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Die Saat geht auf

SPD-Ralf Stegner, taz-Journalist Ralf Sotscheck und viel andere Vertreter der linken politmedialen Klasse können sich zufrieden zurücklehnen. Ihre Aufrufe zu Gewalt gegen AfD-Politiker wurden erhört, der Bremer AfD-Chef halb totgeprügelt.

Stegner twitterte 2016: "Fakt bleibt, man muss Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren, weil sie gestrig, intolerant, rechtsaußen und gefährlich sind!"

Wenige Tage vor dem Mordanschlag auf Frank Magnitz schrieb Sotscheck in der taz: "Heutzutage bräuchte man sehr viele ‚Gruppen 43‘". Zur Erklärung: Diese Gruppe attackierte in Großbritannien Faschisten. 

Endlich hat jemand die Aufforderungen der Schreibtischtäter in die Tat umgesetzt. Und während Magnitz schwer verletzt im Krankenhaus liegt, verkündet Grünenchef Cem Özdemir selbstgefällig: "Wer Hass mit Hass bekämpft, lässt am Ende immer den Hass gewinnen. #nazisraus aber mit den Methoden unseres Rechtsstaates!"

Özdemir hat den Mordanschlag mit dem politischen Engagement von Magnitz gleichgesetzt. Und er findet beides nicht okay. Im selben Atemzug macht er Magnitz zum Nazi, der schlimmste Vorwurf, den man in Deutschland machen kann, vor IS-Terrorist und Kinderschänder sowieso. Dagegen ist ein linker Kantholzaktivist ein Heiliger. Özdemir fordert deshalb: Nazis raus. Ähh, mit rechtsstaatlichen Mitteln. Hüstel. Wie diese Mittel aussehen, sobald die Grünen über genügend Macht verfügen, um sie anzuwenden, will man sich lieber nicht vorstellen.

Nachdem ein AfD-Politiker von Linksterroristen halb totgeprügelt worden ist, ruft Özdemir dazu auf, den Kampf gegen "Nazis" zu verstärken.  Das ist nur konsequent. Wenn es keine AfD mehr gibt, müssen die linken Fußtruppen auch niemanden mehr verprügeln.

So hören sich die meisten der geheuchelten Betroffenheitsbekundungen an. Man zerdrückt ein paar Krokodilstränen, aber selbst diese nur mit dem obligatorischen Warnhinweis, dass die eigentlichen Bösewichte nicht die verhinderte linke Mörderbande und ihr Heer an heimlichen Bewunderern, sondern die AfD sind. Diese menschenverachtende Haltung rechtfertigt der gemeine Linke mit seinem "mutigen" Einsatz für Demokratie, Toleranz, Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Amen.

Dem Vorsitzenden der Bremer SPD-Bürgerschaftsfraktion Björn Tschöpe fällt nach dem Mordanschlag nicht mehr ein als: "Körperverletzung ist eine Straftat" Echt jetzt? Gut zu wissen. Er hat nicht einmal den Anstand, das Opfer korrekt anzusprechen und schreibt verachtend von "Herrn Magnitz". Bei einem AfD-Untermenschen kann man sich den üblichen Umgangston offensichtlich sparen. Da kann man froh sein, dass Bundeskanzlerin, Bundespräsident und CDU-Chefin noch nichts gesagt und nur hämisch geschwiegen haben.

Leider nicht geschwiegen hat SPD-Chefin Andrea Nahles. Bevor sie sich wenig glaubwürdig ganz allgemein von Gewalt distanziert, betont sie: "Die AfD ist ein politischer Gegner unserer toleranten und friedlichen Gesellschaft." Man spürt, wie schwer sich Nahles und Co. damit tun, den Bürgern glaubhaft vorzuspielen, sie würden linke Gewalt und Gewalt gegen AfD-Politiker ablehnen. Schließlich helfen die Antifa-Straßentrupps mit ihren Attacken die einzige Oppositionspartei kleinzuhalten.

Wer sich für die AfD engagiert, muss mit dem Schlimmsten rechnen. Auch für seine Familie. Darum geht es bei solchen Mordanschlägen und den vielen anderen Attacken auf AfD-Politiker.

Dass es der aktuelle Mordversuch nach anfänglichem Zögern überhaupt in die überregionalen Medien und damit bis zu den Politikern geschafft hat, haben wir vor allem dem Foto zu verdanken, das die AfD von dem schwer verletzten Magnitz auf Facebook veröffentlicht hat. Es verbreitete sich rasend schnell und zeigt die Brutalität dieses Mordanschlags. Obwohl jeder sehen kann, dass es sich um einen Mordanschlag handelte – ganz egal was die linke Justiz daraus macht – schreiben die Mainstreammedien einhellig und verharmlosend von Attacke, Angriff und Körperverletzung.

Einige Medien entblöden sich nicht einmal, die Authentizität des Fotos in Zweifel zu ziehen: "Die Partei postete ein Foto auf Facebook, das den Politiker mit Wunden am Kopf in einem Klinikbett zeigen soll", liest man im Newsportal von t-online. Vermutlich nur ein Fake-Foto. Die AfD hat wahrscheinlich schnell einen Special-Effect-Makeup-Artist engagiert, um Mitleid zu erregen. Dieser widerlichen Truppe ist schließlich alles zuzutrauen.

Für den Münchner Merkur ist die eigentliche Story nicht der Mordanschlag, sondern dass die AfD es gewagt hat, ein Foto von dem schwer verletzten Politiker zu veröffentlichen: "Das Unfassbare: Die AfD Bremen teilte kurz darauf ein verstörendes Bild des Politikers".

Manche finden einen Mordversuch unfassbar, andere, dass man ihn bekannt und sichtbar macht. Die politisch korrekte Mainstreampresse mag es gar nicht, wenn man ihre Gatekeeper ignoriert.

Viele Medien kritisieren die Veröffentlichung des Fotos als Instrumentalisierung der Tat. Was auch immer dieser stupide wiederholte Instrumentalisierungsvorwurf auch bedeuten mag, in Wahrheit ärgert man sich, dass man aufgrund der Verbreitung des Fotos, den widerlichen Mordanschlag nicht unter "Kurz notiert" verramschen konnte. Wer das Foto gesehen hat, kann sich über verharmlosende Formulierungen wie im "Spiegel" nur wundern: "Unbekannte sollen ihn mit einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen haben." Was das für ein Gegenstand war, darf sich der "Spiegel"-Leser selbst ausmalen: ein Wattebausch, ein Staubwedel, eine Salami? Man weiß es nicht. Die Kirche in Bremen weist die AfD zurecht, nach dem Mordanschlag nicht so kleinlich zu sein und keine Panik zu verbreiten: "Daher kritisiere ich auch, wie die AfD den Angriff und die schweren Verletzungen des eigenen Abgeordneten in ihren Stellungnahmen instrumentalisiert und mit Panikmache eine Opferrolle einnehmen will."  

Recht hat die Bremische Evangelische Kirche: Wie kann man, nachdem ein Kollege wegen seiner Parteizugehörigkeit halb totgeprügelt worden ist, so tun, als wäre man ein Opfer. Diese Rolle ist schließlich den Linken, den Herz-Jesu-Marxisten und ihren Mündeln vorbehalten. Und Panik? Lächerlich! Die sollen sich verprügeln und abschlachten lassen; nicht murren. Das ist doch nicht zu viel verlangt.  

All die verdrucksten und halbherzigen Verurteilungen sind mit dem Zusatz versehen, dass aber bitte schön die AfD die eigentlich Bösen sind. Sprich: Wir finden Gewalt gegen Andersdenkende nicht so okay, aber eigentlich haben sie es sich selbst zuzuschreiben. AfD-Politiker und ihre Anhänger sind für das politisch korrekte Gutmenschen-Milieu ganz offensichtlich Menschen zweiter Klasse. Untermenschen. Die wahren Kinder Hitlers sind eben doch die 68er und ihre Epigonen. Das kann man nicht nur an den Reaktionen auf diesen Anschlag erkennen.

Wäre das Opfer nicht ein minderwertiger AfD-Politiker, sondern ein Schutzsuchender, ein Grüner oder eine Muslima (und der Täter ein Autochthoner), die gut geölte deutsche Empörungsmaschinerie würde längst auf Hochtouren laufen. Kirchen, Gewerkschaften, Entertainer, Politiker, Funktionäre und all die anderen Priester der Multikultikaste könnten in ihre Lieblingsrollen schlüpfen und die Empörten, Erschütterten und Couragierten spielen. Die sogenannte  Zivilgesellschaft wäre längst auf den Beinen, die Medien hätten für die nächsten Tage und Wochen nur noch ein Thema, Mutti Merkel und Frank-Walter hätten ihre Betroffenheit öffentlichkeitswirksam zum Ausdruck gebracht, der Kölner Dom wäre unbeleuchtet und die Toten Hosen auf dem Weg nach Bremen. Die Mittel im Kampf gegen Rechts wären längst verdoppelt, die Linken aller Parteien würden lautstark ein AfD-Verbot fordern und alle wären sich einig, dass die AfD mit ihrer Politik und ihrer Hetze den Boden für eine solche Tat bereitet hätte.

Für einem AfD-Untermenschen mit eingeschlagenem Schädel reichen hingegen ein paar hingerotzte, nichtssagende Floskeln über Gewalt und Demokratie. Man beschränkt sich auf ein absolutes Mindestmaß an Anteilnahme und Berichterstattung, will auf alle Fälle den Eindruck vermeiden, man hätte Mitleid oder gar Sympathie für das widerliche Opfer übrig.

Was die meisten Politiker und Journalisten nach dieser Tat gesagt und geschrieben haben, ist ein weiteres Signal an die Antifa und die Linksextremisten: Wir müssen (noch) so tun, als ob. Aber die AfD zu attackieren, ist im Grunde so falsch nicht.

In Österreich hat es die bekannte Schauspielerin Katharina Stemberger während des Bundespräsidentschaftswahlkampf so ausgedrückt: "Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, nur nicht kriminell werden – also nicht sehr." Und dass es nicht zu kriminell wird, dafür sorgt ohnehin die Justiz, die auf dem linken Auge mindesten zehn Dioptrien hat.

Der wache Zeitgenosse erkennt, wie fragil die deutsche Demokratie und wie dünn die Decke der Zivilisation geworden ist. Und das liegt nicht an der AfD.

Besonders schlimm findet diese Bluttat kaum ein Gutmensch. Sie tun nicht einmal so. Die heimliche Freude und Häme ist in all diesen Statements und Appellen spürbar. Es hat schließlich den Richtigen getroffen. Der Hass und die Menschenverachtung jener, die vorgeben, gegen Hass und Menschenverachtung zu kämpfen, ist erschreckend.

Während auf der einen Seite der Mordanschlag auf einen AfD-Abgeordneten mehr oder weniger achselzuckend hin- oder wohlwollend zur Kenntnis genommen wird und nur deshalb überregional thematisiert wird, weil die alternativen und sozialen Medien eine Vertuschungsstrategie des Mainstreams verunmöglicht haben, genießen auf der anderen Seite die Linksterroristen – vulgo Aktivisten – Narrenfreiheit. Sie können ihrem blutigen Handwerk mehr oder weniger ungestört nachgehen. Politik, Justiz, Kirche, Medien, Kulturbetrieb und Wissenschaft drücken bei linker Gewalt gerne beide Augen zu, machen die Mauer.

Und sollte tatsächlich einer der linken Attentäter wider Erwarten aufgespürt und vor Gericht gestellt werden, darf er mit der ganzen Milde des Gesetzes und dem Verständnis von Politik und Medien rechnen. Nach dem Motto: Er hat es ja nur gut gemeint.

All die Hetzer in Politik, Medien, Kirchen und Kultur, all die Verharmloser linker Gewalt, all die Schreibtischtäter, all die faschistischen Antifaschisten haben auf Magnitz miteingeprügelt. Sie sollten sich ihre verlogenen Statements deshalb verkneifen. Der linke Sumpf, aus dem die Attentäter gekrochen sind, wird von diesen Heuchlern seit Jahren geschützt und bewässert.

Nach diesem Mordanschlag wird es keine politischen, gesetzlichen oder sonstigen Präventivmaßnahmen gegen linke Gewalt geben, keine Runden Tische, Konzerte, Kampagnen, Gesetzesinitiativen. Nur leere Worthülsen. Selbst wenn der nächste Mordanschlag auf einen AfD-Politiker in einer Woche oder einem Monat mehr Erfolg haben wird, wird sich daran nichts ändern. Die linken Gewalttäter sind schließlich Teil des Systems.

Wer seinen politischen Gegner permanent zum Nazi, zum Un- und Untermenschen degradiert, ihn als "Scheiße", als "Pack" bezeichnet, der bereitet ganz bewusst den Boden für solche Taten. Wer Menschen als "Ungeziefer" bezeichnet, will, dass der Kammerjäger kommt. In Bremen ist er gekommen. Das war erst der Anfang, nur ein vorläufiger Höhepunkt. Die Gewalt gegen AfD-Politiker und ihre Sympathisanten wird weiter zunehmen. Dafür hat man unter anderem mit den Reaktionen auf das Attentat auf den Bremer AfD-Chef gesorgt.

Werner Reichel ist Autor und Journalist. Sein neues Buch "Der deutsche Willkommenswahn – Eine Chronik in kommentierten Zitaten 2015-2016" ist soeben bei Frank&Frei erschienen.

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