Die "Geplante Elternschaft" und der Handel mit abgetriebenen Kindern

Lesezeit: 7:30

Von der öffentlichen Aufmerksamkeit im deutschen Sprachraum so gut wie unbemerkt brachten im vergangenen Jahr couragierte Aufklärer in den Vereinigten Staaten eine unfaßbare Teufelei ans Licht der Öffentlichkeit. Deren Schockwellen erreichten sogar die bevorstehende Präsidentschaftswahl: Die Nachricht von der Ausschlachtung lebendig abgetriebener Babys und vom kommerziell organisierten Verkauf der Körperteile in großem Maßstab durch die International Planned Parenthood Federation (IPPF) erschüttern die USA und beschäftigen Kongress und Gerichte.

In lehrbuchmäßig investigativem Journalismus führten Angehörige des Teams von Lebensschützern des Center for Medical Progress (http://www.centerformedicalprogress.org/) unter der Leitung von David Daleiden mit Ärzten der verlogen so genannten „Planned Parenthood“, also „Geplante Elternschaft“, verdeckt aufgenommene Gespräche zur Geschäftsanbahnung durch. Dabei gaben sie sich als Repräsentanten einer an menschlichem Gewebe interessierten Firma aus.

Die Interviews und Recherchen wurden über einen Zeitraum von dreißig Monaten durchgeführt.

Das wahrscheinlich bekannteste Video zeigt das Anbahnungsgespräch mit der Ärztin Deborah Nucatola, Chefärztin der medizinischen Dienste bei Planned Parenthood und damit Führungskraft auf nationaler Ebene. Diese erzählt bei Wein und Salat ungerührt davon, wie sie die Kinder abtreibt und die Organe entnimmt. Sie gibt zu, dass die illegale (!) und in den USA heftig diskutierte Prozedur der Teilgeburtsabtreibung eingesetzt wird, um an möglichst intakte Körperteile des Fötus zu kommen. Nucatola überwacht die ärztlichen Eingriffe bei allen Tochterunternehmen von Planned Parenthood in den USA. Sie führt selbst Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche in Los Angeles durch. Für die Organe werden zwischen 30 und 100 US-Dollar bezahlt (siehe https://www.lifesitenews.com/static/undercover-video-planned-parenthood-uses-illegal-partial-birth-abortions-to2.html).

Daleiden gelangte durch weitere Recherchen zur grausigen Wirklichkeit von ausgeweideten Babyleichen und entnommenen Organen. Auf www.lifesitenews.com bzw. Youtube findet sich das entsprechende Bildmaterial (besonders aussagekräftig etwa https://www.youtube.com/watch?v=GWQuZMvcFA8. Es wird vor der Schockwirkung der Bilder gewarnt.)

Politische Verwerfungen in den USA

Die Vorwürfe illegaler Abtreibungen und des illegalen Profits von Babyteilen sowie von mutmaßlichem Betrug haben in den USA ein politisches Erdbeben ausgelöst. Dazu kommt der schwerwiegende Vorwurf, die Tochterorganisationen von Planned Parenthood haben die Gesetze einzelner Bundesstaaten gebrochen, indem sie die vermuteten Vergewaltigungen Minderjähriger, die zu einer Abtreibung gekommen sind, nicht an die Polizei gemeldet hatten (https://www.lifesitenews.com/news/clinton-planned-parenthood-should-get-more-federal-funding).

Und noch etwas: Planned Parenthood gesteht selbst ein, dass sie Profite über die Gesundheit ihrer Klienten stellen, indem sie Frauen längeren und gefährlicheren Abtreibungsprozeduren unterwerfen, um besser an intakte Babyorgane zu kommen.

Angesichts dessen, dass Planned Parenthood staatlicherseits mit bis zu 500 Millionen Dollar pro Jahr unterstützt wird und somit die Steuerzahler in diese Verbrechen hineingezogen werden, sind diese Abscheulichkeiten und Rechtsbrüche (was sie trotz des extrem liberalen US-Abtreibungsrechts sind!) natürlich ein Politikum und somit Tagesgespräch in Fernsehshows und Printmedien.

Sie sind auch Thema im Präsidentschaftswahlkampf. In tief verwurzelter moralischer Verblendung setzt sich Hillary Clinton weiterhin für Unterstützung von IPPF aus Steuermitteln ein. Es fehlt auch nicht an Demonstrationen fehlgeleiteter Aktivisten (und von vermutlich bezahlten Statisten).

Wenn die Politik Teufeleien ausdrücklich verteidigt

Eine Offizielle der IPPF weigerte sich, bei einem Hearing des US-Kongresses die Tatsache zu kommentieren, dass eine Mitarbeiterin der Firma Stem Express zugegeben hatte, das Gesicht eines abgetriebenen Babys aufgeschnitten und sein Gehirn entnommen zu haben, während sein Herz noch schlug. Sie meinte, dass sie lediglich für ihre Angestellten verantwortlich sei, aber nicht für Zwischenhändler, die in ihren Einrichtungen arbeiten. Sogar die Washington Post erklärte, es sei irreführend, wenn die IPPF-Führung davon spreche, dass Abtreibungen nur drei Prozent aller Dienstleistungen von Planned Parenthood ausmache, da die Abtreibung damit einem Urintest gleichgestellt werde.

Wie man sieht, ist die Achtung vor dem menschlichen Leben weitgehend verschwunden. Es wird von IPPF offenbar nicht als großes Problem empfunden, einem Baby bei lebendigem Leibe den Kopf aufzuschneiden, um an das Gehirn zu kommen. Im Gegenteil setzt sich sogar die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton für eine weitere Förderung dieser barbarischen – und, man beachte, immer noch illegalen – Machenschaften ein.

Es kann hier nur mit dem Teufel zugehen.

Jetzt ist dieses abscheuliche Verbrechen jedoch in das Licht der Öffentlichkeit gelangt, wenigstens in den USA. Es wird auch seitens der International Planned Parenthood Federation nicht bestritten, dass solche Prozeduren gemacht werden. In ihrer Verblendung fühlen sie sich aber offenbar keiner Schuld bewußt. Im Gegenteil prozessieren sie jetzt gegen das Center for Medical Progress.

Wenn man ein bißchen tiefer gräbt, stößt man in dieser Sache auf einen haarsträubenden Österreich-Bezug.

Der Österreich-Ableger von IPPF

Schon auf ihrer Startseite stellt die sogenannte Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (http://oegf.at/) fest, dass sie Mitglied bei der IPPF ist. Rechnungsprüfer ist dort DDr. Christian Fiala, einflußreicher Abtreibungsarzt und Initiator des „Museums für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch“.

Unter der Rubrik Geschichte liest man dort:

Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung wurde 1966 unter der Schirmherrschaft von Univ.Prof. Dr. Hugo Husslein gegründet, um der „Pille“ in Österreich bei Ärzten die nötige Akzeptanz zu verleihen. (…) Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung war auch 1974 stark an den Veränderungen der gesetzlichen Situation in Österreich beteiligt. Durch die Strafrechtsreform 1974 war es möglich, das Intrauterinpessar auch österreichischen Patientinnen zugänglich zu machen, und hier hat die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung wieder für die ärztliche Akzeptanz dieser Methode gekämpft. (…)
Jahrelange Arbeit im Bereich Sexualpädagogik und Sexualerziehung wie z.B. am „Medienkoffer für Sexualerziehung“ und an Broschüren wie „Glückliche Paare – Wunschkinder“ prägte die Arbeit der Gesellschaft in den achtziger Jahren. Diese Erfahrungen führten zu verschiedenen Aktivitäten im Bereich Sexualerziehung. So wird ein Verhütungsmittelkoffer, der den im Medienkoffer Sexualerziehung nicht vorhandenen Bereich der Kontrazeption abdeckt, den Schulen und sonstig interessierten Institutionen und Personen angeboten.

Man muß hier nicht viel tiefer recherchieren, um festzustellen, dass hier eine sinistre Mischung offen zutage liegt, vor denen die Kirche und Menschen guten Willens seit Jahrzehnten gewarnt haben: Verhütung, Abtreibung, Sexualisierung von Kindern, Geschäfte.

Man kann das nur als Verlust jeglichen Schamgefühls interpretieren, wenn die ÖGF ganz offen ihre Verbindung zur IPPF darstellt. Da das Thema Abtreibung im allgemeinen und die vom Team um David Daleiden erhobenen Teufeleien im speziellen von der praktisch gleichgeschalteten Medienmacht verschwiegen werden, muß man sich offensichtlich bei der ÖGF auch nicht vor unangenehmen Fragen fürchten.

Man hat also aus den Verbrechen des KZ-Arztes Josef Mengele nicht überall die richtigen Lehren gezogen. Nicht nur die Nationalsozialisten haben das menschliche Leben verachtet und das Lebensrecht verletzt. Heute gehen diese Abscheulichkeiten unter anderen Vorzeichen stärker weiter als je zuvor.

Die Frage ist also: Was machen die österreichischen Abtreibungsärzte mit den Leichen der Kinder?

Die aktuellsten Entwicklungen: Jagd auf Lebensschützer

Die neueste Entwicklung ist gemäß LifeSiteNews vom 25. Jänner, dass der Distriktsstaatsanwalt von Harris County (Texas) und die dortigen Geschworenen Anklage gegen David Daleiden erhoben haben! Ihm wird bizarrerweise vorgeworfen, dass er den (illegalen) Kauf von Leichenteilen abgetriebener Kinder angeboten habe. Nicht der Verbrecher ist also schuld sondern derjenige, der das Verbrechen aufdeckt?

Die Abtreibungslobby, die von einem Milliardengeschäft gut lebt, schlägt also zurück. Daleiden drohen zwischen zwei und zwanzig Jahre Haft und eine Geldstrafe von 10.000 US-Dollar. Die Obama-Administration macht es möglich.

In diesem Sinn sei auf die Petition für David Daleiden verwiesen (https://www.lifesitenews.com/petitions/i-stand-with-david-daleiden). Die Empörung über das schreiende Unrecht gegen ihn und seine Mitarbeiterin hat ebenfalls schon die Politik erreicht.  

In Österreich wurden Lebensschützer auch schon verurteilt. Auch hierzulande hat eine barbarische Gesinnung zu einer (vermeintlichen) „Entkriminalisierung“ des crimen und zu einer Kriminalisierung derjenigen, die das crimen verhindern wollen, geführt.

Auch in Österreich schaut der Bocksfuß immer hinter der bürgerlichen Fassade hervor, wenn es um Abtreibung geht.

Nach einem Bericht von Jugend für das Leben stellte übrigens NRAbg Dr. Marcus Franz (ÖVP) am 9. Dezember 2015 eine parlamentarische Anfrage an das Gesundheitsministerium, was eigentlich mit den Leichen der abgetriebenen Kindern passiert. – Eine gute Frage. Das Ministerium muß bis 9. Februar antworten.

Unentrinnbare Verantwortung

Unabhängig von der Antwort werden noch viele andere Leute, die am Mord an ungeborenen Kindern schuldig geworden sind, Rede und Antwort stehen müssen. Und das bei einer Instanz, die keine Ausflüchte gelten läßt.

MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist, langjähriges Engagement im Lebensschutz

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Februar 2016 14:09

    Wer eine (unbewiesen) rechtsradikale Internetseite betreibt und Hitlerleiberln anbietet, geht 8 Jahre ins Gefängnis. Und diese Teufel in Menschengestalt führen ein ehrenwertes Leben? Da war ja der verachtenswerte Mengele ja ein Kindergartenonkel dagegen. Und da schaut der moslemische Obama so ohneweiters zu? Hauptsache Kriege anzetteln und Friedensnobelpreis einstreifen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlilibellt
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Februar 2016 16:02

    Danke, Herr Schrems, für diesen Beitrag. Ergänzend wäre auch der Skandal in England zu erwähnen, wo in den Spitälern die abgetriebenen Babys als günstiges Heizmaterial verwendet wurden/werden. Auch auf atheistischer Seite tut sich etwas - http://www.spectator.co.uk/2014/04/ethics-for-atheists/ - höchste Zeit wäre es.

  3. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    2x Ausgezeichneter Kommentar
  4. Ausgezeichneter KommentatorMariahilferin
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Februar 2016 22:58

    Vor ein paar Jahren wurde eine Frau in der 13. Schwangerschaftswoche vom AKH abgewiesen.Sie hat das Kind verloren – und es ging ein Aufschrei durchs Land. Die Empörung war groß.
    Wäre die gleiche Frau statt ins AKH in eine Abtreibungsklinik gegangen um das Kind dort professionell töten zu lassen, wäre das ihr "gutes Recht" gewesen. Wer sich darob empört hätte, wäre als Spinner, gefährlicher Erzreaktionär und Frauenfeind betrachtet worden.
    Was zeigt das? Es ist die Frau, die mittlerweile Gott gleich darüber entscheidet, ob es sich bei dem Embryo bzw. Fötus um einen werdenden Menschen handelt oder um einen Zellhaufen, mit dem man dementsprechend verfahren kann. Mit einen Zellhaufen kann man ja alles tun.
    Teuflisch ist das rechte Wort dafür.


alle Kommentare

  1. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      02. Februar 2016 16:46

      Der heilige Antonius von Padua
      Saß oftmals ganz alleinig da
      Und las bei seinem Heiligenschein
      Meistens bis tief in die Nacht hinein. –

      Und wie er sich umschaut, der fromme Mann,
      Schaut ihn ein hübsches Mädchen an. –

      .....

      Er sprang empor, von Zorn entbrannt;
      Er nahm das Kreuz in seine Hand:

      »Laß ab von mir, unsaubrer Geist!
      Sei, wie du bist, wer du auch seist!«

      Puh!! – Da sauste mit großem Rumor
      Der Satanas durchs Ofenrohr.

      ....

      Die Geschichte von der „planned parenthood“ rrinnert mich immer an den Hl. Antonius von Padua des Humoristen Wilhelm Busch.

      Der Dreck und der Teufel kommen immer in schönster Verpackung an. So ist es auch mit dem irreführenden Namen International Planned Parenthood Federation (IPPF).

      Dieser Artikel von Herrn Schrems hat scheinbar nichts mit den anderen Themes des UTB zu tun; aber eben nur scheinbar. Er zeigt nämlich die unerhört verkommene seelisch-geistige Verfassung der Gesellschaft, die der eigentliche Grund dafür ist, daß auch in allen anderen Lebensbereichen unserer Gesellschaft nur Lüge und die „Kultur“ des Todes herrscht.

      Unter diesen Umständen ist was zu erwarten?

  2. Behaimb (kein Partner)
    02. Februar 2016 15:54

    Herr Obama mag zwar ein halber Schwarzer sein, war aber nie ein Moslem. Ein scheinbar nicht ausrottbarer Mythos, der von den Reps in Umlauf gesetzt wurde. Wäre nur ein Funken dran, wäre er nie gewählt worden.

    • Bob
      03. Februar 2016 09:29

      Obama hat eine Koranschule besucht. Einen Taufschein gibt es bei den Moslems nicht.

  3. Mariahilferin
    01. Februar 2016 22:58

    Vor ein paar Jahren wurde eine Frau in der 13. Schwangerschaftswoche vom AKH abgewiesen.Sie hat das Kind verloren – und es ging ein Aufschrei durchs Land. Die Empörung war groß.
    Wäre die gleiche Frau statt ins AKH in eine Abtreibungsklinik gegangen um das Kind dort professionell töten zu lassen, wäre das ihr "gutes Recht" gewesen. Wer sich darob empört hätte, wäre als Spinner, gefährlicher Erzreaktionär und Frauenfeind betrachtet worden.
    Was zeigt das? Es ist die Frau, die mittlerweile Gott gleich darüber entscheidet, ob es sich bei dem Embryo bzw. Fötus um einen werdenden Menschen handelt oder um einen Zellhaufen, mit dem man dementsprechend verfahren kann. Mit einen Zellhaufen kann man ja alles tun.
    Teuflisch ist das rechte Wort dafür.

  4. lilibellt
    01. Februar 2016 16:02

    Danke, Herr Schrems, für diesen Beitrag. Ergänzend wäre auch der Skandal in England zu erwähnen, wo in den Spitälern die abgetriebenen Babys als günstiges Heizmaterial verwendet wurden/werden. Auch auf atheistischer Seite tut sich etwas - http://www.spectator.co.uk/2014/04/ethics-for-atheists/ - höchste Zeit wäre es.

  5. Bob
    01. Februar 2016 14:09

    Wer eine (unbewiesen) rechtsradikale Internetseite betreibt und Hitlerleiberln anbietet, geht 8 Jahre ins Gefängnis. Und diese Teufel in Menschengestalt führen ein ehrenwertes Leben? Da war ja der verachtenswerte Mengele ja ein Kindergartenonkel dagegen. Und da schaut der moslemische Obama so ohneweiters zu? Hauptsache Kriege anzetteln und Friedensnobelpreis einstreifen.

    • Behaimb (kein Partner)
      02. Februar 2016 15:56

      Herr Obama mag zwar ein halber Schwarzer sein, war aber nie ein Moslem. Ein scheinbar nicht ausrottbarer Mythos, der von den Reps in Umlauf gesetzt wurde. Wäre nur ein Funken dran, wäre er nie gewählt worden. -

    • Bob
      03. Februar 2016 09:31

      Das Obama eine Koranschule besucht hat war in Wikipedia zu lesen. Mittlerweile findet man den Satz nicht mehr.





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