Der Euro ist ein Problem!: Václav Klaus zur Gemeinschaftswährung

Lesezeit: 5:30

Beim zehnten, unter Beteiligung internationaler Fachleute abgehaltenen Wirtschaftskongress „Com.Sult“, der – wie in den Jahren zuvor – im prachtvollen Haus der Industriellenvereinigung in Wien stattfand, wurden zum Teil recht konträre Standpunkte hinsichtlich der Ursachen und denkbaren Strategien zur Überwindung der herrschenden Wirtschafts- und Finanzkrise vertreten.

Der glühende Befürworter einer politischen Vereinigung Europas, der österreichische Literat Robert Menasse, durfte seine Gedanken – die er in seinem im Vorjahr veröffentlichten Buch „Der Europäische Landbote“ formuliert hatte – als erster präsentieren. Menasse träumt von einem von Brüsseler Bürokraten zentral geführten, multikulturellen Einheitsstaat auf europäischem Boden. Der abfälligen Kritik an Bürokratien könne er überhaupt nichts abgewinnen. Bürokratie stelle vielmehr eine glanzvolle Zivilisationsleistung dar. Die Bürokraten der EU zeichneten sich zudem dadurch aus, dass sie nicht länger nationalstaatlichen Interessen verpflichtet wären. Nationalstaaten hätten in der Vergangenheit nichts als Unglück über die Menschen gebracht, hätten die schlimmsten aller Menschheitsverbrechen zu verantworten und wären überholt.

Eine unglaublich schlanke Brüsseler Bürokratie („die weniger Beamte beschäftigt als die Gemeinde Wien“), die mit ihrer Arbeit keinerlei Eigeninteressen verfolge, bestehend aus hochkarätigen Fachleuten („von 30.000 Bewerbern werden gerade einmal 100 genommen“), solle ein bisher nie gekanntes, friedliches Sozialparadies lenken. Die Kommission verkörpere diesen europäischen Gedanken in vorbildlicher Weise, während der Rat immer noch nationalen Interessen verpflichtet sei und stets als Bremser einer weiteren Integration auftrete.

Die Mitglieder des Rates würden schließlich auf nationaler Ebene gewählt und verkörperten allein dadurch den Widerspruch zur supranationalen Politik der Gemeinschaft. Keine Nation könne jedoch die anstehenden Probleme im Alleingang lösen [Applaus(!)]. Daher gelte es, die Macht des Rates zu beschneiden. Wir hätten es derzeit weder mit einer Wirtschafts- noch mit einer Finanzkrise zu tun, sondern vielmehr mit einer Krise der politischen Institutionen. Hier gelte es daher, mit Reformen anzusetzen. Das Modell der USA sei indes kein Vorbild für ein modernes Europa, da es altmodisch und auf „gewaltsamer Landnahme“ aufgebaut sei. Das von Menasse angestrebte Euroland dagegen wäre gewaltfrei, musterdemokratisch und auf der Basis völliger Freiwilligkeit aller Partizipanten errichtet.

„Subsidiarität“ hat im Denken Robert Menasses offensichtlich keinen Platz. Die dieser Tage zunehmend sichtbar werdende Realität der Brüsseler Funktionärarroganz könnte gar nicht weiter von der „schönen Alten Welt“ entfernt liegen, die sich der Schriftsteller erträumt. Brüssel maßt sich ja derzeit an, jeden noch so privaten Lebensbereich, von der Vorzimmerbeleuchtung bis zum Konsum von Genussmitteln – ja sogar die Gestaltung von Speisekarten in Wirtshäusern – seinem Diktat zu unterwerfen. Menasse hängt jedoch dem Traum nach, dem noch jeder seinen Elfenbeinturm niemals verlassende, konstruktivistische Weltverbesserer erlegen ist.

Auftritt der EU-Skeptiker

Nach dieser geballten Ladung haarsträubend naiven Wunschdenkens tat es gut, zwei gestandene Praktiker zu hören. Zunächst brach Philipp Blond, konservativer Berater des britischen Premierministers David Cameron, etwas überraschend eine Lanze für den Verbleib des Vereinigten Königrechs in der EU. Der Umstand, dass Europa sowohl im Osten als auch im Süden mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert sei, erfordere die Mitarbeit Großbritanniens – nicht nur in sicherheitspolitischer Hinsicht. In Großbritannien gebe es keinesfalls eine politische Mehrheit für einen Austritt aus der EU. Die Einführung des Euro sei ein schwerer Fehler gewesen, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinschaft schwäche. Dauerhafte Subventionen an die Südländer seien dadurch programmiert und hinderten diese daran, aus eigener Kraft aufzuholen. Man müsse überdenken, was die Idee Europas bedeute. Dessen Stärke liege in seiner Vielfalt.

Danach erläuterte Václav Klaus – seit 2003 Präsident der Tschechischen Republik, gestandener Realist, liberaler Ökonom und Querdenker, der den konsequent umgesetzten Wunsch zur Zwangbeglückung durch eine abgehobene Funktionärselite Jahrzehntelang am eigenen Leibe erlebt hatte – seine Gedanken zum Eurozentralismus. Dabei stand die Kritik an der unseligen Einheitswährung der Gemeinschaft im Zentrum. Der spanische Wirtschaftsminister habe, angesichts der in seinem Lande besonders drastisch spürbaren Konsequenzen der Euroeinführung geäußert, dass „…man uns vor deren Folgen zu wenig gewarnt habe“.

Das entlarvt Klaus als einen schlechten Witz. Nahezu alle seriösen Wirtschaftswissenschaftler hätten nämlich schon lange vor der Einführung des Euro kein gutes Haar daran gelassen. Dieses Elitenprojekt sei als politisches Vehikel erdacht und eingesetzt worden, um die politische Integration Europas voranzutreiben. Von der sei man heute – ironischerweise gerade wegen der Währungsunion – allerdings weiter entfernt als jemals zuvor. Der Euro habe zu Zerwürfnissen zwischen den Nationen geführt, die es ohne ihn niemals gegeben hätte. Der Verlust der Währungshoheit habe die schwachen (südlichen) Ökonomien der EU ihrer Möglichkeit beraubt, währungspolitische Instrumente zur Erhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den leistungsstarken „Nordstaaten“ einzusetzen. Jetzt gehe es darum, Illusionen zu zerschlagen, die sich um den Erhalt Eurolands als zentralistisch geführten Wohlfahrtsstaat ranken. Damit sei ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum nämlich unmöglich. Die politische Integration sei ein schwerwiegender Fehler. Der wirtschaftlichen Inhomogenität Europas mit einer Währungsunion begegnen zu wollen, sei es ebenso.

In der anschließenden Podiumsdiskussion konnte Franz Fischler, als ehemaliger Landwirtschaftskommissar die inkarnierte Zentralbürokratie schlechthin, der Kritik an den Tendenzen der EU zur Machtakkumulation naturgemäß wenig abgewinnen. Er räumte zwar ein, dass der Euro für gewisse Schwierigkeiten einiger Länder der Eurozone verantwortlich sein könnte. Er meinte aber, dass das Ziel, „mehr wirtschaftliches Wachstum“ zu generieren, nur gemeinschaftlich zu erreichen wäre und dazu der Einsatz „innovativer Konzepte“ notwendig sei. Darauf konterte Václav Klaus, dass er dieselben Forderungen einst bereits aus dem Munde Leonid Breschnews gehört habe, als dieser erkannte, dass es mit dem zuvor von Chruschtschow angekündigten, wirtschaftlichen Aufholprozess gegenüber den USA nicht klappen würde. Liberale Ökonomen waren damals schon die vom System zu Feinden erklärten Personen. Sie seien es heute wieder [an dieser Stelle brandete spontan Applaus auf].

Trostloses Fazit: Für die EU gilt seit „Lissabon“ dasselbe wie weiland in der UdSSR, als in sagenhafter Verkennung der Tatsachen und in maßloser Selbstüberschätzung der Möglichkeiten der politischen Eliten, das Ziel formuliert wurde, die EU zum dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien. 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2013 00:12

    Es erhebt sich die Frage, warum ausgerechnet ein Schriftsteller - noch dazu nicht einmal ein brillanter, sondern ein von der österreichischen, linken Schickeria hochgejubelter - genau weiß, wie der Wirtschafts- und Finanzkrise in der EU zu begegnen sei und wohin sich diese Union am besten weiterentwickeln soll, obwohl sich bei diesem Thema selbst BERUFENE EXPERTEN nicht ganz einig sind.
    Da hat sich Menasse eindeutig übernommen, wenn er uns den europäischen "Garten Eden" skizzieren möchte und einmal mehr trifft auf ihn der weise Spruch von Novalis zu:

    "Noch hat jeder, der vorgab, das Paradies auf Erden zu errichten, die Hölle geschaffen."

    Mehr Vertrauen weckt in mir der weise, erfahrene Politprofi Vaclav Klaus, man sollte mehr auf seine Stimme hören. Und wie weit diese Europäische Union die Zukunft meistert, wird sich erst in den nächsten Generationen erweisen.
    Derzeit scheint sich nicht gerade rosig!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAndreas Tögel
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2013 09:52

    Sehr geehrter Herr Michler,
    Ihnen ist sicher der Sinnspruch "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selbst welche!" bekannt. Was die Europaskepsis angeht, trifft das auf mich zu. Ich stehe nicht an, zu bekennen, einst ein überzeugter Befürworter der EU gewesen zu sein (ist schon ein paar Wochen her) - und mußte dafür heftige Kritik - z. B. von Doz. Romig - einstecken. Allerdings haben die Dinge sich in den zurückligenden Jahren völlig anders entwickelt, als erwartet. Das war der Grund für meinen 180°igen Meinungswechsel. Stünde dieser Tage weiterhin der Freihandel und die persönliche Freizügkeit ihrer Bürger im Mittelpunkt der EU-Politik, wäre m. E. nach wie vor alles bestens.

    Indessen sehe ich die EU auf dem Weg in ein totalitäres Imperium, das dem Bürger ungleich mehr Freiheit nimmt, als eine absolute Monarchie das jemals gewagt hätte. Die systematische Transformation der Union in einen "therapeutischen Gouvernantenstaat" (Paul Gottfried) ist für einen Freisinnigen aber einfach unerträglich. Ich lehne bürokratische Anmaßungen schon auf nationaler Ebene entschieden ab - weshalb sollte ich sie also auf supranationaler Ebene gutheißen?

    Ad Komma: Selbst wenn es zutreffen sollte, daß "die Juden" die Welt regieren (eine Meinung, die ich nicht teile) - was wäre Ihrer Meinung nach die daraus folgende Konsequenz?

    Ad S.B.: Daß ein (beinahe ausschließlich) von Subventionen lebender Literat viel für die (Kultur-)Bürokratie übrig hat, der er Prestige und Einkommen verdankt, halte ich für keine Überraschung. Künstler und Intellektuelle waren zu allen Zeiten die Huren der Machthaber. Nur waren deren Hervorbringungen zu einer Zeit, als die herrschende Klasse noch mit Messer und Gabel zu essen pflegte, einfach von anderer Qualität als heutzutage. Der Vergleich der Werke Goethes mit denen der Staatsliteraten unserer Tage macht da ganz sicher...;-)
    Mit freundlichem Gruß,
    A. Tögel

  3. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2013 10:33

    Offensichtlich ist Dozent Friedrich Romig zu bescheiden, um seine aufschlußreiche Buchbesprechung eines – leider noch nicht in deutscher Übersetzung verfügbaren Werkes vom Michael Jones hier einzustellen.

    Sie ergänzt nämlich in hervorragender Weise die Punktuation Kommas. Damit ist in sehr umfassender Weise auch das von Herrn Tögel per Bericht angeschnittene Thema an der Stelle behandelt, an der es allein zu behandeln ist.

    Wenn wir die geistigen Grundlagen des Abendlandes – die christliche Religion – nicht mehr zu verteidigen und zu leben verstehen, sind auch alle ökonomischen Rechungen und kleinkarierten Wadelbeißereien über die erbärmlichen Figuren wie den 8-klassigen Volksschüler Faimann und Konsorten zwar das eigene Gemüt erleichternd, aber völlig sinn- und zwecklos.

    Also hier Romigs Buchbesprechung. Sie beantwort übrigens auch die Frage Tögels, ob das mit der Herrschaft der Juden stimme.

    Der jüdische Revolutionär und sein Einfluß auf die Geschichte

    Wer die Hintergründe des Finanz-Tsunami zu erfassen sucht, der die Weltwirtschaft und die Lebensverhältnisse von Milliarden Menschen jetzt zerrüttet, sollte zu dem Buch von Michael Jones „ The Jewish Revolutionary Spirit and its Impact on World History“ (2008) greifen. Er wird daraus erfahren, dass das, was vor unseren Augen geschieht, kein geschichtlich isoliertes Ereignis ist, sondern sich in die Kette der Revolutionen einreiht, die seit dem Auszug der Juden aus Ägypten, besonders heftig aber in der Neuzeit, unsägliches Leid verursacht haben. Die ganze Geschichte hindurch, so Michael Jones, haben Juden Revolutionen vorbereitet, unterstützt, ausgelöst, durchgeführt und zu Ende oder zum Scheitern gebracht. „Revolution war und ist die Aufgabe des von Gott auserwählten Volkes“ (S. 647f). „Wir müssen Revolution machen, weil das Gott uns aufgetragen hat“, bestätigt Elie Wiesel (S. 752). Juden haben ihre geistigen Kräfte mit den Albigensern vereint, sie wirkten mit an der hussitischen Revolution und an der lutherischen Reformation und sie standen an der Wiege des modernen England der Puritaner. Die „Aufklärung“ und die durch sie ausgelösten Revolutionen in Frankreich und in vielen Ländern Europas sind weitgehend ihr Werk.

    Und ohne auch nur den Schatten eines Zweifels bezeichnet Michael Jones den Bolschewismus und die ganze Russische Revolution vorrangig als eine jüdische Bewegung („primarily a Jewish movement“), die auf die Destruktion der Religion und den Umsturz der Zivilisation abzielte ( SS. 22, 740, 746, 755). Das war Zeitzeugen vom Range eines Winston Churchill oder des Präsidenten Woodrow Wilson, die neben vielen anderen im Buch zu Wort kommen, völlig klar. Und führende Juden waren es auch, die das Vakuum nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches ausfüllten und höchste Stellen in der Weimarer Republik eroberten, welche eben deshalb von großen Teilen der deutschen Bevölkerung als „Judenrepublik“ wahrgenommen wurde (S. 738).

    Die Hauptstoßrichtung der revolutionären Juden zielt auf die christliche Religion. Für den strenggläubigen Katholiken und Philosophen Michael Jones ist der revolutionäre Jude definiert als der Sohn Israels, der Jesus Christus nicht als den Messias anerkennt – im Gegensatz zu Paulus, der nach dem Damaskuserlebnis zum Christen wird und dem viele Juden folgten. Wie kein anderes Volk von Gott auserwählt, müssen Juden sich entscheiden: Weist der Jude den menschgewordenen Logos und damit auch die von diesem Logos gestaltete, christlich-gesellschaftliche Ordnung zurück, wird er unweigerlich zum Revolutionär (vgl. S. 15). Die Strategie der revolutionären Juden kommt in den Worten eines heute führenden Neoconservativen, Michael Ledeen (The War Against the Terror Masters, New York 2003, S. 212f), zum Ausdruck, der dabei für ganz Amerika zu sprechen vorgibt:

    "Kreative Zerstörung ist unser Sinn und Zweck, sowohl innerhalb unserer eigenen Gesellschaft als auch nach außen. Wir reißen die alte Ordnung jeden Tag nieder, vom Handel bis zur Wissenschaft, Literatur, Kunst, Architektur, und vom Film bis zur Politik und Justiz. Unsere Feinde haben diesen Wirbelwind von Energie und Kreativität immer gehaßt, der ihre Traditionen bedroht und sie wegen ihrer Unfähigkeit beschämt, mit uns Schritt zu halten. Da sie sehen, wie Amerika traditionelle Gesellschaften auflöst, fürchten sie uns, denn sie möchten nicht aufgelöst werden. Sie können sich niemals sicher fühlen, solange wir hier sind, denn unsere bloße Existenz - unsere Existenz, nicht etwa unsere Politik - bedroht ihre Legitimität. Sie müssen uns angreifen, um zu überleben, genauso wie wir sie zerstören müssen, um unsere historische Mission zu vollbringen."

    „Der Jude“, so E. Pryzwara SJ, „ist getrieben zum unermüdlichen („tireless) Revolutionär der christlichen Welt zu werden“. Mit der Trennung von Staat und Kirche ist es den Juden gelungen, alle Zeichen und Symbole der traditionellen Religion aus dem öffentlichen Raum („public square“) zu verbannen und großen Teilen der Welt jüdische Wertvorstellungen aufzuzwingen. Das Eintreten für Pornographie, Sexualunterricht ab dem Kindergarten, Rechte von Homos, Feminismus, die Göttinnenverehrung des New Age, Abtreibung, Ehebruch, Scheidung, Partnertausch, Inzest, Pädophilie, Selbstbefriedigung, künstliche Befruchtung, embryonale Stammzellenforschung, ist Ausdruck des säkularen Humanismus, der sich gegenüber christlichen Wertvorstellungen zunehmend durchsetzt. In den USA spielen jüdische Gruppen die Hauptrolle („critical role“) bei der `De-Christianisierung´ der amerikanischen Kultur. Der Aufstieg der USA zur Weltmacht wäre ohne die dominante Präsenz der Juden in den Führungsgremien nicht möglich gewesen, ebensowenig ihr Abstieg, den wir heute erleben.

    Man kann nur wünschen, dass dieses Standardwerk über den „revolutionären Juden“ möglichst bald einen deutschen Verleger findet. Nicht nur die gründliche Behandlung des Themas auf über 1000 Textseiten ist beeindruckend, sondern auch die genauesten Quellenangaben auf weiteren 200 Seiten machen es für Forscher und interessierte Laien gleich unentbehrlich.

    Friedrich Romig

    E. Michael Jones, The Jewish Revolutionary Spirit and its Impact on World History. Fidelity Press, South Bend, In., 2008. 1,200 Seiten, ISBN 0-929891-07-4, $40,-.

    Erschienen in der AULA-Das freiheitliche Magazin, Graz, 60. Jg., H. Dezember 2009, S 12

  4. Ausgezeichneter Kommentatordiko
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 18:13

    Herr Tögel,
    danke für den ausgezeichneten Bericht!

    Und jenen beiden - sich gegenseitig besternderlnden - und zu allem und jedem etwas schreiben zu müssen, eine zum Thema passende Buchempfehlung, aus Tipps u. Hinweise:

    "Sanftes Monster Brüssel Oder die Entmündigung Europas".
    Autor/Herausgeber des Buches: Hans Magnus Enzensberger, Verlag: Suhrkamp

    ............nur Enzensberger schafft es, auf dem kleinem Raum eines Essays, der EU mit jener feinen Klinge, die nur ihm zu eigen ist, die Haare zu schneiden. Auch ein österreichischer EU-Höriger kommt in seinem Büchlein vor. Der Schriftstellerkollege, hierzulande in der einschlägigen Links-Szene sicher bekannt, kriegt gehörig sein Fett ab. Das geschieht aber so ungehässig, daß sich die Frage stellt, ob's jener überhaupt merkt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 23:47

    KURIER 13.7.2001:

    "Übergangslos zappt Menasse zwischen den Schauplätzen, den Epochen hin und her und breitet dabei viel Wissen, Geschichte, aber auch viele G’schichterln aus. Die bis zur Hysterie geistig aufgeladene Atmosphäre der portugiesisch-jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert, die aus dem kleinen Mane´ den großen Rabbi Menasseh ben Israel macht, der zum Lehrer Baruch Spinozas wird, ist lebendig nachgezeichnet, nach empfunden.

    Wohl am eigenen Leib empfunden das nervöse Geistesklima im Wien der späten 60er- und 70er-Jahre, wo Viktor erst als Gymnasiast, später in der trotzkistischen Studentenbewegung ideologisches und erotisches Frustpotenzial aufstaut. Das sich sturzbachartig in einem fatalen Klassentreffen zum 25. Maturajubiläum entlädt. Er outet seine Lehrer als NSDAP-Mitglieder und sitzt darauf mit seiner lebenslang angebeteten Schulfreundin allein vor dreißig Gedecken."

    Dazu ist wohl kein Kommentar nötig!

    Dieser persönliche Hintergrund erklärt alle Ehrungen:
    • 1987 Staatsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Literatur
    • 1989 Förderungspreis der Stadt Wien für Literatur
    • 1990 Heimito-von-Doderer-Preis der Niederösterreichischen Gesellschaft für Kunst und Kultur
    • 1991 Staatsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Literatur
    • 1992 Hans-Erich-Nossack-Förderpreis für Prosa des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie Köln
    • 1992 Förderungspreis für Literatur des Theodor-Körner-Stiftungsfonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst
    • 1992/93 Elias-Canetti-Stipendium der Stadt Wien
    • 1994 Aufenthalt in Berlin im Rahmen eines Stipendiums des DAAD
    • 1994 Marburger Literaturpreis
    • 1994 Förderungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Romane
    • 1994 Alexander-Sacher-Masoch-Preis
    • 1996 Hugo-Ball-Preis der Stadt Pirmasens
    • 1998 Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik
    • 1999 Grimmelshausen-Preis
    • 1999 "Writer in Residence" in Amsterdam
    • 2002 Joseph-Breitbach-Preis Mainz
    • 2002 Friedrich-Hölderlin-Literaturpreis der Stadt Bad Homburg
    • 2002 Lion-Feuchtwanger-Preis der Berliner Akademie der Künste
    • 2002 Marie-Luise-Kaschnitz-Preis der Evangel. Akademie Tutzing
    • 2003 Erich-Fried-Preis
    • 2003 Niederländischer Buchpreis
    • 2006 Ernennung zum Ritter des französischen Ordens der „Arts et Lettres“
    • 2010 Goldenes Wiener Verdienstzeichen
    • 2012 Österreichischer Kunstpreis für Literatur[5]
    • 2013 Heinrich-Mann-Preis

  6. Ausgezeichneter KommentatorDer EU Todeskampf
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2013 21:16

    Der EU-Propagandaminister Robert Menasse hätte sich deutlich kürzer fassen können:

    "Ein Volk, ein Reich, ein Euro!"

  7. Ausgezeichneter Kommentatorphaidros
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 09:15

    Auch hier erlaube ich mir den Hinweis auf Hrn. Schusters wirklich lesenswerten Artikel zum Thema »Zentralismus und Komplexität«

    http://www.science-blog.at/2012/09/zentralismus-und-komplexitaet/

    im Science-Blog, der sich wohl 1:1 auf Problematiken der Europäischen Union anwenden lässt.

    Fazit: weder im uneingeschränkten Zentralisieren sei »das Heil« zu finden, noch im zügellosen Schleifenlassen. Vielmehr gilt es, bei jedem einzelnen Problem sorgfältig abzuwägen, wo es am besten (und im hippokratischen Sinn: mit dem geringsten Begleitschaden) angepackt werden soll.

    Auch so könnte man durchaus »Subsidiarität« definieren, wie ich meine.

    BG phaidros.vie@gmail.com

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2013 10:33

    Offensichtlich ist Dozent Friedrich Romig zu bescheiden, um seine aufschlußreiche Buchbesprechung eines – leider noch nicht in deutscher Übersetzung verfügbaren Werkes vom Michael Jones hier einzustellen.

    Sie ergänzt nämlich in hervorragender Weise die Punktuation Kommas. Damit ist in sehr umfassender Weise auch das von Herrn Tögel per Bericht angeschnittene Thema an der Stelle behandelt, an der es allein zu behandeln ist.

    Wenn wir die geistigen Grundlagen des Abendlandes – die christliche Religion – nicht mehr zu verteidigen und zu leben verstehen, sind auch alle ökonomischen Rechungen und kleinkarierten Wadelbeißereien über die erbärmlichen Figuren wie den 8-klassigen Volksschüler Faimann und Konsorten zwar das eigene Gemüt erleichternd, aber völlig sinn- und zwecklos.

    Also hier Romigs Buchbesprechung. Sie beantwort übrigens auch die Frage Tögels, ob das mit der Herrschaft der Juden stimme.

    Der jüdische Revolutionär und sein Einfluß auf die Geschichte

    Wer die Hintergründe des Finanz-Tsunami zu erfassen sucht, der die Weltwirtschaft und die Lebensverhältnisse von Milliarden Menschen jetzt zerrüttet, sollte zu dem Buch von Michael Jones „ The Jewish Revolutionary Spirit and its Impact on World History“ (2008) greifen. Er wird daraus erfahren, dass das, was vor unseren Augen geschieht, kein geschichtlich isoliertes Ereignis ist, sondern sich in die Kette der Revolutionen einreiht, die seit dem Auszug der Juden aus Ägypten, besonders heftig aber in der Neuzeit, unsägliches Leid verursacht haben. Die ganze Geschichte hindurch, so Michael Jones, haben Juden Revolutionen vorbereitet, unterstützt, ausgelöst, durchgeführt und zu Ende oder zum Scheitern gebracht. „Revolution war und ist die Aufgabe des von Gott auserwählten Volkes“ (S. 647f). „Wir müssen Revolution machen, weil das Gott uns aufgetragen hat“, bestätigt Elie Wiesel (S. 752). Juden haben ihre geistigen Kräfte mit den Albigensern vereint, sie wirkten mit an der hussitischen Revolution und an der lutherischen Reformation und sie standen an der Wiege des modernen England der Puritaner. Die „Aufklärung“ und die durch sie ausgelösten Revolutionen in Frankreich und in vielen Ländern Europas sind weitgehend ihr Werk.

    Und ohne auch nur den Schatten eines Zweifels bezeichnet Michael Jones den Bolschewismus und die ganze Russische Revolution vorrangig als eine jüdische Bewegung („primarily a Jewish movement“), die auf die Destruktion der Religion und den Umsturz der Zivilisation abzielte ( SS. 22, 740, 746, 755). Das war Zeitzeugen vom Range eines Winston Churchill oder des Präsidenten Woodrow Wilson, die neben vielen anderen im Buch zu Wort kommen, völlig klar. Und führende Juden waren es auch, die das Vakuum nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches ausfüllten und höchste Stellen in der Weimarer Republik eroberten, welche eben deshalb von großen Teilen der deutschen Bevölkerung als „Judenrepublik“ wahrgenommen wurde (S. 738).

    Die Hauptstoßrichtung der revolutionären Juden zielt auf die christliche Religion. Für den strenggläubigen Katholiken und Philosophen Michael Jones ist der revolutionäre Jude definiert als der Sohn Israels, der Jesus Christus nicht als den Messias anerkennt – im Gegensatz zu Paulus, der nach dem Damaskuserlebnis zum Christen wird und dem viele Juden folgten. Wie kein anderes Volk von Gott auserwählt, müssen Juden sich entscheiden: Weist der Jude den menschgewordenen Logos und damit auch die von diesem Logos gestaltete, christlich-gesellschaftliche Ordnung zurück, wird er unweigerlich zum Revolutionär (vgl. S. 15). Die Strategie der revolutionären Juden kommt in den Worten eines heute führenden Neoconservativen, Michael Ledeen (The War Against the Terror Masters, New York 2003, S. 212f), zum Ausdruck, der dabei für ganz Amerika zu sprechen vorgibt:

    "Kreative Zerstörung ist unser Sinn und Zweck, sowohl innerhalb unserer eigenen Gesellschaft als auch nach außen. Wir reißen die alte Ordnung jeden Tag nieder, vom Handel bis zur Wissenschaft, Literatur, Kunst, Architektur, und vom Film bis zur Politik und Justiz. Unsere Feinde haben diesen Wirbelwind von Energie und Kreativität immer gehaßt, der ihre Traditionen bedroht und sie wegen ihrer Unfähigkeit beschämt, mit uns Schritt zu halten. Da sie sehen, wie Amerika traditionelle Gesellschaften auflöst, fürchten sie uns, denn sie möchten nicht aufgelöst werden. Sie können sich niemals sicher fühlen, solange wir hier sind, denn unsere bloße Existenz - unsere Existenz, nicht etwa unsere Politik - bedroht ihre Legitimität. Sie müssen uns angreifen, um zu überleben, genauso wie wir sie zerstören müssen, um unsere historische Mission zu vollbringen."

    „Der Jude“, so E. Pryzwara SJ, „ist getrieben zum unermüdlichen („tireless) Revolutionär der christlichen Welt zu werden“. Mit der Trennung von Staat und Kirche ist es den Juden gelungen, alle Zeichen und Symbole der traditionellen Religion aus dem öffentlichen Raum („public square“) zu verbannen und großen Teilen der Welt jüdische Wertvorstellungen aufzuzwingen. Das Eintreten für Pornographie, Sexualunterricht ab dem Kindergarten, Rechte von Homos, Feminismus, die Göttinnenverehrung des New Age, Abtreibung, Ehebruch, Scheidung, Partnertausch, Inzest, Pädophilie, Selbstbefriedigung, künstliche Befruchtung, embryonale Stammzellenforschung, ist Ausdruck des säkularen Humanismus, der sich gegenüber christlichen Wertvorstellungen zunehmend durchsetzt. In den USA spielen jüdische Gruppen die Hauptrolle („critical role“) bei der `De-Christianisierung´ der amerikanischen Kultur. Der Aufstieg der USA zur Weltmacht wäre ohne die dominante Präsenz der Juden in den Führungsgremien nicht möglich gewesen, ebensowenig ihr Abstieg, den wir heute erleben.

    Man kann nur wünschen, dass dieses Standardwerk über den „revolutionären Juden“ möglichst bald einen deutschen Verleger findet. Nicht nur die gründliche Behandlung des Themas auf über 1000 Textseiten ist beeindruckend, sondern auch die genauesten Quellenangaben auf weiteren 200 Seiten machen es für Forscher und interessierte Laien gleich unentbehrlich.

    Friedrich Romig

    E. Michael Jones, The Jewish Revolutionary Spirit and its Impact on World History. Fidelity Press, South Bend, In., 2008. 1,200 Seiten, ISBN 0-929891-07-4, $40,-.

    Erschienen in der AULA-Das freiheitliche Magazin, Graz, 60. Jg., H. Dezember 2009, S 12


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  1. Cherlin (kein Partner)
    10. Februar 2015 14:43

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    20. Januar 2015 23:54

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    20. Januar 2015 02:54

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  7. KarYna (kein Partner)
    19. Januar 2015 15:21

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  8. Johann Scheiber
    28. Januar 2013 12:12

    "Selbst wenn es zutreffen sollte, daß "die Juden" die Welt regieren (eine Meinung, die ich nicht teile) - was wäre Ihrer Meinung nach die daraus folgende Konsequenz?"

    Diese von Herrn Tögel gestellte Frage drängt sich angesichts des brisanten Themas natürlich auf.
    zunächst aber ein Link, um zu zeigen, dass dieses Thema mittlerweile auch mit durchaus prominenter Besetzung diskutiert wird.

    https://morbusignorantia.wordpress.com/2013/01/25/jakob-augstein-wehrte-graumanns-schlage-mit-der-antisemitismus-keule-gekonnt-ab/

    Die Konsequenz ergibt sich meines Erachtens aus einem weiteren Analyseschritt, der darin besteht, zu erkennen und anzuerkennen, dass auch die christliche Theologie an der durch die Modene sich realisierenden Vorherrschaft des Judentums vor- und mitgearbeitet hat.

    Der grundlegende Unterschied zwischen Christentum und Judentum besteht ja ganz einfach in der Tatsache, dass die Christen glauben, oder zumindest glauben sollten, dass die Erlösung stattgefunden hat, während die Juden glauben, dass diese noch aus steht.
    Diese glasklare Differenz wurde theologisch eingeebnet, durch zwei entscheidende Tendenzen.

    1. Ist die Theologie Kant gefolgt, der Gott in das Jenseits und in die Zukunft verbannt hat. Demnach sei das Leben so zu führen, dass der Mensch im zukünftigen Gericht Gottes bestehen könne. Das hatte zur Folge, dass das Christentum, bis zum heutigen Tag, mit Pflicht und Moral gleichgestellt bzw. verwechselt wird - eine schauerliche Entstellung und Engführung der Religion der Freiheit und der Liebe.
    Der junge Hegel hat in seiner Schrift "DerGeist des Christentums und sein Schicksal" festgestellt, die Christen seien dort angekommen, wo die alten Juden einst waren.

    2. Den Faden Kants weiterspinnend, ist es in der modernen Theologie zu einer totalen Eschatologisierung des Christentums gekommen, womit sich das Christentum dann strukturell analog dem Judentum auslegt. Dann ist das Christentum nur noch eine Hoffnung, nicht auf Gründen von etwas, das geschehen ist, oder was geschieht, sondern, was geschehen wird. Karl Rahner steht prominent für diese Theologie und Gogarten bringt sie auf den Begriff, indem er sagt,
    "Gott ist der Zukommende, Gott ist, der kommt". Das Problem ist, er kommt nie an. Das ist eben reines Judentum im Christentum.
    Der Feind ist also innen, nicht außen, die christliche Theologie selbst ist Ursache für den Atheismus. Für diese Erkenntnis wird Hegel bis zum heutigen Tage gehaßt. Die Theologie findet ihre Befriedigung in der Reflexion, letztlich in der Eitelkeit und überläßt das Volk sich selbst, so Hegel am Schluß seiner Religionsphilosophie.

    Die Tragik des Judentums ist, aus christlicher Sicht, eine gottlose Welt, begründet in dem Herrenwort: Ihr wedet mich nicht wieder sehen bis dass ihr kommt und sagt, hochgelobt sei der da kommt im Namen des Herren.

    Aus freien Stücken ist das Christentum den Juden in das Nihil einer gottlosen Gegenwart gefolgt und die Antwort kann natürlich nicht die Wiedererrichtung der Juden als Sündenbock sein, sondern Umkehr durch eine Revolution des christlichen Bewußtseins.

    • F. V. (kein Partner)
      28. Januar 2013 13:11

      Die Analysen der verschiedenen Autoren – inkl. jüdischer -, die Romig in der Besprechung Michalel Jones´ und anderen Artikeln von ihm ausgebreitet hat, hatten ja nicht die Absicht „den Juden“ die "Schuld zu geben", sondern stellen etwas fest, nämlich daß es der „jüdische Geist“ ist, der die Moderne erfaßt hat. Damit auch „uns“, die wir ohnedies nur mehr im einstelligen Prozentbereich Christen sind.

      Ich bin kein Theologe um dies an der sich ändernden Exegese der Dogmen jeweils erkennen zu können. Aber anhand der Darstellung Werner Sombarts, „Die Juden und das Wirtschaftsleben“, wird klar, daß all das, was ehedem als Tabubruch von den christlichen Kaufleuten angesehen wurde, heute zum Repertoire vernünftigen, erfolgreichen Wirtschaftens gehört. Wir haben jede Facette dieser jüdischen Innovationen also längst verinnerlicht, von der wir gelegentlich meinen, daß auch sie Mitursache der heutigen politisch-wirtschaftlichen Misere sind.

      Der frühere Provincial P. Schmidberger der Pius Bruderschaft meinte einmal: „Das Judentum ist abgeschafft!“, womit er offenbar dessen „Überwindung“ durch das Neue Testament gemeint haben dürfte. Kann es sein, daß die Differenzen mit dem Vatikan damit zusammenhängen, als mit dem 2. Vatikanum eine Re-Judaisierung des Christentums stattfand?

      Was mit dem Begriff der „Re-Evangelisierung“ Europas inzwischen genau gemeint ist, entschwindet auch immer mehr meinem Verständnis, nachdem ich inzwischen jenes Werk von Leopold Ziegler lese „Gestaltwandel der Götter“, in dem er ja sehr überzeugend und anschaulich darlegt, wie im Lauf der Geschichte sich das Christentum - auch innerhalb der römisch-katholischen Kirche - oft bis an die Grenze zur Heräsie gewandelt hat.

      Was ja nicht minder schwer zu verstehen ist, ist der Umstand, daß zwar jüdischer Geist immer auch deren Religion impliziert, die aber im Finanzbereich Mächtigen offensichtlich aber völlig areligiös, atheistisch sind.

  9. Komma
    28. Januar 2013 09:46

    ad Tögel 27.01, 9:52

    Ihre Frage nach der "Konsequenz": Feinderkennung ist die Vorbedingung für das Gewinnen eines Kriegs.

    • Komma
      28. Januar 2013 10:56

      ad Tögel 27.01., 9:52 - Noch ein Nachsatz zu den "Erwartungen". Sie schreiben entschuldigend:

      "Allerdings haben die Dinge sich in den zurückligenden Jahren völlig anders entwickelt, als erwartet".

      Keine Spur! Die Dingen haben sich genauso entwickelt, wie erwartet! Eben deshalb haben die Schweizer Bürger schon beim EWR nicht mitgemacht.

      Und lange vor dem Beitritt Österreichs zur EU (Juni 1994) haben politische Kreise (z.B. FPÖ, Grüne) klar Stellung bezogen. Wie die Bevölkerung im Zuge des Propagandafeldzugs (EU, SPÖ, ÖVP, ORF, Massenmedien, Gesellschaft für Europapolitik) getäuscht wurde, ist inzwischen gut beschrieben von Markus Wilhelm: "Kauf dir eine Volksabstimmung" (im Internet verfügbar), und war für jeden, der sehen wollte, offensichtlich. Gegen die Volksverräter wie Vranitzky, Schüssel, Mock, Klima, Fischler, Eder etc. war allerdings kein Kraut gewachsen.

    • F.V. (kein Partner)
      28. Januar 2013 12:23

      Vereehrter Komma,

      Tögel spricht ja nicht von Ihren Erwartungen, sondern den seinen, die er von der von Ihnen beschriebenen Entwicklung enttäuscht sah. Er hat sich also als Lernfähig erwiesen.

      Vielleicht erkennt er auch noch, was die "inneren Antriebskräfte" dieser Entwicklung sind, und überdenkt seinen "Liberalismus", den er ja noch meint hochhalten zu müssen.

  10. Der EU Todeskampf (kein Partner)
    27. Januar 2013 21:16

    Der EU-Propagandaminister Robert Menasse hätte sich deutlich kürzer fassen können:

    "Ein Volk, ein Reich, ein Euro!"

  11. Onkel Hans (kein Partner)
    27. Januar 2013 19:31

    Beachtlich, wenn die IV einmal auf den Menasse gekommen ist.

  12. F. V. (kein Partner)
    27. Januar 2013 18:23

    Erlauben Sie mir, daß ich zwecks Hebung des Niveaus des Politischen Tagebuches von Unterberger auf den nachflogenden Vortrag hinweise. Dauer: 1.18 Stunden, es lohnt.

    Die NATO und EU als Bedrohung der Nationalen Souveränität(COMPACT live Januar 2013)

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=2n84CSqsvAU #!

  13. Francois Villon (kein Partner)
    27. Januar 2013 10:33

    Offensichtlich ist Dozent Friedrich Romig zu bescheiden, um seine aufschlußreiche Buchbesprechung eines – leider noch nicht in deutscher Übersetzung verfügbaren Werkes vom Michael Jones hier einzustellen.

    Sie ergänzt nämlich in hervorragender Weise die Punktuation Kommas. Damit ist in sehr umfassender Weise auch das von Herrn Tögel per Bericht angeschnittene Thema an der Stelle behandelt, an der es allein zu behandeln ist.

    Wenn wir die geistigen Grundlagen des Abendlandes – die christliche Religion – nicht mehr zu verteidigen und zu leben verstehen, sind auch alle ökonomischen Rechungen und kleinkarierten Wadelbeißereien über die erbärmlichen Figuren wie den 8-klassigen Volksschüler Faimann und Konsorten zwar das eigene Gemüt erleichternd, aber völlig sinn- und zwecklos.

    Also hier Romigs Buchbesprechung. Sie beantwort übrigens auch die Frage Tögels, ob das mit der Herrschaft der Juden stimme.

    Der jüdische Revolutionär und sein Einfluß auf die Geschichte

    Wer die Hintergründe des Finanz-Tsunami zu erfassen sucht, der die Weltwirtschaft und die Lebensverhältnisse von Milliarden Menschen jetzt zerrüttet, sollte zu dem Buch von Michael Jones „ The Jewish Revolutionary Spirit and its Impact on World History“ (2008) greifen. Er wird daraus erfahren, dass das, was vor unseren Augen geschieht, kein geschichtlich isoliertes Ereignis ist, sondern sich in die Kette der Revolutionen einreiht, die seit dem Auszug der Juden aus Ägypten, besonders heftig aber in der Neuzeit, unsägliches Leid verursacht haben. Die ganze Geschichte hindurch, so Michael Jones, haben Juden Revolutionen vorbereitet, unterstützt, ausgelöst, durchgeführt und zu Ende oder zum Scheitern gebracht. „Revolution war und ist die Aufgabe des von Gott auserwählten Volkes“ (S. 647f). „Wir müssen Revolution machen, weil das Gott uns aufgetragen hat“, bestätigt Elie Wiesel (S. 752). Juden haben ihre geistigen Kräfte mit den Albigensern vereint, sie wirkten mit an der hussitischen Revolution und an der lutherischen Reformation und sie standen an der Wiege des modernen England der Puritaner. Die „Aufklärung“ und die durch sie ausgelösten Revolutionen in Frankreich und in vielen Ländern Europas sind weitgehend ihr Werk.

    Und ohne auch nur den Schatten eines Zweifels bezeichnet Michael Jones den Bolschewismus und die ganze Russische Revolution vorrangig als eine jüdische Bewegung („primarily a Jewish movement“), die auf die Destruktion der Religion und den Umsturz der Zivilisation abzielte ( SS. 22, 740, 746, 755). Das war Zeitzeugen vom Range eines Winston Churchill oder des Präsidenten Woodrow Wilson, die neben vielen anderen im Buch zu Wort kommen, völlig klar. Und führende Juden waren es auch, die das Vakuum nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches ausfüllten und höchste Stellen in der Weimarer Republik eroberten, welche eben deshalb von großen Teilen der deutschen Bevölkerung als „Judenrepublik“ wahrgenommen wurde (S. 738).

    Die Hauptstoßrichtung der revolutionären Juden zielt auf die christliche Religion. Für den strenggläubigen Katholiken und Philosophen Michael Jones ist der revolutionäre Jude definiert als der Sohn Israels, der Jesus Christus nicht als den Messias anerkennt – im Gegensatz zu Paulus, der nach dem Damaskuserlebnis zum Christen wird und dem viele Juden folgten. Wie kein anderes Volk von Gott auserwählt, müssen Juden sich entscheiden: Weist der Jude den menschgewordenen Logos und damit auch die von diesem Logos gestaltete, christlich-gesellschaftliche Ordnung zurück, wird er unweigerlich zum Revolutionär (vgl. S. 15). Die Strategie der revolutionären Juden kommt in den Worten eines heute führenden Neoconservativen, Michael Ledeen (The War Against the Terror Masters, New York 2003, S. 212f), zum Ausdruck, der dabei für ganz Amerika zu sprechen vorgibt:

    "Kreative Zerstörung ist unser Sinn und Zweck, sowohl innerhalb unserer eigenen Gesellschaft als auch nach außen. Wir reißen die alte Ordnung jeden Tag nieder, vom Handel bis zur Wissenschaft, Literatur, Kunst, Architektur, und vom Film bis zur Politik und Justiz. Unsere Feinde haben diesen Wirbelwind von Energie und Kreativität immer gehaßt, der ihre Traditionen bedroht und sie wegen ihrer Unfähigkeit beschämt, mit uns Schritt zu halten. Da sie sehen, wie Amerika traditionelle Gesellschaften auflöst, fürchten sie uns, denn sie möchten nicht aufgelöst werden. Sie können sich niemals sicher fühlen, solange wir hier sind, denn unsere bloße Existenz - unsere Existenz, nicht etwa unsere Politik - bedroht ihre Legitimität. Sie müssen uns angreifen, um zu überleben, genauso wie wir sie zerstören müssen, um unsere historische Mission zu vollbringen."

    „Der Jude“, so E. Pryzwara SJ, „ist getrieben zum unermüdlichen („tireless) Revolutionär der christlichen Welt zu werden“. Mit der Trennung von Staat und Kirche ist es den Juden gelungen, alle Zeichen und Symbole der traditionellen Religion aus dem öffentlichen Raum („public square“) zu verbannen und großen Teilen der Welt jüdische Wertvorstellungen aufzuzwingen. Das Eintreten für Pornographie, Sexualunterricht ab dem Kindergarten, Rechte von Homos, Feminismus, die Göttinnenverehrung des New Age, Abtreibung, Ehebruch, Scheidung, Partnertausch, Inzest, Pädophilie, Selbstbefriedigung, künstliche Befruchtung, embryonale Stammzellenforschung, ist Ausdruck des säkularen Humanismus, der sich gegenüber christlichen Wertvorstellungen zunehmend durchsetzt. In den USA spielen jüdische Gruppen die Hauptrolle („critical role“) bei der `De-Christianisierung´ der amerikanischen Kultur. Der Aufstieg der USA zur Weltmacht wäre ohne die dominante Präsenz der Juden in den Führungsgremien nicht möglich gewesen, ebensowenig ihr Abstieg, den wir heute erleben.

    Man kann nur wünschen, dass dieses Standardwerk über den „revolutionären Juden“ möglichst bald einen deutschen Verleger findet. Nicht nur die gründliche Behandlung des Themas auf über 1000 Textseiten ist beeindruckend, sondern auch die genauesten Quellenangaben auf weiteren 200 Seiten machen es für Forscher und interessierte Laien gleich unentbehrlich.

    Friedrich Romig

    E. Michael Jones, The Jewish Revolutionary Spirit and its Impact on World History. Fidelity Press, South Bend, In., 2008. 1,200 Seiten, ISBN 0-929891-07-4, $40,-.

    Erschienen in der AULA-Das freiheitliche Magazin, Graz, 60. Jg., H. Dezember 2009, S 12

    • diko
      27. Januar 2013 11:05

      **********!
      siehe:
      Friedrich Romig: " Der Sinn der Geschichte " - Regin-Verlag
      ISBN-13:978-3-941247-32-1

      SEHR LESENSWERT!

  14. Andreas Tögel
    27. Januar 2013 09:52

    Sehr geehrter Herr Michler,
    Ihnen ist sicher der Sinnspruch "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selbst welche!" bekannt. Was die Europaskepsis angeht, trifft das auf mich zu. Ich stehe nicht an, zu bekennen, einst ein überzeugter Befürworter der EU gewesen zu sein (ist schon ein paar Wochen her) - und mußte dafür heftige Kritik - z. B. von Doz. Romig - einstecken. Allerdings haben die Dinge sich in den zurückligenden Jahren völlig anders entwickelt, als erwartet. Das war der Grund für meinen 180°igen Meinungswechsel. Stünde dieser Tage weiterhin der Freihandel und die persönliche Freizügkeit ihrer Bürger im Mittelpunkt der EU-Politik, wäre m. E. nach wie vor alles bestens.

    Indessen sehe ich die EU auf dem Weg in ein totalitäres Imperium, das dem Bürger ungleich mehr Freiheit nimmt, als eine absolute Monarchie das jemals gewagt hätte. Die systematische Transformation der Union in einen "therapeutischen Gouvernantenstaat" (Paul Gottfried) ist für einen Freisinnigen aber einfach unerträglich. Ich lehne bürokratische Anmaßungen schon auf nationaler Ebene entschieden ab - weshalb sollte ich sie also auf supranationaler Ebene gutheißen?

    Ad Komma: Selbst wenn es zutreffen sollte, daß "die Juden" die Welt regieren (eine Meinung, die ich nicht teile) - was wäre Ihrer Meinung nach die daraus folgende Konsequenz?

    Ad S.B.: Daß ein (beinahe ausschließlich) von Subventionen lebender Literat viel für die (Kultur-)Bürokratie übrig hat, der er Prestige und Einkommen verdankt, halte ich für keine Überraschung. Künstler und Intellektuelle waren zu allen Zeiten die Huren der Machthaber. Nur waren deren Hervorbringungen zu einer Zeit, als die herrschende Klasse noch mit Messer und Gabel zu essen pflegte, einfach von anderer Qualität als heutzutage. Der Vergleich der Werke Goethes mit denen der Staatsliteraten unserer Tage macht da ganz sicher...;-)
    Mit freundlichem Gruß,
    A. Tögel

  15. Francois Villon (kein Partner)
    27. Januar 2013 09:48

    Die Auflistung der „Preise“ des Herrn Menasse ist der schlagende Beleg, daß hier eine Marionette der Anonyma den gesammelten Unsinn über die EUdSSR und dessen Politbüro rauf und runter dekliniert, deklinieren muß. Ein Angestellter der Anonyma, der weiß wessen Liedchen er zu singen hat.

    Aber das ist gut so, denn gerade solche maßlosen Übertreibungen, ja dummdreisten Lügen, machen die Nichtübereinstimmung mit der Wirklichkeit auch den einfachsten Menschen schließlich klar. Denselben Eindruck hatte ich bei jener Podiumsdiskussion der Messner-Gesellschaft vor kurzem, bei der auch der beamtete Oberschwätzer, Botschafter Wolte, die EU zu „verteidigen“ suchte. Sein hilfloses Herumgefuchtel mit etwas bedrucktem Papier – dem „Lissabon-Vertrag“ - und sein inhaltsleeres Gestammel war fast der schlagendere Beweis gegen den hypertrophen Unsinn EU, als die – vorzüglichen – Sachargumente von Doz. Romig und Dr. Barki. Nur weiter so.

    Die Sachgründe sind nämlich für die Mitzi-Tant´ in Mistelbach und all die einfältigen Gutgläubigen nicht einmal als Problem zu erkennen, wie sollten diese Leute sie überhaupt beurteilen können, wo sie die wahren Probleme als Problem nicht kennen?

    Den Beweis für diese Einschätzung liefert – wieder einmal – ein wertkonservativer Einfaltspinsel, der zu allem und jedem seinen Senf dazu gibt und einfach gar nichts begreift. Er merkte noch nicht einmal, daß Herr Tögel hier einen Bericht ablieferte, also das Gesagte einiger Referenten resümierte, was gar nicht notwendigerweise auch seine Meinung wiederzugeben brauchte.

    Die ernsthafte Diskussion über Europa – nicht das diabolische Gebilde EU – würde auch auf die geistigen Grundlagen abzielen. Aber es werden Hausmeister- und Krämer-„Argumente“ gewälzt. Leopold Ziegler schrieb in „Gestaltwandel der Götter“ bereits 1922(!) und es scheint ein Menetekel zu sein:

    „Noch ist die Wirklichkeits- und Lebensgier sogar des Abendländers zu (Meister) Eckharts Zeiten nicht gierig genug, um den tiefreligiösen Erlöser-Zug dieser Regung völlig zu mißkennen und aus Mißkenntnis zu begrinsen und zu belästern: das letztere freilich nur zum eigenen Verderb, wie wir dies heute mit hinlänglicher Bestimmung sehen. Denn die massenhafte Völker-Selbstmord-Seuche, die gegenwärtig diese sämtlichen Nationen des europäisch-amerikanischen Wirtschaftsverbandes heimsucht, also daß diese Nationen einer Schar künstlich ausgebrüteter Hühner gleichen, wie sie sich manchmal plötzlich nach der Beobachtung von Züchtern aus unbegreiflichen Ursachen in einen Tobsuchtsanfall den Garaus macht, - was in dieser Seuche (der vergebens die Betroffenen die fadenscheinig-großmütigsten Vorwände vermeintlicher Notwendigkeit unterstellen) in Wahrheit anderes und tieferes, als der völlig ungeordnete und darum völlig zerstörerische Ausbruch dieses nämlichen Willens, welchen allzu lange keiner allgemein angenommenen Religion, Metaphysik, Mystik, Asketik in heilförderliche Formen zu drängen vermocht har? Jetzt durfte, nein jetzt mußte es geschehen, daß die von keinem Oidipus dem Befreier enträtselte Sphinx im Blutrausch blutsäuferisch Millionen würgte, indes sie damals zum freiwilligen Sprung in den Abgrund genötigt ward. Auf diese Weise hat sich der Gehorsam gegen die unterschwellig überschwellenden Mächte der Seele schließlich fruchtbringend durchgesetzt in einer ohne Vorgang diesseitsverschworenen und wirklichkeitsfiebernden Weltbewohnerschaft, - bei allem Grausen doch ein hoher Trost für die, die heute sogar in diesem sinnlosesten Opfer der Millionen eine Spur von religiöser Weihe zu finden gläubig sind. Der Mensch der Zeit, schamlos, feig, verlogen, pfiffig, oberflächlich, dummdreist, wie er ist, er gedachte sich, Gott´s Spaß!, am heiligen Nicht und Nichts geduckt vorbeizustehlen, er gedachte am ewigen polus antarcticus des Etwas meuchlerisch vorbeizuschleichen. Da begann der Mahlstrom feierlich zu mahlen, zu schlingen und zu schlucken und nie mehr auszuspeien!
    Und aufspringend wie ein Talwind am Abend rötete ein vergessen Wort und schaffte sich sausend und wehend noch in den hartnäckig watteverstopftesten Altpfründner-Ohren dröhnendes Gehör, - das ehrwürdige, fromme, dauerhadfte Buddho-Eckhart-Wort:

    `Nicht mehr ist diese Welt...´“

  16. S.B.
    27. Januar 2013 00:12

    Es erhebt sich die Frage, warum ausgerechnet ein Schriftsteller - noch dazu nicht einmal ein brillanter, sondern ein von der österreichischen, linken Schickeria hochgejubelter - genau weiß, wie der Wirtschafts- und Finanzkrise in der EU zu begegnen sei und wohin sich diese Union am besten weiterentwickeln soll, obwohl sich bei diesem Thema selbst BERUFENE EXPERTEN nicht ganz einig sind.
    Da hat sich Menasse eindeutig übernommen, wenn er uns den europäischen "Garten Eden" skizzieren möchte und einmal mehr trifft auf ihn der weise Spruch von Novalis zu:

    "Noch hat jeder, der vorgab, das Paradies auf Erden zu errichten, die Hölle geschaffen."

    Mehr Vertrauen weckt in mir der weise, erfahrene Politprofi Vaclav Klaus, man sollte mehr auf seine Stimme hören. Und wie weit diese Europäische Union die Zukunft meistert, wird sich erst in den nächsten Generationen erweisen.
    Derzeit scheint sich nicht gerade rosig!

    • brechstange
      27. Januar 2013 22:49

      Der Menasse hat sich nicht übernommen, der ist gegen Bezahlung ein Sprachrohr der Brüssler Nomenklatura und Co.

  17. Haider
    26. Januar 2013 23:47

    KURIER 13.7.2001:

    "Übergangslos zappt Menasse zwischen den Schauplätzen, den Epochen hin und her und breitet dabei viel Wissen, Geschichte, aber auch viele G’schichterln aus. Die bis zur Hysterie geistig aufgeladene Atmosphäre der portugiesisch-jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert, die aus dem kleinen Mane´ den großen Rabbi Menasseh ben Israel macht, der zum Lehrer Baruch Spinozas wird, ist lebendig nachgezeichnet, nach empfunden.

    Wohl am eigenen Leib empfunden das nervöse Geistesklima im Wien der späten 60er- und 70er-Jahre, wo Viktor erst als Gymnasiast, später in der trotzkistischen Studentenbewegung ideologisches und erotisches Frustpotenzial aufstaut. Das sich sturzbachartig in einem fatalen Klassentreffen zum 25. Maturajubiläum entlädt. Er outet seine Lehrer als NSDAP-Mitglieder und sitzt darauf mit seiner lebenslang angebeteten Schulfreundin allein vor dreißig Gedecken."

    Dazu ist wohl kein Kommentar nötig!

    Dieser persönliche Hintergrund erklärt alle Ehrungen:
    • 1987 Staatsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Literatur
    • 1989 Förderungspreis der Stadt Wien für Literatur
    • 1990 Heimito-von-Doderer-Preis der Niederösterreichischen Gesellschaft für Kunst und Kultur
    • 1991 Staatsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Literatur
    • 1992 Hans-Erich-Nossack-Förderpreis für Prosa des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie Köln
    • 1992 Förderungspreis für Literatur des Theodor-Körner-Stiftungsfonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst
    • 1992/93 Elias-Canetti-Stipendium der Stadt Wien
    • 1994 Aufenthalt in Berlin im Rahmen eines Stipendiums des DAAD
    • 1994 Marburger Literaturpreis
    • 1994 Förderungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Romane
    • 1994 Alexander-Sacher-Masoch-Preis
    • 1996 Hugo-Ball-Preis der Stadt Pirmasens
    • 1998 Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik
    • 1999 Grimmelshausen-Preis
    • 1999 "Writer in Residence" in Amsterdam
    • 2002 Joseph-Breitbach-Preis Mainz
    • 2002 Friedrich-Hölderlin-Literaturpreis der Stadt Bad Homburg
    • 2002 Lion-Feuchtwanger-Preis der Berliner Akademie der Künste
    • 2002 Marie-Luise-Kaschnitz-Preis der Evangel. Akademie Tutzing
    • 2003 Erich-Fried-Preis
    • 2003 Niederländischer Buchpreis
    • 2006 Ernennung zum Ritter des französischen Ordens der „Arts et Lettres“
    • 2010 Goldenes Wiener Verdienstzeichen
    • 2012 Österreichischer Kunstpreis für Literatur[5]
    • 2013 Heinrich-Mann-Preis

    • cmh (kein Partner)
      27. Januar 2013 19:44

      Zumindest Heimito von Doderer rotiert leise in seinem Grab ob des Preises an Menasse 1990

  18. Komma
    26. Januar 2013 19:38

    1. Die Einführung des Euro geschah aus politischen, nicht aus wirtschaftlichen Gründen.
    2. Politischer Grund war die Politische Union Europas, der europäische Bundesstaat, die "Vereinigten Staate von Europa".
    3, Die Politische Union Europas wurde und wird als Schritt auf dem Weg zur Neuen Weltordung (NWO) verstanden (Giscard d´Estaing, Amato im Anschreiben zum szt. Europaischen Verfassungsvertrag)).
    4. Die NWO (ordo novus saeclorum steht auf jeder Ein-Dollarnote) ordnet sich ein in den geschichtlichen "Prozess der Judaisierung der Welt" (Rabbi Israel Newman). Das 20. Jh. war bereits das "Jewish Century" (Yuri Slezkine), jetzt leben wir im "Jewish Age" (derselbe).
    5. Das Jewish Age ist das Zeitalter des Antichrist, des von PAULUS im 2. Tessalonicher-Brief vorausgesagten "Menschen der Gottlosigkeit, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles erhebt, was Gott heißt (2, Thess 2, 3-4).
    6. "By moderinisation we all became Jewish" (Yuri Slezkine), d.h. wir sind selbst erfaßt vom "Geist des Antichrist" und bereiten so dem "Lügner, Verwirrer und Menschmörder von Anfang an" (Joh 8, 44-47) den Weg.
    7. Dieser Geist der Destruktion wirkt sich vor allem aus in der Auflösung der Nationalstaaten und der Familien. Daher "Deutschland schafft sich ab" (Thilo Sarrazin), "Europa schafft sich ab" (Henckel von Donnersmarck).Schwätzer wie Fischler oder Lohnsschreiber wie Menasse werden die Enrwicklung nicht aufhalten.

  19. diko
    26. Januar 2013 18:13

    Herr Tögel,
    danke für den ausgezeichneten Bericht!

    Und jenen beiden - sich gegenseitig besternderlnden - und zu allem und jedem etwas schreiben zu müssen, eine zum Thema passende Buchempfehlung, aus Tipps u. Hinweise:

    "Sanftes Monster Brüssel Oder die Entmündigung Europas".
    Autor/Herausgeber des Buches: Hans Magnus Enzensberger, Verlag: Suhrkamp

    ............nur Enzensberger schafft es, auf dem kleinem Raum eines Essays, der EU mit jener feinen Klinge, die nur ihm zu eigen ist, die Haare zu schneiden. Auch ein österreichischer EU-Höriger kommt in seinem Büchlein vor. Der Schriftstellerkollege, hierzulande in der einschlägigen Links-Szene sicher bekannt, kriegt gehörig sein Fett ab. Das geschieht aber so ungehässig, daß sich die Frage stellt, ob's jener überhaupt merkt.

    • Wertkonservativer
      27. Januar 2013 10:25

      Reiner Zufall, @ diko, dassphaidros und ich die ersten waren, die hier replizierten: keinerlei Absprache, keinerlei Absicht, ziemlich konträr in der Aussage!

      Abgesehen davon, dass phaidros und ich durchaus nicht immer einer Meinung sind, besterndeln wir uns gegenseitig auch nur ganz selten!

      Und das tun ja andere hier auch, teilweise bis zum Überdruss!

      Also, bitte um Beruhigung!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • phaidros
      27. Januar 2013 20:01

      Lieber Gerhard, Du würdigst so einen Rülpser (ich beziehe das auf die Aussage, nicht auf die Person) einer Antwort? Wozu?

  20. phaidros
    26. Januar 2013 09:15

    Auch hier erlaube ich mir den Hinweis auf Hrn. Schusters wirklich lesenswerten Artikel zum Thema »Zentralismus und Komplexität«

    http://www.science-blog.at/2012/09/zentralismus-und-komplexitaet/

    im Science-Blog, der sich wohl 1:1 auf Problematiken der Europäischen Union anwenden lässt.

    Fazit: weder im uneingeschränkten Zentralisieren sei »das Heil« zu finden, noch im zügellosen Schleifenlassen. Vielmehr gilt es, bei jedem einzelnen Problem sorgfältig abzuwägen, wo es am besten (und im hippokratischen Sinn: mit dem geringsten Begleitschaden) angepackt werden soll.

    Auch so könnte man durchaus »Subsidiarität« definieren, wie ich meine.

    BG phaidros.vie@gmail.com

  21. Wertkonservativer
    26. Januar 2013 07:50

    Nun, sehr geehrter Herr Tögel,

    es gibt hier im Unterberger-Forum unheimlich viele EU-Skeptiker bis -Vernichter, und Sie sind ihr sachkundiger Fürsprecher!

    Sicher sind viele Ihrer Argumente stichhaltig, doch im Großen und Ganzen werden Ihre Hoffnungen und Zielsetzungen, die Abschaffung der EU und des Euro betreffend, nach meiner - sicher unmaßgeblichen - Meinung wohl nicht aufgehen.
    Europa ist heute - trotz der vielen Mängel im System - bereits so stark ineinender verzahnt, dass ein Auseinanderfallen für die dann wieder "selbständigen" Einzelstaaten wohl sehr problematisch wäre, Spekulationsangriffs-Gefahr inbegriffen.

    Ich, als einer der ganz wenigen EU-Befürworter hier, weiß, dass ich einer extremen Außenseiter-Position bin. Trotzdem hoffe ich, dass mir das Aussprechen meiner Meinung von vorurteilslosen Mitbloggern zugestanden wird!

    (mail to: gerhard@michler.at)





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