Abtreibung: Die erfundenen Tatsachen der Befürworter

Autor: Daniela Karall

„Wir müssen kriegstüchtig werden!“

Autor: Andreas Tögel

Europa, die Habsburger und das „Dritte Lager“

Autor: Lothar Höbelt

Lernen Sie Latein, Herr Minister!

Autor: Viktor Mutic

Gedanken zur alten und neuen Weltordnung

Autor: Helmut Wöber

Wehrdienst: Pflicht oder Zwang?

Autor: Andreas Tögel

Nicht mehr arbeiten! Mehr enteignen!

Autor: Andreas Tögel

Probleme, die vermeidbar sind

Autor: Gerhard Kirchner

1984 – 2003 – 2062

Autor: Willi Sauberer

Wenn nichts mehr wahr ist, ist alles vorstellbar

Autor: Elisabeth Sabaditsch-Wolff

Alle Gastkommentare

Goethe wäre über Italien erstaunt

Silvester in Norditalien hat was. Keine Knallkörper, keine Böller, wenig Glasscherben, keine Silvestermeilenzwangsbeglückung, sondern ein zivilisiertes gemeinsames Feiern von schick angezogenen Italienern, die Sekt und Becher mitbringen und auf einem der großen Plätze feiern. So hatten wir es zweimal erlebt, diesmal war Brescia dran. Eine Stadt mit Geschichte – Römer, Langobarden, Venezianer, Österreicher prägten diese nunmehrige Unistadt in der Größe von Graz.

In der kleinen Altstadt gab es auf zwei Plätzen Musikdarbietungen. In Ordnung. Was uns irritierte, war die Zusammensetzung der Feiernden. Insgesamt viermal wechselten wir den Standort und suchten die schicken Italiener. Zuerst waren wir im tiefsten Orient, dann in Schwarzafrika, dann trafen wir wieder auf Orientalen/Araber, ein Sidestep noch nach Afrika und dann, oh Wunder, eine Gruppe Stammitaliener mit Sekt und Gläsern. Das Verhältnis auf diesem Platz war ca. 60:40 pro Italiener, wobei die (noch) kleinere Einheit durch Knallkörperwerfen und Böllerschießen unser italienisches Silvesterbild ziemlich zerstörte.

Die Nichtitaliener waren fast nur männliche Jugendliche. Sie waren keine Touristen, sondern prägten vor und nach Silvester durch Bettelei, Blumen- und Tücherverkauf das Stadtbild relativ stark. Hat man uns nicht via österreichischen Medien erklärt, das seien zum Großteil Akademiker? Vielleicht war dies nur Zufall, vielleicht sahen wir das alles etwas zu eng und waren aufgrund der vielen Vorkommnisse im 15er Jahr zu sensibel unterwegs. Ehrlich gesagt, ich glaube es nicht und stelle mir bange die Frage, wie sieht es in der Gegend in zehn Jahren aus. Oder schon viel früher…

Michael Schödl ist Werbeberater und VP-Bezirksrat in Döbling 

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung