wenn die Caritas spricht:

"Wenn die Caritas spricht, spricht damit auch die Kirche. Wenn der Caritasdirektor Landau etwas sagt, ist das genauso gewichtig, wie wenn ich selbst es sage". (http://www.kath.net/news/5178)

Damit hat er sich in die Ecke gepinselt.

Und von dort aus kann er nicht mehr an einer schöpfungsgemäßen Gestaltung der Gesellschaft mitwirken. Geht nicht. Das Herumeiern des Kardinals geht letztlich zu Lasten aller. Denn eine Gesellschaft, die eine "Homo-Ehe", einschließlich des Rechtes auf Adoption von Kindern einführt, wird sich innerlich auflösen und schließlich aus der Geschichte verschwinden.

Bis dorthin werden viele Kinder unermeßliche Seelenqualen leiden, da sie ihre jungen Lebensjahre in verwirrenden Erwachsenenkonstellationen verbringen müssen. Hat keiner Mitleid mit den Kindern?

Eine klare Opposition gegen die Monstrosität einer "Öffnung der Ehe" ist aufgrund der desaströsen Politik des Stephansplatzes sehr schwierig geworden.

Der Bischöfe Option für "Europa" und gegen die Völker

Die österreichischen Bischöfe haben in ihrer wortreichen und nebulosen Erklärung bei der Frühjahrstagung der Bischofskonferenz wieder einmal ihre Ergebenheit gegenüber der EU-Herrschaft bekräftigt. Garniert wurde das ganze Blabla mit einem "Gebet" des 2012 verstorbenen Kardinals Carlo Maria Martini von Mailand. Das Einstreuen des Namens dieses "progressiven" Kirchenmannes, der ein erbitterter Gegner von Papst Benedikt XVI. war und diesen dem Vernehmen nach direkt zum Rücktritt aufforderte, ist wohl als Signal an die "progressiven" Eliten gemeint.

Wir erinnern uns daran, dass Kardinal Schönborn in der ORF-Fernsehpressestunde vom 13. März 2016 Bundeskanzlerin Angela Merkel als "sehr mutige" und "sehr kluge" Frau bezeichnete und Ministerpräsident Viktor Orbán (den er nicht namentlich nannte) heftig kritisierte. Er beschwor den Popanz "Europa" und kritisierte die eigenmächtige Schließung der Balkanroute ohne "europäische Lösung" (die bekanntlich bis heute ausgeblieben ist, weil sie auch gar nicht gewollt wird).

Auf diesem Hintergrund muss man wohl die rezenten Aussagen der Bischöfe zu EU und "Migration" (Was für eine ausgepichte, verschleiernde und verlogene Terminologie das ist!) verstehen.

Die Folgen ausbaden werden andere müssen.

Unverhältnismäßige Kritik an der Regierung wegen des Arbeitszeitgesetzes

Schließlich ist die Stellungnahme https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180628_OTS0123/heftige-kritik-der-bischofskonferenz-am-arbeitszeitgesetz zu den Arbeitszeit-Plänen der Regierung skurril und Symptom einer geradezu grotesken Verkehrung der Prioritäten. Die Bischöfe drohen der Regierung mehr oder weniger unverhohlen mit völkerrechtlichen Konsequenzen, da durch die Arbeitszeitausweitung die im Konkordat festgeschriebene Sonntagsruhe verletzt würde.

Es bleibt völlig unerfindlich, warum die Bischöfe in dieser nachrangigen, und bezüglich der Sonntagsruhe auch nicht alarmierenden, Angelegenheit diese kriegerische Wortwahl benützen, aber zu den wichtigen und vitalen Dingen (Abtreibung, Bioethik, Schutz der Familie, Schutz der österreichischen Grenzen, Islamisierung, Kriminalität u. dgl.) keine wirkliche Initiative ergreifen.

Zugegeben sei, dass die Bischöfe das Thema Abtreibung und Fristenlösung in der genannten Stellungnahme der Frühjahrstagung erwähnen. Aber es klingt kraftlos – und es kommt an die Vorgaben der eigenen "Firmenphilosophie", wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche festgelegt ist (KKK 2270 bis 2275, jede Möglichkeit einer "Fristenlösung" ausschließend KKK 2273), nicht entfernt heran.

Da aber in der Arbeitszeitfrage seitens der Bischöfe offenbar wieder Ruhe eingekehrt ist, wird man annehmen müssen, dass die Sache so wichtig auch wieder nicht ist. So verspielt man seinen Kredit.

Fazit: Hofschranzen bitte aufwachen!

Alles das ist nichts Neues. Angesichts hereindräuender gesellschaftlicher Katastrophen muss jedoch Alarm geschlagen werden. Die Gesellschaft entwickelt sich zu einem diktatorischen Willkürsystem und ist es schon in gewisser Hinsicht (wofür der eingangs genannte Prozess gegen die jungen Patrioten schaurig Zeugnis ablegt).

Dieses Willkürsystem wird nach demjenigen Willkürsystem modelliert, das sich durch einen massiven Glaubensabfall vieler Hierarchen bereits innerhalb der Kirche zu etablieren begann und im jetzigen Pontifikat für alle sichtbar zu Tage tritt. Ein solches System lebt von der Angst, aber auch von der Eilfertigkeit von Hofschranzen und Speichelleckern.

Soweit es die hiesige Kirche betrifft, haben diese auch kein Interesse an der "Firmenphilosophie".

Solange die Umgebung wichtiger Entscheidungsträger in Kirche und Gesellschaft aus Feigheit, Dummheit oder Opportunismus mitspielt und nicht zugunsten der Wahrheit die Konfrontation riskiert, werden diese Institutionen zusammenbrechen und durch Orwellsche Willkür ersetzt werden. Selbstredend ist dann die Freiheit weg.

Aber offenbar ist sie ohnehin nicht wichtig.

MMag. Wolfram Schrems, Wien, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist, Pro-Lifer

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  1. Ausgezeichneter KommentatorFrühwirth
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2018 14:46

    wieder hervorragend analysiert und geschrieben. Jede Minute des Lesens ein Gewinn. Danke!

  2. Ausgezeichneter KommentatorHannibal
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2018 19:16

    Diese Halt- und Orientierungslosigkeit verspüre ich seit Jahrzehnten in der Katholischen Kirche. Deshalb bin ich aus dieser Amtskirche ausgetreten und ließ auch meine Kinder nicht taufen. Sie sollten selbst entscheiden.
    Heute meine ich, im Zuge eines kommenden Kulturkampfes in Europa, der schnell ein Überlebenskampf werden kann, wird es uns Europäern abverlangt werden, wieder Farbe zu bekennen. Ja, wir sollten wieder mit dem Kreuz vor uns durchs Leben gehen und wir sollten wissen warum.
    Recinquista und Absiedelung der nichtchristlichen Antieuropäer wird so notwendig sein, wie der vorher zur Anwendung gekommene Gewalt- und/oder Waffengebrauch. Das wird nicht schön, aber lebensnotwendig sein.
    Auf dieser Suche nach einer "neuen christlichen Orientierung", sprich einer Kirche hat, erscheint mir die Orthodoxie in vielen Bereichen innerlich gesünder, gefestigter und selbstbewußter.
    Alles fließt - und wir werden uns auch bewegen müssen...

  3. Ausgezeichneter KommentatorAusgebeuteter
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2018 20:29

    Bei der evangelische Kirche in Österreich (und auch Deutschland) ist es auch um keinen Deut besser. Anlässlich der kürzlich in Wien abgehalten Homo-Life-Parade gab es in der evangelischen Stadtkirche einen ökomänischen Gottesdienst mit dem "geouteden" niederösterreichischen Superintendenten (etspricht ungefähr einem Diözanbischof bei den Katholiken) sowie einer lesbischen Pfarrerin. Die evangelische Kirche geht im Vergleich zur katholischen Glaubensgemeinschaft betreffend Homosexualität noch viel weiter.

    Allen christlichen Kirchenführern seien die Bibelstellen vom Alten und Neuen Testament in Erinnerung gerufen, wo die Homosexualität und andere Abarten abgelehnt werden. Natürlich gab es schon immer und gibt es auch heute Menschen, welche sich mehr dem eigenen Geschlecht (oder ist es nun ein drittes?) zugezogen fühlen. Diese Leute sind als Mitmenschen selbstverständlich zu akzeptieren, aber nun plötzlich diese Minderheit so stark gesellschaftpolitisch aufwerten und mit den Heterosexullen gleichzustellen, ist übertrieben.

    Homosexualität ist eine Fehlentwicklung (man könnte nun auch "Fehlprogrammierung" sagen), welche scheinbar heutzutage stärker auftritt bzw. von den Beteiligten, der Politik und auch der Wirtschaft besonders hervorgehoben wird. Aus meiner Sicht lässt unser Schöpfer da dem Gegenspieler Teufel vorerst freie Hand, da unser Glaube an den dreieinigen Gott in der Gesellschaft stark abgenommen hat uns es so eine vorübergehende Strafe darstellt.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2018 10:43

    Sogar als Atheist, der allerdings die meisten Werte des Christentums mittraegt, empfinde ich die Haltung der Kirchenobersten als beschaemend und destruktiv.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2018 09:27

    @ Wolfram Schrems

    DANKE!!!!! Danke für diesen Kommentar!
    Da stimmt JEDES Wort!

    "Solange die Umgebung wichtiger Entscheidungsträger in Kirche und Gesellschaft aus Feigheit, Dummheit oder Opportunismus mitspielt und nicht zugunsten der Wahrheit die Konfrontation riskiert, werden diese Institutionen zusammenbrechen..."

    Genau so ist es! Jesus war niemals feige, seine wirklichen Anhänger auch nicht, und deswegen ist Seine Lehre zur Weltreligion geworden, die durch Verräter in den eigenen Reihen (wo sonst?) unterzugehen droht!

    "Es gab aber auch falsche Propheten im Volk; so wird es auch bei euch falsche Lehrer geben. Sie werden verderbliche Irrlehren verbreiten und den Herrscher, der sie freigekauft hat, verleugnen; doch dadurch werden sie sich selbst bald ins Verderben stürzen.

    Bei ihren Ausschweifungen werden sie viele Anhänger finden und ihretwegen wird der Weg der Wahrheit in Verruf kommen.

    In ihrer Habgier werden sie euch mit verlogenen Worten zu kaufen versuchen; aber das Gericht über sie bereitet sich schon seit langem vor und das Verderben, das ihnen droht, schläft nicht."

    (2. Brief des Petrus, Kapitel 2, 2.1-2.3)

  6. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2018 21:27

    Die katholische Kirche in Europa war immer, im besten Sinne des Wortes staatstragend. Leider wir die zivilisatorische Leistung der Kirche nicht mehr wahrgenommen, nicht mehr gewürdigt. Die Kirche war es die durch die Klöster, ora et labora, die im Mittelalter entscheidend dazu beigetragen hat, dass Bildung und praktisches Wissen dem Volk das Leben erleichtert hat.
    Ein Zeichen der Überheblichkeit un Anmassung ist das Vorgehen der Kirchen Oberen in dem sie unsinnige "Reformen" verkündet haben. Sollten diese "Reformen", eigentlich eine Anbiederung an den Zeitgeschmack sich positiv auf die Gläubigen auswirken, wurde dieses Ziel voll verfehlt.
    Eine Kirche die ihre eigenen Fundamente leugnet, den Glauben relativiert, ist beliebig, wirkt auf die Gläubigen Inhalts- und Orientierungslos.
    Unglaublich, dass die Kirche sich zu Zerstörung der eigenen Glaubensgrundsätze hat verleiten lassen. Europa ist mit und durch die Kirche, zu kulturellen Weltmacht geworden. Soll Europa durch die aktive Mitwirkung der Kirche untergehen ?

  7. Ausgezeichneter KommentatorRomana
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2018 16:52

    ich erinnere mich noch gut an das wenig kollegiale Auftreten Schönborns als Ankläger von Bischof Groer, der von ihm auf Grund der Aussage eines Einzelnen vorverurteilt wurde, was mit der Absetzung Groers endete. Wie anders ist sein Verhalten gegenüber dem soeben zum Bischof von St. Pölten ernannten Bischof Schwarz aus Kärnten, dem Vergehen gegen den Zölibat und andere Unrechtmäßigkeiten auch von vielen Betroffenen nachgesagt werden: Er schweigt sich aus und antwortet nicht auf Fragen der Zeitschrift News, die den Fall aufgegriffen hat. Ebenso wenig ist Nuntius Zurbriggen bereit, Auskunft zu geben. Es fragt sich, wer die Schuld an dieser Fehlbesetzung für den Bischofsstuhl von St. Pölten trägt. Wer hat den Dreiervorschlag erstellt, der dann vom Nuntius nach Rom weitergeleitet wurde, und wer hat die Empfehlung für Schwarz gegeben?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNikolaus von Oresme
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2018 10:35

    Lieber Herr MMag. Schrems,

    als langjähriger Mitarbeiter der EDW kann ich Ihnen leider nur beipflichten. Was ich dort gehört und gesehen habe, darf ich leider nicht öffentlich kundtun, da die EDW nicht zögert, jenen zu schaden, die nicht auf Linkskurs sind. Sie hofiert und honoriert nur die Selbstoptimierer, und das im großen Stil.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Nikolaus

  2. Ausgezeichneter Kommentatorunbedeutend
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2018 17:02

    Dass man sich kirchenamtlich mit der Legalisierung der vorgeburtlichen Kindstötung abgefunden hat, und dass es heute - bis auf ganz seltene löbliche Ausnahmen - niemanden gibt, der die Fristenlösung abschaffen will, hat notwendigerweise Konsequenzen in vielen anderen Bereichen der Ethik. Wer sich mit dem Töten unschuldiger Menschen abfindet, hat seine moralische Basis aufgegeben.

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  1. seppimland (kein Partner)
    21. Juli 2018 21:12

    dazu BERNHARD LASSAHN lesen. UNBEDINGT !!

  2. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    20. Juli 2018 21:32

    Kirchen verlieren 660.000 Mitglieder in einem Jahr, Überschrift in einer deutschen Zeitung.

    So viel zur Relevanz.

    • Zraxl (kein Partner)
      21. Juli 2018 11:28

      "Millionen Fliegen können nicht irren, fresst Sch...!"
      (Quelle unbekannt)

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      21. Juli 2018 22:49

      Ist das eine Glaubens-'Wahrheit', lieber Zraxl?

    • Zraxl (kein Partner)
      22. Juli 2018 12:16

      Durchlaucht! Der von mir zitierte Spruch ist keineswegs eine Glaubenswahrheit. Diese Verballhornung einer Waschmittelwerbung sollte lediglich als zarter Hinweis dafür dienen, dass die Anzahl von Anhängern einer Meinung nicht notwendig etwas über deren Substanz aussagt. Aber ja, diese Aussage kann man nach eigenem Belieben so oder so verwenden.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      23. Juli 2018 06:37

      Es sagt tatsächlich nichts über die Substanz, wenn Mitglieder austreten. Die kann dabei sogar besser werden.

  3. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    20. Juli 2018 15:54

    Bekanntlich haben die Taten und Unterlassungen der Kirchenführer Auswirkungen auf die Gesellschaft?

    Aber, aber. Im Jargon der Wikipedia-Löschdiskussionen könnte man sagen, die Kirche kratzt die Relevanzhürde nicht. Es ist gleichgültig, was sie sagen. Jede Erörterung kirchlicher Ergüsse ist verlorene Zeit.

  4. Clerical Correctness (kein Partner)
    20. Juli 2018 15:33

    Die Kirchensteuer-Bischöfe verwenden den Tempelschatz (die Einnahmen aus dem NS-Kirchenbeitrag) zur unbarmherzigen Auslöschung des Christentums.

    • Heilige Inquisition (kein Partner)
      20. Juli 2018 15:46

      Die Wiederaufnahme der Heiligen Inquisition würde den pädophilen Satanisten nicht schaden und würde der Irreführung endlich ein Ende setzen.

  5. Susanna (kein Partner)
    19. Juli 2018 22:40

    Ich habe unseren Erzbischof beim heurigen Fronleichnamsfest erlebt. Es war irgendwie unwirklich, aber zutiefst verstörend.

  6. Zraxl (kein Partner)
    19. Juli 2018 20:15

    Viele hohe Würdenträger haben längst den Glauben verloren und versuchen ihr Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Ein bisserl wichtig sein, ins Fernsehen kommen, in den Zeitungen gut wegkommen, das ist angenehm. Dafür kann man schon ein paar Glaubenswahrheiten opfern, an die man sowieso nicht glaubt.
    Jesus Christus hat dieses Gesindel schon in Mt 23:33 beschrieben.

    • Sukkum
      28. Juli 2018 10:07

      eher in Mth 7;16
      ... an den Früchten werdet ihr sie erkennen (die falschen Propheten)!

  7. unbedeutend (kein Partner)
    19. Juli 2018 17:02

    Dass man sich kirchenamtlich mit der Legalisierung der vorgeburtlichen Kindstötung abgefunden hat, und dass es heute - bis auf ganz seltene löbliche Ausnahmen - niemanden gibt, der die Fristenlösung abschaffen will, hat notwendigerweise Konsequenzen in vielen anderen Bereichen der Ethik. Wer sich mit dem Töten unschuldiger Menschen abfindet, hat seine moralische Basis aufgegeben.

  8. Stadtindianer
    19. Juli 2018 13:04

    Es wäre an der Zeit ein Buch zu schreiben: Linke Kirche – rechter Jesus.

    Zuerst müsste einmal die Caritas, die der Kirche entwachsen und zu groß geworden ist, aufgelöst wird. Das ist eine würdige Aufgabe für unseren Erzbischof.

  9. Nikolaus von Oresme (kein Partner)
    19. Juli 2018 10:35

    Lieber Herr MMag. Schrems,

    als langjähriger Mitarbeiter der EDW kann ich Ihnen leider nur beipflichten. Was ich dort gehört und gesehen habe, darf ich leider nicht öffentlich kundtun, da die EDW nicht zögert, jenen zu schaden, die nicht auf Linkskurs sind. Sie hofiert und honoriert nur die Selbstoptimierer, und das im großen Stil.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Nikolaus

  10. pressburger
    18. Juli 2018 21:27

    Die katholische Kirche in Europa war immer, im besten Sinne des Wortes staatstragend. Leider wir die zivilisatorische Leistung der Kirche nicht mehr wahrgenommen, nicht mehr gewürdigt. Die Kirche war es die durch die Klöster, ora et labora, die im Mittelalter entscheidend dazu beigetragen hat, dass Bildung und praktisches Wissen dem Volk das Leben erleichtert hat.
    Ein Zeichen der Überheblichkeit un Anmassung ist das Vorgehen der Kirchen Oberen in dem sie unsinnige "Reformen" verkündet haben. Sollten diese "Reformen", eigentlich eine Anbiederung an den Zeitgeschmack sich positiv auf die Gläubigen auswirken, wurde dieses Ziel voll verfehlt.
    Eine Kirche die ihre eigenen Fundamente leugnet, den Glauben relativiert, ist beliebig, wirkt auf die Gläubigen Inhalts- und Orientierungslos.
    Unglaublich, dass die Kirche sich zu Zerstörung der eigenen Glaubensgrundsätze hat verleiten lassen. Europa ist mit und durch die Kirche, zu kulturellen Weltmacht geworden. Soll Europa durch die aktive Mitwirkung der Kirche untergehen ?

  11. simplicissimus
    18. Juli 2018 10:43

    Sogar als Atheist, der allerdings die meisten Werte des Christentums mittraegt, empfinde ich die Haltung der Kirchenobersten als beschaemend und destruktiv.

  12. glockenblumen
    18. Juli 2018 09:27

    @ Wolfram Schrems

    DANKE!!!!! Danke für diesen Kommentar!
    Da stimmt JEDES Wort!

    "Solange die Umgebung wichtiger Entscheidungsträger in Kirche und Gesellschaft aus Feigheit, Dummheit oder Opportunismus mitspielt und nicht zugunsten der Wahrheit die Konfrontation riskiert, werden diese Institutionen zusammenbrechen..."

    Genau so ist es! Jesus war niemals feige, seine wirklichen Anhänger auch nicht, und deswegen ist Seine Lehre zur Weltreligion geworden, die durch Verräter in den eigenen Reihen (wo sonst?) unterzugehen droht!

    "Es gab aber auch falsche Propheten im Volk; so wird es auch bei euch falsche Lehrer geben. Sie werden verderbliche Irrlehren verbreiten und den Herrscher, der sie freigekauft hat, verleugnen; doch dadurch werden sie sich selbst bald ins Verderben stürzen.

    Bei ihren Ausschweifungen werden sie viele Anhänger finden und ihretwegen wird der Weg der Wahrheit in Verruf kommen.

    In ihrer Habgier werden sie euch mit verlogenen Worten zu kaufen versuchen; aber das Gericht über sie bereitet sich schon seit langem vor und das Verderben, das ihnen droht, schläft nicht."

    (2. Brief des Petrus, Kapitel 2, 2.1-2.3)

    • logiker2
      23. Juli 2018 09:02

      möchte mich Ihrem Beitrag vollinhaltlich anschliessen. Es bestätigt wieder meinen Entschluß aus dieser Kirche auszutreten und diese Christenverräter nicht mehr zu unterstützen.

  13. O5
    18. Juli 2018 06:12

    Meiner Meinung nach sind nicht der Papst, die Bischöfe, die Priester und auch nicht die einzelnen Gläubigen am Glaubensverlust schuldig. Die Opferbereitschaft und das Engagement von Christen und Nichtchristen der vergangen Jahrzehnte und Jahrhunderte haben in Europa eine Lebenswelt geschaffen, in der die meisten gut leben können. Auch ohne Glauben. Ändern wird sich das so erst, so fürchte ich, wenn wir in eine Situation kommen, wie der verlorene Sohn. Das erfüllt mich nicht mit Schadenfreude, sondern mit Schrecken.

    • Konrad Hoelderlynck
      20. Juli 2018 15:41

      Zum Teil stimme ich Ihnen zu. Allerdings teile ich die Befürchtung von Prof. Schrems, dass viele Herren der Kirchenführung - vom Papst abwärts - gezielt an der Demontage der katholischen Kirche arbeiten. Ein großer Unfug scheint mir auch die regelmäßige Öffnung der Kirchen für so genannte "Kunstaktionen" zu sein. Auch in früherer Zeit sind Kirche und Kunst immer eng miteinander verbunden gewesen. Zum Unterschied von damals sind es heute allerdings immer mehr kirchenfeindliche Künstler, die in den Gotteshäusern ihre blasphemischen Installationen abfeiern dürfen und dabei noch von mehr oder minder ahnungslosen Pfarrern unterstützt werden.

  14. Ausgebeuteter
    17. Juli 2018 20:29

    Bei der evangelische Kirche in Österreich (und auch Deutschland) ist es auch um keinen Deut besser. Anlässlich der kürzlich in Wien abgehalten Homo-Life-Parade gab es in der evangelischen Stadtkirche einen ökomänischen Gottesdienst mit dem "geouteden" niederösterreichischen Superintendenten (etspricht ungefähr einem Diözanbischof bei den Katholiken) sowie einer lesbischen Pfarrerin. Die evangelische Kirche geht im Vergleich zur katholischen Glaubensgemeinschaft betreffend Homosexualität noch viel weiter.

    Allen christlichen Kirchenführern seien die Bibelstellen vom Alten und Neuen Testament in Erinnerung gerufen, wo die Homosexualität und andere Abarten abgelehnt werden. Natürlich gab es schon immer und gibt es auch heute Menschen, welche sich mehr dem eigenen Geschlecht (oder ist es nun ein drittes?) zugezogen fühlen. Diese Leute sind als Mitmenschen selbstverständlich zu akzeptieren, aber nun plötzlich diese Minderheit so stark gesellschaftpolitisch aufwerten und mit den Heterosexullen gleichzustellen, ist übertrieben.

    Homosexualität ist eine Fehlentwicklung (man könnte nun auch "Fehlprogrammierung" sagen), welche scheinbar heutzutage stärker auftritt bzw. von den Beteiligten, der Politik und auch der Wirtschaft besonders hervorgehoben wird. Aus meiner Sicht lässt unser Schöpfer da dem Gegenspieler Teufel vorerst freie Hand, da unser Glaube an den dreieinigen Gott in der Gesellschaft stark abgenommen hat uns es so eine vorübergehende Strafe darstellt.

    • unbedeutend (kein Partner)
      19. Juli 2018 16:43

      Homosexualität war auch in der Antike sehr verbreitetes Phänomen. Das hat aber Paulus nicht daran gehindert ganz klare Worte zu diesem Thema zu finden. Für Christen damals wie heute gilt: "Seid nicht gleichförmig dieser Welt!" (Römer 12,2)
      Wer sich für die "Werte" dieser Welt entscheidet, entscheidet sich gegen seinen Schöpfer. Auch wenn er Bischof ist.

  15. Hannibal
    17. Juli 2018 19:16

    Diese Halt- und Orientierungslosigkeit verspüre ich seit Jahrzehnten in der Katholischen Kirche. Deshalb bin ich aus dieser Amtskirche ausgetreten und ließ auch meine Kinder nicht taufen. Sie sollten selbst entscheiden.
    Heute meine ich, im Zuge eines kommenden Kulturkampfes in Europa, der schnell ein Überlebenskampf werden kann, wird es uns Europäern abverlangt werden, wieder Farbe zu bekennen. Ja, wir sollten wieder mit dem Kreuz vor uns durchs Leben gehen und wir sollten wissen warum.
    Recinquista und Absiedelung der nichtchristlichen Antieuropäer wird so notwendig sein, wie der vorher zur Anwendung gekommene Gewalt- und/oder Waffengebrauch. Das wird nicht schön, aber lebensnotwendig sein.
    Auf dieser Suche nach einer "neuen christlichen Orientierung", sprich einer Kirche hat, erscheint mir die Orthodoxie in vielen Bereichen innerlich gesünder, gefestigter und selbstbewußter.
    Alles fließt - und wir werden uns auch bewegen müssen...

    • frajo
      17. Juli 2018 22:38

      Die Kinder sollen selbst entscheiden!
      Ist das bei der sonstigen Erziehung ebenso?
      Sollen sie selbst entscheiden, ob sie abends in Bett sollen?
      Sollen sie selbst entscheiden, wann, was und wieviel sie essen sollten?

      Ich kann mir bei der Frage nach der Taufe nur eines vorstellen - daß man es selber für sich auch nicht weiß. Das hat überhaupt nichts zu tun damit, was der Kommentator sehr treffend anspricht und völlig zu Recht beklagt. Für unser Handeln werden wir aber ungeachtet dessen immer selber verantwortlich gemacht werden. Vor Gott stehen wir jeweils ganz alleine.

    • Konrad Hoelderlynck
      20. Juli 2018 15:44

      Richtig. Auch wir werden uns endlich bewegen müssen. Es bedarf meines Erachtens aber einer geschlossenen und starken Bewegung mit klaren Zielen. Aber wo ist diese???

  16. Abaelaard
    17. Juli 2018 18:06

    In Konsequenz dessen was hier zu lesen ist, ist die Annahme berechtigt daß die höheren Chargen in der kath. Kirche ihrerseits den Glauben längst verloren haben so sie ihn überhaupt jemals hatten. Von außen kann die Kirche nicht zerstört werden das hat man gesehen. Der innere Feind, das hohe Personal selbst trägt die schwefelige Fäulnis der Beliebigkeit, des Opportunismus gegenüber dem linken Zeitgeist mitten ins Herz der noch Gläubigen.
    Der kalte Hauch der Verderbnis ist ins Land gezogen vor fast 50 Jahren dahinter schimmert die triumphierende Maske des Satans, die Hirten haben die Herde Verlassen, wehe ihnen !!

  17. Romana
    17. Juli 2018 16:52

    ich erinnere mich noch gut an das wenig kollegiale Auftreten Schönborns als Ankläger von Bischof Groer, der von ihm auf Grund der Aussage eines Einzelnen vorverurteilt wurde, was mit der Absetzung Groers endete. Wie anders ist sein Verhalten gegenüber dem soeben zum Bischof von St. Pölten ernannten Bischof Schwarz aus Kärnten, dem Vergehen gegen den Zölibat und andere Unrechtmäßigkeiten auch von vielen Betroffenen nachgesagt werden: Er schweigt sich aus und antwortet nicht auf Fragen der Zeitschrift News, die den Fall aufgegriffen hat. Ebenso wenig ist Nuntius Zurbriggen bereit, Auskunft zu geben. Es fragt sich, wer die Schuld an dieser Fehlbesetzung für den Bischofsstuhl von St. Pölten trägt. Wer hat den Dreiervorschlag erstellt, der dann vom Nuntius nach Rom weitergeleitet wurde, und wer hat die Empfehlung für Schwarz gegeben?

    • Specht
      18. Juli 2018 11:46

      Bischof Krenn darf auch nicht vergessen werden, denn die Diskrepanz zwischen ihm und Schönborn war auf seine konsequente katholische Haltung zurückzuführen. Unvergesslich seine Empörung als er übergangen und getäuscht wurde " Die Lügner sollen das Maul halten" Das hat ihm dann viel Schwierigkeiten eingebracht. Die Ereignisse um Bischof Schwarz sehe ich als Spiegel, der den Entscheidungsträgern vorgehalten wird, falls sie sich noch an ihre vorhergehenden Weichenstellungen erinnern möchten.

  18. Frühwirth
    17. Juli 2018 14:46

    wieder hervorragend analysiert und geschrieben. Jede Minute des Lesens ein Gewinn. Danke!





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