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Weitere Gastkommentare

Wie die Kontaktverfolgung (nicht) funktioniert

 

Hier wird aus persönlichem Erleben der Zeitablauf in der Kontaktverfolgung einer Hoch-Risiko-Kontaktperson bezüglich COVID-19 geschildert.

Montag, 9. November, vormittags. Mein Physiotherapeut behandelt eine halbe Stunde lang mein linkes Knie. Er trägt die ganze Zeit hindurch eine FFP2-Atemschutzmaske. 

Dienstag, 10. November, nachmittags. Mein Physiotherapeut informiert mich telephonisch, dass er positiv auf COVID-19 getestet worden sei und milde Krankheitssymptome verspüre.

Mittwoch, 11. November, nachmittags. Meine Frau und ich werden auf unsere Initiative hin von unserem Arzt mittels Schnelltests auf COVID-19 getestet. Das Testergebnis für beide ist negativ.

Samstag, 14. November, nachmittags. Ein Beamter der Bezirkshauptmannschaft Mödling informiert mich telephonisch über die Erkrankung meines Physiotherapeuten. Ich teile ihm mit, dass ich bereits mittels Schnelltests auf COVID-19 negativ getestet worden sei. Das sei nicht genug, die Amtsärztin bestehe auf einen PCR-Test. Ich lehne eine weitere Testung ab. Über eine Absonderung (das ist der juristische Ausdruck für eine Quarantäne) wird nicht gesprochen.

Sonntag, 15. November, vormittags. Ich versäume einen Anruf der Bezirkshauptmannschaft, rufe eine Stunde später zurück und werde durch Tonband informiert, dass ich zurückgerufen werde.

Mittwoch, 18. November, nachmittags. Ich absolviere meinen Nachmittagsschlaf. Die Türglocke läutet, ich ziehe meinen Schlafrock an und will nachsehen. Da bemerke ich, dass meine Frau von einem am Zaun anklingelnden Beamten der Bezirkshauptmannschaft angerufen worden ist. Sie sagt, dass ich schliefe, worauf sie zur Antwort bekommt: "Dann können wir abhaken". Über eine Absonderung wird nicht gesprochen. Der Beamte sucht keinen persönlichen Kontakt (die Eingangstür zu meinem Grundstück ist von der Haustür etwa 50 m entfernt).

Donnerstag, 19. November, vormittags. Ich finde im Briefkasten die Verständigung, dass ein behördliches Dokument (RSb-Brief) im Postamt abzuholen sei.

Der RSb-Brief ist mit 16. November datiert (das Kuvert ist mit 17. November abgestempelt) und enthält einen Bescheid. Dieser ordnet mir als Hoch-Risiko-Kontaktperson eine Absonderung von 14. bis 19. November an. In der Begründung wird angeführt: "Über den Zeitpunkt des Beginns der Absonderung wurden Sie bereits telefonisch informiert." Wie oben berichtet, wurde ich telephonisch nie zur Absonderung aufgefordert.

Werner Kuich, Jahrgang 1941, ist emeritierter Univ. Prof. Von 1971 bis 2009 war er Ordinarius für "Mathematische Logik und Formale Sprachen" an der Technischen Universität Wien. Er ist Alter Herr der Wiener akad. Burschenschaft Libertas. 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2020 21:19

    Hervorragend beschrieben, wie der Amtsschimmel in Ö wiehert!

  2. Ausgezeichneter KommentatorWiseWolf CEE
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2020 10:27

    In diesem Land ist ja Papier inkl. unfehlbarer bürokratischer Wege wichtiger als Menschenleben... Inkl. einseitiger Fristen. Gut für Magenkrebs.

  3. Ausgezeichneter KommentatorKritischer Geist
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2020 09:38

    Sehr pointiert und zutreffend formuliert. Es wird höchste Zeit, dass wir Politik und Presse konsequent auflaufen lassen mit ihrer Corona-Weltuntergangsstory.

  4. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2020 15:41

    Wer beginnt, sich über Sinn oder Unsinn einzelner Maßnahmen Gedanken zu machen oder in die Diskussion/Interpretation der tagtäglich verbreiteten Phantasiezahlen zu Todes-, Infektions- oder Inzidenzzahlen seitens AGES oder Ministerien einzusteigen, ist der Dreckspolitik bereits auf den Leim gegangen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWiseWolf CEE
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2020 10:27

    In diesem Land ist ja Papier inkl. unfehlbarer bürokratischer Wege wichtiger als Menschenleben... Inkl. einseitiger Fristen. Gut für Magenkrebs.


alle Kommentare

  1. Undine
    04. Dezember 2020 21:19

    Hervorragend beschrieben, wie der Amtsschimmel in Ö wiehert!

  2. WiseWolf CEE (kein Partner)
    04. Dezember 2020 10:27

    In diesem Land ist ja Papier inkl. unfehlbarer bürokratischer Wege wichtiger als Menschenleben... Inkl. einseitiger Fristen. Gut für Magenkrebs.

  3. Kritischer Geist (kein Partner)
    04. Dezember 2020 09:38

    Sehr pointiert und zutreffend formuliert. Es wird höchste Zeit, dass wir Politik und Presse konsequent auflaufen lassen mit ihrer Corona-Weltuntergangsstory.

  4. oberösi
    03. Dezember 2020 15:41

    Wer beginnt, sich über Sinn oder Unsinn einzelner Maßnahmen Gedanken zu machen oder in die Diskussion/Interpretation der tagtäglich verbreiteten Phantasiezahlen zu Todes-, Infektions- oder Inzidenzzahlen seitens AGES oder Ministerien einzusteigen, ist der Dreckspolitik bereits auf den Leim gegangen.





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