Kollateralschaden durch eine im besten Fall "gut gemeinte" Bildungsreform

Lesezeit: 3:00

Die Stimmung an Österreichs Schulen hat einen Tiefpunkt erreicht. Traurig genug, dass die Bildungsministerin glaubt, die Lehrer in unserem Land hätten bloß Angst vor den „neuen pädagogischen Gestaltungsmöglichkeiten“ und müssten von ihrem neuen Glück (=„Autonomiepaket“) „halt erst überzeugt“ werden. Schulbesuche bei Eröffnungen und Jubiläen zeigen ihr die „Schokoladenseite“ von Schule. Die echte Stimmung wird nur erleben, wer an einem ganz normalen Tag in das Schulgeschehen eintaucht und mit Lehrern und Direktoren „off records“ spricht.

Da gibt es keinen vernehmbaren Wunsch nach Clustern, der totalen Inklusion oder der Abschaffung von Klassenschülerhöchstzahlen und Teilungszahlen. Da wird ehrlich über die zunehmende Belastung gesprochen – durch die schwieriger werdenden Bedingungen in den Klassen und den enormen Mehraufwand durch die Dauerreformen der letzten Jahre – in der Öffentlichkeit paradoxerweise als „Stillstand“ wahrgenommen.

Was Lehrer aller Schularten, in den Pflichtschulen noch mehr als in den höheren Schulen, wirklich empfinden, sind Ohnmacht gegenüber dem, was „von oben“ verordnet wird, sowie Frustration und Resignation!

Warum? Von den vielen Veränderungen des Unterrichts hat die zuständige Bildungsministerin, die von „neuem Unterricht“ spricht, offensichtlich nichts wahrgenommen: Neue Methodik (Stichwort: „kompetenzorientiertes Unterrichten“) hat längst Einzug gehalten, das Riesenprojekt „Neue Reifeprüfung“ hat den Unterricht, die Schularbeitsvorbereitung und das Korrigieren ab der Unterstufe völlig verändert – mit immensem zeitlichen Mehraufwand für Lehrer, aber auch Direktoren und Administratoren. Gewünscht wäre echte Unterstützung bei der Bewältigung der „Herausforderungen“ durch immer mehr Kinder, die zu Hause nicht Deutsch sprechen oder erwiesenermaßen immer häufiger Verhaltensauffälligkeiten zeigen, beispielsweise durch Supportpersonal oder kleinere (aber niemals größere!) Gruppen.

Beratungs- und veränderungsresistente Lehrer und Direktoren?

Mitnichten! Wir sind im Gegenteil berufsimmanent offen für Veränderungen, weil wir uns jedes Jahr auf neue Schüler, auf neue Rahmenbedingungen und neue Entwicklungen einstellen müssen. Aber ist es zu hoch gegriffen oder womöglich unbotmäßig, wenn wir Veränderungen als sinnvoll erleben und eine positive Relation zum Mehraufwand erkennen wollen?

Die Sinnhaftigkeit erkennen wir bei der Reifeprüfung noch teilweise, bei der gerade in Umsetzung befindlichen „Neuen Oberstufe“ nur wenig – beim geplanten Autonomiepaket gar nicht! Im Übrigen sehen weder Eltern noch Lehrer noch Schüler einen Sinn in der Wegrationalisierung von Direktoren durch eine zwangsweise Clusterbildung. Niemand will abgehobene Manager, die die bisher gewünschte und hoffentlich gelebte „Vereinbarungskultur“ an den Standorten in eine rückschrittliche „Anordnungskultur“ zurückverwandeln.

Ich kann nicht mehr!“ „Ich fühle mich wie im Hamsterrad!“ „Meine Meinung zählt ohnehin nicht.“ Diese repräsentativen Original-Aussagen von Lehrkräften und Direktoren müssten verantwortungsvollen Bildungspolitikern zu denken geben und sie zum Umdenken zwingen: Österreichs Schule braucht fachlich kompetente und höchst motivierte Lehrkräfte und Schulleitungen. Nur mit Engagement, Enthusiasmus und viel Herzblut kann es gelingen, Kinder und Jugendliche zu ihrer persönlichen Bestleistung zu führen. Wer stattdessen angepasste und demotivierte Befehlsempfänger produziert, die keine Kraft mehr für die so wichtige Beziehungsarbeit haben und nur mehr „Dienst nach Vorschrift“ zu leisten imstande sind, verursacht einen Kollateralschaden – mit (un)absehbaren Folgen, die sich niemand wünschen kann!

Dir. Mag. Isabella Zins ist Vorsitzende der AHS-DirektorInnen NÖ, Direktorin BORG Mistelbach

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorblaue Blume
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2017 21:48

    Ich kenne ein gutes Dutzend Lehrerinnen, Volksschule und Gymnasium. Bis auf eine einzige Ausnahme sind alle Linkswählerinnen, wenn auch die eine oder andere gelegentlich ein bisschen seufzt, aber nie vergisst, sofort danach klarzustellen, dass sie GANZ SICHER KEINE FPÖ-WÄHLERIN ist.

    Genug Staat kann es ihnen auch nicht geben – so meine rein persönliche Erfahrung.

    Ich tu mir daher schwer, mit dem Gros der Lehrer und besonders -innen mitzufühlen, dafür tut mir die andersdenkende Minderheit um so mehr leid.

  2. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2017 23:18

    Frau Dir. Zins bringt mit diesen klaren Worten die düstere Realstimmung an den Schulen auf den Punkt: Erfreulich, dass sie solidarisch mit den Lehrern („Wir...“) die Gefahren, weiter ausufernden Belastungen (ohne Zusatznutzen) und zu erwartenden Nachteile der neuesten Vorschläge benennt und dagegen aufzutreten wagt.

    Leider wurde das einst größte Kapital, die Annahme der Bonität der Absichten aller in der Schulgemeinschaft Beteiligten, seit Langem zerschlagen: Permanente Verunsicherungen in eigendynamischer Dauer-Reformitis ohne Aussicht auf stabile Perspektive untergruben manches Engagement und die Bereitschaft, an EINEM Strang zu ziehen, schufen das Gespenst des resignierten, de facto in innerer Emigration dahinvegetierenden, (ideologisch) angepassten Befehlsempfängers ohne Persönlichkeit und Charisma, gefangen in der Minimalpriorität des „Nur-ja-nicht-Aneckens“. Anstelle Schüler-Eltern-Lehrer als Partner wahrzunehmen, um die legitimen Erwartungen der Nachfolgeinstanzen auf Validität der ausgestellten Atteste zu erfüllen, wurden „klassenkämpferisch“ neue Fronten geschaffen, begünstigt durch weitverbreitetes Berechtigungsdenken, ideologische (oftmals nicht kodifizierte) „Vorgaben“, Instrumentalisierung der Schule für Gesellschaftspolitik, Relativierung der Anforderungen durch Zwang numerisch auszuweisender „Unterrichtserfolge“. Den eingetretenen Vertrauensverlust können auch noch so aufwändige Maßnahmen, garniert mit Zauberworten, kaum mehr gutmachen.

    Der pädagogische Diskurs bewegt sich zwischen kafkaest-euphemistischen Zauberbegriffen (autonome Gestaltungsmöglichkeiten, „neue Schule“ ) - von denen die Lehrerschaft erst „überzeugt“ (?indoktriniert?) werden müsse – und der beklemmenden Realität ohne Lösungsansatz.

    Anerkennung gebührt der Autorin ausdrücklich, dass sie die von der öffentlich unreflektiert behaupteten Betonierermentalität der Lehrer (und ihrer Berufsvertretung) samt Innovations- und Beratungsresistanz zurückweist. Doch obrigkeitshörigen vorauseilenden Gehorsam von denjenigen zu erwarten, die erkennen, wie kontraproduktiv, ressourcenverschleißend und realitätsfern die „von oben“ angeordneten Maßnahmen sind, hat keine Aussicht auf Akzeptanz - so ferne man Pädagogen kritisches Denken und Handeln (noch) zutraut.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2017 09:40

    Diese ganzen "Reformen" sind weder gut gemeint, noch sollen sie dazu dienen, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, indem man ihnen eine fundierte, breitgefächerte Bildung - in den dazu entsprechenden Schulen (VS, HS mit A- und B-Zug, AHS...) -zukommen läßt, sondern einzig und allein darum, eine kranke Ideologie durchzusetzen, in der es von "Experten" nur so wimmelt.

    Ich frage mich, wie wir es ohne diese vielen "Experten" geschafft haben, die Schule abzuschließen, einen Beruf zu erlernen, zu studieren, den Lebensunterhalt selbst zu verdienen, Kinder zu erziehen, die ihrerseits ebenfalls fähig sind, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2017 19:43

    Wir sollten eigentlich die Schule suchen, die wir in den 1960-er Jahren hatten, mit allem dabei, von Schülerlade bis verbilligter Straßenbahnkarte.

    Aber doch bitte nicht diese Wegwerfschule, wo man die Lehrer fesselt und sie einer Meute von marodierenden, fremdsprachigen Eltern und Kindern aussetzt.

    Neu ist jetzt, dass man das nun auch mit den Direktoren tun will.

    Bitte setzen Sie Ihr Gewicht ein, Österreich von diesen Dummheiten zu verschonen !

  5. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2017 09:36

    Man muss den Lehrern auch vorwerfen, dass sie jahrelang diese ganze Bobo-Sause mitgemacht haben und immer noch mitmachen. Das Gutmenschengetue um Flüchtlinge, Klima und andere Bobo-Themen geht meist von den Schulen aus.
    Es war den Lehrern wohl nicht klar, dass es in einer Gesellschaft des "realen Sozialismus" auch dann nicht lustig ist, wenn man im öffentlichen Dienst ist.

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2017 22:49

    Eine Ode an die Täter! Natürlich wird es den einen oder andren anständigen Lehrer geben, aber in der Masse sind die ein mieses Gesindel, welches die Kinder sozialistisch indoktriniert, welches Mulikulti lobt und Meinungsfreiheit und Demokratie als weniger wichtig erachtet.

    Ähnlich wie bei der Justiz, wird man beim Lehrergesindel ausmisten müssen! Nicht die ewig neuen Reformen sind das Problem, sondern die gutmenschlichen Lehrer! Eine staatliche ‚Elite‘, welche vor dem Scherbenhaufen ihrer ideologischen Handlungen steht, geht dem Ende entgegen; anders als nach den Nazis sollten wir die ganzen Mitläufer diesmal auch eliminieren, also die Jobs rund um den Staat für diese Leute beenden; in einer freien Wirtschaft sind diese Leute ohnehin nur Hilfskräfte und im von ihnen herbeigewünschten Sozialismus die ersten Insassen der Gulags.

    Liebe Frau Zins, Sie mögen persönlich manchen Wahnsinn ablehnen, aber mitgemacht haben Sie ihn, denn sonst wären Sie nicht Direktorin! Und genau Leute wie Sie sind in Wahrheit die Täter! Nicht nur Unwissenheit, sondern auch Untätigkeit schützt vor Strafe nicht! Und glauben Sie mir, es wird drastisch werden, nicht zuletzt weil ihr gutmenschlichen Idioten (im altgriechischem[!] Sinne) es so gewollt habt, ohne zu begreifen was ihr da anrichtet; und dies spricht Bände über Eure Bildung (und so wer will Kinder zum Leben tauglich machen?).

  7. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2017 19:22

    Liebe Frau Direktor,
    In Österreich sind nicht die Lehrer und Direktorinnen die Schulexperten.
    Aber wo!
    Die Bildungsexperten sind jene, die vor dreißig Jahren eine Schule zum letzten Mal aktiv erlebt haben, seither ihren Schulfrust trotz psychologischer Hilfestellungen nicht abbauen konnten, es mit dem Schreiben von Büchern versuchten, und noch immer im Unterbewusstesten nicht damit fertig werden, dass sie die Schule nicht so gut abgeschlossen haben, wie ihre Klassenkameraden.
    Das sind die 'Persönlichkeiten' auf die eine Bildungsministerin bei uns hört ...


alle Kommentare

  1. fredl (kein Partner)
    16. Mai 2017 15:39

    Noch was, als ich 1980 die Volksschule abgeschlossen habe, konnten und mussten wir neben den Grundrechnungsarten, fliesendem Lesen (so sagte man damals) und Rechtschreiben auch im Sachunterricht einiges wissen. Ich erinnere mich, die Bundesländer samt Hauptstädten, große Flüsse, Berge, Erdteile, Hymne, die damals noch 16 Bezirke von Graz der Reihe nach, Bundespräsident, Bundeskanzler und Bürgermeister konnten am Ende der 4 (!!!) Klasse alle, auch die weniger Begabten! Das Wissen habens heute nach der NMS und 9 Jahren Schule bei weitem nicht! In kürzester Zeit hat die Komplettverblödung großer Bevölkerungsschichten stattgefunden, und die Lehrer diskutieren über Details der Bildungsreform!

  2. fredl (kein Partner)
    16. Mai 2017 15:14

    Sehr geehrte Frau Direktor, sind nicht die Lehrer und Direktoren in Wirklichkeit ein Hauptproblem? Linkslinke Politgünstlinge und Bücklinge, wohin man schaut! Wie wird man in Österreich eigentlich Direktor? Und ist nicht gerade das österreichische Schulsystem das beste Beispiel von Proporz bis unter die Haarwurzeln? Aus der Wirklichkeit betrachtet gleicht dieser ganze Lehrkörper einem völlig abgeschotteten Biotop ohne jeglichen Realitätsbezug. Schüler können nach 9 (!!!!) Schuljahren weder sinnerfassend Lesen , Rechtschreiben oder Rechnen. Zu meiner Zeit konnte man das nach 4 Jahren Volksschule! Darum nenne ich es lieber Schulsystem, weil von einem Bildungssystem kann wohl kaum die Rede sein

  3. fredl (kein Partner)
    16. Mai 2017 14:53

    Na, dann schauen wir uns die Junglehrer einmal genauer an. Das sind oft rotgrüne Gutmenscherln, die sonst für nichts zu gebrauchen sind, als den Kindern die Gefahr von rechts zu erklären, die hinter jedem Eck lauert und die unglaubliche Heilsbringung von Multikulti, Islam und Gendering. Die jetzige Junglehrergeneration ist ja schon selbst Opfer des Bildungssystems und des Nach-Unten-Nivellierens geworden. Minderbegabte, unmotivierte und schlecht ausgebildete Junglehrer sollen also die Schüler zu Höchstleistungen anspornen? Spitzenleistungen werden vom realen Sozialismus gefürchtet wie vom Teufel das Weihwasser. Ziel ist ein mit Moslems und Afrikanern vermischter, kultur- und hirnloser Mob!

  4. Gustav (kein Partner)
    14. Mai 2017 08:47

    „Je ernster die Probleme, um so größer ist die Zahl der Unfähigen, die die Demokratie zu ihrer Lösung aufruft.“

    Nicolás Gómez Dávila

  5. eisprinzessin
    09. Mai 2017 23:08

    Danke für Ihren Mut! Ich finde es wichtig, dass Direktoren und Lehrer aufzeigen, wie es tatsächlich in Österreichs Schulen zugeht... Eine Studie/anonyme Umfrage unter Lehrern würde so einiges zutage bringen....

  6. dssm
    09. Mai 2017 22:49

    Eine Ode an die Täter! Natürlich wird es den einen oder andren anständigen Lehrer geben, aber in der Masse sind die ein mieses Gesindel, welches die Kinder sozialistisch indoktriniert, welches Mulikulti lobt und Meinungsfreiheit und Demokratie als weniger wichtig erachtet.

    Ähnlich wie bei der Justiz, wird man beim Lehrergesindel ausmisten müssen! Nicht die ewig neuen Reformen sind das Problem, sondern die gutmenschlichen Lehrer! Eine staatliche ‚Elite‘, welche vor dem Scherbenhaufen ihrer ideologischen Handlungen steht, geht dem Ende entgegen; anders als nach den Nazis sollten wir die ganzen Mitläufer diesmal auch eliminieren, also die Jobs rund um den Staat für diese Leute beenden; in einer freien Wirtschaft sind diese Leute ohnehin nur Hilfskräfte und im von ihnen herbeigewünschten Sozialismus die ersten Insassen der Gulags.

    Liebe Frau Zins, Sie mögen persönlich manchen Wahnsinn ablehnen, aber mitgemacht haben Sie ihn, denn sonst wären Sie nicht Direktorin! Und genau Leute wie Sie sind in Wahrheit die Täter! Nicht nur Unwissenheit, sondern auch Untätigkeit schützt vor Strafe nicht! Und glauben Sie mir, es wird drastisch werden, nicht zuletzt weil ihr gutmenschlichen Idioten (im altgriechischem[!] Sinne) es so gewollt habt, ohne zu begreifen was ihr da anrichtet; und dies spricht Bände über Eure Bildung (und so wer will Kinder zum Leben tauglich machen?).

    • Torres (kein Partner)
      12. Mai 2017 17:19

      Ich habe mehr als eine Fernsehsendung (ORF, aber auch ARD, ZDF) gesehen, wo voller Stolz gezeigt wird, wie Volksschüler "gemeinsam mit den Lehrern" (meist Lehrerinnen) für die "Flüchtlinge" gebastelt, gesammelt, gesungen usw. haben. So werden die Kinder indoktriniert - welches Kind wird denn schon sagen "Da mache ich nicht mit"?

  7. glockenblumen
    09. Mai 2017 09:40

    Diese ganzen "Reformen" sind weder gut gemeint, noch sollen sie dazu dienen, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, indem man ihnen eine fundierte, breitgefächerte Bildung - in den dazu entsprechenden Schulen (VS, HS mit A- und B-Zug, AHS...) -zukommen läßt, sondern einzig und allein darum, eine kranke Ideologie durchzusetzen, in der es von "Experten" nur so wimmelt.

    Ich frage mich, wie wir es ohne diese vielen "Experten" geschafft haben, die Schule abzuschließen, einen Beruf zu erlernen, zu studieren, den Lebensunterhalt selbst zu verdienen, Kinder zu erziehen, die ihrerseits ebenfalls fähig sind, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

    • franz-josef
      09. Mai 2017 12:26

      Eben deshalb, glockenblumen, weil wir nicht von fremden Besserwissern gesteuert wurden, haben wir es zum Beispiel geschafft, spätestens in der Volksschule - und in vielen Fällen, weil nicht fremd- sondern daheim betreut , schon davor - lesen zu lernen (und, die Würfelaugen zählend beim Mensch-ärgere-dich-nicht mit Eltern und Geschwistern , spielerisch auch die Faszination der Zahlen kennenzulernen und gleichzeitig noch vieles mehr erfragen und erfahren können.

    • Undine
      09. Mai 2017 23:16

      @glockenblumen
      @franz-josef

      ******************************************!

  8. Pennpatrik
    09. Mai 2017 09:36

    Man muss den Lehrern auch vorwerfen, dass sie jahrelang diese ganze Bobo-Sause mitgemacht haben und immer noch mitmachen. Das Gutmenschengetue um Flüchtlinge, Klima und andere Bobo-Themen geht meist von den Schulen aus.
    Es war den Lehrern wohl nicht klar, dass es in einer Gesellschaft des "realen Sozialismus" auch dann nicht lustig ist, wenn man im öffentlichen Dienst ist.

  9. Bob
    09. Mai 2017 09:22

    Die Linxlinken Lehrer bekommen das was sie gewählt haben. Die Leidtragenden sind die Schüler.

  10. Karl Rinnhofer
    08. Mai 2017 23:18

    Frau Dir. Zins bringt mit diesen klaren Worten die düstere Realstimmung an den Schulen auf den Punkt: Erfreulich, dass sie solidarisch mit den Lehrern („Wir...“) die Gefahren, weiter ausufernden Belastungen (ohne Zusatznutzen) und zu erwartenden Nachteile der neuesten Vorschläge benennt und dagegen aufzutreten wagt.

    Leider wurde das einst größte Kapital, die Annahme der Bonität der Absichten aller in der Schulgemeinschaft Beteiligten, seit Langem zerschlagen: Permanente Verunsicherungen in eigendynamischer Dauer-Reformitis ohne Aussicht auf stabile Perspektive untergruben manches Engagement und die Bereitschaft, an EINEM Strang zu ziehen, schufen das Gespenst des resignierten, de facto in innerer Emigration dahinvegetierenden, (ideologisch) angepassten Befehlsempfängers ohne Persönlichkeit und Charisma, gefangen in der Minimalpriorität des „Nur-ja-nicht-Aneckens“. Anstelle Schüler-Eltern-Lehrer als Partner wahrzunehmen, um die legitimen Erwartungen der Nachfolgeinstanzen auf Validität der ausgestellten Atteste zu erfüllen, wurden „klassenkämpferisch“ neue Fronten geschaffen, begünstigt durch weitverbreitetes Berechtigungsdenken, ideologische (oftmals nicht kodifizierte) „Vorgaben“, Instrumentalisierung der Schule für Gesellschaftspolitik, Relativierung der Anforderungen durch Zwang numerisch auszuweisender „Unterrichtserfolge“. Den eingetretenen Vertrauensverlust können auch noch so aufwändige Maßnahmen, garniert mit Zauberworten, kaum mehr gutmachen.

    Der pädagogische Diskurs bewegt sich zwischen kafkaest-euphemistischen Zauberbegriffen (autonome Gestaltungsmöglichkeiten, „neue Schule“ ) - von denen die Lehrerschaft erst „überzeugt“ (?indoktriniert?) werden müsse – und der beklemmenden Realität ohne Lösungsansatz.

    Anerkennung gebührt der Autorin ausdrücklich, dass sie die von der öffentlich unreflektiert behaupteten Betonierermentalität der Lehrer (und ihrer Berufsvertretung) samt Innovations- und Beratungsresistanz zurückweist. Doch obrigkeitshörigen vorauseilenden Gehorsam von denjenigen zu erwarten, die erkennen, wie kontraproduktiv, ressourcenverschleißend und realitätsfern die „von oben“ angeordneten Maßnahmen sind, hat keine Aussicht auf Akzeptanz - so ferne man Pädagogen kritisches Denken und Handeln (noch) zutraut.

  11. blaue Blume
    08. Mai 2017 21:48

    Ich kenne ein gutes Dutzend Lehrerinnen, Volksschule und Gymnasium. Bis auf eine einzige Ausnahme sind alle Linkswählerinnen, wenn auch die eine oder andere gelegentlich ein bisschen seufzt, aber nie vergisst, sofort danach klarzustellen, dass sie GANZ SICHER KEINE FPÖ-WÄHLERIN ist.

    Genug Staat kann es ihnen auch nicht geben – so meine rein persönliche Erfahrung.

    Ich tu mir daher schwer, mit dem Gros der Lehrer und besonders -innen mitzufühlen, dafür tut mir die andersdenkende Minderheit um so mehr leid.

    • Charlesmagne
      09. Mai 2017 09:13

      Als ich mich vor einigen Jahren in die Pension verabschiedete war ich der letzte Lehrer unter etwa 100 in einer höheren Schule, der es gewagt hatte auch nichtlinke Ansichten zu vertreten. Schon damals hatte ich geglaubt, die Schulpolitik hätte den Tiefpunkt erreicht. Aber, wie man sieht, auch wenn man es sich nicht vorstellen kann, geht's immer noch tiefer (vergl. Politik).

    • fxs (kein Partner)
      14. Mai 2017 10:22

      Diese Lehrer sind wohl keine repräsentative Mehrheit. Gott sei Dank gewinnen bei den Wahlen der Personalvertreter die ÖVP nahen Organisationen, wie CLV, FCG und Professorenunion die meisten Mandate. In verschiedenen Länder schneidet aber die SPÖ-Organisation SLÖ schlechter ab als Organisationen der Grünen.

  12. Josef Maierhofer
    08. Mai 2017 19:43

    Wir sollten eigentlich die Schule suchen, die wir in den 1960-er Jahren hatten, mit allem dabei, von Schülerlade bis verbilligter Straßenbahnkarte.

    Aber doch bitte nicht diese Wegwerfschule, wo man die Lehrer fesselt und sie einer Meute von marodierenden, fremdsprachigen Eltern und Kindern aussetzt.

    Neu ist jetzt, dass man das nun auch mit den Direktoren tun will.

    Bitte setzen Sie Ihr Gewicht ein, Österreich von diesen Dummheiten zu verschonen !

    • dssm
      09. Mai 2017 22:53

      @Josef Maierhofer
      Sind nicht gerade die LehrerInnen die Hauptvertreter von Mulitkulti? Es trifft also die Richtigen; leider uns normale Bürger mit.

  13. Politicus1
    08. Mai 2017 19:22

    Liebe Frau Direktor,
    In Österreich sind nicht die Lehrer und Direktorinnen die Schulexperten.
    Aber wo!
    Die Bildungsexperten sind jene, die vor dreißig Jahren eine Schule zum letzten Mal aktiv erlebt haben, seither ihren Schulfrust trotz psychologischer Hilfestellungen nicht abbauen konnten, es mit dem Schreiben von Büchern versuchten, und noch immer im Unterbewusstesten nicht damit fertig werden, dass sie die Schule nicht so gut abgeschlossen haben, wie ihre Klassenkameraden.
    Das sind die 'Persönlichkeiten' auf die eine Bildungsministerin bei uns hört ...





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