"Orban – der gefährlichste Politiker Mittel-Europas" (Lendvai) - Wirklich?

Lesezeit: 15:30

Paul Lendvai, seines Zeichens Osteuropa-Spezialist, hat anlässlich des Österreich-Besuchs von Viktor Orban eines seiner legendären Interviews gegeben, welches allerdings großteils aus Plattitüden in ihrem üblichen Gemisch aus Unwahr- und Halbwahrheiten, Vermutungen, Voreingenommenheit und offener Hasspropaganda besteht. Wieder einmal versuchte der Staatsfunk-ORF Viktor Orban, "den erfolgreichsten Politiker Ungarns der letzten 25 Jahre"[1] (ORF-Interviewer Armin Wolf) vorzuführen.

Solch ein Prädikat ist ja eigentlich Wertschätzung an sich; nicht so für Lendvai, für den Orban in einem Atemzug "der erfahrenste" gleichzeitig aber "auch der gefährlichste Politiker Mitteleuropas" ist. Warum erfährt man kaum.

Zum "gefährlichsten Politiker" wird man auch nicht, weil man sich mit Geert Wilders zum Abendessen trifft oder – eine Nummer größer – Staatsbesuche mit Putin oder Erdogan absolviert.

Zunächst bedient sich Lendvai des (politischen) Klatsches: "Was man vielleicht nicht weiß, dass vor ein paar Tagen war Geert Wilders, der berühmte und berüchtigte Extremist, was die Einwanderung und Moslemfeindlichkeit betrifft, in Ungarn." (Lendvai in typisch holprigem Deutsch.) Natürlich wusste bereits Shakespeare um die wahren Hintergründe solchen Vernaderns: "Was Große tun, beschwatzen gern die Kleinen!"

Immerhin wurde Wilders  "Partij voor de Vrijheid (PVV)" bei den letzten Parlamentswahlen in den Niederlanden mit 13,1 % zweitstärkste Kraft. Ein Gerichtsverfahren wegen Volksverhetzung gegen ihn war von Anfang an mit Makulatur behaftet: Angestrengt wurde dieses vor allem durch Muslime selbst; später wurde ein Richter wegen Befangenheit entlassen, weil er "mit einem islamkritischen Arabisten, den Wilders als Zeugen benannt hatte, vor dessen Aussage zu Abend gegessen hatte"[2] – Was zum Freispruch für den Angeklagten führte.

Dann aber hat Wilders doch noch einen islamkritischen Film (Titel Fitna: zu Deutsch etwa: Zwietracht, Aufruhr, Heimsuchung) gedreht (der sich zudem "illegal" im www verbreitete)! Natürlich gilt die Freiheit der Kunst in diesem Falle nicht, weil Wilders nicht einfach nur (wie etwa Hermann Nitsch, der Rauschebart aus dem Weinviertel) Tierblut verspritzte oder wie John Anna mit Menstruations-Blut Gemälde schuf.

Zudem hat sich Wilders eines noch scheußlicheren Verbrechens schuldig gemacht, nämlich "auch ein Buch auf Ungarisch in zwei Städten vorgestellt" (Lendvai). Gerne zitiert Lendvai sonst immer Literaten vom Schlage des Nobelpreisträgers Thomas Mann:"Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man Menschen!" Und genau dieser Nazi-Bub Wilders "wurde von Orban empfangen", "allerdings wurde das nicht im Fernsehen gezeigt"; aus typisch jugendlicher Flegelei heraus "hatte aber Wilders ein Foto in seiner Kamera oder seinem Telefon verbreitet" (Ziemlich rückständige Kommunikationsmittel benutzen diese Nazis übrigens! Die Bilder kursieren nur in Wilders Telefon…). Aber damit noch nicht genug: "Und er war auch vor zwei Jahren da!" Freilich gibt es kein Land (nicht einmal ausgewiesene Diktaturen), in das man per Gesetz nur ein einziges Mal einreisen darf. Was soll man mit folgender Aussage anfangen: "Und in vieler Hinsicht ist die Politik parallel." Jetzt ist Orban auch noch Film-Regisseur geworden! Wow!

Aber Lendvai muss es doch wissen: Er, "der er erst letztes Jahr eine hochgelobte Orban-Biographie geschrieben hat" (Armin Wolf). Übrigens: Kennen sie die Orban-Biographie des polnischen Journalisten Igor Janke?

"Doch im Gegensatz zu zahlreichen anderen Politikern ist sein Ziel nicht nur die Macht selbst. Immer hatte er klare Ziele: Den Kommunismus zu stürzen. Mit dem Postkommunismus abzurechnen. Ungarn wieder auf die Beine zu stellen. Die von den Kommunisten zerschlagene Mittelschicht neu aufzubauen. Den Ungarn ihr Geschichtsbewusstsein und ihren Stolz zurückzugeben."[3] ("Viktor Orban: Ein Stürmer der Politik")

Genau diese Politik ist wohl eine der Erklärungen für Lendvais blinden Orban-Hass.

Kritischer Einwand: Warum hält Lendvai das Interview nicht in seiner Muttersprache Ungarisch und lässt sich dolmetschen? Im Ernst: Als Auslandsösterreicher in Ungarn, wie ich es bin, der ungarischen Sprache in etwa so mächtig wie Lendvai der deutschen, würde es mir nie einfallen, im ungarischen Fernsehen aufzutreten und – frisch von der Leber – zu doch komplizierten politisch-kulturellen Themen Stellung zu beziehen, wenn ich die Sprache nicht ausreichend beherrsche.

Natürlich irritiert es auch Lendvai, dass "dass Orban mit seiner Flüchtlingspolitik (…), letztlich recht bekommen hat und seine Politik de facto common sense in der EU ist" (Armin Wolf).

Für Lendvai gilt natürlich: "Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt" (Balzac). Beliebtestes Mittel bei linken Gutmenschen-Analysten: Relativierer-Floskeln (geht auf die beliebte alt-kommunistische Marxsche Dialektikt zurück)

Die Methode geht immer so: Zunächst muss Lendvai Orbans Erfolg zwar anerkennen: "Er ist ein hochbegabter Politiker mit einem ungeheuren Fingerspitzengefühl. Er hat das sofort gespürt." Was hat er gespürt?

"Schon in Paris, nach dem Attentat (13.11.2015 – 130 Tote, Anmerkung), hat er (…) gesagt, dass die Einwanderung und die Flüchtlinge sind sehr gefährlich (…)." (Lendvai) Mit Verlaub: Orban hatte schon Monate vorher genau diese Entwicklungen vorausgesagt; dazu braucht man kein Fingerspitzengefühl sondern nur Hausverstand, den Mama Merkel, Papa Faymann, Juncker, Asselborn, Schulz und Cohn-Bendit bis heute vermissen ließen: "Diese Flüchtlinge gleichen eher Soldaten als Asylsuchenden. Sie sehen aus wie Krieger!"[4] (Orban)

Dann aber wieder Relativierer-Vernebelungs-BlaBla vom Feinsten: "Es geht nicht darum, dass die Flüchtlinge, dass man eine Flüchtlingsinvasion begrüßen würde. Es geht darum, wie man mit dem Menschen und den Flüchtlingen umgeht" (Lendvai). Dabei hatte Orban nur geltendes Dublin-III-Gesetz durchgesetzt (u.a. die Registrierungspflicht für Flüchtlinge).

Niemand als Lendvai sollte besser um die linke Medien-Hetze gegen Orban Bescheid wissen. Paradebeispiel: Das "Lügen-Bild von Bickse" mit den theatralisch-verzweifelten Flüchtlingen auf den Gleisen in völliger Verdrehung der Tatsachen: Nicht die Polizisten, sondern der eigene arabische Partner hatte die Frau mit ihrem Baby auf die Gleise geworfen, die ungarischen Polizisten beschützen beide nur. (https://www.youtube.com/watch?v=5zahZNDdpZ4)

Lendvai kennt sicher Bert Brecht: "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." Hier von der World-Mainstream-Media zensurierte Bilder, wie ungarische Polizisten den Flüchtlingen respektvoll Nahrungsmittel reichen (die dann aber von den arabischen Männern vor den Augen hungernder Kinder vernichtet werden). https://www.bing.com/videos/search?q=bicske+3.+szeptember+2015&&view=detail&mid=146A016ED2F002188607146A016ED2F002188607&FORM=VRDGAR

Ein historisches Minimalwissen sollte man als ORF-Starjournalist gelegentlich parat haben. Lendvai spricht von "einem Land, aus dem jahrthundertelang hunderttausende Menschen emigriert haben" (gemeint ist Ungarn) "und auch in Österreich" (Gab es eine Binnenmigration?) "u.a. auch ich" (Ist Lendvai aus Österreich emigriert?) "so aufgenommen wurde, dass niemand uns gefragt hat".

1956 flüchteten wegen des Ungarn-Aufstandes 200.000, im christlichen Abendland sozialisierte Ungarn vor kommunistischen Folterkellern, wobei sie sich in kurzer Zeit mustergültig in ihre Aufnahmeländer integrierten und assimilierten. Bis heute sind darüber hinaus keine Silvesterübergriffe ungarischer Männerhorden vor dem Kölner Dom, Terror-Attacken auf christliche Weihnachtsmärkte, Vergewaltigungen, Messerstechereien oder Drogenkriminalität in die Annalen der Nachkriegszeit eingegangen. Weiters konnten sich alle gegenüber österreichischen Grenzorganen mittels Dokumenten ausweisen.

Wann emigrierten "jahrhundertelang hunderttausende Menschen": Waren das jetzt Ungarn, Hunnen, Awaren, Mongolen, Donauschwaben…? Allerdings: So wie eine Krypto-Zoologie gibt es auch eine Krypto-Historiographie…

Was aber unter alt-linken Chauvinisten immer ankommt, ist das Narrativ von den rückständigen Ostlern ohne Gutmensch-Weltoffenheit: "In Ungarn haben sie nicht die Tradition, sie haben keine Fremdarbeiter, keine Moslems" (Lendvai). Muss man die gesellschaftspolitischen Fehler Westeuropas nachholen mit seiner nicht geglückten Moslem-Immigration? Und: "Fremdarbeiter" hatten die im Ostblock schon auch: Russen, Ukrainer, selbst Vietnamesen aus Ho-Chi-Mins-Reich (letztere sind heute in Tschechien eine fleißige und sich gut integriert habende Minderheit).

Jetzt wird´s aber rein grammatikalisch unverständlich: "In verarmtes Land, das eigentlich verglichen mit den anderen Ländern in sogenannten Visegrad-Gruppe hinten ist. (…) Die Ziffern und die Tatsachen zeigen, dass alle Mittel osteuropäischer Staaten, postkommunistischer Staaten, fast alle besser abschneiden als Ungarn." (Lendvai)

Ein wenig Nachhilfeunterricht in Wirtschaftkunde: Die Wirtschaftdaten Ungarns liegen immer noch vor der "West-EU"; selbst der Standard (Lendvais Leit-Medium) erkennt dies an: "Ungarn hat im neunten Jahr unter der Alleinregierung der rechtskonservativen Fidesz, einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung durchlebt"?[5] (Gehaltssteigerung 2016-18: 30%; BIP-Wachstum 2017-18 ca. 4%; Arbeitslosenrate 4%; Bruttolohnzuwachs 2017 12%. Zum Vergleich Österreichs erwartetes BIP-Wachstum 2017: 2,1% und 2018: 1,7%; Arbeitslose 2017: 8,5% und 2018 7,9%; Realeinkommen 2017: minus 0,1% und 2018 2,1% / Bruttolöhne 2017-18 ca. 2 %)[6]

Dass die Ungarn ein wenig hinter den anderen Visegrad-Staaten nachhinken, haben aber die liberal-sozialistischen Vorgänger-Regierungen (2002-10) und nicht Orban verursacht: Bereits nach sechs Jahren konnte 2008 der Staatsbankrott nur noch durch einen 20-Milliarden-Kredit (IWF, EU, Weltbank) abgefedert werden. Erst Orban war es, der den IWF dank einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik endlich aus dem Land verweisen konnte und so die "nationale Unabhängigkeit" (Orban) zurückgewinnen konnte.

Übrigens hofierte gerade Lendvai wie kein anderer diese beiden liberal-sozialistischen Regierungen: "Trotz seinen einstigen lukrativen Verbindungen zu den postkommunistischen Seilschaften ist Premier Gyurcsany (sozialistischer EX-Ministerpräsident) der mit Abstand fähigste Vertreter der Modernisierung (…)."[7] (Lendvai: "Reformstau in Ungarn" / 11.4.2007)

Dann wieder die linke Gutmenschen-Verschwörungstheorie vom weltumspannenden Diktatoren-Komplott (von Rot-China über Post-Zar-Putin bis hin zum Neo-Erdogan-Sultanat). Wie erklärt man aber dann, dass Orban nicht nur wirtschaftlich, sondern v.a. auch politisch ein kluger Stratege ist, der all seine westlichen Intriganten alt aussehen ließ: ("In der europäischen Linken gibt es eine einfache Arbeitsteilung. Jeden Tag muss einer den ungarischen Premier attackieren. Ich verstehe die Logik. An einem Tag schimpft der Rumäne, am anderen der Schwede, dann der Österreicher."[8] Orban im September 2015)

"Wenn in Ungarn etwas geschieht, das die Interessen der Großmächte, der großen Firmen oder großer Menschen verletzt, dann springt das Europäische Parlament als erster und greift Ungarn an." (Orban 7.12.17) http://ungarnheute.hu/news/viktor-orban-interview-echotv-europaeisches-parlament-demokratie-20880 

"Nein, er ist ein viel raffinierter Politiker" (Lendvai) als obige ´Despoten´. Der nächste Satz lässt sich (sowohl grammatikalisch als auch inhaltlich) nicht mehr interpretieren: " Er bewundert sie, er hat das damals als die illiberale Demokratie erfunden hat sozusagen, nach dem amerikanischen Politologen." China bewundern eigentlich alle wegen seines Wirtschaftswachstums.

Und dann auch das! "Orban ist befreundet mit Erdogan"(Lendvai), er sucht sich also seine Freunde ohne Rücksprache mit Brüssel selber aus. Auch der deutsche Ex-Bundeskanzler Schröder war bekennender Busenfreund von Putin; Ex-Bundeskanzler Gusenbauer ist sogar Intimus-Berater irgendwelcher zentral-asiatischer Diktatoren.

Folgende Satzkonstruktion ist extrem fehlerhaft, was zu gravierenden Interpretations-Problemen führt: "Es gibt Aufnahmen aus dem türkischen Fernsehen, wie er unglaublich freundlich voriges Jahr aufgenommen wurde, einander umarmt." Wurden die Film-"Aufnahmen" durch das türkische Fernsehen sozusagen in "freundlich"er Absicht "aufgenommen", also "abgelichtet"? Oder meint Lendvai wohl, das Orban in der Türkei freundlich "aufgenommen", also empfangen wurde? Beides entspräche aber durchaus außenpolitisch-diplomatischem Usus: Man filmt ja nicht einen Politiker, wie er sich in der Nase bohrt; freundlich empfangen wurden sowohl Erdogan als auch Putin im Juni 2014 von Bundeskanzler Faymann und Bundespräsident Fischer (immerhin das erste westliche Land, das den Kreml-Chef seit Ausbruch der Ukraine-Krise begrüßte).

Jetzt aber wird Lendvai neidisch: "Und Putin betrachtet heute Ungarn das positivste Land für ihn in Mitteleuropa. Er war dreimal in zwei Jahren da." Da war der Orban halt wieder schneller, ganz im Sinne seines Vorbilds Helmut Kohl, der einmal über einen innerparteilichen Kritiker meinte: "Während der `Wurst´ sagt, habe ich die schon aufgegessen!" Wo liegt also das Problem, wenn eine euroasiatische Weltmacht Ungarn als "das positivste Land" betrachtet? Und jetzt schon wieder die Lendvaische Kleinkrämer-Aufzählerei: Der Zar Putin war ganze dreimal in zwei Jahren auf Besuch beim "Hunnen-Fürsten" Orban. Natürlich hätten Faymann, Merkel, Van der Bellen und sicher auch Kern dem Diktator nur einmal in zehn Jahren einen Staatsbesuch erlaubt…

Zwischendurch leistet sich Lendvai dann noch einen peinlichen Freudschen Versprecher, indem er das moderne Russland zeitlich einfach verwechselt: "Und es besteht kein Zweifel, dass Ungarn als Freund der, wollte fast sagen der Sowjetunion, Russlands gilt".

Grotesk wird es freilich, weil Lendvai an Vergangenheits-Fixierung leidet: "Wenn diese Politik auch in Österreich, sagen wir eingeschlagen wäre, oder wenn man sowas versuchen würde, dann (…) viele Leute müssten ein anderes Land finden, wo sie dann ihr Lebensende oder ihr Leben verbringen könnten." Nicht einmal die ärgsten Orban-Hasser behaupten allen Ernstes, dass es seit den zwei Regierungsperioden von Orban ab 2010 politisch verfolgte Emigranten gibt. Hat Lendvai allen Ernstes wirklich Angst, dass er durch die neue türkis-blaue Regierung "sein Lebensende" irgendwo anders verbringen wird müssen?

Immerhin schaltet Lendvai dann doch langsam einen Gang zurück: "Es ist aber in Ungarn keine Diktatur, es ist eine Scheindemokratie, mit einem autoritären Kern." Puhh!!! Welche Demokratie hat keinen "autoritären Kern". Erinnern Sie sich noch an die drei Kreisky-Alleinregierungen (71-83), die ihre Reformen oft gegen härtesten Widerstand (u.a. die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs gegen die Kirche) durchgezogen hatte? Der österreichische Verfassungsjurist Heinz Mayer kritisierte bezüglich gerade den in der 2. Republik sorglos-fragwürdigen Umgang mit der Verfassung (das Bundesverfassungsgesetz wurde bis Juni 2014 insgesamt 110-mal novelliert):

"Bevor die SPÖ an die Alleinregierung gekommen ist, so sagt man, hat der Verfassungsdienst über die Zulässigkeit von Gesetzen entschieden und gesagt: `Herr Bundeskanzler, das ist verfassungswidrig!´, und der Herr Bundeskanzler ist gegangen. Das war bei Kreisky nicht mehr so, da galt: `Dann ändern wir halt die Verfassung!"[9] (Mayer – 22.6.14)

Kreisky hatte aber auch (zumindest etwas zwiespältige) Freunde: Den libyschen Diktator Gadafi, den Palästinenserführer Arafat (Terrorist und Friedensnobelpreisträger). Als Dank dafür verübten palästinensische Terroristen 1985 dann einen blutigen Terroranschlag in Wien-Schwechat. Dasselbe gilt übrigens auch für den OPEC-Überfall in Wien, hinter dem man Gadafi vermutete. Wobei noch der Hauptterrorist Carlos vor dem freien Geleit-Abflug dem damaligen SPÖ-Innenminister Rösch sogar die Hand schüttelte, nicht ohne persönliche Grüße an Kreisky zu übermitteln mit dem Hinweis, dieser habe "klug gehandet".[10]) Nicht zu vergessen Kreiskys politischer Unterstützer seiner Minderheitsregierung, FPÖ-Politiker und Waffen-SS-Sturmbannführer Peter, mit dessen Hilfe der ´Sonnenkönig´ bis zur österreichischen Nationalratswahl 2017 das bürgerliche Lager gespalten hatte.

Unter Linken zieht natürlich immer am meisten das Feindbild von der "Unterdrückung der freien Presse": "Alle wichtigen Zeitungen, Sender, sind fast alle in den Händen entweder der Regierung oder der mit dem Ministerpräsidenten (..) eng befreundeten neuen Oligarchen." Lendvai verschweigt, dass bis zum Jahre 2010 alle Presseorgane in den Händen der Wendekommunisten und der ungarischen Liberalen standen, die sich sofort gegen jede bürgerliche Regierung einschossen.

Dann wieder die Mär von der Medienzensur, freilich wieder (grammatikalisch und inhaltlich) kaum mehr verständlich: "Alles, sie können keine kritischen Artikel haben, nur in Insel" (Lendvai). Na, es gibt sie also doch! Kritische Zeitungen!

Schier Unsäglich-Unsagbares spülte "z.b. so eine Insel" die Wochenzeitung ´Leben und Literatur´", ans Licht der Öffentlichkeit. Demnach soll Orban (als frisch gebackener Ministerpräsident 2001) allen Ernstes behauptet haben, "Ungarn sollte eigentlich mehrere Millionen Einwanderer haben, weil in den nächsten fünf Jahren kann man nur so das Wirtschaftswachstum sichern´" (Lendvai zitiert aus der mitgebrachten Zeitung).

Wir dürfen weiters auch alle mal annehmen, das Orban (immerhin studierter Jurist und Oxford-Historiker) die klassischen Grundrechnungsarten beherrscht: Ungarn hat ca. 10 Mio Einwohner; "mehrere Millionen Einwohner in fünf Jahren" aufzunehmen – hätte nicht einmal Jesus mit seiner Brotvermehrung geschafft. Zum Vergleich: Deutschland mit 80 Millionen kommt schon mit ca. 1,5% Millionen Refjugees an die Grenze des Machbaren.

Dann wieder Lendvais Eingeständnis des Totalversagens der linken Opposition betreffend der Flüchtlingsfrage: "Diese Politik mit der Flüchtlings- und Migrantenfrage ist erfolgreich, weil auch die Opposition es nicht wagte, dagegen klar aufzutreten auch heute."(Lendvai) Wovor hat diese Opposition aber nur Angst, der Orban vorwirft, Handlanger des ungarisch-stämmigen Milliardärs Soros zu sein?

Stimmt es also doch, was Robert Laszlo vom Political Capital Institut (im ORF-Bericht) rigoros in Abrede stellt, dass es einen Soros-Geheimplan geben könnte, der vorsieht, mit Millionen Flüchtlinge Europa zu destabilisieren? "Es ist Tatsache, dass es diesen Plan nicht gibt. Die Regierung hat ihn sich aus einigen Zeitungen zusammengereimt."[11](Robert Laszlo)

Freilich benennen auch andere (wenn auch rechts-konservative) Journalisten diese (Verschwörungs?-)Theorie: Demnach sollen gerade die sogenannten NGOs "mit enormen Mitteln von CIA, US-Außenministerium und privaten Sponsoren wie etwa dem Multimillionär George Soros" (u.a. mit dessen Open-Society-Foundation – Anmerkung) die "innere Destabilisierung im Namen der `Verteidigung der Menschenrechte´"[12] organisieren (Orzechowski: "Durch globales Chaos in die neue Weltordnung") organisieren. Dabei soll gerade Soros´ Refugee-Help-Foundation http://www.w2eu.info/ ("Welcome to EU") eine führende Rolle spielen.

Man kann das jetzt glauben oder nicht! Nur: Warum verschweigt Laszlo aber diese Fakten? Interessantes Detail am Rande: Robert Laszlo ist Mitglied des sogenannten Political Capital Instituts in Budapest, zu dessen finanziellen Förderern (dreimal dürfen Sie raten!) Soros Open Society Foundation gehört.[13] Eine objektive Berichterstattung (zu der der Zwangsgebühren-ORF verpflichtet wäre) schaut natürlich anders aus. Wen wundert es denn also noch, dass die ungarische Regierung 2010 ein Mediengesetz mit den Richtlinien "Informations- und Ausgewogenheitspflicht" beschloss.

Das, was Laszlo der Orban-Regierung vorwirft, dass er also "stets eine Kriegsrhetorik aufrecht hält" und "den Leuten ständig das Gefühl gibt, bedroht zu sein", unternehmen aber gerade die linken Journalisten seit Jahrzehnten gegenüber ihrem Angstgegner Orban. (siehe auch: http://www.andreas-unterberger.at/2018/01/der-pippi-langstrumpf-denkfehler-linker-journalisten-oder-die-linke-versteht-die-welt-nicht-mehr/)

Dann wieder die sakrosankte Vergötterung von NGOs, als ob man diese heiligen Kühe keinen nationalen Gesetzen unterziehen darf (Jeder von uns muss übrigens sein Einkommen dem Finanzamt gegenüber deklarieren): "Nicht die Opposition ist gefährlich, sondern die sogenannten NGOs, die Organe der Zivilgesellschaft, also das ist die Herausforderung, die er betrachtet." (Lendvai) Übrigens ein absoluter inhaltlicher Nonsens, was Lendvai da argumentiert. Also "ist die Opposition nicht gefährlich." Dem stimmt doch wohl jeder Demokrat zu. Wer behauptet das? Orban? Umso besser! Immerhin müsste Lendvai hier den Konjunktiv verwenden, um eine Fremdmeinung zu kennzeichnen. Dann wieder ein inhaltlicher Text-bruch: "NGOs sind gefährlich" dann wieder nur eine "Herausforderung, die er betrachtet." (Lendvai) (also kontemplativ anschaut?).

Ich vermute, Lendvai wollte sagen: "In den Augen Orbans wäre (!) nicht nur (!) die Opposition gefährlich, sondern auch die NGOs, die Organe der Zivilgesellschaft; das ist also die Gefahr, die Orban ihnen unterstellt."

Dann wieder das Bild vom permanenten Widerstand des ganzen Volkes gegen Orban.

"Wieder eine Demo gegen Viktor Orban und seine rechtspopulistische Regierung – diesmal sind es die Lehrer. Sie demonstrieren für mehr Freiheit an den Schulen." Bei jeder auch noch so kleinen Regung des Demonstrationsrechts in Ungarn (was übrigens ein Beweis für die demokratische Redefreiheit ist) wird suggeriert, dass sich das ungarische Volk im Dauerbelagerungszustand gegen die Regierung befände. Dass es gerade die liberal-sozialistische Gyurcsany-Regierung war, die auf friedlich-bürgerliche Demonstration anlässlich der sogenannte "Lügenrede" 2006 einprügeln ließ, verschweigt Lendvai natürlich geflissentlich: https://www.youtube.com/watch?v=wwLwOcYdgmk

Kurzer Österreichbezug zur "Freiheit an den Schulen": Ich kenne persönlich deklarierte Regierungsgegner an ungarischen Schulen als Direktoren. In Österreich weiß jeder Lehrer (unter mehr als vorgehaltener Hand) über die Bedeutung des Parteibuchs.

Und jetzt noch die Offenlegung einer Unwahrheit: "Immer noch ist in Ungarn ein sogenannter Krisenzustand in Kraft, verhängt nach den Flüchtlingswellen im Herbst 2015." (Gelegs) Der Krisenzustand betraf jedoch nie das gesamte Staatsgebiet, sondern nur die besonders gefährdeten Grenz-Komitate.

Ich schließe mit Mark Twain: "Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann."

 

Dr. Elmar Forster ist Lehrer und lebt(e) seit 1992 als Auslandsösterreicher in Ungarn, Prag, Bratislava, Polen, Siebenbürgen (Rumänien). Diesbezüglich weiter- und tiefer führende Analysen des Autors unter… 

https://www.fischundfleisch.com/elmar-forster/nationalratswahl-oesterreich-2017-orban-ante-portas-39975

https://www.fischundfleisch.com/elmar-forster/fake-news-und-refjutschie-crisis-wie-die-luegenpresse-gegen-ungarn-mobil-machte-und-scheiterte-die-35518

Fussnoten:

[1] Alle Zitate: http://tvthek.orf.at/transcripts/show/424559

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Geert_Wilders

[3] https://www.amazon.de/Viktor-Orb%C3%A1n-Ein-St%C3%BCrmer-Politik-ebook/dp/B00M3UCF0I/ref=sr_1_15?ie=UTF8&qid=1517690061&sr=8-15&keywords=Orban

[4] https://www.welt.de/politik/ausland/article147130003/Fuer-Orban-sehen-die-Fluechtlinge-wie-Krieger-aus.html

[5] 30.1.2018 - https://derstandard.at/2000073328575/Wirtschaftsboom-in-Ungarn-Trotz-oder-wegen-Orban

[6] https://www.ihs.ac.at/fileadmin/public/2016_Files/Documents/Presseinfo_JuniPrognose2017.pdf

https://www.wko.at/service/zahlen-daten-fakten/wirtschaftslage-prognose.html

[7] http://derstandard.at/2838993/Reformstau-in-Ungarn

[8] https://kurier.at/politik/ausland/ungarn-kritik-an-oesterreich-orban-laesst-sich-von-faymann-nicht-aergern/153.251.326

[9] https://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/3825352/Heinz-Mayer_In-mir-steigt-der-blanke-Zorn-auf

[10] http://www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv/flash.pl?seite=19751223_A03;html=1

[11] http://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211/ZIB-2/13963383/Journalist-Lendvai-Orban-ist-gefaehrlichster-Politiker-Mitteleuropas/14230380

[12] Kindle-E-BookPosition 233

[13] http://www.politicalcapital.hu/our_partners.php

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2018 09:15

    Zur Vergangenheit von Ledvai Pal, alias Michael Cole dürfen keine Fragen öffentlich gestellt werden. Lendvai wird von den linken Medien, d.h. fast allen, insbesondere der ORF als Experte für "Osteuropa" Fragen hochstilisiert. In seine, wenig vom Wissen, mehr von der seiner Ideologie, geprägten Beiträgen zeichnet er sich durch eine Linkslastigkeit aus, dass manchmal der Eindruck entsteht das Wissensschif von Lendvai dümpelt mit dem Kiel nach oben. Seine Meinungen, die vom ORF als sakrosankt, unkritisch weiter verbreitet werden, stammen noch aus den Zeiten als Lendvai vom realen Marxismus-Leninismus geprägt wurde. Diese Prägung hat er nie überwunden. Ein ideologischer Doppelgänger von Merkel, die er bewundert. Der Unterschied ist, in Ungarn wäre jemand wie Lendvai nie an die Macht gekommen. Die nächste Diktatur mit Merkel an der Spitze, so etwas bringen nur die Deutschen fertig.
    Warum ist Lendvai gegen Orban und Ungarn ? Vorsorglich. Hat von und bei der AVO gelernt. Sollten weitere Dokumente erscheinen, die ihn als Zuträger der AVO belasten würden, wird Lendvai, als Motivauf seine Gegnerschaft zu der ungarischen Regierung hinweisen können.
    Lendvai ist ein Beispiel für eine misslungene Integration. Hat nie die Sprache des Gastlandes erlernt, lässt sich von den Feinden des Volkes seines Gastlandes bezahlen und schadet seinem Gastland in dem, dass er gegen die Nachbarstaaten hetzt.
    Fazit, Lendvais Meinung zu Ungarn ist irrelevant, von Polen, Tschechien versteht er nichts, zu Slowakei, Rumänien, Kroatien hat der eine uri ember Einstellung.

  2. Ausgezeichneter KommentatorReflektor
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2018 09:59

    Lendvais Leben ist ein Musterbeispiel für mehr als ein Doppelleben: Selbst auf seiner eigenen Homepage ( http://www.lendvai.at/Indexdeutsch2.htm ) ist über sein Leben kaum Substantielles zu erfahren, außer die alte Heldenstory vom politisch Verfolgten durch Kommunisten.
    Warum floh Lendvai 1956 (erst 1 Jahr) nach dem Ungarnaufstand (über Prag und Warschau) nach Wien, wo er nach nur 2 (!) Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt? Warum hat er sich nicht an der ungarischen Revolution 1956 beteiligt? Warum vernebelt er seine akademische Laufbahn? "Nach dem Krieg und einem anschließenden Jurastudium" (Wikipedia) (1947-49) erinnert frappant an unseres EX-Bundeskanzler Faymanns Lebenslauf-Stylings (Berufsausbildung: "Inskribierte sich in Jura."). Abschließen sollte man ein Studium natürlich auch noch! Dann auch noch die peinliche Verleihung der Ehrenprofessur auf Vorschlag des sozialistischen Wissenschaftsministeriums im Jahre 1980, die wohl in direktem Zusammenhang zu seiner Kreisky-Jubel-Biographie zu sehen ist.
    Und dann auch die nicht verstummenden Vorwürfe, ein kommunistischer Spitzel gewesen zu sein... ( https://diepresse.com/home/kultur/medien/611863/Ungarisches-Blatt-wirft-Paul-Lendvai-Spitzeltum-vor )
    Aich interessant: http://de.metapedia.org/wiki/Lendvai,_Paul

  3. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2018 08:32

    Dr. Elmar Forster,
    *****
    *****
    und extra **** für die trefflichen Zitate zum Thema:

    "Was Große tun, beschwatzen gern die Kleinen!" (Shakespeare)

    "Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt" (Balzac)

    "Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann." (Mark Twain)

  4. Ausgezeichneter KommentatorStern
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2018 15:36

    Die Zeit des linken Hofschranz-Tendenz-Journalismus geht langsam zu Ende. Das spürt auch Lendvai. Es gibt 2 Möglichkeiten am Ende des Lebens auf die eigenen Lebenslügen zu reagieren: Durch Einsicht und ein Mindestmaß an Sühne oder aber durch Hassattacken gegen andere. "Durch Hinschaun, nicht durch Wegschaun wird die Seele frei." (jüdisches Sprichwort). Was unterscheidet einen Philosophen von einem Journalisten-Mitläufer wie Lendvai: "Jeder Mensch lebt mindestens drei Leben: Ein tatsächliches, ein eingebildetes und ein nicht wahrgenommenes." (Thomas Bernhard)

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2018 18:09

    Was den EU-Gaunern (und auch in bestimmten Bereichen Verbrechern) derzeit ganz sauer aufstößt, aber unter der Decke gehalten wird, ist, dass bereits 1,5 Millionen Auslands-Ungarn (Banat, Rumänien, Ukraine, Slowakei) die ungarische Staatsbürgerschaft angenommen haben. Orban ist nicht nur ein hervorragender Vertreter seiner Heimat, er ist auch ein ganz schlauer Fuchs...

  6. Ausgezeichneter KommentatorBob
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2018 10:26

    Dieser Experte passt hervorragend zum ORF.

  7. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2018 23:12

    Warum nur fühle ich mich an den Gestaden der Güns (auf ungarischer Seite) von Tag zu Tag wohler...?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2018 23:22

    Lendvai passt ganz hervorragend zum ORF und stützt dessen Ruf. Das, was Lendvai sonst noch kann, ist völlig schamlos präpotent zu sein.

alle Kommentare

  1. Stern
    19. Februar 2018 19:06

    Lendvais irrationaler Orban-Hass zeigt sich, wenn er - um einen Orbansieg zu verhindern (Wahlen am 8.4.18) sogar mit der rechtsradikalen Jobbik-Partei spekuliert:
    "Die im Ausland wohl angesehenste ungarische Wissenschafterin, die Holocaustüberlebende und Philosophin Agnes Heller, hat (...) festgestellt, ohne Jobbik, (...) sei es unmöglich, die (...) Fidesz-Partei des Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu besiegen. Jobbik habe sich geändert, für die Entgleisungen der Vergangenheit öffentlich entschuldigt (...), während sich die Regierungspartei Fidesz mit ihren Hetzkampagnen gegen Zuwanderer, gegen die EU und gegen die ´Offene Gesellschaft´-Stiftungen von George Soros einen rechtsextremen Anstrich gegeben habe. Was immer Jobbik früher vertrat, rief Heller die Zuhörer und Leser auf: ´Bitte, meine Damen und Herren, Sie sollen sich die Nase zuhalten´ und zusammen mit Jobbik die allerletzte Möglichkeit nützen, um die Tragödie für Ungarn, nämlich weitere Jahrzehnte der Fidesz-Herrschaft, zu verhindern."
    Völlig unverständlich, wie Lendvai mit seiner jüdischen Holocaust-Erfahrung so etwas in Erwägung ziehen kann! (https://derstandard.at/2000069032428/Ungarn-Riskantes-Experiment - Lendvai-Kolumne 4.12.17)

    • Undine
      20. Februar 2018 08:12

      Lendvai ist ein niederträchtiger Falott! Er ist Bestandteil jenes fatalen Netzwerkes, das die ganze Welt umspannt. Ich hoffe, daß die Ungarn so viel Verstand haben, damit Orban als Sieger hervorgeht!

  2. Reinhold Sulz
    19. Februar 2018 11:22

    Eine Tour de Force, die diesen Namen verdient. Darin kommt aber so viel Information vor, dass ich Monate brauchen werde, das alles geistig zu verdauen.
    Lendvai war Schüssel wohlgesinnt. Er hat das nachvollziehbar argumentiert. Das hat mich stutzig gemacht. Er hat sich aus dem sozialdemokratischen Milieu herausbewegt. Zu einer Zeit, wo das Wort "Schüssel" in linken Keisen als das Böse schlechthin galt.
    Es kann schon sein, dass wir es bei Lendvai mit einer unabhängigen Intellektualität zu tun haben, die so gewaltig unabhängig ist, dass sie bei uns keiner versteht. Weil bei uns immer alle politisch wirksamen einordenbar sein müssen.
    Deshalb gilt: Obiger Beitrag ist äußerst interessant. Die Äußerungen Lendvais sind es. Orban ist ernst zu nehmen.

    Die Schlüsse daraus ziehen muss dann jeder selber. Und, O graus: Keiner weiß, was rauskommt beim Nachdenken. Viele sagen aber, was rauskommen muss.

    Journalismus schafft nie Wahrheit. Er schafft Gedankengrundlage - wenn er gut ist.

  3. fewe (kein Partner)
    16. Februar 2018 23:22

    Lendvai passt ganz hervorragend zum ORF und stützt dessen Ruf. Das, was Lendvai sonst noch kann, ist völlig schamlos präpotent zu sein.

  4. kremser (kein Partner)
    16. Februar 2018 13:05

    Orban hatte als einer von wenigen auch noch persönlichen Kontakt zum späten Helmut Kohl. Es ist sehr aufschlußreich, was Orban über die Gespräche mit Kohl berichtet. Das kommt einem vor wie aus einer längst vergangenen Zeit. Ich glaube wird sind wirklich in einer postdemokratischen Periode angekommen.

  5. Skura
    15. Februar 2018 09:30

    Ledvai soll 1953 als Politisch-Unzuverlässiger für 8 Monate eingesperrt worden sein (siehe http://www.lendvai.at/Indexdeutsch2.htm ): Während andere Oppositionelle von damals wegen "Hören von Westsendern" drei Jahre hinter Gittern verschwanden und auch gefoltert wurden, setzte Lendvai nach 3 Jahren Berufsverbot seinen "Journalismus" im freien Westen fort.
    Wir im Westen sind so naiv wie ein Kind, das das erste Mal eine Straßenbahn sieht:
    Von einem ehemaligen Rumänien-Deutschen weiß ich, dass manche sogenannte Ceausescu-""Flüchtlinge in Wirklichkeit Geheimdienst-Schergen der Securitate waren; einer von denen soll dann schnell in Österreich eine Zahnarztpraxis eröffnet haben...
    Natürlich gab es auch im Westen Spitzel der kommunistischen Geheimdienste, die die Exil-Ungarn unterwanderten... Für Lendvai gilt die Unschuldsvermutung.

  6. glockenblumen
    15. Februar 2018 09:25

    Lendvai wird Herrn Orban niemals das Wasser reichen können!!

    • Stern
      15. Februar 2018 09:31

      Er wird ihn auch nicht überleben... "Der Tod ist die beste Erfindung der Natur: Er schafft Platz für Neues." (Steve Jobs)

  7. oberösi
    14. Februar 2018 23:12

    Warum nur fühle ich mich an den Gestaden der Güns (auf ungarischer Seite) von Tag zu Tag wohler...?

    • Reflektor
      15. Februar 2018 09:17

      Weil die Ungarn ein sehr welt-offenes und tolerantes Volk sind, solange man sie in ihrer Gastfreundschaft nicht verarscht...

  8. Erich Bauer
    14. Februar 2018 18:09

    Was den EU-Gaunern (und auch in bestimmten Bereichen Verbrechern) derzeit ganz sauer aufstößt, aber unter der Decke gehalten wird, ist, dass bereits 1,5 Millionen Auslands-Ungarn (Banat, Rumänien, Ukraine, Slowakei) die ungarische Staatsbürgerschaft angenommen haben. Orban ist nicht nur ein hervorragender Vertreter seiner Heimat, er ist auch ein ganz schlauer Fuchs...

  9. Stern
    14. Februar 2018 15:36

    Die Zeit des linken Hofschranz-Tendenz-Journalismus geht langsam zu Ende. Das spürt auch Lendvai. Es gibt 2 Möglichkeiten am Ende des Lebens auf die eigenen Lebenslügen zu reagieren: Durch Einsicht und ein Mindestmaß an Sühne oder aber durch Hassattacken gegen andere. "Durch Hinschaun, nicht durch Wegschaun wird die Seele frei." (jüdisches Sprichwort). Was unterscheidet einen Philosophen von einem Journalisten-Mitläufer wie Lendvai: "Jeder Mensch lebt mindestens drei Leben: Ein tatsächliches, ein eingebildetes und ein nicht wahrgenommenes." (Thomas Bernhard)

  10. Bob
    14. Februar 2018 10:26

    Dieser Experte passt hervorragend zum ORF.

  11. Reflektor
    14. Februar 2018 09:59

    Lendvais Leben ist ein Musterbeispiel für mehr als ein Doppelleben: Selbst auf seiner eigenen Homepage ( http://www.lendvai.at/Indexdeutsch2.htm ) ist über sein Leben kaum Substantielles zu erfahren, außer die alte Heldenstory vom politisch Verfolgten durch Kommunisten.
    Warum floh Lendvai 1956 (erst 1 Jahr) nach dem Ungarnaufstand (über Prag und Warschau) nach Wien, wo er nach nur 2 (!) Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt? Warum hat er sich nicht an der ungarischen Revolution 1956 beteiligt? Warum vernebelt er seine akademische Laufbahn? "Nach dem Krieg und einem anschließenden Jurastudium" (Wikipedia) (1947-49) erinnert frappant an unseres EX-Bundeskanzler Faymanns Lebenslauf-Stylings (Berufsausbildung: "Inskribierte sich in Jura."). Abschließen sollte man ein Studium natürlich auch noch! Dann auch noch die peinliche Verleihung der Ehrenprofessur auf Vorschlag des sozialistischen Wissenschaftsministeriums im Jahre 1980, die wohl in direktem Zusammenhang zu seiner Kreisky-Jubel-Biographie zu sehen ist.
    Und dann auch die nicht verstummenden Vorwürfe, ein kommunistischer Spitzel gewesen zu sein... ( https://diepresse.com/home/kultur/medien/611863/Ungarisches-Blatt-wirft-Paul-Lendvai-Spitzeltum-vor )
    Aich interessant: http://de.metapedia.org/wiki/Lendvai,_Paul

  12. pressburger
    14. Februar 2018 09:15

    Zur Vergangenheit von Ledvai Pal, alias Michael Cole dürfen keine Fragen öffentlich gestellt werden. Lendvai wird von den linken Medien, d.h. fast allen, insbesondere der ORF als Experte für "Osteuropa" Fragen hochstilisiert. In seine, wenig vom Wissen, mehr von der seiner Ideologie, geprägten Beiträgen zeichnet er sich durch eine Linkslastigkeit aus, dass manchmal der Eindruck entsteht das Wissensschif von Lendvai dümpelt mit dem Kiel nach oben. Seine Meinungen, die vom ORF als sakrosankt, unkritisch weiter verbreitet werden, stammen noch aus den Zeiten als Lendvai vom realen Marxismus-Leninismus geprägt wurde. Diese Prägung hat er nie überwunden. Ein ideologischer Doppelgänger von Merkel, die er bewundert. Der Unterschied ist, in Ungarn wäre jemand wie Lendvai nie an die Macht gekommen. Die nächste Diktatur mit Merkel an der Spitze, so etwas bringen nur die Deutschen fertig.
    Warum ist Lendvai gegen Orban und Ungarn ? Vorsorglich. Hat von und bei der AVO gelernt. Sollten weitere Dokumente erscheinen, die ihn als Zuträger der AVO belasten würden, wird Lendvai, als Motivauf seine Gegnerschaft zu der ungarischen Regierung hinweisen können.
    Lendvai ist ein Beispiel für eine misslungene Integration. Hat nie die Sprache des Gastlandes erlernt, lässt sich von den Feinden des Volkes seines Gastlandes bezahlen und schadet seinem Gastland in dem, dass er gegen die Nachbarstaaten hetzt.
    Fazit, Lendvais Meinung zu Ungarn ist irrelevant, von Polen, Tschechien versteht er nichts, zu Slowakei, Rumänien, Kroatien hat der eine uri ember Einstellung.

    • Stern
      14. Februar 2018 10:03

      Lendvai ist bestes Beispiel für einen politischen Scharlatan im Windschatten des Stalinismus und eines Pantoffelhelden des österreichische "Kriecher"-Sozialismus, dem er aufgrund fehlender eigener akademischer, journalistischer und sprachlicher Fähigkeiten alles zu verdanken hat...

    • Konfrater
      14. Februar 2018 16:59

      Durch Kontakte zu Exil-Ungarn weiß ich etwas mehr über die Biographie Lendvais, als den veröffentlichten Quellen zu entnehmen ist. Es reicht aus, um mir den Herrn extrem unsympathisch zu machen.

  13. Wyatt
    14. Februar 2018 08:32

    Dr. Elmar Forster,
    *****
    *****
    und extra **** für die trefflichen Zitate zum Thema:

    "Was Große tun, beschwatzen gern die Kleinen!" (Shakespeare)

    "Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt" (Balzac)

    "Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann." (Mark Twain)





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