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Der Bildungsminister als Rufmörder

Noch im alten Jahr wurde einer der renommiertesten Bildungsexperten, den Österreich zu bieten hat, der Rektor der Pädagogischen Hochschule NÖ, DDr. Erwin Rauscher, unter einem fadenscheinigen Vorwand suspendiert. Wie die Staatsanwaltschaft nun festgestellt hat, ist absolut nichts an diesen Vorwürfen dran. Suspendiert wurde der 75-Jährige von einem völlig unerfahrenen 35-jährigen Mann, der sein ganzes berufliches Leben entweder auf Kosten der Steuerzahler seine Schulbildung genossen hat oder dann, soweit auf der Seite der NEOS ersichtlich, ausschließlich politische Ämter innehatte und daher wieder nur vom Steuergeld naschte.

Rauscher war Pädagoge, leitete Schulen und Hochschulen, hielt Vorträge und hat sich unermüdlich für das Wohl der Menschen eingesetzt. Dies tat er nicht, um sich wie Bildungsminister Christoph Wiederkehr nach vorne zu drängen, sondern weil ihm die Menschen ein Anliegen sind und nicht, weil er auf Instagram oder einer anderen Plattform für von Narzissmus geprägte Menschen Aufmerksamkeit generieren möchte.

In unserer Republik des Neides sind Ausnahmetalente ohnehin rar gesät, und das Land ist arm an Genies. Nein, gemeint ist nicht Wiederkehr, sondern Rektor Rauscher. Wer Erwin Rauscher und Christoph Wiederkehr bei einem öffentlichen Auftritt miterlebt hat, der weiß wer von beiden ein Experte und wer ein Quatschkopf ist. Ich überlasse Ihnen, werte Leser, die Zuordnung.

Wiederkehr hat keinerlei Berufserfahrung außerhalb der Politik, aber maßt sich an, einen Top-Pädagogen zu suspendieren und ihn verächtlich zu machen? Sich das ganze Leben von den Erwerbstätigen finanzieren lassen, aber eine Intrige gegen einen so wertvollen Pädagogen unterstützen und ihn aus dem Amt entfernen? Es ist eine Schande, ein Skandal, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und Rufmord!

Erwin Rauscher hat während der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 sofort angepackt. Während Wiederkehr irgendwelche pinken Versprechungen machte und vom jugendlichen Leichtsinn geprägte Fotos im Internet gepostet hat, hat mich Erwin Rauscher als Leiter der Betreuungsstelle Traiskirchen sofort angerufen, dem Staat in der Krise Unterstützung angeboten und hat unverzüglich begonnen zu helfen. Keinen Orden hat er dafür bekommen. Keinen Dank.

Aber dann kommt ein professioneller Politikschauspieler ohne Berufserfahrung und suspendiert einen Topexperten, der sein ganzes Leben wirklich etwas für Österreich getan hat. Erwin Rauscher wurde durch eine missbräuchliche Handlung eines Ministers geschädigt. Hier darf § 302 Strafgesetzbuch in Erinnerung gerufen werden: "Ein Beamter, der mit dem Vorsatz, dadurch einen anderen an seinen Rechten zu schädigen, seine Befugnis, im Namen des Bundes, (…) als deren Organ in Vollziehung der Gesetze Amtsgeschäfte vorzunehmen, wissentlich missbraucht, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen."

Ein Minister ist in der Terminologie des Strafgesetzbuches Beamter. Rauscher wurde in seinen Rechten massiv geschädigt, und für den Minister, der auch Jus studiert hat, gilt ein sehr hoher Sorgfaltsmaßstab. Daher musste er wissen, dass diese Suspendierung unzulässig war.

Es obliegt selbstverständlich ausschließlich der unabhängigen Justiz, über die Strafbarkeit zu befinden, aber jeder und jedem steht es frei, das unfaire, intrigante Agieren eines unerfahrenen Ministers gegen einen erfahren, engagieren Rektor in Österreich mit seiner eigenen Meinung und seinem persönlichen Urteil zu würdigen.

 

Franz Schabhüttl, vormals langjähriger Leiter der BS Ost und Bestsellerautor. Bücher "Brennpunkt Traiskirchen" und "Grenzenloser Zustrom".

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