Türkis-Grün: Wer tatsächlich das Sagen hat

Sebastian Kurz galt bis vor kurzem als Zukunftshoffnung der europäischen Konservativen. Sein Stern scheint aber zu sinken, sein Image ist jedenfalls ramponiert. Das hat einen Grund: Kurz hat seinen grünen Koalitionspartner massiv unterschätzt.

Weder die Türkisen noch viele Bürger scheinen begriffen zu haben: Der von langer Hand geplante Ibiza-Putsch war nur einer von vielen gezielten Angriffen aus dem linken Lager, die die dauerhafte Installierung einer linken Regierung und die langfristige Schwächung der bürgerlichen und rechten Kräfte zum Ziel haben. Da es in Österreich seit vielen Jahren eine bürgerlich-rechte Mehrheit gibt, greift die Linke zu unsauberen Mitteln.

Eine Demokratie ist für viele Linke nur so lange die beste aller Herrschaftsformen, solange sie an der Macht sind. Haben sich die Bürger "verwählt", müssen sie die Gutmenschen wieder auf den richtigen Weg bringen, etwa mit der Veröffentlichung manipulativ ausgewählter Videoschnipsel eines von Halbweltgestalten gedrehten Schmuddelvideos aus Ibiza.

Sebastian Kurz hat den Ibiza-Putsch auf den ersten Blick gut überstanden, hat zum Teil sogar davon profitiert, er wurde damit aber in eine Polit-Falle gelockt. Kurz ging eine Koalition mit den Grünen ein. Er wurde zu diesem Schritt von vielen Seiten massiv gedrängt. Unter anderem aus Brüssel, Berlin, von den Medien, dem Bundespräsidenten und den grünaffinen Alt-ÖVP-Politikern aus den westlichen Bundesländern.

Kurz tappte in die Falle, legte sich mit seinem unerbittlichsten politischen Gegner ins Bett. Die Koalition mit den Grünen schien für Kurz und die Türkisen verlockend. Endlich Ruhe nach den monatelangen Medienkampagnen und Attacken gegen die FPÖ und damit indirekt auch gegen die ÖVP. Endlich kein politisches Schmuddelkind, sondern ein von Medien, Kultur und Intellektuellen geliebter, linker politischer Vorzugsschüler an ihrer Seite. Damit wären sowohl die linken Eliten in Brüssel und daheim als auch die Kollegen von der EVP zufriedengestellt, so seine Überlegung.

Schließlich mag fast jeder Konservative und Bürgerliche dazugehören, zu den tonangebenden links-"liberalen" Kreisen. Nichts wollen viele Konservative lieber, als endlich auch einmal nett mit Armin Wolf in der ZiB2 zu plaudern, anstatt verhört zu werden, vom linken Falter zum "Hero der Woche" gewählt zu werden, gemeinsam mit Harald Krassnitzer in eine Seitenblicke-Kamera zu grinsen, mit Thomas Maurer Rotwein zu verkosten oder von Stefanie Sargnagl lobend erwähnt zu werden.

Kurz will auch dazugehören. Dafür ist er bereit, viel zu tun. Doch je mehr sich Bürgerliche bei Linken einschleimen, desto mehr werden sie von ihnen gehasst bzw. verachtet. Die katholische Kirche ist dafür ein ebenso gutes wie abschreckendes Beispiel. Sie ist in ihrer Anbiederung und Harmoniesucht so weit gegangen, sich selbst aufzugeben und sich in eine Allerwelts-NGO zu verwandeln, nur um von den Linken ein bisserl geliebt zu werden. Ohne Erfolg.

Und, so dachte Kurz wohl, was könne schon schiefgehen mit 37,5 Prozent Wählerzustimmung im Rücken gegenüber den mageren 14 Prozent der Grünen. Was für eine Fehleinschätzung. Nach etwas mehr als einem Jahr gemeinsam mit den Grünen in der Regierung ist die ÖVP zerzaust und angeschlagen, die Umfragewerte sinken, Sebastian Kurz und sein engstes Umfeld werden von Justiz und Medien gejagt, das Strahlemann-Image ist matt geworden. Und weder Armin Wolf noch Helmut Krassnitzer oder Florian Klenk haben ihn lieb. Ganz im Gegenteil. Im linken Ranking der politischen Bösewichter ist Kurz drauf und dran mit Jörg Haider, Herbert Kickl und Wolfgang Schüssel gleichzuziehen. Deutsche Journalisten haben ihn sogar schon mit Hitler verglichen.

Wie schon bei Ibiza mischen auch jetzt wieder die deutschen Linken im Kampf gegen alles, was in Österreich bürgerlich oder rechts ist, mit. Das ZDF strahlte unlängst einen Beitrag mit dem Titel aus: "Skandale, Amigos und Wiener Filz. Die Entzauberung von Kanzler Kurz". Das Resümee des ZDF "Basti Fantasti, das war einmal".

Die Jagdsaison auf Basti ist eröffnet, da hilft auch die Corona-Pandemie nicht mehr. Der Ibiza-Putsch, an dem tatsächlich alle linken Kräfte des Landes mehr oder weniger intensiv beteiligt waren, von den Medien über Teile der Justiz bis hinauf zum Bundespräsidenten, kann aus deren Sicht nur ein Teilerfolg gewesen sein, zumal eine konservativ-rechte Koalition aus zwei feindlichen Parteien und eine konservativ-linke immer noch aus einer feindlichen Partei besteht. Das Ziel aber ist eine links-linke oder linke Regierung.

Deshalb arbeiten dieselben Kräfte wie bei Ibiza nun an der Demontage der Türkisen. Die treibende Kraft dahinter ist der ÖVP-Regierungs-"Partner". Über Jahre haben die Grünen ihre Leute an wichtigen Schaltstellen in Staat und Gesellschaft platziert. Seit sie in der Regierung sitzen, haben sie diesen Prozess beschleunigt. Die linken Medien ignorieren die massiven grünen Umfärbungen in Ministerien, Ämtern, staatlichen und staatsnahen Institutionen. Einzig das neue ÖVP-nahe Medium "Exxpress" hat den Postenschacher der Grünen bisher thematisiert: "13 Top-Jobs neu besetzt – wie die Grünen Spitzenposten umfärben."

Was bei bürgerlichen und rechten Parteien umgehend Skandale auslöst, die über Wochen die Schlagzeilen beherrschen, wird bei den Grünen von den Medien komplett ignoriert. Man hat schließlich dieselben Interessen und Ziele.

Das hat Kurz völlig falsch eingeschätzt. Er hat sich nicht mit einer 14-Prozent-Partei eingelassen, sondern mit einer politischen Kraft, deren Funktionäre, Verbündete und Sympathisanten sich in allen relevanten und meinungsbildenden Bereichen von Staat und Gesellschaft breit gemacht und festgesetzt haben. Und sie missbrauchen die mit diesen Positionen verbundene Macht, stellen sich in den Dienst der "guten" Sache. Sie klopfen sich dafür gegenseitig auf die Schulter, verleihen sich gegenseitig Zivilcourage-Preise etc.

Für Haltungsbeamte oder Haltungsjuristen kommt zuerst die Ideologie, erst dann – wenn überhaupt – der Rechtsstaat. Zu befürchten haben sie nichts. Man ist in seiner Blase ausschließlich von Genossen umgeben.

Von größter Bedeutung für die Grünen sind Justiz und Medien. Dass die Justiz gerade besonders eifrig gegen ÖVP-Politiker vorgeht, ist kein Zufall, sondern Teil der grünen Strategie und Reaktion auf die koalitionsinternen Auseinandersetzungen.

Und was der Justiz bei den Wühlarbeiten und Ermittlungen gegen ÖVP-Politiker in die Hände fällt, taucht, so wie man es auch von der FPÖ kennt, in den linken Medien auf, selbst wenn es sich um private und intime Details handelt, die nichts mit den jeweiligen Vorwürfen zu tun haben. Weite Teile der Justiz sind zu einem Machtinstrument der Grünen verkommen. Mit einem Rechtsstaat hat das nicht mehr viel zu tun.

Was aber kaum jemanden stört, ja nicht einmal thematisiert wird, da die sogenannte vierte Macht, die Medien, und die linken NGOs vulgo Zivilgesellschaft, sich nur dann öffentlichkeitswirksam um Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte sorgen, wenn diese – angeblich – von bürgerlicher oder rechter Seite bedroht werden.

Deshalb steht auch Justizministerin Zadic nicht unter Druck, obwohl immer und immer wieder Daten aus Verfahrensakten bei linken Medien landen. Aber nur solche, die ÖVP- und FPÖ-Politikern schaden. Das fällt sogar dem einen oder anderen Linken auf, der kein gestörtes Verhältnis zu Demokratie und Rechtsstaat hat. Etwa dem Jugendforscher Bernhard Heinzelmaier. Er schreibt: "Nach der undichten Stelle wird auch nicht ermittelt, möglicherweise will man die poröse Membran zu den toxischen Teilen der PR-Branche durchlässig halten, damit weiterhin Ermittlungsabfälle durchsickern können."

Diese Ermittlungsabfälle sind die Munition, Medien wie Falter und ORF die Waffen der Grünen. Sogar das Höchstgericht hat diese Praxis – erfolglos – kritisiert. Demnach sollten Staatsanwaltschaften mehr darauf achten, dass bei Ermittlungen nur solche Beweismittel zum Akt genommen werden, die mit dem jeweiligen Strafverfahren zu tun haben und keine "Zufalls"-Funde über Privatangelegenheiten. "Die Praxis, einfach alles mitzunehmen, um darin nachher Verfängliches zu suchen, solle damit abgestellt werden", berichtet "Die Presse".

Das hat der von einem Grün-Politiker aufgebauten Korruptionsstaatsanwaltschaft nicht gefallen. Einige Mitarbeiter der WKStA haben die Verfasserin des "Presse"-Artikels wegen übler Nachrede, öffentlicher Beleidigung einer Behörde und Verleumdung angezeigt. Ein deutliches Signal: Niemand legt sich mit uns ungestraft an.

Kurz hat dagegen bisher kein Rezept gefunden. Sein Vorschlag, einen "unabhängigen Bundesstaatsanwalt" zu installieren, zeigt seine Macht- und Hilflosigkeit in dieser Auseinandersetzung. Sich mit den Grünen einzulassen, war ein Fehler, ihnen auch noch das Justizressort zu überlassen, kommt einem politischen Selbstmord gleich.

Gegen die geballte Macht der Grünen und ihrer Verbündeten in Justiz, Medien, Kultur, Universitäten, NGOs etc. scheint auch das Polit-Talent Kurz auf verlorenem Posten zu stehen. Die nächste schwere Regierungskrise bzw. der nächste linke Staatstreich dürften unmittelbar bevorstehen.

Dieses unsaubere Macht- und Intrigenspiel wird sich so lange wiederholen, bis die SPÖ und die Grünen mit Unterstützung der pseudoliberalen Neos die Stimmenmehrheit erringen. Es sei denn, Kurz und auch die FPÖ erkennen, dass man die Grünen bzw. Linken nicht nur in der politischen und demokratischen Arena besiegen muss, um zu gewinnen.

Werner Reichel ist Autor und Journalist. Er hat zuletzt das Buch "Europa 2030 – Wie wir in zehn Jahren leben" bei Frank&Frei herausgegeben.

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alle Kommentare

  1. Hoki

    @Werner Reichel:
    Perfekt formuliert.
    Perfekt aufbereitet.
    Perfekt die Schlüsse gezogen.
    Aus meiner Sicht nicht perfekt Ihr Conclusio: Denn, wie will man einen, so wie mich, seit 25 Jahren in den Niederungen der Kommunalpolitik tätig, dazu bringen, mit den Schwarzen (Türkise gibt es ja im ländlichen Österreich nicht) zusammenzuarbeiten? Da ist mir jeder Sozi lieber; die sind links, das weiß man, aber die stehen wenigstens zu ihrem Wort und sind damit kalkulierbar. Es wird kaum jemand geben, der sich traut, das letztgenannte Adjektiv mit den Schwarzen in Verbindung zu bringen.



  2. WFL

    Werner Reichel, perfekt formuliert!
    Der von Ihnen vorhergesagte nächste Links-Putsch steht unmittelbar über den Ibiza-Ausschuss bevor,
    man beachte nur, wie sich der ORF in Kampagnen-Modus bringt.

    Man kann nur hoffen, dass die FPÖ endlich aufwacht und mit diesen Spielchen aufhört.

    Denn sonst kommt die nächste ewige ÖVP+SPÖ-Regierung und dann wird Kurz langsam zu Tode geröstet....!



  3. Kaltverformer (kein Partner)

    Den Landeshauptleuten ist ihre halbe Stunde um 19.00 so wichtig, dass sie die Bundes-ÖVP immer und immer wieder über die Klinge springen lassen.
    Die Forderung den ORF zu privatisieren ist nach wie vor evident.

    Das befreit Kurz nicht von dem Sündenfall, mit den Grünen (eine Ansammlung von Marxisten, Maoisten, Kommunisten und sonstigen Gesellschaftszerstörern) eine Koalition eingegangen zu sein, nur um seinen Platz an der Sonne zu sichern.
    Es befreit ihn auch davon nicht, nicht zu erkennen, wo der wahre Feind der freiheitlichen Demokraten sitzt.

    Die ÖVP versteht nicht, dass die geballte Macht der linksgrünen Propagandamaschine nichts mit dem Wahlverhalten der Österreicher zu tun hat.



  4. An die Ahnungslosen (kein Partner)

    Kurz? Nie kommt aus dem Kopf mehr heraus als drinnen ist.

    Meine an Alzheimer verstorbene Mutter hatte helle Momente:

    Politik in Österreich? Wer den Eindruck vermittelt uns Alten den Arsch zärtlicher auszuwischen gewinnt. Falls der mich besucht werde ich ihm mit meiner letzten Kraft in die Eier treten - und ich werde ins Leere treten.



  5. Sandokan (kein Partner)

    Ja eh, an manchen Punkten sind Bruchlinien erkennbar.
    Wie eben im Fall der Justiz.
    Wobei, geht es dort tatsächlich um politische Grundsatzfragen oder nicht doch eher mehr um reine (interne) Machtkämpfe?

    Aber als Gegenbeispiel, Zadic wie Kurz gehören beide zum Dunstkreis des World Economic Forums, bzw dort angeschlossener Organisationen.
    ÖVP und Grüne kommunizieren jeweils eine unterschiedliche Politik, aber was manifestiert sich denn dann in der Realität?
    Siehe etwa in Sachen Migration.

    Die Schwesterpartei CDU ist, was die Austauschbarkeit der Politik betrifft, ein abschreckendes Beispiel für eine Entwicklung die es auch in der ÖVP seit langem gibt.



    • an_sandokan_1 (kein Partner)

      Sandokan: Sie schreiben:

      "ÖVP und Grüne kommunizieren jeweils eine unterschiedliche Politik, aber was manifestiert sich
      denn dann in der Realität? Siehe etwa in Sachen Migration."

      Was meinen Sie denn damit ? Sie werden doch nicht etwa den brutalen Streit zwischen den Türkisen und den
      Grünen wegen der letzten Abschiebung von gut integrierten (no na) illegal aufhältigen "Flüchtlingen"
      verschlafen haben ! Die Migrationspolitik der Türkisen ist inhaltlich fast identisch mit der der FPÖ; sie
      ist zwar im Ton gemäßigter, aber nicht im Inhalt.

    • an_sandokan_2 (kein Partner)

      Kurz danach fand ja dann auch die Justizattacke der Grünen gegen die Türkisen und ihnen Nahestehende
      statt. Kurz und Zadic Gemeinsamkeiten zuzuschreiben ist schwierig, zumindest dann, wenn man sich an
      den Tatsachen orientiert. Ihre diesbezügliche Bemerkung (Zadic wie Kurz gehören beide zum "Dunstkreis des
      World Economic Forums"...) finde ich unverständlich. Aber vielleicht können Sie uns ja erklären, was GENAU
      Sie damit meinen.

      Diese zwei Parteien, Türkise und Grüne, sind weltanschaulich fundamental verschieden, das Regierungsprogramm beruht darauf, daß gewisse Positionen des jeweiligen Regierungspartners toleriert werden - sei es auch entgegen der
      eigenen Überzeugung.

  6. soweit3 (kein Partner)

    Wird Kickl dann weiter "Kurz muß weg" Kappl tragen, wenn ALLE GEMEINSAMEN ZIELE DER FPÖ UND ÖVP
    zu Grabe getragen werden ? Zuzutrauen wäre es diesem Mann, den ich einmal für intelligent gehalten habe.



    • elfenzauberin

      Eine schwarz-blaue Koalition ist nur ohne Kurz möglich. Warum soll sich die FPÖ wieder mit der Braut ins Bett legen, die ihr das Hackl ins Kreuz geschmissen hat?

      Eine schwarz-blaue Koalition? - ja, warum nicht, aber ohne der türkisen Buberlpartie.

    • Brigitte Imb

      S/B ohne Marionetten.
      Aber gibt's bei den Schwarzen noch andere? Sind die nur momentan ruhig gestellt? Ich glaub's nicht.

  7. soweit2 (kein Partner)

    verwendet ihr Hirn und schmiedet raffinierte Intrigen während sich die Rechte selbst zerfleischt.

    Wie soll es eigentlich weitergehen ? Irgenwann einmal sind wieder Wahlen. Die FPÖ Parteimitglieder sind
    zwar mehrheitlich begeistert von Kickl. Aber sind auch die Wähler begeistert von dieser extremen FPÖ. Sieht
    nicht so aus, wenn man sich die Umfragen ansieht. Umgekehrt ist der Verlust der OVP relativ gering, jedenfalls im Vergleich mit dem medial herbeigeredeten (erhofften). Die Türkisen werden Platz 1 wahrscheinlich mit deutlichem Vorsprung halten; wenn es aber eine Rot-Grün-Pinke Mehrheit gibt, dann werden diese Parteien
    auch eine Regierung bilden.

    Wird Kickl dann weiter "Kurz muß weg"



  8. soweit (kein Partner)

    Soweit Exzellente Analyse. Danke !

    Zu erwähnen wäre nur noch, daß nicht nur die vereinigte Linke an der Installierung einer linken (Rot-Grün-Pink) Mehrheit arbeitet, sondern auch die unter der effektiven Führung von Kickl stehende FPÖ.

    Kurz hat mit seiner Forderung nach Absetzung des Innenministers Kickl, die zum Ende der ÖVP-FPÖ
    Koalition führte, einen schweren Fehler begangen. Man kann sagen, er ließ sich einlullen, tappte in
    die Falle; sehr schön oben beschrieben.

    Die Reaktion der unter der effektiven Führung von Kickl stehenden FPÖ ist ein Rachefeldzug sondergleichen,
    der übers Ziel schießt und der Linken HILFT ! Weniger Emotion und mehr Hirn ist gefragt. Die politische Linke



  9. Alexander Huss

    Eine hervorragende Analyse.

    Ich selbst wurde immer wieder ausgelacht, als ich einst im Bekannten- und Freundeskreis davor warnte, dass die Grünen allesamt aus dem bolschewistischen Eck kommen.

    Ein beredtes Beispiel ist die mittlerweile abgesägte, ehemalige Innsbrucker Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl. Ich kenne sie seit meiner Studentenzeit, sie bezeichnete sich damals als Marxistin. Als die Grünen aufkamen, war sie plötzlich grün.

    Ich habe ihr das nie abgenommen und es auch ihr gesagt. Nach der letzten Gemeinderatswahl in Innsbruck traf ich sie im Rahmen eines Straßenfestes und frage sie, wann sie denn endlich daran denke, Verantwortung zu übernehmen anstatt in der Stadtregierung Opposition zu betreiben.

    Sie würde das Ressort Stadtplanung übernehmen, antwortete sie. Immerhin.



  10. Dr. Hans Christ (kein Partner)

    Wenn mir einer einreden will, dass die türkise Partie nichts vom Ibiza-Video gewusst hat, dann zweifle ich an dessen
    a) Intelligenz oder b) Redlichkeit.
    Kurz, das Ibiza Opfer? Da lachen die Hühner!
    Außerdem hätte es genügt, einen neuen Vizekanzler zu installieren. Aber die schwarze Mafia hat ja unbedingt das Innenministerium zurück haben wollen.
    Also bitte keine falschen Sentimentalitäten bezüglich unseres Maturanten.



  11. sokrates9

    So clever und planend wie Kurz dargestellt wird ist er meines Erachtens nicht. Kurz ist perfekte Marionette diverser player im Hintergrund die langfristig ihren geplanten Weg gehen unter Anwendung akller kriminellen Mittel. Bestes Beispiel : Ibiza: Da wurde lange und geldintensiv an dieser Falle gebastelt und es hat lange gedauert bis die Bombe hochging!
    Spricht eigentlich für Strache dass man in ihm Gefahr sah! Glaube nicht sdass wer für Rendi Wagner oder viele andere Witzfiguren eine Falle basteln würde! :-)



  12. Riese35

    Warum verwenden wir eigentlich immer ihren Tarnnamen "Grüne"? Warum nennen wir sie nicht nach ihrer wirklichen Herkunft Trotzkisten? Das sind ihre direkten und geradlinigen politischen Wurzeln. Was hier abläuft, ist die kommunistische Machtübernahme nach Lenin und Trotzki gemäß Lehrbuch. Umwelt und Klima sind ihnen genau so viel und so wenig ein Anliegen, wie seinerzeit die soziale Frage der Arbeiter Lenin und Trotzki ein Anliegen war, auch wenn es damals wie heute viele gutgläubige Mitläufer gibt, die sich vor allem in religiös-bürgerlichen Gesellschaftsschichten finden.

    Daß Kurz das alles selbst in seiner ganzen Tragweite durchschaut, glaube ich auch nicht. Dafür ist er zu jung und zu ehrgeizig. Und genau dashalb hat man ihn zum Kanzler gemacht. So gesehen stimme ich durchaus der Fallentheorie zu, in die Kurz hineingetappt ist. Aber er ist willig und spielt mit. Aus der Verantwortung kann man ihn deshalb nicht entlassen.

    Daß die ÖVP und EVP aber fest in anderer Hand sind, sieht man an der Position und am Wirken Othmar Karasens: Kurz hat ihn nicht entmachtet, sondern sogar vorausgeschickt. Karas hat sich für VdB bei der BP-Wahl ins Zeug gelegt. Konservative Kräfte sind in der ÖVP "willkommen", so lange sie maximal 49% in dieser Organisation ausmachen, um Wählersimmen zu angeln und diese dann wie ein Blitzableiter totlaufen zu lassen, damit diese nicht wirklichen Oppositionsparteien anheimfallen. In der Sache etwas zu bewirken, ist diesen Kräften allerdings strengstens untersagt. Darauf achtet man penibel.



    • Freisinn

      Völlig richtig! Da konnte man bei der Gründung der Grünen an der Universtiät Wien beobachten, wie plötzlich verbitterte Kommunisten zu den Grünen übergelaufen sind: diese waren vorher kaum beachtet worden zu spinnös waren deren Vorstellungen. Dies änderte sich schlagartig, nachdem sie grün geworden waren. Das war eine feindliche Übernahme - nichts anderes. Die Bezeichnung Trotzkisten kommt der Wahrheit ziemlich nahe.

  13. otti

    Herr Reichel - wie immer TOP !!!

    Ich habe keine Unterlagen dazu, ausgenommen meiner Erinnerung: an dem nächsten Freitag nach den Ibiza Veröffentlichungen und dem Rücktritt von Strache, hat Kurz die Weiterführung der Regierung FIX verkündet. Am nächsten Tag, Samstag VORMITTAG, zeigte das Fernsehen eine Auffahrt von "schwarzen Limousinen" vor dem Bundeskanzleramt.
    Am Nachmittag desselben Samstag, hat Kurz die Regierung über die Bande Kickl aufgelöst.
    Weiß irgendjemand, wer in diesen Steuerkarossen, den schwarzen, drinnen saß ??



  14. Jim Panse

    ..haben die Grünen als nützliche Idioten ausgedient, weil Ziel erreicht, werden sie vermutlich ebenfalles entsorgt werden, die globale Diktatur der Finanzeliten benötigt keine Parteien mehr.
    Noch haben wir scheinbar Pluralismus



  15. pressburger

    Ausgezeichnet. Kurz wurde für diese Allianz entschieden. Die gleichen Kräfte, vis a tergo, die Kurz befohlen haben, die FPÖ aus der Regierung zu entfernen, haben entschieden das Kurz die Grünen in die Regierung herein zu holen hat.
    Kurz in der kompletten Selbstüberschätzung, Narzisst wie er ist, im Machtrausch hat sich mit den Grünen eingelassen.
    Das Ende zeichnet sich ab. Der fremdgesteuerte Kurz, wird nach den Wahlen in Deutschland ausgesteuert.
    Den Grünen, ihrer Ideologie des Staatsterrors, gehört die Zukunft.



  16. Politicus1

    Sehr gute Analyse!!



  17. haro

    Gratulation, bestens analysiert! Danke







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