Willkommen in der Welt von Solschenizyn

Lesezeit: 6:00

Offiziell leben wir bekanntlich in der besten aller denkbaren Welten. Nun ja, zumindest auf EU-Ebene – in Österreich könnte es mit einer sozialistischen bzw. rot-grünen Regierung natürlich noch deutlich besser laufen, aber daran arbeiten ORF & Co ohnehin täglich mit Akribie. Innerhalb der EU ist aber laut einhelliger Meinung in den Linksmedien alles so super, wie es nur sein kann. Begriffe wie "Demokratie", "Freiheit", "Menschenwürde", "Toleranz" und "soziale Gerechtigkeit" (was ist das eigentlich genau?) werden ständig umhergetragen wie eine Monstranz und damit versuchen wir auch die restliche Welt zu beglücken.

Ist zwar in den letzten Jahren in Libyen, im Rahmen diverser "arabischer Frühlinge" oder auch in der Ukraine ein bisschen in die Hose gegangen, aber das lag wie so oft im Sozialismus, zu dem unsere angeblich so wundervolle "westliche Demokratie" letztendlich dank der 68er-Generation mutiert ist, ja bloß an der mangelhaften Umsetzung. In Wahrheit machen wir aber alles richtig. Wir, das sind vor allem Küsserkönig Jean-Claude I. von Brüssel und sein gutmenschlicher, politisch-korrekter Hofstaat sowie dessen Statthalter in den diversen EU-Provinzen.

Doch wie sieht es wirklich im ach so demokratischen Europa bezüglich seiner großen Errungenschaften aus? Wie wird der Umgang mit hart erkämpften Grundrechten gepflegt? Als Beispiel drängt sich das Thema Meinungsfreiheit auf. Wie steht es um das freie Europa? Immer mehr Renegaten warnen schließlich immer öfter vor dem genauen Gegenteil. Vor immer mehr Zentralismus und diktatorischen Tendenzen. Bei genauerer Betrachtung völlig zu Recht, denn folgende Punkte zeigen, dass es mit der Freiheit außerhalb des staatlich betreuten Denkens nicht allzu weit her ist und es eher immer weiter in die andere (linke) Richtung geht – trotz aller konservativen Wahlerfolge der letzten Zeit:

  • Wer die "falsche" Meinung hat, wird zwar (noch) nicht immer eingesperrt, aber bereits oft beruflich vernichtet und gesellschaftlich geächtet. Bei Linken sehr beliebt und äußerst effektiv ist das Denunzieren als Nazi beim Arbeitgeber, weshalb immer mehr Andersdenkende lieber schweigen, oder wenn, dann vor allem online nur noch anonym ihre Meinung äußern. Wobei es durchaus auch schon harte Gerichtsstrafen wegen "Meinungsverbrechen" gegeben hat. Die ständige Verschärfung irgendwelcher schwammiger Verhetzungsparagraphen zielt ebenfalls genau in diese Richtung
  • Die Internetzensur schreitet hurtig voran. Deutschland ist da mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz aus der Feder von Heiko Maas schon einen entscheidenden Schritt voraus. Auch die ständige Fake-News-Hetze gegen Online-Medien und Angriffe auf schwer kontrollierbare soziale Medien haben diesen Zweck. Kürzlich ist ja wieder Facebook ins Visier geraten und soll offenbar durch negative Presse diskreditiert werden. Weil die Social-Media-Plattform das mediale Meinungsmonopol des Establishments gefährdet. Auch die diversen Meldestellen für "Hass im Netz" sind ein Mittel der Zensur, wobei sich linke Bessermenschen freudig als Denunzianten und digitale Blockwarte zur Verfügung stellen.
  • Gulags und Umerziehungslager gibt es zwar noch keine, doch solche Gedanken geistern immer wieder im Dunstkreis der EU-Bonzen herum. Einfach mal "EU will Umerziehungslager für Andersdenkende" oder "EU Toleranzgesetz" googeln. Ein "Europäischer Rat für Toleranz und Versöhnung" wurde als Vorstufe einer Gesinnungspolizei bereits eingeführt. Eines der Mitglieder dieses Rates ist übrigens bezeichnenderweise Erhard Busek, der sonst auch mal gerne die "Internationale" anstimmt.
  • Linke Propaganda läuft täglich im Staatsfunk und die dürfen wir auch weiter selber via Zwangsgebühren bezahlen.
  • Der Großteil der großen Printmedien ist mittlerweile quasi gleichgeschaltet linksgrün, politisch korrekt und gebärdet sich z.B. in Österreich als politische Opposition. Ebenso viele Privatsender, wie etwa Puls4 – nur ServusTV bleibt die einzig rühmliche Ausnahme, die sich ein sehr reicher Mann mit konservativen Ansichten als gestreckten Mittelfinger in Richtung linkem Establishment leistet.
  • Das gesamte NGO-Wesen ist stramm links und trägt auch entscheidend zur linken Meinungshoheit bei. Passenderweise wird das gesamte NGO-Unwesen zu großen Teilen aus Steuergeldern finanziert, die dann auch noch oft genug veruntreut werden – siehe Oxfam.
  • Kabarett und Satire sind seit vielen Jahren fast ausschließlich links – "Der Wegscheider" bildet hier die einzige bekannte Ausnahme und wird entsprechend angefeindet.
  • Der gesamte Kultursektor mit Schauspielern, Künstlern und Musikern ist ebenfalls quasi durchgehend links. Abweichler haben erst gar keine Chance oder werden ebenfalls attackiert. Siehe Andreas Gabalier, der vor Gericht mit Klagen wegen Ruf- und Geschäftsschädigung abgeblitzt ist, obwohl ihn ein ultralinker Kunst-Zampano diffamiert hat und wegen seiner konservativen Einstellung nicht einmal auftreten lassen würde.
  • Ein wirklich beängstigendes Beispiel der Vorverurteilung eines "Meinungsverbrechers" ist der Identitäre Martin Sellner. Nicht nur, dass sein Auto ungestraft von der Antifa abgefackelt wurde und ihm immer wieder das Bankkonto gekündigt wird, er wurde kürzlich auch am Flughafen in London einfach mal so inhaftiert bzw. festgehalten und an der Einreise gehindert. Was hat er getan? Eigentlich nichts! Ihm wurde bloß ein mögliches Gedankenverbrechen vorgeworfen – es wurde nämlich befürchtet, er könnte zu Rassenunruhen in London aufstacheln, wenn er wie geplant eine Rede halten würde. Dabei hatte Sellner noch gar kein Wort gesagt – er wurde schon vorab verhaftet und abgeschoben. Eine Vorgehensweise, die man eher von Nordkorea erwarten würde.
  • Bleiben wir kurz bei diesem Thema: Was ist Sellner und den Identitären überhaupt vorzuwerfen? Bisher wurden keine Straftaten und Gewalttätigkeiten bekannt. Diese Gruppierung begeht ausschließlich "Gedankenverbrechen", hat falsche Meinungen, traut sich "verbotene" Dinge anzusprechen. Gewaltanwendung wurde bisher nicht publik – im Gegenteil, bei derart lautenden Anschuldigungen gab es erst kürzlich einen Freispruch vor Gericht. Trotzdem werden die Identitären überall vom Verfassungsschutz beobachtet und bei jeder Gelegenheit als Rechtsextremisten verunglimpft. Es kommt zu medialer Schnappatmung, wenn ein Mitarbeiter des Außenministeriums ein T-Shirt der Identitären trägt. Die linksextreme Antifa darf hingegen alles.
  • Es findet eindeutig ideologische Umerziehung in Schulen und Universitäten statt. Beispiel: Wer nicht gendert, muss mit schlechteren Noten leben.
  • Die (unangenehme) Wahrheit wird nicht nur vertuscht, sie wird aktiv bekämpft, indem versucht wird, alle zu bestrafen und durch Angst zum Schweigen zu bringen, die sie aussprechen. Das jüngste Beispiel war jene mutige Lehrerin in Wien, die die immer heftigeren Islamisierungstendenzen an Brennpunkt-Schulen zu thematisieren wagte und mit den unhaltbaren Zuständen an die Öffentlichkeit ging. Sie wurde von ihrer eigenen Partei SPÖ so lange unter Druck gesetzt, bis sie als Personalvertreterin das Handtuch warf.
  • Am eindrucksvollsten demonstriert aber ein Zitat von Literaturnobelpreisträger Alexander Issajewitsch Solschenizyn den Zustand Europas und der wusste schließlich als Gulag-Insasse, wovon er sprach: "Ein marxistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert." Lassen wir das kurz wirken. Denn was erleben wir gerade? Immer wieder gehen Verbrecher, Vergewaltiger und Messerstecher, ähm, also Fachkräfte und goldige Bereicherer frei, oder kommen mit lächerlichen Strafen davon, während Menschen mit der falschen Meinung immer öfter hart bestraft werden (wegen Verhetzung, etc.), oder zumindest öffentlich am Pranger stehen. Alte Liederbücher werden als größere Gefahr dargestellt als etwa die eindeutigen Islamisierungstendenzen. Diesem Zitat ist also eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen!

Fazit: Wir leben aktuell natürlich in keiner offenen Diktatur, aber innerhalb der EU in einer Art Gesinnungsdiktatur, die bereits weit über betreutes Denken hinausgeht. Abweichler werden verfolgt, wenn auch nicht mit Gewalt (außer von der Antifa). Traurig dabei ist, dass der Tugendterror auch in Österreich unter Türkis-Blau bisher nicht merklich zurückgefahren wurde. Vor allem muss man der Regierung vorwerfen, den von Ex-Justizminister Brandstetter immer wieder zum Zwecke der Einschränkung der Meinungsfreiheit verschärften Verhetzungsparagraphen bisher nicht wieder entschärft zu haben. Das Thema wurde noch nicht einmal angesprochen und der politisch korrekte Meinungskorridor bleibt bisher in aller Enge bestehen. Auch die Justiz ist weiter voll im Welcome-Taumel.

Die Linke schrumpft also bei Wahlen, verteidigt aber die (veröffentlichte) Meinungshoheit bisher noch immer erfolgreich und schafft es auch, Türkis-Blau weiter medial vor sich herzutreiben.

Niklas G. Salm, früher langjähriger Redakteur einer Tageszeitung – schreibt jetzt unter Pseudonym. 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2018 07:26

    Dem kann man eigentlich nur wenig hinzufügen. Und doch ist man bei Betrachtung historischer Gegebenheiten immer wieder verblüfft, wie oft sich die Geschichte wiederholt.

    Betrachtet man die historischen Bauernkriege, so gab es für die Rädelsführer die "Strafen am Leib", für Mitläufer und Sympathisanten oftmals die "Strafen an Gütern". Sie wurden vogelfrei erklärt, d.h. sie verloren alles was sie besaßen und niemand durfte Ihnen Unterkunft geben. Man konnte sie töten und wurde (da derjenige ja einem Vogel gleichgestellt war) nicht bestraft. Nach ihrem Tod wurden die Leiber den Wölfen und Vögeln zum Fraß vorgeworfen. Diese Begnadigungen waren "wirtschaftliche Exekutionen" - Gutmenschen würden so etwas heute als "Haltung" bezeichnen.

    Es gibt historisch betrachtet kaum etwas aggressiveres als eine parasitäre Schicht, die Angst um ihre Privilegien hat. Die Befürchtung, nicht mehr von Steuern anderer leben zu können und vielleicht sogar selbst produktiv arbeiten und andere erhalten zu müssen löst Grausamkeiten aus, die selten überboten werden.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2018 08:03

    Hoffen wir, dass die Regierung sich bald diesen Themen - Meinungsparagraph, ORF, Erziehung - in die Offensive begibt. Sind komplexe Themen, alles kann nicht gleichzeitig angegangen werden. Und dass sie damit erfolgreich wird und in Europa Nachahmer findet.
    Als Karfreitagsgebet.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorkiepura1902
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2018 13:57

    Der Artikel ist mir aus der Seele geschrieben. Dazu ein Beispiel. Einer m.E. der besten Dirigenten unserer Zeit, Christian Thielemann, wird vom deutschen Feuilleton de facto boykottiert, weil er sich als Preuße fühlt und dem Preußentum und seinem hervorstechendsten Protagonisten, Friedrich II., große Sympathien entgegenbringt. Außerdem liebt er die Mazuren und benutzt immer wieder das Wort Ostpreußen. In seinen musikalischen Interpretationen betont er die Tradition und ist nicht bereit, klassische oder romantische Werke zu "modernisieren". Das reicht, um ihn ins rechte Eck zu stellen. Daß er außerdem ein großer Wagner-Liebhaber ist, kommt noch erschwerend dazu. Glücklicherweise ist der Mann derart gefragt, daß er es nicht nötig hat, sich bei diesen Leuten anzubiedern.

  4. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2018 09:19

    Wenn man sich überlegt, die Regierung ist 100 Tage im Amt, davon abgezählt die Feiertage (Weihnachten, Neujahr, Hl3-König) und die Wochenenden dann bleiben reine Arbeitstage ungefähr 70. Klar, Politiker haben keine 40 Stundenwoche und mit den 5 Tagen, das wird auch nicht so hinhauen, aber bitte was will man in 70 Tagen noch alles erwarten bei den vielen Baustellen, die aufzuarbeiten sind??? Es ist ja kaum wer dabei der Regierungserfahrung hat, also gibt es eine gewisse Einarbeitungszeit und dass der Kanzler offenbar sehr gerne unterwegs ist und da und dort sein Gesicht in die Kamera hält, ist ja nicht verborgen geblieben. Die Baustellen sind aber daheim.
    Für mich die größte Enttäuschung ist eigentlich der Justizminister. Geht seelenruhig auf Osterurlaub und lässt ein Chaos zurück. Also bitte, das kann es ja wohl auch nicht sein. Wenn er schon nach 100 Tagen Urlaub braucht, dann ist er für dieses Amt vielleicht nicht mehr geeignet.
    Wunder kann man nicht erwarten, man muss froh sein, wenn Schritt für Schritt zumindest einmal alles angegangen wird. Wobei, Wunderwuzzis sind alle zusammen natürlich nicht und daher wird es noch eine Wile dauern, bis es wirklich sichtbare Erfoge gibt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2018 11:40

    Stimmt.

    Und im übrigen sollte Alexander Solschenizyn viel mehr gelesen werden.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBob
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2018 09:37

    Danke Niklas Salm! Jedes Wort ist zu unterstreichen*****************

  7. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2018 17:22

    Es gibt ein untrügliches Zeichen, dass man in einer Diktatur lebt. Die Medien, die Akademie, die Kunst, überbieten sich in der Lobpreisung der Herrschenden.
    Ein Blick in die Medienlandschaft genügt um zu wissen, dass die Diktatur bereits da ist. Es gibt keine kritischen Intellektuellen in den Universitäten, die den Regierenden kritisch begegnen. Die Künstler sind zu Staatskünstlern verkommen, keine eigene Meinung, nur Weitergabe von ideologisch einwandfreien Inhalten.
    Die nächsten Schritte in Perfektionierung der diktatorischen Vollmachten, sind nur eine Frage der Zeit.


alle Kommentare

  1. Kyrios Doulos
    03. April 2018 22:15

    Es ist unglaublich erschreckend, wenn man, was man nur allgemein gespürt und ungefähr gewußt hat, in Aufsätzen wie diesem hier, gut belegt fundiert als Faktum bewiesen bekommt.

    Es gibt zwei heimtückische Eigenheiten der heutigen menschenverachtenden und äußerst zynisch-brutalen Diktatur:

    1/ Früher gab es Namen und Gesichter. Mao, Stalin, Idi Amin, Hitler usw. usf.
    Heute: die anonyme Diktatur von Bürokraten der EU und ihrer Mitgliedsstaaten, die Diktatur der Bürokraten, der NGOs, der Politiker - sie bilden die gesichtslose Nomenklatura der Apparatschiks. Widerstand ist leichter, wenn man das Gesicht und den Namen des Tyrannen kennt.

    2/ Es ist den fälschlich so genannten AntiFASCHISTEN gelungen, eine Lüge als unfehlbare Wahrheit so oft zu penetrieren, daß ihr allgemein geglaubt wird. Es ist die Lüge der Einmaligkeit und der Unvergleichbarkeit der Verbrechen Hitlers. Folge: Was immer politische Systeme tun und die DiktatorINNEN und ihre zahllosen HelferINNEN in NGOs, Kirchen und Medien und im Beamtentum tun, es ist immer "automatisch" weit entfernt von dem Einzig Bösen, ADOLF HITLER. Die LinkINNEN vergötzen Hitler, um hinter seiner Antimaske ihr zynische Diktatur zu errichten und zu festigen.

  2. monofavoriten (kein Partner)
    02. April 2018 10:24

    eine diktatur braucht nicht zwingend eine führerfigur. wir unterliegen dem diktat des sozialistischen myzels.

  3. Torres (kein Partner)
    01. April 2018 11:22

    Und genau diesen Brandstetter, dessen hauptsächliche "Leistung" als Justiziminister vor allem die mehrfache Verschärfung des sogenannten "Verhetzungsparagraphen" war (nicht zu vergessen allerdings auch die Einführung des "Po-Grapsch-Gesetzes"), hat Kurz jetzt in den Verfassungsgerichtshof gesetzt - offenbar um auch weiterhin sicherzustellen, dass Verurteilungen wegen Meinungsdelikten auch höchstgerichtlich bestätigt werden.

  4. Marand Josef (kein Partner)
    01. April 2018 10:49

    Solange die Regierung untätig in Sachen ORF und Medienförderungen bleibt, wird sich in der linken Medienwelt nichts ändern. Klar würde es einen massiven Aufschrei der linken Journos geben, wenn die Regierung dem ORF das Licht abdrehen oder die Presseförderungen einstellen würde. So schnell kann keiner schauen, wäre von Orbanisierung, Demokratiegefährdung, Staatsstreich, Nazi-Diktatur, Umfärbung,..die Rede.
    Aber das müßte die Regierung halt aushalten. Die Mehrheit der konservativen Bevölkerung hat die linke Meinungsbevormundung bis zum Erbrechen satt, vor allem den ORF.
    Eine ORF-Reform zu einer Art Landeshauptmann TV mit österr. Inhalten wird die Rückkehr der Linken sicher nicht aufhalten.

  5. pressburger
    30. März 2018 17:22

    Es gibt ein untrügliches Zeichen, dass man in einer Diktatur lebt. Die Medien, die Akademie, die Kunst, überbieten sich in der Lobpreisung der Herrschenden.
    Ein Blick in die Medienlandschaft genügt um zu wissen, dass die Diktatur bereits da ist. Es gibt keine kritischen Intellektuellen in den Universitäten, die den Regierenden kritisch begegnen. Die Künstler sind zu Staatskünstlern verkommen, keine eigene Meinung, nur Weitergabe von ideologisch einwandfreien Inhalten.
    Die nächsten Schritte in Perfektionierung der diktatorischen Vollmachten, sind nur eine Frage der Zeit.

  6. kiepura1902
    30. März 2018 13:57

    Der Artikel ist mir aus der Seele geschrieben. Dazu ein Beispiel. Einer m.E. der besten Dirigenten unserer Zeit, Christian Thielemann, wird vom deutschen Feuilleton de facto boykottiert, weil er sich als Preuße fühlt und dem Preußentum und seinem hervorstechendsten Protagonisten, Friedrich II., große Sympathien entgegenbringt. Außerdem liebt er die Mazuren und benutzt immer wieder das Wort Ostpreußen. In seinen musikalischen Interpretationen betont er die Tradition und ist nicht bereit, klassische oder romantische Werke zu "modernisieren". Das reicht, um ihn ins rechte Eck zu stellen. Daß er außerdem ein großer Wagner-Liebhaber ist, kommt noch erschwerend dazu. Glücklicherweise ist der Mann derart gefragt, daß er es nicht nötig hat, sich bei diesen Leuten anzubiedern.

    • glockenblumen
      30. März 2018 16:01

      Es ist ja auch ein Kulturfrevel die Werke der großen Meister "modernisieren" zu wollen.
      Es kommt nur dissonanter Mist dabei heraus!

      P.S. wahrscheinlich bin ich auch ganz pööhse räächzz weil ich Wagner mag....

    • simplicissimus
      30. März 2018 17:50

      Ich mag Verdi mehr als Wagner (ist ja auch kaum vergleichbar), aber wuensche Herrn Thielemann weiterhin viel Standhaftigkeit und Erfolg!

    • Undine
      30. März 2018 23:35

      @kiepura1902

      *********************************!

      Thielemann ist als Dirigent einfach grandios und mir gerade durch seine von Ihnen beschriebene Einstellung ganz besonders sympathisch!

    • Wyatt
      31. März 2018 10:09

      ....geht mir auch so!

    • pressburger
      01. April 2018 23:50

      Thielemann steht in der Tradition grosser Dirigenten, die auch verleumdet wurden, Furtwängler, Celibidache.

  7. Wolfram Schrems
    30. März 2018 11:40

    Stimmt.

    Und im übrigen sollte Alexander Solschenizyn viel mehr gelesen werden.

  8. Bob
    30. März 2018 09:37

    Danke Niklas Salm! Jedes Wort ist zu unterstreichen*****************

  9. Ingrid Bittner
    30. März 2018 09:19

    Wenn man sich überlegt, die Regierung ist 100 Tage im Amt, davon abgezählt die Feiertage (Weihnachten, Neujahr, Hl3-König) und die Wochenenden dann bleiben reine Arbeitstage ungefähr 70. Klar, Politiker haben keine 40 Stundenwoche und mit den 5 Tagen, das wird auch nicht so hinhauen, aber bitte was will man in 70 Tagen noch alles erwarten bei den vielen Baustellen, die aufzuarbeiten sind??? Es ist ja kaum wer dabei der Regierungserfahrung hat, also gibt es eine gewisse Einarbeitungszeit und dass der Kanzler offenbar sehr gerne unterwegs ist und da und dort sein Gesicht in die Kamera hält, ist ja nicht verborgen geblieben. Die Baustellen sind aber daheim.
    Für mich die größte Enttäuschung ist eigentlich der Justizminister. Geht seelenruhig auf Osterurlaub und lässt ein Chaos zurück. Also bitte, das kann es ja wohl auch nicht sein. Wenn er schon nach 100 Tagen Urlaub braucht, dann ist er für dieses Amt vielleicht nicht mehr geeignet.
    Wunder kann man nicht erwarten, man muss froh sein, wenn Schritt für Schritt zumindest einmal alles angegangen wird. Wobei, Wunderwuzzis sind alle zusammen natürlich nicht und daher wird es noch eine Wile dauern, bis es wirklich sichtbare Erfoge gibt.

    • Bob
      30. März 2018 09:36

      Die Personalauswahl des Kanzlers ist fest in die eigene Hose gegangen. Moser und Blümel sind nicht einen Schuss Pulver wert. Von den restlichen ÖVP lern hat man noch noch nicht viel positives gehört.

    • glockenblumen
      30. März 2018 09:50

      @ Bob hat recht!
      Wie konnte ein Schandurteil, wie jenes zu Tulln zustandekommen? Und warum wird nicht sofort etwas dagegen unternommen?

    • simplicissimus
      30. März 2018 11:15

      AU hat die Personalauswahl von Kurz kritisiert.
      Moser darf als Minister in eine Gerichtsentscheidung nicht eingreifen, aber er scheint ja etwas Strukturelles tun zu wollen. Geben wir ihm noch etwas Zeit. Gesetzesvorbereitungen dauern Monate.

    • Ingrid Bittner
      30. März 2018 13:50

      Es wird immer kurioser, gerade in div. Gazetten gelesen, dass ein verurteilter Triebtäter in Stein Viagra fürs Kuschelzimmer verordnet bekommen hat. Was sagt man dazu???

    • glockenblumen
      30. März 2018 16:06

      Viagra für einen Triebtäter? Anstatt ihm die Triebe nachhaltig mit scharfer Klinge auszutreiben??
      Außerdem stellt sich die Frage, was für eine Person begibt sich mit so einem in ein "Kuschelzimmer"
      und zweite Frage: wozu überhaupt ein "Kuschelzimmer" Das ist ja völlig pervers in einer Haftanstalt!

  10. simplicissimus
    30. März 2018 08:03

    Hoffen wir, dass die Regierung sich bald diesen Themen - Meinungsparagraph, ORF, Erziehung - in die Offensive begibt. Sind komplexe Themen, alles kann nicht gleichzeitig angegangen werden. Und dass sie damit erfolgreich wird und in Europa Nachahmer findet.
    Als Karfreitagsgebet.

    • Riese35
      30. März 2018 09:04

      Ich hoffe, Sie behalten recht.

      Ich habe meine größten Zweifel. So wie es weiland "Euro-Kommunisten" gab, die sich Moskau nicht unterordnen und ein wenig eigenständige Wege gehen wollten (Ceausescu, aber vor allem in Italien, Frankreich, Spanien), so hat sich meiner Einschätzung nach die ÖVP am freigewordenen Platz "kath.-konservativer" Sozialisten (einen exakten Begriff dafür gibt es noch nicht) - mit im Hintergrund agierenden und "unterstützenden" Kräften wie Konrad, Platter, Soros etc. - festgesetzt:

    • Riese35
      30. März 2018 09:10

      Durchaus hin und wieder der EU-Nomenklatura heftig widersprechen, im Grunde genommen aber den sozialistischen Umbau der Gesellschaft und Europas weiter vorantreiben. Dabei sind die Attribute bürgerlich, katholisch, konservativ oder "mit menschlichem Antlitz" nur vorgespielt. Im Kern geht es aber um eine weitere Festigung des Sozialismus.

    • Riese35
      30. März 2018 09:15

      Ich erkenne nicht den geringsten Ansatz, das Chaos im Familienrecht (Partnerschaft, Ehe), die Genderproblematik, die Medien- und Kulturpolitik oder auch die wirtschaftlichen Grundlagen wirklich angehen zu wollen. Wo gibt es z.B. Ansätze, den staatlichen Fördersumpf trockenlegen zu wollen (erst kürzlich wurde hier eine Liste veröffentlicht, wer da aller an NGOs etc. gefördert wird)? In Tirol sichert nun Platter den Grünen ihr politisches Überleben.

      Die Dornenkrone wird uns sicher noch lange erhalten bleiben. Die Hoffnung nicht aufgeben und beten müssen wir trotzdem.

    • glockenblumen
      30. März 2018 10:02

      ja, hoffen wir!
      Denn geschehen ist bisher nicht viel!
      Strache entschuldigt sich bei Wolf, Urteile, die jeglichem Rechtsempfinden Hohn sprechen stehen an der Tagesordnung, ein Blümel verteidigt den ORF obwohl er angeblich gar nicht hinschaut...
      ein Brandstetter ist jetzt im VFGH,, zwei (Quoten-?) Damen erweisen sich ebenfalls als unfähig, ihren Ministerposten entsprechend zu bekleiden....
      Was ist damit, uns und unsere Heimat unsere Sicherheit und unsere Kultur zu schützen, zu verteidigen und zu unterstützen? Was ist mit all den Versprechen?

    • simplicissimus
      30. März 2018 11:12

      Deswegen bete ich ja!

    • glockenblumen
      30. März 2018 16:07

      @ simplicissimus

      ich schließe mich dem Gebet an.

  11. Bürgermeister
    30. März 2018 07:26

    Dem kann man eigentlich nur wenig hinzufügen. Und doch ist man bei Betrachtung historischer Gegebenheiten immer wieder verblüfft, wie oft sich die Geschichte wiederholt.

    Betrachtet man die historischen Bauernkriege, so gab es für die Rädelsführer die "Strafen am Leib", für Mitläufer und Sympathisanten oftmals die "Strafen an Gütern". Sie wurden vogelfrei erklärt, d.h. sie verloren alles was sie besaßen und niemand durfte Ihnen Unterkunft geben. Man konnte sie töten und wurde (da derjenige ja einem Vogel gleichgestellt war) nicht bestraft. Nach ihrem Tod wurden die Leiber den Wölfen und Vögeln zum Fraß vorgeworfen. Diese Begnadigungen waren "wirtschaftliche Exekutionen" - Gutmenschen würden so etwas heute als "Haltung" bezeichnen.

    Es gibt historisch betrachtet kaum etwas aggressiveres als eine parasitäre Schicht, die Angst um ihre Privilegien hat. Die Befürchtung, nicht mehr von Steuern anderer leben zu können und vielleicht sogar selbst produktiv arbeiten und andere erhalten zu müssen löst Grausamkeiten aus, die selten überboten werden.

    • glockenblumen
      30. März 2018 09:49

      Ihren Worten kann ich nur zustimmen, ganz besonders dem letzten Absatz!





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