Alle gegen Hoeneß: Die Stunde der Etatisten

Lesezeit: 5:30

Wie konnte er nur?! Was für eine Gemeinheit – welch unvorstellbare Gier! Empörung allerorten. Ausnahmsweise sind es nicht Banker, „Spekulanten“ oder unternehmerische Ausbeuter, die vom Zorn der Neidgenossenschaft getroffen werden, sondern ein erfolgreicher Ex-Fußballer. Von „Hunderten Millionen Euro“, die er – Uli Hoeneß – angeblich „am Fiskus vorbei“ ins feindliche Ausland verbracht hat, weiß die stets zur moralischen Entrüstung bereite Hauptstromjournaille zu berichten.

Dass Kanzlerkandidat Steinbrück, in seiner einstigen Eigenschaft als Finanzminister, die deutsche Kavallerie nicht auf die Schweiz losgelassen hat, um auch diese (Steuer-)Oase zur (Steuer-)Wüste zu machen, kann, im Lichte der rezenten Ereignisse, gar nicht genug beklagt werden. Zumindest nicht von jenen, die auf beiden Augen blind sind oder die der langjährige Aufenthalt im Umverteilungsstaat um jedes Gespür für das rechte Maß gebracht hat.

Mehrere Auffälligkeiten gilt es festzustellen:

  1. Dass es ein illegal beschafftes Beweismittel ist, das nun die Grundlage der Erregung der Berufsbetroffenen bildet, scheint keinen Menschen zu kümmern.
  2. Dass der Staat ungeniert – für Millionen an Steuergeldern – Diebesgut (wieder einmal einen elektronischen Datenträger) ankauft und damit den Tatbestand der Hehlerei verwirklicht, wird völlig unbekümmert mit dem für den Fiskus positiven Saldo dieses kriminellen Vorgehens gerechtfertigt. Schließlich übertrifft die zu erwartende Beute den für die Konterbande aufgewendeten Preis mutmaßlich bei Weitem.
  3. Dass die staatliche Vollziehung nur auf gesetzlicher Grundlage zu handeln hat (die bekanntlich weder zu Datenklau noch zu Hehlerei berechtigt!), wird im vorliegenden Zusammenhang nirgendwo thematisiert. Der Nachweis für Hans-Hermann Hoppes These, wonach es sich beim Staat um eine kriminelle Organisation handelt, ist jedenfalls – einmal mehr – unzweifelhaft erbracht.
  4. Weshalb man den Nachstellungen einer kriminellen Organisation nicht mit Mitteln der Notwehr (in diesem Fall dem der Steuerflucht) begegnen sollte, würde ein hervorragendes Thema für eine Grundsatzdiskussion hergeben. Der deutsche Ökonom Philipp Bagus meinte dazu launig „Steuer zahlen ist kein Kavaliersdelikt!“
  5. Dass diejenigen, die sich derzeit am lautstärksten moralisch empören, durch die Bank entweder Nettosteuerempfänger oder mit der Staatsmacht innig liierte Figuren sind, lässt berechtigte Zweifel daran aufkommen, dass die Kampagne gegen den bösen Steuerhinterzieher frei von handfesten Eigeninteressen gefahren wird. Schließlich geht es – mutmaßlich illegale Vermeidungshandlungen hin oder her – um einen Nettosteuerzahler.

Dem Autor dieser Zeilen sind übrigens der Fußball im Allgemeinen und Herr Hoeneß im Besonderen gleichgültig. Erprobtermaßen unfähig, einen Hydranten zu überdribbeln, und an der Beobachtung 90-minütiger Laufrituale mehrheitlich schlichter Gemüter mit proletoidem Hintergrund uninteressiert, scheinen mir nur die begleitenden Umstände der kollektiven Aufregung bemerkenswert.

Das – wie eben von Peer Steinbrück – bei derlei Gelegenheiten stereotyp vorgebrachte „Argument“, dass es unfair sei, wenn Leute wie Hoeneß ihr Geld dem Zugriff des Finanzministers entzögen, während die Masse der Einkommensbezieher dazu doch gar keine Chance hätte, ist an Putzigkeit schwer zu überbieten: Der Fiskus brauchte ja nur die Unternehmen von der Last zu befreien, unbezahlt als verlängerte Werkbank des Finanzamts zu dienen, lasse sie Löhne und Gehälter netto auszahlen, und schon bestünde schlagartig „Waffengleichheit“ zwischen Ausbeutern und Lohnsklaven. Der Finanzminister könnte in diesem Fall seinen Laden allerdings Tags darauf dichtmachen, denn die Steuerwiderstände stiegen schlagartig ins Uferlose, würde den Lohnabhängigen mit einem Male bewusst, dass sie die Hälfte (oder mehr) ihres sauer verdienten Geldes zur Finanzierung staatlicher Korruption und Misswirtschaft abzuliefern haben. Wer indes meint, die Steuerlast steuerehrlicher Bürger könnte sinken, wenn egoistische Steuerflüchtlinge nur brav ihren Tribut ablieferten, glaubt vermutlich auch an die Existenz von Feen und Kobolden. Abgesehen von der vergleichsweise vernachlässigbaren Größenordnung dieser „Fluchtgelder“: Noch nie haben zusätzliche Steuereinnahmen den Anlass zu Tarifsenkungen gebildet.

Dass es nicht der Bosheit Selbständiger, Künstler und Sportskanonen geschuldet ist, wenn immer nur sie, niemals aber kleine Hackler Steuern hinterziehen, hat nichts mit der moralischen Überlegenheit oder gar mit „Fairness“ Letzterer zu tun, sondern allein mit deren mangelnden Möglichkeiten zum Unterschleif. Wer kann, der vermeidet Steuern ohnehin – und sei es beim Nettohaarschnitt, oder der Nachbarschaftshilfe am Bau, die ja besonders dem „kleinen Mann“ nicht ganz unbekannt ist.

Angesichts der drückenden Steuerlasten, die im Wohlfahrtsstaat herrschen, verwundert weniger der Umstand, dass in wachsendem Maße Vermeidungsstrategien zur Anwendung kommen, sondern eher, dass es noch immer nicht zu Steuerrevolten gekommen ist. Wenn mehr als die Hälfte des Verdienten vom Großen Bruder enteignet wird, ist das rechte Maß klar überschritten. Es sei daran erinnert, dass es in der Vergangenheit – als die Bürger noch nicht wohlfahrtsstaatlich gehirngewaschen und verhausschweint waren – bekanntlich schon wegen weit geringerer hoheitlicher Übergriffe als heute üblich zu bewaffneten Aufständen kam…

Die aktuelle Hoeneß-Kampagne ist, wie schon die Hetze gegen angeblich schädliche „Steueroasen“, von der impliziten Vorstellung getragen, jeder vom Bürger verdiente Cent gehöre im Grunde dem Staat. Der allerdings – so die krause Logik – ist in seiner grenzenlosen Huld immerhin geneigt, einen kleinen Teil des vom Bürger Erwirtschafteten diesem als Taschengeld zum Eigengebrauch zu überlassen. Jene seltsamen Spaßvögel, die gelegentlich mit der Behauptung „ich zahle gerne Steuern“ auffallen, finden sich so gut wie ausschließlich in den Reihen der Nettosteuerempfänger. Natürlich geht derartiger Unfug leicht über die Lippen, wenn man in Wahrheit nicht nur keinen Cent an Steuern und Sozialversicherungsabgaben löhnt, sondern lebenslänglich von jenen Steuern lebt, die in der Privatwirtschaft fronende Lastesel gezwungenermaßen abzuliefern haben.

Der amerikanische Ökonom Thomas Sowell bringt den hinter der aktuellen Neiddebatte um Hoeneß steckenden Sachverhalt präzise auf den Punkt, wenn er feststellt:
„Ich habe noch nie verstanden, warum es Gier genannt wird, das eigene, verdiente Geld behalten zu wollen, es aber keine Gier ist, sich das Geld anderer Leute aneignen zu wollen.“

Ein Satz, den man allen Steinbrücks und der Phalanx der hauptberuflichen Desinformanten in den Hauptstrommedien ins Stammbuch schreiben sollte.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    24. April 2013 01:19

    Vielen Dank für die hervorragende Zusammenfassung. Vor allem die schäbige Rolle des/der Staates/Staaten als Hehler, also Komplize, von Kriminellen kann gar nicht deutlich genug herausgestrichen werden. Warum versucht eigentlich keiner, die Frage der Zulässigkeit solcher Ankäufe vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu relevieren? Ich weiss schon, der ist natürlich nicht nur völlig überflüssig, sondern vor allem tief rot, aber man könnte damit die unnötig in Straßburg herumsitzenden Richter wenigstens vorübergehend in Verlegenheit bringen, und das Urteil, oder was immer die Genossinnen und Genossen sich dazu abquälen würden, wäre jedenfalls, wenn schon nicht befriedigend, so zumindest interessant.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    23. April 2013 23:47

    Es ist auch die Stunde der Extremsozialisten, die in Uli Hoeneß endlich ein populäres Gesicht für den (Wahl-)Kampf gegen den Klassenfeind - dem üblicherweise "steuerhinterziehenden" Kapitalisten - gefunden haben. Und die gleichgeschaltete, linke Medienlandschaft springt sofort helfend zur Seite, niemand schert aus.
    Deshalb kann man Ihnen, Herr Tögel, nicht genug dafür danken, daß Sie als einer der wenigen gegen den Strom Schwimmenden, die Sache mit dem Staat als Raubritter glasklar auf den Punkt bringen.

    Wer sich diesem Raubrittertum auf legale Weise entziehen möchte und seinen ständigen Wohnsitz intelligenterweise ins steuerschonende Ausland verlegt, der wird plötzlich als unmoralisch, bzw. als Antipatriot bezeichnet (obwohl Patriotismus bei Linken mehr als verpönt, aber beim Geld endet halt die Ideologie) sowie zusätzlich noch in der Öffentlichkeit mit Schimpf und Schande bedacht.

    Im Hinblick darauf, wie Staatsregierungen mit hart verdientem Steuergeld umgehen, könnte Steuerwiderstand ganz einfach zu einem Akt der Notwehr erklärt werden!

  3. Ausgezeichneter KommentatorAmalek
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 08:09

    Es spricht für die absolute Verkommenheit und Niedertracht in der deutschen Politik und Medienwelt, wie dieser Mann ausgerechnet jetzt verleumdet und verfolgt wird. So wird hierzulande jeder runtergemacht, der etwas leistet. Was erlaubt sich die Merkel, sich von Höneß zu distanzieren – während sie das Volksvermögen verjuxt, hat Höneß das Vereinsvermögen gemehrt, er sollte ihr Vorbild sein. Aber man kennt das von Mutti, sie hat noch jeden verraten und verkauft. Am unappetitlichsten aber wie immer Steinbrück – ein Mann, der bisher alle seine Wahlen verloren hat und sich auch bei der nächsten blamieren wird, bis auf die Knochen. Dieser Knecht der Banken und des internationalen Finanzkapitals wagt es, von sozialer Gerechtigkeit zu sprechen? Von Steuergerechtigkeit? Er, der 2009 als Bundesfinanzminister schätzungsweise 100 Milliarden Euro in den Hintern von Commerzbank und HypoRealEstate geschoben hat? Dieser Typ braucht lebenslänglich Stadionverbot!

    Hoeneß hat einen Fehler gemacht, weil er seine Schweizer Anlagen nicht versteuert hat – und er hat den Fehler eingesehen und eine Selbstanzeige gemacht. Damit ist der Fall für mich erledigt. Was ich vermisse, sind die Selbstanzeigen unserer Politiker, und zwar wegen wiederholten Bruchs ihres Amtseides “Schaden vom deutschen Volke abzuwenden”.

    Damit im Zusammenhang: Wer ist eigentlich der Verbrecher – derjenige, der Steuern hinterzieht, indem er das von ihm selbst verdiente Geld in die Schweiz bringt – oder derjenige, der Steuern hinterzieht, indem er das von anderen verdiente Geld dem Euro-Moloch in den Rachen wirft? Merkel, Steinbrück und Co. haben über 700 MILLIARDEN deutsche Steuergelder als Garantie für die Euro-Rettung verpfändet. Darüber muss geredet werden, dafür muss Rechenschaft gelegt werden. Mit Hoeneß jagen die wahren Gangster einen Sündenbock, um von sich abzulenken – einen Mann mit kleinen Fehlern und riesigen Verdiensten.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. April 2013 00:39

    S.g. Herr Tögel!
    Seit Jahrzehnten suche ich nach der von Ihnen heute dargebrachten Beschreibung des Fußballspieles!
    Und was den räuberischen Staat angeht, stimme ich Ihnen sowieso zu. Wozu gibt es wohl das ZWR und EUFOR?!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. April 2013 21:14

    Ich stehe auf dem Prinzip, daß Wahrheit als Wahrheit behandelt werden muß.
    Wenn ein Beweismittel vorsätzlich unrechtmäßig beschafft wurde, müssen die Verantwortlichen dafür entsprechend dem Gesetz zur Rechenschaft gezogen werden. Im vorliegenden Fall offensichtlich der Hehlerei. Nach dem Buchstaben des Gesetzes. Wenn das passiert habe ich kein Problem mit der Verwertung von geklauten Daten. Denn ein unrechtmäßig beschafftes Beweismittel muß immer noch der Wahrheitsfindung dienen dürfen. Beide Dinge sind streng voneinander zu trennen.

    Etwas ganz anderes ist das heutige Verhalten des Staates seinen Bürgern gegenüber, es wird weiter unten ganz hervorragend von den Vorkommentatoren beleuchtet:

    Der heutige "Staat" - oder sind es seit Jahrzehnten schmarotzende regierende Parteien?
    - bricht massiv Verträge, wie im Fall des ESM
    - zerstört durch grob fahrlässiges, wenn nicht kriminelles Schuldenmachen die Zukunft kommender Generationen zugunsten des Luxuskonsums seiner lebenden Wählerschaft und verschwendet Gelder zwecks Zementierung der Macht bestimmter Parteien und Ideologien
    - zerstört die kulturellen Errungenschaften Europas durch Preisgabe des Kontinents an fast unkontrolliert einwandernde Massen geboren aus der gezielten Förderung des materiellen Egoismus und des schrankenlosen Konkurrenzkampfes Frau gegen Mann
    - vergewaltigt die Mehrheit durch Bevorzugung von Minderheiten
    - erläßt Fluten freiheitsraubender und wirtschaftserstickender Gesetze
    - beginnt die Unabhängigkeit der Rechtsprechung zu unterminieren
    - treibt die Besteuerung in inakzeptable schwindelnde Höhen, was durch die Alimentierung proliferierender Umverteilungsgewinnler aus wahlstrategischen Gründen ermöglicht wird.

    Kurz, der Staat ruiniert sich selbst, und schlimmer, er ruiniert sein Volk.
    Von den massiven totalitären Tendenzen will ich jetzt gar nicht reden.

    Dem ist ein Riegel vorzuschieben. Nicht durch Steuerhinterziehung sondern durch legale Steuervermeidung wo immer möglich, durch Abwahl, durch lauten Protest und stufenweisen steigenden Widerstand gegen Gesetzesbruch durch den Gesetzgeber. Dieser Widerstand darf nicht mit Revolte verwechselt werden, denn es ist Pflicht des Staatsbürgers Gesetzesbruch nicht stillschweigend hinzunehmen.
    In Deutschland ist Widerstand gegen ähnliche Entwicklungen, wie sie heute bereits im Entstehen sind, sogar in der Verfassung verankert.

  6. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. April 2013 07:26

    Es ist nicht so sehr die Stunde der Etatisten. Es ist die Stunde der Sozialisten...

  7. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    24. April 2013 12:50

    Zuallererst möchte ich meiner Freude über diesen Disput Ausdruck verleihen! Abgesehen von persönlichen und beleidigenden Anwürfen einzelner Blogger, die ich als hochgradig niveaulos erachte, macht die ungesteuerte und spontane Kollision verschiedener Ansichten diesen Blog so wertvoll. Besonders interessant zu beobachten ist auch, dass so manches Bloggers Brust zwei Seelen beherbergt....
    Vor allem aber sei Ing. Tögel für das hohe Niveau siener subtilen Kommentare gedankt (auch wenn nicht jeder gleich mitkommt)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAmalek
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 08:09

    Es spricht für die absolute Verkommenheit und Niedertracht in der deutschen Politik und Medienwelt, wie dieser Mann ausgerechnet jetzt verleumdet und verfolgt wird. So wird hierzulande jeder runtergemacht, der etwas leistet. Was erlaubt sich die Merkel, sich von Höneß zu distanzieren – während sie das Volksvermögen verjuxt, hat Höneß das Vereinsvermögen gemehrt, er sollte ihr Vorbild sein. Aber man kennt das von Mutti, sie hat noch jeden verraten und verkauft. Am unappetitlichsten aber wie immer Steinbrück – ein Mann, der bisher alle seine Wahlen verloren hat und sich auch bei der nächsten blamieren wird, bis auf die Knochen. Dieser Knecht der Banken und des internationalen Finanzkapitals wagt es, von sozialer Gerechtigkeit zu sprechen? Von Steuergerechtigkeit? Er, der 2009 als Bundesfinanzminister schätzungsweise 100 Milliarden Euro in den Hintern von Commerzbank und HypoRealEstate geschoben hat? Dieser Typ braucht lebenslänglich Stadionverbot!

    Hoeneß hat einen Fehler gemacht, weil er seine Schweizer Anlagen nicht versteuert hat – und er hat den Fehler eingesehen und eine Selbstanzeige gemacht. Damit ist der Fall für mich erledigt. Was ich vermisse, sind die Selbstanzeigen unserer Politiker, und zwar wegen wiederholten Bruchs ihres Amtseides “Schaden vom deutschen Volke abzuwenden”.

    Damit im Zusammenhang: Wer ist eigentlich der Verbrecher – derjenige, der Steuern hinterzieht, indem er das von ihm selbst verdiente Geld in die Schweiz bringt – oder derjenige, der Steuern hinterzieht, indem er das von anderen verdiente Geld dem Euro-Moloch in den Rachen wirft? Merkel, Steinbrück und Co. haben über 700 MILLIARDEN deutsche Steuergelder als Garantie für die Euro-Rettung verpfändet. Darüber muss geredet werden, dafür muss Rechenschaft gelegt werden. Mit Hoeneß jagen die wahren Gangster einen Sündenbock, um von sich abzulenken – einen Mann mit kleinen Fehlern und riesigen Verdiensten.


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  1. Der Realist (kein Partner)
    26. April 2013 15:59

    Und was ist mit unseren "Superhelden"? meist auch im Sportbereich angesiedelt und mit Auslandswohnsitz, natürlich dort, wo es besonders steuerschonend ist. Trotzdem werden diese Personen bei uns von Politikern und sonstigen "Wichtigen" hofiert, ja sie kriechen ihnen förmlich hinten rein. Verständlich ist diese Steuerflucht schon, man hat ja nichts zu verschenken. Vielleicht sollte sich die Finanz inmal alle steuerlichen Schlupflöcher anschauen, die die diversen undurchsichtigen Firmenkonstruktionen bieten, rechtlich meist alles durch windige Steuerberater gedeckt.

  2. F.V. (kein Partner)
    26. April 2013 13:18

    Nun, bei aller Sympathie für die Kritik am konfiskatorischen Staat möge man doch die Kirche im Dorf lassen.

    Die Fundamentalkritik am Staat ist völlig überzogen, weil sie letztlich in seiner totalen Ablehnung mündet. Aber das ist nicht mehr „Liberalismus“, sondern Anarchie. Aber vielleicht ist das bei näherer Betrachtung ohnedies dasselbe.

    Die Aufregung über den „Datendiebstahl“ bzw. die „Hehlerei“ dieses „Diebsgut“ zu erwerben ist m.A. eine künstliche. Dies vor allem, wenn man bedenkt, was in der „Großen Politik“ tatsächlich jeden Tag passiert. Der im Anschluß an meine Anmerkungen angehängte Artikel über das US-Projekt mit der größten Datenauswertungs-Maschine zeigt, daß unser Hegemon, die USA, ganz andere despotische Pläne hat, jenseits aller Vorstellungsmöglichkeit, und da ja immer gilt: „Protego, ergo obligo!“ (weil ich dich „beschütze“ hast du zu gehorchen) wird dies auch hierzulande praktiziert werden. Da nehmen sich die Konto-Infos in Steueroasen wie Grimms Märchen aus.

    Ich habe, da mich solche Stories nicht wirklich interessieren, nicht verfolgt, was man Hoeneß vorwirft, hörte aber, daß sich sein in der Schweiz gebunkertes Vermögen in dreistelliger Millionenhöhe bewegt. Wenn das stimmt, dann frage ich mich nur, wie man auf redliche Weise solch ein Vermögen erarbeiten kann. Das ist es aber, was ich bezweifle.

    Natürlich kenne ich die irrsinnigen Transfer- und Ablösesummen, die im Fußball berappt werden, - und halte auch diese eigentlich für Zahlungen aus kriminellen „Geschäften“ einer „panem et circenses“-Mentalität. Sie kann ja auch nur gedeihen, wenn jene, die das betreiben dafür nicht ihr eigenes Geld hernehmen müssen. Da aber Hoeneß kein „Transferfall“ ist, wüßte ich nicht, unter welchem Titel er da womöglich mitverdient haben könnte.

    Die Behauptung, er habe dies durch Kasino-Spekulationen „verdient“ sind offenbar von der Art „Schutzbehauptung“, wenn man die Herkunft des Vermögens nicht erklären kann oder will.

    Gigantisches US-Spionagezentrum

    Zf 22.04.2013 – In der Wüste von Utah bauen die USA ein gigantisches Spionagezentrum. Dort können weltweit alle E-Mails, Telefonate, Google-Suchanfragen, Reiserouten und Buchkäufe, alle Lebensläufe und persönlichen digitalen Daten gesammelt und ausgewertet werden. Freunde aus Geheimdienstkreisen haben uns einige Daten zugespielt. So sollen die Server auf einer 8.000 Quadratmeter großen Fläche stehen. Auf einer weiteren Fläche von 275.?000 Quadratmetern sollen Datenspeicher verankert sein. Die Menge der Informationen, die hier gespeichert werden kann, ist kaum vorstellbar. Denn heute passt ein Terabyte Daten bereits auf einen fingernagelgroßen Chip.

    Die Datenmengen, die die National Security Agency NSA erfassen will, sind enorm: Der frühere Google-Chef Eric Schmidt schätzte das gesamte menschliche Wissen, das bis zum Jahr 2003 generiert wurde, auf 5 Exabyte. Laut der Internetfirma Cisco wird sich der weltweite Datenverkehr im Internet im Zeitraum von 2010 bis 2015 vervierfachen und ein Volumen von 9.766 Exabyte erreichen. 1 Million Exabyte wiederum sind 1 Yottabyte. Das Pentagon versucht etwa in seinem weltweiten Kommunikationsnetzwerk mit Yottabytes von Daten umzugehen, um Satellitenbilder sowie Sensor- und Kommunikationsdaten live(!) nutzen zu können …
    Auch die NSA wird mehrere Yottabyte Daten speichern und verarbeiten können. Damit kann sie für mehrere Jahre die Daten, die im Internet ständig veröffentlicht werden, speichern. Ab Herbst 2013 könnte mit dem für 2 Milliarden Dollar errichteten Zentrum endlich die Idee der totalen Informationsaufbereitung umgesetzt werden, wie sie bereits unter Präsident Georg W. Bush geplant wurde.

    Ein NSA-Angestellter sieht es so: Er führte Daumen und Zeigefinger zusammen und sagte: «So weit weg sind wir noch von einem schlüsselfertigen totalitären Staat …»

    Für die Datenmengen sorgen das weltumspannende Überwachungsnetz der NSA («Staubsauger im All») sowie die jetzt aufgestockten Speicherkapazitäten. Um die Rechenkraft zu erhöhen, beschloss die NSA bereits 2004, ein neues Projekt, das «High Productivity Computing Systems Program (HPCS)», zu starten. Das Ziel: die Rechenleistung um das Tausendfache zu steigern. Die neuen sogenannten Patflop-Rechner sollen mindestens eine Billiarde, also 10 hoch 15 Rechenschritte pro Sekunde (!) vornehmen können. Wie schon im hochgeheimen Manhattan-Projekt, in dem die Atombombe entwickelt wurde, wurde für das neue Supercomputerprogramm die Stadt Oak Ridge ausgesucht.

    Dort befindet sich das Oak Ridge National Laboratory des Energieministeriums. Das Programm des Supercomputers bestand dabei aus einem öffentlichen Teil, der seine Forschungsergebnisse publizierte, und einem geheimen Teil, in dem die NSA ihren eigenen Supercomputer entwickelte. Den öffentlichen Wissenschaftern gelang es 2009, den weltweit schnellsten Computer namens XT-5 zu entwickeln, der damals eine Rechenleistung von 1,75 Petaflop hatte.

    Inzwischen wurden uns weitere Angaben zum Potential des neuen Rechen- und Spionagezentrums zugespielt. Uns graut! Ziel des Endausbaus (in 2 bis 5 Jahren) ist die totale Information über jeden beliebigen Erdenbürger! So kann auf einen Knopfdruck hin das vollständige Profil des «Probanden» erfasst werden. Bis zu 500 Seiten Informationen spuckt das System in weniger als einer Minute aus. Es beinhaltet, je nach Anforderungsprofil, sämtliche Daten seit der Geburt des Abgefragten bis dato. Sämtliche Schulzeugnisse, sämtliche Benotungen durch Lehrer und später durch Arbeitgeber, sämtliche Reisen seit der Jugend usw. werden erfasst.

    Ein weiterer Knopfdruck bringt sämtliche finanziellen Verhältnisse, eine Liste aller Freunde und Bekannten. Er gibt Auskunft über jede Parkbuße, die er schon hatte, seine Vorlieben für Kleider und Essen. Dazu ein «Schwächenprofil», das seine sämtlichen offenbarten und versteckten Vorlieben zeigt.

    Ein «Gesundheitszustandsprofil» fasst alles zusammen, was je von Ärzten und Spitälern usw. zusammengestellt wurde.

    Interessant ist, dass alle diese Daten zum Teil schon gespeichert vorliegen. Kommt eine Anfrage einer Amtsstelle oder von einem Geheimdienst, genügt ein Knopfdruck, um alles auszuspucken. «Von der Wiege bis zur Bahre wird kein einziges Detail mehr fehlen», verspricht uns unser Informant, der die ersten entsprechenden Software-Programme und ihre Applikationen bereits im «Live-Betrieb» gesehen hat. Ein besonders perfides Programm gibt Querverbindungen zu Freunden, Bekannten und Geschäftsbeziehungen preis. Die wiederum können im Profil separat angeschaut werden. Ein endloser Kreis ! Weil die NSA heute schon über einen großen Datenschatz verfügt, den sie zwar abgehört hat, aber noch nicht entziffern konnte, wird sie zunächst die Altlasten aufarbeiten.

    Ein ehemaliger Angestellter weiß, dass es viele Daten von ausländischen Regierungen gibt, die mit 128 Bit und weniger verschlüsselt sind und die bislang nicht entziffert werden konnten. Je schneller die Rechner werden, desto stärker ihre Codebrecher-Eigenschaften. Big Brother is really watching you, Geheimnisse gehören bald der Vergangenheit an.

    Quelle: Vertraulicher Schweizer Brief, Nr. 1351 vom 2.3.2013

    • Erich Bauer
      26. April 2013 16:32

      @ "...das ist nicht mehr „Liberalismus“, sondern Anarchie..."

      H.H.Hs. (Hoppe) Vorstellung von privatrechtlicher Organisation der militärischen Sicherheit von Gemeinwesen darf man in diesem Zusammenhang nicht vergessen... "Liberalisten" sehen darin große Vorteile.

      In "Schwarzafrika" wird das schon erprobt. Leider scheint es auch in diesem Privatrecht-Bereich zu "marktbereinigenden" Vorstufen zu kommen. Ausgang für die dortigen wechselnden Gemeinwesen ungewiß - für viele letal halt.

  3. socrates
    25. April 2013 23:20

    Es gibt auch Deutsche, die der Meinung sind daß Steuerbetrug bestraft gehört!

    Politik will Beihilfe zu Steuerbetrug erschweren

    SPD-Chef Sigmar Gabriel will Banken härter für die Beihilfe zum Steuerbetrug bestrafen. Aber auch das Land Bayern sei der Beihilfe schuldig, sagt die Opposition im Landtag – denn es beschäftige nicht genug Steuerfahnder.
    SPD-Chef Sigmar Gabriel dringt auf eine härtere Bestrafung von Banken, die bei Steuerhinterziehung helfen. Die Strafverfolger müssten wie in den USA die Steueroasen stark unter Druck setzen, forderte Gabriel in der „Rheinischen Post“. „Dazu brauchen wir auch ein Unternehmensstrafrecht. Nur so kann man Banken als Institutionen belangen, und nicht nur die Mitarbeiter“, führte er aus.
    Der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider verlangte eine Verlängerung der allgemeinen Fristen für die strafrechtliche Verfolgung von Steuersündern auf zehn Jahre. Dazu müsse aber die Steuerverwaltung so ausgestattet werden, dass sie diese Prüfungen auch bewältigen könne, sagte Schneider demselben Blatt.

    Der Fall von FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat im aufziehenden Bundestagswahlkampf einen Parteien-Streit über die Abschaffung der strafbefreienden Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung ausgelöst. Während die SPD am Mittwoch Kritik an der Sonderregelung für Steuerkriminelle übte, beharrte die Koalition auf dem erst 2011 eingeschränkten Instrument. FDP-Generalsekretär Patrick Döring zeigte sich allerdings offen für zusätzliche Begrenzungen. „Man kann darüber nachdenken, ob die Straffreiheit einer Selbstanzeige bei einer bestimmten Höhe der hinterzogenen Summe oder einer nachgewiesenen Systematik eingeschränkt wird“, sagte Döring der „Rheinischen Post“.
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/strafen-fuer-banken-politik-will-beihilfe-zu-steuerbetrug-erschweren/8119622.html

  4. socrates
    25. April 2013 17:38

    Das kann man so oder anders sehen-
    Zum Geldverdienen braucht es Rechtssicherheit. Der Profiteur genießt sie auf Kosten der Steuerzahler. Wenn er das in Schwarzafrika oder in der Karibik macht, wird er nicht lebend davon kommen.
    Cahuzac, der korrupte französische Finanzminister, der seine Profite unversteuert ins Finanzoasen brachte, die Ehrlichen beschimpfte und die Steuern ins Unermeßliche steigerte, berief sich darauf, daß er die Gesetze, die er selbst mit seinen Kumpanen gemacht hatte, eingehalten hat. Die Franzosen, demokratiegeschult und mit gesundem Hausverstand, Warfen ihn hinaus, erklären die Gesetze für ungültig und klagen ihn an, da sie noch nicht genug von den Medien umerzogen sind.
    Die rückwirkenden Gesetze, die zur Bankenrettung geschaffen wurden, widersprechen der Demokratie und gehören rüchwirkend abgeschafft. Island hat seine Steuerzahler so aus dem Versuch einer Zwangsknechtschaft befreit.
    A propos Rechtssicherheit: Sie gibt es nur wenn es der Bösen Macht gefällt:

    WikiLeaks hat im Prozess gegen das Kreditkartenunternehmen Valitor einen wichtigen Sieg errungen: Die Finanzblockaden müssen unverzüglich eingestellt werden

    Hæstiréttur, das oberste Gericht Islands mit Sitz in Reykjavík, hat gestern ein entscheidendes Urteil verkündet: Der E-Commerce-Onlinedienstleister Valitor muss an WikiLeaks eine Strafe von 204.900 US-Dollar (157.383 Euro) monatlich oder 2.494.604 US-Dollar (1.916.102 Euro) jährlich zahlen, sofern es nicht unverzüglich seine Finanzblockade gegen WikiLeaks aufhebt.

    Das Gericht kam zu dem Schluss, dass Valitor unzulässigerweise seinen Vertrag mit DataCell gekündigt habe. Über das isländisch-schweizerische Unternehmen DataCell nimmt WikiLeaks seine Spenden entgegen.

    Valitor, das früher "Visa Island" hieß, blockiert seit 2010 sämtliche Zahlungen, Gutschriften und Spenden an WikiLeaks. Auch andere Finanzdienstleister wie PayPal oder MasterCard blockieren die Konten der Enthüllungsplattform. Nach eigenen Angaben verliert WikiLeaks dadurch bis zu 95 Prozent seiner Einnahmen.

    Im Dezember 2012 hatte WikiLeaks wegen der anhaltenden Finanzblockaden einen "Krieg gegen die Banken" Angekündigt und mehrere Klagen eingereicht, unter anderem gegen die "Big Player" Visa, MasterCard, PayPal und die Bank of America. Eine dieser Klagen hat WikiLeaks nun gewonnen. Valitor kann gegen das Urteil keine Berufung einlegen, da das Gericht Hæstiréttur in Island die oberste Instanz ist und somit das letzte Wort hat.

    In einer ersten Reaktion begrüßte WikiLeaks-Gründer Julian Assange das Urteil als einen "Sieg für die Redefreiheit" und warnt die anderen Unternehmen, dass sie als nächste dran sein werden:

    "This is a victory for free speech. This is a victory against the rise of economic censorship to crack down against journalists and publishers. We thank the Icelandic people for showing that they will not be bullied by powerful Washington backed financial services companies like Visa. And we send out a warning to the other companies involved in this blockade: you're next."
    Patrick Spät

    Also wenn es den größten Investoren nicht gefällt, hört das Gesetz auf, außer Island verteidigt es!

  5. terbuan
    25. April 2013 16:35

    Was zur causa Hoeneß jetzt durchsickert, ist ja an Fiesheit nicht zu überbieten!
    Man hat absichtlich den FC Bayern in den Vordergrund manipuliert, weil die linken Medien genau die Popularität des Fußballs kennen und damit besser zu punkten glaubten.
    In Wahrheit geht es im dem Fall um die Steuerprobleme des Nürnberger Wurstfabrikanten Ullrich Hoeneß und nicht um den FC Bayern-München, dem er als Präsident vorsteht!

  6. cmh (kein Partner)
    25. April 2013 16:16

    Eigentlich sind die Gründe für die Entstehung der Mafia nicht ganz genau erforscht.

    Soviel dürfte aber feststehen, dass in Süditalien mafiose Strukturen im Vakuum des STaatsversagens entstanden sind. Insoferne ist der Beginn des bekannten Filmes "Der Pate" stimmig - der Vater einer vergewaltigten Frau sucht Hilfe beim Paten und leistet den Gefolgschaftseid.

    Das Auftreten von OK ist demnach nicht so sehr ein Angriff auf den Staat, sondern ein Symptom für dessen Versagen.

    • Amalek (kein Partner)
      25. April 2013 21:49

      @ cmh

      Der US-amerikanische Mafia-Experte Joe Dorigo berichtet in seiner Geschichte der „ehrenwerten Gesellschaft“: „Die aus Osteuropa entflohenen Juden zählten zur ersten großen Einwanderungswelle in Amerika, und daher rekrutierte sich eine frühe Generation von Bandenführern sowie einige der angeheuerten Schläger, die sogenannten ‚enforcer’, haupt­sächlich aus Männern und Jugendlichen jüdi­scher Herkunft.“ Die größte Machtentfaltung erreichte die „Kosher Nostra“, als sie sich in den 20er und 30er Jahren mit der von Mussoli­ni aus Italien vertriebenen „Cosa Nostra“ ver­bündete. In dieser Zeit stiegen jüdische Gang­ster wie Louis „Lepke“ Buchalter, „Dutch“ Schultz Flegenheimer und „Bugsy“ Siegel auf. Zentralfigur war Meyer Lansky, der Finanzfüh­rer der „Kosher Nostra“. Er war 1902 als Maier Suchowljansky in Weißrußland zur Welt gekom­men und arbeitete sich in den USA vom mittel­losen Einwandererkind zum schwerreichen Ver­brecher empor. Vor allem machte er mit Schmuggel, Spielhöllen, Rotlichtkneipen und Börsenmanipulationen seine Millionen. Sein en­ger Kumpan war der aus Italien nach Amerika gekommene Mafia-Chef Lucky Luciano. Trotz zahlloser Untaten blieben beide in Freiheit. Was nicht zuletzt damit zusammenhing, daß sie sich während des Zweiten Weltkrieges zur Ko­operation mit der US-Regierung bereitfanden. Cosa Nostra und Kosher Nostra machten Jagd auf Prodeutsche und fingierten Attentate, die man „Nazis“ in die Schuhe schob (zum Beispiel den Anschlag auf die „Normandie“ im Hafen von New York), um die US-Öffentlichkeit „fit for war“ zu machen. Die Verbrecher erstickten zudem Streiks in kriegswichtigen Industrien im Keime. Luciano war auch bei der alliierten Lan­dung auf Sizilien und in Süditalien mit seinen Kumpanen behilflich. Die Gegenleistung be­stand darin, daß die US-Army alle von Mussoli­ni eingesperrten Mafiosi freiließ und der Mafia die alte Macht in Süditalien zurückgab. Meyer Lansky wollte seinen Lebensabend in Israel ver­bringen. Doch in diesem Sonderfall lehnten die israelischen Behörden ab, die ansonsten gehal­ten sind, jedem Juden Einlaß zu gewähren. Der Boß der Kosher Nostra starb 1983 in Miami.

      Quelle: „Wer ist wer im Judentum“ von David Korn, München 2003, S. 265

  7. cmh (kein Partner)
    25. April 2013 09:06

    Millionen an Steuern hinterzogen .... ?

    Man beachte den Plural!

    Ein derartiger Abfluss an Zahlungsmitteln würde in der Zahlungsbilanz auffallen. Außerdem hätten diese Mittel schon in der Plausibilitätsrechnung der Finanz (20 Paar Würstel und 10 kg Senf gehen sich da nicht aus) auffallen müssen.

    Aber dennoch ist es immer massentauglich, wenn die Beträge auch für die schlichten Gemüter in etwa nachvollziehbar sind.

    Die Milliarden, die bei risikoreichen Finanzgeschäften verzockt wurden sind nicht zu begreifen. Da bleibt nur ein schales Gefühl, dass man beschissen wurde zurück. Sind die Beträge dann nachvollziehbar und ist zudem die Motivation begreiflich, dann materialisiert nicht nur das Unrechtsgefühl des vorliegenen Falles, sondern auch noch das schale Unrechtsgefühl von zuvor.

  8. Amalek (kein Partner)
    25. April 2013 08:09

    Es spricht für die absolute Verkommenheit und Niedertracht in der deutschen Politik und Medienwelt, wie dieser Mann ausgerechnet jetzt verleumdet und verfolgt wird. So wird hierzulande jeder runtergemacht, der etwas leistet. Was erlaubt sich die Merkel, sich von Höneß zu distanzieren – während sie das Volksvermögen verjuxt, hat Höneß das Vereinsvermögen gemehrt, er sollte ihr Vorbild sein. Aber man kennt das von Mutti, sie hat noch jeden verraten und verkauft. Am unappetitlichsten aber wie immer Steinbrück – ein Mann, der bisher alle seine Wahlen verloren hat und sich auch bei der nächsten blamieren wird, bis auf die Knochen. Dieser Knecht der Banken und des internationalen Finanzkapitals wagt es, von sozialer Gerechtigkeit zu sprechen? Von Steuergerechtigkeit? Er, der 2009 als Bundesfinanzminister schätzungsweise 100 Milliarden Euro in den Hintern von Commerzbank und HypoRealEstate geschoben hat? Dieser Typ braucht lebenslänglich Stadionverbot!

    Hoeneß hat einen Fehler gemacht, weil er seine Schweizer Anlagen nicht versteuert hat – und er hat den Fehler eingesehen und eine Selbstanzeige gemacht. Damit ist der Fall für mich erledigt. Was ich vermisse, sind die Selbstanzeigen unserer Politiker, und zwar wegen wiederholten Bruchs ihres Amtseides “Schaden vom deutschen Volke abzuwenden”.

    Damit im Zusammenhang: Wer ist eigentlich der Verbrecher – derjenige, der Steuern hinterzieht, indem er das von ihm selbst verdiente Geld in die Schweiz bringt – oder derjenige, der Steuern hinterzieht, indem er das von anderen verdiente Geld dem Euro-Moloch in den Rachen wirft? Merkel, Steinbrück und Co. haben über 700 MILLIARDEN deutsche Steuergelder als Garantie für die Euro-Rettung verpfändet. Darüber muss geredet werden, dafür muss Rechenschaft gelegt werden. Mit Hoeneß jagen die wahren Gangster einen Sündenbock, um von sich abzulenken – einen Mann mit kleinen Fehlern und riesigen Verdiensten.

  9. simplicissimus
    24. April 2013 21:14

    Ich stehe auf dem Prinzip, daß Wahrheit als Wahrheit behandelt werden muß.
    Wenn ein Beweismittel vorsätzlich unrechtmäßig beschafft wurde, müssen die Verantwortlichen dafür entsprechend dem Gesetz zur Rechenschaft gezogen werden. Im vorliegenden Fall offensichtlich der Hehlerei. Nach dem Buchstaben des Gesetzes. Wenn das passiert habe ich kein Problem mit der Verwertung von geklauten Daten. Denn ein unrechtmäßig beschafftes Beweismittel muß immer noch der Wahrheitsfindung dienen dürfen. Beide Dinge sind streng voneinander zu trennen.

    Etwas ganz anderes ist das heutige Verhalten des Staates seinen Bürgern gegenüber, es wird weiter unten ganz hervorragend von den Vorkommentatoren beleuchtet:

    Der heutige "Staat" - oder sind es seit Jahrzehnten schmarotzende regierende Parteien?
    - bricht massiv Verträge, wie im Fall des ESM
    - zerstört durch grob fahrlässiges, wenn nicht kriminelles Schuldenmachen die Zukunft kommender Generationen zugunsten des Luxuskonsums seiner lebenden Wählerschaft und verschwendet Gelder zwecks Zementierung der Macht bestimmter Parteien und Ideologien
    - zerstört die kulturellen Errungenschaften Europas durch Preisgabe des Kontinents an fast unkontrolliert einwandernde Massen geboren aus der gezielten Förderung des materiellen Egoismus und des schrankenlosen Konkurrenzkampfes Frau gegen Mann
    - vergewaltigt die Mehrheit durch Bevorzugung von Minderheiten
    - erläßt Fluten freiheitsraubender und wirtschaftserstickender Gesetze
    - beginnt die Unabhängigkeit der Rechtsprechung zu unterminieren
    - treibt die Besteuerung in inakzeptable schwindelnde Höhen, was durch die Alimentierung proliferierender Umverteilungsgewinnler aus wahlstrategischen Gründen ermöglicht wird.

    Kurz, der Staat ruiniert sich selbst, und schlimmer, er ruiniert sein Volk.
    Von den massiven totalitären Tendenzen will ich jetzt gar nicht reden.

    Dem ist ein Riegel vorzuschieben. Nicht durch Steuerhinterziehung sondern durch legale Steuervermeidung wo immer möglich, durch Abwahl, durch lauten Protest und stufenweisen steigenden Widerstand gegen Gesetzesbruch durch den Gesetzgeber. Dieser Widerstand darf nicht mit Revolte verwechselt werden, denn es ist Pflicht des Staatsbürgers Gesetzesbruch nicht stillschweigend hinzunehmen.
    In Deutschland ist Widerstand gegen ähnliche Entwicklungen, wie sie heute bereits im Entstehen sind, sogar in der Verfassung verankert.

  10. schreyvogel
    24. April 2013 15:22

    Es ist (jetzt) legal, gestohlene Bankdaten anzukaufen, soferne es die Finanzbehörde tut.

    Was aber noch fehlt, ist, dass auch der Datendiebstahl selbst legalisiert wird, soferne die Absicht betand, anschließend mit den Finanzbehörden in Verhandlungen über einen Ankauf einzutreten. Wer A sagt muss auch B sagen!
    Sonst besteht die Gefahr, dass der Datendieb in Deutschland reichlich belohnt und dann in der Schweiz eingesperrt wird.

  11. werauchimmer
    24. April 2013 15:11

    Dass die staatliche Vollziehung nur auf gesetzlicher Grundlage zu handeln hat (die bekanntlich weder zu Datenklau noch zu Hehlerei berechtigt!), ...

    Wirklich? Das kann aber nicht sein - wo kämen wir denn dann hin?!

    "Her mit der Marie, her mit dem Zaster!" ist doch die Parole!

    Waterboarding stünde auch noch dafür zur Vefügung - oder vielleicht Sommerfrische auf Guantanamo ...?

  12. Obrist
    24. April 2013 12:50

    Zuallererst möchte ich meiner Freude über diesen Disput Ausdruck verleihen! Abgesehen von persönlichen und beleidigenden Anwürfen einzelner Blogger, die ich als hochgradig niveaulos erachte, macht die ungesteuerte und spontane Kollision verschiedener Ansichten diesen Blog so wertvoll. Besonders interessant zu beobachten ist auch, dass so manches Bloggers Brust zwei Seelen beherbergt....
    Vor allem aber sei Ing. Tögel für das hohe Niveau siener subtilen Kommentare gedankt (auch wenn nicht jeder gleich mitkommt)

  13. Erich Bauer
    24. April 2013 09:21

    In der fernöstlichen Kampftechnik gibt es zwei Strategien: SIEG durch ANGRIFF und SIEG durch NACHGEBEN...

    Für KMUs, EPUs und unternehmerisch, produktiv denkende Menschen ist die Zeit des "Nachgebens". Sie sollten die Produktivität massiv zurückfahren. Sie sollten sich unter Ihresgleichen zusammenschließen. Sie sollten sich einen rechtlichen Überbau schaffen (Genossenschaft, AG, Verein...etc.). Sie sollten ihre Feinde mit deren eigenen Waffen schlagen...

    Das bedeutet fürs Erste möglicherweise Verzicht. Das bedeutet ein Umdenken über Konkurrenz und Wettbewerb. Das bedeutet Auseinandersetzung mit Dingen die über den Alltag hinausreichen... mit Politik und Macht.

    In kürzester Zeit würde das massive Auswirkungen auf die Nichtleister und Landes-Bundesbudgetprofiteure zeitigen.

    Nach dieser "Streikphase", nachdem wieder vernünftige Rahmenbedingungen vorherrschen, kann man diese "Überbauten" wieder auflösen...

    • Erich Bauer
      24. April 2013 09:29

      Hab ich vergessen: ANGRIFF (Karate) NACHGEBEN (Judo)

    • Erich Bauer
      24. April 2013 11:40

      Herr A. Tögel hat nichts mit den obigen subversiven Vorschlägen zu tun! Es ist lediglich ein Appell an einen minderheitlichen Personenkreis von der Selbstausbeutung, zugunsten der gefühlt Ausgebeuteten, abzusehen...

  14. Erich Bauer
    24. April 2013 07:26

    Es ist nicht so sehr die Stunde der Etatisten. Es ist die Stunde der Sozialisten...

    • cmh (kein Partner)
      25. April 2013 08:59

      Das ist gerade das Problem mit den Sozialisten. Ohne den Staat sind sie Bettler.

    • Erich Bauer
      25. April 2013 13:19

      Staat oder Nicht-Staat. Das ist einen Sozialisten wurscht. Am liebsten möchte er in jeden Winkel des Globus seine Langfinger stecken... Eine sozialistische Weltregierung - Staat oder nicht - wäre ihm ganz sicher am genehmsten... Aber... fang' ma halt mit der EU mal an... Je größer und unüberschaubar das Gebilde, umso besser. Dann kann kein "Staat" mehr daherkommen...

    • cmh (kein Partner)
      25. April 2013 15:34

      An der Zeit, die nie zu vergessen uns gelehrt wurde, sangen die nicht ganz so roten Braunen mit voller Inbrunst: "Heute gehört uns Deeuuuuuuutschlaaaaaand ...."

      Also: Nie vergessen!

    • Erich Bauer
  15. Wyatt
    24. April 2013 07:19

    Nun, sicher eine große Mehrheit der Deutschen Wähler sind begeisterte "Fans" des "Fußballspiel-ZUSCHAUENS".

    Nicht nur Gewinnen erfreut das Gemüt, gleichermaßen auch wenn die "Anderen" eins drüber kriegen. (Auf Letzteres wartet man bei den Bayern - in der Masse derer "Nichtfans" - leider schon seit langem.)

    Und ein erfolgreichen Unternehmer - welcher noch dazu einem wirtschaftlich und sportlich bestens situierten Fußballverein als Präsident dient - den der Masse mehrheitlicher "Nicht FC Bayern Anhänger" - als "reiches" Feindbild zu präsentieren - sollte nicht nur vor Wahlen, sondern auch um vom eigenen Versagen und Unvermögen abzulenken, genützt werden.

  16. RR Prof. Reinhard Horner
    24. April 2013 01:48

    reinhard.horner@chello.at

    Skurrile Fiktionen oder kriminelle Energie

    Der Staat ist eine kriminelle Organisation. Die Finanzierung dient staatlicher Korruption und Misswirtschaft. Die Steuerflucht ist Notwehr. Wer kann, der vermeidet Steuern ohnehin. Die Hetze gegen angeblich schädliche Steueroasen.

    Wie schon so oft liegt vor ein Bekenntnis und ein Aufruf
    * zum persönlichen und gemeinschaftlichen Steuerbetrug, wo immer er gelingen mag,
    * zur Bekämpfung (Verleumdung) des Staates als kriminelle Organisation,
    * zu Steuerrevolten, zu bewaffneten Aufständen.

    Wie sind diese Agitationen einzuschätzen: nur als Fortsetzung der stetigen Desinformation eines auf die Lage, am Verhökern der produktiven Leistungen anderer verdienenden Händlers beschränkten Propagandisten oder längst zu wesentlich mehr, nämlich in Richtung auf die Bildung einer speziellen Organisation?

    Übrigens: mit welcher geballten persönlichen Schäbigkeit von Herrn Ing. Tögel auf dem Buckel von Hoeneß agitiert wird, stinkt zum Himmel.

    • Helmut Oswald
      24. April 2013 08:16

      Der Staat wurde Schritt für Schritt zu einer kriminellen Organisation, indem er

      1) gegen den erklärten Willen und die Zustimmung der Leistungsträger Steuern nahm, die dem eigentlichen Staatszweck fern, weit überschießend Mittel für ideologisch motivierte Projekte verfügbar machte, die von lautstarken Minderheiten eingefordert wurden, diese einer privilegierten Kaste von Nichtstuern und Leistungsverweigerern zur Verfügung stellte, um deren Wohlfahrt zu organisieren

      2) indem er volksferne, ja die authochtone Einwohnerschaft geradezu vorsätzlich schädigende Projekte zu finanzieren unternahm, und dafür bedenkenlos sein Zwangsystem verfügbar machte

      3) eine parasitäre Beamtenkaste schuf, die sich metastasenartig über die produktiven Schichten des Landes legte, deren tagtäglich einziges Ziel es ist, diesen bei der Schaffung von Mehrwert in den Arm zu fallen: mehr als 500.000 Regelungen zu exekutieren, welche zu überschauen einzig noch der Staat selbst in zahlreichen Spezialisierungen seiner Administration in der Lage ist, die den durchschnittlichen Bürger und Wirtschaftstreibenden in unzumutbarster Weise überfordern und anlässlich alltäglichster Verrichtungen des Arbeits- und Wirtschaftslebens kriminalisieren, um so seine allgegenwärtige Herrschaftsmacht
      zu demonstrieren

      4) er wurde kriminell, als er sich von seinen Kernaufgaben zurückzog (Schutz und Sicherheit) um nach eine Doppel-Standard System Fremde und Fremdes zu privilegieren und dafür in einem Ausmaß Mittel verfügbar zu machen, deren Einsatz auf die Förderung raum- und kulturfremder Zuwanderung hinausläuft, die in spätestens zwei Generation das Volk mehrheitlich gegen Fremde ausgetauscht haben wird

      5) dieser Staat wurde kriminell, als seine Organe vergaßen, daß sie als Dienstleister am Bürger diesem auch hinsichtlich des Umganges mit seinem Geld - welches ihm bloß anvertraut, aber nicht geschenkt ist - daß sie dem Bürger im Umgang mit fremdem Geld folglich Rechenschaft schulden.

      Dies nur zur Einstimmung, Herr Horner, warum dieser Staat und sein konfiskatorisches Steuerunwesen längst den Raum der Rechtlosigkeit betreten hat. Und der Tag wird kommen, Herr Horner, da wird man alle jene suchen und finden, die sich an diesem Unrecht beteiligt haben. Denn spätestens, als die gelben Sterne ausgegeben wurden, um anschließend eine Teil der Bevölkerung systematisch zu entrechten, war auch dem dümmsten Büttel klar, welchen Weg ein Staat nimmt, der einmal eine solche Richtung eingeschlagen hat. Hüten sie sich vor den Tagen des Zorns - dem neuen Adel wird nämlich, wie dem alten, wegen seiner nur noch parasitären Erscheinungsform gleich reihenweise der Kopf abgeschlagen werden. Und kein Hahn wird später danach krähen.

    • Dr. Dieter Zakel MA
      24. April 2013 09:43

      Herr RR!

      Mich wundert es nicht dass sie den kriminellen Staat verteidigen sind sie doch selber ein Nutzniesser dieses Verbrechersyndikates; ein Kollaborateur der staatlichen Mafia mit direktem Nutzen.

      Ihre Haltung ist menschlich verständlich aber stellt ihnen ein moralisch vernichtendes Zeugnis aus.

    • Helmut Oswald
      24. April 2013 09:57

      Und weil es sich aus aktuellem Anlass geradezu aufdrängt: dieser Staat, dessen Polizei tagein, tagaus damit beschäftigt ist, mit Laserpistolen und Radarfallen Geschwindigkeitskontrollen zu überwachen (und zwar schwerpunktartiag nach Ertragsgesichtspunkten und nicht an Orten, deren Geneigtheit zu verkehrsbedrohlich Lagen dies indiziert erscheinen lässt) - dem also offenkundig am Aufspüren von Ordnungswidrigkeiten so viel gelegen erscheint, daß er auf praktisch unbefahrenen Autobahnabschnitten gegen drei Uhr früh noch Streifendienste und Radarfallen aktiviert, um auch noch jedes insgeheim begangene Verkehrsdelikt zu ahnden, nach dem Motto 'wehret den Anfängen', der vermag offenbar - taub und blind für kriminelle Großorganisationen, mit denen anzulegen es schon etwas mehr an Mumm und Verstand bedarf, als beim Abkassieren erschöpfter Steuerzahler, die von ihrem Arbeitstag heimkehren - der vermag offenbar nicht zu erkennen, was jedem Medienkonsumenten längst klar ist: nämlich daß der Schutz vor Unternehmungen wie Goldmann&Sachs et al (immerhin Bilanzfälscher für Regierungen, ja richtig, von Staaten) für die Aufrechterhaltung des Rechtsfriedens und einer rechtstreuen Gesellschaftsordnung zentrale Bedeutung zukommt. Aber ist die OK einmal groß genug, dann fällt offenbar den überteuerten und aufgeblähten Institutionen dieses Staates nur noch eines ein: Augen fest geschlossen und durch - und im Zweifel, wenn anders nicht mehr geht, gemeinsame Sache mit den Hochgradverbrechern machen. Pui Teufel, so eine feiges Dreckssystem, das wir hier finanzieren. Eine Mafia würde uns vor ihrer Konkurrenz jedenfalls besser schützen, als dieser Staat es tut.

    • Majordomus
      24. April 2013 11:07

      Der Staat ist eine kriminelle Organisation. Die Finanzierung dient staatlicher Korruption und Misswirtschaft. Die Steuerflucht ist Notwehr. Wer kann, der vermeidet Steuern ohnehin.

      Genau so ist es.

      Wenn Steuerhinterziehung zunimmt, ist dies kein Indiz für eine moralische Krise, sondern für ein marodes System.

      Durch die Verfolgung von Steuerhinterziehern mittels medialer Hetzjagd präsentiert sich die Regierung als „gerecht“ und „sozial“ und lenkt damit geschickt von ihren Verfehlungen ab. Die Koalition glaubt, damit Wählerstimmen gewinnen zu können, aber sie könnte sich irren. Man betrachte die öffentliche Diskussion, wäge den Raum, den die Staatshaushalte in den Medien einnehmen, lausche privatem Erleben. Für viele Deutsche ist der Staat nur noch ein riesiges Finanzamt und in Österreich ist es nicht anders. Quer durch alle sozialen Schichten zieht sich das Gefühl, der Staat nutze jede Chance, dem Bürger Geld abzuknöpfen. Die Bürger haben begriffen, dass der Staat zu einem gefräßigen und verantwortungslosen Ungeheuer geworden ist, zu dem man bei einer Steuerquote von über 50 Prozent nur noch ein Verhältnis haben kann: Notwehr. Denn dieses Ungeheuer versorgt nur noch sich selbst, die freundlichen Erklärungen für den staatlichen Eingriff – das Schützen, Helfen, Fördern – sind nur noch vorgeschoben.

      Die Verschwörung, die Sie seit einiger Zeit und wiederholt hinter Herrn Tögels Artikeln wittern, sehr geehrter Herr Regierungsrat Professor Horner, ist lediglich die Solidarität der von der Regierung kriminalisierten Steuergeknechteten. Die viel berufenen „Steuerehrlichen“ sind vorrangig jene, die keine Flucht- oder Optimierungsmöglichkeiten haben. Und auch sie manipulieren ihre Steuererklärung. Das ist die staatlich herbeigeführte Zerstörung der Aufrichtigkeit.

      Was ist das für ein Staat, der die Rechtsstaatlichkeit gegen das Linsengericht einiger Steuermillionen verkauft? Dessen Politiker den offenen Rechtsbruch empfehlen? Der für die vergleichsweise mickrige Summe das Verhältnis zu einem befreundeten Nachbarstaat, der Schweiz, aufs Spiel setzt? Der die Stimme der Wissenschaft ignoriert, dass nämlich Vertrauen in den Staat und dessen sorgsamen Umgang mit den ihm anvertrauten Mitteln die Basis für Steuerehrlichkeit ist? Was ist das für ein Staat, in dem Steuerhinterziehung ein Verbrechen ist, Steuerverschwendung hingegen ein Beruf?

      So ein Staat ist marod und wird zugrunde gehen. Auch wenn Ihnen das nicht gefällt, Herr Regierungsrat: Ihr Wirt stirbt.

    • Andreas Tögel
      24. April 2013 11:12

      Verehrter Herr Regierungsrat,
      weshalb es einem zivilisierten Menschen nicht möglich ist, in der Sache zu argumentieren und persönliche Anwürfe bleiben zu lassen, werde ich nie so recht verstehen. In Ihrem Fall mag der zweifellos infantilisierende Effekt eines lebenslänglichen Aufenthalts in der geschützten Werkstätte eine Erklärung sein...

      Sei´s drum - zur Sache: keine Ihrer unglaublichen Beschuldigungen entspricht der Wahrheit. Weder in diesem, noch in einem anderen Beitrag habe ich jemals zu Straftaten aufgerufen. Wäre es anders - da können Sie sicher sein - hätte sich die stets fürsorgliche Staatsgewalt schon längst meiner angenommen. Ich war, bin und bleibe ein stets gehorsamer Untertan.

      Zur Frage der Kriminalität des Staates hat Ihnen Herr Oswald dankenswerterweise ja bereits kostenlose Nachhilfe erteilt. Nur zur Ergänzung: Die schlimmste Form von Unrecht ist wohl die Rechtfertigung begangenen Unrechts. Genau das hat das deutsche Höchstgericht sich nicht entblödet zu tun, indem es den Ankauf gestohlener Daten legalisiert hat. Wohlgemerkt: Nur der Staat darf das tun - unsereins ginge für dasselbe Delikt - völlig zu Recht - ins Gefängnis. Weit hat er´s gebracht - Ihr geliebter "Rechtsstaat", nicht wahr?!

      Eine Bitte zum Schluß: Halten Sie doch nicht länger mit Ihrem Wissen hinter dem Berg! verstecken Sie sich nicht hinter kryptischen Fragen und Andeutungen! Lassen Sie doch das Forum (und meine Wenigkeit) endlich wissen, welche (selbstverständlich niederen) Beweggründe mich antreiben und was ich mit meinen pöhsen Kommentaren in Wahrheit bezwecke. Weltrevolution? Mord und Totschlag? Oder am Ende gar die Abschaffung der Beamtenpragmatisierung?
      Stets der Ihre und wie immer submissest,
      A. Tögel

    • Sensenmann
      24. April 2013 12:00

      @Helmut Oswald: Eine bessere Darlegung, warum dieser Staat ein verlottertes Konstrukt ist, das mehr einer Besatzungsmacht oder der Herrschaft einer kriminellen Junta gleicht, als einem demokratischen Rechtsstaat, habe ich noch nicht gelesen. Wieder einmal auf den Punkt! *************

      @Reinhard Horner: Sie wagen es, dieses System zu verteidigen? Sie haben die Stirn, einem Herrn Ing. Tögel Schäbigkeit vorzuwerfen? Darf ich Ihnen - neben den von Helmut Oswald zitierten Fakten auszugsweise und keineswegs auf Vollständigkeit pochend in Erinnerung rufen, in welchem Staat sie leben?

      Dieser Staat bricht in Permanenz - abgenickt durch systemtreue Höchstrichter - jeden nur denkbaren völkerrechtlichen Vertrag, wenn dies der Schaffung der EUdSSR dienlich ist. (Das "vor Tische las man's anders" wird vereits zur Norm.)
      Dieser Staat verpulvert bereits das Geld unserer Enkel im Finanzcasino, begeht permanent die Zerstörung und Verschleuderung von Volksvermögen.
      Dieser Staat verfolgt Kriminelle nicht mehr, ja er schützt sie meist sogar, wo er kann - v.a. soferne sie das Volk auch genug betrogen und ausgebeutet haben, läßt Mörder auf das Volk los und hat überhaupt eine Täterschutzjustiz entwickelt, wie sie wohl nur noch von der unseres Nachbarstaates Deutschland übertroffen wird. (Hätte Hoeneß einen Menschen niedergeschlagen und ihm mit den Füßen das Gehirn zermalmt, hätte es gegen ihn keinen Haftbefehl gegeben, da er einen festen Wohnsitz hat - was in D und A bei Gewalttätern immer als Grund für Anzeige auf freiem Fuß ist. Aber sein versteuertes Geld nicht im Inland anlegen, ist ja im sozialistischen Unrechtsstaat weit schlimmer...)
      Dieser Staat hat seine Infrastruktur teilweise in beklagenswerten Zustand kommen lassen - sofern er sie nicht an US-Zockerbanden verhökert hat -, während das Geld für Schmarotzer aus aller Herren Länder und eine korrupte Bonzenkaste, die aus jedem Staatsprojekt ungestraft Millionengagen lukriert, verpulvert wird.
      Dieser Staat beutet die Leistungsträger des Volkes aus, nur damit z.B. griechische Reeder und Milliardäre gar keine Steuern zu bezahlen haben.
      Dieser Staat stiehlt das Geld, das an sich meinen Kindern gehört, und verpulvert es als Unterstützung für irgendwelche bolschewistischen Drecksvereine, die dann unter dem Schutz der Polizei Körperverletzen, Sachbeschädigen und Mordbrennen dürfen.
      Dieser Staat läßt hunderttausendfach Ungeborene morden, Kinder in sozialistischen Kinderheimen quälen und versucht in Permanenz den Bürgern das Recht zur Selbstverteidigung zu nehmen und ihnen einzureden, sie sollten doch den Verbrechern geben, was immer diese fordern.
      Dieser Staat läßt zu, daß hochkriminelle araboide oder sonstwie orientalische Familienclans hier von Sozialhilfe leben und offensichtlich keine Steuern bezahlen, während sie mit dicken Autos spazierenfahren und ihren geschäften nachgehen.
      Dieser Staat verschenkt seine Staatsbürgerschaft an Menschen, die dann - als österr. Staatsbürger - bei Behördengängen und vor Gericht einen Dolmetscher brauchen.

      Daß er das alles "demokratisch legitimiert" macht, zählt als Ausrede nicht. Was so ein Staat wert ist, braucht man wohl nicht zu diskutieren. Welche Treue und welchen Gehorsam man so einem Staat schuldet aber auch nicht.

      Jeder Cent, den man diesem System entziehen kann, ist ein Cent, der nicht für die Vernichtung von Land und Volk aufgewendet werden kann.
      Jeder Cent, der diesem Staat entzogen wird, hindert ihn daran, im Dienste wahnsinniger EU-Fanatiker uns mit immer absurderen Gesetzen und Richtlinien zu knebeln und unsere wertschöpfer von Industrie bis Kleingewerbe vollends zu Grunde zu richten.

      Wir sind in den völlig versozten Staaten Europas und der aus ihnen gebildeten EUdSSR bereits an dem Punkt angelangt, wo die Steuervermeidung ein Notwehrakt ist!
      "Wo Unrecht zu recht wird, wird Widerstand zur Pflicht", ist zwar ein Zitat, das gerne von der Linken verwendet wurde, aber deshalb nicht weniger wahr ist.

      Um es auf den Punkt zu bringen: Das Volk steht über dem Staat. Der Staat ist eine zeitlich begrenzte Regelung für das Zusammenleben von Menschen (Volk, Staatsvolk) in einem begrenzten Gebiet (Staatsgebiet).
      Wenn der Staat als Organisation, die Sicherheit, Wohlstand, Prosperität und Ordnung zu garantieren hat, versagt, so ist dieser Staat durch einen besseren zu ersetzen.

      Und ob es Ihnen passt, oder nicht: Auch dieser Staat hat ein Ablaufdatum.
      (Welches sich übrigens Dank der Weitsichtigkeit seiner Träger, die seit Jahrzehnten außer Schulden zu machen nichts, aber auch gar nichts geleistet haben und jetzt auch noch im internationalen Financasino "all in" mit dem Volksvermögen gehen, mit großen Schritten nähert.)

      Hier kann ich der Unabhängigkeitserklärung der USA nur Recht geben:
      ".. . But when a long train of abuses and usurpations, pursuing invariably the same Object evinces a design to reduce them under absolute Despotism, it is their right, it is their duty, to throw off such Government, and to provide new Guards for their future security.”

      Zu dem Hoeneß kann man nur sagen, daß es ihm wohl bekommen möge, denn Leute wie er sind letztlich selber schuld. Anstatt sich gegen höhere Steuern öffentlich zu wehren und für Volk und Land einzutreten, verstecken sie sich oder schwafeln in irgendwelchen Fernsehshows politkorrekten rotgrünen Dreck! Er machte es nicht anders. Diese Leute erinnern mich an den Frosch im Topf auf der Herdplatte, der auch meint, es ginge noch - bis er gekocht wird...

      Nur Sozis meinen, daß das Nicht-Zahlen von Zwangsabgaben an den Staat zwar ein Verbrechen sei, aber das Ansammeln von Vermögen noch ein viel größeres wäre, das gleichfalls unter Strafe gestellt werden müsste!
      Das kam jüngst von einem Mitglied der Mörderpartei SED (nunmehr "Linke") in Deutschland im Radio-Interview.
      Wer sich mit diesen Verbrechern gemein macht indem er deren Argumentation mitträgt, sollte doch vorsichtig sein, wenn er kluge Menschen, wie den Herrn Ing. Tögel der Schäbigkeit zeiht...

    • terbuan
      24. April 2013 12:23

      Allen Subkommentatoren ein mehrfaches Bravo und Danke für diese Beiträge!
      **************************************************************!

    • diko
      24. April 2013 14:44

      Andreas Tögel &
      @ Helmut Oswald, Dr. Dieter Zakel MA , Majordomus ,Sensenmann
      ******************************************************!
      DANKE, mehr als lesenswert!

    • Xymmachos
      24. April 2013 14:49

      Also wenn der Herr Horner (RR, Professor, etc., ff.) auch nur einen Funken von Charakter hätte (conjunctivus irrealis) würde er sich jetzt auf Nimmerwiedersehen aus diesem Blog verabschieden. Vorausgesetzt freilich, er konnte der Diskussion intellektuell folgen. => Schau'n mer mal (wie die Bayern sagen).

    • Der Zweifler
      24. April 2013 15:29

      @at all
      So seien wir doch nicht so streng zu unserem Herrn Regierungsrat, er ist offensichtlich ein alter Herr mit festen Überzeugungen und läßt sich davon von niemandem abbringen. Er postet nicht nur hier sonderen auch in etlichen Tageszeitungen, offensichtlich verarbeitet er damit als Zwangs/Dauerposter seinen ungeliebten Ruhestand. Er hat auch gewisse Ähnlichkeiten mit einem ähnlichen Dauerposter hier im Blog, aber er sagt wenigstens nicht "ich bin weg, ich bin wieder da", er ist immer da! Übrigens er lebt in "Biedermannsdorf" :-)

    • zauberlehrling
      24. April 2013 19:29

      No joa!

      Ich plädiere für Meinungsfreiheit und möchte keinen Teilnehmer ausschließen, der ein Thema anders sieht.
      Erst der Diskurs belebt den Blog, daher bitte nicht immer gleich disqualifizieren, sondern auseinandersetzen.

      Bisher ergab sich eine hochgradige Diskussion und das ist gut so!

    • schreyvogel
      24. April 2013 20:43

      Wenn Steuern exorbitant hoch werden, dann sind sie unsittlich, dann ist auch eine Hinterziehung moralisch vertretbar.
      Das hat mir einmal ein Priester und Seelsorger gesagt, der damals der Wirtschaftsdirektor eines großen österreichischen Stiftes war. Er war eben ein Praktiker, der nicht in einem elfenbeinernem Turm saß.

      Mit Herrn RR Prof. Horner wäre er wohl nicht zurecht gekommen.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      25. April 2013 20:18

      reinhard.horner@chello.at

      Zusammenfassung: Geht es um die Propagierung eines speziellen Verhaltens und in diesem Zusammenhang einer speziellen Gemeinschaft?

      © A. Tögel legt ein persönliches Bekenntnis und den Aufruf zugrunde:
      1. zum persönlichen und gemeinschaftlichen Steuerbetrug, wo immer und wie auch immer er gelingen mag, als „Notwehr“,
      2. zur Bekämpfung (Verteufelung) des Staates als kriminelle Organisation, gegen die entsprechend vorzugehen ist,
      3. allenfalls zu Steuerrevolten mit dem historischen Hinweis auf bewaffnete Aufstände.

      Wie zahlreich und intensiv ist die Anhängerschaft zu den Aufforderungen zu 1., 2. und 3.?

      Welche persönlichen Rücksichten werden auf Herrn Hoeneß genommen?

      Nebenbei: Welcher Umgang wird mit dem Kritiker Horner gepflogen?

    • Helmut Oswald
      26. April 2013 13:21

      Herr Horner, jetzt sind wir also genau dort angelangt, wo Leute ihres Schlages stets Zuflucht finden, wenn sie mit Kritik konfrontiert werden: Polizei und Gericht, Strafen und Gefängnis - nicht für die Verschleuderer und Verschwender unseres Geldes, sondern für jene, die dies kritisieren.

      Schließlich muß sich der arme, schwächliche und schutzbedürftige Staat doch zur Wehr setzen dürfen, wenn er so böse Kritik seitens seiner Bürger erfährt. Am besten also gleich noch eine Mauer, davor und danach ein Minenfeld, ein Stacheldrahtzaun (elektrisch geladen) und eine Schießbefehl für die proletarischen Milizen aus den Kampftruppen der Arbeiterklasse (hierorts zur Zeit genannt - die Bundespolizei, die zuschaut, wenn Linksextremisten Ballbesucher attackieren wie seinerzeit in den Dreißigern die Schutzpolizei beim Niederbrennen von Synagogen tatenlos zugesehen hat) - so werden sie natürlich auch noch den letzten Steuerflüchtling zur Strecke bringen. Schulter an Schulter mit Barroso, Schäuble und Honecker.

      Ich biete ihnen an: werfen sie uns doch alle ins Gefängnis, für unsere Gedankenverbrechen, deren sie uns offenbar ihrer Meinung nach so messerscharf überführt haben. Tun sie uns den Gefallen. Dann zeigen sie wenigstens gleich uns und allen die es sehen und hören werden, stellvertretend für den ganzen Staat, der Leute wie sie so warm umsorgt, dessen wahres 'soziales' Gesicht.

    • Majordomus
      26. April 2013 13:30

      Hr. Horner, es ist einfach nur trollig (absichtlich mit t geschrieben), was Sie da von sich geben.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      26. April 2013 13:34

      reinhard.horner@chello.at

      Hiermit lade ich Herrn Ing. Tögel und seine gewonnenen Anhänger dazu ein:

      1. unmissverständlich erkennen zu lassen, dass sie Steuerhinterziehungen als Straftaten entschieden ablehnen und nicht unterstützen,

      2. es zu unterlassen, die Verantwortungsträger der staatlichen Aufgaben als Sachwalter einer kriminellen Organisation zu verleumden,

      3. die Kritik tatsächlich begründet und differenziert auszuüben, wenn schon nicht etwas zum Bestand und Fortschritt der Verhältnisse beizutragen, in deren Vorzügen man recht gut lebt.

      MfG

    • Helmut Oswald
      26. April 2013 14:40

      Herr Horner - mit ihren Fragen lassen ich sie jedenfalls alleine.

    • Andreas Tögel
      27. April 2013 07:27

      Verehrter Herr Regierungsrat,
      netter Versuch, aber so funktioniert das nicht! In einem Rechtssystem hat der Ankläger die Schuld des Beklagten zu beweisen, nicht der seine Unschuld. Wenn der selbsternannte Großinquisitor Horner den Beschuldigten Tögel also auffordert, eine Art Offenbarungseid abzulegen, ist das nichts weiter als eine Chuzpe.

      Was heißt "Verleumdung des Staates"? Vom Ersten Weltkrieg bis My Lai, von Auschwitz bis Guantanamo, oder - ein paar Nummern kleiner - vom Berliner Flughafen- bis zum Salzburger Finanzskandal - in jedem Fall waren und sind sind es Staatsbüttel, die an den Schalthebeln hocken. Der Beweis für die Richtigkeit meiner staatskritischen Behauptungen dürfte hinlänglich erbracht sein.

      Ein Zeitgenosse hat mir einmal erklärt: "Wenn die Leute tun was sie wollen, dann kommt dabei Woodstock heraus. Wenn der Staat tut was er will, dann heißt das Ergebnis Auschwitz." Ob man Popmusik nun mag oder nicht - es dürfte nicht schwerfallen, bei diesen Angeboten die richtige Wahl zu treffen...

      Sie haben sich für die "dunkle Seite der Macht" entschieden, indem Sie dem Leviathan dienen. Das ist Ihr Problem, da es ein richtiges Leben im falschen eben nicht gibt. Um zu verdeutlichen, was ich meine: Angehörige eines Totenkopfverbandes konnten schwerlich für sich reklamieren, "immer anständig" geblieben zu sein. Das gilt im Grunde (und meist natürlich in abgeschwächtem Maß) für jeden, der für eine kriminelle Organisation tätig ist.

      Was Ihre Andeutungen im Hinblick auf eine mögliche, unter meinem Kommando stehende (?) Verschwörung, oder Ihre Seitehiebe auf den Handelsstand angeht: Dazu fällt mir wirklich nix ein.
      Habedieehre!
      A. Tögel

    • RR Prof. Reinhard Horner
      28. April 2013 13:11

      reinhard.horner@chello.at

      Um den "bedeutenderen Teil der Bürgerschaft", der die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen trägt und aus dem sowohl die Repräsentanten als auch die Aktivisten direkter Demokratie hervorgehen sollen!

      Zur neuerlichen Verleumdung des Staates als kriminelle Organisation wird propagiert:
      „Staatsbüttel, die an den Schalthebeln hocken“ – auch bei Auschwitz! „Wenn der Staat tut, was er will, dann heißt das Ergebnis Auschwitz.“

      Horner wird vorgeworfen:
      „- für die dunkle Seite der Macht entschieden …“ „- für eine kriminelle Organisation tätig …“ „- ein Angehöriger eines Totenkopfverbandes …“

      Wie die Fakten verbogen werden, um den Staat als kriminelle Organisation erklären und behandeln zu können, ist schon abenteuerlich. Dass nicht „der Staat“ Auschwitz hervorgebracht hat, sondern eine staats-, weil demokratiezerstörende Macht, die ihre Machtergreifung nicht zu knapp bürgerlichem Hochmut und der Unterstützung durch mächtige Wirtschaftstreibende verdankte, wird glatt ins Gegenteil verkehrt.

      Daraus geht hervor, wie wichtig die Wachsamkeit aller derer ist, die im Rahmen ihrer bürgerlichen Rechte und Pflichten zukunftsgewandt für den Staat tätig sind und die Notwendigkeit hierfür vertreten.

      MfG

    • Helmut Oswald
      29. April 2013 08:44

      Wachsamkeit, Herr Horner, käme der Alpen-Stasi schon zu. Da ist ihnen und allen anderen von Mielke's Epigonen und Kollegen schon beizupflichten. Die Tschekisten sollten sich allerdings die Frage stellen, WER hier die staatszerstörenden Kräfte sind - diejenigen, die als Nettozahler im (OECD Statistik lesen)den ganzen Laden noch immer tragen, oder jene, die seit Jahrzehnten die Früchte der Arbeit anderer auf unverschämteste und ignoranteste Weise verbrauchen und verwüsten - nur um anschließend 'mehr Solidarität' einzufordern. Aber die meisten österreichischen Staatsdiener - für sich alleine betrachtet - würden jedem äusseren Beobachter unseres Landes problemlos den Nachweis liefern, daß es in dieser Republik kein intelligentes Leben gibt. Der KGB - unter ihnen an führender Stelle Putin - hat jedenfalls verstanden, daß die staatszerstörenden Kräfte dem kommunistischen System immanent sind, und nicht jenen, die dagegen auftreten und im Samisdat leben. Daß der eine oder andere drastische Vergleich, der überschießend angelegt sein mag, ihnen persönlich nahegeht, gilt hierorts als verstanden und daß sie sich dagegen verwahren wollen ebenso. Aber wenn sie von STAATSZERSTÖRENDEN KRÄFTEN schreiben, dann sollten sie sich angesichts von auf knapp 50% abgesunkenen Wahlbeteiligungen doch die Frage stellen, WER es eigentlich ist, der hier zerstört. Wir leben in einer ESM und Bürokraten Diktatur, deren Brüsseler Repräsentanten auch noch die Unverschämtheit haben, uns offen ins Gesicht zu lachen und uns zu sagen, wenn es ernst wird, müsse man eben lügen. Kapieren sie doch endlich: die Leute, in Sonderheit die Steuerzahler haben davon die Nase voll ! und das ganze von der verstaatlichten linken Presse ins lächerliche gezerrte Tea Party Gefasel und die sonstigen im Stil der 'aktuellen Kamera' des DDR Fernsehens gehaltenen Hervorbringungen einer mit unseren (meinen und denen anderer) Steuergeldern vom Staat gekauften Systempresse - die diese Bezeichnung (Nazi hin, Nazi her) völlig zu Recht verdient - werden das nicht mehr übertünchen können. Es ist Zeit Herr Horner, daß Sie und alle jene, denen am Staat noch irgend etwas gelegen ist, die Seite wechseln und sich gegen jene wenden, die nicht nur den Staat, sondern uns alle zerstören. Und das ist, bei aller Schärfe der Auseinandersetzung - geboren aus dem Gefühl der Ohnmacht - nicht der zornige Aufschrei der vom Fiskus Ausgepressten - sondern das sind jene, die glauben, das gehe jetzt alles einfach so weiter wie gehabt. Wir retten griechische Milliardäre, die keine Steuern zahlen wollen, finanzieren bulgarische Rentner, die ihren Lebensabend gerne in Wien verbringen wollen, sorgen dafür, daß die Franzosen mit 5o in Rente gehen können - und wenn wir nicht spuren, sagt man uns den Nazi. Wir haben nichts anderes mehr zu verlieren, ausser unsere Parasiten, Herr Horner. Das macht die Lage so einfach für uns.

  17. Gandalf
    24. April 2013 01:19

    Vielen Dank für die hervorragende Zusammenfassung. Vor allem die schäbige Rolle des/der Staates/Staaten als Hehler, also Komplize, von Kriminellen kann gar nicht deutlich genug herausgestrichen werden. Warum versucht eigentlich keiner, die Frage der Zulässigkeit solcher Ankäufe vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu relevieren? Ich weiss schon, der ist natürlich nicht nur völlig überflüssig, sondern vor allem tief rot, aber man könnte damit die unnötig in Straßburg herumsitzenden Richter wenigstens vorübergehend in Verlegenheit bringen, und das Urteil, oder was immer die Genossinnen und Genossen sich dazu abquälen würden, wäre jedenfalls, wenn schon nicht befriedigend, so zumindest interessant.

  18. Schani
    24. April 2013 00:39

    S.g. Herr Tögel!
    Seit Jahrzehnten suche ich nach der von Ihnen heute dargebrachten Beschreibung des Fußballspieles!
    Und was den räuberischen Staat angeht, stimme ich Ihnen sowieso zu. Wozu gibt es wohl das ZWR und EUFOR?!

  19. fokus
    23. April 2013 23:47

    Es ist auch die Stunde der Extremsozialisten, die in Uli Hoeneß endlich ein populäres Gesicht für den (Wahl-)Kampf gegen den Klassenfeind - dem üblicherweise "steuerhinterziehenden" Kapitalisten - gefunden haben. Und die gleichgeschaltete, linke Medienlandschaft springt sofort helfend zur Seite, niemand schert aus.
    Deshalb kann man Ihnen, Herr Tögel, nicht genug dafür danken, daß Sie als einer der wenigen gegen den Strom Schwimmenden, die Sache mit dem Staat als Raubritter glasklar auf den Punkt bringen.

    Wer sich diesem Raubrittertum auf legale Weise entziehen möchte und seinen ständigen Wohnsitz intelligenterweise ins steuerschonende Ausland verlegt, der wird plötzlich als unmoralisch, bzw. als Antipatriot bezeichnet (obwohl Patriotismus bei Linken mehr als verpönt, aber beim Geld endet halt die Ideologie) sowie zusätzlich noch in der Öffentlichkeit mit Schimpf und Schande bedacht.

    Im Hinblick darauf, wie Staatsregierungen mit hart verdientem Steuergeld umgehen, könnte Steuerwiderstand ganz einfach zu einem Akt der Notwehr erklärt werden!





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