Warum Linke immer Recht haben

Lesezeit: 4:30

Die erste und wichtigste Voraussetzung dafür ist, nur jene Informationen aufzunehmen, die die eigene Meinung bestätigen. Das fällt am leichtesten, wenn man nur linke Medien konsumiert und nur mit anderen Linken diskutiert. Dieses auch als "Bestätigungsfehler" bekannte Verhalten ist natürlich notwendig, aber bei weitem noch nicht hinreichend. Es reicht nicht, Recht zu haben, man muss dies gegenüber jenen, die eine andere Meinung vertreten, auch durchsetzen.

Dafür muss man nur ein paar weitere einfache Prinzipien beachten:

  1. Bei Diskussionen – selbst zu naturwissenschaftlichen Themen und erst recht bei politischen – geht es nicht darum, mit den Regeln der Logik herauszufinden, was wahr und was falsch ist. Es geht immer um den Kampf zwischen Gut und Böse. Der Teufel schläft ja bekanntlich nicht.
  2. Wer eine Meinung vertritt, die von der eigenen wesentlich abweicht, hat nicht einfach eine andere Meinung, sondern per se unrecht. Da die eigene Meinung schlicht die unumstößliche Wahrheit wiedergibt und diese Tatsache sowohl klar als auch selbstverständlich ist, sind Abweichler davon Leugner von Tatsachen und als solche natürlich moralisch minderwertig.
  3. Bei eigenen Diskussionsveranstaltungen und in eigenen Medien kommen tunlichst nur Personen zu Wort, die im Wesentlichen dieselbe Meinung haben. Schließlich will man den Bösen ja keine Bühne bieten. Außerdem laufen die Diskussionen dann auch gleich viel harmonischer ab.
  4. Wenn man zu fremden Diskussionsveranstaltungen eingeladen wird, schlägt man die Einladung aus, wenn die Gefahr besteht, dass man dort auf Böse treffen könnte oder gar mit ihnen diskutieren müsste. Dies gilt sinngemäß auch für die Einladung, in fremden Medien Artikel zu verfassen, in denen auch Böse publizieren. Die Kontaktschuld, die man sich dadurch auflädt, wiegt schwerer als die Chance, die eigene Meinung breiter publizieren zu können.
  5. Wenn man sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal in einer Diskussion mit Bösen wiederfindet, ist besondere Sorgfalt geboten. Sachliche Argumentation ist tunlichst zu vermeiden. Die dafür erforderliche intellektuelle Energie fehlt sonst für die Hauptaufgabe, die Bösen als solche zu entlarven. Besser ist es daher, diesen ständig ins Wort zu fallen und sie als Person zu attackieren, oder wie die Fußballer sagen: "den Mann und nicht den Ball zu spielen". Besonders elegant ist es, dezent darauf hinzuweisen, dass der Böse ja nur ein Mann ist, außerdem auch noch alt und weiß.

Den Ekel, mit einem Bösen im selben Raum zu sitzen, den Zusehern auch körpersprachlich – wie insbesondere durch einen angewiderten Gesichtsausdruck – zu vermitteln, gehört dagegen schon zur hohen Schule der linken Rechthaberei. Zusätzlich auch noch stundenlang dieselben drei bis fünf[1] falschen Anschuldigungen vorzubringen, dabei selbst für sozialistische Verhältnisse besonders präpotent und arrogant wirken und gleichzeitig auch noch den Eindruck eines trotzigen, verzogenen Kindes zu machen, gelingt selbst besonders Talentierten nur nach jahrelangem intensivem Training.

  1. Andere Meinungen sind als unwissenschaftlich, als rassistisch, als Hass und Hetze oder als Ausdruck einer psychischen Erkrankung (Phobie) zu bezeichnen. Welche Bezeichnung im Einzelfall gewählt wird, hängt nicht von Inhalt oder Form der bösen Meinung ab, sondern wovon man vermutet, dass man damit beim Publikum gerade noch nicht als völlig jenseitig eingeschätzt wird.
  2. Als Mitglied einer das gesamte Volk repräsentierenden politischen Körperschaft darf man es nicht zulassen, dass dort über politische Entscheidungen, die man möglichst unbemerkt vom Volk beschließen will, diskutiert wird. Über derart unsittliche Ansinnen hat man sich als Abgeordnete daher möglichst emotional zu empören.
  3. Wenn sich Menschen mit anderer Meinung, also böse Menschen, in größerer Zahl (ab ungefähr zehn) treffen oder gar eine offizielle Veranstaltung abhalten wollen, müssen solche Vernetzungstreffen verhindert werden. Die Vermieter von Räumlichkeiten für solche Veranstaltungen sind subtil darüber zu informieren, dass sie erstens unwissentlich, ihre Räume Bösen vermieten wollten und zweitens dass ihnen – jetzt wo sie wissen, dass das so ist – Schäden entstehen können, wenn sie es dennoch tun.
  4. Falls die Information der Raumvermieter nicht wirkt und die Veranstaltung (das Vernetzungstreffen) der Bösen dennoch stattfindet, gilt es, dagegen aufrecht Haltung zu zeigen; am besten natürlich mit verhülltem Gesicht. Die Veranstaltung der Bösen möglichst doch noch zu verhindern ist der Zweck. Geheiligte Mittel dazu sind: Lärmen, Veranstaltungsbesucher am Zugang zum Veranstaltungsort zu hindern, sie zu beschimpfen, ihre Kleidung zu beschmutzen, sie körperlich zu attackieren oder ihre Autos zu beschädigen, den Veranstaltungssaal zu stürmen, das Veranstaltungsgebäude zu beschädigen, usw.
  5. Besonders wichtig ist es, sich immer dessen bewusst zu sein, dass Menschen mit einer anderen Meinung, moralisch minderwertig und womöglich gar keine echten Menschen sind.

Was am Ende einer solchen festen sozialistischen Haltung stehen kann, ist aus der Geschichte (Sowjetunion 1917-39, Deutschland 1941-45, China 1966-69, Kambodscha 1975-79) gut bekannt. Hier ist unserem Herrn Bundespräsidenten zuzustimmen. Bei diesen fürchterlichen Verbrechen soll man nicht nur das Ende betrachten, sondern auch, wie sie begonnen haben. 

[1] Es dürfen auf keinen Fall mehr als fünf Aussagen sein, damit man sie sich alle merken kann. Außerdem würde man sonst auch das Publikum heillos überfordern, das – selbst wenn es auch links ist - ja bei weitem nicht so intelligent sein kann, wie man es selbst ist.

Norman Svoboda ist in sozialdemokratischem Milieu aufgewachsen und hat viele der hier beschrieben Verhaltensweisen direkt beobachtet. Er arbeitet im Magistrat der Stadt Wien und schreibt deshalb unter Pseudonym.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorharo
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2020 09:57

    Der ORF bestätigt alle Aussagen des Autors.
    Rechtsradikal wird bald jemand genannt, auch wenn er sich nichts zuschulden kommen ließ, aber von der politisch-korrekten linken Meinung abweicht, hingegen werden linksradikale Gewalttäter -wenn überhaupt von ihnen berichtet wird- beschönigend als Chaoten und Aktivisten bezeichnet.
    Hat man je eine Reportage gemacht und gezeigt über die gesellschaftlichen Probleme hervorgerufen durch massenhafte Einwanderung aus anderen Kulturen?
    Hat man auf Universitäten Projekte erlaubt die sich damit beschäftigen ?
    Lieber schiebt man die Schuld an den Problemen jenen zu die sie aufzeigen und nicht jenen die sie verursachen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2020 13:20

    Man kann sich auch ergänzend zu der Superzusammenfassung auch noch unseren Ex-Innenminister Kickl anhören, der hatte ja gestern auch so einige Dinge zu links bzw. linksinfiltriert berichtet:
    https://www.youtube.com/watch?v=JRgCKPOyDFg

  3. Ausgezeichneter KommentatorKyrios Doulos
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2020 09:26

    AUSGEZEICHNET ZUSAMMENGEFASST! Danke!

    Wie schön, daß auch wir unseren klitzekleinen Marsch durch die Institutionen haben und N.Svoboda im Wiener Magistrat sitzt.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2020 12:06

    Norman Svoboda,
    hervorragend auf den Punkt gebracht! DANKE !
    ******
    ******
    ******

  5. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2020 16:31

    Das Vorgehen der staatseigenen TV Anstalten, in Ö oder D, entspricht genau diesem beschriebenen Muster.
    Weil die Linken, wen es um die Diffamierung des Klassenfeindes geht, kreativ vorgehen, haben sie sogar das Publikum in die Studios eingeladen. Das vorselektionierte Publikum bestehend aus auserlesenen claqueren, poscht dann an der richtigen Stelle.
    Ein Satz des Bedauerns. Anfänglich waren die Diskussionen im Servus TV noch Diskussionen. Warum auch immer, hat die Veranstaltung im Hangar 7, eine ähnliche Entwicklung genommen. Diese Veranstaltung wird zunehmend mehr von den Linken beherrscht, und verläuft dementsprechend unzivilisiert.
    Diskussionskultur ist etwas, was im klassenkämpferischen Bewusstsein eines Linken nicht vorkommt. Andersdenkende, andere Meinung vertretende, sind Feinde. Mit Feinden wird nicht diskutiert, Feinde werden eliminiert. Die Eliminierung des Klassenfeindes verläuft stufenweise. Der Umgang mit Klassenfeinden in sozialistischen Gesellschaften liefert an Anschauungsmaterial, mehr als genug.

  6. Ausgezeichneter KommentatorKonfrater
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Januar 2020 03:28

    Vor mittlerweile schon recht vielen Jahren, bin ich einmal mit einer Gruppe internationaler Kollegen zusammengesessen. Irgendwann fragte mich ein jüngerer Kollege, seit wann ich denn kein Linker mehr wäre. Meine Antwort: Ich sei wohl nie einer gewesen. Der Kollege hakte nach: Warum?

    Nach ein paar Gläsern Wein und auf Englisch war die Frage nicht so einfach zu beantworten und ich muss gestehen, dass ich selbst erstaunt war, was mir spontan dazu einfiel. Ich hätte Linke überall, etwa während des Studiums an der Universität, als intolerant erlebt. Für Linke kann es zu jeder Frage nur eine Meinung geben - nämlich ihre. Stellen sie fest, dass man anderer Meinung ist, reagieren sie mit Empörung. Dann gibt es nur zwei Erklärungen: Entweder ist man zu dumm, um die Wahrheit zu erkennen, dann muss man umerzogen werden (historisch notfalls in Lagern) oder man hat kriminelle Motive, die den Blick auf die Wahrheit trüben. Dann muss man bestraft oder zumindest ausgegrenzt werden. Und schließlich wäre es eine bewährte Strategie der Linken, jede Diskussion, in der sie in Argumentationsnotstand gerieten, in wie auch immer weit hergeholter Weise mit Auschwitz in Verbindung zu bringen. Wonach dann eine Fortsetzung der Diskussion sowieso nicht mehr möglich war.

    Bei eher konservativen Geistern hätte ich dagegen eher erlebt, dass sie es als ganz selbstverständlich ansahen, dass es auch andere Ansichten als ihre gab. Was ja in Wahrheit der Normalzustand einer Gesellschaft sein sollte!

    Ich erinnere mich noch, dass mir eine österreichische Kollegin, auf dem Rückweg zu unseren Hotel, ausdrücklich gratulierte (wir hatten davor nie über Politik gesprochen): Sie hätte es in dem Moment nicht so ausdrücken können, aber unterschreibe jedes Wort.

    Tatsache ist, dass der linke Mainstream Jahrzehnte lang so dominant war (in den Medien, an den Unis), dass kaum jemand wagte, sich mit abweichenden Ansichten zu outen. Man hielt dann einfach den Mund, um sich Scherereien (bis hin zum Karriereknick) zu ersparen.

    Dass hat einerseits dazu geführt, dass das linke Treiben immer bunter wurde (Genderismus etc.), was dann irgend wann zum Umschlag geführt hat. Die sozialen Medien (in denen sich natürlich auch viel Fragwürdiges findet), haben die Dominanz der linken TV- und Printmedien zumindest teilweise untergraben, mittlerweile gibt es auch neue Printmedien, die dies tun. Die unbestrittene "Diskurshoheit", die sie Jahrzehnte lang hatten, beginnt zu wanken - und dass ist es, was die Linken zunehmend aggressiver und auch gewaltbereiter macht. Wenn Linke an Macht verlieren, sprechen sie automatisch von "Faschismus" (häufig ohne tiefergehendes historisches Wissen zur Thematik)

    Niemand übt jahrzehntelang eine absolute Meinungsdominanz aus, ohne dabei denkfaul und überheblich zu werden - genau das ist den Linken in den Jahrzehnten nach 1968 passiert. Es wäre immerhin interessant zu untersuchen, ob die Konservativen, die von 1945 bis in die 1960er Jahre in vielen Bereichen das Meinungsmonopol hatten, vergleichbar unduldsam waren.

  7. Ausgezeichneter KommentatorLeodorn
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Januar 2020 18:08

    In einer spätabendlichen ORF-Wissenschaftssendung wurde gestern verkündet, daß nur rechte Gruppen in Echoblasen leben, denken, schreiben usf. Empirische Forschungen hätten dieses Bild bestätigt.

    Alle anderen Gruppieren demnach nicht, linke Gruppen sowieso nicht, weil diese das Licht der offenen Welt nicht scheuen, da sie Denken und Reden der Öffentlichkeit bekanntlich gestalten, und natürlich zu Recht und „federführend.“ Sie belehren und erziehen, von wem auch immer dazu beauftragt, - Aufklärung und Demokratie werden oft als Paten genannt.

    Und wie funktioniert das rechte Blasenwesen? Ganz einfach. Zu „Frau Merkel“, erklärte eine (vermutlich zugeschaltete) deutsche Philosophin, haben alle Menschen in Deutschlands anfangs zustimmende Meinungen, also die der Philosophin. Dann aber tun sie sich zu Außenseiter-Gruppen zusammen und reden aufeinander ein, und siehe da: plötzlich findet sich unter ihnen ein böser Wurm, genannt Vorurteil, die Stimmung schlägt um, und schon ist es geschehen: aus Vernunft wurde Unvernunft.

    Dieser Prozeß der Selbstverblendung sei „gut erforscht“, kein Zweifel sei möglich usf.
    Als hörender Unbelehrbarer glaubt man nicht recht zu hören: bemerkt die Philosophin nicht, daß sie eines kräftigen Wahnsinns fette Beute geworden ist? Sie kritisiert, was sie selbst verbricht.

    Auf höherer Bühne dasselbe Schauspiel: der höchste aller Steinmaiers mahnt und warnt, Geschichte nicht für die Gegenwart zu mißbrauchen. Dann liest er eine lange Rede ab, die ihm sein erlauchter Stab geschrieben hat und genau das empfiehlt, was er anprangern möchte. Das deutschheilige „Nie wieder“ soll alle Heutigen auf- und umrütteln.

    Aufklärung und Demokratie als Selbstverwechslungskomödie?

    Besonders dunkle Echo-Kameralisten müssen jedenfalls die Brexiteers unter den Engländern sein. Obwohl alles Eitel und Wonne war oder schon demnächst geworden wäre, haben sie sich verschworen, auf nur ein Echo zu hören….
    LD


alle Kommentare

  1. fxs (kein Partner)
    02. Februar 2020 09:49

    Verweise auf Realitäten sind als Verschwörungstheorien abzuwehren.

  2. Wyatt
    01. Februar 2020 08:11

    OT Servus TV

    Woher kommt die Neigung, unliebsame Meinungen zu delegitimieren, statt diese inhaltlich zu widerlegen?

    https://www.servustv.com/videos/aa-221ha93k91w12/

    Die leitende (dauergrinsende) Redakteurin des Falters, konnte zwar keine Stelle nennen, die die Vorwürfe gegenüber Sarrazin bestätigten, begründete aber ihre abwertende Meinung mit, dass die Mehrheit diese hätte. Mokierte sich allerdings - "Sie haben meine Frage nicht beantwortet" - darüber, dass Sarrazin, ob er die FPÖ Ehrenmitgliedschaft annehme, nicht einging.

  3. Konfrater
    31. Januar 2020 03:28

    Vor mittlerweile schon recht vielen Jahren, bin ich einmal mit einer Gruppe internationaler Kollegen zusammengesessen. Irgendwann fragte mich ein jüngerer Kollege, seit wann ich denn kein Linker mehr wäre. Meine Antwort: Ich sei wohl nie einer gewesen. Der Kollege hakte nach: Warum?

    Nach ein paar Gläsern Wein und auf Englisch war die Frage nicht so einfach zu beantworten und ich muss gestehen, dass ich selbst erstaunt war, was mir spontan dazu einfiel. Ich hätte Linke überall, etwa während des Studiums an der Universität, als intolerant erlebt. Für Linke kann es zu jeder Frage nur eine Meinung geben - nämlich ihre. Stellen sie fest, dass man anderer Meinung ist, reagieren sie mit Empörung. Dann gibt es nur zwei Erklärungen: Entweder ist man zu dumm, um die Wahrheit zu erkennen, dann muss man umerzogen werden (historisch notfalls in Lagern) oder man hat kriminelle Motive, die den Blick auf die Wahrheit trüben. Dann muss man bestraft oder zumindest ausgegrenzt werden. Und schließlich wäre es eine bewährte Strategie der Linken, jede Diskussion, in der sie in Argumentationsnotstand gerieten, in wie auch immer weit hergeholter Weise mit Auschwitz in Verbindung zu bringen. Wonach dann eine Fortsetzung der Diskussion sowieso nicht mehr möglich war.

    Bei eher konservativen Geistern hätte ich dagegen eher erlebt, dass sie es als ganz selbstverständlich ansahen, dass es auch andere Ansichten als ihre gab. Was ja in Wahrheit der Normalzustand einer Gesellschaft sein sollte!

    Ich erinnere mich noch, dass mir eine österreichische Kollegin, auf dem Rückweg zu unseren Hotel, ausdrücklich gratulierte (wir hatten davor nie über Politik gesprochen): Sie hätte es in dem Moment nicht so ausdrücken können, aber unterschreibe jedes Wort.

    Tatsache ist, dass der linke Mainstream Jahrzehnte lang so dominant war (in den Medien, an den Unis), dass kaum jemand wagte, sich mit abweichenden Ansichten zu outen. Man hielt dann einfach den Mund, um sich Scherereien (bis hin zum Karriereknick) zu ersparen.

    Dass hat einerseits dazu geführt, dass das linke Treiben immer bunter wurde (Genderismus etc.), was dann irgend wann zum Umschlag geführt hat. Die sozialen Medien (in denen sich natürlich auch viel Fragwürdiges findet), haben die Dominanz der linken TV- und Printmedien zumindest teilweise untergraben, mittlerweile gibt es auch neue Printmedien, die dies tun. Die unbestrittene "Diskurshoheit", die sie Jahrzehnte lang hatten, beginnt zu wanken - und dass ist es, was die Linken zunehmend aggressiver und auch gewaltbereiter macht. Wenn Linke an Macht verlieren, sprechen sie automatisch von "Faschismus" (häufig ohne tiefergehendes historisches Wissen zur Thematik)

    Niemand übt jahrzehntelang eine absolute Meinungsdominanz aus, ohne dabei denkfaul und überheblich zu werden - genau das ist den Linken in den Jahrzehnten nach 1968 passiert. Es wäre immerhin interessant zu untersuchen, ob die Konservativen, die von 1945 bis in die 1960er Jahre in vielen Bereichen das Meinungsmonopol hatten, vergleichbar unduldsam waren.

    • Wyatt
      31. Januar 2020 07:40

      *****
      *****
      *****

    • pressburger
      01. Februar 2020 10:12

      Wäre wirklich interessant. Dabei besteht aber die Gefahr der Verklärung. Aber aus meiner eigenen Erfahrung gab es bereits damals diese Polarisierung. Die Linken, insbesondere wenn sie in der Überzahl waren bedienten sich der gleichen Methoden wie heute. Schon damals waren die Linken zu einer Diskussion nicht fähig oder bereit. Zuerst das Schreien, niederschreien, danach persönliche Angriffe, Drohungen, als letztes Argument, die Mao Bibel.

  4. Leodorn
    30. Januar 2020 18:08

    In einer spätabendlichen ORF-Wissenschaftssendung wurde gestern verkündet, daß nur rechte Gruppen in Echoblasen leben, denken, schreiben usf. Empirische Forschungen hätten dieses Bild bestätigt.

    Alle anderen Gruppieren demnach nicht, linke Gruppen sowieso nicht, weil diese das Licht der offenen Welt nicht scheuen, da sie Denken und Reden der Öffentlichkeit bekanntlich gestalten, und natürlich zu Recht und „federführend.“ Sie belehren und erziehen, von wem auch immer dazu beauftragt, - Aufklärung und Demokratie werden oft als Paten genannt.

    Und wie funktioniert das rechte Blasenwesen? Ganz einfach. Zu „Frau Merkel“, erklärte eine (vermutlich zugeschaltete) deutsche Philosophin, haben alle Menschen in Deutschlands anfangs zustimmende Meinungen, also die der Philosophin. Dann aber tun sie sich zu Außenseiter-Gruppen zusammen und reden aufeinander ein, und siehe da: plötzlich findet sich unter ihnen ein böser Wurm, genannt Vorurteil, die Stimmung schlägt um, und schon ist es geschehen: aus Vernunft wurde Unvernunft.

    Dieser Prozeß der Selbstverblendung sei „gut erforscht“, kein Zweifel sei möglich usf.
    Als hörender Unbelehrbarer glaubt man nicht recht zu hören: bemerkt die Philosophin nicht, daß sie eines kräftigen Wahnsinns fette Beute geworden ist? Sie kritisiert, was sie selbst verbricht.

    Auf höherer Bühne dasselbe Schauspiel: der höchste aller Steinmaiers mahnt und warnt, Geschichte nicht für die Gegenwart zu mißbrauchen. Dann liest er eine lange Rede ab, die ihm sein erlauchter Stab geschrieben hat und genau das empfiehlt, was er anprangern möchte. Das deutschheilige „Nie wieder“ soll alle Heutigen auf- und umrütteln.

    Aufklärung und Demokratie als Selbstverwechslungskomödie?

    Besonders dunkle Echo-Kameralisten müssen jedenfalls die Brexiteers unter den Engländern sein. Obwohl alles Eitel und Wonne war oder schon demnächst geworden wäre, haben sie sich verschworen, auf nur ein Echo zu hören….
    LD

  5. Charlesmagne
    30. Januar 2020 13:32

    Deshalb läuft jetzt am Vormittag im Radiokolleg oder wie immer das auch heißt auf Ö1 eine Analyse dazu, wie man im Internet "fake news" erkennt.
    Bald wird auch die ZiB etwa so anmoderiert werden:
    Guten Abend liebe Seher*innen: "Hier die Schlagzeilen all dessen, was sie wissen sollen" (gemeint natürlich: dürfen!)

    • Alex (kein Partner)
      31. Januar 2020 17:03

      Radiokolleg? = linke Indoktrination! Unerträglich!

    • pressburger
      01. Februar 2020 10:14

      Fake news ist das die EU einen Meldeparagraphen einführt, beinhaltet Förderung der Meldungen der EU herabsetzenden Meinungen. Whistleblower, oder Spitzel ?

  6. pressburger
    29. Januar 2020 16:31

    Das Vorgehen der staatseigenen TV Anstalten, in Ö oder D, entspricht genau diesem beschriebenen Muster.
    Weil die Linken, wen es um die Diffamierung des Klassenfeindes geht, kreativ vorgehen, haben sie sogar das Publikum in die Studios eingeladen. Das vorselektionierte Publikum bestehend aus auserlesenen claqueren, poscht dann an der richtigen Stelle.
    Ein Satz des Bedauerns. Anfänglich waren die Diskussionen im Servus TV noch Diskussionen. Warum auch immer, hat die Veranstaltung im Hangar 7, eine ähnliche Entwicklung genommen. Diese Veranstaltung wird zunehmend mehr von den Linken beherrscht, und verläuft dementsprechend unzivilisiert.
    Diskussionskultur ist etwas, was im klassenkämpferischen Bewusstsein eines Linken nicht vorkommt. Andersdenkende, andere Meinung vertretende, sind Feinde. Mit Feinden wird nicht diskutiert, Feinde werden eliminiert. Die Eliminierung des Klassenfeindes verläuft stufenweise. Der Umgang mit Klassenfeinden in sozialistischen Gesellschaften liefert an Anschauungsmaterial, mehr als genug.

    • Vivaldi
      30. Januar 2020 09:40

      Sehe die Veranstaltungen im Hangar 7 (noch) nicht so "linksversifft". Zähle regelmäßig bei Vorstellung der Teilnehmer, wieviele davon von mir als links bzw. rechts ("extrem" - im Sinne der PC bzw. Gutmenschen) einzuschätzen sind - und diese Zählung ergibt (NOCH) ca. 50:50 ! Dennoch mit steigeneder Linkstendenz.

    • pressburger
      01. Februar 2020 10:17

      @Vivaldi
      Vielleicht gerade Pech gehabt. Zahlenmässig geht die Rechnung auf, aber bei der Rededauer und der Lautstärke, dominieren die Linken.

  7. Ingrid Bittner
    29. Januar 2020 13:20

    Man kann sich auch ergänzend zu der Superzusammenfassung auch noch unseren Ex-Innenminister Kickl anhören, der hatte ja gestern auch so einige Dinge zu links bzw. linksinfiltriert berichtet:
    https://www.youtube.com/watch?v=JRgCKPOyDFg

  8. Wyatt
    29. Januar 2020 12:06

    Norman Svoboda,
    hervorragend auf den Punkt gebracht! DANKE !
    ******
    ******
    ******

  9. haro
    29. Januar 2020 09:57

    Der ORF bestätigt alle Aussagen des Autors.
    Rechtsradikal wird bald jemand genannt, auch wenn er sich nichts zuschulden kommen ließ, aber von der politisch-korrekten linken Meinung abweicht, hingegen werden linksradikale Gewalttäter -wenn überhaupt von ihnen berichtet wird- beschönigend als Chaoten und Aktivisten bezeichnet.
    Hat man je eine Reportage gemacht und gezeigt über die gesellschaftlichen Probleme hervorgerufen durch massenhafte Einwanderung aus anderen Kulturen?
    Hat man auf Universitäten Projekte erlaubt die sich damit beschäftigen ?
    Lieber schiebt man die Schuld an den Problemen jenen zu die sie aufzeigen und nicht jenen die sie verursachen.

  10. Kyrios Doulos
    29. Januar 2020 09:26

    AUSGEZEICHNET ZUSAMMENGEFASST! Danke!

    Wie schön, daß auch wir unseren klitzekleinen Marsch durch die Institutionen haben und N.Svoboda im Wiener Magistrat sitzt.





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