Der Steuer-Orwell: Ein Angriff auf unsere Freiheit

Lesezeit: 4:00

Die sogenannte Steuerreform ist eigentlich eine längst fällige Tarifanpassung, den Namen „Reform“ haben die vielen neuen Steuergesetze eigentlich nicht verdient. Was noch viel schwerer wiegt als die sozialistische Umverteilung in diesem Land – wo dem geduldigen Mittelstand und den Unternehmern immer mehr aufgebürdet wird – ist aber der bedrohliche Angriff auf unsere Freiheit.

Unser Land droht zu einem Überwachungsstaat zu werden.

Der Generalverdacht der Steuerkriminalität gegen die Unternehmer ist ungerecht und leistungsfeindlich. Das Steuersystem wird immer komplexer, das ist schon rechtsstaatlich bedenklich. Steht am Ende die politische Willkür – gepaart mit den Instrumenten eines Polizeistaats?

Über die Vorratsdatenspeicherung haben sich noch alle aufgeregt, und jetzt werden in einem ersten Schritt alle Geschäftskonten gläsern. Es ist fraglich, ob, aber eher wann der zweite Schritt folgt – nämlich, dass alle Konten, auch die von Privatpersonen, gläsern werden – ohne Gerichtsbeschluss, versteht sich.  Wird auch bald das Bargeld abgeschafft?

Erstaunlich, dass so mancher unter diesen Rahmenbedingungen immer noch unternehmerisches Risiko auf sich nimmt. Eigenverantwortung und unternehmerisches Risiko scheinen hierzulande tatbestandsrelevant zu sein. Dabei gebührt diesen Menschen unser aller Dank. Nur in der Privatwirtschaft werden Arbeitsplätze geschaffen, die Steuergeld bringen. Alle anderen kosten Steuergeld.

Aber vielleicht gehört dennoch die Verdoppelung der Finanzpolizei auf 1.000 Beamte zum Plan der Regierung Arbeitsplätze zu schaffen. Bereits derzeit ermittelt die Finanzpolizei mitunter mit einer umstrittenen Vorgehensweise, es bleibt abzuwarten, was die Zukunft bringt.

Und ob sich internationale Banden, die gewerbsmäßig Mehrwertsteuerbetrug begehen, von solchen Maßnahmen einschüchtern lassen, ist zu bezweifeln.

Und warum geht man auf die Wirte los? Ein beinhartes Geschäft mit großem finanziellem und auch gesundheitlichem Risiko. Man unterstellt den Wirten bisher, 900 Millionen Euro unterschlagen zu haben. Der Ökonom Schneider von der Uni Linz schätzt, dass maximal 100 Millionen Euro in die gefräßigen Staatskassen gespült werden … und wenn jemand Steuer hinterziehen will, wer sagt, dass er den Betrag in die Registrierkassa eingibt?

Es wird mystery shopping und verstärkte Kontrollen geben, es fehlen bloß noch finanzielle Belohnungen fürs Petzen! Es ist zu befürchten, dass Österreich zu einem Land wird, wo man anstelle von Freiheit und Leistung auf Vernaderung setzt!

Anreize, den Schritt aus der Schattenwirtschaft hinaus zu machen werden nicht gesetzt; dafür wird man im Finanzministerium groß schauen, wenn man merkt, dass sich das Einschränken der Schwarzarbeit negativ auf die Staatseinnahmen auswirkt, denn fürs Sparbuch pfuscht wahrscheinlich kaum einer am Wochenende, sondern eher, damit er sich was kaufen kann…

Ich will nicht falsch verstanden werden – Steuerhinterzieher verdienen keinen Schutz, aber unsere Unternehmer verdienen einen Schutz vor der staatlichen Schnüffelei, die sie unter Generalverdacht stellt, anstelle ihnen unendlich dankbar zu sein, dass sie trotz dieser unerträglichen Bürokratie bereit sind, unternehmerisches Risiko auf sich zu nehmen. Anstatt laufend mehr zu regulieren, mehr zu überprüfen und dann zu bestrafen um die leeren Staatskassen zu füllen, wäre es schön, wenn die Regierung endlich erkennt, dass wir in Österreich das Steueroptimum längst überschritten haben. Sobald die Menschen erkennen, dass mit ihrem Steuergeld verfassungskonform – also sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig – umgegangen wird, steigt sofort die Steuermoral. Das wäre der richtige Ansatz!

Die gläsernen Konten sind ein massiver Angriff auf unsere Freiheit! Und es ist zu befürchten, dass das nur der erste Schritt im sich ausdehnenden Überwachungsstaat ist. Unsere Vorfahren haben für Freiheit und die Unverletzlichkeit des Eigentums gekämpft, jetzt werden die Grundpfeiler unserer ehemals liberalen Gesellschaft sukzessive abgeschafft.

Es werden Schritt für Schritt Inquisitionsgesetze geschaffen, mit nur einem Ziel: den gläsernen Bürger für die Finanzbehörden und die Politik.

Anstatt den Wirtschaftsstandort wieder attraktiv zu machen, der Arbeitsplätze und Wohlstand sichern kann, erleben wir einen Steuer-Orwell 1984.

Und wer argumentiert, dass es bei der Konteneinsichtnahme ohne richterlichen Beschluss nur um die Bekämpfung der bösen Steuerhinterzieher geht, unterschätzt den Einfallsreichtum von Staat und Politik.

Zur Erinnerung, wie sich die Großen und Mächtigen rechtfertigen, hier das berühmt berüchtigte Zitat von JC Juncker:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob etwas passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Dr. Kathrin Nachbaur ist Nationalrats-Abgeordnete. Sie war Industrie-Managerin und Fraktionsvorsitzende des Teams Stronach.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2015 10:08

    Wieder ein sehr anschaulicher Kommentar von Frau Dr. Nachbaur!
    Sie schafft es doch immer wieder, auch einem schlichten Gemüt wie mir, die wirtschaftlichen Zusammenhänge so zu verclickern, dass ich sie auch verstehe.
    Hätten wir doch mehr Politiker dieses Formats. Allein wegen Frau Dr. Nachbaur wäre es doch schade, wenn das Team Stronach aus dem Parlament flöge.

  2. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2015 18:45

    Das wahre Problem ist die mangelnde Möglichkeit der Bürger, in den Gang der politischen Agenden direktdemokratisch "semper ubique" einzugreifen, verschärft um unsere linkslastige, also tendenziell wirtschaftsfeindliche, den Interessen der marxistischen politischen Nomenklatura hörige Presse.
    Grundlage obigen Problems ist aber ein anderes Problem, welches es unseren selbsterklärten "Gutmenschen Marke Orwell" ermöglicht, ihre massiv widersinnigen und damit beschädigenen Paradigmen weiterzuverfolgen: Es ist die Lethargie, das mangelnde Engagement allzu Vieler, gegen den Demokratiemangel aufzustehen und Flagge zu zeigen. Dem gegenüber agiert unsere Linke "gefühlt hundertfach" aktiver. Beispiel hiezu, wie es tagtäglich von - leider inseratenabhängigen - Presseprodukten mit Aufmerksamkeit heischendem Getöse getrommelt wird:
    http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/743047_Wer-kaempft-hat-bereits-gewonnen.html
    Neben Dr. Unterberger würde ich mir noch viel mehr an Direktdemokratie Interessierte wünschen, um das Steuer unseres Staatsschiffes mit dem Engagement Vieler Richtung Vernunft, Nachhaltigkeit und Fairness gegenüber allen Bevölkerungskreisen herumwenden zu können, und wollte auch Frau Dr. Nachbauer bitten, ihr Team Stronach in diese Richtung zu manövrieren zu versuchen, der gewiss ausschließlichen und alternativlosen Methode, die ausser Rand und Band geratene Politik in Zaum und Zügel des Volkes rückzuführen. Das schweizer Beispiel ist unwiderlegbar, auch wenn (gesteuerte?)Trolle dagegen mit bösen Worten anagitieren.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2015 19:54

    Nun gibt auch noch die bisher von mir so hoch geachtete Frau Nachbauer vom TS zu, daß sie von der bisherigen Realität Österreichs rein gar nichts weiß. Traurig! Wenn Spitzenpolitiker nicht einmal wissen was 'ÖNB-Meldung' bei einer Bank heißt, wer soll es dann wissen?

    Schon bisher wurden die Geschäftskonten bei Prüfungen in das Finanzcomputersystem eingespielt, auch von Banken!!! Wer eine Prüfung erlebt hat, weiß wie die sehr konkreten Fragen dann aussehen, weiß wie ganz bestimmte Unterlagen angefordert werden.

    Die Finanzbehörde ist jetzt ein klein wenig schneller und manche Grauzone ist nun klar gesetzlich geregelt, an der täglich praktizierten Realität ändert sich deshalb rein gar nichts. Unternehmer sind für den Staat Verbrecher und im Gegenzug hassen die Unternehmer den Staat, daran wird sich nichts ändern – nur gehört halt das TS offensichtlich auch zum Staat. Leider! Es wird aus der Ecke, mangels Wissen, keine Hilfe kommen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorpeter789
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. April 2015 14:21

    Ich schlage eine Rochade vor: Nachbaur gegen Faymann.

    Es wäre definitiv nicht zum Schaden Österreichs!

  5. Ausgezeichneter KommentatorÖkonomie-Vergelter
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2015 13:57

    Wird auch bald das Bargeld abgeschafft?

    Na DAS vor allem anderen!

    Sehr "nützlich" nämlich für Währungsreformen, Hair-Cuts (=Glattrasur von Sparern, Anlegern & Versicherungsfonds-Teilhabern) etc, wenn alles Geld nur auf Konten und damit überschaubar ist !

  6. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2015 11:43

    Und das alles mit Zustimmung (vielleicht sogar unter Applaus?) der "Wirtschaftspartei" ÖVP!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpeter789
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. April 2015 14:21

    Ich schlage eine Rochade vor: Nachbaur gegen Faymann.

    Es wäre definitiv nicht zum Schaden Österreichs!


alle Kommentare

  1. peter789 (kein Partner)
    02. April 2015 14:21

    Ich schlage eine Rochade vor: Nachbaur gegen Faymann.

    Es wäre definitiv nicht zum Schaden Österreichs!

    • FranzAnton
      03. April 2015 04:41

      Zwar ist Karfreitag heut; doch dieser Rochadevorschlag initiiert bei mir das Bild einer gerade stillenden Mutter am Bundeskanzlersessel im Parlament ......... - dazu das Gesicht der Frau NR Präsidentin ..........

      - wäre im übigen auch kein Beinbruch, und machte Frau Nachbauer zur absoluten Medienikone, weltweit, versteht sich. Die Gesichter der Muslime wären ebenfalls beachtenswert - Ayatollah Khamenei etwa ..........

      Die Welt wäre um ein Positivum reicher.

      Toitoitoi Frau Nachbaur!

  2. Torres (kein Partner)
    01. April 2015 11:43

    Und das alles mit Zustimmung (vielleicht sogar unter Applaus?) der "Wirtschaftspartei" ÖVP!

  3. machmuss verschiebnix
    31. März 2015 21:53

    Die Politiker wollen (od. können?) auf der Ausgabenseite nicht bremsen, was bleibt
    denen also anderes übrig, als das Geld bei denen zu holen, die's (noch) haben.

    Außerdem gibt es einigermaßen hohen Druck aus den USA - man errinnere sich an
    den beinahe Crash der UBS , das war ein beinharter wirtschaftlicher Kriegs-Akt der
    US-Hochfinanz gegen einen Finanz-Platz, der sich nicht dem Anglo-Amerikanischen
    Diktat unterwerfen wollte. Na, und das alteingesessene Bankhaus Wegelin wurde
    total zerschlagen ! ! ! Da muß mir niemand erklären, was im umgekehrten Fall
    passiert wäre - wenn aus europäischen Kreisen ein vergleichbarer Großangriff
    gegen eine US-Bank ausgegangen wäre (obwohl die es längst verdient hätten )


    Mittlerweile beginnt sich das Blatt jedoch zu wenden :

    Ein Thema, das schon seit einigen Jahren durch die Medien geistert und wie's jetzt
    scheint, doch nicht so sehr ignoriert wurde, wie man aus den mageren Berichten
    schließen konnte - die AIIB ( Asian Infrastructure Investment Bank ) steht quasi
    zum Abheben bereit auf der Startbahn und 44 Staaten reißen sich schon um einen
    Platz am Tisch der Gründungsmitglieder .

    Die USA versuchen noch immer das Projekt zu torpedieren, aber in China haben
    die Cowboys offebar ihren Meister gefunden ! ! !

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4697743/USA-isolieren-sich_China-mischt-die-Weltordnung-auf

    Wie wir alle wissen, werden die Amis nicht nachgeben - wie wir außerdem alle wissen,
    ist den Chinesen das so wurscht, wie wenn das berühmte "Fahrradl umfällt" , diesmal aber
    in Nashville Tennessee ! !
    Was sich allerdings daraus ergeben wird, das steht (vielleicht) in den Sternen - im
    günstigsten Fall eine Marginalisierung der USA infolge total geänderter Machtverhältnisse,
    im schlimmsten Fall der 3. Weltkrieg, der nicht nur die USA marginalisieren würde,
    sondern die Spezies Mensch ! Kreisky würde sagen: "lernen Sie Geschichte" , und
    das KANN nur heißen Krieg

  4. Ökonomie-Vergelter
    31. März 2015 13:57

    Wird auch bald das Bargeld abgeschafft?

    Na DAS vor allem anderen!

    Sehr "nützlich" nämlich für Währungsreformen, Hair-Cuts (=Glattrasur von Sparern, Anlegern & Versicherungsfonds-Teilhabern) etc, wenn alles Geld nur auf Konten und damit überschaubar ist !

    • Rado (kein Partner)
      02. April 2015 07:38

      Ersatz- und Paralellwährungen hat es auch früher schon gegeben. Und wenn es die Indischen Rupien oder Chilenische Pesos sind.

  5. dssm
    30. März 2015 19:54

    Nun gibt auch noch die bisher von mir so hoch geachtete Frau Nachbauer vom TS zu, daß sie von der bisherigen Realität Österreichs rein gar nichts weiß. Traurig! Wenn Spitzenpolitiker nicht einmal wissen was 'ÖNB-Meldung' bei einer Bank heißt, wer soll es dann wissen?

    Schon bisher wurden die Geschäftskonten bei Prüfungen in das Finanzcomputersystem eingespielt, auch von Banken!!! Wer eine Prüfung erlebt hat, weiß wie die sehr konkreten Fragen dann aussehen, weiß wie ganz bestimmte Unterlagen angefordert werden.

    Die Finanzbehörde ist jetzt ein klein wenig schneller und manche Grauzone ist nun klar gesetzlich geregelt, an der täglich praktizierten Realität ändert sich deshalb rein gar nichts. Unternehmer sind für den Staat Verbrecher und im Gegenzug hassen die Unternehmer den Staat, daran wird sich nichts ändern – nur gehört halt das TS offensichtlich auch zum Staat. Leider! Es wird aus der Ecke, mangels Wissen, keine Hilfe kommen.

    • FranzAnton
      31. März 2015 06:00

      @ dssm: "Es wird aus der Ecke, mangels Wissen, keine Hilfe kommen."
      Sehr geehrter dssm! Der gute Wille ist bei Frau Nachbauer offensichtlich vorhanden. Wenn es unter uns Postern Menschen gibt, welche besseres Wissen, egal, in welchen Materien, besitzen, so mögen sie dieses Wissen doch bitte verbreiten, sodass Alle klüger werden, und auch Frau Nachbauer, die neben ihrer Säuglingsbetreuung auch noch politisch aktiv ist, für kommende Diskussionen besser gerüstet ist.
      Wenn sich die vernünftigen Menschen nämlich nicht zusammentun und einander unterstützen, werden unsere marxistischen "Beschädiger von Allem" die Oberhand -die sie aktuell besitzen - behalten, und eben peu a peu alles ruinieren.

    • dssm
      31. März 2015 17:52

      @FranzAnton
      Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert!
      Ich will aber nicht in die Hölle! Daher sind für mich diese Leute contraproduktiv.

      Es gibt viele liebe, nette, anständige Menschen. Aber nur weil ich jemanden als freundlichen und hilfsbereiten Nachbarn schätze, qualifiziert dies selbigen Menschen noch lange nicht, von mir eine Geschäftsführung zu übernehmen. Denn von gut gemeint habe ich nichts, wenn es Verluste hagelt.
      Ebenso ist es in der Politik. Mir nützen all die Gutmenschen nichts.

      Nebenbei bemerkt: Niemand wird dumm geboren, diese Qualifikation muss man sich schon selber beibringen.

    • FranzAnton
      31. März 2015 19:37

      Frau Nachbauer erfüllt Grundvoraussetzungen für die Politik: Sie ist offensichtlich intelligent und auch elegant, und wirkt vor allem ehrlich; Ehrlichkeit und Anständigkeit sind aber genau jene unverzichtbaren Eigenschaften, welche in der Politik als - dringendst benötigte - Mangelware anzusehen sind, davon sind die Österreicher in ihrer übergroßen Mehrheit völlig überzeugt, behaupte ich. Dass Frau Nachbauer diese unerlässliche Qualifikation Anständigkeit und Ehrlichkeit tatsächlich besitzt, hoffe ich im Interesse Österreichs sehr, und würde, wenn ihr Agieren nichts Gegenteiliges erweist, das Team Stronach deshalb wählen. Die Zeit wird es erweisen.
      Anständige und ehrliche Herren und Damen Politiker hätten unsere Republik nicht in das aktuell in vielerlei Hinsicht immer noch schlimmer werdende Desaster geführt! Vielmehr verdanken wir unsere zahllosen Staatsprobleme unserer gleisnerischen Politikerklüngel, welche es verinnerlicht hat, die Menschen über ihre wahren Absichten zu desinformieren und zum allgemeinen Schaden an der Nase herumzuführen.

      Und: Kein Politiker kann in sämtlichen Materien Spezialwissen besitzen; er muss sich das Nötigste einfach selber beibringen oder von Fachleuten erklären lassen. Von den amerikanischen Präsidenten dürfte jedenfalls A. Lincoln anständig und ehrlich gewesen sein, und klug war er ebenfalls (Autodidakt!); was er damit erreichen konnte, war beeindruckend; ihm standen ja, genau wie heute, Berater in jeglicher Hinsicht zur Verfügung; sind letztere genau hiefür da. Ein anderer fällt mir nicht wirklich ein.

    • dssm
      31. März 2015 19:58

      @FranzAnton
      Sie haben ein perfektes Beispiel gebracht! Lincoln! Jemand der einen Chief-Justice verhaften lassen wollte, nur weil der die Verfassung geachtet hat. Jemand der seine Armee sengend und brennend durch das Feindesland marschieren ließ, ohne jegliche militärische Notwendigkeit! Einen billigen Opportunisten, der einmal an der Sklaverei kein Fehl erkennen konnte und, wenn es gerade passte, ganz besonders dagegen war. Einen Vertreter des Leviathan der mit seinen ungerechten Steuer- und Zollplänen einen grausamen Bürgerkrieg auslöste. Ein Politiker der die 'Alternativlosigkeit' perfekt gelebt hat, auch wenn dabei zahlreiche Gesetze und Verträge gebrochen werden mussten.

      Ich kenne auch die Biographie dieses Herrn. Ich habe keinen Zweifel (ohne Ironie!), daß er es gut gemeint hat. Er war das Musterbeispiel des guten Nachbarn! Er ist sogar verdreckt zur Gerichtsverhandlung gekommen, weil er, in perfekter Kleidung, einem Bauern beim Bergen eines Schweins aus dem Sumpf geholfen hat. Den Toten, Verstümmelten, Witwen und Waisen hat das dann wohl nicht so geholfen …

    • FranzAnton
      01. April 2015 04:44

      @dssm: Alle Menschen machen Fehler; die Anständigen sind bereit, dies zuzugeben, und die Fehler künftig zu vermeiden, die nicht Anständigen zeigen sich hinsichtlich ihrer Fehler uneinsichtig, bestreiten sie, und ändern ihr Verhalten nicht. Marxisten sind ein Musterbeispiel hiefür. Solches Verhalten führt im Extremfall zu den aktuell offenbar gewordenen, desaströsen politischen Fehlleistungen wie Staatsverschuldung, Bildungsruin, Import von Sozialsystembelastern, kulturellem Niedergang, etc., etc.

    • F.V. (kein Partner)
      02. April 2015 00:34

      FranzAnton,

      an Naivität kommen Sie gleich hinter dem WK.

      Wie sehr Sie auch um die liebe Frau und Mutter Nachbauer und deren Wissensvermehrung besorgt sind! - Meinen Sie nicht, daß ihr das am Ende nicht peinlich ist?

      Ich würde mich für so viel Anbiederung genieren, noch dazu von jemand, der bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit seine läppische direkte Dämokratur wie Sauerbier anbietet.

  6. FranzAnton
    30. März 2015 18:45

    Das wahre Problem ist die mangelnde Möglichkeit der Bürger, in den Gang der politischen Agenden direktdemokratisch "semper ubique" einzugreifen, verschärft um unsere linkslastige, also tendenziell wirtschaftsfeindliche, den Interessen der marxistischen politischen Nomenklatura hörige Presse.
    Grundlage obigen Problems ist aber ein anderes Problem, welches es unseren selbsterklärten "Gutmenschen Marke Orwell" ermöglicht, ihre massiv widersinnigen und damit beschädigenen Paradigmen weiterzuverfolgen: Es ist die Lethargie, das mangelnde Engagement allzu Vieler, gegen den Demokratiemangel aufzustehen und Flagge zu zeigen. Dem gegenüber agiert unsere Linke "gefühlt hundertfach" aktiver. Beispiel hiezu, wie es tagtäglich von - leider inseratenabhängigen - Presseprodukten mit Aufmerksamkeit heischendem Getöse getrommelt wird:
    http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/743047_Wer-kaempft-hat-bereits-gewonnen.html
    Neben Dr. Unterberger würde ich mir noch viel mehr an Direktdemokratie Interessierte wünschen, um das Steuer unseres Staatsschiffes mit dem Engagement Vieler Richtung Vernunft, Nachhaltigkeit und Fairness gegenüber allen Bevölkerungskreisen herumwenden zu können, und wollte auch Frau Dr. Nachbauer bitten, ihr Team Stronach in diese Richtung zu manövrieren zu versuchen, der gewiss ausschließlichen und alternativlosen Methode, die ausser Rand und Band geratene Politik in Zaum und Zügel des Volkes rückzuführen. Das schweizer Beispiel ist unwiderlegbar, auch wenn (gesteuerte?)Trolle dagegen mit bösen Worten anagitieren.

  7. Ingrid Bittner
    30. März 2015 10:08

    Wieder ein sehr anschaulicher Kommentar von Frau Dr. Nachbaur!
    Sie schafft es doch immer wieder, auch einem schlichten Gemüt wie mir, die wirtschaftlichen Zusammenhänge so zu verclickern, dass ich sie auch verstehe.
    Hätten wir doch mehr Politiker dieses Formats. Allein wegen Frau Dr. Nachbaur wäre es doch schade, wenn das Team Stronach aus dem Parlament flöge.

    • Cotopaxi
      30. März 2015 18:31

      Das sehe ich genauso.

    • dssm
      30. März 2015 20:01

      Nach dem Artikel ist mir das weitere Schicksal des TS völlig egal. Wie wollen die Politik machen, wenn sie nicht die leiseste Ahnung haben, was im Land bisher so üblich war?





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