Wozu Unterhaltungssendungen gut sind!

Lesezeit: 3:30

Wenn mich ein Thema interessiert, dann schau ich mir gelegentlich auf SWR die Sendung „Nachtcafe“ an. Dieses Mal war es der Fall, weil das Thema „Dialekt – charmant oder scheußlich“ mir sehr am Herzen liegt und die Gästeliste interessant war.

Zur Sendung war aus Österreich Dr. Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, Wien, angekündigt. Das hat mich schon etwas verwundert, denn mir war immer aufgefallen, dass er ein besonders gewähltes, etwas gespreiztes Deutsch (wie wir in Oberösterreich sagen) spricht. Ich habe mich mit der persönlichen Geschichte des Dr. Schröder nie beschäftigt, mir war er nur als erfolgreicher Museumsmacher aufgefallen. Irgendwann habe ich zwar einmal gelesen, dass er aus Oberösterreich stammt, aber das war es auch schon.

Was ich aber dann gehört und gesehen habe hat mich, gelinde gesagt, sehr verwundert.

Wenn ein gebildeter Mensch wie Dr. Klaus Albrecht Schröder erklärt, er habe sich deswegen seinen oberösterreichischen Dialekt abgewöhnt, weil er sich vor der Landeshymne geekelt habe, dann frage ich mich, wie tickt der eigentlich? Er meinte, in einer Sprache, die so korrumpiert sei, könne er nicht sprechen. Was heißt das eigentlich, eine Sprache korrumpieren? Was und wen er gemeint hat, kam ja irgendwie heraus, aber auch, dass gerade A.H. nicht seinen oberösterreichischen Heimatdialekt gesprochen hat. Schröder konnte oder wollte auch nicht einen Satz im oberösterreichischen Dialekt zum Besten geben, weil er meinte, er könne das nicht und das passt nicht zu ihm, er könne das bestenfalls nur nachmachen.

Offenbar ist er ausgestattet mit einer riesigen Portion Minderwertigkeitskomplexen nach Wien gegangen, weil wenn man heimlich am Klo üben muss, seinen Dialekt abzutrainieren, dann passt etwas nicht. Offenbar war der Drang „dazuzugehören“ so groß, dass er alles vergessen hat, was Heimat bedeutet. In „Heimat“ kann man allerhand hineininterpretieren, aber sie ist das, was sie ist. Heimat ist die Sprache, die Landschaft, das Essen, die Kleidung, die Bräuche und der Menschenschlag.

Sicher, man kann mit dem Wort Heimat viel verbinden, so wie man die heimatliche Tracht auch verteufeln kann, weil es Zeiten gab, die man heute am liebsten vergisst.

Persönlich fühle ich mich jetzt von Herrn Schröder diskriminiert. Dialekt zu sprechen bedeutet doch nicht automatisch, dass man dumm ist, oder?

Ich kann mich sehr gut auf Hochdeutsch ausdrücken. Aber, und dazu stehe ich, je emotionaler ich werde, umso heimatlicher wird die Klangfarbe meiner Sprache. Auch und gerade im Ausland. Ich habe viele Jahre nicht in meiner Heimat gelebt und meine deutschen Gäste haben es immer besonders charmant gefunden, dass meine Sprache wieder ins Heimatliche abgeglitten ist, wenn ich ihnen z. B. erklärt habe, dass auf Mallorca nicht ihre Claudia Schiffer der erste prominente Gast war, weil unsere Sissi war früher da. Die hat schon den dicken Luigi, den Erzherzog Ludwig Salvator, besucht (den ersten Grünen der Insel – er hat das Abholzen verhindert).

Und mit dem Dialekt beschäftige ich mich heute noch etwas intensiver. Ich habe immer gemeint, ich würde jedes oberösterreichische Wort verstehen. Mitnichten. Seit ich meinen Wohnsitz im Salzkammergut habe, komme ich drauf, dass der Menschenschlag hier sehr selbstbewusst mit „Heimat“ umgeht. Da sind die Trachten keine Verkleidung und der Dialekt eine selbst-verständliche Sprache. Es gibt auch noch viele Worte, die in der Alltagssprache verwendet werden, die man aber hinterfragen muss, wenn man nicht hier geboren und/oder aufgewachsen ist (kinzn, trüffin z. B.).

Aber sind die Salzkammergütler deswegen dümmer als die anderen Österreicher? Ich meine doch nicht!

Ingrid Bittner hat ursprünglich in Steyr gelebt, dann im westlichen Ennstal und jetzt in Bad Ischl. Sie hat lange im Ausland gelebt, hat im Tourismus, dem Notariat ihres Mannes und als Laienrichter gearbeitet. Sie ist auch kommunalpolitisch tätig gewesen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2014 12:25

    Die Aussagen dieses politisch ÜBERkorrekten Schnösels Albrecht Schröder überraschen mich in keiner Weise.

    Gibt er doch permanent zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen, sobald er eine Kamera bzw. ein Mikrofon vor sich hat, ähnlich linksgestrickte Kommentare zum Besten. Er möchte halt seiner politischen Bestellung als Albertinachef alle Ehre machen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorWafthrudnir
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2014 10:49

    So zurückhaltend ich sonst mit Wikipedia-Zitaten bin, so möchte ich diesmal doch empfehlen (v. a. Hr. Schröder, aber auch der Autorin und den Kommentatoren hier), mal den Beitrag zum bairischen Dialekt nicht nur anzusehen, sondern von Anfang bis zum Ende zu lesen. Dann wird man nämlich feststellen, daß eine Mundart um nichts weniger komplex und hochentwickelt ist als die normierte Standardsprache, und daß es sich vor allem nicht um eine schlampig ausgesprochene Hochsprache handelt, sondern daß ihre Regeln zur Phonologie, Grammatik oder Satzbau um nichts weniger kompliziert sind, und daß man vor allem Dialekt nicht korrekt sprechen kann, ohne ihn, wie eine Fremdsprache, sorgfältig gelernt zu haben.
    Übrigens glaube ich kaum, daß die Abneigung gegen den Dialekt mit den unerfreulichen Kapiteln unserer Vergangenheit zusammenhängt. Eher damit, daß Dialekt die Zugehörigkeit zur (ländlichen) Unterschicht anzeigen könnte. Und Menschen wie Hr. Schröder kümmern sich zwar, zumindest auf dem Papier, um jedes einzelne Mitglied der Unterschicht, aber doch eher so, wie sie sich auch um einen ausgesetzten Hund kümmern wird. Daß sie selbst je mit den Opfern ihres Pflegetriebs verwechselt werden könnten, ist ihnen dagegen das größte Gräuel, und so achten sie sorgsam darauf, daß jeder ihre Zugehörigkeit zur Bobo-Oberschicht hört, sobald sie den Mund aufmachen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2014 00:29

    Vaterlandslose Gesellen ohne Muttersprache tun mir nur leid. Ich kann mir kaum Schlimmeres vorstellen, als mit einer Kunstsprache in einer Scheinwelt zu leben.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2014 14:50

    Die Mundart ist eine der wichtigsten Ausdrucksformen kultureller Identität.
    Die deutsche Sprache kennt eine Vielzahl von Dialekten und ihre Pflege und Erhaltung ist der Gegenentwurf zum heute vielfach von den Medien propagierten kulturzerstörenden Denglisch-Kauderwelsch!
    Die Benützung einer dialektübergreifenden Hochsprache ist in vielen Fällen zwingend, aber nicht so, wie der Herr Albrecht es uns weis machen will!

  5. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2014 20:00

    Es wird noch einen Stelzhamer geben mit seinem Gedicht und der darin ausgedrückten Heimatliebe, da wird der Gang der Geschichte den selbstreferenziellen, masturbatorischen Klüngel an "Künstlern", Parasiteuren wie Journaille und urbanem Links-Bürgerlichen Geschmeis, der naturgemäß in den Metropolen besonders gut gedeiht, läßt es sich hier doch am besten auf Kosten anderer schmarotzen, längst hinweggefegt haben.
    Genauso wie seine Entsprechung in Brüssel und anderswo in supranationalen Strukturen.

    Und die Bobos werden wieder aufs Land kommen. Aber diesmal nicht um zu chillen, sondern um ein paar Erdäpfel und ein paar Deka Butter.

    Also, so gesehen, liebe Frau Bittner, Gelassenheit, nur etwas Gelassenheit....

  6. Ausgezeichneter KommentatorWaltraut Kupf
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2014 18:29

    Ich glaube, es geht Herrn Schröder nicht um "dumm" oder "gescheit", sondern um "angesagt", und was man uns heute ansagt, ist internationalistische Un-Eigenart, bei der die Sprache die Zugehörigkeit zur verpönten Heimat nicht erkennen lassen soll. Sie hat steril zu klingen wie eine midi-Datei.

  7. Ausgezeichneter KommentatorKing_Crimson
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2014 15:54

    Ich bin Steirer und berufsmäßig in Wien tätig. Wenn ich dann wieder in meine steirische Heimat fahre, genieße ich es wirklich wenn ich beim Billa oder beim Spar ein "Servus" oder ein "Pfiati" oder eben den vertrauten steirischen Dialekt höre. Ich finde das wunderschön!

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich total ahnungslos wieder mal in meine kleine Heimatgemeinde fahren würde und aus irgendeinem Grund (Politically Correctness Virus?) sprechen plötzlich alle wie der Ober-Schnösel Dr. Klaus Albrecht Schröder, dann kommt mir bei diesem Gedankengang das Grauen und ich würde mich wie in einem Sci-Fi Horrorfilm fühlen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKing_Crimson
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2014 15:54

    Ich bin Steirer und berufsmäßig in Wien tätig. Wenn ich dann wieder in meine steirische Heimat fahre, genieße ich es wirklich wenn ich beim Billa oder beim Spar ein "Servus" oder ein "Pfiati" oder eben den vertrauten steirischen Dialekt höre. Ich finde das wunderschön!

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich total ahnungslos wieder mal in meine kleine Heimatgemeinde fahren würde und aus irgendeinem Grund (Politically Correctness Virus?) sprechen plötzlich alle wie der Ober-Schnösel Dr. Klaus Albrecht Schröder, dann kommt mir bei diesem Gedankengang das Grauen und ich würde mich wie in einem Sci-Fi Horrorfilm fühlen!


alle Kommentare

  1. Mikel (kein Partner)
    26. Februar 2015 01:45

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  9. Ingrid Bittner
  10. peter789 (kein Partner)
    02. März 2014 16:28

    "...sind die Salzkammergütler deswegen dümmer als die anderen Österreicher? Ich meine doch nicht."
    Einspruch!
    Richtig muss es heißen: "Definitiv nicht."

    Mein Eindruck ist eher, dass die Leute vom Land, die sich durch die tägliche Arbeit ihr Geld hart verdienen müssen viel geerdeter sind, als irgendwelche Hochintellektuelle, die auf Staatskosten ihre ideologischen Irrwege und Verblendungen verbreiten.

  11. Sandwalk
    28. Februar 2014 20:46

    Die deutsche Schriftsprache ist eine Kunstsprache. Alle Sprachen der Welt haben sich als Mundartsprachen entwickelt. Die oberösterreichische Mundart ist eine der weichsten und wohlklingendsten im deutschen Sprachraum, das wurde mir im Ausland regelmäßig bestätigt. Das Wienerische, das Steirische, das Tirolerische, das Bayrische - das klingt alles etwas grober. Das ist nicht als Vorwurf zu werten, es klingt halt so.
    Die oberösterreichisch-salzburgererische Mundart wird übrigens in Operetten verwendet, daher werden wir Oberösterreicher in Deutschland regelmäßig mit Wienern verwechselt. Die Wiener Mundart ist für Operetten eher nicht so gut geeignet.
    Was der Albertinachef da von sich gegeben hat, ist grenzenlos dumm. Einfach nur dumm. Ich habe ihn einmal für einen Klugen Mann gehalten, aber so gesehen ist er nichts anderes als ein politisch korrekter Harlekin, der glaubt, Mundart sei eine Schande.
    Also sowas von dämlich, ich fasse es nicht.

  12. Pumuckl
    26. Februar 2014 19:37

    DIESEN HIRNFURZ DES FESCHEN CLAUS ALBRECHT SOLLTEN WIR UNS MERKEN !

    " EKEL VOR DER LANDESHYMNE " - " DIE OBERÖSTERREICHISCHE = BAYERISCHE* MUNDART SEINER HEIMAT VERWEIGERT ER ZU SPRECHEN, WEIL ER SIE KORRUMPIERT SIEHT. "


    Abgesehen, davon daß Dr. Schröder die Logik dieser Aussagen vermissen läßt,
    wird sie der überwiegenden Mehrheit der SPÖ-Wähler keineswegs gefallen!

    Warum sollte das wichtig sein?

    A ) Dr. Claus Albrecht Schröder ist ein SPÖ-Parteisoldat mit besonderer Qualifikation.

    ° Über den ORF, für den er während der beiden letzten Jahre seines Studiums von 1981-1983 Rundfunksprecher war, fand er eine Anstellung bei der Stadt Wien.

    ° 1987-1980 war Schröder Kabinettchef bei der von den Medien manchmal ROTE URSL genannten Kulturstadträtin Dr. Ursula Pasterk.

    ° Bei seiner Promotion 1995 war Claus Albrecht Schröder schon lange im Solde des sozialistischen Machtbereiches.

    ° Bis Schröder 1999 Direktor der Albertina wurde, war er, jedenfalls aus der Sicht Außenstehender sehr erfolgreich, als Kunstmanager im sozialistischen
    Machtbereich tätig.

    AUF DIESER BEEINDRUCKENDEN ROTEN KARRIERELEITER KAM HERR DR. SCHRÖDER ZU DEN " GEISTIGEN BLÄHUNGEN " WELCH DIE GEGENSTÄNDLICHEN ÜBELRIECHENDEN SPRECHBLASEN BEWIRKTEN.

    B ) Die besondere Eignung von Dr. Claus Albrecht Schröder für hohe und höchste
    politische Weihen:

    ° Dr. Schröder hätte schon durch seine Erscheinung ( Frauentyp, Plakatgesicht, vitale Ausstrahlung u.s.w. ) in einem Wahlkampf große Vorteile.

    ° Dr. Schröder muß man trotz vermutlicher Protektion, beeindruckende Leistungen im Zivilberuf bestätigen.

    ° Für Dr. Schröder könnte man aufgrund seiner weltweiten Vortragstätigkeit eine ebenso weltweite Fernetzung argumentieren.

    ° Fachlich wäre Dr. Schröder etwa als Minister für Unterricht, Kunst und Kultur
    zumidest ebenso geeignet wie Frau Heinisch Hosek.

    ° Auch als Bundespräsident, allenfalls nach Pramer, könnte Schröder für die SPÖ eine Personalalternative sein.

    ° Der zweifelsfrei sehr eitle Claus Albrecht Schröder würde sich einem entsprechenden Ansinnen der SPÖ, welcher er viel zu verdanken hat, wohl kaum widersetzen.

    Das ist keine Werbung für eine politische Karriere Schröders, sondern ein Aufruf,
    sich diese übelriechenden Rülpser Schröders zu merken, falls die SPÖ auf solche Gedanken kommt.


    * @ wafthrudnir 10:49 hat auf einen interessanten Wikipedia-Beitrag zum Thema
    bayrische Mundart hingewiesen. Demnach befinden sich 13,3 Mio Menschen im Bayrischen Sprachverband. Auch ganz Österreich, mit Ausnahme Vorarlbergs.

    • Pumuckl
      26. Februar 2014 21:04

      @ Pumuckl 19:37

      Korrektur:

      ° 1987-1988 war Schröder Kabinettchef bei . . . ROTE URSL genannten Kulturstadträtin Ursula Pasterk.

    • Inger
      27. Februar 2014 10:27

      Ergänzung:

      Normalerweise ist mir das Privatleben der VIPs vollkommen egal, solange sie mich nicht irgendwie belästigen.

      Allerdings habe ich jetzt auf Grund der Kommentare zum Schröder-Beitrag den Herrn Google noch einmal ergänzend befragt, weil da waren ... na ja, wenn das nur einigermassen stimmt, dann muss dieser Mensch ein Monster sein.

      Die Umstände die da geschildert sind, würde man wenn, dann bei den ganz armen Menschen in Indien oder China vermuten, nicht aber bei der High Society von Österreich!

      http://community.netdoktor.at/forum/termin-im-oktober-2007/seitenblicke-lang-und-traurig-615,780973.html

    • MSc
      27. Februar 2014 11:38

      @Inger
      Unglaublich. Danke für diesen Link.

    • Pumuckl
      27. Februar 2014 16:22

      @ Inger 10:27

      Danke für die erschütternde Ergänzung! Grundsätzlich ist ja allen Menschen, deren Hoffnung auf Elternglück in solch tragischer Art in Erfüllung geht, mein Mitgefühl sicher.
      Aber bei der Art, in welcher Dr. Schrörder mit seinem, sicher schweren, Vaterlos umgeht, wird er sich gewiß bei vielen Mitbürgern Ekel einhandeln.

      Dr. Klaus Albrecht Schröder scheint ja nicht nur beim Erklingen der O.Ö. Landeshymne Ekel zu empfinden, sondern auch beim Anblick seines behinderten
      Kindes !

    • Neppomuck (kein Partner)
    • Pumuckl
      27. Februar 2014 19:06

      @ Neppomuck ( k. P. ) 17:31

      Auch Ihnen Dank für Ihren Beitrag, welcher leider nur ein weiteres Beispiel für den allgemein verluderten Zustand unserer Gesellschaft aufzeigt.

      Habe soeben unter Narzissmus gegoogelt, und denke, da wird man auch fündig, wenn man versucht den schönen Albrecht irgendwo einzuordnen.

      AUCH FRAU INGRID BITTNNER GEBÜHRT FÜR IHREN GASTKOMMENTAR BESONDERER DANK !
      Hat sie uns doch geholfen, das Bild von Dr. Schröder, welches bei mir recht positiv war, etwas realistischer zu sehen.

  13. King_Crimson (kein Partner)
    26. Februar 2014 15:54

    Ich bin Steirer und berufsmäßig in Wien tätig. Wenn ich dann wieder in meine steirische Heimat fahre, genieße ich es wirklich wenn ich beim Billa oder beim Spar ein "Servus" oder ein "Pfiati" oder eben den vertrauten steirischen Dialekt höre. Ich finde das wunderschön!

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich total ahnungslos wieder mal in meine kleine Heimatgemeinde fahren würde und aus irgendeinem Grund (Politically Correctness Virus?) sprechen plötzlich alle wie der Ober-Schnösel Dr. Klaus Albrecht Schröder, dann kommt mir bei diesem Gedankengang das Grauen und ich würde mich wie in einem Sci-Fi Horrorfilm fühlen!

  14. brechstange
    26. Februar 2014 08:57

    Zum Schröder und Albertina fällt mir nur die Sache mit den hingeschütteten Plakaten ein, die ein Museumsmitarbeiter um ein paar Zentimeter zurechtgerückt hat und damit seinen Arbeitsplatz stark gefährdete (wie diese Dienstrechtssage geendet hat, ist mir nicht bekannt).
    Na das war ein Theater, weil der Mitarbeiter nicht die Qualitätsmanagementkette zur Zurechtrückung dieses Kunstwerks in Gang setzte, wobei ich nicht erkennen konnte, worin die Kunst bestand. Aber ich bin ja ein Kulturbanause.

    Es gibt noch ein paar so Menschen, die nach Wien gingen und weil sie sich ihrer politischen Situation in Kärnten schämten, ihre Herkunft verschwiegen. In Summe stellen diese sich als komplexbehaftet und andere unterdrückend hinaus.
    Keine gesunde Konstellation für ein glückliches Leben. Wenn diese dann Meinungsmacher werden, dann werben sie dann um ein Unterrichtsfach "Glück", offenbar weil sie selbst nicht wissen, was Ursache von Glück ist.
    Stronach zB sagte: "Je mehr ich arbeitete, desto mehr Glück hatte ich." und was wurde er trotz seines nachweislich erfolgreichen Lebens, wegen seiner Sprache verspottet.

    Hier sind neue Maßstäbe zu setzen, diese müssen von den Menschen ausgehen, ich zähle auf die den Dialektsprecher vom Land.

  15. mschoss (kein Partner)
    26. Februar 2014 07:52

    **************!!!!

  16. oberösi
    25. Februar 2014 20:00

    Es wird noch einen Stelzhamer geben mit seinem Gedicht und der darin ausgedrückten Heimatliebe, da wird der Gang der Geschichte den selbstreferenziellen, masturbatorischen Klüngel an "Künstlern", Parasiteuren wie Journaille und urbanem Links-Bürgerlichen Geschmeis, der naturgemäß in den Metropolen besonders gut gedeiht, läßt es sich hier doch am besten auf Kosten anderer schmarotzen, längst hinweggefegt haben.
    Genauso wie seine Entsprechung in Brüssel und anderswo in supranationalen Strukturen.

    Und die Bobos werden wieder aufs Land kommen. Aber diesmal nicht um zu chillen, sondern um ein paar Erdäpfel und ein paar Deka Butter.

    Also, so gesehen, liebe Frau Bittner, Gelassenheit, nur etwas Gelassenheit....

  17. Waltraut Kupf
    25. Februar 2014 18:29

    Ich glaube, es geht Herrn Schröder nicht um "dumm" oder "gescheit", sondern um "angesagt", und was man uns heute ansagt, ist internationalistische Un-Eigenart, bei der die Sprache die Zugehörigkeit zur verpönten Heimat nicht erkennen lassen soll. Sie hat steril zu klingen wie eine midi-Datei.

  18. terbuan
    25. Februar 2014 14:50

    Die Mundart ist eine der wichtigsten Ausdrucksformen kultureller Identität.
    Die deutsche Sprache kennt eine Vielzahl von Dialekten und ihre Pflege und Erhaltung ist der Gegenentwurf zum heute vielfach von den Medien propagierten kulturzerstörenden Denglisch-Kauderwelsch!
    Die Benützung einer dialektübergreifenden Hochsprache ist in vielen Fällen zwingend, aber nicht so, wie der Herr Albrecht es uns weis machen will!

  19. mischu
    25. Februar 2014 12:25

    Die Aussagen dieses politisch ÜBERkorrekten Schnösels Albrecht Schröder überraschen mich in keiner Weise.

    Gibt er doch permanent zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen, sobald er eine Kamera bzw. ein Mikrofon vor sich hat, ähnlich linksgestrickte Kommentare zum Besten. Er möchte halt seiner politischen Bestellung als Albertinachef alle Ehre machen.

  20. Wafthrudnir
    25. Februar 2014 10:49

    So zurückhaltend ich sonst mit Wikipedia-Zitaten bin, so möchte ich diesmal doch empfehlen (v. a. Hr. Schröder, aber auch der Autorin und den Kommentatoren hier), mal den Beitrag zum bairischen Dialekt nicht nur anzusehen, sondern von Anfang bis zum Ende zu lesen. Dann wird man nämlich feststellen, daß eine Mundart um nichts weniger komplex und hochentwickelt ist als die normierte Standardsprache, und daß es sich vor allem nicht um eine schlampig ausgesprochene Hochsprache handelt, sondern daß ihre Regeln zur Phonologie, Grammatik oder Satzbau um nichts weniger kompliziert sind, und daß man vor allem Dialekt nicht korrekt sprechen kann, ohne ihn, wie eine Fremdsprache, sorgfältig gelernt zu haben.
    Übrigens glaube ich kaum, daß die Abneigung gegen den Dialekt mit den unerfreulichen Kapiteln unserer Vergangenheit zusammenhängt. Eher damit, daß Dialekt die Zugehörigkeit zur (ländlichen) Unterschicht anzeigen könnte. Und Menschen wie Hr. Schröder kümmern sich zwar, zumindest auf dem Papier, um jedes einzelne Mitglied der Unterschicht, aber doch eher so, wie sie sich auch um einen ausgesetzten Hund kümmern wird. Daß sie selbst je mit den Opfern ihres Pflegetriebs verwechselt werden könnten, ist ihnen dagegen das größte Gräuel, und so achten sie sorgsam darauf, daß jeder ihre Zugehörigkeit zur Bobo-Oberschicht hört, sobald sie den Mund aufmachen.

    • Inger
      25. Februar 2014 14:04

      Wenn man sich die Sendung zu Gemüte führt, dann muss man ganz eigenartige
      Begründungen dafür hören, warum sich Herr Dr. Schröder die Mutter- oder Vatersprache mit Gewalt abgewöhnt hat, meinte er doch u. a. dass er das "Hoamatland" kann er deswegen nicht hören bzw. er ekelt sich davor, weil in dieser Sprache über die entartete Kunst gesprochen wurde.... Mag schon sein, aber wenn man nachrechnet, müsste Hr. Dr. Schröder so ca Mitte der Fünfzigerjahre geboren sein und demnach ca Mitte der Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts Kunst zu studieren angefangen haben, also da passt was nicht mit den Bezügen, die er da zwischen seiner grundsätzlichen Abneigung zur Heimatspreche und dem "Hoamatland" herstellt. Er muss es ja nicht singen, aber wenn er in OÖ bei einer offiziellen Veranstaltung sein sollte, wird er nicht umhin können, da muss er es hören - der OÖ Landeshauptmann singt es immer mit Inbrunst.

    • Schani
      26. Februar 2014 15:30

      Sie haben völlig recht mit der Komplexität von Dialekten! Mein Vater - er war nebenberuflich auch Byzantinist - meinte wenn er mir bei Schulaufgaben half, daß der Dialekt viel besser geignet sei für genaue Übersetzungen aus dem Griechischen, als Hochdeutsch. Wo gibt es z. B. sonst noch den Dual neben Singular und Plural außer in manchen bairischen Dialekten?

  21. La Rochefoucauld
    25. Februar 2014 10:33

    Der arme Kerl hatte wohl eine schwierige Kindheit.

  22. A.K.
    25. Februar 2014 05:15

    Zum Thema „Dialekt – charmant oder scheußlich“:
    Wer Dialekt spricht, weil es seine "Muttersprache" ist, verhält sich einfach normal. Wer zur richtigen Zeit gewähltes Hochdeutsch deshalb verwendet, um gut verstanden zu werden, verhält sich ebenfalls richtig.
    Wer Minderwertigkeitskomplexe oder Schuldgefühle auslebt verwendet "Denglisch", also (unnötige) englische Brocken in schlechtem Deutsch. Letzere (Geistes-)Krankheit ist vor allem bei Menschen häufig, die außer (geringen) Englischkenntnissen fast keine weiteren Sprachen sprechen. Zu wissen, wann man wie spricht, ist ein Zeichen von Bildung und sozialer Kompetenz.

  23. Haider
    25. Februar 2014 00:29

    Vaterlandslose Gesellen ohne Muttersprache tun mir nur leid. Ich kann mir kaum Schlimmeres vorstellen, als mit einer Kunstsprache in einer Scheinwelt zu leben.





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