Orban pokert nicht mehr – jetzt spielt er Schach

Lesezeit: 8:30

Die "Europäische Volkspartei" (EVP) hat am 20. März die ungarische Fidesz innerhalb ihrer Reihen suspendiert. Ist Orban damit endlich zur Räson gebracht? Hatte er doch vorher extrem hoch gepokert mit seiner Drohung, aus der EVP auszutreten …

Zunächst überwog bei deklarierten Orbán-Hasser-Medien (halb-getrübte) Schadenfreude: "Am Ende schwenkte er doch um – aber natürlich würde er das nie so darstellen. Er redet in seiner Pressekonferenz erstmal die Auswirkungen des Beschlusses klein." (Spiegel)

"Eine gute Ausrede ist nie schlecht." (ungarisches Sprichwort)

Dann mischen sich aber kleinlaute Zwischentöne ein: "Tatsächlich hätte es auch schlimmer kommen können für ihn." (Spiegel) – Sehen so Verlierer aus…? Denn ob "die EVP (die) Fidesz bereits vor der Europawahl" rauswirft "oder er danach von selbst geht. In beiden Fällen gewinnt Orbán. Er benutzt die EVP als Projektionsfläche für seine Propagandaschlacht und seinen Traum vom Führer einer nationalistischen (Anti)-Europa-Bewegung." (PesterLloyd)

Wedelte hier ein aufmüpfiger Schwanz mit einem müden Bernhardiner? (Die Fidesz-KDNP hat 12 Sitze im EU-Parlament, hingegen die EVP 217 Sitze.)

"Der Pfeffer ist klein aber scharf." (ungarisches Sprichwort)

EVP-Chef Daul hatte sogar mit Rücktritt gedroht, falls kein Kompromiss gefunden worden wäre. Gerade aber die linke EVP-Fraktion (etwa die Juncker-Luxemburger) wollte einen demütigenden Rausschmiss serviert bekommen.

Ein Bild drängt sich auf:

Das freche Familien-Schwarze-Schaf (Orbán) steht vor dem EVP-Großfamilien-Tribunal: Der cholerische Opa-Pate Juncker fordert den ultimativen Ausschluss, und zwar noch vor seinem baldigen Ende. Die (um den Familienfrieden bangende) Mami-Kramp-Karrenbauer jammert. Die "Strafe": Der böse Stinkefinger-Bubi darf für ein paar Wochen bis zum nächsten Showdown (EU-Wahlen) nicht mehr an sinnlos-langweiligen Familien-Treffen teilnehmen.

"Hundert Worte haben auch nur ein Ende." (ungarisches Sprichwort)

Alle sind getrieben von einer gewaltigen Angst: Der missratene Sohn könnte so vollends ins Punk-Milieu abgleiten, die Familie in der Öffentlichkeit noch mehr blamieren und alle anderen Outlaws (die schon draußen vor der Tür warten) hinter sich mobilisieren. Und er könnte auch noch ein böses Vorbild für andere subtile Cousins abgeben (Polen, Slowenien, Tschechien, Slowakei …)

Das ahnte auch der "Spiegel": "Orbán (als) Märtyrer würde man endgültig in die Arme der Nationalisten treiben und damit die Spaltung vergrößern – und die Stimmen seiner Fidesz würden Weber … noch fehlen. Die Sorge der Spaltung trieb auch CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer um." (Spiegel)

"Man kann nicht gegen den Wind pinkeln." (ungarisches Sprichwort)

Das gestrenge Familien-Tribunal mahnte: "Aber du darfst nie mehr hinter unserem Rücken den Stinkefinger zeigen!" – "Versprochen! Damit hör ich auf! Hab’s doch eh nie so gemeint!" – "Und Orbán reagierte: Stoppte die Kampagne (die da allerdings schon ausreichend gewirkt hatte), entschuldigte sich (allerdings nur bei seinen Gegnern innerhalb der EVP, die er als "nützliche Idioten" bezeichnet hatte)" (Spiegel). – Denn das kapierte auch Familien-Renitent Orbán: Dauerndes Provozieren führt zu einem "Gähn-Effekt" in Ungarn.

"Jedes Wunder dauert drei Tage." (ungarisches Sprichwort)

Die neue Strategie: Orban plakatierte eine Positiv-Kampagne zur Fidesz-Familienpolitik: "‘Aufs-Baby-Warten‘-Unterstützungs-Programm für Jung-Verheiratete". Die West-Linken tobten ("der frauenfeindliche Plan eines reaktionären Ständestaates – Mercedes-Stern als Mutterkreuz: Ungarn will Babyboom erkaufen."Pesterlloyd), die ungarischen waren baff: "Die Ankündigung verfehlte ihre Wirkung nicht: Wochenlang wurde in Ungarn über fast nichts anderes geredet. Vor allem … der Zehn-Millionen-Forint-Kredit (im Volksmund ‚Ehefrauenkredit‘) erregt die Fantasien der Ungarn intensiv. Bei Durchschnittsverdiensten von 300 - 400 Euro im Monat bedeutet das … eine Menge Geld." (Der Standard)

"Zur guten Arbeit braucht man Zeit." (ungarisches Sprichwort)

Linke Präjudizierer-Medien schalteten auf Vogel-Strauß-Analyse: Denn ab drei Kindern ist das Darlehen sogar kostenlos. Und: Das Mittelschichts-Durchschnittseinkommen liegt mittlerweile auch in Ungarn bei ca. 800 Euro pro Person. Die Wirtschaft boomt, und sogar Audi-Györ musste nach einem Streik eine Lohnerhöhung von 18 Prozent (mindestens aber 240 Euro) akzeptieren. Orban lachte sich ins Fäustchen – in Richtung Deutschlands Auto-Schlüsselindustrie. Das versteht sogar eine wie Kramp-Karrenbauer (mit Möchtegern-Kampf-Femo-Koteletten-Frisur und Intellektuellem-Hornbrillen-Outfit): Die Audi-Produktion musste in ganz Europa gesperrt werden. Allein in Ingolstadt blieben zehntausend Autos in nur drei Tagen (28.-30. Jänner 2019) liegen.

Und der böse Juncker-Opa grämte sich nachhaltig: "Die Suspendierung … löst die Sache nicht wirklich auf." (Spiegel) Außer dass die Familie den Nachbarn demonstrieren konnte, dass "die Unionsparteien wieder mal etwas gemeinsam hinbekommen" (Spiegel) hätten. Und dann auch noch das: Grölende Punk-Zaungäste prosteten von außen dem Vorgeführten zu: Nämlich "auch Unterstützung … aus Italien." (Spiegel)

"Man kann nicht vorsichtig genug sein." (ungarisches Sprichwort)

Gleich danach legte das Schmuddelkind aber gleich wieder dieselbe nervende Punk-Platte auf, wie eh und eh: "Ich habe gleich gesagt: Ich werde meine Politik nicht ändern. Ich habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich Salvini als Premierminister sehr schätze." (Spiegel) Ein augenzwinkerndes Signal an die bösen Punks vor dem Gartenzaun: Gebt die Hoffnung nicht auf, dass ich doch noch in euer Lager überwechsle!

"Er ist aus hartem Holz geschnitzt." (ungarisches Sprichwort).

Trotzdem: Am Schluss hatte selbst der Familien-Renitent vor seiner eigenen Courage Muffensausen bekommen: Nämlich doch noch des Familien-Schutzes verlustig zu gehen.

"In jeder guten Sache findet man etwas Schlechtes.” (ungarisches Sprichwort)

Auf der Pressekonferenz erschien er in einer seltsamen Mischung aus Erschöpfung, Verschmitztheit und Sich-Um-Fassung-Bemühen. Ganz spurlos dürfte die Auseinandersetzung also auch nicht an ihm vorbei gegangen sein.

Dann folgte gleich die nächste Stinkefinger-Warnung an die EVP: "Wir können nur in einer Fraktion nach der Wahl bleiben, die gegen die Migration ist." (Spiegel) – Der böse Juncker-Opa wahrscheinlich: "Jetzt geht das doch schon wieder los…!"

"Das Taschenmesser öffnet sich in meiner Tasche." (ungarisches Sprichwort)

Orban bleibt sich treu: Drei Wochen später (am 6. April, pünktlich zum Fidesz-EU-Wahlkampf-Auftakt) brüskierte er (mit einem Sieben-Punkte-Programm) erneut die EVP-Familie:

Er forderte von Entzug der Migrations-Verwaltung weg von den Brüsseler Bürokraten in die Obhut der National-Regierungen. Brüssel dürfe die Soros-Einwanderungs-NGOs nicht mehr finanziell unterstützen, und müsse die Grenzschutz-Kosten zurückerstatten. Niemand dürfe in Europa(!) diskriminiert werden, weil er Christ(!) oder Einwanderungs-Gegner ist". (Hirado) – "Ist Europa ein Ort für Europäer oder für eine Masse aus anderen Kulturen? Verteidigen wir unsere christliche, europäische Kultur oder geben wir dem Multikulturalismus Raum?" (Orban) – Ihm zufolge alles nur ein Synonym für ein "europäisches Bevölkerungsaustauschprogramm: In Europa gibt es keine Kinder mehr, weil unser Kontinent mit Identitätskrisen zu kämpfen hat." (Orban)

Ob der cholerische Juncker-Opa wohl lallend (nach einem seiner Ischias-Anfälle) vor sich hin tobte? "Ich hab’s euch ja gleich gesagt! Der ändert sich nie!" – Damit läge er sogar goldrichtig: "Wir Ungarn leben seit tausend Jahren hier (...), und wir wollen hier mindestens tausend Jahre bleiben, um unsere Grenzen zu wahren. Wir möchten, dass unsere Kinder, Enkelkinder, ihr Leben frei bestimmen können." (Orban)

Alles wie gehabt: "Wir entscheiden über unsere Zukunft und nicht die EVP." – Opa: "Wenn das in die Medien kommt, sind wir geliefert…!" Und zu Orban: "Te nem vagy normalis!" – "Du bist nicht mehr normal!"

Langsam werden Orbans Schachzüge aber verständlich: "Nach der Wahl werden wir sehen, wohin sich die EVP dreht." (Orban) "Im Moment scheint es in Richtung eines linken EU-Imperiums zu gehen, das den Einwanderern überlassen wird." (Orban)

"Besser spät als nie." (ungarisches Sprichwort)

Das heißt:

1.) Orban bleibt bei seiner Anti-EU-Eliten-Rhetorik. Eine (geplante) Anti-Timmermans-Kampagne könnte knapp vor Wahlkampf-Ende folgen. Möchte dann etwa die (linke) EVP-Fraktion wirklich einen Sozialisten verteidigen? Für einen Fidesz-Ausschluss wäre es dann sowieso zu spät.

"Und er legte noch eine Schaufel drauf." (ungarisches Sprichwort)

Denn obwohl "die Menschen in Europa keine Einwanderung wollen", habe "der sozialistische Spitzenkandidat Timmermans eine solche gefordert".

Auch wäre Junker (ein "waschechter Sozialist") verantwortlich für: Den Brexit, die "Migranten-Invasion" und die "Spaltung der EU zwischen Mittel- und Westeuropa". Die Brüsseler-Elite lebe in einer "realitätsfernen Blase". Weber (EVP-Vorsitzender) habe das ungarische Volk beleidigt. Nur ein "Brüsseler Baier" tue sowas, niemals hingegen ein "Münchner Bayer". Die Bilanz Junckers: "Die Briten gehen raus, die Migranten kommen rein."

2.) Damit aber lässt Orban das Damokles-Spaltungs-Schwert über den EVP-Köpfen hängen. Bei einem Ausschluss hätte er diese Möglichkeit nicht mehr gehabt.

3.) Nach innen, nach Ungarn, hat Orban den EVP-Familienfrieden gerettet, denn auch er weiß: Die Ungarn wollen weder einen Austritt aus der EVP noch aus der EU. Zumindest jetzt noch nicht… Die Logik dahinter: Dann muss man ihn also wählen. Sonst könnte er ins Salvini-Lager übertreten. "Etwas für etwas." (ungarisches Sprichwort)

Die Wahlkampagne der ungarischen Sozialisten versucht jetzt genau diese Ängste zu mobilisieren.

4.) Mit der Suspendierung hat die EVP ihr Trojanisches Pferd nur in die Ecke gestellt. Mehr als ein Aufatmen ist das nicht.

"Was sich verspätet, vergeht nicht." (ungarisches Sprichwort)

5.) Orban hat sich längst mit anderen rechts-konservativen Ländern (Italien, Polen, Slowenien …) abgesprochen. Ähnlich wie in der Schlacht von Falkirk (1298): Als die irischen Truppen aus der Armee des englischen Usurpator-Königs Edward auf die Seiten der Schotten überliefen. Dem entgeisterten König blieb damals nur mehr ein: "Diese Iren…" auf der Zunge stecken.

6.) Aus diesem sicheren Rückhalt wartet Orban jetzt getrost den Ausgang der EU-Wahlen ab. Nach wie vor mit beiden Trümpfen in der Hand.

"Das ist nicht mein Tisch." (ungarisches Sprichwort)

Dann zitierte Orban noch eine neue Umfrage, die in ganz Europa gemacht worden ist: Die EU-Bevölkerung habe den Traum auf ein besseres Leben in der nächsten Generation verloren. Nur: Dieser Pessimismus sei ein westlicher. Und an das ungarische Fußvolk gerichtet: "Zeigen Sie Brüssel am 26. Mai, dass das letzte Wort nicht die Soros-NGOs und die Bürokraten in Brüssel haben, sondern die Menschen in den Wahlkabinen." (Orban)

Die aktuelle Wahl-Umfrage sieht so aus (Umfragezeitraum 8.-19. März 2019) Die Suspendierung des Fidesz wurde aber noch nicht berücksichtigt.)

 
  2019 
Mandate-Zahl
Stimmen-
Verhältnis
Mandate-
Verhältnis
2014
Fidesz 12 48,44 % 57,14 % 12
MSZP-Sozialisten 3 12,5 % 14,29 % 2
Jobbik 3 14 % 14,29 % 3
LMP-Grün-Liberale 0 4,69 % 0 % 2
DK 2 7,81 % 9,52 % 1
Együtt u. PM 0 0 % 0 % 2
Momentum 1 6,25 % 4,76 % -

Zwei neuere Umfragen prognostizieren aber steigende Beliebtheit für Orban (Die letzte davon 1. - 28. März 2019 überschneidet sich mit der Suspendierung):

 
Quelle Fidesz-KDNP Jobbik MSZP-P DK Momentum LMP
Standpunkt
1. bis 28. März
14 M.
(56%) 
3 M.
(12%)
2 M.
(11%)
1 M.
(6%)
0 M.
(4%)
1 M.
(1%)
publicus
13. bis 20. März
13 M.
(52%)
3 M.
(16%)
3 M.
(15%)
1 M.
(6%)
1 M.
(6%)
0 M.
(3%)


Erfüllt sich also auch dieses Mal wieder für Orban, das ungarische Sprichwort: "Alles ist gut, solange es ein gutes Ende hat"?

Denn die Suspendierung wurde in Ungarn kaum beachtet. Geringschätzung durch den arroganten Westen ist man im Osten gewohnt. Die Reaktion darauf fiel immer sehr pragmatisch aus: "Macht doch, was ihr wollt!" Oder: "Wenn es für euch gut ist … Für uns ist es das nicht …"

Übrigens müsste ein von Ischias-Schmerzen mehrfach zu Tode Erschrockener doch langsam schon im Stadium der Altersweisheit angekommen sein: "Menschen stehen und warten, das Leben bringt und geht, der Tod kommt und nimmt." (ungarisches Sprichwort)

Dr. Elmar Forster ist Lehrer und lebt(e) seit 1992 als Auslandsösterreicher in Ungarn, Prag, Bratislava, Polen, Siebenbürgen (Rumänien). Seit 2009 unterrichtet er auch wieder an österreichischen Schulen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorForster
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2019 11:35

    Orbans Taktik beruht auf einem völlig kronträren historischen Bewusstsein des Ostens heraus:

    "All diese schmerzhaften Ereignisse und Erfahrungen haben sich (auch in den anderen Staaten Ost-Europas) zu einem nachhaltigen Amalgam, von gesundem Misstrauen, Selbstbehauptungs- und Überlebenswillen sowie zu einem geschärften Bewusstsein für real existierende politische Gefahren verfestigt. Die 1848 durch den ungarischen Nationaldichter und Revolutionär Sandor Petöfi verfasste Warnung „An die Könige“ liest sich heute wie ein Abgesang auf die PC-Elite Brüssels: „Nötig ist es kaum noch aufzuwiegeln / eure Untertanen gegen euch / (…) Was euch unverfrorne Schmeichler schwätzen, / euch, ihr Könige liebt keiner mehr!“

    Das unterscheidet grundsätzlich von jenem oberflächlich-anästhesierten Seinsgefühl des materialistisch entleerten westlich-kapitalistischen, postmodernen Anything-Goes, welches sich auf einer trügerischen 70-jährigen Friedensperiode breitmacht, und welches aber nun durch Flüchtlingskrise, die ukrainische Revolution sowie die russische Annektion der Krim jäh aus ihren Dornröschenschlaf gerissen wurde."

    Auszug aus:
    https://www.fischundfleisch.com/elmar-forster/fake-news-und-fluechtlings-krise-wie-die-luegenpresse-gegen-ungarn-mobil-machte-und-scheiterte-die-35518

  2. Ausgezeichneter KommentatorForster
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2019 11:25

    Neue außenpolitische Initiative der EVP:

    Gestern, Mi.10.4.2019 bewertete Orban auf Einladung der Christlich-Demokratischen-Initiative in Brüssel die derzeitige politische Lage Europas. Dabei kritisierte er auch, dass es in der EU ein „politisches Bündnis zwischen sozialistisch-links-liberalen Parteien sowie fremdenfeindlichen, antisemitischen und extremistischen EU-Bewegungen“ gibt (u.a. in Ungarn: Jobbik mit allen anderen linken Oppositionsparteien und Serbien). Orban ist Vizepräsident der CDI und der EVP. Die EVP scheit also ein Doppelspiel gespielt zu haben und nimmt zusehends die Sozialisten ins Visier. Mal sehen, wie weit sie dabei zu gehen gewillt ist...

    Gleichzeitig gab sich Orban selbstbewusst: Nach den EU-Wahlen müsse „die strategische Debatte (betreffend Links oder Rechts in der EVP) wieder aufgenommen werden ", und fügte hinzu: „Die rechtsgerichteten christdemokratischen Parteien in Mittel(ost)europa sind stärker als ihre westlichen Kollegen und mit einem höheren Anteil des Vertrauens der Wähler ausgestattet.“ - Aktuelle Fidesz-Plakat-Kampagne derzeit in Ungarn: "Stoppen wir die Einwanderung".
    Orbán nimmt heute Abend, sechs Uhr, an einer außerordentlichen Tagung des Europäischen Rates zum Thema Brexit in Brüssel teil.

  3. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2019 14:50

    Manch ergötzlich Allerley und kurtzweilig Zeitung!

    Eine Fülle von Informationen, die ein authentisches Stimmungsbild im Land ergeben. Würde viel Aufwand bedeuten, sich die vielen Fakten und Zitate im Original in unserer Qualitätspresse zusammenzusuchen.

    Wenn du mit drei Ungarn sprichst, bekommst du drei unterschiedliche Meinungen zu Orbán. Was aber nicht heißt, daß ihn nicht zwei davon gewählt haben. Und es wieder tun würden. Erst recht nach dem Schattenboxen, mit dem sich das morsche, ums Überleben kämpfende Brüsseler Ancienne Regime Mut machen will.
    Ein paar mehr wie Orbán, und vorbei wärs mit ihm.

    Aber mit den saturierten EUntertanen, vor allem den deutschen, ist das nicht zu machen. Denen muß erst ein Gefreiter zuwandern, damit sich was ändert.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
  5. Ausgezeichneter KommentatorLiberio
    4x Ausgezeichneter Kommentar
  6. Ausgezeichneter KommentatorTiberius
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    12. April 2019 00:16

    Das Problem von Freak77 ist, er wird niemals den geistigen Stand von Orban erreichen. Er wird versuchen Orban immer nachlaufen aber niemals einholen. Freak77 hat einfach nicht das Zeug Forster Analyse zu begreifen. Was ihm außerdem noch fehlt ist schlicht Humor, das wäre nämlich noch die Rettung für Freak77.

    Er ist nicht allein in seiner traurigen Lage, "höhere Politkapazitäten" haben in den letzten 20 Jahren schon die Zähne ausgebissen an Orban, wie zum Beispiel der Libstar aus Belgien namens Guy Verhofstadt oder der Ehrgeizige Martin Schulz oder ein überaus emotionaler Bundeskanzler aus Österreich, dem selbst die eigenen Genossen den Laufpass gegeben haben. Aber da gibt es auch noch andere.
    Tja, Politik ist nicht jedermanns Sache, da gehört auch Freak77 dazu.

  7. Ausgezeichneter KommentatorForster
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2019 22:16

    Das ungar. Hir-TV berichtet: Orban nimmt heute und morgen in Dubrovnik am 8. sog. "16 + 1" -Gipfel teil, der höchsten wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Führern Mittel- und Osteuropas und Chinas. Dabei werden auch neue Wirtschaftsabkommen unterzeichnet.

    hotnews-ro berichtet: Debatte über die Rechtsstaatlichkeit in Rumänien nächste Woche im Plenum des Europäischen Parlament auf Ersuchen der EVP-Fraktion angesetzt: Die europäischen Institutionen sollten von den rumänischen Behörden nicht erpresst werden

    Ebenfalls hotnews.ro: Der Vorsitzende der "Partei der Europäischen Sozialisten" gab bekannt: Die Beziehungen zu PSD sind eingefroren, bis die rumänische Regierung ihr Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit klarstellt.

    Meine These scheint sich zu bewahrheiten, dass die EVP nun nach der halbherzigen Suspendierung Orbans, jetzt die Double-Measures der Sozialisten ins Visier nimmt.

alle Kommentare

  1. Wolfram Schrems
    16. April 2019 11:39

    Großartig, besten Dank!

    Besonders zu merken:

    "Der böse Stinkefinger-Bubi darf für ein paar Wochen bis zum nächsten Showdown (EU-Wahlen) nicht mehr an sinnlos-langweiligen Familien-Treffen teilnehmen."

    Dr. Forsters Analyse klingt somit doch etwas anders, als was uns der staatliche Rotfunk (trotz Türkis-Blau) vorgesetzt hat.

    Minden jót!

  2. Bester Gutmensch von Kikaritzpatschen
    13. April 2019 08:22

    Herr Dr. Forster, Kompliment! Dieser Artikel ist - mit seinen Zitaten - ein kleines Kunstwerk und informativ obendrein. Danke!

  3. Tiberius
    12. April 2019 00:16

    Das Problem von Freak77 ist, er wird niemals den geistigen Stand von Orban erreichen. Er wird versuchen Orban immer nachlaufen aber niemals einholen. Freak77 hat einfach nicht das Zeug Forster Analyse zu begreifen. Was ihm außerdem noch fehlt ist schlicht Humor, das wäre nämlich noch die Rettung für Freak77.

    Er ist nicht allein in seiner traurigen Lage, "höhere Politkapazitäten" haben in den letzten 20 Jahren schon die Zähne ausgebissen an Orban, wie zum Beispiel der Libstar aus Belgien namens Guy Verhofstadt oder der Ehrgeizige Martin Schulz oder ein überaus emotionaler Bundeskanzler aus Österreich, dem selbst die eigenen Genossen den Laufpass gegeben haben. Aber da gibt es auch noch andere.
    Tja, Politik ist nicht jedermanns Sache, da gehört auch Freak77 dazu.

  4. Forster
    11. April 2019 22:16

    Das ungar. Hir-TV berichtet: Orban nimmt heute und morgen in Dubrovnik am 8. sog. "16 + 1" -Gipfel teil, der höchsten wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Führern Mittel- und Osteuropas und Chinas. Dabei werden auch neue Wirtschaftsabkommen unterzeichnet.

    hotnews-ro berichtet: Debatte über die Rechtsstaatlichkeit in Rumänien nächste Woche im Plenum des Europäischen Parlament auf Ersuchen der EVP-Fraktion angesetzt: Die europäischen Institutionen sollten von den rumänischen Behörden nicht erpresst werden

    Ebenfalls hotnews.ro: Der Vorsitzende der "Partei der Europäischen Sozialisten" gab bekannt: Die Beziehungen zu PSD sind eingefroren, bis die rumänische Regierung ihr Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit klarstellt.

    Meine These scheint sich zu bewahrheiten, dass die EVP nun nach der halbherzigen Suspendierung Orbans, jetzt die Double-Measures der Sozialisten ins Visier nimmt.

  5. Vivaldi
    11. April 2019 17:40

    Chapeau ! wie immer !!!

  6. oberösi
    11. April 2019 14:50

    Manch ergötzlich Allerley und kurtzweilig Zeitung!

    Eine Fülle von Informationen, die ein authentisches Stimmungsbild im Land ergeben. Würde viel Aufwand bedeuten, sich die vielen Fakten und Zitate im Original in unserer Qualitätspresse zusammenzusuchen.

    Wenn du mit drei Ungarn sprichst, bekommst du drei unterschiedliche Meinungen zu Orbán. Was aber nicht heißt, daß ihn nicht zwei davon gewählt haben. Und es wieder tun würden. Erst recht nach dem Schattenboxen, mit dem sich das morsche, ums Überleben kämpfende Brüsseler Ancienne Regime Mut machen will.
    Ein paar mehr wie Orbán, und vorbei wärs mit ihm.

    Aber mit den saturierten EUntertanen, vor allem den deutschen, ist das nicht zu machen. Denen muß erst ein Gefreiter zuwandern, damit sich was ändert.

  7. Polyphem
    11. April 2019 14:12

    "Man kann nicht gegen den Wind pinkeln." (ungarisches Sprichwort)
    Man kann. Allerdings brunzt man sich dabei an.

  8. Freak77
    11. April 2019 14:10

    Herr Dr. Elmar Forster hat Ihnen schon jemand gesagt dass Sie ein armseliges wichtigmacherisches

    Würschtl

    sind?

    Oder sind Sie jetzt ein Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs geworden weil Sie so über den Streik bei Audi in Györ jubeln?

    "Die Audi-Produktion musste in ganz Europa gesperrt werden. Allein in Ingolstadt blieben zehntausend Autos in nur drei Tagen (28.-30. Jänner 2019) liegen."

    ?????

    Da jubelt er der Elmar Forster ????????

    In diesem obigen Hetz-Artikel den sie der Meinungs-stromliniengeformten Leserschar v. Dr. Unterberger bieten:

    "Ob der cholerische Juncker-Opa wohl lallend (nach einem seiner Ischias-Anfälle) vor sich hin tobte?"

    Das versteht sogar eine wie Kramp-Karrenbauer (mit Möchtegern-Kampf-Femo-Koteletten-Frisur und Intellektuellem-Hornbrillen-Outfit)"


    Herr Forster - ja schämen Sie sich denn nicht eine derart bodenlose Polemik hier zu veröffentlichen?

    Man muss auch den Herrn Unterberger in die Pflicht nehmen: Er hat die Erlaubnis gegeben dass dieser unsagbare Hetzartikel hier veröffentlicht wurde!

    Schämt ihr Euch nicht! Ist Euch gar nichts zu primitiv? Ist Euch gar nichts zu blöd?

    Wegen der allerbilligsten Polemik und um die verantwortungsvollsten Europäischen Spitzenpolitiker der EVP mit stinkendem Dreck an zu schütten - wegen dem beweist Ihr dass Ihr selber alleruntereste, primitive Gesellen seid?

    Wenn das Durchschnittseinkommen der Mittelschicht in Ungarn sogar heute, 2019 noch immer nur 800 € ist, dann beweist das - dass Ungarn nach wie vor ein riesiges Wohlstandsgefälle gegenüber der benachbarten Slowakei u. Tschechien hat.

    Ungarn ist heute ein armes, unterentwickeltes EU-Land in dem kein normaler Österreicher so ohne weiteres gerne leben wollte: Wenn er nicht ein wohlhabender österr. Pensionist ist, der sich e. schönes Apartment in Györ leisten kann.

    Oder wenn er nicht Elmar Forster ist, der in Österreich als Lehrer (!) gutes Geld verdient und aber steuer- u. abgabenschonend in Ungarn wohnt.

    Im billigen Ungarn wohnen und in Österreich beamtengewerkschaftsgeschützt und pragmatisiert an e. österr. Schule gut Geld verdienen. - Das sind die richtigen Leute die in österr. Diskussionsforen Gift und Galle spukend Hass verbreiten - so wie es Herr Forster macht.

    Sie als Österreicher in Ungarn tragen zum weiter Steigen der Immobilienpreise in Ungarn bei u. verhindern dadurch dass sich normale Ungarn Wohnungen u. Grund u. Boden noch leisten können.

    Die ungarische Durchschnittsbevölkerung ist noch immer arm, das Sozialsystem ist schlecht u. viele Ungarn finden keinen Ausweg als:

    - in Österreich zu betteln in Wien, Salzburg u. Graz
    - in Österreich als Prostituierte zu arbeiten
    - nach Österreich in die Wiener Obdachlosenquartiere (Gruft usw.) zu kommen weil man in Wien als Obdachloser hundertmal besser dran ist als in Budapest, vor allem im Winter.

    Es ist gewiss vieles Richtig und Gut im heutigen Ungarn, wir Österreicher können viel von den Ungarn lernen - das bestreite ich nicht!

    Aber wahr ist auch: Ungarn tut Vieles um als "Schlawiner" von der EU nichts anderes als die Vorteile ab zu kassieren. Geld einstreifen wo es geht. Und ansonsten hält man den Westeuropäern den Ar*** hin.

    Die Ungarn müssen irgendwann einmal begreifen: Es genügt nicht in einer Gemeinschaft von 27 Staaten immer nur ein zu kassieren und Geld zu nehmen und sich hinten u. vorne fördern zu lassen von der EU.

    Sondern eine Gemeinschaft von 27 Staaten - das ist auch etwas wo man solidarisch sein muss bis zu einem gewissen Grad wo man auch irgend eine Art von Bewusstsein für die "Gemeinschaft der 27" entwickeln muss.

    Nichts anderes tun als immer u. überall abkassieren und ansonsten den Ar*** hinhalten wird auf die Dauer zu wenig sein.

    Jeder Politikinteressierte der auch nur minimale Kenntnisse über Geschichte hat weiß: Es ist die

    Bundesrepublik Deutschland (und kein anderes Land)

    die schon seit circa 3 oder noch mehr Jahrzehnten das Arbeitspferd und der Lastesel der E.U. ist. Dasjenige Land das die E.U. zum größten Teil finanziert u. am Leben erhält. Dasjenige Land das - mehr oder weniger gemeinsam mit Frankreich u. noch einigen Ländern - im innersten Zentrum der E.U. existiert u. das innerste Zentrum IST.

    Man kann das heutige Deutschland ohne weiteres mit dem Skelett und dem Herzen des heutigen Europas vergleichen:

    Was wäre der menschliche Körper wenn er nicht vom Skelett getragen würde? - ein Häufchen Fleisch das am Boden liegt.

    Was wäre der menschliche Körper wenn er nicht ein pulsierendes Herz in der Mitte des Körpers hätte das das Blut, das alle Nährstoffe u. Sauerstoff transportiert, in den gesamten Körper u. alle Blutgefäße pumpen würde.

    Deutschland, Frankreich u. noch e. paar Länder wo man darüber streiten kann gehören zu diesem Skelett u. Herzen der E.U. dazu! Aber Deutschland eben zu 100% gewiss.

    Ungarn soll den Bogen nicht überspannen: Dort gibt es einen Premier der eine Zweidrittelmehrheit im Parlament hat, der den Staatspräsidenten, die Höchstgerichte, die größten Medien & Fernsehen, alle Institutionen, das Bildungswesen und auch die großen Wirtschaftskapitäne, die großen, reichen Geschäftsleute des Landes ganz eng an sich gebunden hat - und somit an seiner Seite hat.

    Wer kennt ein zweites Land in der Welt wo solche Verhältnisse herrschen? Ich kenne kein vergleichbares Land wie Ungarn.

    Wer kennt noch so einen Premier in irgendeinem Land der derart viel Macht in seinem Land vereint wie Orban heute?

    Orban braucht in Ungarn nur ein Wort aussprechen - und es verwandelt sich in kürzester Zeit in ein Gesetz u. sogar ein Verfassungsgesetz. Wer kennt noch so ein Land? Gibt es e. vergleichbares Land?

    Übrigens:

    "Man kann nicht gegen den Wind pinkeln." - das ist nicht nur ein ungarisches Sprichwort sondern korrekterweise auch ein portugiesisches Sprichwort, da brauchen sich die Ungarn deswegen keine Feder auf den Hut stecken.

    Zum Schluss nochmal zur Bekräftigung: Schämen, schämen, schämen Sie sich Herr Forster!!!

    Das was Sie hier in ihrem Drecks-Artikel absondern ist das Primitivste, das Dreckigste das mir seit langer Zeit untergekommen ist!

    Jemand der seine Doktortitel wie eine Monstranz herumträgt so wie Sie - da würde ich mir denken dass so ein Mensch auch fähig sein müsste seine Gedanken auf anständige Weise dar zu legen. Aber sie haben oben bewiesen dass Sie unbedingt Hetzen wollen, das Hetzen ist Ihnen wichtig.

    • Forster
      11. April 2019 14:16

      Gewaltiger Ost-Rassismus, gepaart mit Akademiker-Komplex und Sozial-Futterneid voller Vorurteile und Falschaussagen...

    • Freak77
      11. April 2019 14:20

      Ihre "Replik" beweist dass Sie nichts anderes sind als ein primitiver Polemiker u. Hetzer. Alles was ich oben schrieb ist richtig!

    • oberösi
      11. April 2019 14:32

      jedem Blog sein Troll

    • Forster
      11. April 2019 14:46

      @oberösi
      Der irrationale Orban-Hass geht mittlerweile schon weit, dass ich einen Hat-Poster aus engstem Kreise geoutet habe: Er versteckte sich hinter verschiedenen Pseudonymen. Verraten hat er sich deshalb, weil interne Details aus unserer beider Kindheit verplauderte... Könnte auch dieses Mal dahinter stecken. Ich kann ihm nur raten: "Death is natures way to slow down" (irisches Sprichwort)

    • pressburger
      11. April 2019 15:35

      Und jetzt ? Was wollten Sie eigentlich sagen ?

    • Freisinn
      11. April 2019 21:06

      Das wichtigste im Umgang mit Trollen: bitte nicht füttern!!!!!!

    • Almut
      11. April 2019 22:34

      @ Freisinn
      ***********************
      So ist es! Am besten "ned amol ignorieren".

    • Sensenmann
      12. April 2019 17:21

      Man muss kein Bolschewik sein um anständige Bezahlung für anständige Arbeit zu verlangen. Wieso soll ein Ungar ein Zehntel des Lohns eines deutschen Arbeiters bekommen, der den selben Job macht? Natürlich sind die Lebenshaltungskosten in Ungarn niedriger, aber nicht 1/10!
      Nicht einzusehen, daß die Ungarn die Phantasiegehälter und -pensionen des deutschen Managements, das seine Betrügereien gerne an den Mitarbeitern auslassen möchte, aber der Frau Merkel in den Pferdearsch kriecht, über Gebühr finanzieren sollen.
      Man muss kein Bolschewik sein um zu finden, daß die Belegschaft am Erfolg eines Unternehmens beteiligt werden soll. Das motiviert nämlich und ist zum Besten einer Volkswirtschaft.

    • Nietzsche (kein Partner)
      13. April 2019 20:51

      Au weh. Freak freakt aus.

    • Bruder Jakob (kein Partner)
      14. April 2019 12:56

      @Forster
      Lieber Elmar,da ich von dir hier direkt beschuldigt werde Freak 77 zu sein. Nur eines zur Klarstellung!
      Ich les gerade zufällig mit. Aber ich kann dir eines sagen. Ich habe noch nie in diesem Blog auch nur irgendetwas geschrieben! Und so werde ich es auch in Zukunft halten!!!!!
      Also unterlass bitte diese Beschuldigungen!!! Mir sind diese Artikel a:) zu lange und b.) ich bin Sportsmann genug um eine andere Meinung zu akzeptieren! und c.) Ich würde nie auch nur ansatzweise Geld in eine Seite investieren, um einen derart langen Gegenpost zu schreiben!
      Ich akzeptiere deine Meinung, obwohl ich nicht vertehe, wie sehr du dich gewandelt hast!

    • Bruder Jakob (kein Partner)
      14. April 2019 13:02

      da man hier nur begrenzte Zeichen zur Verfügung hat muss ich leider so weiterschreiben!
      Mir fallen mittlerweile mindestens 15 Personen ein, welche Freak77 sein könnten! Von BErlin über Bayern nach Tirol ins weite Südtirol und dann wieder runter in den Osten nach Wien! Ich war es nicht!!!
      ICH HABE HIER noch nicht GESCHRIEBEN und ich werde auch hier nichts SCHREIBEN. Also bitte unterlass diese Unterstellungen!
      @Ffreak77. Bitte gib Herrn Forster bekannt, dass du nicht aus dem engsten Kreise der Familie Forster stammst! Und auch mit ihm keine gemeinsame Kindheit hattest!
      Danke!

  9. Forster
    11. April 2019 11:35

    Orbans Taktik beruht auf einem völlig kronträren historischen Bewusstsein des Ostens heraus:

    "All diese schmerzhaften Ereignisse und Erfahrungen haben sich (auch in den anderen Staaten Ost-Europas) zu einem nachhaltigen Amalgam, von gesundem Misstrauen, Selbstbehauptungs- und Überlebenswillen sowie zu einem geschärften Bewusstsein für real existierende politische Gefahren verfestigt. Die 1848 durch den ungarischen Nationaldichter und Revolutionär Sandor Petöfi verfasste Warnung „An die Könige“ liest sich heute wie ein Abgesang auf die PC-Elite Brüssels: „Nötig ist es kaum noch aufzuwiegeln / eure Untertanen gegen euch / (…) Was euch unverfrorne Schmeichler schwätzen, / euch, ihr Könige liebt keiner mehr!“

    Das unterscheidet grundsätzlich von jenem oberflächlich-anästhesierten Seinsgefühl des materialistisch entleerten westlich-kapitalistischen, postmodernen Anything-Goes, welches sich auf einer trügerischen 70-jährigen Friedensperiode breitmacht, und welches aber nun durch Flüchtlingskrise, die ukrainische Revolution sowie die russische Annektion der Krim jäh aus ihren Dornröschenschlaf gerissen wurde."

    Auszug aus:
    https://www.fischundfleisch.com/elmar-forster/fake-news-und-fluechtlings-krise-wie-die-luegenpresse-gegen-ungarn-mobil-machte-und-scheiterte-die-35518

  10. Forster
    11. April 2019 11:25

    Neue außenpolitische Initiative der EVP:

    Gestern, Mi.10.4.2019 bewertete Orban auf Einladung der Christlich-Demokratischen-Initiative in Brüssel die derzeitige politische Lage Europas. Dabei kritisierte er auch, dass es in der EU ein „politisches Bündnis zwischen sozialistisch-links-liberalen Parteien sowie fremdenfeindlichen, antisemitischen und extremistischen EU-Bewegungen“ gibt (u.a. in Ungarn: Jobbik mit allen anderen linken Oppositionsparteien und Serbien). Orban ist Vizepräsident der CDI und der EVP. Die EVP scheit also ein Doppelspiel gespielt zu haben und nimmt zusehends die Sozialisten ins Visier. Mal sehen, wie weit sie dabei zu gehen gewillt ist...

    Gleichzeitig gab sich Orban selbstbewusst: Nach den EU-Wahlen müsse „die strategische Debatte (betreffend Links oder Rechts in der EVP) wieder aufgenommen werden ", und fügte hinzu: „Die rechtsgerichteten christdemokratischen Parteien in Mittel(ost)europa sind stärker als ihre westlichen Kollegen und mit einem höheren Anteil des Vertrauens der Wähler ausgestattet.“ - Aktuelle Fidesz-Plakat-Kampagne derzeit in Ungarn: "Stoppen wir die Einwanderung".
    Orbán nimmt heute Abend, sechs Uhr, an einer außerordentlichen Tagung des Europäischen Rates zum Thema Brexit in Brüssel teil.

  11. Julius C
    11. April 2019 11:17

    Ein interessanter Kommentar mit Insiderblick, vielen Dank! Ich frage mich, wie viele Vertreter innerhalb der EVP ähnlich denken wie Orban, sich aber nicht aus der Deckung hervortrauen, aus welchen Motiven auch immer. - Ich denke, Orban ist ein guter Schachspieler; manchmal zieht sich eine Partie halt lang ...

    • Forster
      11. April 2019 11:30

      Orbans Taktik und Denkenist ein völlig andere, als wir es im Westen gewohnt sind. (siehe Postin oben)

  12. Undine
  13. Liberio
    11. April 2019 08:48

    Ein Lesegenuss! Danke!





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