Marsch für die Familie – Bericht eines Teilnehmers drucken

Lesezeit: 7:30

Am Samstag fand in der Wiener Innenstadt der dritte „Marsch für die Familie“ statt. Organisator war die Plattform Familie unter der Initiative von Pro Vita – Verein für Menschenrecht auf Leben von Rechtsanwalt i. R. Dr. Alfons Adam. Angekündigt wurde die Veranstaltung auch durch den Newsletter des Instituts für Ehe und Familie der Österreichischen Bischofskonferenz und von Ja zum Leben/Human Life International neben anderen Initiativen und Organisationen.

Die Absicht war, für die Ehe und gegen deren Pervertierung, für die Förderung der Familie, für das  Erziehungsrecht der Eltern und gegen die Verführung durch schulischen Sexualunterricht, gegen Gender Mainstreaming und für das unantastbare Lebensrecht ab der Empfängnis einzutreten.

Einige hundert Personen waren am Beginn der Kundgebung um 15.00 in dem von der Polizei abgesperrten Bereich versammelt. Die von der Polizei in einer OTS-Aussendung angegebene Anzahl von „ca. 200“ ist eindeutig zu niedrig gegriffen. Wie auf Filmberichten nachvollziehbar ist, waren es mindestens doppelt so viele. Gruppen aus Oberösterreich, Salzburg und Kärnten waren angereist. Letztere wurde von einem sehr verdienstvollen Priester angeführt.

Gekommen war auch eine Gruppe junger in Wien lebender Polen. Kinder waren auch anwesend, was angesichts der Aggressivität der Gegendemonstranten natürlich nicht jedem ratsam erschien.

Die Veranstalter hatten mehrere Reden vorgesehen. Entgegen der Ankündigung waren die Nationalratsabgeordneten Gabriele Tamandl (ÖVP) und Carmen Schimanek (FPÖ) nicht erschienen.

Der erste Redner war der syrisch-orthodoxe Priester und Chorepiskopos Dr. Emanuel Aydin. Er ist neben anderen Auszeichnungen Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. In scharfen Worten wandte er sich gegen die Verführung der Kinder durch den schulischen Sexualunterricht und gegen die Abtreibung. Diese verglich er mit dem Kindermord durch Herodes. Mit den Worten des Apostels Paulus erinnerte er, dass „Lustknaben und Knabenschänder“ nicht in das Reich Gottes gelangen werden (1 Kor 6,9). In seiner aramäischen Muttersprache, der Sprache Jesu, segnete er alle Anwesenden.

Nationalratsabgeordneter Dr. Marcus Franz (ÖVP), im Zivilberuf Arzt, unterstützte die Anliegen im Großen und Ganzen. Er bekannte sich jedoch zur Fristenlösung (damit allerdings auch gegen die Ausweitung der Abtreibung durch völlige Herausnahme aus dem Strafgesetz) und zum Fortpflanzungsmedizingesetz. Dieses bezeichnete er als schmerzhaften Kompromiss, der besser sei als ein rechtsfreier Raum. Er sprach sich gegen die Manipulation der Kinder durch Sexualunterricht aus.

Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (ÖVP) bezeichnete in ihrer Ansprache die inflationär stattfindenden Demonstrationen im ersten Bezirk und besonders am Ring als „Missbrauch des Demonstrationsrechtes“. Einige von ihnen seien auch rein kommerziell orientiert. „Ihre Kundgebung ist aber kein Missbrauch des Demonstrationsrechtes“, sagte sie zu den Kundgebungsteilnehmern. Stenzel bekannte sich auf Anfrage eines Journalisten zu den Zielen des Marsches.

Die von vielen Vorträgen und Fernsehauftritten bekannte Dominikanerin und Altphilologin Sr. Dr. Katharina Deifel verteidigte als verwitwete Mutter und Ordensfrau den Schöpfungsplan der Geschlechterpolarität.

Der letzte Redner war der ehemalige slowakische Justizminister und Ministerpräsident Dr. Ján Carnogurský, der in den späten 80er Jahren als katholischer Aktivist Häftling des kommunistischen Regimes und mit vielen Gleichgesinnten am Umsturz 1989 maßgeblich beteiligt gewesen war. Er verglich die totalitäre Homo-Propaganda heutzutage mit der kommunistischen Propaganda in seiner Heimat vor 30 Jahren. Wie letztere verschwunden sei, so werde auch erstere bald verschwinden. Im Übrigen werden es die Kinder und Enkel der gläubigen Christen sein, die für die kinderlosen Homosexuellen und linken Aktivisten die Rente zahlen werden.

Während der Kundgebung konnte man beobachten, wie die Einsatzleitung der Polizei Druck machte, die Veranstaltung abzukürzen und den Marsch vorzeitig anzutreten. Diesem Druck, der sehr wahrscheinlich auf politische Vorgaben zurückzuführen ist, widerstanden die Veranstalter jedoch.

Demonstrationszug – die üblichen Provokationen

Allerdings konnte die ursprüngliche Demonstrationsroute über den Stock-im-Eisen-Platz aufgrund einer nicht genehmigten Gegendemonstration nicht realisiert werden. Auch der geplante Zug über den Michaelerplatz war nicht möglich.

Dafür kam es am Graben, Ecke Tuchlauben, zu einem „äußerst aggressiven“ Angriff auf die Polizei, die Pfefferspray einsetzen musste. Laut Polizeiangaben kam es zu zwei vorübergehenden Festnahmen, eine dritte Person war am Samstag noch in Haft. Es wurden mehrere verwaltungs- sowie strafrechtliche Anzeigen erstattet.

Gegendemonstranten und Provokateure kamen immer wieder nahe an den Demonstrationszug heran. Unfassbarer Hass wurde dabei sichtbar. In Sprechchören wurden Verwünschungen aller Art ausgestoßen („Abtreiben sollte man euch“).

Der Zug wurde über die Goldschmiedgasse, Petersplatz, Graben, Kohlmarkt, Wallnerstraße und Herrengasse zum Minoritenplatz geführt.

Abschlusskundgebung

Der Sprecher des Wiener Akademikerbundes Mag. Christian Zeitz wies in seiner sehr emotionalen Rede auf die Perversion hin, dass ausgerechnet das (am Minoritenplatz befindliche und mit einer Regenbogenfahne beflaggte) Unterrichtsministerium die Pläne zur sexuellen Manipulation der Kinder und Jugendlichen erarbeitet. Gleichzeitig ist die Ministerin selbst kinderlos, wird also niemals die Sorgen der Eltern nachvollziehen können.

Christian Zeitz betonte, dass die Durchsetzung der hedonistisch-homosexuellen Agenda weitgehend auf dem politischen Missbrauch öffentlicher Ressourcen durch öffentliche Verantwortungsträger beruhe: Die Fazilitäten von Ministerien, Magistratsabteilungen, Theatern und sonstigen öffentlichen Einrichtungen würden - entgegen dem Auftrag des jeweiligen Ressorts – als Träger der Propaganda für den homosexuellen Lebensstil zweckentfremdet. Schwule Ampelmännchen, tuntige Stationsansagen und Regenbogenfahnen auf den Fassaden von Ministerien und Rathaus seien nur einige von vielen Beispielen.

Auch wenn die Veranstaltung nicht als religiös intendiert war, sondern im Einsatz für naturrechtliche Werte bestand, war der Anteil christlicher Aktivisten natürlich sehr groß. Einige Geistliche, Priesteramtsanwärter und Ordensschwestern waren sichtbar, ein Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. spendete am Minoritenplatz den Segen.

Damit endete die Veranstaltung um etwa 17.30.

Dank der „menschengemachten Klimaerwärmung“ kam die Temperatur über 15 Grad bei häufigem Regen nicht hinaus. Das hatte die erfreuliche Nebenwirkung, dass sich die Schamlosigkeit bei der gleichzeitig stattfindenden orgiastischen Parade über den Ring in Grenzen hielt.

Ein Blick über die Grenzen Österreichs

Hier ist durchaus Erfreuliches zu vermelden:

Gleichzeitig zum Wiener Marsch für die Familie versammelten sich nämlich in Rom etwa eine Million Menschen zum Family Day vor dem Lateran gegen die Pervertierung der Ehe („Öffnung“ für Homosexuelle) und gegen die politischen Kräfte, „die die Familie massakrieren wollen“ (so Ex-Minister Maurizio Gasparri). Aufgerufen zu der Veranstaltung hatten katholische Verbände. Unterstützt wurden sie von laizistischen Kräften und Oppositionsparteien.

Am folgenden Tag, Sonntag dem 21.06., waren im selben Anliegen des Schutzes der Kinder über 4500 Menschen in der Stuttgarter Innenstadt versammelt. Angesichts des massiven Terrors der allgegenwärtigen Gegendemonstranten ist das ein beachtliches Aufgebot.

Ein kurzer Kommentar

  1. Offensichtlich ist vielen Eltern die Tragweite des moralischen Anschlages auf ihre Kinder noch nicht bewusst, denn sonst hätte ein x-faches an Kundgebungsteilnehmern erscheinen müssen.
  2. Es ist unverständlich und skandalös, dass die katholische Hierarchie im Prinzip kein Interesse am Schutz der ihr anvertrauten Gläubigen zeigt. Auch die Ökumene erwies sich wieder einmal als unbrauchbar. Wo sind die Hirten, wenn man sie braucht? Lediglich Chorepiskopos Aydin rettete – neben den teilnehmenden katholischen Priestern – die Ehre der Geistlichkeit.
  3. Es war eine positive Überraschung, dass sich Politiker der ÖVP mit den Zielen des Marsches identifizierten. Besonders auch die Teilnahme von Bezirksvorsteherin Stenzel wurde als erfreulich empfunden. Man kann nur hoffen, dass es auch in der Parteispitze zu einem Umdenken kommt.
  4. Es zeigte sich zum wiederholten Male, wie sehr die linksradikalen und „anarchistischen“ Demonstranten der von oben verordneten politischen Agenda zuarbeiten. Dabei erstaunt deren Grad an Indoktrinierung, Hass und – paradoxerweise – Selbstverachtung immer wieder. Letztere wird etwa in dem oft skandierten Spruch „Eure Kinder werden so wie wir“ erkennbar. Offenbar haben diese irregeleiteten Leute, meist in ihrem dritten oder vierten Lebensjahrzehnt, keine hohe Meinung von sich, wenn sie sich selbst als Negativbeispiel hinstellen. Man fragt sich also mit erheblichem Zorn, wem es gelungen ist, aus jungen Leuten solche würdelosen Zombies zu machen. Besonders unwürdig sind diese Leute, die ja bekanntlich immer gegen „Bullen“ schreien, wenn sie selbst nach der Polizei rufen. Da viele der Schreier mit bundesdeutschem Akzent schreien, muss man mit Entsetzen feststellen, wie erfolgreich die „Charakterwäsche“ bzw. die „reeducation“ in der mittlerweile dritten Generation gelungen ist.
  5. Mit dem Straßenterror in Verbindung steht das Verhalten der Polizei: Auch wenn die einzelnen Beamten in der Regel durchaus korrekt agieren und durch ihren Einsatz die Ausübung des Kundgebungsrechtes ermöglichen, so sind doch ideologisch gefärbte politische Weisungen an die Polizeileitung spürbar. Wie oben erwähnt, versuchte die Einsatzleitung die Kundgebung abzukürzen. Wie man auch hören kann, hätte die Kundgebung noch weiter vom Stephansplatz entfernt stattfinden sollen. Nur die Hartnäckigkeit der Veranstalter habe die Verlegung auf die Höhe Churhausgasse und somit eine gewisse Isolation verhindern können. Nicht verhindern konnte man die teilweise Verlegung des Zuges in Nebenstraßen. Es ist klar, dass im „roten Wien“ politisch missliebige Kundgebungen einen schweren Stand haben.

Resümee

Dank und Anerkennung an Veranstalter, Mitveranstalter und Teilnehmer. Es hat sich gelohnt. Und es wird weitergehen!

MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe und Philosoph, kirchlich gesendeter Katechist, langjährige Erfahrung im Lebensschutz

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  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2015 09:18

    Das Bildungsministerium mit der Lesben- und Schwulenfahne zu beflaggen, ist ein unerhörter Skandal!
    GrünRot wollte ja in Wien auch schon die Amtshäuser in den Bezirken mit solchen farbenprächtigen Flaggen verunzieren ...
    Die Wiener Linien müssen da auf höhere Orders auch mitmachen ...

    Was fehlt noch: die Gemeindebauten und ....
    Und bald zeigt sich Wien wieder in einem unübersehbaren Fahnenmeer wie ... na, Sie wissen schon!

  2. Ausgezeichneter KommentatorTullius Augustus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juni 2015 23:40

    Vielen Dank für den detaillierten & informativen Bericht.

    Eines merkt man deutlich: der "Marsch für die Familie" ist zu einem fixen Bestandteil des religiös-politischen Wiens und zu einer wichtigen Tradition geworden.

    Und der Marsch der Familie entwickelt sich weiter: Immer mehr und andere interessante Persönlichkeiten machen mit.

    Auch dieses Jahr, 2015 wurde wieder ein deutlich sichtbares Zeichen gesetzt - Vielen Dank an alle die für die Organisation viel Arbeit leisteten und vor allem: Vielen Dank an Jede und Jeden der mitging!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    3x Ausgezeichneter Kommentar
  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2015 11:46

    Ich wollte auch kommen, hatte aber wegen familiärer Verpflichtungen keine Möglichkeit zu kommen.

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  1. Schneeflocke (kein Partner)
    19. November 2015 10:31

    Ich lese mir gerne Aufsätzte und Kommentare von Theologen druch, da sie oft überlegt, besonnen und menschenfreundlich sind.

    Hier wurde ich enttäuscht.

  2. Gennadi (kein Partner)
    28. Juni 2015 17:36

    Die Marschiererei für die Familie leidet darunter, in religiös-politische Auseinandersetzungen hineingezogen zu werden.
    Was können Priester und Nonnen schon über Familie reden?
    Das konnte ein "kirchlich gesendeter Katechist" (???) noch nie erklären.

    • F.V. (kein Partner)
      28. Juni 2015 18:23

      Mein Vater erzählte uns öfters von einem gefürchteten Professor des Fachs Pathologische Anatomie, der seine erste Vorlesung damit begann, den Hörern einen Spruch vor die Nase zu setzen:

      Man kann sich nur jenen verständlich machen, die schon wissen wovon die Rede ist, ihnen etwas nur dann erklären, wenn sie das Gemeinte verstehen, das man nur andeutet.

      Gennadi gehört offenbar nicht zu diesen Leuten, die verstehen wovon die Rede ist. Seine dümmlich Behauptung über Nonnen und Priester würde ins Alltägliche „übersetzt“ lauten: Man könne nur dann Auto fahren, wenn man weiß wie ein Auto konstruiert und gebaut wird.

      Was Herr Schrems hier und an anderer Stelle ausbreitet, sind Ableitungen einer wahren Ethik und eines Verständnisses der Forderungen aus dem Naturrecht.

      Man betreibt auch Geschichtswissenschaft ohne dabei gewesen zu sein, als Cäsar ermordet wurde.

    • Gennadi (kein Partner)
      30. Juni 2015 22:50

      Nicht verstanden.
      Nicht genügend.

  3. Waltraut Kupf
    26. Juni 2015 17:30

    Anhand der Videoclips auf gloria.tv kann man vermuten, daß die Gegendemonstranten sich als noch weit schlimmer zeigten, als es der Autor beschreibt. (Ich selbst konnte aus wichtigen Gründen nicht dabei sein.) Zu dem oben angeführten Punkt 4 glaube ich, daß der Slogan "Eure Kinder werden so wie wir" weniger als Ausdruck der Selbstverachtung zu verstehen ist, sondern als eine Art hämische Schadenfreude darüber, daß die Indoktrinierung der Kinder der ideologischen Gegner so weit gegriffen haben wird, daß diese nach dem "Ebenbild und Gleichnis" der verkommenen links-autonomen Widerständler herangebildet werden. Leider ist zu befürchten, daß es tatsächlich dahin kommen könnte, wie ich an meinen Enkeln schon ansatzweise festellen konnte. Die Bemühungen, dem entgegenzuwirken, werden groß sein müssen und obendrein eine psychologische Gratwanderung, die Einfühlung in die gehirngewaschenen Opfer dieser Irrlehren erfordert.

  4. Opferkommissar (kein Partner)
    25. Juni 2015 16:19

    Warum verschweigt die dem Conchita-Wurst-Verehrer, Kardinal Schönborn, verpflichtete Kommerzseite "kath.net" den Marsch für die Familie?

    Angesichts kirchlicher Päderastie und schwuler Pfarrgemeinderäte könnte der Schönborn-Kirche eine Rückbesinnung auf die göttliche Institution der Familie nicht wirklich schaden.

    • Kirchensteuersklave (kein Partner)
      25. Juni 2015 16:24

      Die Kommerzseite "kath.net" hat (genauso wie der CIA-Rekrut Unterberger) andere Sorgen, nämlich die historische Wiederbelebung des Hasses gegen Russland.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      25. Juni 2015 18:41

      "Warum verschweigt die dem Conchita-Wurst-Verehrer, Kardinal Schönborn, verpflichtete Kommerzseite "kath.net" den Marsch für die Familie?"

      Leider ist aus diesem, ursprünglich interessanten und alternativen, Medium eines von vielen angepaßten geworden. Ein großer Teil der Artikel wird von den offiziellen Agenturen kathpress und KNA übernommen.

      Es ist klar, daß dort niemand die Katastrophen der österreichischen Hierarchie kritisieren würde, auch wenn sie noch so offenkundig wären.

      Und zensiert wird dort im Forum, daß man sich im alten Ostblock wähnt.

      Warum das so ist, kann man sich leicht denken.

    • Homo Faber (kein Partner)
      25. Juni 2015 22:10

      Es wäre sehr schlecht für die Reputation der Familie, wenn der Wiener Kardinal, der seinen Dom für sündhafte Homo-Segnungen hergibt, am Marsch teilnehmen würde.

    • Femen (kein Partner)
      25. Juni 2015 22:27

      @ Homo Faber
      Da der Marsch der Familie zeitgleich zur Regenbogenparade stattfindet, sind so manche Funktionäre der Kirchensteuer-Holding verhindert, am Marsch für die Familie teilzunehmen.

    • Carolus (kein Partner)
      26. Juni 2015 09:14

      Besten Dank an Wolfram Schrems für den ausführlichen Bericht!
      Ich hab ihn nun bei kath.net für die Rubrik Anderswo... zur Verlinkung angeboten; bin gespannt, ob er die Zensur passiert...

    • Carolus (kein Partner)
      26. Juni 2015 10:00

      Ich staune: kath.net hat den Link veröffentlicht!

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      26. Juni 2015 10:42

      @ Carolus

      Danke für die freundliche Rückmeldung und für die Verlinkung auf kath.net.

      Vielleicht könnten Sie - wenn Sie schon im Kontakt mit der dortigen Redaktion sind - auch anfragen, wo meine in den Jahren 2010 und 2011 dort veröffentlichten Gastkommentare geblieben sind.

      MfG

    • Waltraut Kupf
      26. Juni 2015 17:49

      Ein Kommentator bezeichnete an anderer Stelle die Wiener Erzdiözese als Abbaugesellschaft für religiöse Werte (oder so ähnlich), mein Sohn prägte in Analogie zur "Bad Bank" den Ausdruck "Bad Church". Ein äußeres Zeichen ist die Krampusbeleuchtung in der Stephanskirche, wo "Events" aller Art abgehalten werden und man in den Predigten grauenhaften Stuss zu hören pflegt. (Vielleicht gibt´s auch Ausnahmen.) Gesegnet wird alles und jedes, sogar die Pekinesen alter Damen (gegen die ich an sich durchaus nichts habe), nur wird das Ganze zum Kasperltheater. Thomas von Kempten sagt sinngemäß in einer seiner Schriften, daß er als schlechterer Mensch nach Hause käme, wenn er sich unter Menschen begeben hätte. Etwas könnte daran sein.

  5. zangi (kein Partner)
    25. Juni 2015 08:29

    "Es war eine positive Überraschung, dass sich Politiker der ÖVP mit den Zielen des Marsches identifizierten. Besonders auch die Teilnahme von Bezirksvorsteherin Stenzel wurde als erfreulich empfunden. Man kann nur hoffen, dass es auch in der Parteispitze zu einem Umdenken kommt."

    Und wieder rinnt uns der hoffnungsvolle Pavlovsche Sabber runter ob der Zurschaustellung der "christlich-konservativen" Feigenblätter der ÖVP (wobei Stenzel ja schon abgesägt wurde). Man bedenke, dass ja die Wienwahl kommt. Bei keinem früheren Marsch waren ÖVP-Politiker derart präsent, aber da wolltens ja auch kein Stimkreuzerl von den naiven Christen. Die Hoffnung ist in diesem Fall hoffnungslos.

  6. F.V. (kein Partner)
    24. Juni 2015 22:55

    Als Ergänzung möchte ich einen Bericht von der Stuttgarter hier anfügen.

    Es ist ja gut zu wissen wie es anderswo läuft. Mich wundert nur, wie sich hier der H. "Che". St. "vornehm" zurückhält.

    • F.V. (kein Partner)
      24. Juni 2015 22:57

      Sehr geehrter Herr von Oldenburg!

      Den besten Eindruck der sonnigen und fröhlichen Stimmung auf der heutigen DEMO FÜR ALLE in Stuttgart bekommen Sie in unserer Bildergalerie – schauen Sie gleich mal rein. Alle Infos zum Verlauf der großartigen Veranstaltung und Zitate der Reden sowie Grußworte entnehmen Sie bitte unserer Pressemitteilung:

      Stuttgart 21. Juni 2015: In Stuttgart gingen heute über 4.600 Menschen für die Verteidigung der Ehe, für die Familie und den Schutz ihrer Kinder vor Sexualisierung und Gender-Indoktrination auf die Straße. Bereits zum fünften Mal hatte das Aktionsbündnis DEMO FÜR ALLE zum Protest aufgerufen. Die Kundgebung wurde von der Koordinatorin und Veranstalterin der Demo, Hedwig Beverfoerde, eröffnet. Christoph Scharnweber, Vorsitzender des EAK der CDU Heilbronn, der die Veranstaltung co-moderierte, heizte der grün-roten Landesregierung mit einer gereimten Rede ordentlich ein.

      Die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger und Thomas Bareiß verurteilten in ihrem Grußwort das Ansinnen der grün-roten Landesregierung, den Menschen vorschreiben zu wollen, „wie wir zu leben und wie wir unsere Kinder zu erziehen haben.“ Auch die sog. „Ehe für Alle“, die anlässlich der aktuellen Debatte erstmals ebenfalls im Zentrum der Demo stand, kritisierten die beiden und machten deutlich, daß es hierbei „im Kern nicht um Gleichstellung geht, sondern am Ende des Tages um die Abschaffung der Ehe.“

      Jérôme Brunet von der französischen Protestbewegung La Manif Pour Tous beschrieb in seiner Rede die Entwicklungen zum Gesetz der "Ehe für alle" in Frankreich und rief den Menschen in Stuttgart zu: „Lassen Sie nicht zu, dass hier eine Entwicklung losgetreten wird, die teuflische Folgen haben kann!“

      Dr. Thomas Jahn vom konservativen Aufbruch der CSU, der seit kurzem neuer Bündnispartner der DEMO FÜR ALLE ist, nahm in seiner Rede vor allem die Bildungsplanreform der Landesregierung ins Visier: „Wir dürfen nicht zulassen, dass diese grün-rote Regierung Kinder ideologisch für irgendwelche verrückten Gender-Experimente missbraucht.“

      Dr. Malte Kaufmann, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU Rhein-Neckar (ebenfalls neu im Bündnis der DFA) rief die verantwortlichen Politiker dazu auf, „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ zu streichen und „stattdessen der Ehe zwischen Mann und Frau den ihr gebührenden verfassungsmäßigen Rang und Schutz einzuräumen.“ Ins gleiche Horn stieß Lukas Kuhs, Leiter vom Landesfachausschuß Familie und Demographie der AfD BW, der in seiner Rede den besonderen Wert von Ehe und Familie für die Gesellschaft unterstrich.

      Die 19jährige Lehramtsstudentin Hedwig Hageböck und ihre Freundin Franziska Rüsch machten in ihrem Beitrag deutlich, daß es mit ihnen keine Indoktrination in der Schule geben werde: „Wir sind eine tolerante Generation. Aber eine Gehirnwäsche, wie der Bildungsplan sie von uns fordert, werden wir niemals akzeptieren!“

      Mit Blick auf die Debatte um das Gender Mainstreaming drückte Weihbischof Thomas Maria Renz von der Diözese Rottenburg-Stuttgart in seinem Grußwort die Hoffnung aus, dass „die "Demo für alle" einen entscheidenden Anstoß geben kann für diesen dringend erforderlichen fairen, offenen, wissenschaftlichen, unvoreingenommenen und respektvollen Diskurs“.

      Weitere Reden kamen von Heinz Veigel, Sprecher des aus der Petitionsinitiative um Gabriel Stängle hervorgegangenen Vereins Zukunft-Verantwortung-Leben e.V. und der Bundesvorsitzenden des neugegründeten Bündnis C, Karin Heepen.

      Im Anschluß an die Kundgebung zogen die 4.603 Teilnehmer in einem endlos langen Zug zum Staatstheater, wo Beverfoerde den Startschuß gab, hunderte rosa und blauer Luftballons mit einem Appell an die Landesregierung in den Stuttgarter Himmel steigen zu lassen. In ihrer Abschlußrede drückte Beverfoerde ihre Zuversicht aus, daß von Stuttgart eine Welle ausgehen wird über ganz Deutschland, die Ehe zu verteidigen, als das, was sie immer war: der Lebensbund zwischen Mann und Frau. „Wir kommen wieder“ verkündeten am Schluß die Demonstranten. Am 11. Oktober wollen sie wieder in Stuttgart protestieren.

      Mit freundlichen Grüßen

  7. simplicissimus
    24. Juni 2015 07:04

    Bravo, mutig, weiter so!

  8. Josef Maierhofer
    23. Juni 2015 11:46

    Ich wollte auch kommen, hatte aber wegen familiärer Verpflichtungen keine Möglichkeit zu kommen.

  9. Politicus1
    23. Juni 2015 09:18

    Das Bildungsministerium mit der Lesben- und Schwulenfahne zu beflaggen, ist ein unerhörter Skandal!
    GrünRot wollte ja in Wien auch schon die Amtshäuser in den Bezirken mit solchen farbenprächtigen Flaggen verunzieren ...
    Die Wiener Linien müssen da auf höhere Orders auch mitmachen ...

    Was fehlt noch: die Gemeindebauten und ....
    Und bald zeigt sich Wien wieder in einem unübersehbaren Fahnenmeer wie ... na, Sie wissen schon!

    • Tullius Augustus
      23. Juni 2015 10:32

      Am Samstag war auf der Ringstraße waren auch mit der Regenbogenfahne beflaggt:

      Die aus Steuergeldern finanzierten Bundesinstitutionen:

      Burgtheater ( untersteht Josef Ostermayer, SPÖ Staatssekretär im BKA)

      Die Universität Wien (untersteht dem Wissenschaftsminister Mitterlehner, VP)

      Also nicht nur die Gemeinde Wien stellt sich demonstrativ auf die Seite der Gender-Ideologie sondern auch einzelne Bundesminister und deren Ressorts.

    • Erwin
      23. Juni 2015 11:42

      Dazu passend Vera Lengsfeld auf der Achse des Guten:

      "Ministerpräsident Ramelow demonstriert mit der Regenbogenflagge an der Thüringer Staatskanzlei seine Missachtung der Verfassung. Eine der wichtigsten Lehren der Eltern unseres Grundgesetzes aus der Nazidiktatur war, die Staatsorgane zur strikten weltanschaulichen Neutralität zu verpflichten. Es sollte nie wieder eine Gesinnung über Recht und Gesetz gestellt werden dürfen. Indem Ramelow die Regenbogenfahne raushängen lässt, stellt er seine Gesinnung über das Grundgesetz."

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      25. Juni 2015 08:52

      Werter Tullius Augustus, Dr. Josef Ostermayer war ab 16. Dezember 2013 Kanzleramtsminister in der Bundesregierung Faymann II und ist seit 1. März 2014 Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und öffentlichen Dienst (der letztgenannte Verantwortungsbereich wurde im Dezember 2014 an Kanzleramtsstaatssekretärin Sonja Steßl übergeben).
      MfG

  10. Tullius Augustus
    22. Juni 2015 23:40

    Vielen Dank für den detaillierten & informativen Bericht.

    Eines merkt man deutlich: der "Marsch für die Familie" ist zu einem fixen Bestandteil des religiös-politischen Wiens und zu einer wichtigen Tradition geworden.

    Und der Marsch der Familie entwickelt sich weiter: Immer mehr und andere interessante Persönlichkeiten machen mit.

    Auch dieses Jahr, 2015 wurde wieder ein deutlich sichtbares Zeichen gesetzt - Vielen Dank an alle die für die Organisation viel Arbeit leisteten und vor allem: Vielen Dank an Jede und Jeden der mitging!





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