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Der Migrationspakt, die „Entwicklungsländer“ – und die systemische Lüge

Die Demonstrationen der französischen "Gelbwesten" sind nun auch gegen den unglücklichen "Migrationspakt" gerichtet, wie man lesen kann (allerdings nur abseits der vereinheitlichten Hauptstrommedien). Es ist erfreulich, daß sich Widerstand gegen dieses monströse Projekt artikuliert. Um diesen denkerisch zu untermauern, hier einige grundsätzliche Überlegungen zu den systemimmanenten Lügen des Paktes.

Der sogenannte UNO-Migrationspakt heißt offiziell Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration. Auf Deutsch wäre das etwa: "Weltweite Vereinbarung für eine sichere, geordnete und regelkonforme Herumwanderung". Das ist die erste Vernebelung, denn die "Migration" geht nur in eine Richtung, nämlich von Drittweltländern und islamischen Ländern nach Europa und Nordamerika. Und dort endet sie. Die "Migranten" migrieren dann normalerweise nicht weiter, da sie im Zielland meist ein arbeitsloses Einkommen, freie medizinische Versorgung und weitgehende Straffreiheit (zumindest bei leichteren Delikten) genießen.

Sodann wurde dieses Machwerk über einen längeren Zeitraum hinter einer Nebelwand und unter Ausschluß der Öffentlichkeit ausgeheckt. Offenbar sollten die Völker Europas vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Der Text des "Migrationspaktes" ist mit vierunddreißig Seiten ziemlich lang. Er ist sehr kompliziert. Auch geübte Leser der englischen Sprache werden ihn schwer verständlich und verwirrend finden.

Eine dreiste Lüge steht im Punkt 8 der Präambel, wo es heißt (jeweils eigene Übersetzung), daß Migration eine "Quelle von Wohlstand, Innovation und nachhaltiger Entwicklung" wäre. Wenn die Resultate der Invasion von 2015 nicht so traurig wären, könnte man darüber nur lachen.

Der Text ist auch widersprüchlich. Einerseits hört man immer wieder, der Vertrag wäre nicht rechtlich bindend, andererseits heißt es im Vertragstext an etlichen Stellen: "Wir verpflichten uns." Also was jetzt? Und natürlich hat es sich herumgesprochen, daß Vereinbarungen dieser Art rasch zu einem internationalen Gewohnheitsrecht werden, vor allem durch Richtersprüche.

Der Text zielt sechstens somit ganz offensichtlich nicht darauf ab, den potentiellen Vertragspartner zu informieren und klare, konkrete Ziele zu vereinbaren. Der Vertragspartner soll im Gegenteil mit dem Wust an Phrasen hypnotisiert werden. Wer diesen Vertrag – quasi im Zustand der Hypnose – unterzeichnet, wird somit in etwas verwickelt, dessen Tragweite er unmöglich überblicken kann. Rechtsanwälte und "NGOs" werden immer etwas finden, womit sie dann einen Unterzeichnerstaat, der aber doch seine Grenzen schützt, klagen können. 

Mißbrauch der "Migranten" für eine gleichsam mythisch verstandene "Veränderung"

Ein Schlüsselsatz findet sich auf Seite 4, wo es heißt, dass "Migranten" "agents of change" seien, also "Betreiber von Veränderung". Aber wer will eigentlich diese Veränderung? Wir werden bekanntlich nicht gefragt.

"Change" hat sich seit einiger Zeit, mindestens seit dem ersten Wahlkampf von Barack Hussein Obama 2008, als eine Art Zauberwort erwiesen. "Veränderung" ist Selbstzweck geworden, Traditionen müssen weg. Die Betreiber der "Veränderung" sind offenbar der Überzeugung, daß sich die Veränderung automatisch als eine Höherentwicklung, als eine Entwicklung zum Besseren erweist. Das spottet zwar jeder persönlichen und historischen Erfahrung, alleine der Klang des Wortes "Change" besitzt aber eine magische Anmutung.

Die "Veränderungs"-Rhetorik heißt allerdings auch, dass die "Migranten" nur Bauern am Schachbrett sind. Sie werden eingesetzt, um die genannte Veränderung zu vollbringen – unabhängig davon, ob es ihnen selbst oder ihren Herkunftsländern Nutzen bringt.

Aus falschen Vorgaben kann nichts Wahres erwachsen

Der Pakt dient offenbar der Entwurzelung und Vermischung der Völker. Ein allfälliger humanistischer Impetus, mit dem Pakt den sogenannten "Entwicklungsländern" zu helfen, muß angesichts der Erfahrungswerte der letzten Jahrzehnte als zumindest sträflich naiv bewertet werden. Denn natürlich ist niemandem geholfen, wenn Massen von Menschen entwurzelt und nach Europa verfrachtet werden: Die europäischen Länder kippen und die Herkunftsländer haben auch nichts davon.

À propos"Entwicklungsländer": Wann "entwickeln" sich die eigentlich einmal? Die Rhetorik von den "Entwicklungsländern" ist ja schon mindestens vierzig Jahre alt. Tut sich da einmal etwas?

Man wird darauf antworten müssen, daß die "Entwicklungsländer" unter der Maßgabe ihrer weltanschaulichen Vorgaben ohnehin voll entwickelt sind. Bei dem, was dort im "Mindset", in der Gesinnung, vorherrscht, geht eben nicht mehr. Der Baum bringt die Frucht hervor, die eben in ihm angelegt ist: Islamische, heidnische, kommunistische Regierungen und Gesellschaften bringen das hervor, was in deren weltanschaulichen Grundlagen vorgesehen ist. Wenn nicht im großen Maßstab die Gesinnung radikal geändert wird (früher als "Bekehrung" bekannt), wird alle "Entwicklungszusammenarbeit" (auch ein nebuloser Begriff) nichts nützen – außer natürlich einigen "NGOs" und regierungsnahen Kreisen in den Empfängerländern.

Ein historischer Rückblick

Es gab schon einmal eine Zeit der Völkerwanderung in Europa. Damals war die Kirche mit ihren Päpsten und Priestern, Heiligen und Mönchen Hort der Stabilität und Motor der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung.

Das konnte deswegen geschehen, weil das Christentum die Arbeit vorschreibt und den unternehmerischen Geist befördert (Gleichnis von den Talenten). Aufgrund eines moderaten Wohlstandes wurde es erst möglich, im großen Maßstab für kranke, alte und in Not geratene Menschen zu sorgen. Die Klöster und Ordenshospize waren die ersten "Sozialstationen". Es erfüllte sich somit, was die Bergpredigt in Aussicht stellt: "Sucht zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit und alles andere wird euch dazugeben." Das hat durchaus funktioniert.

Natürlich war auch die christliche geprägte Epoche Europas kein Paradies auf Erden. Denn dieses gibt es nicht und wer es verspricht, ist ein Lügner und ein Scharlatan. Wer es errichten will, schafft nur die Hölle auf Erden. Aber diese Epoche war ein Erfolgsmodell. Wir zehren von den kulturellen und wirtschaftlichen Resultaten noch immer und viele finden sie so gut, daß sie massenweise hereinströmen. Es ist daher eine Lüge, das christliche europäische "Mittelalter" zu verleumden – oder auch nur zu verschweigen.

Es soll damit nicht bestritten werden, daß manche "Entwicklungsländer" von anderen Staaten oder internationalen Organisationen und Firmen ausgebeutet werden – und daher auch bewußt korrupt, unmündig und unfrei gehalten werden.

Aber hier schließt sich der Kreis: Diese Mächte stecken wohl hinter dem "Migrationspakt" oder finden ihn für ihre Interessen nützlich.

Resümee

Wie auch immer: Der Pakt offenbar Teil einer permanenten Revolution. Er befördert Illusionen. Durch ihn wird nichts besser und es kann auch nichts besser werden. Denn erstens ist er auf Unwahrheiten aufbaut. Und zweitens geht immer um die Gesinnung, die in Einzelpersonen, Gesellschaften und Staaten vorherrscht. Wenn die verdirbt, ist alles zu spät. Dann wird der Migrationswahn weitergehen, bis alles kaputt ist. Dann werden auch gelben Warnwesten nichts helfen.

Und im Übrigen gibt es schon genug Gesetze und Vereinbarungen für Aus- und Einwanderung. Die muß man nur umsetzen. Aber nur ein funktionierender Staat kann das eben.

Wolfram Schrems, Wien, Mag. theol., Mag. phil., Katechist, Pro Lifer

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