Ist die systematische Zerstörung unserer Kinder durch den ORF strafbar?

Lesezeit: 4:00

Ich gehöre zur "Generation Farbfernsehen". Wir hatten FS1 und FS2 und auch schon ein fixes Kinderprogramm. Da erschien er mir das erste Mal, der zwangsgebühren-finanzierte Bildungsauftrag, in leuchtend bunten Farben. Ein schönes Gefühl war das! 

Und selbst rückblickend erscheint mir das damalige Kinderprogramm doch recht nett:

  • "Die Waltons" ("Gute Nacht John-Boy ...!")
  • "Unsere kleine Farm"
  • "Familie Petz"
  • wenn's hoch herging, las uns Jenny Pippal höchst persönlich noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor
  • später kamen dann "Wunderbare Jahre"
  • "ALF"
  • natürlich auch "Knight Rider"

Natürlich hätte man damals schon einwenden können, dass das Ganze mit Bildung wenig am Hut hat und wenn schon, dann offensichtlich mit Amerikanisierung als Hauptfach. Aber sei's drum, aus heutiger Sicht (Stichwort: Südost-Zwangsbereicherung) erscheint mir diese Form der westlichen Dauerbestrahlung eher wie homöopathische Placebos. Nein, mir geht es um deutlich gewichtigere Probleme beim ORF: Fällt denn eigentlich nur mir auf, wie das Familienbild in den vergangenen 40 Jahren in subtilen kleinen Schritten, aber dafür umso zielstrebiger zerstört, ja geradezu pervertiert wurde?! Abgesehen von "Michael Knight" (immerhin noch aus der Kategorie "echter Mann" – geht heute ja gar nicht!) spiegelten alle oben genannten Serien ein gesundes, harmonisches Familienbild wider – mehr oder weniger auf die Schaufel genommen: Waltons – eine Großfamilie mit allen Tugenden ihrer Zeit ... Unsere kleine Farm – Jungfamilie schlägt sich im wilden Westen durch ... Familie Petz – zugegeben: Petzibär bei den Großeltern schon etwas seltsam (ORF-Produktion!) Wunderbare Jahre – die perfekte Familie BEVOR die 68er alles vernichten sollten ... ALF – einem Außerirdischen gelingt es nicht, eine Familie aus dem Konzept zu bringen ... Also eigentlich war alles OK, und was folgte dann?

  • Baywatch – enge Bikinis und viel Testosteron im Vorabendprogramm ...
  • Beverly Hills – bei Teenies (gespielt von 20-30-jährigen) dreht sich alles ums 100ste Mal ...
  • Friends – Beziehungsunfähigkeit und Promiskuität als einziges Thema ...
  • Die Nanny – drei Kinder ohne Mutter(?), dafür supersexy Babysitterin namens "Joy" ...
  • Und dann kam er: "Der coole Onkel Charlie" (ORF-Übersetzung von: "Two and a half man").

Dieser definitiv als pervers zu bezeichnende Serienplot verdient eine etwas genauere Betrachtung, denn er stellt eine Art "Dammbruch" in Bezug auf die öffentlich-rechtliche Zerstörungslust natürlich-kindlicher Werte dar. Charlie Sheen spielt einen sexbesessenen Werbefuzzi, in dessen Bett mindestens zwei Topmodels pro Serie landen. Das vor den Augen seines Neffen, den er gemeinsam mit seinem offensichtlich auch beziehungsunfähigen Bruder beherbergt (von Erziehung ist wohl nicht zu sprechen).

Wenn man ein modernes, total verpfuschtes Familienleben skizzieren wollte, dann so. Aber diesen perversen Mist in österreichische Kinderaugen zu streuen, war dem ORF nicht genug. Für 600 Millionen Euro Gebühren pro Jahr muss man schon etwas kreativer sein. So brachte man die Serie zuerst nicht unter dem englischen Originaltitel, sondern erfüllte brav seinen Bildungsauftrag: "Mein cooler Onkel Charlie" soll unseren Kinderhirnen gleich beibringen, dass hier nicht ein kaputtes Psycho-Wrack, sondern ein echt cooler Typ dargestellt wird. Tja, danach verliere ich den Überblick, worin die Steigerung der Absurditäten und Perversionen in der ORF Kinder-Primetime liegt. Was "Normales" läuft gar nicht mehr. Aktuell läuft z.B. "Jane the Virgin" – Name ist Programm. Toll, nicht?

Ich habe dann einfach nach ORF-Sendungen für Kinder gesucht, die noch einen Funken einer intakten Familie besitzen. Eine habe ich gefunden: "Die Simpsons". Ja genau: Der Inbegriff des amerikanischen Alptraums ist die letzte Bastion für Kinder in "traditionellen" Familiengefügen, die ihnen nicht direkt vermittelt, dass bei ihnen zuhause irgendwas nicht "cool" genug ist – und das natürlich ausschließlich mit Erwachsenen-Humor serviert, aber das gilt schon längst für fast alle anderen "Kinderfilme" auch.

Falls jemand einwenden möchte, dass der "Bildungsauftrag" sei, die moderne Gesellschaft unverblümt widerzuspiegeln, dann sei das mit diesem Unverhältnis widerlegt. Also was soll man über diese mehr als fragwürdige Entwicklung denken? Das führte mich zur Frage im Titel: Ist der ORF für diesen Wahnsinn strafbar?

Ich bin kein Psychologe und würde mich an dieser Stelle über fachkundige Meinungen freuen: Der gewalt(tät)ige Einfluss von Medien, insbesondere die Vorbildwirkung des Fernsehens, ist wohl eine öffentlich-rechtliche Tatsache, sonst gäbe es auch nicht unsere aufmerksamen Gender- und Antidiskriminierungs-Stellen und natürlich keine Werbung, die im österreichischen Zwangsfunk sogar Fußballspiele in zwei Programmpunkte zu teilen vermag (600 Mille sind ja nicht genug!) ... Somit ist auch seine Manipulationskraft als Verantwortungsbereich für unsere Kinder bewiesen, stimmt's?

Zu den psychologischen Fragen kommen juristische:

  • Ist nicht-altersgerechter Content durch ein öffentliches Organ strafbar?
  • Ist vorsätzliche Manipulation durch ein öffentliches Organ strafbar?
  • Könnte man bei Vorsatz einzelne Mitarbeiter persönlich belangen?

Aber das ist wohl alles naiv-hypothetisch und so kehre ich zurück zu meiner ersten Frage: Ist diese Entwicklung im ORF hin zur totalen Wertezerstörung unserer Kinder wirklich nur mir aufgefallen?

Martina Schaller ist Mutter von drei Kindern.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBürgerin
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2019 23:08

    Liebe Frau Schaller ,
    richtig und wichtig,dass Sie Kritik am ORF auch in dieser Hinsicht aussprechen!
    Was in der Aufzählung noch fehlt ist die Werbung, der Kinder durch den ORF ausgesetzt werden.
    Da werden ständig Getränke und Süßigkeiten beworben, die nachweislich ungesund sind.
    Und dies, obwohl ständig beklagt wird, dass Kinder übergewichtig sind.

    Süßigkeiten - so wird versprochen, schmecken nicht nur sondern sie machen auch noch "Spaß"!
    Nicht genug dies zu essen, wird das Verlangen nach noch mehr geweckt, weil sich darin auch noch ein Plastik -Spielzeug versteckt.
    Das sollte verboten werden (können)!
    Herta Wessely
    0676 30 39 799

    .

  2. Ausgezeichneter KommentatorKyrios Doulos
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2019 14:33

    BK Kurz findet nur alles Rechte "widerlich". Den ORF will er mit seinem Freund Blümel so lassen wie er ist, so arbeiten lassen wie er arbeitet und mit der geplanten Haushaltsabgabe sogar von denen zwangsbezahlen lassen, die gar keinen ORF konsumieren (wollen).

    Und Strache & Co. nehmen alles in Kauf, auch die Kinderverziehung im ORF, um in der Regierung zu bleiben, und Kickl hat leider nichts mit dem ORF zu tun. Ergo: keine Hoffnung.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2019 18:17

    Der ORF ist kein Einzeltäter. Der ORF handelt in Abstimmung, koordiniert und im Auftrag, des zuständigen Ministers und des Chefs des Ministers.
    Der Auftrag, ist es nicht nur die Kinder zu indoktrinieren, sondern alle die sich es antun den ORF zu konsumieren. Gut, man könnte auch sagen, diese Leute sind selbst Schuld, dass sie sich den Rattenfängern des ORF ausliefern. Diese Menschen, sind aber auch Eltern. Trotzdem liefern sie unverantwortlich, ihre Kinder Schutz- und Wehrlos einem Monster aus, mit unabsehberen Folgen für die intellektuelle Entwicklung der Heranwachsenden. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass der unkritische Konsum des ORF zu Verkümmerung der für das eigenständige denken wichtigen Synapsen führt.
    Ein Tatbestand des Kindesmissbrauchs.

  4. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2019 15:33

    Danke Frau Schaller,

    tatsächlich sollte der ORF vom Netz genommen werden, der Bildungs-Auftrag wurde als
    Aufforderung zur ideologischen Propaganda uminterpretiert - kaum eine Sendung, wo die
    Massen nicht einer - zumindest unterschwelligen - Manipulation ausgesetzt sind ! ! !

    Ach ja, da fällt mir auf, sie haben die "wichtigste Sendung" vergessen :))))

    Paulchen Panter und seine Trickverwandten
    https://www.youtube.com/watch?v=ZsREn0oJm14

    https://www.youtube.com/watch?v=kyz0cEWblkE

  5. Ausgezeichneter KommentatorVerweigerin
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. April 2019 20:32

    Zu diesem Dilemma gibt es nur eine wirksame Möglichkeit: Kein Fernsehen, zumindest kein ORF! Tatsächlich haben meine längst erwachsenen Töchter als Kinder am liebsten "Die Simpsons" gesehen.
    Es gibt kein Bildungsfernsehen für Kinder mehr. Ich denke an "Die Sendung mit der Maus". Der ORF ist nur mehr peinlich, politisch korrekt und wird hoffentlich bald sterben. Ich brauch ihn überhaupt nicht. Was mich extrem stört, ist das Gender-Gaga, weshalb ich nicht einmal mehr Ö1 hören mag. Leider werde ich bei meinen Pendlerfahrten im Bus meistens mit Ö3 oder Öregional zwangsbeglückt, d.h. Gehirnwäsche alle 20 Min. mit Werbung und alle 30 Min. mit "Nachrichten". ABSCHALTEN!

  6. Ausgezeichneter KommentatorAusgebeuteter
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2019 20:31

    Liebe Frau Schaller,
    auch ich verfolge den ORF schon seit 1955. Der gesetzliche Bildungsauftrag ist völlig verschwunden.
    Warum schauen Sie nicht andere Sender über Kabel, Satellit oder simplyTV? Da gibt es eine Vielzahl von teils besseren Programmen als bei ORF1.
    Bei Sat gibt es einmalige Installationskosten, bei Kabel, simplyTV oder Sky aber monatliche Gebühren.
    Wenn man mit ORF-Führungskräften über das niedrige Niveau der Sendungen spricht, dann kommt immer die Antwort: wir müssen uns gegen ATV, Puls & Co behaupten und die Mehrheit der Österreicher will eben anspruchslose Programminhalte. Aber mit ORF III hat man schon einen Schritt Richtung Qualität gewagt.

    Für die Kinder haben sich der deutsche Jugendsender KIKA und die vielen über Sky angebotenen Sendungen schon etabliert, aber auch da gibt es großteils ein sehr niedrigen Niveau. Ich erinnere mich noch der sechziger und siebziger Jahre´, wo es Lernsendungen für Musikinstrumente u.a. bei ORF gab - alles ist nun Geschichte.

    Leider muss man als ORF-Verweigerer weiterhin die GIS-Zwangssteuern bezahlen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2019 19:54

    Die sozialistisch-kommunistische Politik gehoert als gesamtes verboten. Ein WIDERLICHES Sammelsurium von Manipulation, Unterdrueckung, Bankrottwirtschaft und Massenmorden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorVerweigerin
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. April 2019 20:32

    Zu diesem Dilemma gibt es nur eine wirksame Möglichkeit: Kein Fernsehen, zumindest kein ORF! Tatsächlich haben meine längst erwachsenen Töchter als Kinder am liebsten "Die Simpsons" gesehen.
    Es gibt kein Bildungsfernsehen für Kinder mehr. Ich denke an "Die Sendung mit der Maus". Der ORF ist nur mehr peinlich, politisch korrekt und wird hoffentlich bald sterben. Ich brauch ihn überhaupt nicht. Was mich extrem stört, ist das Gender-Gaga, weshalb ich nicht einmal mehr Ö1 hören mag. Leider werde ich bei meinen Pendlerfahrten im Bus meistens mit Ö3 oder Öregional zwangsbeglückt, d.h. Gehirnwäsche alle 20 Min. mit Werbung und alle 30 Min. mit "Nachrichten". ABSCHALTEN!

alle Kommentare

  1. Verweigerin (kein Partner)
    12. April 2019 20:32

    Zu diesem Dilemma gibt es nur eine wirksame Möglichkeit: Kein Fernsehen, zumindest kein ORF! Tatsächlich haben meine längst erwachsenen Töchter als Kinder am liebsten "Die Simpsons" gesehen.
    Es gibt kein Bildungsfernsehen für Kinder mehr. Ich denke an "Die Sendung mit der Maus". Der ORF ist nur mehr peinlich, politisch korrekt und wird hoffentlich bald sterben. Ich brauch ihn überhaupt nicht. Was mich extrem stört, ist das Gender-Gaga, weshalb ich nicht einmal mehr Ö1 hören mag. Leider werde ich bei meinen Pendlerfahrten im Bus meistens mit Ö3 oder Öregional zwangsbeglückt, d.h. Gehirnwäsche alle 20 Min. mit Werbung und alle 30 Min. mit "Nachrichten". ABSCHALTEN!

  2. FranzJoseph
    07. April 2019 20:49

    Sehr geehrte Frau Schaller,
    absolut nichts gegen berichtigte Kritik, sie sollte aber fundiert sein. Ich bin durchaus Ihrer Meinung, dass es beim ORF viel zu kritisieren gibt. Aus meiner Sicht hat sich öffentlich rechtliches Fernsehen allgemein überlebt und sollte massiv hinterfragt werden, wodurch auch der erwähnte "Bildungsauftrag" obsolet wäre, aber das ist meine persönliche Meinung.

    Die drei von Ihnen gestellten Fragen wären durchaus berechtigt, wenn Ihnen dabei nicht ein kleiner, höchst offensichtlicher Fehler unterlaufen wäre. Bei den von Ihnen kritisierten Sendungen, handelt es sich nämlich eindeutig nicht um das ORF-Kinderprogramm, das bei ORF sehr klar unter verschiedenen Programmlinien ausgewiesen ist. Dazu gehören etwa der Kasperl, die Schlümpfe, die Biene Maja, Helmi oder Tolle Tiere (eine Sendung, die vorwiegend im Tiergarten Schönbrunn gedreht wird). Man kann über all das reden, etwa ob die emanzipierte Biene Maja ein "linkes" Frauenbild darstellt, oder ob vielleicht im Tiergarten kopuliernde Säuger gezeigt werden, was wiederum Kinder verwirren könnte. Auch wenn ich all das für sehr weit hergeholt halten würde, im Sinne der von mir immer hochgehaltenen Meinungsfreiheit hielte ich es für berechtigt.
    Als vor etwas weniger als zehn Jahren meine beiden Kinder regelmäßige Konsumenten des ORF-Kinderprogramms waren, war es eigentlich sehr brauchbar, vor allem Sendungen wie "Forscherexpress", der bei meinen Kinder das naturwissenschaftliche Interesse sehr gefördert hat. Eine Indoktrinierung in Richtung links konnte ich nicht feststellen. Das Programm war nebenbei bemerkt viel erträglicher wie einschlägige deutsche Kanäle, auf denen das alte DDR-Sändmännchen, eine waschechte Karl Marx Reinkarnation, sein Unwesen trieb und treibt.

    Aber nun zu ihren konkreten Vorwürfen. Alle von Ihnen kritisierten Sendungen – nicht mal die gelobten Simpsons – sind eindeutig KEINE Kinderserien, und werden vom ORF auch nicht als solche bezeichnet oder gar ausgeschildert. Zudem sind es eigekaufte Serien, die zur gleichen Zeit auch auf anderen Programmen laufen, die Kritik müsste sich also auch gegen alle anderen Sender richten. Natürlich kann man hinterfragen ob ein öffentlich rechtliches Programm überhaupt derartige Serien einkaufen soll, aber die Frage wurde nicht gestellt. Mir persönlich fiele dagegen sehr viel ein, was man diversen ORF-Eigenproduktionen, wie den vielgerühmten "Vorstadtweibeiern" kritisieren könnte, daneben ist Onkel Charly ja höchst harmlos!

    Dass der ORF offenbar am Nachmittag kein Kinderfernsehen mehr zeigt, ist eine andere Frage, die man aber nur ernsthaft diskutieren könnte, wenn man die Sehergewohnheiten analysiert. Ich finde es gar nicht so schlecht, wenn es am Nachmittag kein Kinderprogramm gibt, bringt man die Kinder durch doch leichter auf den Spiel- oder Sportplatz, wo sie zu dieser Zeit eigentlich sein sollten.
    Was aber viel verstörender ist, dass sie über Serien herziehen, die alle schon längst nicht mehr aktuell sind, und die nebenbei teilweise absolut zu Unrecht von Ihnen verunglimpft werden, was bei mir den Verdacht schürt, dass sie zumindest einige nie gesehen haben, ansonsten wären Ihnen nicht zahlreiche faktische Fehler unterlaufen, die in einem Qualitätsmedium, und als solches würde ich das "Tagebuch" ja wohl bezeichnen, absolut nichts verloren haben. Da wäre zum Beispiel die Nanny, die vor rund 20 Jahren im ORF lief und die nicht, wie sie fälschlich behaupten "Joy" sondern "Fran", genauer gesagt "Fran Fine" heißt. Warum sie auf den Namen Joy kommen, ist mir schleierhaft, ein Blick in die Internet Movie Database hätte genügt. Zudem endet der sehr ins Ohr gehende Titelsong im Swing-Stil mit dem Satz "The Nanny named Fran!" Sie kritisieren weiters, dass es sich um "drei Kinder ohne Mutter(?)" handelt. Das stimmt, es sind drei Kinder mit alleinerziehenden Vater, die Mutter ist an Krebs verstorben, was gar nicht mal soweit hergeholt ist und leider schon mal vorkommen kann. Dass der Vater dennoch den Kindern ein perfektes Familienleben bieten will, gerade bei seiner ältesten Töchter höchste moralische Ansprüche setzt, die Nanny eigentlich immer nur den Wunsch hat, den Mann fürs Leben zu finden, letztlich sich in ihren Chefin verliebt, mit ihm aber erst intim wird, nachdem sie ihn geheiratet hat und schließlich auch die älteste Tochter noch heiratet, weil sie nicht nur so mit ihrem Freund zusammenleben will, sind alles Elemente, die meiner Meinung nach doch ein höchst konservatives Familienbild vermitteln. Ähnlich ist es bei "Friends," eine Serie der sie "Beziehungsunfähigkeit und Promiskuität als einziges Thema" unterstellen. Die endet damit, dass zwei der sechs Freunde, nachdem sie bereits drei Jahre lang glücklich verheiratet sind, Zwillinge adoptieren und aufs Land ziehen, weil sie meinen, dass New York City kein geeigneter Platz ist, um Kinder aufzuziehen. Außerdem gibt eine weitere Protagonistin ihren Traumjob in Paris auf, weil sie lieber mit dem Vater ihrer ledigen Tochter diese gemeinsam aufziehen möchte, sprich sie tauscht Karriere gegen Familie, was ich ebenfalls als sehr konservativ einstufen würde.

    Und schließlich wer Kindern erlaubt, den von ihnen erwähnten "Onkel Charly" zu sehen, ist meiner Ansicht nach einfach nur verantwortungslos, da hier wohl selbst der Dümmste merken sollte, dass es sich dabei wohl um keine Kindersendung handeln kann.

    Wie eingangs erwähnt, halte ich Kritik am ORF und an seiner Tätigkeit für mehr als berechtigt, nur jeder der sich journalistisch betätigt, sollte sich wohl ein bisschen am alten Leitsatz Hugo Portisch's orientieren: Check – Re-check – Double-Check, etwas das sie leider überhaupt nicht getan haben. Das bleibt Ihnen natürlich selbst überlassen, damit erweisen der Sache aber einen mittleren Bärendienst, und das halte ich für sehr schade bis höchst gefährlich!

  3. Ausgebeuteter
    07. April 2019 20:31

    Liebe Frau Schaller,
    auch ich verfolge den ORF schon seit 1955. Der gesetzliche Bildungsauftrag ist völlig verschwunden.
    Warum schauen Sie nicht andere Sender über Kabel, Satellit oder simplyTV? Da gibt es eine Vielzahl von teils besseren Programmen als bei ORF1.
    Bei Sat gibt es einmalige Installationskosten, bei Kabel, simplyTV oder Sky aber monatliche Gebühren.
    Wenn man mit ORF-Führungskräften über das niedrige Niveau der Sendungen spricht, dann kommt immer die Antwort: wir müssen uns gegen ATV, Puls & Co behaupten und die Mehrheit der Österreicher will eben anspruchslose Programminhalte. Aber mit ORF III hat man schon einen Schritt Richtung Qualität gewagt.

    Für die Kinder haben sich der deutsche Jugendsender KIKA und die vielen über Sky angebotenen Sendungen schon etabliert, aber auch da gibt es großteils ein sehr niedrigen Niveau. Ich erinnere mich noch der sechziger und siebziger Jahre´, wo es Lernsendungen für Musikinstrumente u.a. bei ORF gab - alles ist nun Geschichte.

    Leider muss man als ORF-Verweigerer weiterhin die GIS-Zwangssteuern bezahlen.

  4. simplicissimus
    07. April 2019 19:54

    Die sozialistisch-kommunistische Politik gehoert als gesamtes verboten. Ein WIDERLICHES Sammelsurium von Manipulation, Unterdrueckung, Bankrottwirtschaft und Massenmorden.

    • glockenblumen
      07. April 2019 20:29

      tja, aber solange Sozialisten/Kommunisten an der Macht sind - und das sind sie! - wird diese Mordideologie nicht verboten werden, leben sie doch davon wie die
      Maden im Speck :-(

  5. pressburger
    07. April 2019 18:17

    Der ORF ist kein Einzeltäter. Der ORF handelt in Abstimmung, koordiniert und im Auftrag, des zuständigen Ministers und des Chefs des Ministers.
    Der Auftrag, ist es nicht nur die Kinder zu indoktrinieren, sondern alle die sich es antun den ORF zu konsumieren. Gut, man könnte auch sagen, diese Leute sind selbst Schuld, dass sie sich den Rattenfängern des ORF ausliefern. Diese Menschen, sind aber auch Eltern. Trotzdem liefern sie unverantwortlich, ihre Kinder Schutz- und Wehrlos einem Monster aus, mit unabsehberen Folgen für die intellektuelle Entwicklung der Heranwachsenden. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass der unkritische Konsum des ORF zu Verkümmerung der für das eigenständige denken wichtigen Synapsen führt.
    Ein Tatbestand des Kindesmissbrauchs.

  6. machmuss verschiebnix
    07. April 2019 15:33

    Danke Frau Schaller,

    tatsächlich sollte der ORF vom Netz genommen werden, der Bildungs-Auftrag wurde als
    Aufforderung zur ideologischen Propaganda uminterpretiert - kaum eine Sendung, wo die
    Massen nicht einer - zumindest unterschwelligen - Manipulation ausgesetzt sind ! ! !

    Ach ja, da fällt mir auf, sie haben die "wichtigste Sendung" vergessen :))))

    Paulchen Panter und seine Trickverwandten
    https://www.youtube.com/watch?v=ZsREn0oJm14

    https://www.youtube.com/watch?v=kyz0cEWblkE

    • machmuss verschiebnix
      07. April 2019 15:34

      Damals gab es einen Gerd Bacher und heute [ schulter-zuck ]

  7. Kyrios Doulos
    07. April 2019 14:33

    BK Kurz findet nur alles Rechte "widerlich". Den ORF will er mit seinem Freund Blümel so lassen wie er ist, so arbeiten lassen wie er arbeitet und mit der geplanten Haushaltsabgabe sogar von denen zwangsbezahlen lassen, die gar keinen ORF konsumieren (wollen).

    Und Strache & Co. nehmen alles in Kauf, auch die Kinderverziehung im ORF, um in der Regierung zu bleiben, und Kickl hat leider nichts mit dem ORF zu tun. Ergo: keine Hoffnung.

    • glockenblumen
      07. April 2019 20:29

      ich finde Kurz widerlich!!

    • Sensenmann
      07. April 2019 23:02

      Die blauen Pudel winseln derweil demütig.
      Meine Güte, wo sind die Zeiten, als ein Haider noch einen Dobermann mit Namen Stadler hatte, der den linken Dreck zu Paaren treiben konnte.
      Damals hätten die Straches dieser Blase nicht einmal am Mülleimer der FPÖ Zentrale schnuppern dürfen, ohne einen Fußtritt zu kassieren!
      Heute schwingen sie große Reden, lassen sich beklatschen während sie auf tapfere heimatbewußte Leute hintreten und lassen sich von einem Kunstprodukt am Nasenring vorführen.

      DAS ist ekelhaft.

    • glockenblumen
      08. April 2019 08:54

      @ Sensenmann

      Wie treffend Sie das beschreiben!! ****************

  8. Bürgerin
    06. April 2019 23:08

    Liebe Frau Schaller ,
    richtig und wichtig,dass Sie Kritik am ORF auch in dieser Hinsicht aussprechen!
    Was in der Aufzählung noch fehlt ist die Werbung, der Kinder durch den ORF ausgesetzt werden.
    Da werden ständig Getränke und Süßigkeiten beworben, die nachweislich ungesund sind.
    Und dies, obwohl ständig beklagt wird, dass Kinder übergewichtig sind.

    Süßigkeiten - so wird versprochen, schmecken nicht nur sondern sie machen auch noch "Spaß"!
    Nicht genug dies zu essen, wird das Verlangen nach noch mehr geweckt, weil sich darin auch noch ein Plastik -Spielzeug versteckt.
    Das sollte verboten werden (können)!
    Herta Wessely
    0676 30 39 799

    .





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