Der Papst tritt zurück … es lebe der Papst

Klar, die Meldung über den Rücktritt Benedikts XVI. hat uns alle sehr erschüttert. Weil wir einen großen kirchenhistorischen Moment erleben. Weil wir diesen Mann kennen und wissen, dass er sich so eine Entscheidung mit großer Tragweite sicher nicht leicht gemacht hat. Und vielleicht auch ein wenig, weil es so völlig überraschend kam, mitten im Jahr das Glaubens und ohne, dass irgendein Vati-geleaked hat oder eine gut informierte Quelle Andeutungen gestreut hat.

Einige meiner Freunde, mit denen ich telefonierte (ich hatte am Tag des Rücktritts viele solche Gespräche, wie man sie nur an bedeutsamen Tagen hat, wo Freunde einfach miteinander sprechen wollen) – waren ratlos. Andere waren euphorisch über den Mut und die Konsequenz. Einige waren wütend und nahmen dem Papst diesen Schritt übel. Alle waren bewegt.

Ich denke, auch Benedikt wusste, dass innerhalb weniger Stunden jeder Katholik weltweit darüber sprechen würde. Wer kann ermessen, wie oft er das Für und Wider erwogen hat? Zumal er ein so aufrechter, ein so korrekter, ein so der Verantwortung verpflichteter Mensch war und ist? Ich weiß das für mich, weil ich ihn persönlich kennen lernen durfte, ihn für meine Doktorarbeit interviewt habe und auch so über die Jahre immer wieder getroffen habe.

Mir hat etwas geholfen, was der St.Pöltner Diözesanbischof Küng dem ORF gesagt hat: „Der Geist Gottes hat die Kirche nie verlassen und das wird sich auch jetzt so zeigen." Das ist etwas ungemein Tröstliches. In der Bewegung darüber, dass uns „unser" deutschsprachiger Papst genommen ist, vergessen wir oft, wie lange die Geschichte mit den Päpsten schon währt und auf wie unglaubliche Weise doch das Wirken dieses geheimnisvollen Geistes in schon viel schwierigeren Momenten die Kirche getragen hat. Es kam immer ein neuer Papst, der richtige für die neue Zeit, und so wird es wieder passieren und (unter uns gesagt) auch noch lange, nachdem wir alle zu Staub zerfallen sind. Das hat etwas ungemein Tröstliches und Stützendes. Wir dürfen uns allerhöchstens für einen Monat verwaist fühlen, dann ist alles wieder beim „Neuen Alten". Denn wir glauben, dass wir von Gott getragen sind.

Der Papst tritt zurück – es lebe der Papst.

Dr. Eduard Habsburg-Lothringen ist Autor, Drehbuchschreiber und Medienreferent von Bischof Klaus Küng.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2013 08:00

    Ich wünsche der katholischen Glaubensgemeinschaft, sie möge einen würdigen Nachfolger für Papst Benedikt XVI finden.

    Keinesfalls sollte es einer sein, der jenen Personen mit den heftigsten Reformwünschen Rechnung trägt, die oftmals gar nicht der katholischen Kirche angehören. Das wäre äußerst kontraproduktiv.

  2. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2013 12:21

    Dieser, wie alle wirklich großen Denker, bescheidene Papst widerlegt im Scheiden
    was man immer von ihm berichtete.

    Papst Benedikt XVI wird nicht als beharrlicher Bewahrer des Überlieferten in die Geschichte eingehen.
    Mit dem von ihm gewählten Art, sein Pontifikat zu beenden, bricht dieser große Papst eine der hinderlichen Verkrustungen auf, welche die katholische Kirche im
    3. Jahrtausend belasten.

    Naturwissenschaftler sind meist jünger als 40, wenn sie einen Lehrstuhl übernehmen.

    Die Päpste werden oft in einem Alter gewählt, in welchem Durchschnittsmenschen
    erste Anzeichen der Senilität zeigen.

    Muß man nicht aus der Erklärung, mit der Papst Benedikt XVI das ungewöhnliche
    Ende seines Pontifikats begründet, für die Kirche des 3. Jahrtausends folgende Botschaft herauslesen?:

    Die katholische Kirche bedarf zur Bewältigung der mannigfachen Zäsuren, welchen sie und in vielen Ländern auch ihre Gläubigen ausgesetzt sind, eines VITALEN UND CHARISMATISCHEN PAPSTES ! ! !

  3. Ausgezeichneter KommentatorSolo dios basta
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2013 13:44

    Nada te turbe
    nada te espante
    todo se pasa
    Dios no se muda
    la paciencia
    todo lo alcanza
    quien a Dios tiene
    nada le falta
    sólo Dios basta.
    teresa de Jesus
    Nichts soll dich verwirren,
    nichts soll diech erschrecken,
    alles geht vorbei.
    Gott bleibt stets derselbe.
    Wer geduldig wartet,
    dem fällt alles zu.
    Dem, der Gott gefunden, dem kann nichts mehr fehlen:
    Gott nur ist genug.
    Teresa von Jesus (Teresa von Avila)

  4. Ausgezeichneter KommentatorHugo v. Hofmannsthal
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2013 10:48

    Der Rücktritt Benedikts XVI. ist fürs erste sehr deprimierend, da es anscheinend für ihn nicht mehr möglich ist, die einwirkenden Kräfte zu bündeln. War vor einiger Zeit bei der Wahl zum Präsidenten von Amerika die Rede vom härtesten Job der Welt, so muss man dies mindestens im selben Maße von einem „Papst-Job“ annehmen. Das Vorbild seines Vorgängers Johannes Paul II. hat ihn sicher auch dazu bewogen seine Kräfte kritisch zu sehen und eine geordnete Hofübergabe anzustreben, solange er dazu noch fähig ist. Diese geordnete Hofübergabe (was bei jedem größeren Betrieb notwendig ist) spricht wahrscheinlich auch für die Weitsichtigkeit der jetzigen Entscheidung. Für die zunehmend schwieriger werdenden Zeiten wird es eine hervorragende Lösung sein, dass es für die nächsten Jahre zwei Päpste geben wird. Einen im Vordergrund, der die Tagespolitik macht, und ein im Hintergrund, der sich schützend um das Vermächtnis des christlichen Glaubens annimmt. Nur so werden die großen zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen sein.

  5. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2013 06:57

    Eine bemerkenswerte Analyse, die auf den vor etlichen Jahren verstorbenen Malachi Martin ("Der letzte Papst") Bezug nimmt, drückt u. a. folgendes aus:

    Inzwischen, 2013, hat sich gezeigt, dass der Krieg gegen die Katholische Kirche auch auf anderen Themenfeldern weitergeht. Man schießt in den Systemmedien aus vollen Rohren gegen die Kirche, ein propagandistisches Dauerfeuer, welches inzwischen die entsprechende Propaganda gegen die kath. Kirche der 12 nationalsozialistischen Diktaturjahre übersteigt! (Man kann sich davon überzeugen, wenn man sich die Mühe macht, in großen Bibliotheken z.B. die Ausgaben des STÜRMERs selektiv zu studieren.)

    Immer wieder werden neue Diffamierungsthemen aufgegriffen und durch die Massenpresse gejagt: die Mißbrauchsfälle in der kath. Kirche (hier greift man in einer geradezu fanatischen Anklagewut eine Zeitspanne von fast 70 Jahren, eben ab 1945 auf), die lehrmäßige Ablehnung der Kirche der sog. „Homo-Ehe“, die Ablehnung der Kirche der sog. „Pille-danach“.

    Den inzwischen erlahmenden Bemühungen des Papstes, welcher einige arg ausufernden häretischen Praktiken nach dem 2. Vatikanum wieder eindämmen und die Kath. Kirche teilweise zu ihrer Identität zurückführen wollte, begegnet man jedes Mal mit (systematischem) Unverständnis und wütenden Angriffen, sogar auch aus den eigenen Reihen heraus.

    Darum geht es: Die katholische Kirche u n d der von ihr durch die Geschichte getragene christliche Glaube soll zu einer für die Mächtigen vernachlässigbar schwachen Rest-Institution zerdrückt werden.

    Daher ist die gegenwärtige Krise grundsätzlich so bedrohlich. Dies haben anscheinend viele noch nicht begriffen, die jetzt auf Papst und Kirche reinhauen, selbst die Atheisten in diesem Land nicht – die sich mittelfristig damit auch selber schädigen.

    Hinter Obama stand bisher auch, wie ein mächtiger dunkler Schatten: HILLARY CLINTON, welche das internationale feministische Netzwerk vertritt, das sich in Zusammenarbeit mit der UNO mächtige Dinge in der Dritten Welt vorgenommen hat(te): Hier geht es um eine ganz massive Ausweitung der Geburtenkontrolle und Abtreibung.

    Diese Kontrolle ist gleichzeitig Völkerkontrolle! Schon am 2. Tag der 1. OBAMA-Administration wurde viel Geld freigegeben. Hillary CLINTON mußte unlängst aus Gesundheitsgründen ihr Amt als Außenministerin der U.S.A. aufgeben.

    Das Karussell der Weltpolitik hat inzwischen einen stotternden Motor: Die Weltschuldenkrise ist inzwischen noch bedrohlicher geworden, China nutzt seine Chancen, in der islamischen Welt finden gewaltige Umbrüche statt.

    Aber immer noch spürt man die große, geheime Macht, die alles in den Griff bekommen möchte.

    Der Papst mit seinen Katholiken steht da nur im Weg.

    Merken Sie jetzt, woher der Wind weht?

    In diesem Licht sind die Wortspenden von Schüller und Konsorten zu verstehen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2013 09:15

    Nach etlichen Gesprächen und Diskussionen zum erklärten Rücktritt des H. Vaters stelle ich zwei entgegegen gesetzte Meinungen fest:
    1) die einen sehen in der Rücktrittserklärung nicht mehr und icht weniger als einen Verrat an Jesus Christus. Hätte Jesus bei seinem Kreuzweg das Kreuz hingeschmissen mit einem "Nein, ich kann nicht mehr. Ich bin am Ende meiner Kräfte!" gäbe es heute kein Christentum und keinen Nachfolger Christi auf Erden.

    2) die anderen sehen v.a. die weltliche Führung des Papstes, die heute mehr enn je zuvor tatsächlich einen Menschen an der Spitze der weltumspannenden katholischen Kirche verlangt, der seinen Mann zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit voll und ganz stellen muss.

    Zwischen dieser "überirdischen" und der pragmatischen irdischen Ansicht sehe ich keine Kompromissmöglichkeit. Ich bin aber überzeugt, dass gerade dieser Papst sich die Auswirkungen seines Schrittes in beide Richtungen hin wohl überlegt hat. Wer sagt, dass Christus zweitausend Jahre später nicht auch so gehandelt hätte und das Kreuz an einen seiner Jünger weiter gegegeben hätte ...?

    Beim Kaffeesudlesen der Namen möglicher Nachfolger wünsche ich mir einen italienischen Kardinal, der mit den interna des Vatikans bestens vertraut ist und die vielen Probleme vor Ort in den Griff bekokmmen kann. Bei aller Wertschätzung, aber das traue ich einem Vatikan-fernen Bischof weniger zu.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2013 06:57

    Eine bemerkenswerte Analyse, die auf den vor etlichen Jahren verstorbenen Malachi Martin ("Der letzte Papst") Bezug nimmt, drückt u. a. folgendes aus:

    Inzwischen, 2013, hat sich gezeigt, dass der Krieg gegen die Katholische Kirche auch auf anderen Themenfeldern weitergeht. Man schießt in den Systemmedien aus vollen Rohren gegen die Kirche, ein propagandistisches Dauerfeuer, welches inzwischen die entsprechende Propaganda gegen die kath. Kirche der 12 nationalsozialistischen Diktaturjahre übersteigt! (Man kann sich davon überzeugen, wenn man sich die Mühe macht, in großen Bibliotheken z.B. die Ausgaben des STÜRMERs selektiv zu studieren.)

    Immer wieder werden neue Diffamierungsthemen aufgegriffen und durch die Massenpresse gejagt: die Mißbrauchsfälle in der kath. Kirche (hier greift man in einer geradezu fanatischen Anklagewut eine Zeitspanne von fast 70 Jahren, eben ab 1945 auf), die lehrmäßige Ablehnung der Kirche der sog. „Homo-Ehe“, die Ablehnung der Kirche der sog. „Pille-danach“.

    Den inzwischen erlahmenden Bemühungen des Papstes, welcher einige arg ausufernden häretischen Praktiken nach dem 2. Vatikanum wieder eindämmen und die Kath. Kirche teilweise zu ihrer Identität zurückführen wollte, begegnet man jedes Mal mit (systematischem) Unverständnis und wütenden Angriffen, sogar auch aus den eigenen Reihen heraus.

    Darum geht es: Die katholische Kirche u n d der von ihr durch die Geschichte getragene christliche Glaube soll zu einer für die Mächtigen vernachlässigbar schwachen Rest-Institution zerdrückt werden.

    Daher ist die gegenwärtige Krise grundsätzlich so bedrohlich. Dies haben anscheinend viele noch nicht begriffen, die jetzt auf Papst und Kirche reinhauen, selbst die Atheisten in diesem Land nicht – die sich mittelfristig damit auch selber schädigen.

    Hinter Obama stand bisher auch, wie ein mächtiger dunkler Schatten: HILLARY CLINTON, welche das internationale feministische Netzwerk vertritt, das sich in Zusammenarbeit mit der UNO mächtige Dinge in der Dritten Welt vorgenommen hat(te): Hier geht es um eine ganz massive Ausweitung der Geburtenkontrolle und Abtreibung.

    Diese Kontrolle ist gleichzeitig Völkerkontrolle! Schon am 2. Tag der 1. OBAMA-Administration wurde viel Geld freigegeben. Hillary CLINTON mußte unlängst aus Gesundheitsgründen ihr Amt als Außenministerin der U.S.A. aufgeben.

    Das Karussell der Weltpolitik hat inzwischen einen stotternden Motor: Die Weltschuldenkrise ist inzwischen noch bedrohlicher geworden, China nutzt seine Chancen, in der islamischen Welt finden gewaltige Umbrüche statt.

    Aber immer noch spürt man die große, geheime Macht, die alles in den Griff bekommen möchte.

    Der Papst mit seinen Katholiken steht da nur im Weg.

    Merken Sie jetzt, woher der Wind weht?

    In diesem Licht sind die Wortspenden von Schüller und Konsorten zu verstehen.


alle Kommentare

  1. Partner (kein Partner)
    21. Januar 2015 19:02

    Und dann Unterwasser-Friedhof hinterher - geht also auch sorum.Icke - Hasenheide, der Ort wo ich die Kunst des Minigolfspiels ebsneo wie das Posen ffcr Familienfotos gelernt habe. Und die Kunst des .Kf6nnte mir den Trfcmmerberg mit den vier Ansichtssteinen gut unter Wasser vorstellen. http://qykptmsk.com [url=http://ntnmwbm.com]ntnmwbm[/url ] [link=http://xcjuic.com]xcjuic[/link ]

  2. Trevor (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:54

    Wenn ich das richtig sehe, werde ich jeeamdnn auf eine Seereise schicken in dem 'frfchreifen' Heft. Ke4me 'underwater' hinterher, denke ich, kf6nnte ich eine prima Fortsetzung machen. Wenn nicht, we4re das natfcrlich auch okay. Bringe ich jeeamdnn um, und pflanze Blumen aufs Grab - easy. http://gqandpn.com [url=http://owteanjillm.com]owteanjillm[/url ] [link=http://tgfrvsf.com]tgfrvsf[/link ]

  3. Lettie (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:39

    Wow, your post makes mine look febeel. More power to you!

  4. Olivia (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:56

    I currently work for a European relweabne energy research centre as a chemical engineer. The area of my focus is bringing inventions we make or altering process to industry (oil gas, plastics, biofuel) to save energy. The goal is to reduce the resources used in energy consumption, reduce CO2 emissions and invariably increase the industry profits. Colleagues of mine work in soar power, wind power, biomass etc. So I work on reducing energy consumption and they work on energy production (for the most part).Are we saving the world; on the surface yes but in reality not yet/no. Many of the relweabne technologies are prohibitively expensive requiring large subsidies from governments and mandates for purchasing relweabne energies. Much improvement and research of these technologies is needed before they can displace oil, gas and coal. The no part is because a track of research maynot be sucessful. One thing is for sure; without a paradigm shift, we will be paying more for energy in the future.

  5. Ngagne (kein Partner)
    19. Januar 2015 15:33

    Als selbsterkle4rte Expertin finde ich das "See im Glas"-Thema eher was ffcr die trfcben Wintertage. Die Leute sztien mehr zuhause und kf6nnten sich ihr Heim mit sonem kleinen Biotop ein wenig aufhfcbschen.H - der Club is doch keene Landschaft - jeht nich. Aber mit der Hasenheide kf6nnte ich mich anfreunden. Werd mal n le4ngeren Spaziergang machen und gucken, welche pre4gnante Stelle sich aquascapen liedfe.

  6. Maheswar (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:43

    Liebe Szeneasten,ich war vorgestern bei Eurer Vorffchrung und es hat mir wideer einmal richtig gut gefallen; tolle Szenen, witzige Ideen und einmal mehr eine tolle Kulisse, d.h. eigentlich ja mehrere. Vor allem Hut ab!', dadf Ihr trotz des Regens das Programm mit vollem (Kf6rper-)einsatz durchgezogen habt. Es hat sich aber auch absolut gelohnt, zumindest ffcr uns Zuschauer. Ich hoffe, keiner von Euch hat sich bei dem Wetter etwas weggeholt und Ihr seid auch ffcr die beiden letzten Aufffchrungen fit. Nochmals ein ganz dickes Lob. Ich freue mich schon auf ne4chstes Jahr, wenn Ihr Hamburgs Westen unsicher macht. Paule

  7. Hugo v. Hofmannsthal
    15. Februar 2013 10:48

    Der Rücktritt Benedikts XVI. ist fürs erste sehr deprimierend, da es anscheinend für ihn nicht mehr möglich ist, die einwirkenden Kräfte zu bündeln. War vor einiger Zeit bei der Wahl zum Präsidenten von Amerika die Rede vom härtesten Job der Welt, so muss man dies mindestens im selben Maße von einem „Papst-Job“ annehmen. Das Vorbild seines Vorgängers Johannes Paul II. hat ihn sicher auch dazu bewogen seine Kräfte kritisch zu sehen und eine geordnete Hofübergabe anzustreben, solange er dazu noch fähig ist. Diese geordnete Hofübergabe (was bei jedem größeren Betrieb notwendig ist) spricht wahrscheinlich auch für die Weitsichtigkeit der jetzigen Entscheidung. Für die zunehmend schwieriger werdenden Zeiten wird es eine hervorragende Lösung sein, dass es für die nächsten Jahre zwei Päpste geben wird. Einen im Vordergrund, der die Tagespolitik macht, und ein im Hintergrund, der sich schützend um das Vermächtnis des christlichen Glaubens annimmt. Nur so werden die großen zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen sein.

    • F.V. (kein Partner)
      15. Februar 2013 13:03

      Hugo v. H.

      Der Vergleich mit dem US-Präsidenten ist m.A. völlig irreführend. Dieser ist von vorneherein eine Marionette der im Hintergrund wirkenden ANONYMA (was eigentlich heute auch schon eine schmeichelhafte Verschleierung ist, denn jeder weiß, daß es sich um das „tiefe Amerika“, die „Ostküste“ handelt).

      Ich habe die Quintessenz zweier Artikel im UTB gebracht, die über das „Problem der (US-) Politik ist das Geld“ schreiben. Das „Investment“ in die Wahl Obamas von 7 (sieben in Worten) Milliarden muß seinen „Return“ bringen. Er hat also überhaupt nichts zu sagen oder zu entscheiden, außer dem, was auf seinem jeweiligen Spickzettel steht.
      Die USA sind zudem nur in der verlogenen Propaganda „Gods own country!, aber ansonsten eine Räuberhöhle bzw. Armenhaus, was die Masse der Bevölkerung betrifft. Etwas Profaneres wie die USA gibt es überhaupt nicht.

      Der Papst hingegen ist Stellvertreter Gottes und – wie sein Titel „Eure Heiligkeit“ schon anzeigt – die Personifizierung einer transzendenten Macht. Insofern hat die in de Matteis Analyse ausgedrückte Ansicht, daß diese Würde eigentlich gar nicht zurückgelegt werden kann, viel für sich.

      Ihr Vergleich profaniert Kirche wie Amt und Würde des Papstes.

  8. F. V. (kein Partner)
    15. Februar 2013 06:17

    Nachfolgender Link führt zu einem hervorragenden Kommentar zum Rücktritt des Papstes, der – meiner Ansicht nach – der bisher aufschlussreichste ist. Ca. 6 Seiten und ein MUSS ihn zu lesen-

    Der Autor Roberto de Mattei war Professor für Zeitgeschichte an der Universität Cassino, heute Professor für Kirchengeschichte an der Europäischen Universität in Rom, er war Berater der italienischen Regierung in außenpolitischen Fragen, stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Forschungsrats (CNR) der Republik Italien, Direktor und Herausgeber der Zeitschrift Radici Cristiane und des katholischen Nachrichtendienstes Corrispondenza Romana, Autor der Konzilsgeschichte: Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte, Edition Kirchliche Umschau, für das er 2011 mit dem italienischen Historikerpreis Acqui Storia ausgezeichnet wurde.

    http://www.katholisches.info/2013/02/14/absoluter-bruch-mit-tradition-und-praxis-der-kirche-pontifikat-benedikts-xvi-nicht-abgeschlossen-bemerkungen-zum-rucktritt-von-roberto-de-mattei

  9. Eso-Policier (kein Partner)
    14. Februar 2013 14:14

    Es ist gut, dass der Papst sich gegen Abtreibung, Homosexualität und Pornographie ausgesprochen hat. Aber es muss auch Reformen geben. Z. B. muss es Frauen erlaubt sein, das Priesteramt auszuüben.
    Im Übrigen ist es unsinnig, einen Menschen zu fragen: "Glaubst Du an Gott?" Sondern man muss fragen: "Glaubst Du an Gott? Oder glaubst Du an die unendliche Natur? Oder glaubst Du nur das, was Du siehst?" Es ist richtig, an die unendliche Natur zu glauben. Aber es gibt auch Menschen, die nur das glauben, was sie sehen. Z. B. die orthodoxen Wissenschaftler, die behaupten, dass es nur auf der Erde und auf ein paar anderen Planeten Leben gibt. In Wirklichkeit gibt es unendlich viele Lebewesen.

  10. Solo dios basta
    14. Februar 2013 13:44

    Nada te turbe
    nada te espante
    todo se pasa
    Dios no se muda
    la paciencia
    todo lo alcanza
    quien a Dios tiene
    nada le falta
    sólo Dios basta.
    teresa de Jesus
    Nichts soll dich verwirren,
    nichts soll diech erschrecken,
    alles geht vorbei.
    Gott bleibt stets derselbe.
    Wer geduldig wartet,
    dem fällt alles zu.
    Dem, der Gott gefunden, dem kann nichts mehr fehlen:
    Gott nur ist genug.
    Teresa von Jesus (Teresa von Avila)

  11. RR Prof. Reinhard Horner
    14. Februar 2013 13:29

    reinhard.horner@chello.at

    Bedeutsam ist nicht so sehr das WARUM, sondern das WOZU!

    In der Tat sind nicht die gesundheitlichen Behinderungen und die innerkirchlichen Unzulänglichkeiten als Beweggründe für den Rücktritt interessant, siondern die Absichten, die Hinsichten, die konkreten Ziele, dien Papst Benedikt XVI. mit diesem ungewöhnlichen Schritt in die Wege leiten möchte. Denn dass er solche ins Auge gefasst hat, davon kann man bei dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit ausgehen.

    In der Nachfolge geht es jedenfalls darum, ein nachhaltiges, unverkürzt achtungsvolles Gemeinschaftswirken des Volkes Gottes mit einem starken Papst und einem engagierten Klerus herzustellen.

  12. Francois Villon (kein Partner)
    14. Februar 2013 06:57

    Eine bemerkenswerte Analyse, die auf den vor etlichen Jahren verstorbenen Malachi Martin ("Der letzte Papst") Bezug nimmt, drückt u. a. folgendes aus:

    Inzwischen, 2013, hat sich gezeigt, dass der Krieg gegen die Katholische Kirche auch auf anderen Themenfeldern weitergeht. Man schießt in den Systemmedien aus vollen Rohren gegen die Kirche, ein propagandistisches Dauerfeuer, welches inzwischen die entsprechende Propaganda gegen die kath. Kirche der 12 nationalsozialistischen Diktaturjahre übersteigt! (Man kann sich davon überzeugen, wenn man sich die Mühe macht, in großen Bibliotheken z.B. die Ausgaben des STÜRMERs selektiv zu studieren.)

    Immer wieder werden neue Diffamierungsthemen aufgegriffen und durch die Massenpresse gejagt: die Mißbrauchsfälle in der kath. Kirche (hier greift man in einer geradezu fanatischen Anklagewut eine Zeitspanne von fast 70 Jahren, eben ab 1945 auf), die lehrmäßige Ablehnung der Kirche der sog. „Homo-Ehe“, die Ablehnung der Kirche der sog. „Pille-danach“.

    Den inzwischen erlahmenden Bemühungen des Papstes, welcher einige arg ausufernden häretischen Praktiken nach dem 2. Vatikanum wieder eindämmen und die Kath. Kirche teilweise zu ihrer Identität zurückführen wollte, begegnet man jedes Mal mit (systematischem) Unverständnis und wütenden Angriffen, sogar auch aus den eigenen Reihen heraus.

    Darum geht es: Die katholische Kirche u n d der von ihr durch die Geschichte getragene christliche Glaube soll zu einer für die Mächtigen vernachlässigbar schwachen Rest-Institution zerdrückt werden.

    Daher ist die gegenwärtige Krise grundsätzlich so bedrohlich. Dies haben anscheinend viele noch nicht begriffen, die jetzt auf Papst und Kirche reinhauen, selbst die Atheisten in diesem Land nicht – die sich mittelfristig damit auch selber schädigen.

    Hinter Obama stand bisher auch, wie ein mächtiger dunkler Schatten: HILLARY CLINTON, welche das internationale feministische Netzwerk vertritt, das sich in Zusammenarbeit mit der UNO mächtige Dinge in der Dritten Welt vorgenommen hat(te): Hier geht es um eine ganz massive Ausweitung der Geburtenkontrolle und Abtreibung.

    Diese Kontrolle ist gleichzeitig Völkerkontrolle! Schon am 2. Tag der 1. OBAMA-Administration wurde viel Geld freigegeben. Hillary CLINTON mußte unlängst aus Gesundheitsgründen ihr Amt als Außenministerin der U.S.A. aufgeben.

    Das Karussell der Weltpolitik hat inzwischen einen stotternden Motor: Die Weltschuldenkrise ist inzwischen noch bedrohlicher geworden, China nutzt seine Chancen, in der islamischen Welt finden gewaltige Umbrüche statt.

    Aber immer noch spürt man die große, geheime Macht, die alles in den Griff bekommen möchte.

    Der Papst mit seinen Katholiken steht da nur im Weg.

    Merken Sie jetzt, woher der Wind weht?

    In diesem Licht sind die Wortspenden von Schüller und Konsorten zu verstehen.

  13. Dr. Otto Ludwig Ortner
    13. Februar 2013 14:58

    In meiner Jugend zum kirchlichen Dienst wegen Geisteskrankheit nicht zugelassen, gelang mir eine glänzende berufliche und familiäre Rehabilitation. Meine Krankheit war sicher (mit-)begründet durch meine schwere Traumatisierung als 9Jähriger durch die "ethnische Säuberung" Böhmens 1945 - sie ging auch einher mit einer Vision der unbestatteten Gefallenen des deutschen Heeres, denen ich den Grabgesang schreiben und ein christliches Begräbnis verschaffen wollte- für meine Ärzte völliger Wahnsinn, der jedoch in jeder Hinsicht Realität wurde (siehe Otto Ludwig Ortner, "STALINGRAD...", Vindobona Verlag Wien 1999). Stets bemühte ich mich um den Frieden, insbesondere zwischen Slawen und Deutschen - wurde ich doch in der Wiener Volksschule als "Bem" verspottet, bis ich den tschechischen Akzent verlor - bei intelligenten Kindern geht das schnell. Mein Werk "Libussa's Hochzeit" in "Sonnenaufgang über Österreich", Haag+Herchen, Frankfurt a.M. 1989, wurde von tschechischen Freunden in's Tschechische übersetzt und von mir vor einem gesteckt vollen Saal am 5.11.1995 im Kajsertejns Palac in Prag vorgestellt. Statt der angekündigten deutschfeindlichen Demonstrationen ging eine würdige Dame zu mir auf's Podium, umarmte und küßte mich und stellte sich als mein - um 50 Jahre gereiftes - Kindermädchen VLASTA vor. Dann folgte ein frohes Fest!
    Nach meiner Pensionierung bemühte ich mich - in meiner Jugend hochbegabter Linguist - wieder ordentlich Tschechisch zu lernen und fiel durch (dedecus aetatis)- so ging ich nach Prag um besser Tschechisch zu lernen. Dort hatte ja Papst Johannes Paul II. im Jahre 1900 aus Anlaß der vor allem von Katholiken getragenen "samtenen Revolution" den Tschechen die Rehabilitation des am Konzil von Konstanz 1415 einem Justizmord zum Opfer gefallenen Prager Theologen JAN HUS versprochen. Dazu wurde eine Theologen- und Historiker- Kommission in's Leben gerufen, die ihre Schlußtagung um Dez. 1999 in der päpstlichen Universität in Rom abhielt, an der ich teilnahm. Aus diesem Anlaß stellte mich Kard. Vlk, EB. von Prag, persönlich dem Papst vor - ein schönes Bild ist in meinem auf die Versöhnung mit den Tschechen gerichteten Werk "Böhmisches Manifest", 2012 Weimarer Schiller-Presse Frankfurt a. M. enthalten. Nur die versprochene Rehabilitation blieb aus, sowohl eine Herabsetzung des tschechischen Volkes als auch des Papstes, der so zum Maulhelden wurde. Allgemein schrieb man die Schuld dem Präfekten der Glaubenskongragation Kard. Josef Ratzinger zu. Mit großer Ehrerbietung und Hochachtung richtete ich am Palmsonntag 2000 eine Bitte an den Papst, sein Versprechen einzulösen - ohne befriedigende Antwort. Doch scheinbar erregte ich den Zorn Kard. Ratzingers. Denn als ich meine Bibeldichtung "Tempelgesänge" veröffentlichte - in meiner Eigenschaft als Laienkatechet der r.k. Kirche- , erhielt ich am 16.2. 2010 eine offizielle Buchempfehlung vón Erzbischof Zubriggen, Nuntius in Wien, die ich natürlcih - weil ab die Verbreitung er Heiligen Schrift abzielend - nicht verheimlichen durfte. Offenbar infolge Intervention Papst Benedikt XVI. wurde mir das am 30.3.2010 in einem Telefonanruf, der mich am Krankenbett erreichte, als "Vertrauensbruch" vorgeworfen und ich sehr krank. Doch sowohl mein Beichtvater als auch mein Arzt sagten mir: "Du hast Dir nichts zuschulden kommen lassen." So gestärkt, versuchte ich eine Versöhnung, erhielt aber auf meine Eingaben nie eine Antwort. Eine Kirche, die mit engagierten Gläubigen so umgeht, hat natürlich keinerlei Chancen. So ist mir Josef Ratzinger als "mauvais sujet" bekannt. Denn von den 265 Päpsten der Kirchengeschichte litten gewiß 200 in späten Jahren an Altersschwäche - dafür gibt das Mittel der Delegation der Aktenarbeit an Vertraute - während der Papst betet und segnet. Als unverschämt erscheint mir die Absicht von "Noch"-Papst Benedikt XVI., im Kirchenstaat einen feudalen Wohnsitz zu beziehen. Sein Platz ist als Rentner in Marktl. Man möge mir verzeihen, aber mir erscheint das klägliche Ende dieses Papstes als Gottes Strafe für das mir zugefügte Unrecht- das meine Gesundheit und Stellung in der katholischen GEmeinde drastisch verschlechterte - Gott sei Dank hat die Abweisung vom kirchliche Dienst mich mit Frau, Kindern und Enkeln belohnt - und in Wien spricht Gott aus der Musik!

    • Leistungsträger
      13. Februar 2013 17:50

      Nach langem und reiflichem Überlegen erstattete der Wiener Rechtsanwalt Otto Ludwig Ortner am 11. Juni 1998 bei der Staatsanwaltschaft des Landesgerichts Wien gegen Richard Lugner Strafanzeige wegen Verleumdung und/oder gegen den Bundespräsidenten Klestil wegen ‚Nötigung und Anstiftung zur Ermordung des eigenen Kindes‘.

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      15. Februar 2013 18:41

      Oben beschrieb ich meine Bemühungen um die Rehabilitierung des Prager Theologen Jan Hus. 1413 verließ er Prag und nahm Aufenthalt im Familienschloß meiner Mutter Fay, geb. Weiss von Tessbach, Pacov. Denn Jan Hus genoß die Unterstützung des Barons Cenek von Wartenberg, Oberburggraf von Prag und Vormund des damals 9jährigen Fürsten Ulrich von Rosenberg, dessen Residenz das damalige, stark befestigte Schloß Pacov war (das alles und vieles mehr habe ich bei meiner Befassung mit der böhmischen Geschichte herausgefunden, die ja zum großen Teil eine religiöse war, und sowohl in "Libussa's Hochzeit", die deutsch und tschechisch aufliegt, und in "Böhmisches Manifest" veröffentlicht.) Es ist sehr wahrscheinlich, daß das von Kaiser Sigismund schriftlich versprochene "freie Geleit" zum Konzil in Konstanz nur eine List war, Jan Hus aus der Sicherheit des Rosenberg'schen Territoriums, wo er unangreifbar war, in den Tod durch Verbrennen mit lebendigem Leib zu locken. Am 13. Juli 1415 brachte das Jan Hus heroisch hinter sich - und firmte die Böhmen gegen die römische Despotie. Papst Benedikt XVI. verweigerte in seiner Eigenschaft als Präfekt der Glaubenskongregation 1999 seine Rehabilitation, weil sie den Abschied von dieser Despotie engeleitet hätte (vermutlich). JAN HUS stürzte ihn am 11.2.2013 - wohl ein Zeichen und - wenn man will ein Wunder- das die Heiligsprechung dieses böhmischen Märtyrers einleiten sollte. Er verteidigte, was Schiller in "Don Carlos" forderte "Sire, geben sie Gedankenfreiheit". Und sichtbarer Segen lag - zum Unterschied zu den ö. Erblanden - auf Böhmen. Nach einer alten Weissagung wird von dort schlußendlich das Heil (eine friedliche Weltordnung unter dem Zeichen des Kreuzes - aber verbunden mit ethnischem Agnostizismus und religiösem Pantheismus - den Attributen des römischen Kaisertums - kommen. So verabschiede ich mich mit meiner prozessualen - meist erfolgreichen -Zauberformel: "Ich verweise den hohen Senat auf meine schriftlichen Ausführungen".

  14. Pumuckl
    13. Februar 2013 12:21

    Dieser, wie alle wirklich großen Denker, bescheidene Papst widerlegt im Scheiden
    was man immer von ihm berichtete.

    Papst Benedikt XVI wird nicht als beharrlicher Bewahrer des Überlieferten in die Geschichte eingehen.
    Mit dem von ihm gewählten Art, sein Pontifikat zu beenden, bricht dieser große Papst eine der hinderlichen Verkrustungen auf, welche die katholische Kirche im
    3. Jahrtausend belasten.

    Naturwissenschaftler sind meist jünger als 40, wenn sie einen Lehrstuhl übernehmen.

    Die Päpste werden oft in einem Alter gewählt, in welchem Durchschnittsmenschen
    erste Anzeichen der Senilität zeigen.

    Muß man nicht aus der Erklärung, mit der Papst Benedikt XVI das ungewöhnliche
    Ende seines Pontifikats begründet, für die Kirche des 3. Jahrtausends folgende Botschaft herauslesen?:

    Die katholische Kirche bedarf zur Bewältigung der mannigfachen Zäsuren, welchen sie und in vielen Ländern auch ihre Gläubigen ausgesetzt sind, eines VITALEN UND CHARISMATISCHEN PAPSTES ! ! !

    • Pumuckl
      18. Februar 2013 00:32

      Unser dreieiniger Gott beschloß, in Gestalt von Jesus Christus, im vitalsten Menschenalter von knapp über 30 Jahren, jene Botschaften zu verkünden, welche unseren Glauben begründen.
      Dies ist in Einklang mit jener Vernunft welche wir überall in Gottes Schöpfung beobachten können.

      Müssen wir das nicht auch als Botschaft, als Auftrag verstehen ?


      Von den wahlberechtigten Kardinälen sind aber nur 5 jünger als 60 Jahre.

      Die große Mehrheit der Kardinäle ist somit mehr als doppelt so alt als Jesus Christus am Beginn seines Wirkens. Sollte das den Verantwortlichen im Vatikan nicht zu denken geben?

    • Pumuckl
      18. Februar 2013 12:08

      Die 117 wahlberechtigten Kardinäle haben ein Durchschnittsalter von
      71,92 Jahren, und wählen meist einen aus ihrer Mitte zum Papst.

      Ich denke, ein Auswahlverfahren, könnte weltweit unter den fortgeschrittenen Theologiestudenten und Absolventen unter 30 Jahren z.B. 20 potentiell würdige Kandidaten für den Stuhl Petri aussuchen.

      Bevor sich die Kardinäle zum Konklave zurückziehen könnten sie die so als würdig befundenen Jungtheologen einem Hearing unterziehen, um sie dann im Konklave neben ihren Kardinalskollegen als alternative Kandidaten bei ihrer Wahl
      in Betracht zu ziehen.

      Eine verrückte Idee werden viele Leser sagen. Ich kann mir aber vorstellen, der heilige Geist hat da eine andere Position.

  15. Politicus1
    13. Februar 2013 09:15

    Nach etlichen Gesprächen und Diskussionen zum erklärten Rücktritt des H. Vaters stelle ich zwei entgegegen gesetzte Meinungen fest:
    1) die einen sehen in der Rücktrittserklärung nicht mehr und icht weniger als einen Verrat an Jesus Christus. Hätte Jesus bei seinem Kreuzweg das Kreuz hingeschmissen mit einem "Nein, ich kann nicht mehr. Ich bin am Ende meiner Kräfte!" gäbe es heute kein Christentum und keinen Nachfolger Christi auf Erden.

    2) die anderen sehen v.a. die weltliche Führung des Papstes, die heute mehr enn je zuvor tatsächlich einen Menschen an der Spitze der weltumspannenden katholischen Kirche verlangt, der seinen Mann zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit voll und ganz stellen muss.

    Zwischen dieser "überirdischen" und der pragmatischen irdischen Ansicht sehe ich keine Kompromissmöglichkeit. Ich bin aber überzeugt, dass gerade dieser Papst sich die Auswirkungen seines Schrittes in beide Richtungen hin wohl überlegt hat. Wer sagt, dass Christus zweitausend Jahre später nicht auch so gehandelt hätte und das Kreuz an einen seiner Jünger weiter gegegeben hätte ...?

    Beim Kaffeesudlesen der Namen möglicher Nachfolger wünsche ich mir einen italienischen Kardinal, der mit den interna des Vatikans bestens vertraut ist und die vielen Probleme vor Ort in den Griff bekokmmen kann. Bei aller Wertschätzung, aber das traue ich einem Vatikan-fernen Bischof weniger zu.

  16. S.B.
    13. Februar 2013 08:00

    Ich wünsche der katholischen Glaubensgemeinschaft, sie möge einen würdigen Nachfolger für Papst Benedikt XVI finden.

    Keinesfalls sollte es einer sein, der jenen Personen mit den heftigsten Reformwünschen Rechnung trägt, die oftmals gar nicht der katholischen Kirche angehören. Das wäre äußerst kontraproduktiv.

    • Brockhaus
      13. Februar 2013 09:45

      Helmut Schüller weiß wieder einmal alles besser über die "wahren" Rücktrittsgründe des Papstes.





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