Der vorletzte christliche Regierungschef Europas

Der Anlass dieser Rede des ungarischen Ministerpräsidenten ist an sich unbedeutend (Eröffnung eines christlichen Gemeindehauses). Aber inhaltlich ist sie ein für westeuropäische Ohren ganz erstaunliches Bekenntnis zum Christentum, und vor allem zu seiner zentralen Rolle für die Prägung, die Kultur, die Identität eines Volkes. In der Folge im kompletten Wortlaut:

Bevor ich meinen Festgruß vortrage, möchte ich einen Haussegen sprechen. "Jesus Christus in unserem Fenster, der Herrgott auf unserer Tür, in den vier Ecken unseres Hauses vier schöne Schutzengel, heilige Kreuze, kommt herein, Schutzengel, beschützt mich! Amen.” Segen, Friede, Gott segne die Bewohner dieses Hauses!

Es ist eine große Freude für mich, hier mit Ihnen sein zu dürfen, auf dem Dankgottesdienst einer in der Zahl der Seelen zunehmenden, kleinen (wobei dies bei uns schon als eine mittlere gilt), jedoch in ihrer Entschlossenheit und ihrer Beharrlichkeit umso stärkeren Gemeinde. Nichts zeigt Ihre Stärke besser, als dass Sie im Laufe weniger Jahre zunächst ein Pfarrhaus und ein Gemeindehaus errichtet haben, und dann dazu eine Kirche und auch ein die nationale Zusammengehörigkeit der Ungarn zum Ausdruck bringendes Mahnmal erbauten.

Sie haben eine als modern zu bezeichnende, sich aber trotzdem in die Traditionen des reformierten Kirchenbaus einfügende seelische Heimstatt errichtet, die gleichzeitig Ihre Zugehörigkeit zu Gott und zur ungarischen Nation zum Ausdruck bringt.

All das ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir, Ungarn, auch tausend Jahre nach der Annahme des Christentums und 500 Jahre nach dem Beginn der ungarischen Reformation eine Kirchen erbauende Nation sind. Kirchen erbauende Nation: Das ist ein Titel, auf den wir in diesen Zeiten, in denen Kirchen zerstört werden, recht stolz sein können. Die Kirche und die Regierung arbeiten zusammen, damit unsere Kirchen sich überall im Karpatenbecken erneuern, und wo es bisher keine gab, sie aber benötigt werden, wie hier in Csömör, neue errichtet werden sollen. In den 15 Jahren unserer Regierung haben wir die Erneuerung von 3.000 Kirchen und die Errichtung von 130 unterstützt. Von diesen waren 1.124 Renovierungen reformierter Kirchen und die Zahl der neuen reformierten Gebäude beläuft sich auf 47.

Möchte die Regierung im Gegenzug dafür etwas? Ja, die Regierung bittet Sie: Bitte, seien Sie! Es ist die Aufgabe der Regierung, unser erbautes Erbe zu bewahren und zu beschützen, und die aktiven, mutigen Gemeinden zu unterstützen, die eine Kirchenrenovierung oder einen Kirchenbau beginnen.

Das Haus des Sämanns: ein vielsagender Name. Wenn ich es richtig annehme, dann ist das Ihre Botschaft dafür, dass die letzten Handgriffe, die am Gebäude angelegt wurden, für Sie nicht das Ende der Arbeit, nicht die Erfüllung eines Traumes bedeuten, sondern gerade erst den Anfang eines Weges. Das Gros der Arbeit, die Aussaat der Körner folgt erst jetzt. Wir kennen das Gleichnis vom Sämann und dessen Deutungen.

Das ist eine seltsame Geschichte. Jemand wie ich, der vom Dorf stammt, wird auch stutzig, wenn er sie hört. Es gibt nämlich in der ganzen Welt keinen Landwirt, der den Samen auf die Weise sät, wie dies uns diese Geschichte präsentiert. Wer hat schon so etwas gehört, dass jemand auch auf harten Boden, an steinige Stellen oder zwischen Dornen den wertvollen Samen säen würde?

Trotz seiner augenfälligen Merkwürdigkeiten versteht selbst auch der einfachste Mensch dieses Gleichnis sofort. Denn dies drückt das Wesen jener Arbeit am besten aus, aus dem das Christentum hervorspross und immer und immer wieder, von Generation zu Generation hervorsprießt. Es drückt aus, wenn ich es richtig verstehe, dass die Kirche ihre Gotteshäuser, ihre Schulen, ihre karitativen Institutionen nicht nur für die Gläubigen, die Getauften, die Konfirmierten öffnet, sondern auch für jene, die heute noch nicht des Segens des christlichen Glaubens teilhaftig geworden sind.

Dem ist die Stärke der Kirche zu verdanken, dem ist es zu verdanken, dass die Ausstrahlung der christlichen Kultur auch jene erreicht, die heute noch nicht zu ihren Angehörigen gehören. Diese historische Erfahrung deklariert unser Grundgesetz, wenn es formuliert, das Christentum sei eine die Nation erhaltende Kraft. Wir, Ungarn, sind auch der Meinung, dass das Christentum in der Lage ist, ganz Europa, ja sogar die ganze Welt zu erhalten.

Doch das Kapitel Nationales Bekenntnis des Grundgesetzes sagt auch, "dass nach den zur moralischen Erschütterung führenden Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts unsere seelische und geistige Erneuerung unbedingt notwendig ist”. Was auch immer jene sagen sollten, die die Glaubensgemeinschaft der Christen verlassen oder Anhänger der heute modischen Ideologien sind, die wir heute als europäische Kultur kennen, das ist das Ergebnis einer zweitausendjährigen Aussaat. Das ist keine philosophische, keine Partei-, keine ideologische, keine politische Frage, sondern ganz einfach eine Frage von Fakten.

Aus dieser Aussaat erwuchs auch im Karpatenbecken vor tausend Jahren der christliche ungarische Staat. Und in der Zeit der anderthalb Jahrhunderte der muslimischen, der osmanischen Besatzung bewahrte, vollbrachte das durch die Prediger ausgesäte Wort jene Rettung der Seelen, die Ungarn als ungarisches Land bewahrte. Wenn es keinen Gáspár Károli, keine erste vollständige Bibel in ungarischer Sprache gegeben hätte, würden wir uns heute nicht auf Ungarisch, sondern auf Türkisch oder auf Deutsch unterhalten.

Jene Körner, die die Apostel, die Missionare, die Reformatoren ausgesät haben, brachten im Leben vieler Menschen mindestens hundertmal soviel. Und diese Ernte sehen wir in unserer Architektur, in unserer Sprache, in unserer Literatur, in unserem Rechtssystem, in zahlreichen Schöpfungen der bildenden Kunst und vor allem im Leben vieler vieler Familien.

Aber, liebe Brüder und Schwestern, wir sehen von Zeit zu Zeit auch, dass in die Saat auch Unkraut hineingelangt. Und wir müssen uns auch mit der Erscheinung auseinandersetzen, dass das lärmende Vogelheer der modischen Ideologien auch zur Zeit der Aussaat erscheint, und diese versuchen dann die Lehre aus den Herzen der Menschen herauszupicken, wenn diese nicht tief genug angekommen ist. Deshalb ist es zugleich Liebe und Kampf, wenn man ein ungarischer Christ ist. Und auf Grund der Erfahrung von dreißig Jahren kann ich Ihnen sagen, dies ist auch das Credo der christdemokratischen Politik des 21. Jahrhunderts. Liebe und Kampf.

Jedes Fest ist eine Anhöhe, von der aus wir zurück auf den zurückgelegten Weg und nach vorne auf den nächsten Abschnitt blicken können. Das Fest der Reformation ist so eine Anhöhe. Entsprechend der zweitausend Jahre alten Lehre des Christentums weist uns heute dieses Fest darauf hin, dass es ohne die Aussaat auch keine Ernte gibt. So, wie es uns auch daran erinnert, was alles wir, Ungarn, schon vom Christentum erhalten haben.

Wie viele gute Dinge sind aus der in den ungarischen Boden ausgesäten christlichen Saat hervorgesprossen. Wir betrachten dieses viele Gute nicht als liebgewonnene, hochgeschätzte Stücke der Vergangenheit, sondern als Bausteine der ungarischen Zukunft. Und wir sind bereit, so wie auch bisher, an der Seite der ungarischen reformierten Kirche zu stehen, wenn sie nach der landesweiten Neubesetzung der Ämter mit neuem Schwung an die Aussaat, die Pflege der Saat und die Ernte gehen werden. Doch wir bieten auch für jene Fälle ein Bündnis, in denen sie mit der Kultivierung von Neuland beginnen werden. Es ist eine der edlen Traditionen und Vermächtnisse des ungarischen öffentlichen Lebens, dass die Kalvinisten, die Reformierten immer in einem über ihre Anzahl hinausgehenden Maß ihren Teil zum Dienst an den gemeinsamen öffentlichen Angelegenheiten beitrugen.

Die katholischen Brüder und Schwestern pflegen darüber auch Witze zu machen, doch bleibt die Tatsache eine Tatsache: Dies ist eine alte Tradition der ungarischen Politik. Und wir kennen auch viele Politiker, die während ihrer Arbeit auch innerhalb ihrer Kirche eine einem Presbyter entsprechende leitende Arbeit an der Seite von Seelsorgern, Superintendenten oder eben Bischöfen übernommen haben. So denken wir heute, am Fest der Reformation, an jene Ergebnisse, jene Errungenschaften, die wir der ungarischen Reformation zu verdanken haben: an die Schulen, an die karitativen Institutionen, an die Bewahrung der schönen ungarischen Sprache, an die Pflege der leidenden Menschen und an den Dienst der reformierten Staatsmänner im öffentlichen Leben von Gábor Bethlen bis István Tisza. Und so sollten wir jetzt auch für diese Kirche danken, für das Haus des Sämanns, mit dem die Reformierten von Csömör uns an das Wunder der Aussaat erinnern.

Soli Deo gloria!

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    03. November 2020 16:17

    Unglaublich. Das zu lesen, und wissen, dass die ungarische Grenze nur 60 Kilometer von Wien entfernt ist. Dazwischen sind Welten.
    Auf der ungarischen Seite, ein grosser Staatsmann, ein Patriot, ein Christ. Auf der österreichischen Seite, ein verkommenes grünlinkes Pack, mit einem Chef ohne Bildung, ohne Charakter.
    Wie konnte es so weit kommen ?
    Keine Zeitung, kein ORF wird erwähnen, dass es Budapest keine Morde durch Mohammedaner, wie in Paris, Berlin, Nizza, Wien gegeben hat.
    So lange Orban Ungarn regiert, auch keine geben wird.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHvO
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    03. November 2020 16:22

    ….Im Gegensatz zu Seinesgleichen in anderen Hauptstädten verfasst Orbán die meisten seiner Grundsatzreden selbst. Wenn ihm jemand bei dieser Ansprache „geholfen“ haben sollte, was ich nicht von vornherein ausschließen möchte, so dürfte es sein Freund (und mehrjähriger Minister in seiner zweiten und dritten Regierung) Zoltán Balog gewesen sein, ein (jetzt wieder als solcher tätiger) Geistlicher der Reformierten Kirche Ungarns. Orbán selbst entstammt, wie sollte es anders sein, einem in Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) beheimateten Elternhaus, der Vater war glühender Anhänger Kádárs, die Mutter eher a-politisch; doch die Großeltern mütterlicherseits, besonders der Großvater, übten einen religiös-erzieherischen Einfluß auf ihn in seiner Jugendzeit aus. Orbán selbst konnte sich in der Systemzeit wegen seiner sportlichen Betätigung – er ist noch heute ein großer Fußball-Fan und aktiver Spieler – weitgehend den Zwängen des Regimes entziehen. Seine „Bekehrung“ hin zum aktiven christlichen Engagement entwickelte sich während seines Jura/Ius-Studiums an der Budapester Eötvös-Lórant-Universität (ELTE), der bedeutendsten ungarischen Hochschule (neben der berühmten medizinischen Semmelweis-Hochschule), wo er seine kirchlich aktive röm.-kath. Ehefrau Anikó Lévai (ebenfalls Juristin; die beiden haben fünf Kinder) kennengelernt hatte; zum Eintritt in die ungarische Kirche des französisch-schweizerischen Reformators Jean Calvin hat ihn dann Pastor Zoltán Balog bewegt, der ihm auch die Erwachsenen-Taufe spendete. (Balog, den ich wie Orbán persönlich kennenlernte und den ich einen „klassischen Kerygmatiker“ nennen würde, hatte Evangelische Theologie in Budapest, Berlin (Ost), an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und in Tübingen studiert und als Dozent für das Neue Testament an der Reformierten Károli-Gáspár-Universität in Budapest sowie als Gastprofessor an der Uni Bonn gelehrt. Auch stand er zehn Jahre der deutschen reformierten Gemeinde in Budapest als Pfarrer vor. Von 2010 an war er erst Staatssekretär und von 2012 bis 2018 Minister für Humanressourcen (Sozialwesen, Schul- und Hochschulwesen, Kirchen-Fragen, Nationale und ethnische Minderheiten, Kultur und Sport). Dann legte er Ministeramt und Abgeordnetenmandat (stets direkt gewählt) nieder, um wieder hauptamtlich als Seelsorger tätig sein zu können. Daneben steht er nach wie vor der Regierungskommission für die Zigeuner vor, für die erst seit 2010 wirklich Substantielles (vor allem im Sozial- und Schulwesen, bei herausragender Mitwirkung übrigens der römisch-katholischen und der evang.-luth. Kirche Ungarns) geleistet wird im Lande. (Ich glaube, dies als Beobachter Ungarns seit meinem Studium der osteurop. Geschichte und meiner vieljährigen Korrespondenten-Tätigkeit in Ungarn guten Gewissens beurteilen zu können.)
    Zuguterletzt noch eine Anmerkung: 95 % dessen, was allüberall in den gängigen Medien über Orbáns Ungarn „berichtet“ und von linken bis mitte-rechts angesiedelten EUropäischen Politikern wiedergekäut wird, ist oberflächlich und von Ideologie wie politischer Korrektheit triefend.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    03. November 2020 19:35

    Einmal mehr verneige ich mich mit großer Hochachtung vor Viktor Orban!!!
    Ich wünschte Österreich hätte so einen Mann an der Spitze!

  4. Ausgezeichneter Kommentatoreupraxie
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. November 2020 17:23

    Nach dem wir keine Reden in Deutsch derartiger Tiefe und Reichweite zu hören bekommen - von wem auch? - liest es sich fast fremd, aber es tut gut, wieder mal so Fundiertes bezogen auf unsere Grundlagen zu lesen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2020 12:12

    Beeindruckend. Ausdrücklich Dank auch den Verantwortlichen, welche Orban in diesem Blog eine Bühne zur Veröffentlichung bieten.
    Welch mutiger Gegenpol zu manchen Exponenten des gutmenschlichen Amtschristentums (samt seinem derzeitigen naiven oder gar kryptokomunistischen Papst), die feige zu den Christenverfolgungen unserer Zeit schweigen, denen Moslems in ihrer aggressiven (keineswegs Generalisierung) und ungehinderten, sogar geförderten Ausbreitung unter und Unterwanderung (bisher) christlicher Kulturen wichtiger zu sein scheint als der Schutz der Christen.
    Das sich letztere zunehmend von "ihrer" (ehemaligen) Kirche abwenden, ist verständlich - und gleichzeitig verhängnisvoll.

  6. Ausgezeichneter KommentatorLiberio
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    04. November 2020 15:09

    Der Druck auf Orbán ist dennoch enorm. Gerade vor dem Wiener Terroranschlag hat die EU-Kommission ein weiteres EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn gestartet, wegen mangelndes Willens, Terroristen, Moslems und Sozialschmarotzer aus archaischen Völkern anzusiedeln.
    Leider zeigt die Geschichte, dass irgendwann einmal wieder vom Westen die Polittruppen kommen, um die Souveränität Ungarns zu zerstören. Die Deutschen scharren schon mit den Füßen, man fragt sich, wann sie wieder in Polen und Ungarn einmarschieren werden.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorjaw56
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2020 19:46

    Danke für diese Veröffentlichung! Danke auch für die hilfreichen Anmerkungen in den Kommentaren. Wie gut tut das in diesen Zeiten, zumindest zu wissen, dass wenige hundert Kilometer von uns das Licht noch scheint. Als österr. Evangelischer habe ich vor einigen Jahren die Evangelische Kirche fluchtartig verlassen müssen. Zu sehr ist sie zu einem babylonischen Wellness- und Welcome-Club verkommen, der vom Wort Gottes nichts mehr weiß. Gott segne Viktor Orban! Danke an A.U für diesen Blog!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorjaw56
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2020 19:46

    Danke für diese Veröffentlichung! Danke auch für die hilfreichen Anmerkungen in den Kommentaren. Wie gut tut das in diesen Zeiten, zumindest zu wissen, dass wenige hundert Kilometer von uns das Licht noch scheint. Als österr. Evangelischer habe ich vor einigen Jahren die Evangelische Kirche fluchtartig verlassen müssen. Zu sehr ist sie zu einem babylonischen Wellness- und Welcome-Club verkommen, der vom Wort Gottes nichts mehr weiß. Gott segne Viktor Orban! Danke an A.U für diesen Blog!


alle Kommentare

  1. jaw56 (kein Partner)
    05. November 2020 19:46

    Danke für diese Veröffentlichung! Danke auch für die hilfreichen Anmerkungen in den Kommentaren. Wie gut tut das in diesen Zeiten, zumindest zu wissen, dass wenige hundert Kilometer von uns das Licht noch scheint. Als österr. Evangelischer habe ich vor einigen Jahren die Evangelische Kirche fluchtartig verlassen müssen. Zu sehr ist sie zu einem babylonischen Wellness- und Welcome-Club verkommen, der vom Wort Gottes nichts mehr weiß. Gott segne Viktor Orban! Danke an A.U für diesen Blog!

  2. Hausfrau
    05. November 2020 14:08

    Wenn in der Überschrift von "vorletztem" die Rede ist, wer ist "der Letzte"?

  3. Karl Rinnhofer
    05. November 2020 12:12

    Beeindruckend. Ausdrücklich Dank auch den Verantwortlichen, welche Orban in diesem Blog eine Bühne zur Veröffentlichung bieten.
    Welch mutiger Gegenpol zu manchen Exponenten des gutmenschlichen Amtschristentums (samt seinem derzeitigen naiven oder gar kryptokomunistischen Papst), die feige zu den Christenverfolgungen unserer Zeit schweigen, denen Moslems in ihrer aggressiven (keineswegs Generalisierung) und ungehinderten, sogar geförderten Ausbreitung unter und Unterwanderung (bisher) christlicher Kulturen wichtiger zu sein scheint als der Schutz der Christen.
    Das sich letztere zunehmend von "ihrer" (ehemaligen) Kirche abwenden, ist verständlich - und gleichzeitig verhängnisvoll.

    • Hausfrau
      05. November 2020 14:13

      Von einer christlichen Glaubensgemeinschaft (Kirche) abwenden, sollte nicht ein gänzliches Brechen mit dem Christentum bedeuten. Denn das "Bodenpersonal Gottes" (Papst, Kardinäle, Bischöfe, Priester usw.) macht sündige Fehler, welche nicht am wahren Glauben an Jesus Christuds rütteln sollten.
      Da unterscheiden sich die wahren und gläubigen Christen von den Mitläufern.

  4. Ingrid Bittner
    04. November 2020 19:21

    Wie es der Zufall will, auf "hallo meinung" gibt's brandneu ein Interview mit Jan Mainka, Herausgeber der Budapester Zeitung,
    anhören ist sicher keine verlorene Zeit:

    https://youtu.be/NOJY79Nlabg

  5. Liberio
    04. November 2020 15:09

    Der Druck auf Orbán ist dennoch enorm. Gerade vor dem Wiener Terroranschlag hat die EU-Kommission ein weiteres EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn gestartet, wegen mangelndes Willens, Terroristen, Moslems und Sozialschmarotzer aus archaischen Völkern anzusiedeln.
    Leider zeigt die Geschichte, dass irgendwann einmal wieder vom Westen die Polittruppen kommen, um die Souveränität Ungarns zu zerstören. Die Deutschen scharren schon mit den Füßen, man fragt sich, wann sie wieder in Polen und Ungarn einmarschieren werden.

  6. glockenblumen
    03. November 2020 19:35

    Einmal mehr verneige ich mich mit großer Hochachtung vor Viktor Orban!!!
    Ich wünschte Österreich hätte so einen Mann an der Spitze!

  7. eupraxie
    03. November 2020 17:23

    Nach dem wir keine Reden in Deutsch derartiger Tiefe und Reichweite zu hören bekommen - von wem auch? - liest es sich fast fremd, aber es tut gut, wieder mal so Fundiertes bezogen auf unsere Grundlagen zu lesen.

  8. HvO
    03. November 2020 16:22

    ….Im Gegensatz zu Seinesgleichen in anderen Hauptstädten verfasst Orbán die meisten seiner Grundsatzreden selbst. Wenn ihm jemand bei dieser Ansprache „geholfen“ haben sollte, was ich nicht von vornherein ausschließen möchte, so dürfte es sein Freund (und mehrjähriger Minister in seiner zweiten und dritten Regierung) Zoltán Balog gewesen sein, ein (jetzt wieder als solcher tätiger) Geistlicher der Reformierten Kirche Ungarns. Orbán selbst entstammt, wie sollte es anders sein, einem in Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) beheimateten Elternhaus, der Vater war glühender Anhänger Kádárs, die Mutter eher a-politisch; doch die Großeltern mütterlicherseits, besonders der Großvater, übten einen religiös-erzieherischen Einfluß auf ihn in seiner Jugendzeit aus. Orbán selbst konnte sich in der Systemzeit wegen seiner sportlichen Betätigung – er ist noch heute ein großer Fußball-Fan und aktiver Spieler – weitgehend den Zwängen des Regimes entziehen. Seine „Bekehrung“ hin zum aktiven christlichen Engagement entwickelte sich während seines Jura/Ius-Studiums an der Budapester Eötvös-Lórant-Universität (ELTE), der bedeutendsten ungarischen Hochschule (neben der berühmten medizinischen Semmelweis-Hochschule), wo er seine kirchlich aktive röm.-kath. Ehefrau Anikó Lévai (ebenfalls Juristin; die beiden haben fünf Kinder) kennengelernt hatte; zum Eintritt in die ungarische Kirche des französisch-schweizerischen Reformators Jean Calvin hat ihn dann Pastor Zoltán Balog bewegt, der ihm auch die Erwachsenen-Taufe spendete. (Balog, den ich wie Orbán persönlich kennenlernte und den ich einen „klassischen Kerygmatiker“ nennen würde, hatte Evangelische Theologie in Budapest, Berlin (Ost), an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und in Tübingen studiert und als Dozent für das Neue Testament an der Reformierten Károli-Gáspár-Universität in Budapest sowie als Gastprofessor an der Uni Bonn gelehrt. Auch stand er zehn Jahre der deutschen reformierten Gemeinde in Budapest als Pfarrer vor. Von 2010 an war er erst Staatssekretär und von 2012 bis 2018 Minister für Humanressourcen (Sozialwesen, Schul- und Hochschulwesen, Kirchen-Fragen, Nationale und ethnische Minderheiten, Kultur und Sport). Dann legte er Ministeramt und Abgeordnetenmandat (stets direkt gewählt) nieder, um wieder hauptamtlich als Seelsorger tätig sein zu können. Daneben steht er nach wie vor der Regierungskommission für die Zigeuner vor, für die erst seit 2010 wirklich Substantielles (vor allem im Sozial- und Schulwesen, bei herausragender Mitwirkung übrigens der römisch-katholischen und der evang.-luth. Kirche Ungarns) geleistet wird im Lande. (Ich glaube, dies als Beobachter Ungarns seit meinem Studium der osteurop. Geschichte und meiner vieljährigen Korrespondenten-Tätigkeit in Ungarn guten Gewissens beurteilen zu können.)
    Zuguterletzt noch eine Anmerkung: 95 % dessen, was allüberall in den gängigen Medien über Orbáns Ungarn „berichtet“ und von linken bis mitte-rechts angesiedelten EUropäischen Politikern wiedergekäut wird, ist oberflächlich und von Ideologie wie politischer Korrektheit triefend.

  9. pressburger
    03. November 2020 16:17

    Unglaublich. Das zu lesen, und wissen, dass die ungarische Grenze nur 60 Kilometer von Wien entfernt ist. Dazwischen sind Welten.
    Auf der ungarischen Seite, ein grosser Staatsmann, ein Patriot, ein Christ. Auf der österreichischen Seite, ein verkommenes grünlinkes Pack, mit einem Chef ohne Bildung, ohne Charakter.
    Wie konnte es so weit kommen ?
    Keine Zeitung, kein ORF wird erwähnen, dass es Budapest keine Morde durch Mohammedaner, wie in Paris, Berlin, Nizza, Wien gegeben hat.
    So lange Orban Ungarn regiert, auch keine geben wird.

  10. Liberio




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