Gelungene Integration – einmal so, einmal anders

Lesezeit: 4:00

Ich (Jahrgang 1941) habe das Ende des Krieges wahrscheinlich nicht bewusst erlebt. Dennoch bilde ich mir ein, dass ich die amerikanischen Panzer im Spalt neben heruntergelassenen Rollos habe einfahren sehen. Eher wohl eine phantastische Einbildung, basierend auf den Erzählungen der Eltern und Großeltern.

Wir Buben erwarteten mit Freude die Manöver der Amerikaner, besonders hatten es uns die Panzer angetan. Sie glichen unseren eher großen Spielzeugen. Ihre vernichtende Wucht wussten wir nicht einzuschätzen. 

Die Soldaten warfen Schokolade und Orangen von ihren Fahrzeugen und ergötzten sich an der Rangelei der Buben. Ich nahm daran nicht teil.

Die ländliche Gemeinde war binnen kurzer Zeit von ca. 3000 auf etwa 4500 Einwohner angewachsen. Visavis von meinem Elternhaus wohnten Siebenbürger Sachsen: Ein Ehepaar mit zwei Kindern und deren Großmutter. Mit dem etwa gleichaltrigen Buben freundete ich mich rasch an. Die Schwester – schon eine junge Dame – wurde bei den Pfadfindern meine "Akela". Das Verhältnis meiner Eltern und Großeltern zu dieser Familie war respektvoll bis freundschaftlich.

Die Flüchtlinge waren aber nicht von allen gern gesehen. So wurden sie von einem Teil der Bauern nicht geschätzt. Schließlich hatten sie nichts. Arbeiter betrachteten sie als Konkurrenz. Im Bergwerk, der Ziegelei und einigen aufblühenden Großunternehmen arbeiteten sie schließlich zunächst nebeneinander und dann gemeinsam.

Für uns einheimische Schulkinder waren die Hinzugekommenen eine Selbstverständlichkeit. Die Freundschaften kannten keine Grenzen.

Die Flüchtlinge erwarteten keine soziale Hängematte. Die hätte auch niemand gewähren können. Sie bauten in gegenseitiger Selbsthilfe ihre Häuschen. Die Frauen verdienten Geld durch Heimarbeiten, wie Fleckerl-Teppichweben.

Alle versuchten sich zu integrieren. Bei den dörflichen Großfesten (Glockenweihe, Musikfesten etc.) traten die Siebenbürger Sachsen mit ihren schmucken Trachten und Musikkapellen auf (wo hatten sie nur die Instrumente her?). Es war für alle eine Freude. Die Flüchtlinge waren um Integration bemüht.

Oktober 1956 kam die ungarische Krise. Die Sympathie für die Flüchtlinge ging quer durch die Bevölkerung. Auch die Ungarn nützten uns nicht aus.

1968 kam der Prager Frühling. Ein gewisser H.P glaubte zu wissen, dass die Sowjets nicht einmarschieren werden. Ich – von einem Nachbarn darauf angesprochen – sagte: Den Tschechen wird die Luft ausgehen. Leider kam es so. Ja mit dem Frühling ist es manchmal so eine Sache. Auch die Unterstützung der Tschechen war selbstverständlich.

Andreas Unterberger war 1968 Soldat. Ein damals noch junger Freund erlitt dasselbe Schicksal als Einjährig-Freiwilliger. Niemals melde ich mich zu etwas freiwillig, sagte er zu mir. Er – im späteren Beruf Mediziner – war auch nicht imstande dieses "Versprechen" einzuhalten. Seine gesamte Familie engagierte sich immer wieder sehr sozial. Schon vor der Flüchtlingskrise betreute seine Mutter Muslime im Lernen, damit sie in der Schule nicht scheitern. Nach Ende der gelungenen Unterstützung grüßten sie ihre Schützlinge nicht mehr. Die Frau des Freundes war bis vor kurzem ebenfalls jahrelang sehr in der Hilfe für Muslime engagiert, hat aber inzwischen aufgegeben. 

Auch in meinem engsten Bekannten- und Verwandtenkreis erfolgte einschlägige Unterstützung. Der Deutschunterricht durch eine Akademikerin und eine Pflichtschullehrerin scheiterte daran, dass die zu Unterrichtende nicht erschien oder glaubte, die Unterrichtszeit selbst bestimmen zu können. Dies ohne Rücksicht auf die beruflichen Pflichten der Lehrerinnen.

Den Sohn des muslimischen Ehepaars unterstützte ein anderer Akademiker. Er verschaffte ihm einen Platz in einer Handelsschule. Als Dank dafür destabilisierte der Knabe die Klasse. Deshalb sollte er von der Schule entfernt werden. Eine weitere Intervention veranlasste aber den gütigen Direktor wieder zur Aufnahme.

Vergebliche Mühe. Das richtige muslimische Bewusstsein trug der Jugendliche jedoch immer in sich. Ihn fördernde Frauen grüßte er nicht mehr. Dass man einer Frau nicht die Hand gibt, war natürlich selbstverständlich. Mitnahme in deren Auto wurde dagegen weiterhin gerne in Anspruch genommen. In seinem Elternhaus zeigte er sich nur mehr, um Geld (des österreichischen Steuerzahlers) abzuholen. Damit hat er freilich nicht auf dem großen Fuß leben können, auf dem er lebte. Dass er dies mit Hilfe illegaler Geschäfte finanziert haben musste, lag auf der Hand. Inzwischen ist er Gefängnisinsasse.

Rassismus?

Zurück zu 1968 und zur Corona-Pandemie. Auf jenes war der österreichische Staat nicht vorbereitet, auf diese ebenfalls nicht. Auch Krankenkassen und Ärztekammern machen einen eher hilflosen Eindruck. 1968 lag die Frage Einmarsch oder nicht in den Händen der Sowjets. Die Frage lag schon 1956 auf der Hand: Molotow war dafür, Chruschtschow dagegen. Den Coronaviren kann dagegen kein Machthaber einen wirksamen Befehl erteilen. Das könnte nicht einmal Mao Tse-Tung, wäre er noch am Leben.

Rudolf Reischauer ist emeritierter ordentlicher Professor für Zivilrecht.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2020 08:24

    Ein riesiger Unterschied. Dazu eine kleine Bemerkung. Die Menschen, die nach 1945 nach Österreich oder nach Deutschland aus Ostpreussen, dem sogenannten Sudetenland, aus Schlesien, aus Siebenbürgen, gekommen sind, waren keine Flüchtlinge, es waren Vertriebene. Sie wurden als Menschen, mit einer deutschen Identität, von den Besatzern ihrer Heimat, brutal, völkerrechtswidrig, vertrieben. Dabei wurden hunderttausende ermordet, überwiegend Alte, Frauen, Kinder. Die Männer sind entweder gefallen, oder waren in der Gefangenschaft.
    1956, 1968 sind Flüchtlinge aus Ungarn und der Tschechoslowakei nach Österreich gekommen, die in einen ähnlichen Kulturkreis gelebt haben, wie die österreichische Bevölkerung. Die Traditionen waren ähnlich, es verband sie auch eine gemeinsame Geschichte. Die Integration war nur eine Frage der Zeit, weil der Wille zu Integration vorhanden war. Diese Menschen, waren dem Staat der sie aufgenommen hat, dankbar für die Aufnahme und Unterstützung.
    Die moslemischen "Flüchtlinge" haben keinen Grund sich zu integrieren, sie werden es auch nie mehr tun. Der Beweis ist die Abkehr der zweiten und dritten Generation von den Werten der westlichen Zivilisation und die Zuwendung zum orthodoxen Islam.

  2. Ausgezeichneter Kommentator;-)
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2020 08:10

    "Wer Tauben füttert, füttert Ratten"

    (Mahnung der Wiener Stadtverwaltung).

  3. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2020 12:29

    An den Krieg kann ich mich nicht erinnern, aber sehr gut an die Besatzungszeit. Zur Großmutter gehen hiess, bei den Amis bleiben, der Sonntagsspaziergang ins Grüne hieß, zu den Russen, die übrigens zu uns Kindern auch sehr lieb waren, allerdings Schoki und Kautschi gab's nur bei den Amis.
    Die Zerschlagung des Prager Frühlings hab ich hautnah erlebt, ich war am Tag des Einmarsches in der Slowakei, ganz an der nordöstlichen Grenze. Es war grauenhaft, den Verfall der Hoffnung mitzuerleben, unsere Tante hat ganz hoffnungsvoll am Tag unserer Ankunft gemeint, jetzt wird alles gut, wenn sogar U Thant (UNO) nach Prag kommt (damals war es ja noch die Tschechoslowakei), ein paar Tage später stand sie um 6 Uhr in der Früh am Bett und meinte aufstehen, aufstehen, die Russen sind da. Also schnell alles zusammengepackt und zur nächsten Tankstelle, Benzin musste her, denn die Fahrt nach Österreich war doch nicht gerade ein Katzensprung und wer weiss, was unterwegs los war. Als Ausländer durften wir zur Zapfsäule, denn es waren Schlangen von Autos (obwohl es ja damals gar nicht so viele gab), alle wollten noch Benzin hamstern, man wusste ja nicht was kommt. Unsere Fahrt war begleitet von Militärkonvois und in Pressburg war der Teufel los, da waren die Panzer unterwegs, na ja das brauch ich ja nicht zu schildern, da gab es ja dann schon genug Fernsehbilder.
    Also es ist nicht so, dass unsereins nicht auch was erlebt hätte, das die Begriffe wie Asyl, Integration, etc. verdeutlicht hätte. Wir wissen schon, was man darunter versteht und wie man das hinbringt, aber das, was heute oft abgeht, ist mit unseren Wertevorstellungen nicht unbedingt vereinbar. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Eine Verwandte von mir gibt zwei Volksschülern, türkische Familie, Lernhilfe. Die Kinder sind sehr gut erzogen, bedanken sich für alles und die Eltern zeigen ihre Dankbarkeit in den verschiedensten Formen. Die wissen, dass für die Kinder das Beherrschen der deutschen Sprache das Um und Auf für den Start ins Berufsleben ist. Wenn ich aber wie gestern von meinem Schreibtisch auf die Straße schau und vier junge Männer, ganz klar als Nichtösterreicher erkennbar, da vorbeigrölen höre und sehe, natürlich ohne Abstand, dann frag ich mich, warum müssen wir uns das gefallen lassen? Unsere Leute werden gestraft, da ist die Polizei schnell zur Stelle.
    Gilt die Verordnung jetzt tatsächlich nur für Österreicher oder wie? Oder wollen die Polizisten (ich mein natürlich auch die Innen, aber mir ist das zu blöd, das zu schreiben) schlicht und einfach mit diesen Leuten keinen Wickel haben? Ich könnt mir vorstellen, dass das genau die sind, die auch ihrer Lehrerin gegenüber handgreiflich werden (da gehen ja Kerln in die NMS, die einen KOpf größer sind als ihre Lehrerin, also noch so ganz Junge) und auf die Frage, warum sie sich das gefallen lässt hat sie gemeint, wenn sie einen Aufstand macht, dann kommt der Vater und dann eskaliert das Ganze so, dass man noch mehr Angst haben muss.
    Also jeder von uns hat so seine Erfahrungen mit gelungener und nichtgelungener Integration. Aber das, was man darüber liest, ist natürlich ungleich mehr wie das, was erlebbar ist von jedem Einzelnen und wenn man nicht gerade nur ORF schaut und den Benkoexpress liest, erfährt man noch viel mehr, und das ist nicht immer nur das Schöne.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorriri
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2020 16:53

    Nachdem die Tschechen kurz nach Kriegsende die gewaltsame Vertreibung und den Massenmord an Deutschen und Altösterreichern begingen, mit unglaublichen Gräueltaten, haben sie dann 1968 bei ihren so verhassten Nachbarn Zuflucht gesucht.
    Die Unterstützung für die Tschechen ist deshalb nicht so selbstverständlich wie für die Ungarn. Trotzdem wurde geholfen.
    Zu dieser Zeit hatte ich einen Geflüchteten zur Ausbildung, und nach 6 Monaten sagte ich zu ihm, du sprichst auch schon sehr gut deutsch. Darauf erwiderte er, die Sprache des Feindes zu verstehen ist mein Anliegen.
    Das ist so eine Sache mit der Integration.
    Alle meine ausgesiedelten Verwandten haben sich ein Haus gebaut, nur mit deren Hände Arbeit, mit Schaufel und Krampen, ohne Mischmaschine. Jeden Tag nach Arbeitsschluß, jahrelang. Sie sind niemanden zur Last gefallen.
    1965 haben wir unser kleines, ehemals schmucke Dorf besucht. Heruntergekommen, keine Gehsteige, verfallene Häuser, der Friedhof verwüstet. Eine Frau, in unserem Haus wohnhaft, erzählte uns, sie kommt aus dem Osten und das Haus wurde ihr übergeben. Sie dachte, jetzt bin ich reich, und es bleibt so.
    Das ist so eine Sache mit der Integration. Wo hat denn je so eine stattgefunden zum Vorteil Österreichs?

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2020 15:15

    Herr Prof. Rudolf Reischauer, Ihr Beitrag hat mich zutiefst berührt, zumal ich auch Ihrer Altersgruppe angehöre!
    Ich ärgere mich immer, wenn die Zuwanderer von heute in einem Atemzug genannt werden und irreführend als "Flüchtlinge" bezeichnet werden wie unsere ehemaligen "Heimatvertriebenen", die ECHTEN FLÜCHTLINGE von damals! Das ist eine unverschämte Verniedlichung der Flüchtlings-Tragödie im Zuge des 2. Weltkrieges!
    Ich würde sagen, da vergleicht man nicht nur Äpfel mit Birnen, sondern mit Rüben!

    Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als im Jänner 1945 plötzlich eine völlig erschöpfte Familie aus der BATSCHKA bei unserer Tür hereintrat.

    Das kam so: Mein großer Bruder war als Bub mit vielen anderen Buben etwa drei Jahre zuvor für sechs Wochen in der Batschka gewesen---zum Aufpäppeln (er hatte sechs Kilo zugenommen, so gut war er gefüttert worden!), denke ich; ich habe leider, als noch Zeit gewesen wäre, nicht weiter nachgefragt.....

    Mit dieser Familie stand meine Mutter seither in Briefkontakt. Als die Lage wegen der vordringenden Russen gefährlich zu werden drohte, schrieb sie dieser Familie, sie sollten versuchen, zu uns zu kommen. Und da standen sie nun: Das ältere Ehepaar---der Mann mit schwerer Mittelohrentzündung---drei der vier Töchter und ein dreijähriger Enkel, dessen Vater in Rußland war. Zunächst waren sie mit ihrem Fuhrwerk geflüchtet, weiter ging's dann per Bahn in Viehwaggons über SCHLESIEN bis zu uns. SECHS WOCHEN waren sie unterwegs gewesen!

    Meine Eltern taten für sie, was sie nur konnten---aber auch zuvor und danach für viele andere Heimatvertriebene! Der Dank dieser aufrechten, bescheidenen Menschen galt lebenslang!

    In meiner Schulklasse waren auch mehrere Flüchtlingskinder. Sie paßten sich ganz selbstverständlich an und waren ungemein fleißig---weder für die Lehrer, noch für uns Mitschüler ein Problem---sie gehörten einfach zu uns!

    Meine Hochachtung vor den HEIMATVERTRIEBENEN, zu denen auch mein späterer Mann zählte, wuchs von Jahr zu Jahr---bis heute!

    Was für ein Unterschied zu denen, die uns heutzutage als "Flüchtlinge" AUFGEDRÄNGT werden und die uns fürchterlich auf der Tasche liegen! Es ist unverschämt, diese Leute, deren Ziel das Schmarotzen ist, als Flüchtlinge zu bezeichnen---die wenigsten von ihnen haben unsere Zuwendung auch nur ansatzweise verdient.

    Die "Flüchtlinge" von 1944/45 haben zum WIEDERAUFBAU tatkräftig ihr Bestes beigetragen---ihren Fleiß, ihre Redlichkeit, ihr handwerkliches Geschick u.v.a.m.

    Die sog. "Flüchtlinge" (besonders) seit 2015 wollen nur schmarotzen und bringen uns in vielerlei Hinsicht (SCHUL-BILDUNG!) an den Ruin!

    Um es kurz zu sagen: Die einen gaben, die anderen nehmen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2020 17:24

    Unsere Heimatvertriebenen---damals nannte man sie die "VOLKSDEUTSCHEN"---waren allerdings nicht überall mit offenen Armen aufgenommen worden! Man fürchtete nach dem Zusammenbruch, als so Vieles darniederlag, das Wenige, das geblieben war, TEILEN zu müssen. Da hatte man aber nicht mit den soliden Eigenschaften dieser nun Heimatlosen gerechnet!

    Es ist eine Schande, aber ich erinnere mich noch zu gut, wie armselig diese Volksdeutschen, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren hatten zum Teil hausen mußten, wie man sie als Zigeuner bezeichnete und viel Schlimmes mehr. Heute tut man immer so, als wären sie damals von allen Österreichern gut aufgenommen worden---das ist eine glatte Verdrehung der Tatsachen! Am miesesten wurden sie übrigens von den Schwarzen behandelt!

    Eine alte Freundin aus dieser Zeit erzählte mir, daß ihr Vater in Bistritz Mühlenbesitzer gewesen war. Als es zur Flucht kam, waren sie gerade einmal 13 Monate zuvor in ihr neues Haus gezogen; den Hausschlüssel hat sie noch. In dem Haus, in dem sie in
    OÖ Zuflucht fanden---in einer kleinen Kammer neben dem Heuboden, lebte eine einheimische Familie, die den Flüchtlingen nicht erlaubte, die Stiege im Haus zu benützen; sie mußten außen über eine steile Holztreppe hinauf gehen. Daß ihr Sohn später die Tochter dieser Familie heiratete, war am Anfang nicht ganz leicht für meine Freundin, aber sie hat weder ihrem Sohn, noch ihrer Schwiegertochter ein Sterbenswörtchen davon erzählt.


alle Kommentare

  1. astuga (kein Partner)
    27. März 2020 20:03

    Wobei die negative Entwicklung bereits mit den "Flüchtlingen" der Balkankriege begann.
    Einige waren natürlich echte Flüchtlinge, andere sind damals jedes Wochenende aus dem sicheren Österreich zum kämpfen runter gefahren.
    Doch viele haben sich bis heute nur zum Schein bzw oberflächlich integriert, selbst wenn sie neuerdings Ministerposten in Österreich inne haben.
    Wenn sie dann in Werbespots oder in Moscheen zu ihren "früheren" Landsleuten sprechen, zeigen sie ihr wahres Gesicht und ihre Geringschätzung gegenüber Österreich und unserer Kultur.
    Typisch für Menschen deren Notlage bereits damals bloß ein Vorwand war um es sich auf Kosten anderer zu verbessern.

    • astuga (kein Partner)
      27. März 2020 20:12

      Und das absurde wie abstoßende an westlichen Politikern ist, dass diese sich immer ausgerechnet bei den Radikalen und Charakterlosen anbiedern, und ihnen eine öffentliche Plattform und Aufstiegsmöglichkeiten bieten.

      Die tatsächlich gut integrierten, problemlosen, modernen lässt man links liegen.
      Ja man legt ihnen sogar noch Steine in den Weg oder setzt sie ab.
      Das reicht von Irfan Peci, Efghani Dönmez bis zu Akif Piricci in Deutschland.

  2. Undine
    26. März 2020 17:24

    Unsere Heimatvertriebenen---damals nannte man sie die "VOLKSDEUTSCHEN"---waren allerdings nicht überall mit offenen Armen aufgenommen worden! Man fürchtete nach dem Zusammenbruch, als so Vieles darniederlag, das Wenige, das geblieben war, TEILEN zu müssen. Da hatte man aber nicht mit den soliden Eigenschaften dieser nun Heimatlosen gerechnet!

    Es ist eine Schande, aber ich erinnere mich noch zu gut, wie armselig diese Volksdeutschen, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren hatten zum Teil hausen mußten, wie man sie als Zigeuner bezeichnete und viel Schlimmes mehr. Heute tut man immer so, als wären sie damals von allen Österreichern gut aufgenommen worden---das ist eine glatte Verdrehung der Tatsachen! Am miesesten wurden sie übrigens von den Schwarzen behandelt!

    Eine alte Freundin aus dieser Zeit erzählte mir, daß ihr Vater in Bistritz Mühlenbesitzer gewesen war. Als es zur Flucht kam, waren sie gerade einmal 13 Monate zuvor in ihr neues Haus gezogen; den Hausschlüssel hat sie noch. In dem Haus, in dem sie in
    OÖ Zuflucht fanden---in einer kleinen Kammer neben dem Heuboden, lebte eine einheimische Familie, die den Flüchtlingen nicht erlaubte, die Stiege im Haus zu benützen; sie mußten außen über eine steile Holztreppe hinauf gehen. Daß ihr Sohn später die Tochter dieser Familie heiratete, war am Anfang nicht ganz leicht für meine Freundin, aber sie hat weder ihrem Sohn, noch ihrer Schwiegertochter ein Sterbenswörtchen davon erzählt.

    • Undine
      26. März 2020 17:26

      Korrektur:

      "In dem Haus, in dem sie in OÖ Zuflucht fanden---in einer kleinen Kammer neben dem Heuboden!---, lebte eine einheimische Familie, die den Flüchtlingen nicht erlaubte, die Stiege im Haus zu benützen;

  3. Undine
    26. März 2020 15:15

    Herr Prof. Rudolf Reischauer, Ihr Beitrag hat mich zutiefst berührt, zumal ich auch Ihrer Altersgruppe angehöre!
    Ich ärgere mich immer, wenn die Zuwanderer von heute in einem Atemzug genannt werden und irreführend als "Flüchtlinge" bezeichnet werden wie unsere ehemaligen "Heimatvertriebenen", die ECHTEN FLÜCHTLINGE von damals! Das ist eine unverschämte Verniedlichung der Flüchtlings-Tragödie im Zuge des 2. Weltkrieges!
    Ich würde sagen, da vergleicht man nicht nur Äpfel mit Birnen, sondern mit Rüben!

    Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als im Jänner 1945 plötzlich eine völlig erschöpfte Familie aus der BATSCHKA bei unserer Tür hereintrat.

    Das kam so: Mein großer Bruder war als Bub mit vielen anderen Buben etwa drei Jahre zuvor für sechs Wochen in der Batschka gewesen---zum Aufpäppeln (er hatte sechs Kilo zugenommen, so gut war er gefüttert worden!), denke ich; ich habe leider, als noch Zeit gewesen wäre, nicht weiter nachgefragt.....

    Mit dieser Familie stand meine Mutter seither in Briefkontakt. Als die Lage wegen der vordringenden Russen gefährlich zu werden drohte, schrieb sie dieser Familie, sie sollten versuchen, zu uns zu kommen. Und da standen sie nun: Das ältere Ehepaar---der Mann mit schwerer Mittelohrentzündung---drei der vier Töchter und ein dreijähriger Enkel, dessen Vater in Rußland war. Zunächst waren sie mit ihrem Fuhrwerk geflüchtet, weiter ging's dann per Bahn in Viehwaggons über SCHLESIEN bis zu uns. SECHS WOCHEN waren sie unterwegs gewesen!

    Meine Eltern taten für sie, was sie nur konnten---aber auch zuvor und danach für viele andere Heimatvertriebene! Der Dank dieser aufrechten, bescheidenen Menschen galt lebenslang!

    In meiner Schulklasse waren auch mehrere Flüchtlingskinder. Sie paßten sich ganz selbstverständlich an und waren ungemein fleißig---weder für die Lehrer, noch für uns Mitschüler ein Problem---sie gehörten einfach zu uns!

    Meine Hochachtung vor den HEIMATVERTRIEBENEN, zu denen auch mein späterer Mann zählte, wuchs von Jahr zu Jahr---bis heute!

    Was für ein Unterschied zu denen, die uns heutzutage als "Flüchtlinge" AUFGEDRÄNGT werden und die uns fürchterlich auf der Tasche liegen! Es ist unverschämt, diese Leute, deren Ziel das Schmarotzen ist, als Flüchtlinge zu bezeichnen---die wenigsten von ihnen haben unsere Zuwendung auch nur ansatzweise verdient.

    Die "Flüchtlinge" von 1944/45 haben zum WIEDERAUFBAU tatkräftig ihr Bestes beigetragen---ihren Fleiß, ihre Redlichkeit, ihr handwerkliches Geschick u.v.a.m.

    Die sog. "Flüchtlinge" (besonders) seit 2015 wollen nur schmarotzen und bringen uns in vielerlei Hinsicht (SCHUL-BILDUNG!) an den Ruin!

    Um es kurz zu sagen: Die einen gaben, die anderen nehmen.

    • Undine
      26. März 2020 16:56

      PS: Alle Heimatvertriebenen, wirklich alle, hatten in der ersten Zeit die Hoffnung, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können, wo sie alles zurückgelassen hatten! Als sich herausstellte, daß dies unmöglich sei, begannen sie, ihre bescheidenen Häuser zu bauen. Aber das Heimweh nach der alten Heimat, die viele Generationen vor ihnen in unbewohnten, aber auch fürs Erste unbewohnbaren Landstrichen dank ihrer Tüchtigkeit unter fast unmenschlichen Mühen zu blühenden Landschaften gemacht hatten, war sehr groß---oft bis ins hohe Alter! Auch mein Mann schwärmte immer von seiner Heimatstadt Marburg an der Drau, von Pettau, von der schönen untersteirischen Landschaft und dem milden Klima.....

  4. Peregrinus
    26. März 2020 13:12

    @ Pressburger
    Es handelte sich sehr wohl um Flüchtlinge. Die besondere Ursache der Flucht war die Vertreibung. Die Vertriebenen waren z.B. nicht weniger Flüchtlinge als jene, die in Furcht vor der roten Armee ihre Heimat verließen. Wer dagegen der Heimat den Rücken kehrt, um in der Ferne Wohlstand zu suchen, ist kein Flüchtling. - Soviel zur Klarstellung, nicht zwecks Besserwisserei.

  5. riri
    25. März 2020 16:53

    Nachdem die Tschechen kurz nach Kriegsende die gewaltsame Vertreibung und den Massenmord an Deutschen und Altösterreichern begingen, mit unglaublichen Gräueltaten, haben sie dann 1968 bei ihren so verhassten Nachbarn Zuflucht gesucht.
    Die Unterstützung für die Tschechen ist deshalb nicht so selbstverständlich wie für die Ungarn. Trotzdem wurde geholfen.
    Zu dieser Zeit hatte ich einen Geflüchteten zur Ausbildung, und nach 6 Monaten sagte ich zu ihm, du sprichst auch schon sehr gut deutsch. Darauf erwiderte er, die Sprache des Feindes zu verstehen ist mein Anliegen.
    Das ist so eine Sache mit der Integration.
    Alle meine ausgesiedelten Verwandten haben sich ein Haus gebaut, nur mit deren Hände Arbeit, mit Schaufel und Krampen, ohne Mischmaschine. Jeden Tag nach Arbeitsschluß, jahrelang. Sie sind niemanden zur Last gefallen.
    1965 haben wir unser kleines, ehemals schmucke Dorf besucht. Heruntergekommen, keine Gehsteige, verfallene Häuser, der Friedhof verwüstet. Eine Frau, in unserem Haus wohnhaft, erzählte uns, sie kommt aus dem Osten und das Haus wurde ihr übergeben. Sie dachte, jetzt bin ich reich, und es bleibt so.
    Das ist so eine Sache mit der Integration. Wo hat denn je so eine stattgefunden zum Vorteil Österreichs?

    • pressburger
      25. März 2020 17:28

      "Trotzdem wurde geholfen", es wurde nicht viel gefragt, es wurde geholfen.
      Ein riesiger Unterschied, was bekamen die Altösterreicher die aus Böhmen, fälschlicherweise Sudetenland genannt, an Unterstützung ? Praktisch nichts. Sie konnten und durften arbeiten. Das war für diese anständigen und fleissigen Menschen schon genug.
      Über die feindliche Haltung der Muselmanen, die alles bekommen, zu ihrem Gastland, möchte ich lieber nichts weiter schreiben.

  6. Ingrid Bittner
    25. März 2020 12:29

    An den Krieg kann ich mich nicht erinnern, aber sehr gut an die Besatzungszeit. Zur Großmutter gehen hiess, bei den Amis bleiben, der Sonntagsspaziergang ins Grüne hieß, zu den Russen, die übrigens zu uns Kindern auch sehr lieb waren, allerdings Schoki und Kautschi gab's nur bei den Amis.
    Die Zerschlagung des Prager Frühlings hab ich hautnah erlebt, ich war am Tag des Einmarsches in der Slowakei, ganz an der nordöstlichen Grenze. Es war grauenhaft, den Verfall der Hoffnung mitzuerleben, unsere Tante hat ganz hoffnungsvoll am Tag unserer Ankunft gemeint, jetzt wird alles gut, wenn sogar U Thant (UNO) nach Prag kommt (damals war es ja noch die Tschechoslowakei), ein paar Tage später stand sie um 6 Uhr in der Früh am Bett und meinte aufstehen, aufstehen, die Russen sind da. Also schnell alles zusammengepackt und zur nächsten Tankstelle, Benzin musste her, denn die Fahrt nach Österreich war doch nicht gerade ein Katzensprung und wer weiss, was unterwegs los war. Als Ausländer durften wir zur Zapfsäule, denn es waren Schlangen von Autos (obwohl es ja damals gar nicht so viele gab), alle wollten noch Benzin hamstern, man wusste ja nicht was kommt. Unsere Fahrt war begleitet von Militärkonvois und in Pressburg war der Teufel los, da waren die Panzer unterwegs, na ja das brauch ich ja nicht zu schildern, da gab es ja dann schon genug Fernsehbilder.
    Also es ist nicht so, dass unsereins nicht auch was erlebt hätte, das die Begriffe wie Asyl, Integration, etc. verdeutlicht hätte. Wir wissen schon, was man darunter versteht und wie man das hinbringt, aber das, was heute oft abgeht, ist mit unseren Wertevorstellungen nicht unbedingt vereinbar. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Eine Verwandte von mir gibt zwei Volksschülern, türkische Familie, Lernhilfe. Die Kinder sind sehr gut erzogen, bedanken sich für alles und die Eltern zeigen ihre Dankbarkeit in den verschiedensten Formen. Die wissen, dass für die Kinder das Beherrschen der deutschen Sprache das Um und Auf für den Start ins Berufsleben ist. Wenn ich aber wie gestern von meinem Schreibtisch auf die Straße schau und vier junge Männer, ganz klar als Nichtösterreicher erkennbar, da vorbeigrölen höre und sehe, natürlich ohne Abstand, dann frag ich mich, warum müssen wir uns das gefallen lassen? Unsere Leute werden gestraft, da ist die Polizei schnell zur Stelle.
    Gilt die Verordnung jetzt tatsächlich nur für Österreicher oder wie? Oder wollen die Polizisten (ich mein natürlich auch die Innen, aber mir ist das zu blöd, das zu schreiben) schlicht und einfach mit diesen Leuten keinen Wickel haben? Ich könnt mir vorstellen, dass das genau die sind, die auch ihrer Lehrerin gegenüber handgreiflich werden (da gehen ja Kerln in die NMS, die einen KOpf größer sind als ihre Lehrerin, also noch so ganz Junge) und auf die Frage, warum sie sich das gefallen lässt hat sie gemeint, wenn sie einen Aufstand macht, dann kommt der Vater und dann eskaliert das Ganze so, dass man noch mehr Angst haben muss.
    Also jeder von uns hat so seine Erfahrungen mit gelungener und nichtgelungener Integration. Aber das, was man darüber liest, ist natürlich ungleich mehr wie das, was erlebbar ist von jedem Einzelnen und wenn man nicht gerade nur ORF schaut und den Benkoexpress liest, erfährt man noch viel mehr, und das ist nicht immer nur das Schöne.

    • pressburger
      25. März 2020 17:21

      Die Polizisten haben einen ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb. Sie wissen, von vorne werden sie von Schützlingen der Regierung, von hinten treten ihnen die Medien und ihre Vorgesetzten in den Allerwertesten.

  7. pressburger
    25. März 2020 08:24

    Ein riesiger Unterschied. Dazu eine kleine Bemerkung. Die Menschen, die nach 1945 nach Österreich oder nach Deutschland aus Ostpreussen, dem sogenannten Sudetenland, aus Schlesien, aus Siebenbürgen, gekommen sind, waren keine Flüchtlinge, es waren Vertriebene. Sie wurden als Menschen, mit einer deutschen Identität, von den Besatzern ihrer Heimat, brutal, völkerrechtswidrig, vertrieben. Dabei wurden hunderttausende ermordet, überwiegend Alte, Frauen, Kinder. Die Männer sind entweder gefallen, oder waren in der Gefangenschaft.
    1956, 1968 sind Flüchtlinge aus Ungarn und der Tschechoslowakei nach Österreich gekommen, die in einen ähnlichen Kulturkreis gelebt haben, wie die österreichische Bevölkerung. Die Traditionen waren ähnlich, es verband sie auch eine gemeinsame Geschichte. Die Integration war nur eine Frage der Zeit, weil der Wille zu Integration vorhanden war. Diese Menschen, waren dem Staat der sie aufgenommen hat, dankbar für die Aufnahme und Unterstützung.
    Die moslemischen "Flüchtlinge" haben keinen Grund sich zu integrieren, sie werden es auch nie mehr tun. Der Beweis ist die Abkehr der zweiten und dritten Generation von den Werten der westlichen Zivilisation und die Zuwendung zum orthodoxen Islam.

    • Gerald
      25. März 2020 08:59

      Es waren Vertriebene UND wirkliche Flüchtlinge! Denn damals wurden sie unzweifelhaft verfolgt und flüchteten ins nächstsichere Gebiet und nicht um den halben Erdball (das taten zwar manche dann auch, aber als Migranten nach den jeweiligen Einwanderungskriterien).

    • glockenblumen
      25. März 2020 16:51

      @ pressburger

      ***************************************!
      die gemeinsame christliche Prägung darf ich noch hinzufügen, welche Zusammenhalt und Integration ermöglichte!

    • Wyatt
      26. März 2020 06:21

      *******
      *******
      *******

  8. ;-)
    25. März 2020 08:10

    "Wer Tauben füttert, füttert Ratten"

    (Mahnung der Wiener Stadtverwaltung).

    • Ingrid Bittner
      25. März 2020 12:05

      Das ist doch einmal ein wirklich guter Satz der Wiener Stadtverwaltung. Der ist es wert, vielfach verbreitet zu werden (natürlich mit Quellenangabe!!!!)





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