Der Mythos einer globalen Zwangssolidarität

Lesezeit: 2:00

Die Propagandisten einer globalen Zwangsumverteilung vertreten die These, dass die einzelnen Bürger für alle sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Probleme erdweit (mit)verantwortlich sind. Die Idee eines WIR, eines Kollektivs, das handelt und verantwortlich ist, ignoriert jedoch (bewusst), dass nur einzelne verantwortungsfähige und verantwortungsunfähige Menschen und Politiker handeln und daher auch nur sie für die Folgen ihrer Handlungen verantwortlich sein können. Der Mythos, dass alle für alles verantwortlich sind, führt(e) in die Verantwortungslosigkeit.

Die Kollektivisten reden ständig über Entsolidarisierung und über Unmenschlichkeit und fordern, dass die Bürger dieses Landes (primär) jene Probleme lösen helfen sollen, die andere Menschen und Politiker in anderen Staaten der Erde verursacht haben und neu schaffen.

Wer die Überzeugung fördert, dass jeder Bürger vor allem für alle Probleme anderer, aber nur nicht für seine eigenen Probleme (im Versorgungsstaat und im Versorgungsstaatenverbund) zuständig ist, der fördert ein System mit Verantwortungslosigkeitskaskaden und verantwortungsunfähige Politiker, die Probleme erzeugen, um dafür neue (angebliche) Problemlösungen vorzuschlagen und (mit negativen Auswirkungen) umzusetzen.

In den Bildungsinstitutionen, in den Medien, in den Kirchen und bei Partei- und Verbändefunktionären ist der Mythos einer globalisierten Nächstenliebe (Zwangsfernstenliebe) sehr weit verbreitet. Damit ist auch eine (fortschreitende) Elimination der Eigenverantwortung verbunden.

Die Idee einer globalen Zwangsumverteilung hat weitreichende negative Folgen für die Freiheit, für die Eigenverantwortung, für die freiwillige Solidarität, für die Eigenleistungen, für den Vermögensaufbau, für die private Kapitalbildung, für die Macht des Staates, für eine Fehlleitung von Ressourcen, für die Kapitalaufzehrung und somit auch für den Wohlstand der einzelnen Bürger. Der Mythos einer globalen Zwangssolidarität/Zwangsumverteilung höhlt die Grundsätze einer wettbewerbsgesteuerten und rechtsstaatlichen Marktwirtschaft aus.

Zahlreiche Bürger wissen (leider) immer weniger über ein "Leben in Freiheit", über die Möglichkeiten eines privaten Vermögensaufbaues und über die Vorteile einer Eigentümergesellschaft. Warum wird das Privateigentum nicht mehr gefördert?

Haben die Politiker Angst vor der Wahrheit? Zwangsumverteilung ist keine Quelle des Wohlstands! Eine Politik der überdehnten Zwangssolidarität vernichtet Wohlstand! Da die Höhe der Zahlungen an die Zwangsumverteilungsgewinner sowohl in der Transferunion als auch im Sozialstaat (Pensionen, Gesundheitsausgaben, Leistungen ohne Gegenleistung – auch als Zwangsentwicklungshilfe) ständig steigt, werden die Lasten für die Zwangsumverteilungsverlierer immer größer. Das hat Folgen für die Kapitalbildung und für produktive Investitionen – und somit für den Wohlstand!

Eine überdehnte Zwangssolidarität zerstört auch (das Vertrauen in) den Sozialstaat.

Josef Stargl ist AHS-Lehrer in Ruhe und ein Freund der Freiheit. 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorRomana
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Juni 2019 10:51

    Sehr kluge Feststellungen. Die Zwangssolidarität, die man uns z. B. auch beim Klimaschutz aufoktroyieren will, führt zu Unzufriedenheit und Elend - siehe Kommunismus!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Juni 2019 21:08

    Josef Stargl **************************************************!
    Das ist das, was ich seit rund 30 Jahren predige. Aus Erfahrung gesammelt in einer Reihe von Entwicklungslaendern in Arabien-Asien-Afrika-Lateinamerika. Und in West- und Osteuropa.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorkiepura1902
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Juni 2019 11:27

    ad Entsolidarisierung: meine Frau ging mit einer Freundin spazieren, wurde von einer Bettlerin angesprochen und gab dieser 2 Euro. Die Freundin, eine stramm rote Sozialarbeiterin bei der Gemeinde Wien protestierte: "Nein, nichts geben. Die kenne ich, die bekommt alle möglichen Sozialleistungen." Persönliche Solidarität und Empathie mit Armen wird imSozialstaat abgeschafft - zahlt eh' der Staat. Früher gabe es familiäre, nachbarschaftliche, berufliche und freundschaftliche Netzwerke (Stichwort: Eltern kümmern sich um die Kinder, die Kinder um die alten Eltern...) - heute wird alles an den Staat delegiert...

    ad Freiheit: diese hängt immer auch mit persönlicher Verantwortung zusammen. Ich bin als Individuum (nicht Teilmenge irgendeiner Gesellschaft) für mein Tun und Lassen verantwortlich. Es frappiert mich immer wieder zu erleben, daß Menschen lieber Einschränkungen ihrer Freiheit akzeptieren, nur um für sich selbst keine Verantwortung übernehmen zu müssen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSpecht
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juni 2019 15:59

    Habe als junger Mensch in Rot-China 67 erlebt wie verrückt der Kommunismus ist, bis in kleinste Einzelheiten. Keiner durfte Besitz haben oder aufbauen, nicht einmal ein Sofa mehr als ein anderer, das war gefährlich. Aber alle schauten mit Argusaugen, daß nur keiner mehr hatte als er selber. Die Verbrecherbande oben speiste im Sommerpalast und spielte den Kaiser. Denunziation war an der Tagesordnung, denn so hielt man alle in Spannung und Angst es könnte sie beim geringsten Fehltritt hart treffen. Weil als alle gleich sein mußten, wurde dem Pöbel erzählt sie wären genau so berechtigt zu lehren wie Professoren, so kam es, daß Professoren Feldarbeit verrichteten und Pöbel kommunistische Lehren aus der Mao-Bibel vortrugen. Greta hatten sie noch keine.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorheartofstone
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Juni 2019 22:19

    Tit for tat ... Ausländer dürfen nur mehr legal mit Visa einreisen, wenn garantiert ist, dass das Heimatland ihre Staatsbürger auch wieder "zurücknimmt". Sprich ... Afghanischer Geschäftsmann will nach Österreich reisen um Geschäfte zu erledigen. Nimmt Afghanistan seine Staatsbürger nicht zurück, erhält der Geschäftsmann kein Visa. Detto mit Russischen (Tschetschenen, ..., Nigerianern, Marrokanern, Tunesiern, Ägyptern, ...) -> Null Asylanträge ab sofort. Denn Österreich ist seit dem 1.5.2004 lückenlos von sicheren Ländern umgeben. Weiters ist zu untersuchen wer den "armen Flüchtlingen" seit dem 1.5.2004 "positive Entscheidungen" zuerkannt hat. Diese "Personen" sind umgehend zu entlassen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorheartofstone
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Juni 2019 22:19

    Tit for tat ... Ausländer dürfen nur mehr legal mit Visa einreisen, wenn garantiert ist, dass das Heimatland ihre Staatsbürger auch wieder "zurücknimmt". Sprich ... Afghanischer Geschäftsmann will nach Österreich reisen um Geschäfte zu erledigen. Nimmt Afghanistan seine Staatsbürger nicht zurück, erhält der Geschäftsmann kein Visa. Detto mit Russischen (Tschetschenen, ..., Nigerianern, Marrokanern, Tunesiern, Ägyptern, ...) -> Null Asylanträge ab sofort. Denn Österreich ist seit dem 1.5.2004 lückenlos von sicheren Ländern umgeben. Weiters ist zu untersuchen wer den "armen Flüchtlingen" seit dem 1.5.2004 "positive Entscheidungen" zuerkannt hat. Diese "Personen" sind umgehend zu entlassen.

alle Kommentare

  1. heartofstone (kein Partner)
    09. Juni 2019 22:19

    Tit for tat ... Ausländer dürfen nur mehr legal mit Visa einreisen, wenn garantiert ist, dass das Heimatland ihre Staatsbürger auch wieder "zurücknimmt". Sprich ... Afghanischer Geschäftsmann will nach Österreich reisen um Geschäfte zu erledigen. Nimmt Afghanistan seine Staatsbürger nicht zurück, erhält der Geschäftsmann kein Visa. Detto mit Russischen (Tschetschenen, ..., Nigerianern, Marrokanern, Tunesiern, Ägyptern, ...) -> Null Asylanträge ab sofort. Denn Österreich ist seit dem 1.5.2004 lückenlos von sicheren Ländern umgeben. Weiters ist zu untersuchen wer den "armen Flüchtlingen" seit dem 1.5.2004 "positive Entscheidungen" zuerkannt hat. Diese "Personen" sind umgehend zu entlassen.

  2. Specht
    07. Juni 2019 15:59

    Habe als junger Mensch in Rot-China 67 erlebt wie verrückt der Kommunismus ist, bis in kleinste Einzelheiten. Keiner durfte Besitz haben oder aufbauen, nicht einmal ein Sofa mehr als ein anderer, das war gefährlich. Aber alle schauten mit Argusaugen, daß nur keiner mehr hatte als er selber. Die Verbrecherbande oben speiste im Sommerpalast und spielte den Kaiser. Denunziation war an der Tagesordnung, denn so hielt man alle in Spannung und Angst es könnte sie beim geringsten Fehltritt hart treffen. Weil als alle gleich sein mußten, wurde dem Pöbel erzählt sie wären genau so berechtigt zu lehren wie Professoren, so kam es, daß Professoren Feldarbeit verrichteten und Pöbel kommunistische Lehren aus der Mao-Bibel vortrugen. Greta hatten sie noch keine.

  3. simplicissimus
    06. Juni 2019 21:08

    Josef Stargl **************************************************!
    Das ist das, was ich seit rund 30 Jahren predige. Aus Erfahrung gesammelt in einer Reihe von Entwicklungslaendern in Arabien-Asien-Afrika-Lateinamerika. Und in West- und Osteuropa.

  4. kiepura1902
    06. Juni 2019 11:27

    ad Entsolidarisierung: meine Frau ging mit einer Freundin spazieren, wurde von einer Bettlerin angesprochen und gab dieser 2 Euro. Die Freundin, eine stramm rote Sozialarbeiterin bei der Gemeinde Wien protestierte: "Nein, nichts geben. Die kenne ich, die bekommt alle möglichen Sozialleistungen." Persönliche Solidarität und Empathie mit Armen wird imSozialstaat abgeschafft - zahlt eh' der Staat. Früher gabe es familiäre, nachbarschaftliche, berufliche und freundschaftliche Netzwerke (Stichwort: Eltern kümmern sich um die Kinder, die Kinder um die alten Eltern...) - heute wird alles an den Staat delegiert...

    ad Freiheit: diese hängt immer auch mit persönlicher Verantwortung zusammen. Ich bin als Individuum (nicht Teilmenge irgendeiner Gesellschaft) für mein Tun und Lassen verantwortlich. Es frappiert mich immer wieder zu erleben, daß Menschen lieber Einschränkungen ihrer Freiheit akzeptieren, nur um für sich selbst keine Verantwortung übernehmen zu müssen.

  5. Romana
    06. Juni 2019 10:51

    Sehr kluge Feststellungen. Die Zwangssolidarität, die man uns z. B. auch beim Klimaschutz aufoktroyieren will, führt zu Unzufriedenheit und Elend - siehe Kommunismus!





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