Arbeiterkammer für „Millionärssteuern“

Lesezeit: 3:30

Arbeiterkammerpräsidentin Renate Anderl gibt sich tiefgründigen Gedanken über eine "gerechte" Verteilung der Lasten hin, die im Gefolge der Corona-Pandemie auf uns zukommen. Und sie hat, Hand in Hand mit Spitzengewerkschaftern und Grünen, eine ebenso bahnbrechende wie geniale Idee: Die Reichen sollen zahlen! Einerseits soll der derzeit schon bei happigen 55 Prozent liegende Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer auf sagenhafte 75 Prozent erhöht werden; andererseits träumt sie davon, Vermögen mittels Substanzsteuern zu enteignen – zumindest teilweise: Vermögen ab 10 Millionen Euro würden nach ihrem Vorstellungen mit zwei Prozent, und solche von 100 Millionen aufwärts, mit drei Prozent jährlich belastet.

Die Genossin Vorsitzende, als Tochter eines Wiener Hausmeisters im Besitz des großen Proletariernachweises, verteidigt die Harmlosigkeit eines 75prozentigen Einkommensteuertarifs damit, dass davon schließlich nur 300 Menschen im Lande getroffen würden.

Das ist natürlich ein bestechend starkes Argument. Schließlich mutiert jede willkürliche Zwangsmaßnahme augenblicklich zur Wohltat, sofern ihr nur eine eher geringe Zahl von Personen zum Opfer fällt. Das erschließt sich in der Tat auch schlichteren Gemütern. Der Spitzentarif soll schließlich nur für Einkommen jenseits der Millionengrenze gelten. Deren Beziehern geschieht ja auch vollkommen recht. Mehr als eine Million Euro Jahresgage lukrieren hierzulande nämlich nur die wenigsten Gewerkschaftsfunktionäre, während bevorzugt Spitzenmanager von Konzernbetrieben sich eines derartigen Privilegs erfreuen dürfen.

Dass es für multinationale Unternehmen kein Problem darstellt, ihre Standorte dorthin zu verlegen, wo sie vor den Nachstellungen umverteilungswütiger Klassenkämpfer weitgehend verschont bleiben, scheint dem Scharfsinn Frau Anderls allerdings entgangen zu sein. Immerhin erfreut sich Irland nicht ganz umsonst so großer Beliebtheit als Standort für die Niederlassungen von Konzernzentralen.

Die einfach gestrickte Milchmädchenrechnung von Genossin Anderl, die, wie die meisten ihrer Kollegen nie einen Betrieb von innen gesehen und in ihrem Leben niemals wertschöpfend gearbeitet hat, wird daher nicht aufgehen. Vielmehr werden, so schnell wie der konfiskatorische Steuertarif beschlossen ist, eben diese Arbeitsplätze ins steuerfreundlichere Ausland verschwinden. Der Fiskus schaut dann gänzlich durch die klebrigen Finger.

Bleiben die von allen Linken unter der Sonne favorisierten Substanzsteuern, von denen sich die Arbeiterkammerpräsidentin einen Ertrag von sieben Milliarden Euro pro Jahr erhofft. Nur ein Prozent der Haushalte wären davon betroffen – eine in der Wohlfahrtsdemokratie dieser Tage vernachlässigbare Größe. Wen kümmern schon die paar Stimmen ruchloser Plutokraten – allesamt bekanntlich müßige Bezieher arbeitsloser Einkommen. Die Mehrheit der als Lohnsklaven fronenden Wähler wäre – zumindest in den sumpfigen Niederungen der austriakischen Neidgesellschaft – von einer Züchtigung der "Reichen" mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit begeistert. Angesichts dessen fällt es jedem Sozi schwer, von Substanzsteuern zu lassen.

Doch leider, leider – kein Licht ohne Schatten: abgesehen von den beträchtlichen Kosten der Einhebung einer Vermögenssteuer, die übrigens genau deshalb anno 1993 – witziger Weise von einem sozialistischen Finanzminister, Ferdinand Lacina – abgeschafft worden ist, läuft sie auf eine reine Unternehmersteuer hinaus. Denn auf die originelle Idee, die Finanzpolizei in Privathaushalte zu hetzen, um sie dort nach zu versteuerndem Bargeld, Kunst- und anderen Wertgegenständen fahnden zu lassen, ist selbst Frau Anderl noch nicht gekommen. Auf andere Art und Weise wäre die Bemessungsgrundlage für die Expropriation des Klassenfeindes aber kaum zu ermitteln. Das allerdings wird mit dem bestehenden Personalstand im Finanzministerium schwer zu realisieren sein – womit wir auch schon wieder bei den Erhebungskosten angelangt wären.

Die linke Neidgenossenschaft ist bedauerlicher Weise nicht in der Lage zu erkennen, welche Folgen in unserer eng vernetzten Welt die Einführung der von Frau Andel angestrebten Unternehmervertreibungsaktion für den Standort Österreich haben würde. Viele produzierende Gewerbe- und Industriebetriebe würden auf der Stelle über die Grenzen, etwa nach Tschechien, nach Ungarn oder in die Slowakei flüchten, wo man Unternehmer sehr viel freundlicher behandelt als hierzulande. Viele Arbeitsplätze würden verschwinden – und zwar gerade diejenigen, die eine höhere Wertschöpfung aufweisen als solche im Dienstleistungsgewerbe (nicht umsonst rangieren die Löhne und Gehälter im Dienstleistungsgewerbe vergleichsweise ganz weit unten).

Die dennoch verbleibenden Betriebe wiederum hätten einen bedeutend schwereren Stand, weil die neue Steuer ihre Investitionsmöglichkeiten einschränken und damit ihre Produktivität verringern würde. Zu den bereits jetzt bestehenden Wettbewerbsnachteilen gegenüber dem Ausland würde sich ein weiterer hinzugesellen.

Sinnlos, das einer in der Wolle gefärbten Roten erklären zu wollen, die ihr Geld noch nie unter Marktkonditionen verdient hat. Sie glaubt vermutlich fest daran, dass der Reichtum des Landes der emsigen Arbeit der Eisenbahnergewerkschaft geschuldet ist …

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPyrrhon von Elis
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2020 10:05

    H. W. Sinn: Die Gewerkschaften sind ein Kartell derjenigen, die Arbeit haben. Und wie jedes Kartell dient es dazu, überhöhte Preise durchzusetzen. Würden sich die Löhne frei nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage bilden, gäbe es keine Arbeitslosigkeit. Es stellt sich im Gleichgewicht eine bestimmte Lohnhöhe ein, die den Markt räumt. Das Kartell dient dazu, einen höheren als den Gleichgewichtspreis durchzusetzen. Ist der Lohn höher, werden Arbeitskräfte, deren Beschäftigung sich für den Unternehmer nicht mehr lohnt, entlassen oder gar nicht erst eingestellt. Es entsteht Arbeitslosigkeit. An der Zahl der Arbeitslosen kann der Gewerkschafter ablesen, dass der Preis für Arbeit, den er durchgesetzt hat, höher war als derjenige, der sich ohne sein Zutun ergeben hätte. So gesehen ist jeder Arbeitslose mehr ein Orden mehr an der Brust des Gewerkschafters. (H.W. Sinn, Focus Money Online)

    Money: Was also tun?

    Sinn: Es gibt nur einen einzigen Weg: Die Macht der Gewerkschaften muss gebrochen werden. Die Tarifpartner sollten per Gesetz verpflichtet werden, in ihren Tarifverträgen wirksame Öffnungsklauseln vorzusehen, die es der Belegschaft eines Betriebs ermöglichen, freiwillig vom Flächentarifvertrag abzuweichen. Im Endeffekt würde das die Tarifautonomie stärken, weil die Belegschaften vor Ort mehr Mitspracherechte hätten.

    http://www.focus.de/finanzen/news/sinn-interview/gewerkschaften_aid_7130.html

  2. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2020 11:08

    Eine Art von Vermögen fehlt noch: Grund und Boden. Die Chinesen warten schon, den kaufen zu können. Denn wer soll denn sonst diesen erwerben? Piräus ist schon unter chinesischer Kontrolle. Und zur Sicherung ihrer Interessen steht die Volksarmee bereit.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2020 17:27

    Die Begründung "es trifft nur wenige" ist wirklich extraordinär. Man glaubt es kaum. Wie wäre es mit "Migrantensteuer", also jeder Migrationswerber kriegt erstmal 75 % aufgebrummt nach dem Prinzip "geben ist seeliger als nehmen".

    Und ich sehe nicht ein, warum ich diese Schicht per Steuern finanzieren soll. Wer im österreichischen System mitmachen will, erkauft sich dies durch 10 Jahre Sondersteuer. Das würde mir ungemein helfen die EU-Vernegerungsbeschlüsse mit ihrer Wertschätzung für den "afrikanischen Beitrag zur europäischen Kultur" nachzuvollziehen. Das wäre ein Beitrag den ich tatsächlich akzeptieren und verstehen würde. Ich gehe davon aus, nur echte Asylwerber würden hier noch einen Antrag stellen.

    Wieso wird Somaliern in Österreich Asyl gewährt? Wie viele Länder haben die durchquert bis sie hier waren??

  4. Ausgezeichneter KommentatorDon Camillo
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Mai 2020 08:29

    in Wahrheit spielt die AK hier über die Bande! Durch die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 75% kann auch die Kapitalertragsteuer (KESt) auf 37,5% erhöht werden!
    Dann geht´s dorthin, wo die Genossin wirklich hin will: Kapitalerträge!!!

  5. Ausgezeichneter KommentatorCharlesmagne
    5x Ausgezeichneter Kommentar
  6. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2020 23:33

    Die Frage ist, wie lange wird es dauern, bis diese Forderung umgesetzt wird.
    Vor einigen Jahrzehnten hätte niemand geglaubt das der Steuersatz im Jahr 2020 bei 55% sein wird. Die Wähler sind einverstanden, werden auch in der Zukunft die Politiker wählen, die immer höhere Steuern einführen werden.

  7. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2020 11:08

    einen zumindest rechnerischen Buchwert von einer Million hat bald ein Gewerbetreibender erreicht, allein mit einem eigenen Geschäftslokal und dazugehörigen Grundstück für Werkstätte, Parkplätzen ..

    Aber bei den Hunderttausenden Wienern im Gemeindebau kommt so eine 'Reichensteuer' halt gerade vor der Wienwahl sehr gut an.


alle Kommentare

  1. fewe (kein Partner)
    02. Juni 2020 03:32

    Man wird es mit der Besteuerung so weit treiben, bis auch in Österreich - wie längst im Orient - Unternehmer sich nicht mehr antun, als einen Betrieb in dem alle seine Familienmitglieder beschäftigt werden können. Größeres wird sich niemand mehr antun wollen, wenn ihm sowieso wieder alles weggenommen wird. Viele tüchtigere junge Leute wandern eh schon aus und für Tüchtige ist ein sozialistisches Land zum Einwandern nicht sonderlich interessant. Auch so kann man einen Staat ruinieren.

  2. Rudolf Moser (kein Partner)
    31. Mai 2020 15:31

    Was ist Geld? Eine zum allgemeinen Tauschmittel erhobene Ware! Man tauscht nicht mehr Äpfel gegen Birnen sondern schaltet ein Tauschmittel dazwischen, können Euros oder Kaurimuscheln sein. Funktioniert, solange man vertraut, dass die in Kaurimuscheln getauschten Äpfel auch morgen gegen Birnen eingetauscht werden können. Jetzt aber hortet der böse Dagobert Duck in seinem Speicher Geld und badet täglich darin - und das will man ihm wegnehmen? Ja da wird er nicht nur mehr keine Birnen tauschen können, er kann auch seinen Neffen Dagobert nicht mehr für geleistete Dienste bezahlen - weil Geld bekanntlich nicht glücklich macht, kann der jetzt armen Dagobert auch keine riskanten Firmen mehr gründen

  3. riri
    25. Mai 2020 21:11

    Absurditäten, die von der Arbeiterkammer kommen, an die ist man gewöhnt.
    Aber Teile der Wirtschaftspartei können sich daran auch erfreuen. Von diesen getarnten Sozialisten sollte man sich schleunigst trennen.

  4. Taxfox (kein Partner)
    25. Mai 2020 19:04

    @Don Camillo
    Die Bindung der KESt an den Spitzensteuersatz ist seit 2016(?) aufgehoben; die KESt darf seither nicht weniger als 20% und nicht mehr als 27,5% betragen.
    @Pressburger
    Im EStG 1972 war der Steuersatz ab einem Einkommen von 280.000 ATS (rund 20.350 €) 55%!

    • fewe (kein Partner)
      02. Juni 2020 03:38

      1972 waren 280.000 Schilling etwa so viel wert wie heute mindestens 200.000 Euro.

      Im Jahr 1966 hatte eine Semmel beim Bäcker weniger in Groschen gekostet als heute in Cent und ein einfacher Dukaten weniger in Schilling als heute in Euro.

  5. Christian Peter (kein Partner)
    24. Mai 2020 12:19

    Millionärs- und Vermögenssteuern bringen gar nichts, weil diese in Wahrheit nur den Mittelstand belasten. Weit sinnvoller wäre es, Steuerprivilegien wie z.B. das Stiftungsprivileg abzuschaffen und der Steuervermeidung internationaler Konzerne Einhalt zu gebieten, nach Schätzungen hinterziehen ausländische Konzerne in Österreich 14 Milliarden Euro Steuern pro Jahr, man bräuchte diesen Unternehmen nur die Staatsanwaltschaft auf die Fersen zu setzen, dann werden diese in Österreich brav Steuern bezahlen.

    Am sinnvollsten wären jedoch Staatsreformen, nach Berechnungen von Experten ließen sich alleine durch Strukturreformen in Österreich bis zu 25 Milliarden Euro jährlich (!!) einsparen.

    • fewe (kein Partner)
      02. Juni 2020 03:43

      Konzerne hinterziehen überhaupt keine Steuern, sowas können sich die garnicht leisten. Die Gesetze sind einfach so, dass sie sich aussuchen können, wo sie ihre Steuern zahlen wollen.

      Die Verantwortlichen in einem Konzern machen sich strafbar, wenn sie nicht alle steuerlichen Möglichkeiten nutzen.

      Man braucht also nur die Gesetze zu ändern.

  6. Neppomuck
    23. Mai 2020 13:24

    Steuern steuern.
    Sie haben also eine kybernetische Funktion, sind Teil des Regelkreises gesellschaftspolitischer Dynamik.

    Steuern sind aber auch "Zwangsabgaben ohne Anspruch auf Gegenleistungen".

    In diesem sibyllinischen Minenfeld sind schnelle und vor allem unbedachte Richtungsänderungen mitunter lebensgefährlich.
    Wenn da die "Demokratie" nicht wäre.

    Mit irrationalen Reaktionen muss also stets gerechnet werden.
    Das kollektive Gerechtigkeitsempfinden ist nämlich ebenso "steuerbar".

    Einkommen mit Funktionen zu verknüpfen, ohne die unmittelbare Beteiligung der Funktionsträger am Ergebnis überhaupt einschätzen zu können (oder zu wollen) leistet der Willkür Vorschub.

    Was wiederum eine latente Unzufriedenheit im Kreise der Betroffenenen (Zahler) am Leben hält, die ihrerseits politisch instrumentalisierbar ist.
    Die Annahme "Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand dazu" ist purer Atavismus.

    "Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann."
    Was allerdings nicht erklärt, warum eklatante Missverhältnisse zwischen Nutzen und Salär mancher "Manager" nicht abzuschaffen wären. Man muss diesen Umstand nur einmal auf die politische Agenda setzen.
    z.B.: Den allgegenwärtigen Nepotismus im Bereich von steuerfinanzierten Einrichtungen (öffentl. Verwaltung, NGO, staatlichen Beteiligungsbetriebe etc.) den Kampf anzusagen.

    Ich weiß schon ... aber träumen wird man ja wohl noch dürfen.

  7. Don Camillo
    23. Mai 2020 08:29

    in Wahrheit spielt die AK hier über die Bande! Durch die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 75% kann auch die Kapitalertragsteuer (KESt) auf 37,5% erhöht werden!
    Dann geht´s dorthin, wo die Genossin wirklich hin will: Kapitalerträge!!!

    • dssm
    • fewe (kein Partner)
      02. Juni 2020 03:46

      Es schaut für mich nicht danach aus, als wollten die Genossen dorthin.

      Die Genossen stützen doch eigentlich die multinationalen Konzerne. Die kämpfen nur gegen Unternehmer.

  8. pressburger
    22. Mai 2020 23:33

    Die Frage ist, wie lange wird es dauern, bis diese Forderung umgesetzt wird.
    Vor einigen Jahrzehnten hätte niemand geglaubt das der Steuersatz im Jahr 2020 bei 55% sein wird. Die Wähler sind einverstanden, werden auch in der Zukunft die Politiker wählen, die immer höhere Steuern einführen werden.

    • Wyatt
      23. Mai 2020 06:00

      Ich bin einer der Wähler (Wahlberechtigten) von 90 % die NICHT die Grünen und 70 % die NICHT den Kurz gewählt haben!

    • pressburger
      23. Mai 2020 07:11

      @Wyatt
      Bravo. Hoffentlich, gibt es in der Zukunft mehr Menschen, die so denken und handeln, wie Sie.

    • Sensenmann
      23. Mai 2020 11:53

      Ja, das ist das Phänomen! Das Übel ist der Östertrottel, den es einfach drängt, sein allzu leicht erworbenes Geld an fremde und einheimische Schmarotzer, Bonzen und Glücksritter zu verschenken.
      Der Mehrheit gefällt das ungemein, denn - ich habe in der Schule aufgepasst - "in der Demokratie kann nichts ohne den Willen der Mehrheit geschehen", wie wir alle wissen.

      Die Millionäre und Unternehmer drängen sich auch förmlich dazu, den Club Med finanzieren zu dürfen und wollen offenbar, daß ihre Konzerne noch mehr besteuert werden.

      https://twnews.at/at-news/es-wird-einen-geldtransfer-zu-den-armeren-nationen-geben-mussen
      Alles Weitere überflüssig...

    • Ingrid Bittner
      23. Mai 2020 13:26

      @Wyatt: da sind wir zwei! Aber, ich gestehe, ich habe einmal in meinem Leben grün gewählt, das war vor langer, langer Zeit, das war als Freda Meissner-Blau in den Präsidentschaftswahlkampf gezogen ist, das hab ich damals gemacht, wohl wissend, dass es eine verlorene Stimme ist, aber ich habe diese Frau bewundert, dass sie sich getraut hat, gegen die Männerriege zu kandidieren. Das war meine einzige (bewusste) Entgleisung.

  9. Bürgermeister
    22. Mai 2020 17:27

    Die Begründung "es trifft nur wenige" ist wirklich extraordinär. Man glaubt es kaum. Wie wäre es mit "Migrantensteuer", also jeder Migrationswerber kriegt erstmal 75 % aufgebrummt nach dem Prinzip "geben ist seeliger als nehmen".

    Und ich sehe nicht ein, warum ich diese Schicht per Steuern finanzieren soll. Wer im österreichischen System mitmachen will, erkauft sich dies durch 10 Jahre Sondersteuer. Das würde mir ungemein helfen die EU-Vernegerungsbeschlüsse mit ihrer Wertschätzung für den "afrikanischen Beitrag zur europäischen Kultur" nachzuvollziehen. Das wäre ein Beitrag den ich tatsächlich akzeptieren und verstehen würde. Ich gehe davon aus, nur echte Asylwerber würden hier noch einen Antrag stellen.

    Wieso wird Somaliern in Österreich Asyl gewährt? Wie viele Länder haben die durchquert bis sie hier waren??

    • Wyatt
      23. Mai 2020 05:53

      …...weil auch in Österreich, die Einheimischen schneller abgeschafft werden sollen.

    • pressburger
      23. Mai 2020 07:15

      Definition "Migrationswerber" ? Ist damit die ganze Regierung, die ÖVP, die SPÖ, die Neos, die Grünen, die Caritas, die AK, die Gewerkschaften, die Industriellen Vereinigung, die Landeshauptleute und ihre Landesregierungen, gemeint ?

  10. Politicus1
    22. Mai 2020 11:10

    und noch eines:
    Gusenbauer wusste schon, warum er die roten Gewerkschafter und Arbeiterkämmerer NICHT in seinem SPÖ-Klub im Parlament haben wollte

  11. Politicus1
    22. Mai 2020 11:08

    einen zumindest rechnerischen Buchwert von einer Million hat bald ein Gewerbetreibender erreicht, allein mit einem eigenen Geschäftslokal und dazugehörigen Grundstück für Werkstätte, Parkplätzen ..

    Aber bei den Hunderttausenden Wienern im Gemeindebau kommt so eine 'Reichensteuer' halt gerade vor der Wienwahl sehr gut an.

    • Sensenmann
      23. Mai 2020 12:11

      Bald werden sich immer mehr zu besteuernde Millionäre finden.
      Hatten wir vor 100 Jahren schon.
      Irgenwann waren dann 10.000 Kronen 1 Schilling

      https://img.ma-shops.de/cdma/pic/a2c742326b2e04e0fde9ef9e12de1bef.jpg

      Ein Schilling war 0,21172086g Feingold, also etwa 9,8 EURO.
      Die Krone war bei Einführung 1892 0,304878 g Feingold also etwa 14 Euro

      Der Euro ist der nächste Währungsreform-Kandidat. Aber da ihn ja gut 96% unbedingt haben wollten und gegen den Schilling gestimmt haben, werden sie wieder einmal enteignet.

      Was bei der GR-Pleite aktuell war, wird wieder aktueller
      https://bit.ly/2TzGJIt

      Der letzte Absatz trifft auch uns - der Piefke ist schon ganz verrückt danach, zahlen zu dürfen...

  12. Riese35
    22. Mai 2020 11:08

    Eine Art von Vermögen fehlt noch: Grund und Boden. Die Chinesen warten schon, den kaufen zu können. Denn wer soll denn sonst diesen erwerben? Piräus ist schon unter chinesischer Kontrolle. Und zur Sicherung ihrer Interessen steht die Volksarmee bereit.

  13. Pyrrhon von Elis
    22. Mai 2020 10:05

    H. W. Sinn: Die Gewerkschaften sind ein Kartell derjenigen, die Arbeit haben. Und wie jedes Kartell dient es dazu, überhöhte Preise durchzusetzen. Würden sich die Löhne frei nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage bilden, gäbe es keine Arbeitslosigkeit. Es stellt sich im Gleichgewicht eine bestimmte Lohnhöhe ein, die den Markt räumt. Das Kartell dient dazu, einen höheren als den Gleichgewichtspreis durchzusetzen. Ist der Lohn höher, werden Arbeitskräfte, deren Beschäftigung sich für den Unternehmer nicht mehr lohnt, entlassen oder gar nicht erst eingestellt. Es entsteht Arbeitslosigkeit. An der Zahl der Arbeitslosen kann der Gewerkschafter ablesen, dass der Preis für Arbeit, den er durchgesetzt hat, höher war als derjenige, der sich ohne sein Zutun ergeben hätte. So gesehen ist jeder Arbeitslose mehr ein Orden mehr an der Brust des Gewerkschafters. (H.W. Sinn, Focus Money Online)

    Money: Was also tun?

    Sinn: Es gibt nur einen einzigen Weg: Die Macht der Gewerkschaften muss gebrochen werden. Die Tarifpartner sollten per Gesetz verpflichtet werden, in ihren Tarifverträgen wirksame Öffnungsklauseln vorzusehen, die es der Belegschaft eines Betriebs ermöglichen, freiwillig vom Flächentarifvertrag abzuweichen. Im Endeffekt würde das die Tarifautonomie stärken, weil die Belegschaften vor Ort mehr Mitspracherechte hätten.

    http://www.focus.de/finanzen/news/sinn-interview/gewerkschaften_aid_7130.html

    • Torres (kein Partner)
      24. Mai 2020 13:21

      Es gibt ja ein Beispiel: Margaret Thatcher hat die Macht der Gewerkschaften radikal gebrochen, was England damals einen einmaligen wirtschaftlichen Aufschwung mit minimler Arbeitslosigkeit gebracht hat. Aber in den heutgen sozialistischen oder pseudo-sozialistischen Regierungen ist der Name Thatcher des Teufels, daher wird es so etwas wohl nie wieder geben; da wird lieber massive Arbeitslosgkeit in Kauf genommen.

  14. Charlesmagne
    22. Mai 2020 09:55

    Milchstrasse*****************





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