Die Hybris der Klimajünger

Die moderne Klimatologie krankt keineswegs an einem Defizit an Empirie, sondern an einem Exzess an Gewissheit. In den staatlich alimentierten Instituten hat sich eine Kaste von Auguren etabliert, die zu 99 Prozent dasselbe Credo deklamieren: Die Apokalypse ist menschengemacht, das Computer-Modell die unfehlbare Offenbarung. Aus vagen Simulationen werden sakrosankte Wahrheiten destilliert, aus bloßen Annahmen herrische Imperative. Das Klima – ein hochkomplexes, nichtlineares System von stupender Eigensinnigkeit – wird behandelt, als ließe es sich durch ein Zentralkomitee justieren wie der Heizkörper im "Ministerium für Wahrheit". Wer es wagt, auf die systemimmanenten Unschärfen hinzuweisen, wird nicht etwa widerlegt, sondern exkommuniziert. Zweifel sind in der Liturgie der Klimahohepriester nicht vorgesehen. 







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