Schnappt sie euch, solange sie jung sind drucken

Lesezeit: 3:30

Ein kalter Samstagnachmittag. Ideal für einen Kinobesuch. Mein Sohn und ich entscheiden uns für den Disney-Animationsfilm "Ralph reicht’s – Chaos im Netz". Es geht um Computerspiele und das Internet. Also darum, wofür sich Buben heutzutage interessieren.

Ich habe schon viele Kinderfilme gesehen. Sehen müssen. Wenige sind originell witzig und gut, die meisten aber zumindest erträglich und stellenweise unterhaltsam. Diese Zeiten sind offenbar vorbei. "Ralph reicht’s" ist ein unerträglicher und widerlicher Gender-Propagandafilm. In dem quietschbunten Streifen gibt es keine einzige positive männliche Identifikationsfigur. Selbst der titelgebende Held ist ein geistig zurückgebliebener, langweiliger Muskelprotz, der nicht einmal seine Muskeln einsetzen darf. Alle männlichen Charaktere sind lästig, schwach oder dämlich, also negativ konnotiert.

Eigentliche Heldin ist ein kleines Mädchen. Sie ist die Protagonistin, die sich im Laufe des Films persönlich weiterentwickelt. Selbstverständlich im Sinne der Gender-Ideologie. Das Mädel wird flankiert von einer supercoolen Rennfahrerin, einer gewieften Managerin und Prinzessinnen mit Zauberkräften. Um die Damenwelt schwirren dumme und unterwürfige Männer. Ein aufwendig animiertes Paradies für Radikal-Feministinnen.

Nun wollen sich Kinder nicht mit Losern, Schwächlingen und Schwachköpfen identifizieren. Die Buben müssen sich folglich die weiblichen Figuren als Vorbilder nehmen, Frauen, die den Männern in jeder Beziehung überlegen sind, selbst körperlich. Gegen Ende des Films wird der geistesschwache Muskelprotz auch noch in Frauenkleider gesteckt. Das kommt vordergründig als Gag daher. Gelacht hat im Kinosaal allerdings niemand. Weder die Kinder noch die Erwachsenen.

Willkommen in der zeitgeistig-bunten Disney-Gender-Diversity-LGBT-Welt, die sich als harmlose Kinderunterhaltung tarnt, um schon die Kleinsten zu indoktrinieren. Damit aus Buben nur ja keine Männer werden. Denn Männer, also weiße Heteros, sind gemäß dem politisch korrekten Narrativ für so ziemlich jedes Übel auf diesem Planeten verantwortlich.

Auch für Mädchen sind solche Filme alles andere als hilfreich. Sie werden in Klischees und Rollen gedrängt, die sie niemals erfüllen können und zumeist auch nicht wollen. Selbstwertkrisen und Frust sind die Folgen.

Dieser Film bricht auch mit einer alten Disney-Tradition. Kernaussage und Botschaft quasi aller Disney-Kinderfilme war bisher: Freundschaft, Familie und Zusammenhalt sind das Wichtigste im Leben. Das war einmal. Der geistige zurückgebliebene Held und das kleine Mädchen sind zwar beste Freunde, doch am Ende zieht das Mädel um sich selbst zu verwirklichen in die weite Internetwelt und lässt ihren Freund zurück. Der führt sein altes, ödes Leben unverändert weiter und seine einzige Freude ist, von seiner obercoolen Freundin ab und zu zu hören. Zu mehr sind Männer heutzutage nicht zu gebrauchen. Die weibliche Selbstverwirklichung steht über allem anderen.

Nur gut, dass mein Sohn den Film genauso schrecklich fand. Er konnte zwar nicht sagen warum, aber er hat offenbar gespürt, dass Inhalt, Handlung und Botschaft des Films seltsam verdreht und krank sind, dass man ihm etwas aufzwingen wollte. Das ist gut so. Das ist nämlich das letzte Mal, dass ich mir mit ihm so einen giftigen Propagandaschrott angesehen habe. Dass ich für diese plumpe Indoktrinierung meines Kindes und meine vergeudete Zeit auch noch bezahlen musste, ärgert mich doppelt.

Mit solchen Produktionen reitet sich die Filmindustrie noch weiter in die Krise. Während des ganzen Filmes hat kein einziges Kind und kein einziger Erwachsener gelacht. Die Lust, sich so ein Machwerk noch einmal freiwillig und gegen Bezahlung anzutun, hält sich in Grenzen.

Schon jetzt stöhnen die Kinobetreiber über wegbrechende Besucherzahlen. Österreichweit verzeichneten die Kinos in der ersten Hälfte des Vorjahres ein Minus von mehr als 30 Prozent! Auch diese Krise ist weniger eine des Mediums, als vielmehr eine des Inhalts. Da passt es gut ins Bild, dass "Ralph reicht’s" von der Presse fast ausschließlich gute Kritiken bekommen hat. Nicht trotz, sondern wegen solcher Botschaften. So schreibt die "Hannoversche Allgemeine": "(…) der starke Mann muss lernen, dass Frauen auch alleine klarkommen. Ein Fortschritt!"

Die politisch korrekten Vorturner in Film, Unterhaltung und Presse erreichen mit ihrer linken Volkspädagogik und Propaganda immer weniger Menschen, gehen gemeinsam der Bedeutungslosigkeit entgegen und wissen nicht einmal warum.

Werner Reichel ist Autor und Journalist. Sein neues Buch "Der deutsche Willkommenswahn – Eine Chronik in kommentierten Zitaten 2015-2016" ist soeben bei Frank&Frei erschienen.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2019 11:21

    DANKE Herr Reichel für Ihren Kommentar! ********************************

    Jede normale Frau kommt allein klar, OHNE diesen ganzen Genderschwachsinn!
    Das weiß jeder "starke Mann" so er ein Mann ist! Und er kann damit ganz gut damit leben, ohne Frauen dafür zu verachten oder lächerlich zu machen.

    Das schaffen die Fewanzinnen nicht! Sie brauchen, um ihr eigenes darniederliegendes Selbstwertgefühl zu heben, den Spott und die Verachtung für den Mann.
    Sie müssen den Mann erniedrigen um sich selbst zu erheben - wie erbärmlich armselig diese Versuche doch sind!
    Niemals hat Derartiges mit Gleichberechtigung zu tun, sondern bloß mit unsäglicher sozialistischer Gleichmacherei.
    Kein Wunder, daß die Fremden, die massenhaft ins Land geschleppt wurden, diese Gesellschaft verachten!
    Eine Gesellschaft, die behauptet daß es nicht bloß zwei, sondern zig Geschlechter gibt, die Homo-Ehen und Abtreibung als Fortschritt feiert, deren Hauptanliegen "Unisex-Häusln" sind, Ampelpärchen und sonstiger degenerierter Schwachsinn.
    Eine Gesellschaft, die ihre Wurzeln und ihre Identität leugnet ja sogar verschmäht und entwertet ist sowieso dem Untergang preisgegeben.
    Zumal jeder, der davor warnt diffamiert und mundtot gemacht wird.

  2. Ausgezeichneter KommentatorCharlesmagne
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2019 09:59

    **********************************************
    Wohl wahr! Ö1 ist auch nicht viel anders, nicht zu reden von den ORF Fernsehprogrammen. Dafür muss ich auch noch zahlen, ob ich will oder nicht. Ins Kino zwingt mich wenigstens keiner.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2019 11:39

    Interessant, dass die Supergoeren nichts anderes als maennliche Eigenschaften innehaben und in diesen Superman und Co um nix nachstehen.
    Haben die Frauen wirklichts besseres als Macho-Comichelden zu imitieren?

    Was fuer eine geistige Entbloessung der Politisch verdreckten!

  4. Ausgezeichneter KommentatorReinhold Sulz
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2019 12:34

    Empfehle dazu die Lektüre von "Wir Weicheier" von Martin van Creveld

  5. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2019 16:51

    Die Protagonistin kommt aus Schweden, heisst Heidi Grünstrumpf, wurde vom ihren alternativen Almöhi von ihrer Alp, nach Davos abkommandiert

  6. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2019 15:43

    Es werden ja auch in letzter Zeit die Erwachsenen im Sinne der p.c., Gendergerechtigkeit, Feminismus, Multikulti, Antirassismus und vor allem der positiven Einstellung gegenüber den Migranten indoktriniert und "erzogen". Man betrachte nur die "Tatort"-Krimis der letzten Monate; kaum einer ohne erhobenen Zeigefinger gegen "Rechte" oder Antifeministen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2019 21:06

    Ein großartiger Kommentar von Herrn REICHEL!***************************+!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2019 15:43

    Es werden ja auch in letzter Zeit die Erwachsenen im Sinne der p.c., Gendergerechtigkeit, Feminismus, Multikulti, Antirassismus und vor allem der positiven Einstellung gegenüber den Migranten indoktriniert und "erzogen". Man betrachte nur die "Tatort"-Krimis der letzten Monate; kaum einer ohne erhobenen Zeigefinger gegen "Rechte" oder Antifeministen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormonofavoriten
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2019 09:44

    man kann heutzutage überhaupt nicht mehr ins kino gehen. jeder einzelne film ist ein lehrfilm für die linke agenda. da gibts im england des 17. jahrhunderts eine multikulti-gesellschaft mit negern als diplomaten und das ganze verkauft man dann als künstlerische freiheit. aber am meisten zum kotzen finde ich diese hirntoten erasmus-geschädigten jungen bobos, denen derartige umerziehungspropaganda gar nicht erst auffällt. die sind erfolgreich programmiert worden und werden sich dereinst verbissen an diese dann untergehende utopie klammern, wie die hitlerjungen im volkssturm. grauenhaft.

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  1. Torres (kein Partner)
    05. Februar 2019 15:43

    Es werden ja auch in letzter Zeit die Erwachsenen im Sinne der p.c., Gendergerechtigkeit, Feminismus, Multikulti, Antirassismus und vor allem der positiven Einstellung gegenüber den Migranten indoktriniert und "erzogen". Man betrachte nur die "Tatort"-Krimis der letzten Monate; kaum einer ohne erhobenen Zeigefinger gegen "Rechte" oder Antifeministen.

  2. monofavoriten (kein Partner)
    05. Februar 2019 09:44

    man kann heutzutage überhaupt nicht mehr ins kino gehen. jeder einzelne film ist ein lehrfilm für die linke agenda. da gibts im england des 17. jahrhunderts eine multikulti-gesellschaft mit negern als diplomaten und das ganze verkauft man dann als künstlerische freiheit. aber am meisten zum kotzen finde ich diese hirntoten erasmus-geschädigten jungen bobos, denen derartige umerziehungspropaganda gar nicht erst auffällt. die sind erfolgreich programmiert worden und werden sich dereinst verbissen an diese dann untergehende utopie klammern, wie die hitlerjungen im volkssturm. grauenhaft.

  3. Undine
    03. Februar 2019 21:06

    Ein großartiger Kommentar von Herrn REICHEL!***************************+!

  4. Papalima
    03. Februar 2019 18:19

    Den Film habe ich nicht gesehen und nach dieser Kritik scheine ich nichts versäumt zu haben. Und warum habe ich ihn nicht gesehen? Weil ich aus einem ganz profanen Grund den Cineplexen seit über einem Jahrzehnt fernbleibe, ich möchte nämlich mein ohnedies lädiertes Gehör durch die Bedröhnung mit schmerzhaften dB nicht zusätzlich schädigen. Zum Glück gibt es immer noch gute und sehr aktuelle Bücher!

  5. pressburger
    03. Februar 2019 16:51

    Die Protagonistin kommt aus Schweden, heisst Heidi Grünstrumpf, wurde vom ihren alternativen Almöhi von ihrer Alp, nach Davos abkommandiert

  6. Reinhold Sulz
    03. Februar 2019 12:34

    Empfehle dazu die Lektüre von "Wir Weicheier" von Martin van Creveld

  7. simplicissimus
    03. Februar 2019 11:39

    Interessant, dass die Supergoeren nichts anderes als maennliche Eigenschaften innehaben und in diesen Superman und Co um nix nachstehen.
    Haben die Frauen wirklichts besseres als Macho-Comichelden zu imitieren?

    Was fuer eine geistige Entbloessung der Politisch verdreckten!

  8. glockenblumen
    03. Februar 2019 11:21

    DANKE Herr Reichel für Ihren Kommentar! ********************************

    Jede normale Frau kommt allein klar, OHNE diesen ganzen Genderschwachsinn!
    Das weiß jeder "starke Mann" so er ein Mann ist! Und er kann damit ganz gut damit leben, ohne Frauen dafür zu verachten oder lächerlich zu machen.

    Das schaffen die Fewanzinnen nicht! Sie brauchen, um ihr eigenes darniederliegendes Selbstwertgefühl zu heben, den Spott und die Verachtung für den Mann.
    Sie müssen den Mann erniedrigen um sich selbst zu erheben - wie erbärmlich armselig diese Versuche doch sind!
    Niemals hat Derartiges mit Gleichberechtigung zu tun, sondern bloß mit unsäglicher sozialistischer Gleichmacherei.
    Kein Wunder, daß die Fremden, die massenhaft ins Land geschleppt wurden, diese Gesellschaft verachten!
    Eine Gesellschaft, die behauptet daß es nicht bloß zwei, sondern zig Geschlechter gibt, die Homo-Ehen und Abtreibung als Fortschritt feiert, deren Hauptanliegen "Unisex-Häusln" sind, Ampelpärchen und sonstiger degenerierter Schwachsinn.
    Eine Gesellschaft, die ihre Wurzeln und ihre Identität leugnet ja sogar verschmäht und entwertet ist sowieso dem Untergang preisgegeben.
    Zumal jeder, der davor warnt diffamiert und mundtot gemacht wird.

    • simplicissimus
      03. Februar 2019 14:59

      Es tut gut, zu wissen, dass nicht alle Frauen diesem Quatsch erliegen!

      "Sie müssen den Mann erniedrigen um sich selbst zu erheben - wie erbärmlich armselig diese Versuche doch sind!"

      Das ist genau der Punkt, glockenblumen!

  9. Charlesmagne
    03. Februar 2019 09:59

    **********************************************
    Wohl wahr! Ö1 ist auch nicht viel anders, nicht zu reden von den ORF Fernsehprogrammen. Dafür muss ich auch noch zahlen, ob ich will oder nicht. Ins Kino zwingt mich wenigstens keiner.





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