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Wie ich wähle

Ich bin kein Stammwähler. Ich habe in meinem Leben bereits fünf verschiedenen Parteien meine Stimme gegeben. Ich muss daher jedes Mal neu abwägen, wen ich ankreuze. Drei Gedanken, die mich diesmal antreiben. 

Es ist ein Privileg, in einer Demokratie leben zu dürfen. Es ist ein Privileg, regelmäßig auswählen zu dürfen, wer dieses Land führt. Mit diesem Privileg geht aber auch die unangenehme Pflicht einher, sich diese Auswahl nicht zu leicht zu machen. Die immer rascher einsetzenden Verwerfungen in unserer Welt machen es notwendig, die Konzepte der Parteien jedes Mal aufs Neue zu überprüfen.

Die Perspektive wechseln

Man tut gut dafür daran, den Wahlkampf  hinter sich zu lassen und einen Perspektivenwechsel vorzunehmen: Wichtig ist nicht, welche Fragen den Parteien wichtig sind, wichtig ist, welche mir wichtig sind.

Wenn man vier Kinder hat, dann bekommt man bei dieser Fragestellung automatisch einen anderen Fokus. Das Klein-Klein des politischen Alltags tritt deutlich zurück hinter die große Frage: Was muss passieren, damit es meine Kinder in 30 Jahren (mindestens) genauso gut haben wie ich? Und hier sehe ich drei zentrale Herausforderungen, die alle anderen Fragen deutlich überlagern.

1.) Bekommen wir unsere Kleptomanie in den Griff?

Es ist eine beklemmende Vorstellung: Bevor jedes meiner Kinder auch nur den ersten Atemzug gemacht hat, hatte es bereits einen Schuldenrucksack von 40.000 Euro umgehängt bekommen. Jedes meiner Kinder wird 40.000 Euro zurückzahlen müssen, die die Menschen vor seiner Geburt ausgegeben haben. Das ist nichts anderes als organisierter Diebstahl an meinen Kindern.

Lange haben wir uns eingeredet, dass der Exekutor nur Privatleute und Firmen heimsucht. Seit Griechenland wissen wir: So schnell kann man gar nicht schauen, klebt der Kuckuck auch auf Schulen und Spitälern.

Obwohl: Wissen das wirklich alle? Viele Politiker verhalten sich so, als ob es kein Morgen gäbe. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist unsere Staatsverschuldung von 60 auf fast 85 Prozent der Wirtschaftsleistung explodiert. Wenn es so weitergeht, sind wir in nur sechs Jahren(!) bei 100 Prozent des BIPs angelangt. – Übrigens genau jener Wert, bei dem es laut vielen Studien kritisch wird. Jener Wert, bei dem ein Staat in einen tödlichen Abwärtsstrudel aus explodierenden Zinsen und einbrechender Wirtschaftsleistung gerät. Jener Wert, bei dem Spitäler geschlossen, Pensionen radikal zusammengestrichen und Hunderttausende arbeitslos werden.

Am Ende der Ära Schüssel haben wir erstmals das Maastricht-Kriterium (Verschuldung unter 60 Prozent der Wirtschaftsleistung) geschafft, inzwischen stehen wir wieder bei 85 Prozent des BIPs. Die erstaunliche Erkenntnis: Es kommt nicht auf den Finanzminister, sondern auf den Kanzler an.

Wir sind ja nicht Griechenland? Weit gefehlt – die Pro-Kopf-Verschuldung in unserem Land ist sogar höher als in Griechenland und eine der höchsten in der EU.

Wem traue ich am ehesten einen radikalen Kurswechsel zu?

  1. NEOS. Der Kampf gegen die notorische Verschuldung gehörte von Anfang an zu ihren Grundüberzeugungen. Waren allerdings noch nie in der Verlegenheit, diese umsetzen zu müssen.
  2. ÖVP. Ein kurzer Blick auf die Statistik zeigt: Immer, wenn die ÖVP den Kanzler gestellt hat, haben sich die Staatsfinanzen (zumindest etwas) erholt. Zudem hat sich die von Kurz verlangte Schuldenbremse im Ausland als äußerst effektiv erwiesen.
  3. FPÖ. Die Freiheitlichen bekennen sich auch zu einem schlanken Staat, gleichzeitig fordern sie aber in sehr vielen Bereichen unfinanzierbare Sozialleistungen.

2.) Wer stemmt die Jahrhundertherausforderung Integration?

Es ist wirklich erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit wir uns an unglaubliche Meldungen gewöhnen. Wenn wir kurz zurückdenken: Wer hätte es vor ein paar Jahren für möglich gehalten,

Man muss kein Wissenschaftler sein, um festzustellen, dass unser Land in vielerlei Hinsicht ein anderes geworden ist. Und man muss keine Kassandra sein, um festzustellen, dass wir insbesondere in den Ballungsräumen wirklich aufpassen müssen, dass zentrale Errungenschaften unserer Kultur nicht in Bedrängnis geraten:

  • Die freie Meinungsäußerung,
  • die Religionsfreiheit,
  • die Gleichstellung von Mann und Frau,
  • die Freiheit, sich seinen Partner selbst aussuchen zu können,
  • die Freiheit, sein Äußeres selbst bestimmen zu können,
  • die Toleranz gegenüber Homosexuellen oder
  • der Primat des Rechtsstaates

waren vor ein paar Jahren noch vollkommen unbestritten. In der Zwischenzeit scheinen wir uns damit abzufinden, dass sich ein größer werdender Teil unserer Bevölkerung offen gegen diese Grundwerte stellt.

Wir werden in der Migrations- und Integrationspolitik ganz neue Wege gehen müssen:

  • Wir werden bei der illegalen Migration auf das australische Modell setzen müssen: Zuwandern kann nur, wer sich bei einem Resettlement-Programm bewirbt und sich nicht auf die lebensgefährliche Überfahrt über das Mittelmeer macht.
  • Wir werden bei der Integration auf das kanadische Modell setzen müssen, das seinen Zuwanderern bedingungslos ein hohes Sprachniveau und ein klares Bekenntnis zu Kultur und Werten abverlangt.

Wem traue ich das zu?

  1. ÖVP. Kurz hat unter dem Stichwort "Integration durch Leistung" schon früh den richtigen Zugang gefunden. Er hat sich in der Flüchtlingskrise gegen den eigenen Parteiobmann, den Bundeskanzler und Europas mächtigste Regierungschefin durchgesetzt. Ich bin überzeugt: Wäre er Kanzler, wären wir bei der Integration schon wesentlich weiter.
  2. FPÖ. Die Freiheitlichen können für sich reklamieren, als erste erkannt zu haben, dass wir hier auf ein massives Problem zusteuern. Ob sie auch die notwendige Durchsetzungskraft hätten, darf mit einem Fragezeichen versehen werden. Vor allem aber: Ihre (frühere?) Sprache befördert eine Aggression, die uns bei der Integration nicht weiterhilft.
  3. Pilz. Peter Pilz hat wegen der Migrationspolitik mit seiner Partei gebrochen. Er hat erkannt, dass Wien ein gewaltiges Problem hat. Liefern musste allerdings auch er noch nie.

3.) Wer macht Österreich fit für den Bildungswettbewerb?

So wie der Strom aus der Steckdose zu kommen scheint, dürfte das Geld aus dem Bankomaten kommen. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen ihren Lohnzettel entgegennehmen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, wie dieses Geld verdient wird.

Österreich ist ein Hochlohnland. Man könnte auch sagen: Höchstlohnland. Wie sind aber nicht nur ein Land mit sehr hohen Löhnen, wir sind auch ein Land mit sehr hohen Sozialleistungen. Für jeden Euro, den ein Mitarbeiter verdient, muss der Arbeitgeber zwei einnehmen. Mit der Differenz finanzieren wir Pensionen, Mindestsicherungen, Kindergärtnerinnen und Ärzte.

Dieses überdurchschnittliche Lohn- und Abgabenniveau können wir uns aber nur deshalb leisten, weil wir überdurchschnittlich produktiv sind. Und überdurchschnittlich produktiv sind wir nur, solange wir überdurchschnittlich gebildet sind. Brillante Kreative, exzellente Facharbeiter, findige Landwirte – sie sorgen dafür, dass sich bei uns nicht nur ein Schnitzel auf dem Teller, sondern auch ein Familienurlaub im Kalender und ein iPhone in der Hosentasche findet.

Die Suche nach dem richtigen Gymnasium für meinen ältesten Sohn war ein gewaltiges Schockerlebnis für mich. Ich hatte den Eindruck, als hätte man in meiner Schulzeit auf die Pausetaste gedrückt und würde seitdem vergeblich den Playknopf suchen. Dieselbe Infrastruktur, dieselben Stundenpläne, dieselben Lehrpläne, dieselben Lehrmethoden – hat denn niemand mitbekommen, was sich in der Zwischenzeit dort draußen in der Welt getan hat? Hat denn niemand mitbekommen, dass in Wien inzwischen nur mehr 39 Prozent der Schüler zu Hause Deutsch sprechen und viele von ihnen direkt von der Schule zum AMS weiterziehen?

Früher hat man sich damit getröstet, dass nur die unattraktiven Billigarbeiten abwandern würden. In der Zwischenzeit sollte man aber realisiert haben, dass den Fließbändern die Forschungsabteilungen gefolgt sind. Dass dank Digitalisierung auch der Gestalter des neuen Firmenlogos oder die Finanzbuchhaltung am anderen Ende des Globus sitzt. Wir befinden uns in einem globalen Bildungswettbewerb. Wenn wir weiter so gut verdienen wollen wie bisher, dann werden wir unser antiquiertes Bildungssystem in die Zukunft katapultieren müssen. Und zwar rasch.

Wir diskutieren immer nur darüber, wie wir den bildungsfernen Schichten helfen können. Wir werden aber genauso dringend die Eliten wieder stärker fördern müssen. Die Fokussierung auf die Gesamtschule bringt uns deshalb keinen Millimeter weiter. Wir brauchen im Gegenteil einen radikalen Schwenk in Richtung Schulautonomie: Wir müssen den Lehrern und Direktoren endlich ermöglichen, einen kreativen Wettbewerb um die besten Systeme zu starten. Der Staat sollte sich auf die Definition von Bildungszielen, die (Basis-)Finanzierung und die Aufsicht beschränken.

Wer wird dem Bildungssystem die Flügel heben?

  1. FPÖ. Im Bildungssystem fast durchgängig die richtigen Ansätze.
  2. ÖVP. Endlich glasklares Bekenntnis zum differenzierten Schulsystem. Mit Deutschklassen und Bildungspflicht richtige Ansätze. Guter Fokus auf Potential der Lehrer. Für mich zu wenig Mut bei der Schulautonomie.
  3. NEOS. Haben Bildungsmisere als erste klar benannt. Mutigstes Eintreten für die Schulautonomie. Aber gleichzeitig absurde Gesamtschulträume über die Hintertüre.

Die Zusammenfassung

  Budget Integration Bildung
1. NEOS ÖVP FPÖ
2. ÖVP FPÖ ÖVP
3. FPÖ Pilz NEOS

Schade, dass die NEOS beim Thema Integration jede Glaubwürdigkeit verspielt haben. Sie haben sich vor zwei Jahren vom linken LIF-Flügel treiben lassen und erst viel zu spät im Angesicht der Meinungsumfragen ihre Haltung geändert.

Die Wahlprogramme von FPÖ und ÖVP liefern beide für mich taugliche Antworten auf die drei zentralen Zukunftsfragen unseres Landes. Der entscheidende Unterschied liegt für mich in der Persönlichkeit der Spitzenkandidaten:

  • Sebastian Kurz kann zuhören. Rundherum wird begeistert berichtet, wie intensiv er den Rat von Experten sucht, um die besten Ideen zu sammeln.
  • Sebastian Kurz kann überzeugen. Er hat nicht nur die Kehrtwende bei der Zuwanderung geschafft, er hat auch die als unreformierbar geltende ÖVP saniert. Vor allem aber hat er es auch geschafft, spannende Persönlichkeiten für die Politik zu begeistern. Ich würde mich freuen, seine Ministerliste sehen zu dürfen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2017 01:33

    Sebastian Kurz kann - im Wahlkampf - zuhören.
    Sebastian Kurz kann - im Wahlkampf - überzeugen.

    Was Sebastian Kurz nicht kann, ist, unser Vertrauen in eine Partei herstellen,
    die uns durch die letzten vierzig Jahre an den Sozialismus verraten hat.

    Das ist unser aller Dilemma.

    Denn wir wissen noch nicht, ob uns Sebastian Kurz auch nach der Wahl zuhören wird. Und überzeugen werden uns nur Taten, nicht Worte. In Wahrheit wissen wir gar nichts darüber, was Sebastian Kurz kann. Noch nicht. Aber bald.

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2017 17:16

    Lieber Herr Unterberger, auf welchem Planeten leben Sie?
    Integration, da kommt mir nur mehr ein bitteres Lachen aus. Wie viele Phantastillionen, wie viele Legionen von gut meinenden Menschen haben da schon daran gearbeitet, wie viel Bevorzugung vom Strafrecht bis zur Wohnungssuche hat es geben?

    Und heute erzählt uns das AMS, auch die dritte(!!!) Generation ist unbrauchbar, ja sogar noch weiter von unseren Standards weg, als ihre Eltern.
    Die Lehrer erzählen uns, von ‚bildungsfernen‘ Haushalten, wo nur türkisch, kurdisch, arabisch (…) gesprochen wird und auch nur solche Fernsehsender angeschaut werden, die Kinder also niemals vernünftig Deutsch lernen werden.
    Und wo sind die vielen freiwilligen Helfer bei Feuerwehr, Rettung und Notdiensten mit Migrationshintergrund?

    Rausschmeißen! Oder sollen wir, im Verhältnis immer weniger werdenden Einheimischen, diese Leute auf immer und ewig durchfüttern?

    Und ich bin ein sehr liberaler Mensch! Jeder soll kommen dürfen, wenn er denn nur einer selbsttragenden Arbeit nachgeht und alle seine Kosten selber deckt.

    Oder haben Sie eine neue Idee, wie Integration denn erzwungen(!) werden könnte? Denn in meiner Welt, würde ich niemanden zwingen unsere Sprache zu lernen, denn es gibt ja Übersetzter, welche für das ehrlich erarbeitete Geld verpflichtet werden können.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAlmaviva
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2017 09:31

    Eine gute Analyse, die jedoch leider nicht vollständig ist. Es fehlen zumindest noch die wichtigen Punkte Wirtschaft / Standort / Infrastruktur und Soziales / Sozialstaat.

    Ich komme für mich zu dem Ergebnis, dass nur eine Koalition aus ÖVP und FPÖ diese Probleme angehen und lösen kann. Mit KUrz als Kanzler sehe ich ein Window of Opportunity, dies auch umzusetzen. Meine Befürchtung ist jedoch, wenn Kurz die Wahl verliert, wird die VP bald die alte Entwicklung fortsetzen und Sebastian KuUrz bald einen guten Job in Übersee haben - wir Österreicher bleiben dann jedoch auf der Strecke!

  4. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2017 09:05

    Vielen Dank Herr Mag. Unterberger für diese klare Zusammenfassung & Analyse der wichtigsten Punkte eines monatelangen Wahlkampfs!

    Sowie der Bestandsaufnahme der Situtation des heutigen Österreich.

    Ein jedes Wort von Ihnen kann ich voll unterstreichen, vor allem auch Ihren letzten Absatz.

  5. Ausgezeichneter KommentatorRomana
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2017 08:50

    "Sebastian Kurz kann zuhören": Er hört zu, um nachzudenken, mit welchem seiner eingelernten Sätze er auf das Gesagte reagieren kann.
    "Sebastian Kurz kann überzeugen": Wen überzeugen die immer gleichen allgemeinen Phrasen über Entlastung des Mittelstandes und Reduzierung der Arbeitslosigkeit, wobei jedesmal die Geschichte seines arbeitslosen Vaters im selben Wortlaut erzählt wird, die Finanzierung aber ausgespart wird?
    Als bedrohlich empfinde ich aber seine Absicht, als Kanzler den Ministern "die Linie vorzugeben", d. h. alle Entscheidungen allein zu treffen. Ist das das Demokratieverständnis eines Bundeskanzlers?I

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2017 10:18

    Für mich ist entscheidend, was kann nach dieser Wahl, nach dem Zählen der 800.000 Wahlkartenstimmen herauskommen.
    Es ist für mich vorrangig, dass sich eine Koalition der Blauen mit den Roten NICHT ausgehen darf.
    Egalob die FPÖ Nummer eins, zwei oder drei wird, sollte sich so eine Zweierkoalitioin ausgehen, wird Strache sich auf alle Fälle mit den Roten zusammentun.
    Für ihn ist die Verliererpartei SPÖ jedenfalls der leichtere Koalitionspartei, als der Sieger Kurz (egal ob die ÖVP Platz eins oder zwei belegt - gewonnen weren sie auf alle Fälle haben). Auf gut wienerisch, mit der Silberstein-SPÖ kann er schlittenfahren.
    Die SPÖ wird alles akzeptieren, um nur ja in der Regierung und am Futtertrog zu bleiben.
    Gemeinsam mit den Blauen schicken die Roten dann den Türkisen in die Versenkung.

    Deshalb muss eine rechnerische Mehrheit von SPÖ und FPÖ verhindert werden - beide müssen zusammen unter 50% bleiben.
    Das kann nur gelingen, wenn KURZ diese Wahl sehr deutlich gewinnt.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorlogiker2
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2017 08:46

    Es stimmt doch, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Sehr gut die Zukunftsverbrechen der Altparteien dargestellt, welche nun die folgenden Generationen massiv belasten, den Handlungsspielraum des Staates enorm einschränken und vorallem durch ein Netzwerk von Schmier- und Korruptionssystemen es kaum noch möglich macht von einem ordentlichen Rechtsstaat zu sprechen (siehe Korruptionsstatistik). Nun, nachdem es das Parteienkartell der Altparteien war (die ÖVP war 30 Jahre durchgehend in Regierungsverantwortung), welche diesen erbärmlichen Zustand, vorallem für unsere Kinder und Enkelkinder, herbeigeführt hat, gebe ich nunmehr jenen die Möglichkeit, welche für mich glaubhaft für Österreich und seine Bürger Politik machen. Politiker sind nämlich Volksangestellte. Frei nach Molterer: es reicht.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Oktober 2017 12:46

    "Die freie Meinungsäußerung" - Der ÖVP-Justizminister Brandstetter tut seit Jahren kaum etwas anders, als Gesetze einzubringen, die die Meinungfsfreiheit einschränken (mehrfache Ausdehnung und Verschärfung des - absolut überflüssigen - sogenannten "Verhetzungsparagraphen"). Genau diesen Herrn Brandstetter hat Kurz zum Vizekanzler aufgewertet. Daher kann man auf dem Gebiet der freien Meinungsäußerung wohl kaum eine Verbesserung von seiten der Kurz-ÖVP erwarten, eher im Gegenteil. Zu bemerken wäre dazu noch, dass einzig die FPÖ (und das Team Stronach) diese Gesetze abgelehnt hat.


alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    16. Oktober 2017 12:46

    "Die freie Meinungsäußerung" - Der ÖVP-Justizminister Brandstetter tut seit Jahren kaum etwas anders, als Gesetze einzubringen, die die Meinungfsfreiheit einschränken (mehrfache Ausdehnung und Verschärfung des - absolut überflüssigen - sogenannten "Verhetzungsparagraphen"). Genau diesen Herrn Brandstetter hat Kurz zum Vizekanzler aufgewertet. Daher kann man auf dem Gebiet der freien Meinungsäußerung wohl kaum eine Verbesserung von seiten der Kurz-ÖVP erwarten, eher im Gegenteil. Zu bemerken wäre dazu noch, dass einzig die FPÖ (und das Team Stronach) diese Gesetze abgelehnt hat.

  2. Bob
    15. Oktober 2017 09:34

    So, ich habe gewählt!!!! Möge die Übung gelingen.

  3. Ingrid Bittner
    14. Oktober 2017 22:49

    Wie kann man von der SPÖ einen gten Beitrag zur Bildungsreform erwarten, wenn sich deren Repräsentanten so verhalten:

    SPÖ-Politiker bezeichnet andere Parteien als "Gfraster"
    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/wahl2017/spoe/SPOe-Politiker-bezeichnet-andere-Parteien-als-Gfraster/304043291

  4. Politicus1
    14. Oktober 2017 22:10

    Dankbarkeit ist keine Kategorie in der Politik.
    Bei Wahlen stimmt der Wähler nicht über Leistung oder Versagen in der Vergangenheit ab.
    Der Wähler entscheidet bei Wahlen für die ZUKUNFT.

    Wer vermittelt ZUKUNFT? Kern oder KURZ?
    Die SPÖ hat schon erkannt, dass Kern keine Zukunft hat, und so auch die SPÖ mit Kern.
    KURZ hat erkannt, dass er mit der alten ÖVP keine Zukunft hat - und deshalb werden ihm die Wähler vertrauen.

  5. dssm
    14. Oktober 2017 17:16

    Lieber Herr Unterberger, auf welchem Planeten leben Sie?
    Integration, da kommt mir nur mehr ein bitteres Lachen aus. Wie viele Phantastillionen, wie viele Legionen von gut meinenden Menschen haben da schon daran gearbeitet, wie viel Bevorzugung vom Strafrecht bis zur Wohnungssuche hat es geben?

    Und heute erzählt uns das AMS, auch die dritte(!!!) Generation ist unbrauchbar, ja sogar noch weiter von unseren Standards weg, als ihre Eltern.
    Die Lehrer erzählen uns, von ‚bildungsfernen‘ Haushalten, wo nur türkisch, kurdisch, arabisch (…) gesprochen wird und auch nur solche Fernsehsender angeschaut werden, die Kinder also niemals vernünftig Deutsch lernen werden.
    Und wo sind die vielen freiwilligen Helfer bei Feuerwehr, Rettung und Notdiensten mit Migrationshintergrund?

    Rausschmeißen! Oder sollen wir, im Verhältnis immer weniger werdenden Einheimischen, diese Leute auf immer und ewig durchfüttern?

    Und ich bin ein sehr liberaler Mensch! Jeder soll kommen dürfen, wenn er denn nur einer selbsttragenden Arbeit nachgeht und alle seine Kosten selber deckt.

    Oder haben Sie eine neue Idee, wie Integration denn erzwungen(!) werden könnte? Denn in meiner Welt, würde ich niemanden zwingen unsere Sprache zu lernen, denn es gibt ja Übersetzter, welche für das ehrlich erarbeitete Geld verpflichtet werden können.

    • teifl eini!
      15. Oktober 2017 12:17

      100 Sterne für diesen Kommentar!

      Aber wissen Sie, was mir ÖVP-Funktionäre dazu sagen?

      Man könne die Grenzen einfach nicht dicht machen. Man könne niemanden abschieben. Es sei alles nicht so einfach. Die EU müsse ...

      Da klingt die pure Resignation durch, Selbstaufgabe. Und diese Leute haben kleine Kinder! Die wollen bloß den Untergang verwalten. Solange man sein Pöstchen bei der WKÖ uä hat, alles wurscht ...

  6. machmuss verschiebnix
    14. Oktober 2017 15:23

    Wie ich wähle:

    EU-Ausstieg ist aus mehrerlei Gründen "alternativlos" geworden,
    zumal die EU Garant ist für weitere Flüchtlings-Flut :

    https://www.youtube.com/watch?v=S4qFN7WDwfE

  7. machmuss verschiebnix
    14. Oktober 2017 15:07

    Linken Meinungs-Terror - wem traue ich DAS zu ?
    In meiner Reihung kommen die NEOS nicht mehr vor - basta !

    Was die ÖVP angeht, hat Helmut Oswald schon Klartext gepostet !
    Und wenn mir ein Puppen-Theater (inhaltlich) nicht gefällt, dann
    bringt es auch nichts, die Puppen auszutauschen !
    Die ÖVP ist jedenfalls nicht mehr meine weltanschauliche Heimat
    und sie wird es voraussichtlich auch nicht mehr werden !

    Die FPÖ hat mit Israel Freundschaft geschlossen und wird seither von
    der Kultusgemeinde und von der Journailie zumindest nicht mehr
    verteufelt. Und wäre ich nicht gelernter Österreicher, so würde ich das
    für gut halten.

    Wenn aber das Establishment - das etablierte System Österreich - jemanden
    NICHT mehr bekämpft, sondern aufnimmt in den Fundus seiner Tanz-Puppen
    für's Demokratie-Theater, wen wähle ich dann ?@!

  8. Josef Maierhofer
    14. Oktober 2017 10:57

    Wie schaut es aus mit direkter Demokratie ?

    Kurz will mehr Macht für den Kanzler, Strache will mehr Macht für das Volk.

    Wie schaut es aus mit Verwaltungsreform ?

    Kurz will die sicher nicht effizient, das verbietet ihm die alte ÖVP, Strache will damit die Pensionen sichern (6 bis 16 Milliarden pro Jahr könnten dann frei werden.)

    Wie schaut es aus mit Erfahrung ?

    Kurz hat 7 Jahre, Strache 25,

    ...

    Also meine Liste bekommt noch einige Punkte dazu.

  9. Politicus1
    14. Oktober 2017 10:18

    Für mich ist entscheidend, was kann nach dieser Wahl, nach dem Zählen der 800.000 Wahlkartenstimmen herauskommen.
    Es ist für mich vorrangig, dass sich eine Koalition der Blauen mit den Roten NICHT ausgehen darf.
    Egalob die FPÖ Nummer eins, zwei oder drei wird, sollte sich so eine Zweierkoalitioin ausgehen, wird Strache sich auf alle Fälle mit den Roten zusammentun.
    Für ihn ist die Verliererpartei SPÖ jedenfalls der leichtere Koalitionspartei, als der Sieger Kurz (egal ob die ÖVP Platz eins oder zwei belegt - gewonnen weren sie auf alle Fälle haben). Auf gut wienerisch, mit der Silberstein-SPÖ kann er schlittenfahren.
    Die SPÖ wird alles akzeptieren, um nur ja in der Regierung und am Futtertrog zu bleiben.
    Gemeinsam mit den Blauen schicken die Roten dann den Türkisen in die Versenkung.

    Deshalb muss eine rechnerische Mehrheit von SPÖ und FPÖ verhindert werden - beide müssen zusammen unter 50% bleiben.
    Das kann nur gelingen, wenn KURZ diese Wahl sehr deutlich gewinnt.

    • Pennpatrik
      14. Oktober 2017 13:50

      Weiß nicht.
      Sicher eine Rot-Blaue Koalition verhindern würde eine FPÖ, die stärker als die SPÖ ist.
      Denn nie im Leben würden die Roten einen Freiheitlichen zum Kanzler machen (man stelle sich vor: der zornige alte Mann in der Hofburg gelobt Strache oder - noch besser - Hofer zum Kanzler an.). Die SPÖ würde außerdem implodieren.

    • Anonymer Feigling
      14. Oktober 2017 14:21

      @Politicus1

      Sie wollen kein Rot-Blau und sie wollen, dass Schwarz hoch gewinnt.
      Daraus schließe ich, dass sie wieder Rot-Schwarz haben wollen, also die Fortsetzung der großen Koalition.

      Haben Sie die letzten Jahre geschlafen, weil Sie von der Fortsetzung dieser Regierung träumen?

    • Politicus1
      14. Oktober 2017 18:38

      Anonymer:
      Ihre Schlüsse sind voll halber Wahrheit ...

  10. Bob
    14. Oktober 2017 09:45

    Kurz, der als BK das alleinige Sagen hat, ist mir unheimlich. Was hat das mit Demokratie zu tun. Wozu brauchen wir dann überhaupt Minister. Eine absolut abstruse Idee. Kurz spricht immer von Veränderungen in Österreich. Aber in welche Richtung? Von Versprechen allein halte ich wenig, und Taten konnten wir fast keine sehen.

    • logiker2
      14. Oktober 2017 17:29

      es geht um die sogenannte Richtlinienkompetenz analog dem BK in der BRD. Was dabei rauskommt erleben wir gerade am Beispiel Merkel und ihren Vasallen.

  11. Almaviva
    14. Oktober 2017 09:31

    Eine gute Analyse, die jedoch leider nicht vollständig ist. Es fehlen zumindest noch die wichtigen Punkte Wirtschaft / Standort / Infrastruktur und Soziales / Sozialstaat.

    Ich komme für mich zu dem Ergebnis, dass nur eine Koalition aus ÖVP und FPÖ diese Probleme angehen und lösen kann. Mit KUrz als Kanzler sehe ich ein Window of Opportunity, dies auch umzusetzen. Meine Befürchtung ist jedoch, wenn Kurz die Wahl verliert, wird die VP bald die alte Entwicklung fortsetzen und Sebastian KuUrz bald einen guten Job in Übersee haben - wir Österreicher bleiben dann jedoch auf der Strecke!

  12. Freak77
    14. Oktober 2017 09:05

    Vielen Dank Herr Mag. Unterberger für diese klare Zusammenfassung & Analyse der wichtigsten Punkte eines monatelangen Wahlkampfs!

    Sowie der Bestandsaufnahme der Situtation des heutigen Österreich.

    Ein jedes Wort von Ihnen kann ich voll unterstreichen, vor allem auch Ihren letzten Absatz.

  13. Romana
    14. Oktober 2017 08:50

    "Sebastian Kurz kann zuhören": Er hört zu, um nachzudenken, mit welchem seiner eingelernten Sätze er auf das Gesagte reagieren kann.
    "Sebastian Kurz kann überzeugen": Wen überzeugen die immer gleichen allgemeinen Phrasen über Entlastung des Mittelstandes und Reduzierung der Arbeitslosigkeit, wobei jedesmal die Geschichte seines arbeitslosen Vaters im selben Wortlaut erzählt wird, die Finanzierung aber ausgespart wird?
    Als bedrohlich empfinde ich aber seine Absicht, als Kanzler den Ministern "die Linie vorzugeben", d. h. alle Entscheidungen allein zu treffen. Ist das das Demokratieverständnis eines Bundeskanzlers?I

    • moderatus
      14. Oktober 2017 13:33

      Wie können die großen Aufgaben und Reformen denn angegangen und durchgezogen werden, wenn nicht der BK (=Chef, der alles zu verantworten hat) an seine Kollegen (Minister) seine Vorstellungen und Richtlinien vorgibt?

    • oberösi
      14. Oktober 2017 14:49

      Kurz tritt ja nicht an, um nur BK zu werden, das können andere auch.
      Kurz gibt den absolutistischen Thronprätendenten, zumindest im Wahlkampf.
      Nachher gehts wahrscheinlich eh wieder rund in der VP.

  14. logiker2
    14. Oktober 2017 08:46

    Es stimmt doch, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Sehr gut die Zukunftsverbrechen der Altparteien dargestellt, welche nun die folgenden Generationen massiv belasten, den Handlungsspielraum des Staates enorm einschränken und vorallem durch ein Netzwerk von Schmier- und Korruptionssystemen es kaum noch möglich macht von einem ordentlichen Rechtsstaat zu sprechen (siehe Korruptionsstatistik). Nun, nachdem es das Parteienkartell der Altparteien war (die ÖVP war 30 Jahre durchgehend in Regierungsverantwortung), welche diesen erbärmlichen Zustand, vorallem für unsere Kinder und Enkelkinder, herbeigeführt hat, gebe ich nunmehr jenen die Möglichkeit, welche für mich glaubhaft für Österreich und seine Bürger Politik machen. Politiker sind nämlich Volksangestellte. Frei nach Molterer: es reicht.

  15. Helmut Oswald
    14. Oktober 2017 01:33

    Sebastian Kurz kann - im Wahlkampf - zuhören.
    Sebastian Kurz kann - im Wahlkampf - überzeugen.

    Was Sebastian Kurz nicht kann, ist, unser Vertrauen in eine Partei herstellen,
    die uns durch die letzten vierzig Jahre an den Sozialismus verraten hat.

    Das ist unser aller Dilemma.

    Denn wir wissen noch nicht, ob uns Sebastian Kurz auch nach der Wahl zuhören wird. Und überzeugen werden uns nur Taten, nicht Worte. In Wahrheit wissen wir gar nichts darüber, was Sebastian Kurz kann. Noch nicht. Aber bald.

    • Politicus1
      14. Oktober 2017 10:10

      Mit Ihrer Skepsis können Sie auch niemals vor den Traualtar treten.
      In der Verlobungszeit hört Ihnen die Braut zu, sie ist lieb zu Ihnen, sie überzeugt Sie als die beste aller Frauen ...
      Ob Sie nach dem 'JA'-Wort das auch sein wird ...?

      Also, ein bisschen Vertrauen ist schon angesagt.

    • Anonymer Feigling
      14. Oktober 2017 14:16

      Wenn aber die Braut vorher 7 Jahre lang mit anderen herumgehurt hat, dann sind ihre Schmeicheleien nicht mehr sehr glaubwürdig!

      Da nehme ich mir lieber eine Jungfrau zur Braut! ;-)

    • Riese35
      14. Oktober 2017 14:33

      Mag alles sein, so oder so. Wahre von falschen Propheten wird man an den Früchten unterscheiden können. Jetzt müssen wir mit unvollständigem Wissen entscheiden. Nicht was war, ist relevant, sondern was die Zukunft bringen wird. Und das müssen wir selbst einschätzen. Ehrlichkeit und Vertrauen spielen dabei eine Rolle.

      Sebastian Kurz kann zuhören.
      Sebastian Kurz kann überzeugen.

      Und:

      Sebastian Kurz wirkt auf mich glaubwürdig und ehrlich.

      Ja, er kam vom System und mußte Kompromisse machen und konnte nicht so wie er gerne wollte. Ja, er hat es (vieles) erkannt und will es ändern. Das klingt für mich alles überzeugend, glaubwürdig und ehrlich.

    • Riese35
      14. Oktober 2017 14:39

      Es gibt keinen anderen, der diesen Mut gehabt hat, aus dem System herauszutreten und offen die Richtung korrigieren zu wollen.

      Und trotzdem habe ich meine Probleme mit ihm:

      a) Er hat manche wesentliche Dinge ehrlich und überzeugend gesagt, die ich ablehne:
      - Quoten
      - Islam gehört zu Österreich
      - Lob für die Homoadoption.
      Und er faselt immer von einer nichtssagenden "proeuropäischen" Haltung, ohne genauer zu sagen, was er damit konkret meint.

      Das allein reicht mir schon, daß ich ihn nicht wählen kann.

    • Riese35
      14. Oktober 2017 14:43

      b) Wir wählen nicht die Person, sondern eine Parteiliste. Morgen ist Kurz weg und es kommt Karas. So war es nach den letzten Wahlen. Spindelegger war weg, und mit Mitterlehner ist die Homoadoption gekommen. Ich mag Kurz vertrauen und ihn schätzen, ich vertraue aber keinesfalls der ÖVP. Dort haben neben Kurz immer noch Personen wie Karas und Hahn das Sagen, und im Hintergrund viele mehr (Konrad, Platter, Busek etc.).

    • Riese35
      14. Oktober 2017 14:48

      c) Ich habe bei Kurz genau so wenig die Garantie, daß er Rot nicht wieder rehabilitiert wie bei Strache. Auch wenn ich Kurz wähle, werden Rot und Blau zusammengehen, wenn das abgemachte Sache ist, notfalls mit Pilz oder Lunacek. Lunacek und Karas wären auch exzellente Vitamine für eine Schwarz-Rote Zusammenarbeit.

    • Riese35
      14. Oktober 2017 14:52

      d) Wenn Kurz nach der Wahl ausgebootet werden sollte, wird es nur mit der FPÖ eine Regierung geben. Dann ist aber wie schlecht, wortbrüchig und verräterisch sich die FPÖ auch immer verhalten wird, sie trotzdem noch der einzige Nothaken, an dem man sich anhalten kann. Das, was sich die sozialpopulistische SPÖ bis jetzt geleistet hat, ist nicht zu toppen, auch nicht von einer FPÖ. Und es gibt keine Anzeichen, daß die sozialpopulistische SPÖ sich geändert hätte, ganz im Gegenteil.

    • Riese35
      14. Oktober 2017 14:59

      e) Und sollte es doch noch zu einer Blau-Schwarzen Koalition kommen, was das Beste aber auch das Schwierigste für unser Land wäre, wünsche ich mir eine starke FPÖ. Und ich wünsche mir eine FPÖ, die das Unterrichts-, Kultur- und Bildungsministerium beansprucht und in diesem Bereich effizient, zielstrebig und hart durchgreift. Und die im Verhältnis zur EU den Föderalismusstandpunkt auch gegen Widerstand konsequent durchsetzt.

      Mehr gegenseitiger Respekt wäre auf beiden Seiten angebracht. Auch Kurz ist derzeit überheblich.

    • Riese35
      14. Oktober 2017 15:12

      Meine Prognosen:
      - Die sozialpopulistische SPÖ wird stärker abschneiden als prognostiziert; ich schätze so um die 25%, vielleicht sogar bis zu 27%
      - Die ÖVP wird schwächer abschneiden als prognostiziert; ich schätze so um die 30% oder sogar darunter
      - Die FPÖ wird sich ein Rennen mit der sozialpopulistischen SPÖ liefern; eine Entscheidung über den 2. und 3. Platz vermutlich erst nach vollständiger Auszählung der Wahlkarten feststehen
      - Von den 3 Kleinparteien kommen jedenfalls 2 ins Parlament, möglicherweise sogar alle 3

    • Anonymer Feigling
      14. Oktober 2017 15:23

      Ja, das Beste wäre wirklich Blau-Schwarz mit einem BK Strache.
      Der junge Kurz als Vize könnte dann unter Aufsicht einmal zeigen, dass er das, was er so kurz vor der Wahl geplappert hat, auch wirklich meint.

      Aber das Allerwichtigste wäre die Einführung einer direkten Demokratie ala FPÖ!
      Dann könnte das Volk ihren Mehrheitswillen erzwingen, auch wenn die Abgeordneten gerade mal nicht wollen.

      Allein dafür gebührt der FPÖ mehr als 50 %!

    • Anonymer Feigling
      14. Oktober 2017 15:34

      @Riese35

      Diesmal gebe ich keine Prognose ab, denn letztes Mal bin ich falsch gelegen.
      Aber wenn Sie meinen, dass die ÖVP 30 % und die FPÖ etwa 27 % bekommt, dann sagen Sie, dass das rechte Lager 57 % erhält. Bei der vorigen NRW hat das rechte Lage etwa 54.5 % Bekommen (ÖVP+FPÖ+BZÖ+TS).

      Meinen Sie wirklich, dass für diese grandiose Leistung der letzten Jahre nur 2 - 3% das Lager wechseln?

      In D sind die Regierungsparteien abgewatscht worden. In Ö wird das auch so sein, 10 %, wenn nicht 15 % werden ins rechte Lager wandern. Und davon gehen die meisten Stimmen an die FPÖ.

    • Riese35
      14. Oktober 2017 15:44

      Und nach der Wahl:
      - Mit 80% Wahrscheinlichkeit wird Kurz ausgebootet werden, und es wird zu einer "Koalition der Vernunft" mit der sozialpopulistischen SPÖ und der FPÖ kommen, notfalls vielleicht sogar einer Minderheitsregierung mit Duldung Pilzens oder Lunáckové
      - Doskozil wird noch am Wahlabend oder den Tagen danach Kern ersetzen
      - Wenn Kurz ausgebootet wird, ist er spätestens 1/2 Jahr danach Geschichte und jemand vom Formate eines Karas übernimmt die ÖVP

      Dennoch halte ich die 20%-ige Hoffnung aufrecht, daß Kurz den Karren geschickt durchmanövriert und zu irgendeiner Zusammenarbeit mit der FPÖ kommt, sei es in einer Koalition oder auch mit einer Minderheitsregierung. Hoffentlich!

    • Riese35
      14. Oktober 2017 15:48

      @Anonymer Feigling: Lassen wir uns überraschen. Vielleicht liege ich falsch. Ich hoffe, daß meine Prognosen für Rot-Blau nicht eintreten. Und ich hoffe auf mehr als 55%. Ich rechne aber mit nicht mehr als 55%. Alles andere wäre für mich eine Überraschung.

    • Riese35
      14. Oktober 2017 16:43

      Nach der Wahl soll Orban die beiden, Kurz und Strache, zu sich nach Budapest beordern, sie dort einsperren und so lange nicht herauslassen, bis sie sich auf eine Koalition geeinigt haben. Wie sich jetzt im Wahlkampf gezeigt hat, dürften ja beide sehr gute Kontakte zu Orban haben. Wenn Kurz sich angeblich schon so sehr für das Schließen der Balkanroute eingesetzt hat, könnte jetzt umgekehrt Orban sich revanchieren und einen guten Dienst für Österreich tun.

      Vielleicht erweist sich Kurz noch als der österreichische Gorbatschow. Gorbatschow kam auch aus dem System.

    • Wyatt
      15. Oktober 2017 08:33

      Riese35,
      ********
      (persönlich habe ich natürlich eine Partei angekreuzt, meine Entscheidung aber über die angekreuzte "Vorzugsstimme", getroffen.)





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