Das Scheitern der Gesinnungsschulen

Lesezeit: 2:00

Wir erleben die Abdankung der Schulen als Wissens- und Bildungsunternehmen. Zahlreiche steuerfinanzierte Weltanschauungs- und Gesinnungsschulen haben sich zu Institutionen entwickelt, in denen eine Aushöhlung der (bürgerlich-liberalen) offenen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung praktiziert wird.

Lehrende wurden durch selbsternannte und überforderte (Kultur-)Konfliktmanager, durch Sozialtherapeuten und durch Sozialingenieure abgelöst, die die "Erfahrung des Scheiterns" eliminieren und den neuen Menschen für eine neue multikulturelle und multizivilisatorische Gesellschaft schaffen wollen.

Die Personalausgaben für diese Gesinnungsschulen sind hoch, aber die Qualifikationen der Schüler werden immer geringer. Die weltanschaulichen Konstruktivisten fördern den Analphabetismus. Den Gesinnungspädagogen geht es weder um die Vermittlung noch um den Erwerb von Errungenschaften der europäischen Zivilisation. Sie wollen eine bürgerliche Identität verhindern. Als kulturelle und zivilisatorische Relativisten proben sie die "Kultur- und Zivilisationsrevolution".

Individuelle Freiheit, Eigenverantwortung, geistiger Wettstreit, Widerspruch, Kritik, Argumente, Lernprozesse und Wissen werden im Interesse der Gesinnung durch "richtige Begriffe", durch absolute Wahrheiten und durch permanentes Moralisieren ersetzt.

Die an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierten, lernenden, fragenden, erörternden und lehrenden Lehrer sind in den Gesinnungsschulen unerwünscht. Gesinnungspädagogen sind an ihre Stelle getreten. Sie behaupten, zu wissen, was richtig/falsch und gut/böse ist.

In diesen Umerziehungsschulen leben die Schulleiter, ihre Höflinge und die zahlreichen gleichgeschalteten Gesinnungsgenossen ("Lehrer") schon sehr lange in Scheinwelten. Nun hat sie die (lange ausgeblendete) Wirklichkeit eingeholt. Bürger mit Hausverstand haben erkannt, dass die Gesinnungsschulen gescheitert sind.

Es ist offensichtlich an der Zeit, dass eine an den realen Problemen orientierte "Philosophie der schrittweisen Verbesserung" den weltanschaulich von Harmonisierungs- und Gleichschaltungsmythen geprägten rationalistischen Konstruktivismus der Gesinnungspädagogen in den Schulen ablöst.

Beginnen wir doch damit, die parteipolitische Bestellung von Schulleitern abzuschaffen! Die "Bewusstseinsrevolutionäre unter den Günstlingen" sind ja nicht nur für die (rokokosozialistischen) höfischen Strukturen in den Schulen, sondern auch für immer mehr Konformität und Abhängigkeit der Lehrer an "ihrer" Schule verantwortlich.

Wir benötigen wieder mehr selbstbestimmte, fachliche sowie freiheits- und wettbewerbsfördernde Autoritäten unter den Lehrern, denen es unter den Bedingungen eines allgemeinen Rahmenlehrplanes möglich ist, eigenverantwortlich ihre eigenen Wege zu gehen und auch die Individualität, den Nonkonformismus sowie den Leistungswettbewerb ihrer Schüler zu fördern.

Die gleichgeschalteten Gesinnungsschulen sind ein Irrweg. Persönlichkeitsbildung verlangt Vielfalt und Wettbewerb zwischen den einzelnen Schulen, zwischen den Lehrern und zwischen den Schülern!

Josef Stargl ist AHS-Lehrer in Ruhe und ein Freund der Freiheit.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Januar 2019 13:23

    Bravo Herr Stargl!

    Gesinnungsschulen, Politische Erziehungsanstalten, woran erinnert das bloss?

    Es ist kein Zufall, dass die Linken so mhysterisch schreien "Haltet den Dieb".

    Hauptproblem ist, wie man die eineinhalb falsch erzogenen Generationen wieder halbwegs aufklaert und offen fuer "Individuelle Freiheit, Eigenverantwortung, geistiger Wettstreit, Widerspruch, Kritik, Argumente, Lernprozesse und Wissen" macht. Wie es ein paar Jahrzehnte vorher der Fall war.

  2. Ausgezeichneter KommentatorNordkette
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Januar 2019 20:37

    Ich gehe doch bereits davon aus - ein Blick in die Kindergärten und Volksschulen genügt ja -, dass dieses Land bereits "gefallen" ist. In nur mehr wenigen Jahrzehnten wird dieses Land die ganze Tragödie der Masseneinwanderung von Analphabeten und Sozialstaatsuchenden zu spüren bekommen: Abstieg auf allen Ebenen - wir erleben den Abstieg ja schon täglich!

  3. Ausgezeichneter Kommentatormonofavoriten
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2019 12:23

    umerziehung ist das motto nicht nur an den schulen!
    vorgestern den film "mary queen of scots" angesehen. da gibts doch tatsächlich neger und asiaten im england des 16. jahrhunderts!
    die leute, die aus besagten gesinnungsschulen kommen, kriegen eine fabrizierte multi-kulti-vergangenheit serviert, die sie unvoreingenommen als wahrheit abspeichern.

  4. Ausgezeichneter KommentatorRau
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2019 14:15

    Eigentlich ist es das "Eigentum" das angegriffen wird. Die Umerziehung dient nur diesem Zweck. All diese Dinge wie Freiheit, Eigenverantwortung usw spielen nur dann eine Rolle, wenn ich etwas habe für das ich Verantwortung trage, ja ist die Voraussetzung. Entfällt diese, erübrigt sich auch jedes Recht auf Eigentum, ja der so "umgebildete" Mensch strebt solches gar nicht mehr an.

    Der Mensch der Neuen Weltordnung ist ein anderer, ein entwurzelter ungebildeter geschichtsloser Konsum - Massenmensch, pflegeleicht und leicht beherrschbar

  5. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2019 04:28

    Auch ich sage mit Simplicissimus: Bravo, Herr Stargl! So sieht es an manchen unserer Gesinnungsschulen aus: Nicht Konkurrenzfähigkeit der Schüler durch Leistung, Wissen, Können, Arbeitshaltung stehen im Vordergrund - ganz im Gegenteil: Lehrer, die diese Werte vermitteln und dafür Verhaltensvorbild sind, die gewissenhaft vor- und nachbereiteten Unterricht statt bloße Show ("Projektionalitis", regieartig inszenierte "Prüfungssituationen") unbedankt und unspektakulär bieten, werden als verdächtig eingestuft, marginalisiert, es werden ihnen alle Prügel dieser Welt in den Weg geworfen. Wer gemäß an sich gesetzlich vorgesehener Notendefinitionen mangels Schülerleistungen Berechtigungen verwehrt, bekommt "Schwierigkeiten" statt "Unterstützung von oben", wird einer naiv-desinformierten Öffentlichkeit und Medien als "Lehrer ohne Unterrichtserfolge" und "Schädling der Dienststelle" zum Fraß vorgeworfen. Durch Parteizugehörigkeit und Bereitschaft zu Gesinnungsprostitution in ihre Posten gehievte Lehrer"kollegen", Dienstellenleiter, höhere Behördenvertreter ("Schulaufsicht") zeigen keinerlei Solidarität, vielmehr Unterstützung unverschämt berechtigungsfordernder Leistungsverweigerer, gehen gegen die verantwortungsvollsten und pflichtbewußtesten vor (keine Verallgemeinerung): Wirksame externe Prüfungsinstanzen, welche die problematische Personalunion Lehrender/ Atteste ausstellender "Prüfer" aufbrechen und "Unterrichtserfolge" objektivieren müßten, gibt es de facto nicht, man beharrt bei der Selbstdeklaration etikettenschwindelnder "Unterrichtserfolge" in semantischem Betrug samt immanenten Druck auf Relativierung von Anforderungen und inflationär vergebener Atteste und Berechtigungen ohne nachvollziehbarer Leistungsgrundlage: Lehrer, die solche einfordern, werden fallen gelassen, durchaus existenziell bedroht, schutzlos verleumdet. Alle Kräfte sind zu unterstützen, die darauf aufmerksam machen, dass auch unsere teuren und durch Motivationsminimierung ineffizienten öffentlichen Schulen in die zunehmenden Mechanismen der Aushöhlung des Rechsstaates einbezogen sind. Denn im Schlepptau von Ideologien wird das darin vorauszusetzende Vertrauen in ausgestellte Atteste fortwährend torpediert.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPeregrinus
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Januar 2019 19:34

    Ich habe immer geglaubt, dass Herr Stargl ein Lehrer war. Nun muss ich erfahren, dass er ein Lehrender war.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormonofavoriten
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2019 12:23

    umerziehung ist das motto nicht nur an den schulen!
    vorgestern den film "mary queen of scots" angesehen. da gibts doch tatsächlich neger und asiaten im england des 16. jahrhunderts!
    die leute, die aus besagten gesinnungsschulen kommen, kriegen eine fabrizierte multi-kulti-vergangenheit serviert, die sie unvoreingenommen als wahrheit abspeichern.

alle Kommentare

  1. Rau
    21. Januar 2019 14:15

    Eigentlich ist es das "Eigentum" das angegriffen wird. Die Umerziehung dient nur diesem Zweck. All diese Dinge wie Freiheit, Eigenverantwortung usw spielen nur dann eine Rolle, wenn ich etwas habe für das ich Verantwortung trage, ja ist die Voraussetzung. Entfällt diese, erübrigt sich auch jedes Recht auf Eigentum, ja der so "umgebildete" Mensch strebt solches gar nicht mehr an.

    Der Mensch der Neuen Weltordnung ist ein anderer, ein entwurzelter ungebildeter geschichtsloser Konsum - Massenmensch, pflegeleicht und leicht beherrschbar

  2. monofavoriten (kein Partner)
    21. Januar 2019 12:23

    umerziehung ist das motto nicht nur an den schulen!
    vorgestern den film "mary queen of scots" angesehen. da gibts doch tatsächlich neger und asiaten im england des 16. jahrhunderts!
    die leute, die aus besagten gesinnungsschulen kommen, kriegen eine fabrizierte multi-kulti-vergangenheit serviert, die sie unvoreingenommen als wahrheit abspeichern.

  3. Karl Rinnhofer
    21. Januar 2019 04:28

    Auch ich sage mit Simplicissimus: Bravo, Herr Stargl! So sieht es an manchen unserer Gesinnungsschulen aus: Nicht Konkurrenzfähigkeit der Schüler durch Leistung, Wissen, Können, Arbeitshaltung stehen im Vordergrund - ganz im Gegenteil: Lehrer, die diese Werte vermitteln und dafür Verhaltensvorbild sind, die gewissenhaft vor- und nachbereiteten Unterricht statt bloße Show ("Projektionalitis", regieartig inszenierte "Prüfungssituationen") unbedankt und unspektakulär bieten, werden als verdächtig eingestuft, marginalisiert, es werden ihnen alle Prügel dieser Welt in den Weg geworfen. Wer gemäß an sich gesetzlich vorgesehener Notendefinitionen mangels Schülerleistungen Berechtigungen verwehrt, bekommt "Schwierigkeiten" statt "Unterstützung von oben", wird einer naiv-desinformierten Öffentlichkeit und Medien als "Lehrer ohne Unterrichtserfolge" und "Schädling der Dienststelle" zum Fraß vorgeworfen. Durch Parteizugehörigkeit und Bereitschaft zu Gesinnungsprostitution in ihre Posten gehievte Lehrer"kollegen", Dienstellenleiter, höhere Behördenvertreter ("Schulaufsicht") zeigen keinerlei Solidarität, vielmehr Unterstützung unverschämt berechtigungsfordernder Leistungsverweigerer, gehen gegen die verantwortungsvollsten und pflichtbewußtesten vor (keine Verallgemeinerung): Wirksame externe Prüfungsinstanzen, welche die problematische Personalunion Lehrender/ Atteste ausstellender "Prüfer" aufbrechen und "Unterrichtserfolge" objektivieren müßten, gibt es de facto nicht, man beharrt bei der Selbstdeklaration etikettenschwindelnder "Unterrichtserfolge" in semantischem Betrug samt immanenten Druck auf Relativierung von Anforderungen und inflationär vergebener Atteste und Berechtigungen ohne nachvollziehbarer Leistungsgrundlage: Lehrer, die solche einfordern, werden fallen gelassen, durchaus existenziell bedroht, schutzlos verleumdet. Alle Kräfte sind zu unterstützen, die darauf aufmerksam machen, dass auch unsere teuren und durch Motivationsminimierung ineffizienten öffentlichen Schulen in die zunehmenden Mechanismen der Aushöhlung des Rechsstaates einbezogen sind. Denn im Schlepptau von Ideologien wird das darin vorauszusetzende Vertrauen in ausgestellte Atteste fortwährend torpediert.

    • FranzAnton
      21. Januar 2019 05:36

      Die marxistische Ideologie wendet sich diametral gegen das Prinzip der Evolution, welches da heißt "Konkurrenz". Schülern wird vorgegaukelt, sich für Wissenserwerb nicht anstrengen zu müssen, Arbeitsverweigerer erhalten jahrzehntelang Mindestsicherung (ein derart extremer Fall ist mir persönlich bekannt). Diese sozialistisch = marxistisch induzierte Fehlentwicklung ist raschestmöglich abzustellen, damit sie nicht weitere Kreise ziehen, und damit für die Wirtschaft untaugliche Menschen produziert.

  4. Peregrinus
    20. Januar 2019 19:34

    Ich habe immer geglaubt, dass Herr Stargl ein Lehrer war. Nun muss ich erfahren, dass er ein Lehrender war.

  5. Nordkette
    19. Januar 2019 20:37

    Ich gehe doch bereits davon aus - ein Blick in die Kindergärten und Volksschulen genügt ja -, dass dieses Land bereits "gefallen" ist. In nur mehr wenigen Jahrzehnten wird dieses Land die ganze Tragödie der Masseneinwanderung von Analphabeten und Sozialstaatsuchenden zu spüren bekommen: Abstieg auf allen Ebenen - wir erleben den Abstieg ja schon täglich!

  6. simplicissimus
    19. Januar 2019 13:23

    Bravo Herr Stargl!

    Gesinnungsschulen, Politische Erziehungsanstalten, woran erinnert das bloss?

    Es ist kein Zufall, dass die Linken so mhysterisch schreien "Haltet den Dieb".

    Hauptproblem ist, wie man die eineinhalb falsch erzogenen Generationen wieder halbwegs aufklaert und offen fuer "Individuelle Freiheit, Eigenverantwortung, geistiger Wettstreit, Widerspruch, Kritik, Argumente, Lernprozesse und Wissen" macht. Wie es ein paar Jahrzehnte vorher der Fall war.





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