Wer nicht so links denkt wie wir, ist rechts!

Lesezeit: 9:30

Wenn sich eine relativ kleine, wenn auch lautstark auf sich aufmerksam machende, linke Gruppierung – meist aus dem rotgrünen Parteispektrum – selbst als Mitte der Gesellschaft definiert, werden ganz Viele schnell ins so genannte rechte Lager gerückt. Da wir in Deutschland vor dem Hintergrund unserer NS-Vergangenheit eine besondere Sensibilität in diese Richtung entwickelt haben – und das ist gut so – ist es recht einfach, Positionen von politisch Andersdenkenden per Zuordnung zur „rechten Szene“ ins Aus zu katapultieren.

Es scheint eine Regel zu geben, dass sich Ideologien – je radikaler sie sind – selbst als Mitte bezeichnen. Beispielsweise praktiziert auch die französische „Front National“ diesen Ansatz, indem sie eine Selbsteinordnung als „weder rechts noch links“ vornimmt. Fallen die Menschen auf solche Tarn- und Täusch-Manöver herein, geraten Andersdenkende sofort an den rechten oder auch linken Rand.

Ergänzend scheint eine weitere Formel zu wirken: Je intensiver eine Position ideologisch begründet ist, je heftiger wird auf Anfragen oder Gegenargumente nicht mit Nachfragen oder eigenen Verdeutlichungen, sondern mit Häme, Diffamierung und Angriff reagiert. Auch wenn der von Immanuel Kant eingebrachte Appell: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ zu einem Kerngedanken der europäischen Aufklärung wurde, beim Umgang mit Ideologen scheint er keine Wirkkraft zu haben. Somit kann in solchen Situationen „Aufklärung nicht zur Beendigung des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“ führen.

Die Angst politischer Funktionsträger vor lautstarken linken Lobby-Gruppen

Im Bereich der politischen Praxis sitzt auf diesem Hintergrund bei anstehenden Entscheidungen Funktionsträgern auch immer die Angst im Nacken, dass eine schwerwiegende Fehl-Handlung das eigene Amt kosten könnte. Je kraftvoller also Politikern von links eine Schauer-Geschichte ins Ohr geflüstert – oder vielleicht auch gebrüllt – und verdeutlicht wird, was passiert, wenn eine keinesfalls gewollte Entscheidung getroffen würde, desto panikartiger werden die Meisten reagieren. Vor allem dann, wenn sie die ans Ohr gerichtete Botschaft nicht per Objektivierung überprüft haben.

Etliche militärische Sanktionen oder Intervention gegenüber Staaten und viele kriegerische Auseinandersetzungen in der jüngeren Vergangenheit sind darauf zurückzuführen, dass Berater-Stäbe oder einflussreiche Lobbyisten einseitige – oder auch objektiv unwahre – Botschaften an die Entscheidungsträger richteten. Die Folgen kennen wir alle.

Bei der Kritik an politischen Beschlüssen zur ‚Frühsexualisierung’ wurde diese Strategie – besonders eklatant im Rahmen des neuen Bildungsplanes für Baden-Württemberg – offensichtlich. Alle, die wichtige Argumente gegen zu frühe, keinesfalls dem Kindeswohl dienende und teilweise in gefährliche Richtungen laufende Instruktionen einbrachten bzw. sich deutlich gegen den so genannte Bildungsplan aussprachen, wurden und werden als ewig Gestrige zu diffamieren gesucht.

Dabei scheint eine besonders subtile Abwehr-Reaktion das Schieben in eine rechte Ecke zu sein. Wenn aber immer mehr Menschen begreifen, welche Folgen das von einer relativ kleinen – wenn auch lautstark auf sich aufmerksam machenden – linken Gruppierung entwickelte Programm für unsere Kinder hat, wird bald eine überwältigende Mehrheit aus der Mitte unserer Gesellschaft ein entschiedenes „Stopp, so nicht“ verkünden.

Radikale linke Gruppierungen haben ein großes Toleranz-Problem

Ein Hauptproblem scheint zu sein, dass die Ober-Organisatoren(innen) der LGBT-Szene (Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) viel mehr Toleranz und Akzeptanz einfordern, als dies der Mehrzahl der anders denkenden Menschen oder auch anders lebenden hetero-sexuell Orientierten zugestanden wird. So werden aus Anfragen oder Gegenpositionen schnell Angriffe konstruiert und friedliche Demonstrationen von sorgenvollen Bürgern, Eltern oder Lehrkräften in ihrer Durchführung zu torpedieren gesucht.

Radikalisierung scheint zum Hauptdurchsetzungs-Mittel eigener Sichtweisen zu werden. Fragt jemand beispielsweise, wieso der Öffentlichkeit die meist sehr frivol-obszönen Christopher Street Day-Umzüge zugemutet werden, wird der Anfrager ruck-zuck zum Homo-Hasser zu machen gesucht und kräftig attackiert. Findet ein ruhiger und zum Nachdenken einladender Umzug für das Leben statt, ein im deutschen Grundgesetz als besonders schutzwürdig erachtetes Thema, dann ruft die LINKE dazu auf, den „Marsch für das Leben" zu blockieren. Eigentümlich, welches Demokratie- und Toleranz-Verständnis da in bestimmte Köpfe geraten ist.

Der „Cologne Pride“, die Kölner Christopher Street Day-Version, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt lehren, lernen, leben“. Es wird weiter verdeutlicht, dass es darum geht, die Menschen für das Thema Homo- und Trans-Phobie in Schule und Ausbildung zu sensibilisieren. Das klingt auf den ersten Blick gut. Aber bei genauerem Hinschauen werden zwei Probleme offenkundig.

So kann der Slogan auch beispielsweise von rechtsradikalen Gruppierungen genutzt werden, um per Querschnittsoffensive braune Vielfalts-Parolen in Kinder- oder Jugendlichen-Köpfe einzuträufeln. Auch der Begriff „Sensibilisieren“ hört sich gut an, steht aber im krassen Gegensatz zu vielen – eher als Hass-Attacken zu bezeichnenden – Aktionen der LGBT-Szene.

Ein Konzept der sexuellen Vielfalt ist wegen inhaltlicher Diffusion untauglich

Ein Konzept einer so genannten „Sexuellen Vielfalt“ – auch wenn es sich recht harmlos anhört – ist viel zu mehrdeutig, um es für Bildungsprozesse nutzen zu können. Die Pädophilen haben schon – im Umfeld der Stuttgarter Bildungspläne – die Offerte für mehr sexuelle Toleranz in ihrem Sinne euphorisch begrüßt. Wenn also nicht klar definiert wird, was mit „sexueller Vielfalt“ gemeint ist, kann dies im Grunde alles bedeuten und alles legitimieren.

So schließt die schwammige Forderung nach Akzeptanz sexueller Vielfalt auch ein: Sex mit Kindern, Sex mit Tieren, Sex per Exhibition, Sex in Verbindung mit Gewaltanwendung. Vielfalt ist halt sehr vielfältig. Wer das Fass aufmacht, bekommt es vielleicht nicht mehr an entscheidender Stelle zu. In Dänemark existieren derzeit ganz legal Tier-Bordelle, auch das ist Teil einer sexuellen Vielfalt. Selbst wenn die LGBT-Lobbyisten dies nicht meinen, es ist keinesfalls auszuschließen, wenn man den Begriff so weit fasst.

Wenn es den Protagonisten der LGBT-Szene wirklich um einen Abbau gesellschaftlicher Diskriminierung von „Eigenheiten“ ginge, hätte sie stattdessen ein differenziertes Diversity-Konzept vorlegt, um so einen deutlichen Impuls für ein Leben in Vielfalt ohne Ausgrenzung zu setzen.

Per Frühsexualisierung von Kindern soll die Gesellschaft verändert werden

Wer eine Gesellschaft verändern will, greift schnell nach den Kindern. Besonders radikale politische Ideologien haben dieses Prinzip zu verwirklichen gesucht, ob als Kommunisten, Sozialisten oder Nationalisten. Auch der ehemalige SPD-Generalsekretär Olaf Scholz frohlockte selbstsicher mit dem Leitsatz: „Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern", so „Die Welt“ vom 10.11.2002, um das Vorhaben der staatlichen Ganztagsbetreuung anzuheizen.

Da die Protagonisten der LGBT-Szene also ihre Vorstellungen von Sexual-Kontakten der restlichen Gesellschaft aufoktroyieren wollen, bekämpfen sie die staatstragende Lebensform der klassischen Familie, diffamieren die Ehe, versuchen heterosexuelle Partnerschaften ins Aus zu setzen und konzipieren Umerziehungs-Programme für Kinder. Ganz im Sinne Lenins, auf den der Satz zurückgeführt wird: „Wer die Gesellschaft verändern will, muss die Familie zerstören!"

Wenn Anstelle von Demokratie radikale Demagogie deutlich wird

Wie groß ist der „laute Anteil“ innerhalb der LGBT-Szene wirklich? Welche Persönlichkeitsmerkmale machen aus einem Halt-anders-Lebenden einen intoleranten Schreihals? Vielleicht handelt es sich ja um eine Konzentration selbstverliebter Zeitgenossen, denen nie jemand Empathie, Toleranz und soziale Kompetenz beibrachte, einen Trend, den der US-Psychologe W. Keith Campbell im Rahmen seiner Narzissmus-Forschung in westlich-modernen Gesellschaften erforschte und in den Begriff „Egomanen“ fasste.

Fakt ist, dass die LGBT-Szene es irgendwie geschafft hat, ihre Themen so mit einem Modernitäts-Status ausgestattet nach oben zu puschen, dass Mainstream-Medien und Mainstream-Politiker, welche auf jeden Fall modern sein wollen – was dies immer auch inhaltlich heißen mag – die LGBT-Zielsetzungen bedenkenlos übernehmen und nicht selten als eigene Positionen verkaufen. Mit profiliertem und demokratischem Handeln hat das nichts mehr zu tun.

Auch eine Gruppierung, welche nur einen kleinen Prozentsatz innerhalb der Gesamt-Bevölkerung ausmacht, hat in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung das Recht, eigene Auffassungen frei leben zu können, solange sie nicht gegen geltendes Recht und die Menschenwürde verstoßen. Will eine Minderheit ihre Grundsätze jedoch der Mehrheit aufpfropfen, stellt sie sich damit selbst ins Aus. Nicht selten erweist sie sich bei diesem Vorhaben gar als missbrauchend und gewalttätig. So ist zu beobachten, dass sich einerseits Ideologien und ein demokratisches Verständnis unversöhnlich gegenüber stehen, andererseits gerade Ideologen demokratische Freiräume nutzen, um eine eigene Machtposition auszubauen, um dann z.B. die Petitionen Andersdenker – wie in Baden-Württemberg geschehen – zu ignorieren bzw. zu bekämpfen.

Hinführung zu Toleranz ist eine Querschnittsaufgabe in Erziehung und Bildung

So wichtig eine Hinführung zu Toleranz als Querschnittsaufgabe in Erziehung und Bildung auch ist, Schritte zur Umsetzung setzen ein wesentlich reflektierteres Vorgehen voraus, als dies innerhalb der politischen Diskussion bisher erfolgte. Auch die im Grundgesetz stehende Forderung, dass eine Umsetzung in erster Linie ins Elternhaus gehört, wird derzeit ausgeklammert. Denn nur dort ist am ehesten eine dem jeweiligen Entwicklungsstand angemessene sprachliche und atmosphärische Herangehensweise möglich.

Alle Wertevermittlungs-Themen sind, um übernommen werden zu können, auf eine starke positive Beziehung zwischen Kind und Erwachsenem angewiesen. Beides kann die Schule kaum leisten. Von daher ist es nur logisch und konsequent, dass die pauschale Forderung einer „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ als Leitlinie und fächerübergreifender Lehrstoff aus dem schulischen Bildungsplan zu streichen ist.

Zusammenfassende Gedanken zur Funktion des Staates

Alle Initiativen, die sich gegen eine „Frühsexualisierung“ einsetzen, greifen einen wichtigen Verfassungsgrundsatz auf und bewahren die Kinder und Jugendlichen vor nachhaltig wirkenden seelischen Blessuren und geistiger Irreführung. Ein Beispiel zu den Folgen einer Frühsexualisierung – wenn auch nicht als Folge staatlicher Konzepte – wurde vor einigen Wochen von der Presse aufgriffen, als sexuelle Gewalt-Praktiken von Kindern gegenüber anderen Kindern innerhalb einer KiTa in Mainz offenkundig wurden. Das waren keinesfalls so genannte Doktorspiele, sondern handfeste Gewalttaten, welche nur durch das Sehen einschlägiger Bildmaterialien oder durch eigene negative Erfahrungen im Umgang mit Erwachsenen entstanden sein können.

So hat der Staat auch darauf zu achten, dass kritische Stimmen von Eltern, Lehrkräften oder anderen engagierten Bürgern nicht pauschal in eine Anti-Ecke gestellt werden. Ergänzend geht es darum, nicht einer kleinen gesellschaftlichen Interessengruppe über Kindergärten und Schulen einen Zugang zur Beeinflussung von Kindern zu ermöglichen. Wird dies nicht gestoppt, fühlen sich schon bald alle möglichen Gruppierungen berufen, ebenfalls so zu agieren.

Diesem Text liegt ein Interview mit dem Autor zugrunde, welches Heiderose Manthey vom Arche e.V. in Waldbronn führte. Dr. Albert Wunsch ist Psychologe, Diplom Sozialpädagoge, Diplom Pädagoge, Kunst- und Werklehrer sowie promovierter Erziehungswissenschaftler. Bevor er 2004 eine Lehrtätigkeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln (Bereich Sozialwesen) begann, leitete er ca. 25 Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss. Im Jahre 2013 begann er eine hauptamtliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen/Neuss. Außerdem hat er seit vielen Jahren einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Er ist Vater von zwei Söhnen und Großvater von drei Enkeltöchtern.
Seine Bücher: Die Verwöhnungsfalle (auch in Korea und China erschienen), Abschied von der Spaßpädagogik, Boxenstopp für Paare und: Mit mehr Selbst zum stabilen ICH – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung, lösten ein starkes Medienecho aus machten ihn im deutschen Sprachbereich sehr bekannt. Weitere Infos: www.albert-wunsch.de

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  1. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    18. September 2015 07:21

    Dr. Albert Wunsch,
    danke für die klaren Worte!
    ******************************

    ............Will eine Minderheit ihre Grundsätze jedoch der Mehrheit aufpfropfen, stellt sie sich damit selbst ins Aus. ...............

    Bei uns zumindest ist keinerlei AUS zu erkennen, eher das Gegenteil!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJohn
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. September 2015 10:37

    Die Muster, nach dem solche Agitationen (oft extrem erfolgreich) ablaufen, liegt klar auf der Hand. Unsere Gesellschaften, unsere Politiker und bis zu einem gewissen Grad wir alle, werden immer öfter und immer stärker von sogenannten "Pressure Groups" manipuliert und manövriert.

    „Pressure groups“ sind abgegrenzte Teil-Gruppen innerhalb einer Organisation, einer Gesellschaft, die – von vielen oft unbemerkt - hochgradig abgestimmt agieren und klar definierte Ziele verfolgen. Dies mit Methoden, die über ein übliches Lobbying von Interessensgruppen weit hinausgehen. Ihre Kraft und ihr Einfluss bestimmen sich dadurch, dass sie aggressiv und kompromisslos als „lärmende Minderheit“ einer zumeist passiven und kompromissbereiten „schweigenden Mehrheit“ gegenüberstehen. Außerdem verstehen sie es außerordentlich gut, ihre Forderungen unter Nutzung z.B. von Medien, aber auch von prominenten Aushängeschildern etc. als Mehrheitsposition darzustellen oder zumindest zu suggerieren, dass jeder andere Zugang dazu völlig undenkbar wäre (abartig, überholt, konservativ, rechts, menschenrechtswidrig, intolerat, islamophob, homophob, etc).

    Gerade der Begriff der "Phobie" erlebt derzeit eine erstaunliche Hochkonjunktur. Hinter allem und jedem wird von bestimmten Kreisen eine "Phobie" vermutet. Dabei wird mit dem Begriff der "Phobie" eingentlich eine krankhafte Angststörung bezeichnet und sicherlich nicht eine rational begründbare andere Meinung oder Position. Aber auch das ist Methode, nämlich alle diejenigen, die eine abweichende Meinung vertreten, ganz einfach einer krankhaften Angststörung zu bezichtigen. Wer den anderen aber als "krank" diffamiert, muss sich in der Folge mit dessen Meinungen nicht mehr auseinandersetzen - so einfach ist das! Und auch die Forderung an solche "Pressure Groups", ihrerseits doch die Toleranz zu üben die sie selbst laufend einfordern, geht dann ins Leere, denn aus ihrer Sicht bedürfen Menschen mit einer Phobie doch wohl des Psychiaters und nicht der Toleranz.

    „Pressure groups“ bedienen sich in ihren extremen und oft nahezu militant vorgetragenen Forderungen auch einer ganz besonders wirksamen psychologischen Waffe, die von der Psychologin Linda Pelzmann so beschrieben wird: „Psychologisch gesehen schafft die Kompromisslosigkeit eine nichtreziproke Beziehung. Weil die Minderheit jedes Nachgeben ablehnt, scheint die Lösung des Konfliktes nunmehr nur vom Nachgeben der Mehrheit abzuhängen. Ihr Erfolg hängt wesentlich von ihrem Verhaltensstil ab. Die Mehrheit neigt zum Schweigen aus Angst, einen Konflikt auszulösen. Minderheiten dagegen sprechen. [….] Nach diesem Modell kommt der Erfolg nicht durch die Qualität, sondern vielmehr durch die Extremität und Konsistenz der Verhaltensäußerungen zustande. “

    Dies ist für lautstarke und aggressive, aber zutiefst irrende Minderheiten oft ein sehr effektiver Weg, scheibchenweise bestimmte Interessen immer umfassender durchzusetzen, währenddessen die nicht so kadermäßig organisierte Mehrheit dem oft nicht mehr als hinhaltenden Widerstand entgegenzusetzen hat. Damit nehmen viele höchst problematische Entwicklungen ihren Lauf, zumindest bis zu dem (Knack-)Punkt, an dem einer plötzlich erstaunt feststellt, dass dieser "Kaiser keine Kleider anhat" und damit die Seifenblase platzt. Auch wenn dann bereits gewaltiger Schaden entstanden ist, besteht die Hoffnung, dass solche Tage kommen und die Augen vieler dann geöffnet werden, in der sehr schmerzlichen und schamvollen Selbsthinterfragung: "Wie konnten wir solches nur zulassen?"

  3. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    19. September 2015 08:39

    Zu nett, zu freundlich.
    "Wer nicht kämpft, hat schon verloren".
    Argumentieren und das Einfordern von Toleranz ist bei Marxisten vollkommen fehl am Platz. Proleten werden immer frecher, je freundlicher sie behandelt werden.
    Anders ist die Entwicklung zu einer "Gesellschaft des realen Sozialismus" in den letzten Jahren nicht erklärbar.

  4. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    2x Ausgezeichneter Kommentar
  5. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. September 2015 11:19

    Ja, unsereiner wird ständig als Nazi hingestellt - für jede grundsolide, vernünftige
    Meinungsäußerung, aber die Islamisten dürfen weiterhin ihre "Kultur" behalten !@?
    Ich möchte es den Lesern ersparen, jetzt auch noch all die Greuel aufzuzählen,
    welche in besagter Kultur zum Alltag gehören .

  6. Ausgezeichneter KommentatorBob
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    18. September 2015 08:41

    Es macht sich keiner die Mühe links und rechts zu definieren. Meiner Auffassung ist, jede Bewegung die die Masse fördert, wie Sozialismus, Nationalsozialismus, Kommunismus etc, links. Jede Bewegung wo nur Einer, bzw einige wenige Freunde oder Familie in den Genuss einer Vorteilnahme haben, rechts. zB Monarchie und Diktaturen.

alle Kommentare

  1. Gennadi (kein Partner)
    24. September 2015 19:13

    Die stalinistische Komintern und andere terroristische Plattformen vom linken Rand dürfen bei uns wahlwerben. Die AKP auch.

    Wo bleiben Meinungen dazu?

  2. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      20. September 2015 08:03

      Ein Sprachspiel der Engländer sagt: „Right is right and left is – wrong“.

      Aber die Etymologie der deutschen Sprache ist noch viel deutlicher – und kennzeichnet die in den Begriffen liegende “Wahrheit”, wie sie seit Äonen auch allgemeiner Besitz des ganzen Volkes war und immer noch ist.

      Von „rechts“ abgeleitete Begriffe sind: richtig, aufrecht, aufrichten, herrichten,... und deren gegenteilige Begriffe lauten: falsch; krumm, verlogen, ...; niederwerfen, niederschlagen, ...; zerstören, ... Und für Gesetz steht überhaupt und umfassender gleich der Begriff „Recht“ als Synonym. Damit im Zusammenhang gibt es den Richter, also jemand, der wahrheitsgemäße, redliche, gerechte Urteile spricht. „Rechten“ bedeutet nach dem Gesetz eine Sache abhandeln – und klären, und selbst im Wort „redlich“ steckt noch „Re-cht, re-chts“ und meint daß sich eine Person den Sitten, Gebräuchen und ethischen Geboten entsprechend verhält und sein Gegenüber nicht zu betrügen versucht.

      Aber auch das Rotwelsch, die Gaunersprache, ist sich der tieferen Bedeutung der Begriffe „rechts“ und „links“ bewußt. Jemanden „linken“ bedeutet ihn betrügen. „Linkisch“ bezeichnet man Personen, die ungeschickt sind, und wenn jemand „zwei linke Hände hat“ meint diese Ausdrucksweise, daß er für die zu lösende, praktische und alltägliche Aufgabe unfähig ist.

      Es bedarf eigentlich gar nicht der Rechtfertigung oder Begründung im Detail oder einer „psychologischen“ Ableitung, um sich gegen die Verdrehung der Begriffe, ihre Gramschi´sche Neudeutung und die jakobinschen Zerstörungen der sittlichen Ordnung zur Wehr zu setzen. Die wahre Bedeutung liegt seit eh und je fest und ist im Bewußtsein des Volkes verankert. Der wirksamste Widerstand gegen diese Lügen und Vernichtungsabsichten wäre bereits sich NICHT der politisch korrekten Sprachregelung zu unterwerfen, sondern mit etwas mehr Courage sich zu den richtigen, rechten Bedeutungen und Standorten zu bekennen.

  3. machmuss verschiebnix
    19. September 2015 11:19

    Ja, unsereiner wird ständig als Nazi hingestellt - für jede grundsolide, vernünftige
    Meinungsäußerung, aber die Islamisten dürfen weiterhin ihre "Kultur" behalten !@?
    Ich möchte es den Lesern ersparen, jetzt auch noch all die Greuel aufzuzählen,
    welche in besagter Kultur zum Alltag gehören .

  4. Pennpatrik
    19. September 2015 08:39

    Zu nett, zu freundlich.
    "Wer nicht kämpft, hat schon verloren".
    Argumentieren und das Einfordern von Toleranz ist bei Marxisten vollkommen fehl am Platz. Proleten werden immer frecher, je freundlicher sie behandelt werden.
    Anders ist die Entwicklung zu einer "Gesellschaft des realen Sozialismus" in den letzten Jahren nicht erklärbar.

  5. Schani
    19. September 2015 01:38

    Ich fange mit dem Begriff "heterosexuell" nichts an und bevorzuge den Terminus "normosexuell"!

  6. John
    18. September 2015 10:37

    Die Muster, nach dem solche Agitationen (oft extrem erfolgreich) ablaufen, liegt klar auf der Hand. Unsere Gesellschaften, unsere Politiker und bis zu einem gewissen Grad wir alle, werden immer öfter und immer stärker von sogenannten "Pressure Groups" manipuliert und manövriert.

    „Pressure groups“ sind abgegrenzte Teil-Gruppen innerhalb einer Organisation, einer Gesellschaft, die – von vielen oft unbemerkt - hochgradig abgestimmt agieren und klar definierte Ziele verfolgen. Dies mit Methoden, die über ein übliches Lobbying von Interessensgruppen weit hinausgehen. Ihre Kraft und ihr Einfluss bestimmen sich dadurch, dass sie aggressiv und kompromisslos als „lärmende Minderheit“ einer zumeist passiven und kompromissbereiten „schweigenden Mehrheit“ gegenüberstehen. Außerdem verstehen sie es außerordentlich gut, ihre Forderungen unter Nutzung z.B. von Medien, aber auch von prominenten Aushängeschildern etc. als Mehrheitsposition darzustellen oder zumindest zu suggerieren, dass jeder andere Zugang dazu völlig undenkbar wäre (abartig, überholt, konservativ, rechts, menschenrechtswidrig, intolerat, islamophob, homophob, etc).

    Gerade der Begriff der "Phobie" erlebt derzeit eine erstaunliche Hochkonjunktur. Hinter allem und jedem wird von bestimmten Kreisen eine "Phobie" vermutet. Dabei wird mit dem Begriff der "Phobie" eingentlich eine krankhafte Angststörung bezeichnet und sicherlich nicht eine rational begründbare andere Meinung oder Position. Aber auch das ist Methode, nämlich alle diejenigen, die eine abweichende Meinung vertreten, ganz einfach einer krankhaften Angststörung zu bezichtigen. Wer den anderen aber als "krank" diffamiert, muss sich in der Folge mit dessen Meinungen nicht mehr auseinandersetzen - so einfach ist das! Und auch die Forderung an solche "Pressure Groups", ihrerseits doch die Toleranz zu üben die sie selbst laufend einfordern, geht dann ins Leere, denn aus ihrer Sicht bedürfen Menschen mit einer Phobie doch wohl des Psychiaters und nicht der Toleranz.

    „Pressure groups“ bedienen sich in ihren extremen und oft nahezu militant vorgetragenen Forderungen auch einer ganz besonders wirksamen psychologischen Waffe, die von der Psychologin Linda Pelzmann so beschrieben wird: „Psychologisch gesehen schafft die Kompromisslosigkeit eine nichtreziproke Beziehung. Weil die Minderheit jedes Nachgeben ablehnt, scheint die Lösung des Konfliktes nunmehr nur vom Nachgeben der Mehrheit abzuhängen. Ihr Erfolg hängt wesentlich von ihrem Verhaltensstil ab. Die Mehrheit neigt zum Schweigen aus Angst, einen Konflikt auszulösen. Minderheiten dagegen sprechen. [….] Nach diesem Modell kommt der Erfolg nicht durch die Qualität, sondern vielmehr durch die Extremität und Konsistenz der Verhaltensäußerungen zustande. “

    Dies ist für lautstarke und aggressive, aber zutiefst irrende Minderheiten oft ein sehr effektiver Weg, scheibchenweise bestimmte Interessen immer umfassender durchzusetzen, währenddessen die nicht so kadermäßig organisierte Mehrheit dem oft nicht mehr als hinhaltenden Widerstand entgegenzusetzen hat. Damit nehmen viele höchst problematische Entwicklungen ihren Lauf, zumindest bis zu dem (Knack-)Punkt, an dem einer plötzlich erstaunt feststellt, dass dieser "Kaiser keine Kleider anhat" und damit die Seifenblase platzt. Auch wenn dann bereits gewaltiger Schaden entstanden ist, besteht die Hoffnung, dass solche Tage kommen und die Augen vieler dann geöffnet werden, in der sehr schmerzlichen und schamvollen Selbsthinterfragung: "Wie konnten wir solches nur zulassen?"

    • Wyatt
      18. September 2015 21:19

      John,**************
      dass Sie mit ihrem Kommentar richtig liegen, ersieht man an dem 1/2 Sternder'l eines als "Partner" getarnten Systemschreiberlings.

    • franz-josef
      18. September 2015 21:58

      @ John
      Danke für die klaren Worte!
      Ich habe in verschiedenen Postings schon versucht, diese infame Pseudodiagnostizierung "...phobie" aufzuzeigen. Diese hysterischen Minderheiten versuchen tatsächlich, völlig normalen Sichtweisen den Krankheitsstempel aufzudrücken, und, wie man sieht (homophil versus homophob!!! was für ein Schwachsinn, nebenbei bemerkt) , gewähren die Medien dafür freie Bahn.

      Unter Phobien leidende Menschen sind in ihrem Lebensvollzug stark bis unerträglich behindert - im Grund genommen ist die mißbräuchliche Verwendung dieser Diagnose eineVerletzung der Menschenwürde, eine Herabwürdigung bösester Art.

    • simplicissimus
      21. September 2015 15:35

      Ja, das sind halt wahrheitsphobe und freiheitsphobe Mitmenschen.

      Schlage die Kreierung der Ausdrücke Veritasphobie und Libertätsphobie vor.

  7. Bob
    18. September 2015 08:41

    Es macht sich keiner die Mühe links und rechts zu definieren. Meiner Auffassung ist, jede Bewegung die die Masse fördert, wie Sozialismus, Nationalsozialismus, Kommunismus etc, links. Jede Bewegung wo nur Einer, bzw einige wenige Freunde oder Familie in den Genuss einer Vorteilnahme haben, rechts. zB Monarchie und Diktaturen.

    • F.V. (kein Partner)
      20. September 2015 08:11

      Ich bin immer wieder fassungslos über die Banalität und Dummheit ihrer Wortspenden, am meisten aber, daß diese im Sternderl-Wettbewerb auch noch zahlreich als "besonders gut" gekennzeichnet werden.

      Damit stellt sich die Unterberger-Kommune auch gleichzeitig selbst ein Zeugnis aus.

    • simplicissimus
      21. September 2015 14:34

      Werter Monsieur L'ecriteur, ich bin auch manchmal fassungslos über Ihre Wortspenden, nämlich wie man einen, der weitgehend am selben Strick zieht, wegen eines zugegeben mißglückten Beitrags so medial abwatschen kann?
      Um gleichzeitig pauschal über alle anderen Mitstreiter herzuziehen?

      Warum lehnen Sie sich nicht zurück und genießen die überschäumende Überlegenheit Ihres Intellekts nicht im stillen Kämmerlein?
      Oder kommentieren Sie Schwachstellen wenigstens humorvoll mit einem Augenzwinkern.

      Abgesehen davon schätze ich viele (nicht alle) Ihrer Beiträge sehr, so wie auch Bob immer wieder (nicht immer) auf einfache und daher treffende Weise seinen Beitrag erbringt wie zB: "Ich dachte das Haus der Zukunft ist schon gebaut und zwar in Traiskirchen."
      Das ist besser als so manche langen Ergüsse.

      Laßt uns doch diskutieren und kritisieren ohne persönliche Untergriffe.

  8. Wyatt
    18. September 2015 07:21

    Dr. Albert Wunsch,
    danke für die klaren Worte!
    ******************************

    ............Will eine Minderheit ihre Grundsätze jedoch der Mehrheit aufpfropfen, stellt sie sich damit selbst ins Aus. ...............

    Bei uns zumindest ist keinerlei AUS zu erkennen, eher das Gegenteil!

    • hamburger zimmermann
      18. September 2015 09:12

      "Bei uns zumindest ist keinerlei AUS zu erkennen, eher das Gegenteil!"

      ja, bei der wertkonservativen vp ist wirklich kein AUS zu erkennen. leider. drum wählen diese baddei auch nur mehr zeitgenossen mit iq

    • hamburger zimmermann
      18. September 2015 09:13

      ...mit iq "kleiner 65".
      .





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