Alle Jahre wieder: Oxfam beklagt zunehmende Ungleichheit

Pünktlich zum Beginn des Davoser Weltwirtschaftsforums präsentiert die international bestens vernetzte NGO Oxfam eine Studie, die zeigt, dass ganze acht Personen auf dieser Welt ein ebenso großes Vermögen angehäuft haben, wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Die immer stärkere Konzentration der Vermögen in immer wenigen Händen sei ebenso empörend, wie die immer weitere Spreizung der Verteilung materiellen Wohlstands. Aus der Feststellung der ungleichen Verteilung von Reichtum wird postwendend der messerscharfe Schluss gezogen, dass es nur einer drastischen Verstärkung staatlicher Umverteilungsmaßnahmen bedürfe, um diesem Planeten zu „mehr Gerechtigkeit“ zu verhelfen und das Elend endgültig aus der Welt zu schaffen. Der Begriff Gerechtigkeit bedeutet für die Studienautoren dasselbe wie für jeden Sozialisten: ein Synonym für Gleichheit. Dass in der Vergangenheit noch jeder Versuch zur hoheitlich erzwungenen Verringerung der Ungleichheit am Ende zur annähernd gleichen Verteilung des Elends geführt hat, wird geflissentlich verschwiegen.

Die Frage, auf welche Weise Reichtum zustande kommt, wird gar nicht erst gestellt. Oxfam begnügt sich mit Zahlenspielereien und dem vielfach bewährten Schüren von Neidreflexen: Hier acht Nabobs, dort Massen von Unterprivilegierten. Unerhört!

Dass großer Reichtum gewöhnlich nicht durch unmoralische oder gar kriminelle Handlungen entsteht, sondern durch außergewöhnliche Begabungen, Fleiß und auch durch das dem Tüchtigen gelegentlich lächelnde Glück, findet in der Studie naturgemäß keine Erwähnung. Worin der Skandal bestehen soll, dass etwa Gesangskünstler, Erfinder oder einfallsreiche Kaufleute deshalb zu Wohlstand gelangen, weil ein freiwillig zahlendes Publikum deren Angebote annimmt, bleibt unerklärt. Der Frage, wer denn – und aufgrund welchen Rechts – sich anmaßen kann, solcherart redlich erworbene Vermögen zu enteignen und an Dritte (zum Großteil natürlich an sich selbst) umzuverteilen, wird in der tendenziösen Untersuchung nicht nachgegangen. Man begnügt sich mit der Feststellung ungleicher Vermögen, diagnostiziert eine dadurch manifestierte „Ungerechtigkeit“ und leitet allein daraus das Recht auf fiskalische Zwangsmaßnahmen ab.

Völlig unbeachtet bleibt auch die Tatsache, dass die exzessive, hoheitlich initiierte Geldproduktion und die damit einhergehende wachsende Staatsverschuldung zu einer Umverteilung von unten nach oben führen. Schlimmer noch: Der Leviathan macht es dadurch möglich, private Vermögen zu vergrößern, ohne dass dabei zur Wertschöpfung beigetragen wird.

Nicht Reichtum, sondern Armut ist das Problem

Nun steht – entgegen der von Oxfam suggerierten Annahme – fest, dass die Zahl der Armen auf der Welt seit Jahren kontinuierlich abnimmt – und zwar kräftig. Mit dem von der Weltbank als Armutsschranke definierten Betrag von 1,90 Dollar pro Tag, muss ein immer kleiner werdender Teil der Weltbevölkerung auskommen. Im Jahr 2015 lag der Anteil der Weltbevölkerung, die dieser Definition folgend arm sind, bei nur noch rund 10 Prozent. 30 Jahre vorher waren es noch rund dreimal so viele – und das, obwohl die Weltbevölkerung seither deutlich gewachsen ist.

Das wiederum bedeutet eine eindeutige Widerlegung der von notorischen Enteignungsbefürwortern wie Oxfam aufgestellten Behauptung, wonach Reiche ihr Vermögen auf dem Unglück und der Ausbeutung von Armen gründen würden. Die – vielfach falsifizierte – Vorstellung dahinter lautet: Wirtschaft ist ein Nullsummenspiel. Dem Gewinn des einen stehe der Verlust des anderen gegenüber. Kaum eine andere Legende hält sich allen empirischen Gegenbeweisen zum Trotz derart hartnäckig. Beliebtes Mantra in diesem Zusammenhang: Der Reichtum Europas basiere auf der Armut Afrikas – respektive auf dessen „Ausbeutung“ durch ruchlose europäische und US-amerikanische Plutokraten.

Selbstverständlich ist sowohl die Idee einer „Bereicherung“ von Armen mittels gewaltsam durchgesetzter Enteignung der Reichen, als auch die Behauptung, die Teilnahme an internationalen Handelsbeziehungen würde der Ausbeutung der Ärmsten Vorschub leisten, falsch.

Das Vermögen der in der Studie apostrophierten Superreichen besteht nämlich großteils nicht aus Luxusyachten und Villen, Privatflugzeugen, Rembrandtgemälden und Loireschlössern, sondern aus Firmenbeteiligungen. Anders gesagt: Nicht aus toten, sondern aus produktiven Bestandteilen. Inwiefern den Armen damit gedient sein sollte, indem man erfolgreiche Unternehmer und Investoren enteignet und ihnen damit die Basis der Wohlstandsproduktion für zahlreiche Partner und Mitarbeiter entzieht, erschließt sich selbst auf den zweiten und dritten Blick nicht. Denn ein auf der Basis eigenen Vermögens agierender Mensch handelt nun einmal grundsätzlich anders, als ein angestellter Betriebsführer. Zeithorizont und Ziele beider Typen unterscheiden sich wesentlich voneinander. Nur wer diesen Unterschied nicht begreift, befürwortet die Kollektivierung von Vermögen, um sich hernach  wie einst die russischen Bolschewiken nach der Oktoberrevolution über die katastrophalen ökonomischen Folgen zu wundern.

Nicht der Reichtum von wenigen ist das Problem, sondern die immer noch vorhandene Armut von vielen. Worüber also nachzudenken ist, sind nicht neue oder verschärfte Methoden zur Zerschlagung und Aufteilung von Vermögen, sondern vielmehr über Wege, auf denen die immer noch Armen sich aus eigener Kraft aus ihrem materiellen Elend befreien können. Und hier zeigt die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, dass in unserer klein gewordenen Welt, nicht etwa die Abschottung und Konzentration auf die Binnenentwicklung den Schlüssel zum Wohlstand liefert, sondern, ganz im Gegenteil, die Öffnung nach außen und die Intensivierung internationaler Handelbeziehungen.

Wasserdichter Schutz privaten Eigentums und unerschütterliche Rechtssicherheit sind die tragenden Säulen des Wohlstands. Wer das in Frage stellt, kann möglicherweise kurzfristig politische Erfolge einfahren (die in aller Regel in ideologischem Totalitarismus münden), aber keine nachhaltige Prosperität herstellen.

Oxfam geht es indes nur darum, mit der Skandalisierung materieller Ungleichheiten möglichst viel Staub aufzuwirbeln, um sein Spendenaufkommen zu maximieren. Die Organisation kann dabei – und das ist ein echtes Problem – auf die zuverlässige Unterstützung der mehrheitlich linken Wächter über die Deutungshoheit setzen, die hier eine gute Möglichkeit zur Intensivierung des weltweit geführten Kreuzzuges gegen den Kapitalismus sehen. Zudem versichern sie sich damit des Wohlwollens der Regierungen, für die sie sich ebenso schamlos prostituieren, wie die Zunft steuerfinanzierter Ökonomen.

Fazit: Vanderbilt, Carnegie, Rockefeller, Gates und Zuckerberg waren oder sind nicht deshalb reich, weil sie ihre Kundschaft in die Armut getrieben haben. Im Gegenteil: Sie wurden deshalb reich, weil sie die Entwicklung der Nachfrage frei entscheidender Konsumenten besser vorhergesehen haben als andere. Sie haben daraus einfach die richtigen Schlüsse gezogen. Das Publikum hat die genannten Herren aus freien Stücken reich gemacht, ohne dabei zu verarmen! Sollen die Reichen doch reich sein, solange sie die Armen nicht daran hindern, ihre Lage zu verbessern!

Oxfam ins Stammbuch geschrieben: Noch nie ist es gelungen, Arme reich zu machen, indem man Reiche arm macht. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Scharlatan oder ein Politdesperado.

Link zu einer Untersuchung der OXFAM-Studie durch die liberale Wiener Denkfabrik „Agenda Austria“: https://www.agenda-austria.at/publication/die-oxfam-methode/#publication_form

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2017 10:15

    Wenn man als 70 jähriger noch als Selstständiger tätig ist weil die Pension von 1070 Euro nicht reicht, dann platzt einem der Kragen, wenn man von einem Mindesteinkommen hört das 1500€ betragen soll.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2017 21:52

    Ja, die verstehen grundlegend nicht, wie Geld funktioniert. Geld entsteht durch Arbeit, Ideen oder sonstige Leistungen, die andere haben wollen und eben dafür bezahlen.

    Das Verbrechen des Kapitalismus entsteht nur dort, wo sich jemand an der Leistung anderer bereichert. Also Aktiengesellschaften oder Spekulation. Bei diesen stimmt die Formel, dass das, was sie haben, jemand anderem weggenommen wurde.

    Der Unternehmer steht auf der selben Seite wie der Arbeitnehmer. Der Unternehmer verdient mehr, weil er eben mehr schafft als der Arbeitnehmer. U.a. den Arbeitsplatz für den Arbeitnehmer. Ohne Unternehmer, die viele Mitarbeiter brauchen, ist ein allgemeiner Wohlstand nicht möglich.

  3. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2017 15:59

    Der Herr Tögel hat ganz übersehen dass Oxfam in Wirklichkeit überhaupt kein "kommunistischer" Verein ist.

    Aus Wikipedia:

    Oxfam ist ein internationaler Verbund von verschiedenen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen. Oxfam arbeitet weltweit dafür, dass sich Menschen in armen Ländern nachhaltige und sichere Existenzgrundlagen schaffen können, Zugang zu Bildung, gesundheitlicher Versorgung, Trinkwasser und Hygiene-Einrichtungen sowie Unterstützung bei Krisen und Katastrophen erhalten. Ein weiteres wichtiges Ziel ist Geschlechtergerechtigkeit.

    1942 wurde das Oxford Committee for Famine Relief (Oxforder Komitee zur Linderung von Hungersnot) in Großbritannien gegründet, mit dem Ziel die Folgen der deutschen Besatzungspolitik in Griechenland zu lindern, wo die wirtschaftliche Ausbeutung zur Großen Hungersnot geführt hatte.

    Der Begriff OXFAM war die telegrafische Abkürzung und wurde erst 1965 der offizielle Name der Organisation. Nach Kriegsende engagierte sich die Organisation bei der Linderung der Not in Europa, auch in Deutschland – gegen den Willen der damaligen britischen Regierung. Seit Ende der 50er Jahre widmet sich Oxfam der Armutsbekämpfung in ehemaligen Kolonien und anderen armen Ländern.

    - Also von "Kommunismus", oder "Sozialismus" so wie der Herr Tögel der Organisation Oxfam unterstellt ist weit und breit nichts zu sehen.

    Weiters liest man unter "politische Forderungen":

    Die Organisation setzt sich für die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele ein, die im Jahr 2000 von der internationalen Staatengemeinschaft beschlossen wurden. Um diese Ziele, zu denen auch eine Reduzierung der weltweiten extremen Armut um die Hälfte gehört, bis 2015 umzusetzen, fordert die Organisation unter anderem:

    - Mehr und bessere Entwicklungshilfe

    - Gerechte Welthandelsregeln, eine Agrarwende, Ende des Agrardumpings

    - Lösungen von politischen Krisen und Konflikten

    - Allgemeine Grundbildung und Gesundheitsversorgung

    - Maßnahmen gegen den Klimawandel und Unterstützung für arme Länder, sich an den Klimawandel anzupassen

    - Für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (siehe Steuer gegen Armut)

    - Eine Eindämmung der Spekulation mit Nahrungsmitteln


    Da sollte auch der Herr Tögel mitkriegen dass da von Weltrevolution und der Diktatur des Proletariats überhaupt nicht die Rede ist. Und auch nicht vom unterstellten Motiv: "den Reichen etwas wegzunehmen"

    OXFAM geht es um etwas anderes: Den Armen helfen um aus der Armut nachhaltig heraus zu kommen.

    Der Herr Tögel erklärt ganz einfach eine ehrenwerte Organisation die eine tätige Nächstenliebe praktiziert und vielen Menschen geholfen hat, zu "Kommunisten" das ist fies.

    Da macht er es sich aber wirklich einfach aber die Methode ist nicht neu.

    Hat der Herr Tögel jemals diese Webseite besucht:

    https://www.oxfam.org/

  4. Ausgezeichneter KommentatorGennadi
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2017 19:45

    OXFAM ist einer der Hauptakteure im "Boykott Israel"-Konzern und bezieht Millionenförderungen von George Soros.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAusgebeuteter
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2017 16:08

    Waren es vor einem Jahr noch 62 Personen, welche laut anzuzweifelnder Berechnungen den halben Reichtum der Welt besitzten, so sind es plötzlich nur mehr Acht.
    Oxfam organisiert sicher manche guten (aber auch weniger gute) Aktionen auf der ganzen Welt. Allerdings steht dahinter eine riesige Organisation, welche auch selbst für denen Administration und Werbung viel Geld verschlingt. Wenn Oxfam heuer besonders Bill Gates als reichsten Mann der Welt im Fokus hat, dann hat man scheinbar vergessen, dass gerade er als Philantrop einen Teil seines Vermögens für nachhaltige Zwecke aufwendet.
    Ich meine, die genannten 8 (bzw.) 62-Personen-Statistik dient nur dazu, damit sich Oxfam in Erinnerung ruft und weitere Spenden lukriert.

    Oxfam macht - wie auch viele andere NGOs - oft die Fehler, dass am Ende "gut gemeint ist nicht immer gut" herauskommt. Wichtig ist vor allem, dass Billigstpreise (durch Überschussproduktion in Industrieländern) oder Gratisabgaben von Lebensmitteln verhindert werden und damit die lokal tätigen Betriebe nicht zerstört werden. Hilfe zur Selbsthilfe sollten oberste Priorität haben, auch wenn wegen Überfischung der Weltmeere die nachstehende Weisheit von Konfuzius heutzutage etwas anders aufgefasst werden muss:
    "Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben."

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2017 21:52

    Ja, die verstehen grundlegend nicht, wie Geld funktioniert. Geld entsteht durch Arbeit, Ideen oder sonstige Leistungen, die andere haben wollen und eben dafür bezahlen.

    Das Verbrechen des Kapitalismus entsteht nur dort, wo sich jemand an der Leistung anderer bereichert. Also Aktiengesellschaften oder Spekulation. Bei diesen stimmt die Formel, dass das, was sie haben, jemand anderem weggenommen wurde.

    Der Unternehmer steht auf der selben Seite wie der Arbeitnehmer. Der Unternehmer verdient mehr, weil er eben mehr schafft als der Arbeitnehmer. U.a. den Arbeitsplatz für den Arbeitnehmer. Ohne Unternehmer, die viele Mitarbeiter brauchen, ist ein allgemeiner Wohlstand nicht möglich.


alle Kommentare

  1. fxs (kein Partner)
    26. Januar 2017 12:32

    Wäre interessant zu wissen, wie groß der Anteil der Weltbevölkerung ist, der nach den Definitionen der OXFAM zusammen weniger besitzt als die Vorstandsmitglieder von OXFAM.

  2. Ausgebeuteter
    24. Januar 2017 16:08

    Waren es vor einem Jahr noch 62 Personen, welche laut anzuzweifelnder Berechnungen den halben Reichtum der Welt besitzten, so sind es plötzlich nur mehr Acht.
    Oxfam organisiert sicher manche guten (aber auch weniger gute) Aktionen auf der ganzen Welt. Allerdings steht dahinter eine riesige Organisation, welche auch selbst für denen Administration und Werbung viel Geld verschlingt. Wenn Oxfam heuer besonders Bill Gates als reichsten Mann der Welt im Fokus hat, dann hat man scheinbar vergessen, dass gerade er als Philantrop einen Teil seines Vermögens für nachhaltige Zwecke aufwendet.
    Ich meine, die genannten 8 (bzw.) 62-Personen-Statistik dient nur dazu, damit sich Oxfam in Erinnerung ruft und weitere Spenden lukriert.

    Oxfam macht - wie auch viele andere NGOs - oft die Fehler, dass am Ende "gut gemeint ist nicht immer gut" herauskommt. Wichtig ist vor allem, dass Billigstpreise (durch Überschussproduktion in Industrieländern) oder Gratisabgaben von Lebensmitteln verhindert werden und damit die lokal tätigen Betriebe nicht zerstört werden. Hilfe zur Selbsthilfe sollten oberste Priorität haben, auch wenn wegen Überfischung der Weltmeere die nachstehende Weisheit von Konfuzius heutzutage etwas anders aufgefasst werden muss:
    "Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben."

  3. Freak77
    24. Januar 2017 15:59

    Der Herr Tögel hat ganz übersehen dass Oxfam in Wirklichkeit überhaupt kein "kommunistischer" Verein ist.

    Aus Wikipedia:

    Oxfam ist ein internationaler Verbund von verschiedenen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen. Oxfam arbeitet weltweit dafür, dass sich Menschen in armen Ländern nachhaltige und sichere Existenzgrundlagen schaffen können, Zugang zu Bildung, gesundheitlicher Versorgung, Trinkwasser und Hygiene-Einrichtungen sowie Unterstützung bei Krisen und Katastrophen erhalten. Ein weiteres wichtiges Ziel ist Geschlechtergerechtigkeit.

    1942 wurde das Oxford Committee for Famine Relief (Oxforder Komitee zur Linderung von Hungersnot) in Großbritannien gegründet, mit dem Ziel die Folgen der deutschen Besatzungspolitik in Griechenland zu lindern, wo die wirtschaftliche Ausbeutung zur Großen Hungersnot geführt hatte.

    Der Begriff OXFAM war die telegrafische Abkürzung und wurde erst 1965 der offizielle Name der Organisation. Nach Kriegsende engagierte sich die Organisation bei der Linderung der Not in Europa, auch in Deutschland – gegen den Willen der damaligen britischen Regierung. Seit Ende der 50er Jahre widmet sich Oxfam der Armutsbekämpfung in ehemaligen Kolonien und anderen armen Ländern.

    - Also von "Kommunismus", oder "Sozialismus" so wie der Herr Tögel der Organisation Oxfam unterstellt ist weit und breit nichts zu sehen.

    Weiters liest man unter "politische Forderungen":

    Die Organisation setzt sich für die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele ein, die im Jahr 2000 von der internationalen Staatengemeinschaft beschlossen wurden. Um diese Ziele, zu denen auch eine Reduzierung der weltweiten extremen Armut um die Hälfte gehört, bis 2015 umzusetzen, fordert die Organisation unter anderem:

    - Mehr und bessere Entwicklungshilfe

    - Gerechte Welthandelsregeln, eine Agrarwende, Ende des Agrardumpings

    - Lösungen von politischen Krisen und Konflikten

    - Allgemeine Grundbildung und Gesundheitsversorgung

    - Maßnahmen gegen den Klimawandel und Unterstützung für arme Länder, sich an den Klimawandel anzupassen

    - Für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (siehe Steuer gegen Armut)

    - Eine Eindämmung der Spekulation mit Nahrungsmitteln


    Da sollte auch der Herr Tögel mitkriegen dass da von Weltrevolution und der Diktatur des Proletariats überhaupt nicht die Rede ist. Und auch nicht vom unterstellten Motiv: "den Reichen etwas wegzunehmen"

    OXFAM geht es um etwas anderes: Den Armen helfen um aus der Armut nachhaltig heraus zu kommen.

    Der Herr Tögel erklärt ganz einfach eine ehrenwerte Organisation die eine tätige Nächstenliebe praktiziert und vielen Menschen geholfen hat, zu "Kommunisten" das ist fies.

    Da macht er es sich aber wirklich einfach aber die Methode ist nicht neu.

    Hat der Herr Tögel jemals diese Webseite besucht:

    https://www.oxfam.org/

    • Andreas Tögel
      25. Januar 2017 06:58

      Nirgendwo in meinem Beitrag wird OXFAM als "kommunistischer Verein" bezeichnet. Und was die Intentionen dieser NGO im Zusammenhang mit ihrem reißerischen Klassenkampfbeitrag zur "Verteilungsgerechtigkeit" angeht, habe ich keine Veranlassung, auch nur ein Wort zurückzunehmen oder zu relativieren. Lesen Sie doch einfach die verlinkte Studie der "Agenda Austria", wenn Sie schon meinen Worten nicht vertrauen.

      Gewaltsame, auf Enteignung rechtmäßig erworbenen Vermögens basierende Umverteilung, ist und bleibt kein Weg, um Menschen aus der Armut zu befreien. Leider ist das eine ökonomische Binsenweisheit, die auch (und gerade) gebildete und intelligente Menschen einfach nicht begreifen.

    • fewe (kein Partner)
      27. Januar 2017 06:09

      Den Entwicklungsländern wird seit Jahrzehnten schon massiv geholfen. Also mehr als eine Generation lang. Effekt davon ist, dass sie sich extrem stark vermehren.

      Wenn man denen Brunnen errichtet, dann funktionieren die so lange bis sie kaputt sind. Saatgut essen sie es auf.

      Armut kann man nicht durch Dauerhilfe verhindern - in Wirklichkeit versklavt man damit ja die, von denen das Geld ständig kommt -, sondern nur durch Arbeit.

      Die sollen sich selbst was einfallen lassen, was sie verkaufen können und sie können sich ja dann bei uns Ezzes holen, wenn sie die brauchen.

      Menschen sind ja alle gleich intelligent und Bedingungen sind fast überall besser als in Europa. Also ist es nur Faulheit.

  4. fewe (kein Partner)
    23. Januar 2017 21:52

    Ja, die verstehen grundlegend nicht, wie Geld funktioniert. Geld entsteht durch Arbeit, Ideen oder sonstige Leistungen, die andere haben wollen und eben dafür bezahlen.

    Das Verbrechen des Kapitalismus entsteht nur dort, wo sich jemand an der Leistung anderer bereichert. Also Aktiengesellschaften oder Spekulation. Bei diesen stimmt die Formel, dass das, was sie haben, jemand anderem weggenommen wurde.

    Der Unternehmer steht auf der selben Seite wie der Arbeitnehmer. Der Unternehmer verdient mehr, weil er eben mehr schafft als der Arbeitnehmer. U.a. den Arbeitsplatz für den Arbeitnehmer. Ohne Unternehmer, die viele Mitarbeiter brauchen, ist ein allgemeiner Wohlstand nicht möglich.

  5. Gennadi (kein Partner)
    23. Januar 2017 19:45

    OXFAM ist einer der Hauptakteure im "Boykott Israel"-Konzern und bezieht Millionenförderungen von George Soros.

  6. Bob
    23. Januar 2017 10:15

    Wenn man als 70 jähriger noch als Selstständiger tätig ist weil die Pension von 1070 Euro nicht reicht, dann platzt einem der Kragen, wenn man von einem Mindesteinkommen hört das 1500€ betragen soll.

    • otti
      24. Januar 2017 19:19

      dafür, lieber bob, haben wir ein leben lang ganz ordentlich steuern bezahlt. ich in der höchstbemessungsgrundlage. bekomme zwar etwas mehr. knapp darüber !
      aber für ein lebenlang nichts tun, ist die differenz nicht mehr der red` wert.

      und jetzt erklären mit pansionierte mathematikprofessoren, daß i h r e pansion von 58 jahren an bis - ein langes leben sei ihnen gewünscht - 95 dem ergebnis einer rentenrechnung durchaus entspricht. und die sind n i c h t dement!

      und schaum vor dem mund haben sie, wenn sie von den "reichen" reden.
      und den ganzen unglaublichen scheiß ihrer grindigen ideologie haben sie in jeder ihrer unterrichtsstunden, bei jedem schikurs etc, etc, verzapft.





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