Die Feinde der Freiheit

Lesezeit: 10:30

Österreichs mediale, kulturelle und politische Landschaft ist eine Wüste. Mitten in dieser weiten Einöde steckt tief im Sand ein Schild. Darauf steht in dicken Lettern: „politisch korrekt“. Die meisten Bewohner dieser Wüste denken, leben und handeln nach demselben Muster. Auf den Bühnen, im TV und in der Literatur stets derselbe neosozialistische Meinungsbrei. Gleiches gilt für die Medien. Egal ob Qualitäts- oder Boulevardblätter, ob privates Unterschichten-TV oder regierungstreues Staatsfernsehen, alle bewegen sich im selben Meinungs- und Gedankenbiotop.

Nur die Verpackung ist entsprechend der Zielgruppe eine andere, der Inhalt wird immer an die politischen Vorgaben angepasst. Egal ob kleiner Boulevardzeitungsredakteur oder Feuilletonist beim elitären links-„liberalen“ Blatt, alle verkünden dieselben Wahrheiten. Der politisch korrekte Untertan erfährt so, was opportun ist und wie und was er gerade zu denken und zu sagen hat.

Die Grenze zwischen Gut und Böse ist, so wie einst im Kommunismus oder Nationalsozialismus, klar gezogen, um auch den einfachere gestrickten Gutmenschen die Orientierung zu ermöglichen, damit sie das Böse und den Feind klar erkennen und benennen können. Andernfalls kämen manche vielleicht auf die Idee, dass freie Marktwirtschaft, Eigenverantwortung oder Atomkraft so übel nun doch nicht sind und dass man mit Sozialismus, Männerdiskriminierung, Plastiksackerlverbot, Wind- und Fahrrädern nur sehr schwer die Welt wird retten können.

Dem gemeinen Bürger wird jedenfalls stets derselbe Meinungseintopf inklusive dem politisch korrekten Koordinatensystem serviert: An einem Ende der Skala (am bösen) stehen: Kapitalismus, (Neo)Liberalismus, freie Marktwirtschaft, Atomkraft, Gentechnik, Männlichkeit, Unternehmertum, traditionelle Familienstrukturen, Fleischkonsum, Eigenverantwortung oder strenge Zuwanderungskriterien. All das gilt es zu bekämpfen und auszumerzen, sei es mit Quoten, Gesetzen, Gewalt, Zuckerbrot und Peitsche, Propaganda, Marketing oder (Um)Erziehung.

Die Mittel werden von Jahr zu Jahr drastischer, das politische Koordinatensystem immer weiter nach links verschoben. Haltungen, die vor zehn Jahren noch als bürgerlich galten, werden heute als rechts oder rechtsextrem bekämpft. Die einstmals konservativen europäischen Parteien wie ÖVP oder CDU passen ihre Überzeugungen und Ziele dem kontinuierlich nach links driftenden politischen Koordinatensystems brav und ohne großes Murren an.

Im grünen Bereich des politisch korrekten Wertekatalogs finden sich: Linke, Feminismus, Gender-Mainstreaming, Buntheit, Greenpeace, Keynesianismus, Multikulti, Neosozialismus, Patchworkfamilien, Veggie-Day, Planwirtschaft, Windräder oder Einkaufstaschen aus fair gehandelter Jute. Das Ziel der europäischen neosozialistischen Gesellschaftsingenieure scheint jedenfalls ein gegenderter, technik- und fortschrittsfeindlicher, staatsgläubiger, antikapitalistischer, öko-muslimischer Einheitsbürger zu sein.

Aber wo es genau hingehen soll, dürften die Apologeten der Öko-Gender-Multikulti-Ideologie selbst nicht so genau wissen. Jedenfalls will man, so wie einst der gschupfte Ferdl, möglichst schnell dort sein. Vorerst geht es deshalb primär um die Zerstörung „überkommener Strukturen und Traditionen“, um das Ende des reaktionären, repressiven, kapitalistischen, patriarchalen Schweinesystems.

Um das zu erreichen, müssen die Bewohner der politisch korrekten Meinungswüste von Kindesbeinen an auch ganz korrekt erzogen werden. Die Linke und die sich in einem Transformationsprozess befindlichen einstmaligen bürgerlichen Parteien drängen deshalb immer stärker auf möglichst viele verpflichtende Kindergartenjahre, auf Gesamt- und Ganztagsschulen, frei nach der alten Marketing-Binsenweisheit: Schnapp sie dir, solange sie jung sind. Die Kinder sollen, so wie einst im real existierenden Sozialismus Osteuropas, möglichst rasch dem schädlichen Einfluss der potentiell nicht-linken Eltern entzogen werden. In staatlicher Obhut sind die lieben Kleinen besser aufgehoben als im privaten Umfeld.

Schließlich kennt jede Kindergartentante und jede Volkschullehrerin ihre Pflichten und Aufgaben ganz genau. Erst vor kurzem hat die linke und einflussreiche Amadeu Antonio Stiftung in Deutschland Maßnahmen gegen Kindergartenkinder von „rechten“ Eltern angeregt (laut Stiftung erkennt man diese geistig kontaminierten Kleinlebewesen übrigens daran, dass sie nicht auffallen und nicht mit dunkelhäutigen Kindern spielen). Ja die Feinde der schönen neuen Welt müssen rechtzeitig erkannt, enttarnt, und ausgesondert werden.

Die Faschisten sind überall

Die Wächter der politisch korrekten Wüste vermuten hinter jedem Stein und jeder Düne einen Feind und Gedankenverbrecher. In unserer Gesellschaft wimmelt es deshalb nur so von Nazis, Rassisten, Populisten, Sexisten, Chauvinisten, Klimaleugnern, Schwulenhassern oder gierigen Kapitalisten. Und wer zu den Feinden gehört, das bestimmt die politisch korrekte Elite. Um zumindest den Anschein von demokratischer Legitimation zu haben, hält man sich in Universitäten, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, NGOs und anderen von öffentlichen Geldern abhängigen Institutionen so genannte Experten.

Dieses Heer von pseudowissenschaftlichen Genderforscherinnen, Rassismusfachleuten, Soziologen, Klimahysterikern, Diversitäts- und Multikultipredigern prägt in Zusammenarbeit mit Politik und Medien das geistige Klima dieses Kontinents. Sie regeln unsere Sprache, legen fest, welche Worte man noch oder nicht mehr verwenden darf und welche Bedeutung sie haben, wie man sich fortzubewegen hat, welche Duschköpfe und Beleuchtungskörper man verwenden darf, welche Bücher man nicht mehr lesen soll oder welche Konzerte und Veranstaltungen man besser nicht besucht, so ferne sie überhaupt stattfinden dürfen (Stichwort: Frei.Wild).

Die politisch korrekten Inquisitoren kennen kein Pardon. Ein unbedachtes Wort, eine falsche Redewendung, ein Lacher an der falschen Stelle bzw. kein Lacher an der geforderten, schon ist man verdächtig. Vor allem im Universitäts- und Medien-Betrieb ist der linke Gruppendruck enorm. Eigenständig denkenden Menschen werden durch die selbsternannten Rassismus-, Faschismus- und Sexismus-Wächter und deren politisch korrekte Hilfssheriffs und Blockwarte kontrolliert und gegängelt. Mit immer neuen und restriktiveren Sprachregelungen, Gesetzen und Verhaltensregeln wird die Meinungsfreiheit Schritt für Schritt eingeschränkt.

Die Hüter der politisch korrekten Moral, die 68er und ihre Epigonen sitzen nach dem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen an den Schalthebeln der Macht, in den Medien, Universitäten, Gerichten, Ministerien, den NGOs, im Staats- und Kulturbetrieb. Die neuen Jakobiner geben die Marschroute der Lemminge vor.

Wer das von ihnen abgesteckte Terrain verlässt, die politisch korrekten Tabus bricht, Denkverbote ignoriert und an der propagierten Alternativlosigkeit neosozialistischer Glaubenssätze zweifelt, der wird sozial ausgegrenzt, mit Berufsverboten belegt, verfolgt und diffamieret. Die Gutmenschen sorgen effektiv und gründlich dafür, dass ihre intellektuelle Wüste nicht von unerwünschten Gedanken, Ideen und Ideologien verschmutzt wird. Jede Oase wird ausgetrocknet, jedes aufkeimende Pflänzchen zertreten. Man möchte eine politisch korrekte Monokultur.

Man fühlt sich in dieser tristen Umgebung wohl. Vor allem deshalb, weil man sie nicht als solche wahrnimmt. Die ständig wachsende Zahl an Ge- und Verboten wird nicht einmal als Einschränkung der persönlichen Freiheit begriffen. Einerseits weil all das selbstredend zu unser aller Wohl und zur Rettung des Planeten geschieht und weil sich die meisten Österreicher und Deutschen in den Armen des Staates traditionell wohl fühlen. Anderseits tummeln sich auch unter den braven Wüstenbewohnern unzählige Kritiker, Mahner und Querdenker. Im Grunde sieht sich jeder aufrechte Gutmensch als kritischer Geist und Denker.

Als unbequem, couragiert und engagiert gilt man, wenn man päpstlicher als der Papst ist, sprich noch korrekter ist als der politisch korrekte Mainstream. Nicht diejenigen, die die herrschende Ideologe hinterfragen, gelten als unbequeme Kritiker, sondern die übereifrigen politisch korrekten Streber. So gaukelt man sich und den anderen Pluralität und Meinungsfreiheit vor. Die, die den Veggie-Day auch mit Zwang durchsetzen wollen, die nach „No Borders“ rufen, die die „Reichen“ enteignen wollen, sind auch diejenigen, die von staatlichen und staatsnahen Institutionen mit Ehrungen und Preisen gewürdigt und mit Subventionen und Aufträgen belohnt werden.

Gegen die „Bösen“ ist jedes Mittel recht

Für einen Gutmenschen ist das kein Widerspruch. Als mutig gilt, wer mit den Kojoten jault, offene Türen einrennt, und gegen den zuvor aufgebauten Popanz – also weitgehend virtuelle Gefahren und Feinde – kämpft. Jeder schmalbrüstige Gymnasiast und jeder angepasste Soziologieprofessor darf sich mit der richtigen politischen Einstellung als waschechter antifaschistischer Widerstandskämpfer fühlen. Held sein zum Nulltarif im neosozialistischen Disneyland. Wer gegen Schießbudenfiguren, Plastikmonster und Leintuchgespenster kämpft, der braucht auch nichts zu riskieren. Henryk Broder brachte es auf den Punkt: „Die Abwesenheit von Faschismus ist die Grundlage für eine vitale Antifa.“

Wer das politisch korrekte System hinterfragt und kritisiert, der wird mit der Nazikeule verprügelt, bis er am Boden liegt, dem unterstellt man Geisteskrankheiten (Xeno-, Islamo- oder je nach Bedarf andere Phobien), der wird lächerlich gemacht, dessen berufliche Existenz wird vernichtet, so einer kann nur unredliche Motive haben. Wer nicht im politisch korrekten Mainstream schwimmt, der wird geächtet und sozial ausgegrenzt.

Die großen öffentlichen Diskurse in Politik, Medien und Kultur sind deshalb nur Scheindebatten und Schaukämpfe, weil sie sich immer nur in einem ganz bestimmten vorgegebenen Rahmen bewegen dürfen. Grundlegende Kritik ist nicht mehr gestattet und wird zunehmend kriminalisiert, etwa durch den gummiartigen Verhetzungsparagraphen (§283 StGB):

„(1) Wer öffentlich auf eine Weise, die geeignet ist, die öffentliche Ordnung zu gefährden, oder wer für eine breite Öffentlichkeit wahrnehmbar zu Gewalt gegen eine Kirche oder Religionsgesellschaft oder eine andere nach den Kriterien der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion oder Weltanschauung, der Staatsangehörigkeit, der Abstammung oder nationalen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung definierte Gruppe von Personen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe ausdrücklich wegen dessen Zugehörigkeit zu dieser Gruppe auffordert oder aufreizt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen

(2) Ebenso ist zu bestrafen, wer öffentlich gegen eine der im Abs. 1 bezeichneten Gruppen hetzt oder sie in einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft oder verächtlich zu machen sucht.“

Vor solchen Formulierungen ist niemand sicher. Wehe, man versucht Pädophile (auch eine sexuelle Ausrichtung) „verächtlich“ zu machen, schließlich (Achtung Ironie!) schauen die Linken auf ihre Leute.

Mit so einer Schützenhilfe kann die Gutmenschen-Kamarilla mit Unterstützung ihrer medialen Hilfssheriffs auch ganz einfach pseudowissenschaftlichen Erkenntnisse (die Geschlechterunterschiede sind primär ein gesellschaftliches Konstrukt, mit erhöhten Staatsausgaben lässt sich die Wirtschaft ankurbeln, soziale Ungerechtigkeit ist der primäre Auslöser für Gewalt, Hass und Konflikte, der Mensch verursacht den Klimawandel, etc.), als unumstößliche Wahrheiten postulieren, um so, so wie einst die Kirche, die Untertanen besser lenken zu können. In so einem gesellschaftlichen und politischen Klima fährt man am besten, wenn man seine eigenen Standpunkte von ihrer Mehrheitsfähigkeit abhängig macht. Deshalb werden in Kunst und Medien stets dieselben ledrigen Binsenwahrheiten Tag für Tag wiedergekäut.

Adolf Hitler ist als untotes Schreckgespenst Dauergast in Medien, Talkshows, Romanen, Debatten, Theaterstücken, Universitäten. Ohne Unterlass wird die nationalsozialistische Vergangenheit „aufgearbeitet“. Und während man den Schuldkult pflegt und mit großen Gesten vor dem Wiederaufkeimen des Nationalsozialismus warnt, installiert man ohne großen Widerstand und vor aller Augen ein neues totalitäres faschistisches System. Und damals wie heute wollen die Feinde der Freiheit nur unser Bestes. Schließlich geht es darum, ob der Meeresspiegel in 50 Jahren um 4 oder um 4,2 Zentimeter (oder so) steigt.

Das Leben der Opposition ist zunehmend hart

Wer bei dieser schmierigen Tragikomödie nicht mitspielt, hat es zunehmend schwerer. Für dezidiert nicht-linke Journalisten etwa gilt de facto ein Berufsverbot. In der medialen Einöde gibt es für Abweichler keine Jobs. Das Ergebnis: Laut mehreren repräsentativen Befragungen ordnen sich etwa 2/3 aller Journalisten dem linken politischen Spektrum zu, die Dunkelziffer ist noch weit höher.

Liberale, konservative, rechte, ja selbst halbwegs neutrale Ansichten und Ideen sucht man in den großen Medien lange und oftmals vergebens. Nur einige wenige nicht-linke „Hofnarren“ dürfen ab und an ihre Meinungen kundtun. Die Mainstream-Medien fungieren als Gatekeeper, sie lassen nur zu, was opportun ist. Beim Entscheidungsfindungsprozess, was gerade genehm ist und was nicht, helfen die vielen Inserate aus Öffentlicher Hand ungemein.

Und weil kritischen Geistern der Zugang zu den großem Medien verweht wird, weichen sie ins Internet aus. Hier ist eine vielfältige kritische Meinungslandschaft, allerdings mit überschaubarer Außenwirkung, entstanden. Bestrebungen in Brüssel, dem einen Riegel vorzuschieben, gibt es schon länger. Trotzdem ist es wichtig, immer und immer wieder den Finger in die offenen Wunden zu legen, die Auswüchse der politisch korrekten Ideologie anzuprangern, um den selbstgerechten Gutmenschen den Spiegel vor ihre totalitäre Fratze zu halten.

Nicht, dass man mit solchen Texten besonders viel ändern oder bewegen kann, sie sind eher eine Bestandsaufnahme, eine Chronik des Niedergangs oder Dokumente fürs Archiv und nicht zuletzt Therapie für Autor und Leser.

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Vorwort zu dem in wenigen Wochen erscheinenden eBook „Die Feinde der Freiheit“ (Kindle Edition) von Werner Reichel.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorkakadu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2013 12:46

    Solange es noch solche Rufer wie Herrn Reichel in der endlosen Wüste der PC gibt, besteht die berechtigte Hoffnung diesem Spuk eines Tages ein Ende zu bereiten.
    Ich hoffe, die Wende gelingt friedlich!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2013 12:45

    Besten Dank Herr Reichel!
    Was ich gemacht habe, empfehle ich auch anderen Lesern:
    Den Beitrag in ein Word-Dokument kopiert und an eine Reihe von Freunden und Bekannten mit der Bitte um Weiterleitung gesendet!

  3. Ausgezeichneter KommentatorCincinnatus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2013 15:32

    "Egal ob Qualitäts- oder Boulevardblätter, ob privates Unterschichten-TV oder regierungstreues Staatsfernsehen, alle bewegen sich im selben Meinungs- und Gedankenbiotop."

    Da gibt es im uniformen Meinungs - und Gedankenbiotop eine PC immune Spezies namens "Die Weltwoche". Diese äußerst lesenswerte Schweizer Qualitätszeitschrift zeigt uns unbeeindruckt von irgendwelchen Mainstreams vor, wie dem ganzen Gender -, Schwuchtel-, Gutmenschen etc.- Wahnsinn begegnet werden kann.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2013 01:20

    Der Vernichtungskrieg des Fußvolkes der 'linken Guten' gegen die 'bösen Rechten' gebraucht nicht seinen Verstand, sondern entscheidet mittels seiner Empathie, wenn es an das große Nazijagen geht. In Österreich gelegentlich noch gesteigert durch habituelles Deutschenfressertum, das wie ein Narkotikum einer minderwertigen, weil vor sich selbst in ihrem Innersten ihres feigen Opportunismus und Volksverrätertums durchaus bewussten proletenhaften Masse an Kriegsgewinnlern und 'Siegern' (Club 45) deren Hassbereitschaft noch zu steigern vermag. Sie ist eine blöde, aber laute Minderheit, sonst nichts.

    Das 'gefühlte' Bessermenschentum braucht keinen Verstand. Es weiß sich, im Urgrund seiner grenzenlosen moralischen Überlegenheit, deren sie sich ununterbrochen wie die tanzenden Derwische bis in den Trancezustand wechselseitig versichern, vortrefflich geborgen. Dieser Pöbel braucht weder Verstand noch Sinn, weder Kenntnis noch Wahrheit - er ruft nach Vernichtung, wie seinerzeit die Hexenjäger, die von der Inquisition angestachelt, sich auf der sicheren Seite wissen. Wenn ihre Schweinepriester sich ausreichend schamanenhaft bemurmelt haben, geht die Menschenfresserhorde auf die Jagd. Denn - so versicherte mir einmal einer ihrer intellektuellen Bandenführer (ein namhafter Historiker, sattsam bekannt aus einigen einschlägigen 'Kommissionen' jüngerer Vergangenheit) - die Bürgerkriegsgesellschaft, sei letztlich allen anderen Gesellschaften gegenüber im politischen Diskurs überlegen. Aha.

    Wie geistreich. Die Verbindung von marxistischem Geschwurbel und sozialdarwinistischen Überlegungen als letztes Argument einer politisch absterbenden Kraft, die den Massenmord an Andersdenkenden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Mittel der Politik etabliert hatte - was zu Leugnen sie angesichts der erdrückenden Faktenlage nicht mehr vermag - rechtfertigt diesen nun neuerlich und wie stets selbstreferentiell ausgerechnet unter Berufung auf Argumente aus den verstaubten Ladenhüterregalen zweier in den letzten 90 Jahren als Irrlehren erkannten Ideologien, die sich, nicht alleine gemessen an ihren Früchten, längst überholt haben. Es riecht allentahlebn nach Tod und morschem Moder.

  5. Ausgezeichneter KommentatorCollector
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2013 18:35

    Sehr geehrter Herr Reichel!

    Ihre Analyse ist glänzend!

    Sie beantwortet aber nicht die Frage nach den Ursachen. Wenn ich mich recht erinnere, wurde der "Verhetzungsparagraph"in Österreich eingeführt auf Initiative des hochverdienten Herrn Simon Wiesenthal im Verein mit der Israelitischen Kultusgemeinde und der weltweit agierenden Anti-Defamation League des B´nai B´rith.

    Daraus läßt sich auf das "Cui bono" schließen. Alles, was Sie beschreiben, einschließlich des Verhetzungsparagraphs, sind Schritte auf dem Weg zu Neuen Weltordnung unter Führung des antichristlichen, "auserwählten Volkes". Wie der russische Religionsphilosoph Wladimir Solowjew in seiner "Kurzen Erzählung vom Antichrist" (kann heruntergegoogelt werden!) beschrieben hat, wird der geschichtliche Prozess erst an sein Ziel gelangt sein, wenn der Antichrist auf dem Stuhle Petri sitzt. Als Vorbereitung dazu hat die"Protestantisierung" oder "Judaisierung" der Kirche in unseren Tagen ein geradezu atemberaubendes Tempo eingeschlagen, wie den jüngsten Berichten von Theologischen Sommerakademien zu entnehmen ist (siehe u. a. "Theologisches", Nr.11-12/2013; Kirchliche Umschau, Sept. 2014). Papst Franziskus sah sich deshalb genötigt, die Unverzichtbakeit des Christentums auf "Jesus den Herrn und Messias" gegenüber dem Judentum zu betonen (Apostolisches Scheiben vom 24. Nov. 2013, n. 249), welches in diesem zentralen Dogma die Wurzel des Antisemitismus erkennt, aus welcher der Holocaust herauswuchs. Es fordert deshalb von der Kirche den Verzicht auf dieses Dogma (näheres bei Jean Madiran: http://theeye-witness.blogspot.co.at/2013/10/jean-madiran-romes-other-secret-accord.html ; ähnlich die Auseinandersetzungen um "Dabru emet" - redet Wahrheit).

    Für die Symptome, die Sie beschreiben, gilt also die alte jüdische Weisheit: "Kein Haar fällt vom Haupte, es sei denn, es ist Gottes Wille." "Erst muß der Abfall kommen", heißt es bei Paulus, und in dieser Periode befinden wir uns heute.

  6. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2013 18:29

    Nach dieser köstlichen Leseprobe werde ich dieses Buch gleich kaufen und lesen, wenn es erschienen ist.
    Das landet sicher nicht auf dem Tisch, der sich schon biegt, vor lauter Vorratsbücher!

  7. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    4x Ausgezeichneter Kommentar

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHegelianer
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2013 09:36

    Stimmt alles. Bloß: Das politische Koordinatensystem wandert nicht einfach von selbst nach links, sondern deswegen, weil zu viele (wenn auch mit Murren) immer noch Parteien à la ÖVP wählen, obwohl diese seit 2006 weder eine (rechts)liberale noch konservative Politik bietet. Das Schlimmste zu verhindern oder wenigstens zu verzögern geht offenbar einem deutlichen NEIN vor.
    Auch sollte man sich endlich von EU-Europa verabschieden. In einem solchen Machtkomplex gedeihen linke Phantasien viel prächtiger als im überschaubareren Rahmen des Nationalstaats. Warum wohl sind die Grünen, die einst die erbittertsten EU-Gegner waren, heute die eifrigsten "Europäer"?
    Und was die linken "Systemmedien" betrifft, zu denen längst auch dereinst bürgerliche Blätter zählen: Einfach nicht kaufen, anstatt abonnieren und sich ärgern! (Das Wichtigste ist auch hier die Opposition zur EU: Denn die will ja etablierte Blätter aus öffentlichen Mitteln subventionieren, um "Meinungsvielfalt" zu erhalten. Im gleichen Atemzug soll eine EU-Medienbehörde Unliebsames verbieten können ...)

alle Kommentare

  1. Alternativlos (kein Partner)
    14. Dezember 2013 13:32

    Das hier passt ja bestens dazu......

    So lügen Journalisten
    13.12.2013
    Kann man ARD & ZDF noch trauen? Sind Zeitungen noch glaubwürdig? Immer häufiger werden Tatsachen verdreht oder unwahre Sachverhalte zusammengebogen. CO2-Lüge, Euro und EU: Zweifelhafte Propaganda-Methoden drillen die Menschen zu Political Correctnes. "Tagesschau "und "heute" unterschreiten teils das Niveau der "Aktuelle Kamera".

    Beispiele
    So manipuliert das ZDF
    ARD: Umfrage-Zensur zum Euro

    http://www.mmnews.de/index.php/etc/16184-luegen-journalisten

    • Alternativlos (kein Partner)
      15. Dezember 2013 19:13

      „Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.”

      Marie von Ebner-Eschenbach

    • Alternativlos (kein Partner)
      15. Dezember 2013 19:23

      Die wahre Kunst der Politik besteht darin, ein Volk welches im Faschismus lebt, soweit zu manipulieren, das die Staatsbürger denken, das ist Demokratie.

  2. Torres (kein Partner)
    12. Dezember 2013 15:04

    Ein ausgezeichneter Artikel. Wenn man allerdings österreichische Kabarettsprüche vergangener Zeiten (Qualtinger/Bronner) zitieren will, sollte man sich doch vorher genauer informieren oder die Finger davon lassen: "Jedenfalls will man, so wie einst der gschupfte Ferdl, möglichst schnell dort sein" ??? Das war nämlich Qualtingers "der Wilde mit seiner Maschin"; der "g'schupfte Ferdl" von Bronner hatte nur eine Rauferei in der Tanzschule.

    • Florin
      27. Dezember 2013 10:09

      Sie wußten doch was gemeint war, nicht? Also bitte was soll die Meckerei! Wer das Zitat nicht kannte sollte es sowiso googeln;)

  3. Waltraut Kupf (kein Partner)
    04. Dezember 2013 21:02

    Diesen mehr als gerechtfertigten Rundumschlag zu lesen ist ein wahres Labsal! Im Hinterkopf entsteht allerdings der beklommene Gedanke, ob es auf Dauer möglich sein wird, Meinungen dieser Art zu äußern. Schon gibt es zweifellos Leute oder gar Organisationen, die hier in ihrer verbalen Versatzstückkiste wühlen und feststellen werden, daß "sie" nun "aus ihren Löchern kriechen". Es ist ein Silberstreifen am Horizont, daß die allgemeine Feigheit gelegentlich durch beherzte Äußerungen, wie in diesem Artikel getätigt, durchbrochen wird, die aber noch um einiges zahlreicher werden müßten bis zu dem Punkt, an dem man nicht mehr alle Mißliebigen vor Gericht zerren oder ihnen zumindest den Mund verbieten kann. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit zwischen den Gehirnwäschern und jenen Leuten, die ihnen entgegenzuwirken versuchen, wobei das schwerste Stück Arbeit ist, die junge Generation zu erreichen, die bereits umerzogen ist.

  4. Hegelianer (kein Partner)
    04. Dezember 2013 09:36

    Stimmt alles. Bloß: Das politische Koordinatensystem wandert nicht einfach von selbst nach links, sondern deswegen, weil zu viele (wenn auch mit Murren) immer noch Parteien à la ÖVP wählen, obwohl diese seit 2006 weder eine (rechts)liberale noch konservative Politik bietet. Das Schlimmste zu verhindern oder wenigstens zu verzögern geht offenbar einem deutlichen NEIN vor.
    Auch sollte man sich endlich von EU-Europa verabschieden. In einem solchen Machtkomplex gedeihen linke Phantasien viel prächtiger als im überschaubareren Rahmen des Nationalstaats. Warum wohl sind die Grünen, die einst die erbittertsten EU-Gegner waren, heute die eifrigsten "Europäer"?
    Und was die linken "Systemmedien" betrifft, zu denen längst auch dereinst bürgerliche Blätter zählen: Einfach nicht kaufen, anstatt abonnieren und sich ärgern! (Das Wichtigste ist auch hier die Opposition zur EU: Denn die will ja etablierte Blätter aus öffentlichen Mitteln subventionieren, um "Meinungsvielfalt" zu erhalten. Im gleichen Atemzug soll eine EU-Medienbehörde Unliebsames verbieten können ...)

  5. Antje Holland (kein Partner)
    03. Dezember 2013 22:55

    Sehr geehrter Herr Reichelt,

    Ihr Text hat was. :-)

    Allerdings bin ich an folgender Stelle nicht ganz zufrieden (dazu gibt es dann auch einige Fragen). Hier ist die Stelle: "[...] Schließlich geht es darum, ob der Meeresspiegel in 50 Jahren um 4 oder um 4,2 Zentimeter (oder so) steigt. [...]".

    Hier sind die Frage: Haben Sie denn das mit den 4 cm überprüft? Wie haben sie gemessen? Per Satelit? An welcher Stelle, da wo sich Erdkruste absenkt oder hebt? Bei Ebbe oder Flut? Bei Eklipse oder normalem Vollmond? In durchschnittlichen Wellentälern oder -bergen? Und gehen Sie beim Anstieg von konstantenTemperaturen aus?

    Kleine Anmerkung noch dazu (seien sie also vorsichtig, was sie jetzt antworten[!]):
    All meine (ich bin geschlechtsumgewandelte Zigeuner-Negerin, sitze im Rollstuhl, habe derzeit einen Platten und meine jüdische Mutter ist im KZ umgekommen) lebenslangen Studien und Untersuchungen - und auch die Untersuchungen aller führenden Meeresvolumenwissenschaftler der IMVPPC kommen auf dieses Ergebnis - haben gezeigt, dass der Meeresspiegel seit dem 12.03.1783 um exakt 14:36(54sec) um genau ACHTUNDZWANZIGKOMMADREISIEBENMILLIMETER (in Zahlen: 28,37 mm[!]) gesunken ist. Und wenn Sie das anzweifeln wollen, dann sind Sie einer von den NationalSOZIALISTISCHE-Arbeiterpartei-Gleichschaltungs-Volksgenossen, die schon seinerzeit die Kirche abschaffen wollten.

    Upsi, daraus ergeben sich ja folgende, weitere Fragen:
    Welche politische Ausrichtung hat noch mal eine Arbeiterpartei?
    Welche politische Ausrichtung haben noch mal Genossen?
    Welche politische Ausrichtung haben noch mal Sozialisten?
    Welche politische Ausrichtung haben noch mal Kirchenabschaffer?
    Welche politische Ausrichtung will noch mal alles Gleichmachen?

    MfG
    Antje

    PS: Das Buch werde ich mir sofort zulegen.

  6. Amalek (kein Partner)
  7. hanso (kein Partner)
    03. Dezember 2013 15:34

    Perfekt. Es ist alles drinnen, was hineingehört. Daher eine Pflichtlektüre für das künftige Unterrichtsfach "Politische Bildung". Erinnert tatsächlich ein bisschen an Aldous Huxley`s "Schöne neue Welt".

  8. Scipio
    03. Dezember 2013 11:23

    Hier die Antwort durch den Chefredakteur der Basler Zeitung, "warum Freiheit nicht mehr geschätzt wird: "In Deutschland oder anderen westlichen Ländern dagegen hat sich eine politische Elite herausgebildet, die sich alles zutraut und die kaum mehr Rechenschaft abzulegen hat. Von einer Refeudalisierung könnte man sprechen: Es sind demokratische Barone, republikanische Fürsten, aufgeklärte Monarchen, die uns vorschreiben, wie wir zu leben und zu sterben haben.

    Die Politik begreift sich als neue Aristokratie..Die meisten Angehörigen dieser neuen Aristokratie haben nie in ihrer Karriere außerhalb der staatlich finanzierten Politik gearbeitet; die private Wirtschaft kennen sie bloß vom Hörensagen.

    Solange die einzige Macht, die neben dem Staat über Geld verfügt, die private Wirtschaft, sich nicht wehrt, wird sich im Westen die Lage nicht mehr aufhellen. Unsere Demokratie ist im Begriff zu scheitern

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article122469607/Angela-Merkel-hat-die-konservative-Seele-verkauft.html

    Sehr lesenswert, sehr zutreffend, für AT noch mehr als für D!

  9. Helmut Oswald
    03. Dezember 2013 01:20

    Der Vernichtungskrieg des Fußvolkes der 'linken Guten' gegen die 'bösen Rechten' gebraucht nicht seinen Verstand, sondern entscheidet mittels seiner Empathie, wenn es an das große Nazijagen geht. In Österreich gelegentlich noch gesteigert durch habituelles Deutschenfressertum, das wie ein Narkotikum einer minderwertigen, weil vor sich selbst in ihrem Innersten ihres feigen Opportunismus und Volksverrätertums durchaus bewussten proletenhaften Masse an Kriegsgewinnlern und 'Siegern' (Club 45) deren Hassbereitschaft noch zu steigern vermag. Sie ist eine blöde, aber laute Minderheit, sonst nichts.

    Das 'gefühlte' Bessermenschentum braucht keinen Verstand. Es weiß sich, im Urgrund seiner grenzenlosen moralischen Überlegenheit, deren sie sich ununterbrochen wie die tanzenden Derwische bis in den Trancezustand wechselseitig versichern, vortrefflich geborgen. Dieser Pöbel braucht weder Verstand noch Sinn, weder Kenntnis noch Wahrheit - er ruft nach Vernichtung, wie seinerzeit die Hexenjäger, die von der Inquisition angestachelt, sich auf der sicheren Seite wissen. Wenn ihre Schweinepriester sich ausreichend schamanenhaft bemurmelt haben, geht die Menschenfresserhorde auf die Jagd. Denn - so versicherte mir einmal einer ihrer intellektuellen Bandenführer (ein namhafter Historiker, sattsam bekannt aus einigen einschlägigen 'Kommissionen' jüngerer Vergangenheit) - die Bürgerkriegsgesellschaft, sei letztlich allen anderen Gesellschaften gegenüber im politischen Diskurs überlegen. Aha.

    Wie geistreich. Die Verbindung von marxistischem Geschwurbel und sozialdarwinistischen Überlegungen als letztes Argument einer politisch absterbenden Kraft, die den Massenmord an Andersdenkenden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Mittel der Politik etabliert hatte - was zu Leugnen sie angesichts der erdrückenden Faktenlage nicht mehr vermag - rechtfertigt diesen nun neuerlich und wie stets selbstreferentiell ausgerechnet unter Berufung auf Argumente aus den verstaubten Ladenhüterregalen zweier in den letzten 90 Jahren als Irrlehren erkannten Ideologien, die sich, nicht alleine gemessen an ihren Früchten, längst überholt haben. Es riecht allentahlebn nach Tod und morschem Moder.

    • FranzAnton
      03. Dezember 2013 06:52

      Ebenso eloquent wie treffsicher, und, vor allem, wahrheitsgemäß, analysiert. Bravo!

  10. Collector
    02. Dezember 2013 18:35

    Sehr geehrter Herr Reichel!

    Ihre Analyse ist glänzend!

    Sie beantwortet aber nicht die Frage nach den Ursachen. Wenn ich mich recht erinnere, wurde der "Verhetzungsparagraph"in Österreich eingeführt auf Initiative des hochverdienten Herrn Simon Wiesenthal im Verein mit der Israelitischen Kultusgemeinde und der weltweit agierenden Anti-Defamation League des B´nai B´rith.

    Daraus läßt sich auf das "Cui bono" schließen. Alles, was Sie beschreiben, einschließlich des Verhetzungsparagraphs, sind Schritte auf dem Weg zu Neuen Weltordnung unter Führung des antichristlichen, "auserwählten Volkes". Wie der russische Religionsphilosoph Wladimir Solowjew in seiner "Kurzen Erzählung vom Antichrist" (kann heruntergegoogelt werden!) beschrieben hat, wird der geschichtliche Prozess erst an sein Ziel gelangt sein, wenn der Antichrist auf dem Stuhle Petri sitzt. Als Vorbereitung dazu hat die"Protestantisierung" oder "Judaisierung" der Kirche in unseren Tagen ein geradezu atemberaubendes Tempo eingeschlagen, wie den jüngsten Berichten von Theologischen Sommerakademien zu entnehmen ist (siehe u. a. "Theologisches", Nr.11-12/2013; Kirchliche Umschau, Sept. 2014). Papst Franziskus sah sich deshalb genötigt, die Unverzichtbakeit des Christentums auf "Jesus den Herrn und Messias" gegenüber dem Judentum zu betonen (Apostolisches Scheiben vom 24. Nov. 2013, n. 249), welches in diesem zentralen Dogma die Wurzel des Antisemitismus erkennt, aus welcher der Holocaust herauswuchs. Es fordert deshalb von der Kirche den Verzicht auf dieses Dogma (näheres bei Jean Madiran: http://theeye-witness.blogspot.co.at/2013/10/jean-madiran-romes-other-secret-accord.html ; ähnlich die Auseinandersetzungen um "Dabru emet" - redet Wahrheit).

    Für die Symptome, die Sie beschreiben, gilt also die alte jüdische Weisheit: "Kein Haar fällt vom Haupte, es sei denn, es ist Gottes Wille." "Erst muß der Abfall kommen", heißt es bei Paulus, und in dieser Periode befinden wir uns heute.

  11. Anton Volpini
    02. Dezember 2013 18:29

    Nach dieser köstlichen Leseprobe werde ich dieses Buch gleich kaufen und lesen, wenn es erschienen ist.
    Das landet sicher nicht auf dem Tisch, der sich schon biegt, vor lauter Vorratsbücher!

    • diko
      03. Dezember 2013 07:22

      Meinerseits überlege ich mir - erstmalig - vielleicht doch einen "Kindle" anzuschaffen obgleich die Methode "Terbuan" sich bislang bewährte.

    • DieWahrheit
      03. Dezember 2013 07:31

      Ich habe seit einiger Zeit einen Kindle und lese beides: auf dem Kindle und in gebundenen Büchern. Kann Kindle sehr empfehlen. Allerdings ohne auf das gebundene Buch zu verzichten, denn oftmals markiere ich wichtige Aussagen...

    • Anton Volpini
      03. Dezember 2013 18:39

      "....denn oftmals markiere ich wichtige Aussagen..."

      Das ist der Punkt, weshalb ich das Buch dem elektronischen vorziehe. Sachbücher, und das ist einmal der größere Teil, lese ich prinzipiell mit Bleistift.

      Wie will ich mich sonst erinnern, was ich zwischen lesen und Wildbeobachtung am Hochstand in der Nöring gelesen habe? :-)

    • Brigitte Imb
      03. Dezember 2013 18:57

      Der Kindle verringert z.B. das Reisegepäck enorm, man kann dort auch markieren und teilen u.v.m.
      Der wird bei uns seit mind. 2 jahren benützt, mit bester Zufriedenheit.

      Obwohl, das gebundene Buch im schönen Regal ersetzt er nicht.

  12. Cincinnatus
    02. Dezember 2013 15:32

    "Egal ob Qualitäts- oder Boulevardblätter, ob privates Unterschichten-TV oder regierungstreues Staatsfernsehen, alle bewegen sich im selben Meinungs- und Gedankenbiotop."

    Da gibt es im uniformen Meinungs - und Gedankenbiotop eine PC immune Spezies namens "Die Weltwoche". Diese äußerst lesenswerte Schweizer Qualitätszeitschrift zeigt uns unbeeindruckt von irgendwelchen Mainstreams vor, wie dem ganzen Gender -, Schwuchtel-, Gutmenschen etc.- Wahnsinn begegnet werden kann.

  13. kakadu
    02. Dezember 2013 12:46

    Solange es noch solche Rufer wie Herrn Reichel in der endlosen Wüste der PC gibt, besteht die berechtigte Hoffnung diesem Spuk eines Tages ein Ende zu bereiten.
    Ich hoffe, die Wende gelingt friedlich!

  14. terbuan
    02. Dezember 2013 12:45

    Besten Dank Herr Reichel!
    Was ich gemacht habe, empfehle ich auch anderen Lesern:
    Den Beitrag in ein Word-Dokument kopiert und an eine Reihe von Freunden und Bekannten mit der Bitte um Weiterleitung gesendet!

  15. mike1
    • Wyatt
      03. Dezember 2013 07:16

      c/o Qualtinger - (heutige Grünzeiten erahnend)

      ............I was net wo I hin wüll, Hauptsach I bin schneller durt!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2019 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung