Damit Mitteleuropa in der EU bestimmend wird

Der ungarische Premier Viktor Orbán hat nach seinen Gesprächen mit Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache zweimal überaus emotionale Worte für Österreich und über das Verhältnis der vor hundert Jahren in einem Staat verbundenen Länder gefunden, die es wert sind gelesen zu werden. Vor allem weil sie sonst praktisch nirgendwo zu finden waren, da sie dem Mainstream nicht ins Konzept gepasst haben. Und weil sie auch ganz anders sind als übliche Worte bei Politikertreffen. In der Folge Orbán im leicht gekürzten Wortlaut, zuerst nach der Begegnung mit Bundeskanzler Kurz.

"Die gemeinsamen Grundlagen sind sowohl hinsichtlich der persönlichen Sympathie als auch der politischen Freundschaft vorhanden, denn wir gehören auf der europäischen Ebene der gleichen politischen Gemeinschaft an. Wir haben den Eindruck, dass sich in Europa eine ernsthafte Neuordnung vollzieht. Ein Element davon ist, dass die Briten die Europäische Union verlassen. Das andere Element ist, dass Mitteleuropa immer spektakulärer zum wirtschaftlichen Motor der Union wird, mit seinen hohen Wachstums- und niedrigen Beschäftigungsraten.

Ich habe auch nicht verheimlicht, dass Ungarn schon immer die weiterführende Erweiterung der Europäischen Union in Richtung Balkan unterstützt hat, was eine weitere Neuordnung mit sich bringen wird. Die Ungarn bestimmen ihren Platz in diesem historischen Prozess dahingehend, dass es in den kommenden zehn Jahren unsere Aufgabe sein wird, alles im Interesse der weiteren Stärkung der im Übrigen erfolgreichen mitteleuropäischen Region zu unternehmen, damit diese Region bestimmend wird innerhalb der EU.

Ich denke, dies ist ein gutes Programm auch für Österreich. Österreich befindet sich in einer glücklichen Lage, denn es versteht uns, es versteht die Mitteleuropäer, versteht auch die Visegrád-Länder und es versteht auch die Westeuropäer. Denn Sie hatten das Glück, das uns nicht zuteil wurde, dass es hier bereits 1955 gelang, die Sowjets nach Hause zu schicken – uns gelang dies erst viel später, in den Jahren 1990 und 1991. Österreich versteht uns also und versteht auch die westeuropäischen Länder. Jene Rolle, die sich Österreich gegeben hat, ist sehr günstig für Ungarn, und ich bin dem Herrn Bundeskanzler auch sehr dankbar dafür, dass er eine Art von Brückenrolle formuliert hat. Wir sind ein Brückenkopf, der mitteleuropäische Brückenkopf des europäischen Kontinents.

Ich wollte auch nicht verheimlichen, dass wir selbstverständlich jene Zukunft, die vor uns steht und die wir für möglich halten, auch schützen müssen. Die größte Bedrohung für die ansonsten vielversprechende mitteleuropäische Zukunft ist die Völkerwanderung, die wir schlichtweg als Migrationsfrage zu bezeichnen pflegen. Ich habe mich beim Herrn Bundeskanzler dafür bedankt, dass er auch schon früher als Außenminister immer ein guter Partner von uns war, nicht nur ein guter Freund Ungarns, sondern auch ein guter Partner hinsichtlich der Fragen der Migration, und dass wir immer auf ihn haben zählen können, sowie dass wir beide darin übereinstimmten, ja nicht nur übereinstimmten, sondern auch im Interesse dessen etwas unternommen haben, um die Balkanroute der Migration zu schließen.

Ich denke mit Dankbarkeit daran, dass Österreich in den schwierigen Tagen, Wochen und Monaten Polizisten und Grenzschützer zu uns gesandt und geholfen hat, die Südgrenze Ungarns zu schützen. Ich bin davon überzeugt, dass – wenn wir Ungarn dort unseren Mann stehen – wir dann nicht nur Ungarn, sondern auch Österreich schützen.

Wenn ich darüber spreche, dass die Zukunft verteidigt werden muss, dann spreche ich natürlich auch darüber, dass wir eine Kultur haben. Diese bezeichnen wir als christliche Kultur. Hier möchte ich jetzt nicht deren religiöse, sondern die kulturelle Dimension hervorheben. Es gibt eine Weise, wie wir leben, wie man in den christlichen Gesellschaften zu leben pflegt, und wir möchten diese Lebensform verteidigen. Für uns ist diese Identität wichtig, so dass es meine Überzeugung ist, dass in Europa keine Parallelgesellschaften notwendig sind, sondern die christlichen kulturellen Grundlagen bewahrt werden müssen.

Ein zukünftiges europäisches System – nennen wir es jetzt Dublin – darf sich nicht nur mit der Frage der Regulierung der Flüchtlinge beschäftigen, sondern muss sich auch mit jener des Grenzschutzes befassen. Es darf keine Diskrepanz, keine Abweichung zwischen der Regelung des Grenzschutzes und der Angelegenheit der Flüchtlinge geben. Denn man muss den Grenzschutz auch in den Mittelpunkt der Flüchtlingspolitik stellen, das heißt Schengen muss von allen eingehalten werden.

Wir stimmten darin überein, dass die Quote keine Lösung ist, aber wir stimmten auch darin überein, dass jene, die illegal nach Europa gekommen sind, hier nicht bleiben dürfen. Zwar gibt es in Ungarn keine illegalen Migranten, es wird sie auch nicht geben. Ungarn nimmt keine Migranten auf, hat es auch bisher nicht getan, wird es auch im Weiteren nicht tun, weshalb es sie bei uns auch nicht gibt. Aber von dort, wo es sie in Europa gibt, müssen sie weggebracht werden, man muss sie dorthin zurückbringen, woher sie gekommen sind, und sie nicht verteilen. Ungarn steht hierbei gerne allen Ländern der Europäischen Union zur Verfügung, denn es ist ja offensichtlich, dass man auf eine Ungesetzlichkeit kein Recht gründen kann.

Ich werde alles unternehmen, damit jener Meinungsunterschied, der in der Angelegenheit der Nuklearenergie besteht, nicht die österreichisch-ungarischen Beziehungen trübt. Wir betrachten dies als eine europäische und nicht als österreichisch-ungarische Angelegenheit, und wir suchen eine Lösung auf europäischen juristischen Foren.

Ähnlich ist die Situation auch hinsichtlich der Familienförderung. Ich habe den Herrn Bundeskanzler gebeten, jene Ungarn, die hier arbeiten, fair und anständig zu behandeln: Wenn sie die Sozialabgaben bezahlen, dann sollen sie das bekommen, was ihnen zusteht. Wenn es eine Diskussion darüber geben sollte, was ihnen zusteht, dann sollten wir dies nicht als eine österreichisch-ungarische Diskussion betrachten, sondern als eine Debatte über die Auslegung des europäischen Rechts. Und diesen juristischen Kampf werden wir auch austragen.

Ich habe dem Herrn Bundeskanzler gegenüber auch noch angesprochen, dass die Verbindungen zwischen den beiden Ländern physisch nicht gelöst sind. Ungarn wird in den kommenden drei bis vier Jahren seine Autobahnen bis an die österreichisch-ungarische Grenze ausbauen, und auf der anderen Seite gibt es keine Anschlusspunkte. Ich habe darum gebeten, dass wir im Interesse der Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit diese Verbindungspunkte und -möglichkeiten erschaffen.

Auch ich habe mit Freude die erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn zur Kenntnis genommen. Österreich gehört zu den wichtigsten Investoren in Ungarn, nach unseren Schätzungen verdienen mehr als 70.000 ungarische Familien ihr Brot bei Firmen, die in österreichischer Hand und in Ungarn tätig sind. Wir sprechen also über einen ernsthaften Investor, und auch in unseren wirtschaftlichen, unseren Handelsbeziehungen steht Österreich an zweiter Stelle, es ist also ein wertvoller Partner."

Und nach der Begegnung mit H.C.Strache

"In Österreich gibt es eine Koalitionsregierung, und die beiden wichtigsten Themen, die Ungarn betreffen, sind die beiden wichtigsten Fragen der österreichisch-ungarischen Beziehungen, die Sicherheit und die Entwicklung der Infrastruktur, und gerade diese gehören zum kleineren Koalitionspartner, zur Freiheitlichen Partei Österreichs. Deshalb möchten wir unseren heutigen Gesprächen unbedingt einen Akzent verleihen, unterstreichend und bekräftigend, dass Ungarn mit all jenen freundschaftliche Beziehungen anstrebt, mit denen wir gemeinsame Ziele haben können.

Wir streben mit allen eine freundschaftliche Zusammenarbeit an, die helfen, Ungarn zu verteidigen. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass Österreich und Ungarn gemeinsam geschützt werden können und müssen. Wir sind Österreich dankbar dafür, dass es uns dabei geholfen hat, und auch wir haben versucht, mit dem Schließen der Balkanroute nicht nur uns selbst, sondern auch Österreich zu schützen.

Das ändert sich auch in der Zukunft nicht, die Sicherheit Österreichs und Ungarns müssen wir gemeinsam garantieren, deshalb werde ich in dem kommenden Zeitraum bestrebt sein, ein möglichst enges, fachliches und freundschaftliches Verhältnis zwischen den in der österreichischen Bundesregierung für die Sicherheit verantwortlichen Ministern und den entsprechenden Ministern der ungarischen Regierung zu etablieren, damit wir – wenn nötig – im Schulterschluss auftreten können.

Unsere Bestrebung ist also, dass die ungarische Regierung mit den Ministern der Freiheitlichen Partei Österreichs vorrangige Beziehungen pflegen soll."

Viktor Orban ist ungarischer Ministerpräsident.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2018 12:39

    Orbans Sätze zu lesen ist erfrischend und auch aufmunternd. Viktor Orban ist in seinen Aussagen klar und verständlich. Keine Zweideutigkeiten, sondern ein Programm, eine Linie der Menschen zustimmen, oder sie ablehnen können. Spricht die Menschen nicht nur in Ungarn, sondern in ganz Mitteleuropa an. Die Ungarn vertrauen Orban, und dass wird sich bei den nächsten Wahlen deutlich zeigen. Europa sollte Orban dankbar sein. Die Standfestigkeit, die aus einer tiefen Verbundenheit mit seinen Volk resultiert, hat er trotz aller Anfeindungen aus dem EU Lager aufrechterhalten und Europa vor noch mehr Unheil bewahrt.
    Zum Glück gibt es noch Politiker in Europa von Format von Zeman, Kaczynski, Vaclav Klaus, Viktor Orban, von Storch, Christoph Blocher und nicht nur in Brüssel ansässige, von der EU angefütterte, geistige Pygmäen

  2. Ausgezeichneter KommentatorBob
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2018 12:48

    Man kann sich bei Orban für diese Worte und seine aufrechten Taten nur bedanken. Wer dies nicht kapiert hat offensichtlich nicht alle Latten am Zaun, oder hängt marxistischen Ideen nach, was eigentlich gleichbedeutend ist.

  3. Ausgezeichneter KommentatorDr.Markus Deim
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2018 13:40

    Victor Orban ist der einzige Politiker des ehemaliges Ostblocks, der sich für die Verbrechen an den Ungarndeutschen (tw.Vertreibung und Enteingnung) nach dem WK II unmissverständlich entschuldigt hat und das deutsche Wesen in seinem Land als Motor der Wirtschaft und der Weiterentwicklung dieses Landes bezeichnet hat. Jeder, der oft in Ungarn ist, weiß, was die Schwaben in diesem Land geleistet und aufgebaut haben...größtenteils ohne Dank, ganz im Gegenteil. Das gilt auch für die restlichen Länder der ehemaligen Monarchie, aber auch des ehemaligen deutschen Reiches. Weder die Polen, noch die Tschechen, auch nicht die Slowaken (die sich am wenigsten an der deutschen Bevökerung vergangen, sondern im Gegenteil vielen Deutschen geholfen haben) scheinen dieses Thema in irgendeiner Form aufarbeiten zu wollen. Wenn ständig von "Gerechtigkeit" und "Wiedergutmachung" und "Vergangenheitsbewältigung" gefaselt wird, sollte das nicht unberücksichtigt bleiben. Orban hat in seinem Land einen Tag des Gedenkens an die Verbrechen an den Deutschen Ungarns eingeführt und das kann man ihm nicht hoch genug anrechnen. In einer Phase von institutionalisierter Germanophobie und Deutschenhass ist das ein mutiger Schritt, nicht mit den alles Deutsche hassenden Wölfen, die aber von deutschem Geld bequem wie die Maden im Speck leben, mitzuheulen, sondern die Leistungen der deutschen Menschen in Ungarn zu loben und sich für deren Vertreibung zu entschuldigen. Wann werden die restlichen Staaten des ehemaligen Ostblocks sich für diese grausamen Verbrechen entschuldigen, die nichts mit dem Krieg zu tun hatten? Wann werden die Benesdekrete für Unrecht erklärt? Ein Europa ohne Schuldabbau und Abbitte nicht nur auf deutscher Seite, sondern auch auf der Seite der Staaten und Menschen, die heute auf deutschem Boden in deutschen Häusern von vertriebenen und ermordeten Deutschen leben, wird niemals funktionieren, sondern immer wieder neues Unrecht gebären. Aber vielleicht sind nicht nur die Ungarn und Victor Orban mutig und klug, sondern auch die anderen betroffenen Staaten. Allerdings befürchte ich, daß das nur ein Wunschtraum bleiben wird, denn es gibt nur einen Orban in Europa, die restlichen Politiker sind in der Regel charakterlose Feiglinge.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
  5. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2018 19:57

    Ein Mann spricht Klartext.
    "Man kann auf Unrecht kein Recht gründen."

    Weise Worte!

    Die Bestrafung derer, die Unrecht gefördert und jedes Recht, jeden Vertrag mit Füßen getreten haben steht noch aus.
    Es mag sein, daß die Sozi-Justiz diese Mikl oder diesen Faymann oder den Politruk Kern nicht anpacken wollte. Das macht gar nichts. Denn es werden andere Zeiten, weniger feige Politiker und andere Gesetze kommen.
    Man kann auch 95jährige noch auf der Bahre ins Gericht schleifen.
    Wir vergessen nichts, wir verzeihen nichts, wir warten bis die Zeit da ist.
    Bewährte Rechtsmaterie, neue Rechtsmaterie - natürlich rückwirkend - und schon werden andere Richter Recht sprechen.
    Und in einer Demokratie ist immer noch das Recht, was die Mehrheit für Recht erklärt.
    Es wird das Volk schon noch gelüsten, Recht zu sprechen. Dauert nur noch etwas, denn der Östertrottel kapiert immer erst, daß was schief gelaufen ist, wenn er vor den Trümmern seiner Existenz steht. Erst dann will er was ändern und es kostet Blut, Schweiß und Tränen.
    Solange es leicht und billig zu ändern war, wollte er es aber nie.

    Scheint unser Schicksal zu sein...

  6. Ausgezeichneter KommentatorStern
    9x Ausgezeichneter Kommentar
  7. Ausgezeichneter KommentatorFlotte Lotte
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2018 17:31

    Toll! Vielen Dank für die Veröffentlichung.


alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    06. Februar 2018 11:28

    "... Mitteleuropa ... mit seinen hohen Wachstums- und niedrigen Beschäftigungsraten". "Niedrige Beschäftigungsraten? Also hohe Arbeitslosigkeit? Das soll positiv sein? Entweder weiß Orban nicht so recht was er sagt, oder weiß es der Übersetzer nicht.

  2. machmuss verschiebnix
    04. Februar 2018 12:10

    Ein erstaunlicher Mann, dieser Victor Urban !
    Er schaut nicht auf den sozialistischen Irrlauf von Österreich seit Kreisky,
    sondern er sieht in Österreich immer noch einen Partner für die Zukunft !

    Gebe Gott, daß Hr. Orban recht behält !

    UND gebe Gott, daß unsere eigenen Bürger endlich erkennen: der größte
    Feind Österreichs sitzt hierzulande an den Schalthebeln der Macht ! ! ! ! ! ! !

  3. glockenblumen
    04. Februar 2018 09:00

    Ich habe höchste Achtung und Respekt für Herrn Orban!
    Ein Politiker mit Rückgrat, Herz, Hirn und Hausverstand, von deren Sorte wir - Gott sei's geklagt - viel zu wenige in Europa haben!

  4. logiker2
    04. Februar 2018 07:14

    Vielen Dank an den größten Staatsmann Europas.

  5. Karl Rinnhofer
    04. Februar 2018 00:11

    Dank zunächst allen Verantwortlichen, die die Veröffentlichung dieser klaren, erfrischenden Worte Orbans ermöglichten, der trotz Unverstanden-Werden und häufiger Anfeindung einen geraden Weg geht, den er unmißverständlich artikuliert,damit nicht nur seinem Land, sondern (potenziell) ganz Europa einen hervorragenden Dienst erweist. Diese Haltung - repräsentativ vertreten - wäre geeignet, fatale Fehlentwicklungen endlich zu korrigieren.
    Man beachte auch die höfliche und wohlbedache Wortwahl Orbans.

  6. Sensenmann
    03. Februar 2018 19:57

    Ein Mann spricht Klartext.
    "Man kann auf Unrecht kein Recht gründen."

    Weise Worte!

    Die Bestrafung derer, die Unrecht gefördert und jedes Recht, jeden Vertrag mit Füßen getreten haben steht noch aus.
    Es mag sein, daß die Sozi-Justiz diese Mikl oder diesen Faymann oder den Politruk Kern nicht anpacken wollte. Das macht gar nichts. Denn es werden andere Zeiten, weniger feige Politiker und andere Gesetze kommen.
    Man kann auch 95jährige noch auf der Bahre ins Gericht schleifen.
    Wir vergessen nichts, wir verzeihen nichts, wir warten bis die Zeit da ist.
    Bewährte Rechtsmaterie, neue Rechtsmaterie - natürlich rückwirkend - und schon werden andere Richter Recht sprechen.
    Und in einer Demokratie ist immer noch das Recht, was die Mehrheit für Recht erklärt.
    Es wird das Volk schon noch gelüsten, Recht zu sprechen. Dauert nur noch etwas, denn der Östertrottel kapiert immer erst, daß was schief gelaufen ist, wenn er vor den Trümmern seiner Existenz steht. Erst dann will er was ändern und es kostet Blut, Schweiß und Tränen.
    Solange es leicht und billig zu ändern war, wollte er es aber nie.

    Scheint unser Schicksal zu sein...

  7. Flotte Lotte
    03. Februar 2018 17:31

    Toll! Vielen Dank für die Veröffentlichung.

    • Flotte Lotte
      03. Februar 2018 20:50

      " Hier möchte ich jetzt nicht deren religiöse, sondern die kulturelle Dimension hervorheben. Es gibt eine Weise, wie wir leben, wie man in den christlichen Gesellschaften zu leben pflegt, und wir möchten diese Lebensform verteidigen."
      ---
      Wenn wir nur so einen feinen Politiker hätten. Hoffentlich bleibt er den Ungarn lange erhalten!

  8. Dr.Markus Deim
    03. Februar 2018 13:40

    Victor Orban ist der einzige Politiker des ehemaliges Ostblocks, der sich für die Verbrechen an den Ungarndeutschen (tw.Vertreibung und Enteingnung) nach dem WK II unmissverständlich entschuldigt hat und das deutsche Wesen in seinem Land als Motor der Wirtschaft und der Weiterentwicklung dieses Landes bezeichnet hat. Jeder, der oft in Ungarn ist, weiß, was die Schwaben in diesem Land geleistet und aufgebaut haben...größtenteils ohne Dank, ganz im Gegenteil. Das gilt auch für die restlichen Länder der ehemaligen Monarchie, aber auch des ehemaligen deutschen Reiches. Weder die Polen, noch die Tschechen, auch nicht die Slowaken (die sich am wenigsten an der deutschen Bevökerung vergangen, sondern im Gegenteil vielen Deutschen geholfen haben) scheinen dieses Thema in irgendeiner Form aufarbeiten zu wollen. Wenn ständig von "Gerechtigkeit" und "Wiedergutmachung" und "Vergangenheitsbewältigung" gefaselt wird, sollte das nicht unberücksichtigt bleiben. Orban hat in seinem Land einen Tag des Gedenkens an die Verbrechen an den Deutschen Ungarns eingeführt und das kann man ihm nicht hoch genug anrechnen. In einer Phase von institutionalisierter Germanophobie und Deutschenhass ist das ein mutiger Schritt, nicht mit den alles Deutsche hassenden Wölfen, die aber von deutschem Geld bequem wie die Maden im Speck leben, mitzuheulen, sondern die Leistungen der deutschen Menschen in Ungarn zu loben und sich für deren Vertreibung zu entschuldigen. Wann werden die restlichen Staaten des ehemaligen Ostblocks sich für diese grausamen Verbrechen entschuldigen, die nichts mit dem Krieg zu tun hatten? Wann werden die Benesdekrete für Unrecht erklärt? Ein Europa ohne Schuldabbau und Abbitte nicht nur auf deutscher Seite, sondern auch auf der Seite der Staaten und Menschen, die heute auf deutschem Boden in deutschen Häusern von vertriebenen und ermordeten Deutschen leben, wird niemals funktionieren, sondern immer wieder neues Unrecht gebären. Aber vielleicht sind nicht nur die Ungarn und Victor Orban mutig und klug, sondern auch die anderen betroffenen Staaten. Allerdings befürchte ich, daß das nur ein Wunschtraum bleiben wird, denn es gibt nur einen Orban in Europa, die restlichen Politiker sind in der Regel charakterlose Feiglinge.

    • pressburger
      03. Februar 2018 17:28

      "Die restlichen Politiker sind in der Regel charakterlose Feiglinge", ausser Orban. Gefällt mir. Könnte ein paar aufzählen auf die es nicht zutrifft. Aber die Menge ist entscheidend.

    • Sensenmann
      03. Februar 2018 20:03

      Die Benes-Dekrete sind sehr wichtig. Diese wurden in den Rechtsbestand der EU übernommen und sagen nichts weiter, als daß man sogar seine eigenen Staatsbürger straffrei enteignen, vertreiben und ermorden darf. Die Nicht-Staatsbürger sowieso.

      Diese bewährte Rechtsmaterie - der ALLE Staaten der EU und auch die Hüter und Bewahrer der westlichen Demokratie und Zivilisation sogar unter tätiger Mithilfe ihren Sanktus gegeben haben - wird haarklein zu befolgen sein, wenn man sich eines Tages in Europa von gewissen Gruppen verabschieden will.

      Wir sind keine Tschechen. Wir werden nicht morden, nicht foltern. Aber 24 Stunden, ein Handgepäck wird schon gehen, das gibt EU-Recht schon her.

  9. Josef Maierhofer
    03. Februar 2018 13:19

    Danke Herr Orban !

  10. Stern
    • Petra die Gerrechte (kein Partner)
      09. Februar 2018 09:21

      Ich bin es schon wieder!

      Firma von Orbáns Schwiegersohn unter Korruptionsverdacht!!
      zu lesen im Gutmenschen Blatt derstandard.
      Wie wahr. Die Wahrheit ist tatsächlich ein Kind er Zeit.
      Leider wird die ungarische Bevölkerung von Alledem nix mitbekommen, da die kritische Presse im Pusztastaat nicht mehr existent ist.
      Bleibt zu hoffen, dass der alte Kaiser bald alleine im Garten sitzen wird!
      Aber diese Artikel sind sicher von Soros/Lendvai und Rauscher höchstpersönlich finanziert!
      Auch interessant zu lesen folgendes Portal:
      atlatszo
      Ich wünsch dir noch alles Gute im geistigen Asyl
      Deine gerechte Petra aus einer tief verschneiten Winterlandschaft.
      Die Vergangenheit holt noch jeden ein!

  11. Bob
    03. Februar 2018 12:48

    Man kann sich bei Orban für diese Worte und seine aufrechten Taten nur bedanken. Wer dies nicht kapiert hat offensichtlich nicht alle Latten am Zaun, oder hängt marxistischen Ideen nach, was eigentlich gleichbedeutend ist.

    • HDW
      03. Februar 2018 14:15

      Und protestantischen Ideen, aus denen laut Max Weber der Finanzkapitalismus kommt, oder bonapartistischen dann national-sozialistischen, als höllische Deviation der Aufklärung. Alles dem Nordwesten Europas entsprungen und den Einheitsstaat erzwingen wollend: "Big is beautiful" als Geschäftsidee. Jeder der dagegen mutig auftritt ist willkommen, denn: "Small is beautiful" (Leopold Kohr)

  12. pressburger
    03. Februar 2018 12:39

    Orbans Sätze zu lesen ist erfrischend und auch aufmunternd. Viktor Orban ist in seinen Aussagen klar und verständlich. Keine Zweideutigkeiten, sondern ein Programm, eine Linie der Menschen zustimmen, oder sie ablehnen können. Spricht die Menschen nicht nur in Ungarn, sondern in ganz Mitteleuropa an. Die Ungarn vertrauen Orban, und dass wird sich bei den nächsten Wahlen deutlich zeigen. Europa sollte Orban dankbar sein. Die Standfestigkeit, die aus einer tiefen Verbundenheit mit seinen Volk resultiert, hat er trotz aller Anfeindungen aus dem EU Lager aufrechterhalten und Europa vor noch mehr Unheil bewahrt.
    Zum Glück gibt es noch Politiker in Europa von Format von Zeman, Kaczynski, Vaclav Klaus, Viktor Orban, von Storch, Christoph Blocher und nicht nur in Brüssel ansässige, von der EU angefütterte, geistige Pygmäen





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