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  1. Reinhold Sulz
    27. Juni 2016 17:15

    Ein recht bunter Beitrag, fürwahr. Ein gedankliches Feuerwerk.

    Nur ein Satz stört mich:

    In 2003, U.S. and British elites joined together to advocate one of the most heinous and immoral aggressive wars in decades: the destruction of Iraq; that it turned out to be centrally based on falsehoods...

    Mir ist immer noch ein Rätsel, warum man im Irak damals keine nennenswerten Chemiewaffenbestände fand. Der Irak war ja das einzige Land, das nach dem Ersten Weltkrieg Chemiewaffen in großem Stil einsetzte. Gegen den Iran im ersten Golfkrieg. Dabei auch abseits der Kämpfe gegen missliebige Volksgruppen. Immerhin hat Saddam damals eine ganze Stadt heftig dezimiert: Halabdscha. 1988. An die 5000 Todesopfer. Dabei kamen die Standardkampfstoffe Tabun und Sarin zum Einsatz (mindestens diese), Dazu wurden im Irak noch erhebliche Mengen anderer Kampfstoffe produziert, aber nicht immer eingesetzt: Der relativ moderne Nervenkampfstoff VX zum Beispiel. Genauer: In Halabdscha wurde kein VX eingesetzt. Bei den weiteren 40 Chemiewaffenangriffen eventuell schon.

    Und das alles soll sich dann 2003 plötzlich in Luft aufgelöst haben? Glaubt kein Mensch. Der Irak hat das ja alles selbst hergestellt. Die ganze Produktionskette, die Vorprodukte und die Lagerung hinterlassen Spuren. Solche Stoffe kann man nicht einfach so entsorgen, indem man die Anlage zusperrt. Man müsste alle Produktionsanlagen gründlichst dekontaminieren und alle Vorräte mühsam deaktivieren. Selbst der oft genannte Verdacht, dass die USA dem Irak bei der Produktion dieser Stoffe geholfen hätten, weil es ja gegen den Iran ging, zieht nicht wirklich. Da wären dann die USA wiederum die einzigen gewesen, die derart penible Kampfstoffbeseitigung im großen Stil hätten leisten können.

    Um sich dann ein Eigentor zu schießen und etwas nicht zu finden, von dem alle wissen, dass es da ist?

    Da sind noch einige Fragen offen.





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