Es darf keine Zwei-Klassen-Medizin mehr geben!

Lesezeit: 3:30

Den Sozis geht's europaweit schlecht – so auch in Österreich. Die Meinungsumfragen für die bevorstehenden Nationalratswahlen verheißen nichts Gutes. Wie es sich für eine strukturkonservative Partei gehört, greifen die mit einer nicht sonderlich kompetenten Führerin geschlagenen Genossen von der SPÖ in ihrer Not tief in den Fundus altbacken-egalitärer Konzepte und versuchen, von der Beschwörung des längst verblassten Ruhms ihres einstigen Stars Bruno Kreisky zu profitieren. Ein Blick auf die Facebook-Seite von Genossin Joy Pamela Rendi-Wagner gibt Aufschluss darüber.

Hier erfahren wir, dass Pam die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nimmt; dass sie die Natur mittels des "Ausbaus erneuerbarer Energien" zu schützen gedenkt – wobei der Naturschutz trefflich mit dem Bild einer durch Windräder und Photovoltaikanlagen verschandelten Berglandschaft illustriert wird. Sozialistische Ästhetik, vermählt mit ebensolcher Logik.

Folgende Forderung ist besonders interessant: "Die Teilzeitarbeit von Alleinerziehenden darf die Pensionshöhe nicht negativ beeinflussen." Das bedeutet, konsequent zu Ende gedacht, nichts weniger als eine Abkehr vom Pensionsversicherungsprinzip, in dem die Höhe der Einzahlungen jene der späteren Auszahlungen bestimmt. Das läuft also auf eine Einheitspension hinaus. Das wird die Rentenweltmeister von der Gemeinde Wien und die nicht minder roten Eisenbahner begeistern. Für jene, die ihr Geld unter Marktbedingungen erarbeiten, bedeutet es: heute maximale Beiträge leisten und morgen eine Minirente kassieren. Super!

Der Dauerbrenner "leistbares Wohnen" darf natürlich auch nicht fehlen – ebenso wenig, wie die "gerechte Verteilung der Vermögen". Letzteres meint: weg von den Produzenten, hin zu den Nichtproduzenten, oder – etwas deutlicher: von den Leistungsträgern zu den Versagern. Mehr Phantasie und Anstand sind von Linken eben nicht zu erwarten.

Besonders putzig ist aber das hier: "Jeder hat ein Recht auf die beste Behandlung. Ganz gleich wie viel er oder sie verdient" und weiter: "Es darf keine Zwei-Klassen-Medizin mehr geben." Das aus der Feder einer gelernten Ärztin, die das herrschende System bestens kennt, ist pikant, zumal sie von 2011 bis 2017 als Spitzenbeamtin im Gesundheitsministerium tätig war und für kurze Zeit sogar als Gesundheitsministerin fungierte. Wer, wenn nicht sie, muss also wissen, wie's hier läuft: das öffentliche Krankheitsverwaltungsbiotop, das, witzig wie die Roten nun einmal sind, gerne zum "besten Gesundheitssystem der Welt" hochgejubelt wird, weist erhebliche Schwächen auf. Wer etwa eine Hüftprothese braucht, kann sich auf Wartezeiten von einem halben Jahr und mehr einstellen. Wer eine Augenoperation benötigt, sollte sich rechtzeitig einen Blindenhund anschaffen, und wer eines Eingriffs am offenen Herzen bedarf, hat keine üblen Chancen, auf der Warteliste zu verenden.

Macht aber nix, denn die "Zweiklassenmedizin" soll ja abgeschafft werden. Gleiches Elend für alle, so die Devise, denn derzeit können sich's ja wenigstens diejenigen richten, die nicht ihr ganzes Geld im Urlaub oder beim Branntweiner verjubelt haben und sich deshalb prompte Behandlungen in der Privatklinik leisten können. Die gedenkt Pamela, eine andere Interpretation lässt ihre oben zitierte Aussage kaum zu, offenbar zwangsweise zusperren zu lassen. Motto: wo kommen wir denn da hin, wenn einer sich in einem teuren Sanatorium kurieren lässt, nur weil er bereit und imstande ist, dafür Geld in die Hand zu nehmen.

Die populistische Forderung nach einem "Recht auf beste Behandlung" hat aber noch eine andere Facette, deren der gemeine Sozi vermutlich gar nicht gewahr wird: Es handelt sich hierbei nämlich um ein "Recht", das auf einer Zwangsverpflichtung Dritter basiert: Der Heilkundige wird dazu genötigt, die "beste Behandlung" zu liefern. Derartige Arbeitsverhältnisse nannte man früher Sklaverei. Dass Pam & Genossen über die Frage der Kosten, vor allem aber über die, wem das geringe Vergnügen zufallen soll, diese zu tragen, nobel hinwegblicken, versteht sich von selbst.

Allen Roten ins Stammbuch geschrieben: Kein Recht kann auf Zwangsarbeit beruhen. Eine derartige Forderung (im vorliegenden Kontext läuft sie auf das absolut absurde Recht auf Abwesenheit von Krankheit hinaus), ist grotesk. Alois Stöger, Frau Dr. Rendi-Wagners Vorgänger im Amt des Gesundheitsministers, war ein Gewerkschafter und gelernter Maschinenschlosser. Entsprechend unbedarft war er auch. Von einer gelernten Medizinerin dagegen kann man erwarten, dass sie begreift, worum es im Gesundheitswesen geht, und dass sie daher ein derart törichtes Ansinnen wie das "Recht auf beste Behandlung" fallen lässt.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2019 21:36

    PamJoy braucht sich nur einmal zu erkundigen, wie die Bilanzen eines Spitals aussehen würden, wenn es keine Zusatzversichterten behandelt.
    Wie lange renommierte Ärzte in diesem Spital verbleiben würden, wenn sie dort keine Privatpatienten behandeln dürfen ...
    Ich gebe schon zu, dass es viel zu viele arbeitsame Menschen gibt, die sich mit geringem Lohn oder Mindestpension eine Zusatzversicherung einfach nicht leisten können.
    Aber sie werden deshalb auch nicht eine Klassebehandlung bekommen, wenn Frau Dr. Rendi-Wagner diese generell abschafft.

  2. Ausgezeichneter KommentatorEl Dorado
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2019 22:17

    Öffentliche Spittäler sind wirtschaftlich degeneriert und werden von der Politik zum Wählerstimmenfang missbraucht. Bei jeder sinnvollen Veränderung wird das Leichentuch geschwungen und Patient wie auch Steuerzahler missbraucht. Wer von sparen nicht nur redet, sondern auch danach handelt macht sich bei diesen cash-burning-cows suspekt. Wer die Zustände der von Politfunktionären, Gewerkschaft und Systemerhaltern heruntergewirtschafteten Krankenanstaltsorganisationen kennt, weiß dass man sich nicht vor Privatisierung fürchten muss, sondern dass Misswirtschaft und Oraganisationsversagen fortgesetzt werden.

  3. Ausgezeichneter KommentatorKonrad Hoelderlynck
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2019 23:01

    Alles in allem erleben wir derzeit zumindest eine Drei-Klassen-Medizin: 1. Jene, die sich alles leisten können. 2. Jene mit Zusatzversicherung. 3. Die einfachen Kassenpatienten, die sich gerade noch den Selbstbehalt abzwacken können.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorotti
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2019 18:17

    1. Alles in der Medizin hat gratis zu sein.
    2. Wer einen" Mercedes " fährt (mehr Sicherheit, Wohlbefinden etc.) ist ein kapitalistisches Schwein und gehört enteignet. Keine Klassengesellschaft - ausgenommen ein Bundespräserl kommt ins AKH. Oder sein Alte fährt im Dienstauto zur Demo.
    3. Ärzte und die großartigen Schwestern (habe noch keine Brüder kennengelernt) so lange niederhalten und ausbeuten, bis sie am Tagesende aus den Schuhen kippen !
    4. ELGA - ZENTRALES Datenmanagement/Stöger/Staat weiß alles/ anstatt dezentrales Datenmaterial bei tausenden von Ärzten. Abgesehen davon, daß die Ärzte in ein Verantwortungs-und Haftungsproblem kommen, das in keiner Form abgegolten und abgesichert wird !!!
    Ich bin KEIN Arzt. War nur Unternehmer.

  5. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Juli 2019 09:15

    Natürlich gibt es eine 2-Klassen-Medizin: Die einen zahlen in den Sozialtopf ein und dürfen sich die beste medizinische Behandlung erwarten, und die anderen zahlen nichts ein, und werden genauso erstklassig medizinisch betreut.

    Man kann die Menschen in jeder Ordination oder Ambulanz Österreichs danach einordnen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2019 21:51

    Der Sozi hatte das Spitalswesen jahrzehntelang in seiner Hand. So schaut es daher auch aus.
    Von AKH bis KH Nord.
    Und diese Versager trauen sich überhaupt noch, die Pappen aufzureißen?
    Wenn es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, um festzustellen, dass so ein Sozi blöd wie das Vieh ist, dann wären es die Ansagen der Sozi-Tusse gewesen.

    Diese Irrlehre hat ihre Opfer nach zig Millionen gefordert, ganze Länder im Dreck verkommen lassen und denen, die das Elend irgendwie durchgetaucht haben, die besten Lebensjahre gestohlen.
    Aber das Geschwafel von der "Gerechtigkeit" und der "Gleichheit" stirbt nicht aus.
    Bei der Wahl werden die Bürger dem Aussterben der Sozis hoffentlich etwas nachhelfen...

  7. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Juli 2019 15:20

    na eh lieb die Frau Rendi-Wagner.....
    Wenn es nur nicht so traurig wäre.
    Man könnte ganze Bücher über die nicht nur 2-Klassen sondern 5-Klassen-Medizin schreiben.
    Die "Neubürger" machen es richtig - sie holen sich was ihnen angeblich zusteht* - sie holen sich das Recht auf beste Behandlung und bekommen sie auch!
    Denn wenn von denen einer das seiner Meinung nach nicht erhält, braucht er nur laut "Rassismus" oder "Nazi" schreien und schon überschlagen sie sich, daß der liebe Migrant alles erdenklich Beste bekommt.

    Die Damen und Herren Gutmenschpolitiker wollen sich nicht im Ansatz vorstellen bzw. ignorieren und verleugnen die Tatsache, wie präpotent, fordernd und gewaltbereit diese Leute auftreten. Sind doch alles arme "Traumatisierte" wie man uns weismachen will.
    Jede Krankenschwester, jeder Arzt kann ein trauriges Lied davon singen :-(

    * Es waren doch die Roten, die diese Parole herausgaben, nicht wahr?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Hans Christ
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2019 02:52

    "Kein Recht kann auf Zwanggsarbeit beruhen." Hier irrt der geschätzte Verfasser, so etwas gibt es in Österreich schon lange. Nämlich die von der Anwaltskammer gebilligte Methode der Pflichtverteidigung. Da muss das beitragsleistende Mitglied
    ungefragt seine Kanzleiinfrastruktur samt Personal und die eigene Arbeitsleistung unentgeltlich zur Verfügung stellen, wofür die Kammer selbst einen Obulus
    einstreift.
    Sklaverei ohne Nilpferdpeitsche!

  2. Ausgezeichneter KommentatorDissident
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2019 07:29

    Ist von den Linken jemals etwas anderes als Schwachsinniges oder Utopisches gekommen?

alle Kommentare

  1. J.Scheiber (kein Partner)
    29. Juli 2019 08:07

    Die Finalität der libertären Hayek-Mises-Rothbart-Mafia: Cashkurs "Der Griff der Großkonzerne nach der Weltherrschaft" Dann wird alles gut!

  2. Christian Peter (kein Partner)
    26. Juli 2019 07:48

    @Politicus1

    Zusatzversicherung bringt in Österreich kaum etwas, außer dass Ärzte an den Patienten besser verdienen..

  3. Christian Peter (kein Partner)
    24. Juli 2019 11:13

    Dummes Gerede, es gibt in Österreich keine 2-Klassen-Medizin. Privatversicherungen bringen in Österreich kaum Vorteile, es sind die selben Ärzte, die behandeln, Privatpatienten sind bloß beliebter, weil Ärzte daran besser verdienen. Reine Wahlärzte gibt es fast keine und wenn, dann handelt es sich um Praxen zum Zwecke des Nebenverdienstes (z.B. in Krankenhäusern angestellte Ärzte, die dort Kassenpatienten behandeln und privat eine Wahlarztpraxis betreiben).

    • wallenstein (kein Partner)
      26. Juli 2019 14:40

      na sehr viel Ahnung von der Praxis in Krankenhäusern haben sie scheinbar nicht. ich bin privatversichert, habe also die Privilegien dieser Versicherung und ich hab die auch schon genossen. und ich bin froh dass ich die hatte und habe. dafür verzicht ich gern auf ein rudelbsäufnis am Ballermann und weiß dass - wenn mal was passiert - ich die ziemlich beste Behandlung kriege die möglich ist.
      Wie weit sie von der Realität entfernt sind zeigt allein der Hiniweis wonach es kaum reine Wahlärzte gäbe.
      ein Blick ins Ärzteverzeichnis könnte sie aufklären - doch dazu muss man auch bereit sein die Realität zu akzeptieren.

    • Christian Peter (kein Partner)
      26. Juli 2019 22:00

      Es gibt 10.000 Wahlärzte in Österreich, aber nur ein Bruchteil davon behandelt ausschließlich Privatpatienten. Meist sind die Ärzte hauptberuflich im Spital angestellt und behandeln dort Kassenpatienten. Das bedeutet : Man hat keine bessere medizinische Versorgung durch eine Zusatzversicherung, man hat nur kleine Vorteile wie etwa raschere Termine und ein angenehmeres Ambiente bei Wahlärzten, u.s.w.

    • Christian Peter (kein Partner)
      27. Juli 2019 10:34

      @wallenstein

      Zusatzversicherungen bringen allenfalls Bürgern über 50 etwas, wenn überhaupt Leistungen im Gesundheitssystem beansprucht werden. Für junge Menschen sind Zusatzversicherungen eine reine Geldvernichtung. Viel vernünftiger ist es natürlich, das Geld in eine vernünftige Ernährung bzw. vernünftigen Lebenswandel zu investieren, als sich durch Zusatzversicherungen eine bessere Krankheitsversorgung zu erhoffen. Ärzte sind die letzten in der Nahrungskette, wenn man als Kranker zum Arzt muss, ist es häufig ohnehin schon zu spät.

  4. Dissident (kein Partner)
    24. Juli 2019 07:29

    Ist von den Linken jemals etwas anderes als Schwachsinniges oder Utopisches gekommen?

  5. fxs (kein Partner)
    23. Juli 2019 13:31

    Solls ja in Schweden schon einmal gegeben haben: Schwedische Ärzte übersiedelten nach Hamburg, und ein Schwede der medizinische Behandlung abseits des Allgmemeinen suchte, musste nach Hamburg fahren.

  6. Dr. Hans Christ (kein Partner)
    23. Juli 2019 02:52

    "Kein Recht kann auf Zwanggsarbeit beruhen." Hier irrt der geschätzte Verfasser, so etwas gibt es in Österreich schon lange. Nämlich die von der Anwaltskammer gebilligte Methode der Pflichtverteidigung. Da muss das beitragsleistende Mitglied
    ungefragt seine Kanzleiinfrastruktur samt Personal und die eigene Arbeitsleistung unentgeltlich zur Verfügung stellen, wofür die Kammer selbst einen Obulus
    einstreift.
    Sklaverei ohne Nilpferdpeitsche!

  7. heartofstone (kein Partner)
    22. Juli 2019 23:58

    Das läuft also auf eine Einheitspension hinaus. Gut erkannt. Sollen sich die Jungen darum kümmern und Wirtschaft, Sozialsystem, Justiz und Demokratie am Laufen halten. Ich geh jetzt Munition fürs nächste Schießtraining fertigen ... 4-500 Rounds sollten ausreichen ... *g*

    y2mwyj

  8. Sensenmann
    22. Juli 2019 21:51

    Der Sozi hatte das Spitalswesen jahrzehntelang in seiner Hand. So schaut es daher auch aus.
    Von AKH bis KH Nord.
    Und diese Versager trauen sich überhaupt noch, die Pappen aufzureißen?
    Wenn es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, um festzustellen, dass so ein Sozi blöd wie das Vieh ist, dann wären es die Ansagen der Sozi-Tusse gewesen.

    Diese Irrlehre hat ihre Opfer nach zig Millionen gefordert, ganze Länder im Dreck verkommen lassen und denen, die das Elend irgendwie durchgetaucht haben, die besten Lebensjahre gestohlen.
    Aber das Geschwafel von der "Gerechtigkeit" und der "Gleichheit" stirbt nicht aus.
    Bei der Wahl werden die Bürger dem Aussterben der Sozis hoffentlich etwas nachhelfen...

  9. otti
    22. Juli 2019 18:17

    1. Alles in der Medizin hat gratis zu sein.
    2. Wer einen" Mercedes " fährt (mehr Sicherheit, Wohlbefinden etc.) ist ein kapitalistisches Schwein und gehört enteignet. Keine Klassengesellschaft - ausgenommen ein Bundespräserl kommt ins AKH. Oder sein Alte fährt im Dienstauto zur Demo.
    3. Ärzte und die großartigen Schwestern (habe noch keine Brüder kennengelernt) so lange niederhalten und ausbeuten, bis sie am Tagesende aus den Schuhen kippen !
    4. ELGA - ZENTRALES Datenmanagement/Stöger/Staat weiß alles/ anstatt dezentrales Datenmaterial bei tausenden von Ärzten. Abgesehen davon, daß die Ärzte in ein Verantwortungs-und Haftungsproblem kommen, das in keiner Form abgegolten und abgesichert wird !!!
    Ich bin KEIN Arzt. War nur Unternehmer.

  10. OMalley
    21. Juli 2019 17:46

    ERGÄNZUNG: Die Rentenweltmeister ( Tögel) in Wien sind auch jene Gruppe , die statistisch am längsten im Krankenstand ist.... Bevor man in die vorzeitige Rente geht sollte man etliche Kuren vorweisen können und ein Krankenstand mehr ist auch kein Schadenl

  11. Ökonomie-Vergelter
    21. Juli 2019 16:44

    Wie Herr Tögel schon richtig anmerkt, bewirkt die Radikalkollektivierung der medizinischen Betreuung nur, dass hochwertiger dringender Beistand nur um den Preis immer längerer Wartezeiten erhältlich ist.

    Dies liegt darin begründet, dass die Mitteln für die medizinische Versorgung eine Frage der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sind, und diese Leistungsfähigkeit nicht beliebig mit geliehenem Geld, nämlich mit Budgetdefiziten, gesteigert werden kann.

    Die sogenannte Zwei-Klassenmedizin durch private Vorsorge leistet nur einen Beitrag zur Finanzierung von Infrastruktur, die auch weniger Wohlhabenden zugute kommt.

    Die Aufbietung von benötigten Mitteln im Wege von Fiskalenteignungen führt hingegen dazu, dass damit geschaffene Einrichtungen – anders als derzeit bei Privatkliniken oder Laborambulanzen – überhaupt keinem Wettbewerb und auch keiner Angemessenheitsprüfung etwa durch konkurrierende Zusatzversicherungen mehr unterliegen.

    In Kuba hat nur der Ärztestand einen Lebensstandard, der denjenigen der Funktionäre vergleichbar ist. Die Bevölkerung ist bettelarm und auch die Lebenserwartung nur im Mittelfeld.

    • Ökonomie-Vergelter
      21. Juli 2019 16:49

      hoppala:

      ... der demjenigen der Funktionäre vergleichbar ist. ...

    • Christian Peter (kein Partner)
      24. Juli 2019 10:32

      @Ökonomie-Vergelter

      Stimmt nicht ganz. Privatversicherungen bringen kaum Vorteile, man wird von den selben Ärzten behandelt (fast alle Ärzte behandeln sowohl Privatversicherte als auch Kassenpatienten), bloß sind Privatversicherte beliebter, weil es dabei mehr zu verdienen gibt. Der einzige Vorteil ist, schneller einen Termin bei einem Wahlarzt zu bekommen, in manchen Bereichen sind die Praxen überlaufen.

  12. glockenblumen
    21. Juli 2019 15:20

    na eh lieb die Frau Rendi-Wagner.....
    Wenn es nur nicht so traurig wäre.
    Man könnte ganze Bücher über die nicht nur 2-Klassen sondern 5-Klassen-Medizin schreiben.
    Die "Neubürger" machen es richtig - sie holen sich was ihnen angeblich zusteht* - sie holen sich das Recht auf beste Behandlung und bekommen sie auch!
    Denn wenn von denen einer das seiner Meinung nach nicht erhält, braucht er nur laut "Rassismus" oder "Nazi" schreien und schon überschlagen sie sich, daß der liebe Migrant alles erdenklich Beste bekommt.

    Die Damen und Herren Gutmenschpolitiker wollen sich nicht im Ansatz vorstellen bzw. ignorieren und verleugnen die Tatsache, wie präpotent, fordernd und gewaltbereit diese Leute auftreten. Sind doch alles arme "Traumatisierte" wie man uns weismachen will.
    Jede Krankenschwester, jeder Arzt kann ein trauriges Lied davon singen :-(

    * Es waren doch die Roten, die diese Parole herausgaben, nicht wahr?

    • Sensenmann
      22. Juli 2019 21:56

      Naja und wenn so ein moslemisches, araboides (oder heißt es arabeskes?) oder negroides Bildungswunder und Kurz-Schätzchen ("viel gebildeter als Einheimische") nicht zackikowski bedient wird, dann wird schon mal mit dem Messer auf Arzt oder Schwester gestochen.

      Danach kommt ein Sozi-Richter, quatscht von Traumatisierung, Verbotsirrtum oder geistiger Umnachtung und dem armen edlen Wilden passiert nichts.

      Wird wirklich Zeit, dieses Zerrbild eines Staates wieder zurecht zu rücken.
      Nur ist weit und breit keiner in Sicht, der das macht...

    • Undine
      22. Juli 2019 23:41

      @Sensenmann

      Es kommt ja immer noch besser: Der Neger, der den Arzt niedergestochen hat, wird jetzt im ORF und natürlich von all den Gutmenschen damit "ENT-SCHULDIGT", also von jeglicher Schuld befreit, denn so etwaskönne schon einmal passieren, wenn die Patienten so lange warten müssen, bis sie drankommen---wegen des Ärztemangels!!! Der gute Mann war aber gar nicht als Patient gekommen, sondern ausschließlich deshalb, um den Arzt ABZUSTECHEN!

  13. Ingrid Bittner
    21. Juli 2019 12:28

    Joy Pamela Rendi Wagner ist für mich das Pendant zum Ex-Justizminister Moser. Den Beruf zwar gelernt, irgendwie, aber nie in den tiefsten Tiefen gearbeitet, dann kann man ihn einfach nicht wirklich verstehen.
    So wie Josef Moser nie als Watschenkadi am Bezirksgericht angefangen und sich hinaufgearbeitet hat, so war es wohl auch bei Joy Pamela Rendi Wagner. Als "normale" Ärztin, also zuständig für alles, hat sie wohl nie gearbeitet. Wenn ich nicht irre, hat sie doch als "Tropenmedizinerin" gearbeitet, na ja, da ist wohl in Österreich eher wissenschaftliche Tätigkeit als Arbeit am Patienten zu machen.
    Sie mag da ja sehr gut und erfolgreich gewerkt haben, aber wie es in einer Ordination zugeht, in der täglich zig Menschen mit den verschiedensten Leiden kommen, das weiss sie sicher nicht aus eigener Erfahrung. Und da kommen nicht immer supergepflegte Patienten mit einer gewählten Umgangssprache, sondern auch ungewaschene mit einer sehr tiefen Sprache - da lernt man, was es heisst Allgemeinarzt zu sein. Das fehlt ihr ganz einfach. Der Umgang mit dem "gewöhnlichen Volk" - tja es ist ja verständlich, dass sie heraus wollte aus dem sicher nicht sehr begüterten Mutterhaus, aber wenn man SPÖ-Chefin sein will, dann muss man sich auch in die tiefsten Tiefen herunterlassen können.

  14. Cotopaxi
    21. Juli 2019 09:15

    Natürlich gibt es eine 2-Klassen-Medizin: Die einen zahlen in den Sozialtopf ein und dürfen sich die beste medizinische Behandlung erwarten, und die anderen zahlen nichts ein, und werden genauso erstklassig medizinisch betreut.

    Man kann die Menschen in jeder Ordination oder Ambulanz Österreichs danach einordnen.

    • fidelio (kein Partner)
      23. Juli 2019 12:09

      Sehr schöner Blickwinkel, dem ist nichts hinzuzufügen. (Ausser, dass ich mich ärgere, wenn ich nur darüber nachdenke, welche Gruppe immer grösser wird)

  15. Konrad Hoelderlynck
    20. Juli 2019 23:01

    Alles in allem erleben wir derzeit zumindest eine Drei-Klassen-Medizin: 1. Jene, die sich alles leisten können. 2. Jene mit Zusatzversicherung. 3. Die einfachen Kassenpatienten, die sich gerade noch den Selbstbehalt abzwacken können.

    • haro
      21. Juli 2019 13:47

      Ergänzung:
      Jene die "Asyl" gerufen haben und Sozialleistungen völlig gratis erhalten ohne jemals einen Beitrag dafür geleistet zu haben und auch keinen Cent zurückzahlen müssen.

    • Christian Peter (kein Partner)
      24. Juli 2019 10:27

      @Konrad

      Stimmt nicht ganz. Zusatzversicherungen bringen nicht viel (mit Ausnahme ein paar kleiner Annehmlichkeiten), fast alle Ärzte behandeln Kassenpatienten und Privatversicherte gleichzeitig, letztere sind beliebter, weil es dabei mehr zu verdienen gibt. Reine Wahlärzte gibt es nicht sehr viele (in öffentlichen Spitälern gar keine) die meisten davon sind Praxen zwecks Nebenverdienst.

    • haro
      24. Juli 2019 15:49

      @Christian Peter
      Es gibt mehr als 10.000 Wahlärzte in Österreich, also sehr viele !!!
      Keine oder kaum Wartezeiten in deren Ordinationen macht sie bei Patienten sehr beliebt.
      Zu den "kleinen" Annehmlichkeiten einer Zusatzversicherung zählt u.a. die große Annehmlichkeit kein Mehrbettzimmer mit unangenehmen Neubürgern (samt ihren zahlreichen Besuchern) in Spitälern teilen zu müssen.

    • Christian Peter (kein Partner)
      24. Juli 2019 20:38

      @haro

      Es gibt viele Wahlärzte, aber kaum Ärzte, die nur Privatpatienten behandeln. Insofern hat man keinen Vorteil, einen Wahlarzt zu besuchen. Das mit den Betten in Krankenhäusern ist auch nur die halbe Wahrheit, wenn Stationen überbelegt sind, müssen auch Zusatzversicherte mit anderen Patienten das Zimmer teilen. Wobei man im Spital auch sonst keine Vorteile hat, denn dort gibt es ausschließlich angestellte Ärzte, die (fast ausschließlich) Kassenpatienten behandeln.

    • haro
      26. Juli 2019 13:01

      @Christian Peter
      Tut mir leid das sagen zu müssen, aber nach Ihren Worten haben Sie keine Ahnung von Zusatzversicherungen und Wahlärzten.

    • Christian Peter (kein Partner)
      26. Juli 2019 21:48

      @haro

      Ich habe eine Ahnung, daher weiß ich, dass fast alle Wahlärzte im Hauptberuf Kassenpatienten versorgen.

    • Christian Peter (kein Partner)
      29. Juli 2019 12:02

      @haro

      Dazu gibt es auch Zahlen, nach einer Untersuchung liegt der Anteil von privaten Leistungen im Gesundheitswesen in Österreich gesamt nur bei knapp über 5 %.

  16. El Dorado
    20. Juli 2019 22:17

    Öffentliche Spittäler sind wirtschaftlich degeneriert und werden von der Politik zum Wählerstimmenfang missbraucht. Bei jeder sinnvollen Veränderung wird das Leichentuch geschwungen und Patient wie auch Steuerzahler missbraucht. Wer von sparen nicht nur redet, sondern auch danach handelt macht sich bei diesen cash-burning-cows suspekt. Wer die Zustände der von Politfunktionären, Gewerkschaft und Systemerhaltern heruntergewirtschafteten Krankenanstaltsorganisationen kennt, weiß dass man sich nicht vor Privatisierung fürchten muss, sondern dass Misswirtschaft und Oraganisationsversagen fortgesetzt werden.

    • El Dorado
      20. Juli 2019 22:23

      Korrektur, sollte heißen: Wer die Zustände der von Politfunktionären, Gewerkschaft und Systemerhaltern heruntergewirtschafteten Krankenanstaltsorganisationen kennt, weiß dass man sich nicht vor Privatisierung fürchten muss, sondern vor der Fortsetzung des latenten Organisationsversagens und der Misswirtschaft.

    • Brigitte Imb
      20. Juli 2019 22:48

      Die Privatisierung gestaltet die Gebühren nur anders, für den Patienten wird unterm Strich nichts besser. Die Politakteure sind dann halt nicht mehr eingebunden in das lukrative Geschäft, das kompetentes Personal einbringen muß.

  17. Politicus1
    20. Juli 2019 21:36

    PamJoy braucht sich nur einmal zu erkundigen, wie die Bilanzen eines Spitals aussehen würden, wenn es keine Zusatzversichterten behandelt.
    Wie lange renommierte Ärzte in diesem Spital verbleiben würden, wenn sie dort keine Privatpatienten behandeln dürfen ...
    Ich gebe schon zu, dass es viel zu viele arbeitsame Menschen gibt, die sich mit geringem Lohn oder Mindestpension eine Zusatzversicherung einfach nicht leisten können.
    Aber sie werden deshalb auch nicht eine Klassebehandlung bekommen, wenn Frau Dr. Rendi-Wagner diese generell abschafft.

    • Christian Peter (kein Partner)
      26. Juli 2019 07:49

      @Polizicus1

      Zusatzversicherung bringt in Österreich kaum etwas, außer dass Ärzte an Patienten mehr verdienen..





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