Die Lüge von der Fremdenfeindlichkeit drucken

Lesezeit: 3:30

Immer wieder kann man den in- und ausländischen Medien entnehmen, dass die Fremdenfeindlichkeit hierzulande einen großen Stellenwert habe. Das ist einfach falsch. Österreich hat seit der Ungarnkrise wiederholt größte Aufnahmebereitschaft gezeigt. Wir haben hierzulande keine Probleme mit Chinesen, Indern, Filipinos, Polen oder Serben und auch nicht mit Mormonen, Buddhisten, Hindus, Orthodoxen, Protestanten oder Katholiken – Österreich ist ein offenes, gastfreundliches Land.

Wenn es allerdings Vorbehalte gibt, dann gegenüber Muslimen; Vorbehalte, die sich nicht auf Vorurteile gründen, sondern auf das Erleben von moslemischen Einwanderern, die – mehr oder weniger große – Probleme mit der Integration haben.

Ein Meinungskartell bestehend aus linksgrünen Politikern, NGOs und ihren journalistischen Flakhelfern trommelt seit Jahren, wie toll „Multikulti“ ist und dass Menschen, die zu uns kommen, eine Bereicherung darstellen. Die Wiener Stadträtin Sonja Wehsely gehört dazu, wie etwa auch die Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion in Deutschland, Katrin Göring-Eckardt, die etwa meinte: „Wir brauchen vor allen Dingen Migrantinnen und Migranten, die sich in unserem Sozialsystem wohl- und zuhause fühlen“. Die Migranten brauchen sich also nicht anzupassen, sondern wir sind angehalten ein kuscheliges Umfeld zu schaffen. Dahinter steckt Kalkül, denn die umschmeichelten Migranten sollen dann auch gefälligst diejenigen wählen, die ihnen die problemlose Einwanderung in unsere Sozialsysteme ermöglicht haben.

Für die linksgrünen Meinungsführer ist ja schon lange nicht mehr von Bedeutung, was wahr oder falsch ist, sondern was nach deren Diktum „gut“ oder „böse“ ist. Fakten werden durch Emotion ersetzt oder – noch besser – durch Empathie, die eine teils unkontrollierte Masseneinwanderung von bildungsfernen (oftmals analphabetischen) sowie höchst dürftig ausgebildeten Menschen wünschenswert findet. Wer sich dieser unreflektierten Willkommenskultur widersetzt, wird als Rassist, Hetzer oder – noch einfacher – gleich als Nazi denunziert. Bewusst wird auch nicht zwischen tatsächlichen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsmigranten unterschieden, obwohl das Gros der Einwanderer heute aus Regionen stammt, in denen keine Kriege stattfinden.

Es ist den Befürwortern auch gleichgültig, welch enorme gesellschaftliche, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Konsequenzen diese Entwicklung hat, obwohl es eine Fülle von seriösen Untersuchungen gibt, die mit ernüchternder Regelmäßigkeit die mangelnde Integrationsbereitschaft von Muslimen unterstreichen – zuletzt etwa die Wiener Studie, aus der hervorgeht, dass bereits in Kindergärten gegen eine ungewollte Integration gearbeitet wird. 

Interessanterweise verschwinden all diese Erkenntnisse sehr rasch in tiefen Schubladen, weil sie nicht in das Bild derjenigen passen, die versuchen, sich das Thema schön zu schreiben und von einem „aufgeklärten, europäischen Islam“ fantasieren, der sich schon irgendwie entwickeln wird. Islamische Experten, die es wohl wissen müssen, sind extrem skeptisch, ob es jemals diesen aufgeklärten Islam geben wird; kurz- und mittelfristig sehen sie überhaupt keine Chance.

Glaubt wirklich jemand, dass Millionen von jungen muslimischen Männern aufgrund von ein paar Stunden Werteschulungen und Sprachkursen europäische Werte verinnerlichen werden? Dem steht der religiös-ideologische Anspruch des Islam entgegen und damit sind Vorbehalte gegen unsere Kultur vorprogrammiert.

Wir sollten daher diejenigen, die unsere Hilfe tatsächlich brauchen, ordentlich versorgen und – soweit möglich – ein Umfeld schaffen, dass sich diese Menschen nicht radikalisieren. Die große Zahl der Wirtschaftsmigranten sollte bereits an der EU-Grenze zurückgewiesen werden. Ein effektiver Grenzschutz wäre angesichts der Marinekapazitäten der EU-Staaten zweifellos möglich, er wird allerdings politisch (noch) nicht gewünscht, weil sich die von dem Willkommenskartell getriebene Politik nach wie vor den Realitäten verschließt.

Prof. Dr. Herbert Kaspar war langjähriger Herausgeber und Chefredakteur der ACADEMIA. Der Beitrag ist sein aktueller Gastkommentar in der Dezember-Ausgabe der ACADEMIA.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2016 04:48

    Die Themen Migration/Invasion/Flüchtlinge/Islam und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zur nachhaltigen Diskreditierung legitimer nationaler Interessen und Rechtsstaatlichkeit durch Scheinargumente wie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus dominieren bereits seit Jahren den politischen und gesellschaftlichen Diskurs, über den das linksgrüne Kartell klar die Deutungshoheit hat.

    Jene unselige Allianz aus Systemmedien, Kirchen und Funktionseliten unter Sozialisten, Grünen und auch Bürgerlichen, die eigentlich nichts anderes wollen als ihre heilige Ruhe, aber reflexartig für "Werte" einstehen wie Humanismus, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Klimaschutz und was sonst gerade Konjunktur hat innerhalb der enggesteckten Grenzen des politkorrekten Kanons.

    Das Thema bündelt derart viel Kräfte und Aufmerksamkeit, daß die aufschlußreiche Frage "cui bono", die bekanntermaßen verläßlich Licht in verborgene Motivlagen bringt, in diesem Zusammenhang nur selten gestellt wird. Und wenn doch, dann werden die Tabubrecher vom steuergeldalimentiertem Establishment flugs als rechte Verschwörungstheoretiker, Obskuranten und abgehängtes Pack, gesellschaftlicher Bodensatz bezeichnet.

    Damit braucht aber auch der Aspekt Migration als Waffe nicht weiters beleuchtet werden. Was aber nur die wenigsten zu stören scheint im Polit-Theater.

    Indiz dafür, in welchem Ausmaß Westeuropa, DE und Ö im besonderen, nach wie vor besetzes Gebiet sind.

    Und im übrigen: die unendliche Diskussion über den Islam, ob aufgeklärt, europäisch oder radikal wäre sowas von wurscht, wenn unsere Obrigkeit vorausetzen würde, daß sich dessen Anhänger wie jeder normale Staatsbürger auch einfach an die Gesetzte des jeweiligen Staates zu halten haben.

    Und wem dies nicht paßt, der hat gottseidank in unseren freien Gesellschaften die Möglichkeit, jederzeit dorthin zu wandern, wo seiner Meinung nach die Gesetze seines Religion authentischer gelebt werden.

  2. Ausgezeichneter KommentatorKing Crimson
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2016 22:24

    Der sehr gute Artikel bringst auf den Punkt! Danke! Werde ihn sogleich verbreiten!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorastuga
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2016 22:37

    Natürlich gibt es echte Fremdenfeindlichkeit, aber in Wahrheit als bloßes Minderheitenphänomen.
    Ich würde auch nicht so weit gehen zu behaupten, dass ein Land eine unbegrenzte Menge von relativ unproblematischen "Chinesen, Indern, Filipinos, Polen, Serben, Mormonen, Buddhisten, Hindus, Orthodoxen" aufnehmen sollte.
    Die teilen ihre Heimat ja auch nicht mit uns - und warum auch?
    Ich möchte ja in Österreich nicht mal Deutsche oder Schweizer in Millionen-Anzahl haben.
    Jedenfalls ist für die Linke sog. Fremdenhass bloß ein weiteres Instrument mit dem sie ihren eigenen Hass in Politik umsetzen - den Hass gegen alles Westliche. Oder um fm4.ORF zu zitieren: "2.000 Jahre Abendland sind genug"

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2016 10:18

    In den meist sehenswerten Diskussionsrunden in deutschen TV-Sendern haben die linkslastigen Moderatoren und Moderatorinnen Publikumsdiskussionen nicht mehr im Griff.
    Immer öfter outen sich Mehrheiten im - vermutlich ohnedies sorgfältig ausgewählten - Publikum als Befürworter einer deutschen Leitkultur, die von den Zuwanderern akzeptiert werden müsse. 'Love it or Leave it!'
    Nur noch in der Minderheit kreischen Welcome Refugees Mädchen krampfartig ihre Losung "Wir müssen und ändern!" und lösen damit heftigste Proteste des Großteils des Publikums aus.

    Bedauerlicherweise unterstützt die r.k. und die evangelische Kirche nach wie vor jene Kräfte, die eines Tages mitschuldig sein werden am Untergang des christlichen Abendlands.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBob
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2016 09:13

    Agusta
    Ich bin in Österreich geboren und gläubiger orthodoxer Christ. Bin ich jetzt plötzlich ein Fremder in meiner Heimat auf Grund meiner Religion?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKing Crimson
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2016 22:24

    Der sehr gute Artikel bringst auf den Punkt! Danke! Werde ihn sogleich verbreiten!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorastuga
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2016 22:37

    Natürlich gibt es echte Fremdenfeindlichkeit, aber in Wahrheit als bloßes Minderheitenphänomen.
    Ich würde auch nicht so weit gehen zu behaupten, dass ein Land eine unbegrenzte Menge von relativ unproblematischen "Chinesen, Indern, Filipinos, Polen, Serben, Mormonen, Buddhisten, Hindus, Orthodoxen" aufnehmen sollte.
    Die teilen ihre Heimat ja auch nicht mit uns - und warum auch?
    Ich möchte ja in Österreich nicht mal Deutsche oder Schweizer in Millionen-Anzahl haben.
    Jedenfalls ist für die Linke sog. Fremdenhass bloß ein weiteres Instrument mit dem sie ihren eigenen Hass in Politik umsetzen - den Hass gegen alles Westliche. Oder um fm4.ORF zu zitieren: "2.000 Jahre Abendland sind genug"

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  1. Gennadi (kein Partner)
    15. Dezember 2016 22:58

    Blödsinn verbreiten, ist typischer ORF-Stil.

  2. Politicus1
    01. Dezember 2016 10:18

    In den meist sehenswerten Diskussionsrunden in deutschen TV-Sendern haben die linkslastigen Moderatoren und Moderatorinnen Publikumsdiskussionen nicht mehr im Griff.
    Immer öfter outen sich Mehrheiten im - vermutlich ohnedies sorgfältig ausgewählten - Publikum als Befürworter einer deutschen Leitkultur, die von den Zuwanderern akzeptiert werden müsse. 'Love it or Leave it!'
    Nur noch in der Minderheit kreischen Welcome Refugees Mädchen krampfartig ihre Losung "Wir müssen und ändern!" und lösen damit heftigste Proteste des Großteils des Publikums aus.

    Bedauerlicherweise unterstützt die r.k. und die evangelische Kirche nach wie vor jene Kräfte, die eines Tages mitschuldig sein werden am Untergang des christlichen Abendlands.

  3. Bob
    01. Dezember 2016 09:13

    Agusta
    Ich bin in Österreich geboren und gläubiger orthodoxer Christ. Bin ich jetzt plötzlich ein Fremder in meiner Heimat auf Grund meiner Religion?

    • astuga (kein Partner)
      02. Dezember 2016 18:26

      Nein, aber Österreich ist andersherum betrachtet auch kein (kulturell) orthodox geprägtes Land.
      Es kommt immer auf die Menge an, und darauf ob Veränderungen aus der Bevölkerung selbst kommen oder bloß importiert werden.

  4. oberösi
    01. Dezember 2016 04:48

    Die Themen Migration/Invasion/Flüchtlinge/Islam und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zur nachhaltigen Diskreditierung legitimer nationaler Interessen und Rechtsstaatlichkeit durch Scheinargumente wie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus dominieren bereits seit Jahren den politischen und gesellschaftlichen Diskurs, über den das linksgrüne Kartell klar die Deutungshoheit hat.

    Jene unselige Allianz aus Systemmedien, Kirchen und Funktionseliten unter Sozialisten, Grünen und auch Bürgerlichen, die eigentlich nichts anderes wollen als ihre heilige Ruhe, aber reflexartig für "Werte" einstehen wie Humanismus, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Klimaschutz und was sonst gerade Konjunktur hat innerhalb der enggesteckten Grenzen des politkorrekten Kanons.

    Das Thema bündelt derart viel Kräfte und Aufmerksamkeit, daß die aufschlußreiche Frage "cui bono", die bekanntermaßen verläßlich Licht in verborgene Motivlagen bringt, in diesem Zusammenhang nur selten gestellt wird. Und wenn doch, dann werden die Tabubrecher vom steuergeldalimentiertem Establishment flugs als rechte Verschwörungstheoretiker, Obskuranten und abgehängtes Pack, gesellschaftlicher Bodensatz bezeichnet.

    Damit braucht aber auch der Aspekt Migration als Waffe nicht weiters beleuchtet werden. Was aber nur die wenigsten zu stören scheint im Polit-Theater.

    Indiz dafür, in welchem Ausmaß Westeuropa, DE und Ö im besonderen, nach wie vor besetzes Gebiet sind.

    Und im übrigen: die unendliche Diskussion über den Islam, ob aufgeklärt, europäisch oder radikal wäre sowas von wurscht, wenn unsere Obrigkeit vorausetzen würde, daß sich dessen Anhänger wie jeder normale Staatsbürger auch einfach an die Gesetzte des jeweiligen Staates zu halten haben.

    Und wem dies nicht paßt, der hat gottseidank in unseren freien Gesellschaften die Möglichkeit, jederzeit dorthin zu wandern, wo seiner Meinung nach die Gesetze seines Religion authentischer gelebt werden.

    • Wyatt
      01. Dezember 2016 06:29

      @ oberösi
      ***********!
      ...zur aufschlußreichen Frage "cui bono" stellt sich bei mir gedanklich immer wieder die alte Binsenweisheit: "wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte" ein.

    • franz-josef
      01. Dezember 2016 20:15

      Wyatt hat es schon vorweggenommen: es is höchst suspekt, daß die Cui Bono Frage nicht mehr diskutiert wird.
      Die Medien vermeiden die Annäherung an diese zum Wesentlichen führende Frage wie der Teufel das Weihwasser.

  5. astuga (kein Partner)
    30. November 2016 22:37

    Natürlich gibt es echte Fremdenfeindlichkeit, aber in Wahrheit als bloßes Minderheitenphänomen.
    Ich würde auch nicht so weit gehen zu behaupten, dass ein Land eine unbegrenzte Menge von relativ unproblematischen "Chinesen, Indern, Filipinos, Polen, Serben, Mormonen, Buddhisten, Hindus, Orthodoxen" aufnehmen sollte.
    Die teilen ihre Heimat ja auch nicht mit uns - und warum auch?
    Ich möchte ja in Österreich nicht mal Deutsche oder Schweizer in Millionen-Anzahl haben.
    Jedenfalls ist für die Linke sog. Fremdenhass bloß ein weiteres Instrument mit dem sie ihren eigenen Hass in Politik umsetzen - den Hass gegen alles Westliche. Oder um fm4.ORF zu zitieren: "2.000 Jahre Abendland sind genug"

    • astuga (kein Partner)
      30. November 2016 22:48

      Dort wird das natürlich mit einem Augenzwinkern und ironisch rübergebracht, aber es kommt nicht von ungefähr.
      Und auch wenn einiges wert ist sich dafür einzusetzen, so dient neben dem linken Popanz Xenophobie, die Pervertierung (!) von Friedensbewegung, Umweltschutz, Gleichberechtigung, Homo-Rechten, Asyl, Political Correctness seit jeher alleine dazu, die politische Macht zu ergreifen, politische Gegner zu diffamieren und erneut einen totalitären Sozialismus zu installieren.
      Deshalb jubeln diese Idioten auch jedem linken Blutsäufer und Spinner zu, egal ob Chavez, Castro oder den Kims in N.-Korea. Und letztlich auch dem momentan stärksten Feind des Westens - dem Islam.

    • Politicus1
      01. Dezember 2016 10:21

      der Hinweis auf die Deutschen ist nicht von der Hand zu weisen.
      Siehe unsere Universitäten, siehe die Angestellten in Wiener Filialen deutscher Unternehmen, siehe vielen deutschen Autokennzeichen in Wiener Nobelgegenden.

    • Gennadi (kein Partner)
      15. Dezember 2016 22:57

      "Chinesen, Indern, Filipinos, Polen, Serben, Mormonen, Buddhisten, Hindus, Orthodoxen..."

      Hier wird Herkunft mit Religion bunt gemischt. Absoluter Blödsinn, an dem die ganze Sicht leidet.

  6. King Crimson (kein Partner)
    30. November 2016 22:24

    Der sehr gute Artikel bringst auf den Punkt! Danke! Werde ihn sogleich verbreiten!





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