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Die internationale Wettbewerbsfähigkeit

Die Erkenntnisse aus dem vom Weltwirtschaftsforum veröffentlichten Report über die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und der EU sind interessant und eindeutig. Dieser Bericht samt enthaltener Rangfolge erscheint seit 2005 einmal jährlich.

Die Rangfolge ergibt sich aus der Beurteilung von „12 Säulen der Wettbewerbsfähigkeit“, die höchst unterschiedliche Faktoren, wie zum Beispiel Qualität der staatlichen Institutionen, Infrastruktur, Sicherheit, Ausbildung und Qualifikation der Arbeitskräfte, Arbeitsmarkeffizienz und Innovationskraft umfasst. Selbstverständlich sind derartige Untersuchungen, gleich ob sie vom WEF, der amerikanischen Heritage Foundation („Index of Economic Freedom“) oder von anderen Organisationen durchgeführt werden, stets mit Vorsicht zu genießen.

Denn die Auswahl der zu untersuchenden Parameter, deren Gewichtung und Art der Bewertung, hat maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis. Außerdem liegt auf der Hand, dass die Beurteilung von Aggregaten Schlüsse nahe legen kann, die für den einzelnen Wirtschaftsakteur völlig irrelevant sind. Dennoch sind solche Untersuchungen interessant.

Stark vereinfacht, kann die Bilanz des Reports, der weltweit 144 Ökonomien einbezieht, so zusammengefasst werden: Je liberaler, desto besser; Je unfreier, stärker reguliert und/oder sozialistischer, desto schlechter das Ergebnis.

Sechs europäische Staaten finden sich unter den Top Ten. Die Rückstufung Deutschlands um einen Platz (von vier auf fünf), ist hauptsächlich dem Faktor Infrastruktur geschuldet. Im Klartext: die überstürzt eingeleitete, nachgerade autodestruktive „Energiewende“ hat eben ihren Preis. Österreich verliert gegenüber der Vorjahrswertung wesentlich deutlicher. Es fällt von Rang 16 auf Rang 21 zurück. Aus der vom inzwischen zurückgetretenen Vizekanzler Spindelegger vor der letzten Wahl proklamierten „Entfesselung der Wirtschaft“ ist offensichtlich nichts geworden.

Die Schweiz ist seit Jahren unangefochtener Spitzenreiter, gefolgt vom Stadtstaat Singapur und den gegenüber dem Vorjahr wieder erholten USA. Eine Mitgliedschaft in EU und Eurozone, die von Politik und Massenmedien als unverzichtbar für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit gepriesen wird, ist, wie die Schweiz eindrucksvoll beweist, offensichtlich keine zwingende Voraussetzung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Dafür braucht es nur zwei Zutaten: Offene Grenzen für Personen, Kapital, Waren und Dienstleistungen zum einen; und Regierungen, die sich von wirtschaftlichen Angelegenheiten möglichst weit fernhalten, zum anderen.

Am Beispiel Österreichs fällt ins Auge, wie stark das wirtschaftliche Potential durch den Staat und dessen Institutionen beschädigt werden kann. Bei den vom Privatsektor zu verantwortenden Parametern, wie wirtschaftlicher Innovationskraft oder Diversifikation ragt das Land durchaus positiv heraus (Rang sieben bzw. 14). Hingegen rangiert es in folgenden Kategorien zum Teil außerordentlich weit zurück: Verschwendung von Staatsgeldern (Rang 53), Last staatlicher Regulierungen (Rang 83) bürokratischer Aufwand zum Start eines Unternehmens (Rang 93), Flexibilität des Arbeitsmarktes (Rang 101), Beeinflussung der Arbeitsbereitschaft durch Besteuerung (Rang 121) und Lohnflexibilität (Rang 142).

Da findet sich die Alpenrepublik in der Gesellschaft korrupter lateinamerikanischer Bananenrepubliken und finsterer afroasiatischer Despotien. Fortgesetzte Eingriffe des Staates in den (Arbeits-)Markt und die systematische Ausschaltung der Vertragsfreiheit zugunsten hoheitlicher Diktate sind, im Verein mit hohen Steuerlasten, Gift für die Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts. Menschen, die ihr Wirtschaftswissen (auch) aus einer erfolgreichen Tätigkeit unter Marktbedingungen und nicht von der geschützten Werkstätte aus ausschließlich aus der Literatur beziehen, verwundert das nicht.

Den gesamten Report, sowie Auszüge davon sind unter der Adresse: http://www.weforum.org/ kostenlos herunterzuladen.

Eine Interpretation des Reports zur wirtschaftlichen Lage in Europa: Frankreich (auf Rang 23), Spanien (Rang 35), Italien (Rang 49) und Griechenland (Rang 81) finden nicht aus der Krise. Hauptgrund: In diesen Ländern wird zu teuer produziert. Alle diese Volkswirtschaften sind zu ihrem eigenen Unglück – und zum Schaden Deutschlands – im Käfig der Gemeinschaftswährung gefangen, der es ihnen unmöglich macht, durch eine Währungsabwertung ihre Konkurrenzfähigkeit zurückzuerlangen.

Um dieses Ziel jedoch innerhalb der Eurozone zu erreichen, müssten dort die Löhne und Warenpreise drastisch sinken. Es müsste zu einer „inneren Abwertung“ kommen. Ein Szenario, das keine Regierung dieser für das alte Europa typischen Wohlfahrtsbiotope überstehen würde.

Einen anderen Weg gibt es indes nicht, will man nicht auf Dauer von den ungeliebten Teutonen alimentiert und diesen damit auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sein. Schließlich wird auch in Deutschland nur mit Wasser gekocht. Kann diese letzte (noch) einigermaßen funktionierende Volkswirtschaft Europas die ihr aufgebürdeten Lasten nicht mehr länger tragen – was absehbar ist – gehen auch bei den Südstaaten endgültig die Lichter aus. Deren politische Eliten sind daher gut beraten, die Ursachen ihrer hausgemachten Probleme nicht unausgesetzt in Berlin zu suchen.

Gegen eine Korrektur der bestehenden ökonomischen Verzerrungen mittels einer scharfen Rezession steht indes der von der mehrheitlich links stehenden Zunft der beamteten Ökonomen geforderte und von den politischen Eliten und Zentralbanken entschlossen exekutierte Krieg gegen das Deflationsmonster. Dieser wird mittels „aktiver“ Geldpolitik geführt, die auf Geldentwertung einerseits und einen gewaltigen Vermögenstransfer andererseits setzt – zum Schaden der Bürger der Nordländer. Die strukturellen Probleme der Nehmer im Süden und in Frankreich werden dadurch aber nicht nur nicht gelöst, sondern vielmehr sogar perpetuiert…

Ehe Europa nicht in Hyperinflation und Währungschaos versinkt, dürfte sich an dieser verheerenden Politik nichts ändern. Die Weichen zum Finanz- und Wirtschaftsinfarkt der Eurozone sind jedenfalls gestellt…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2014 02:19

    Daß der liebe transatlantische Verbündete (jaja, die Hüter und Bewahrer der westlichen Kultur und ihrer zivilisatorischen Werte) zur Zeit gerade darum intensiv bemüht ist, einen immer unlösbarer werdenden Dauerkonflikt mit der rohstoff- und energiereichsten eurasischen Macht mit aller Willkür vom Zaun zu brechen, wird sein übriges dazu beitragen daß kaufkräftige Märkte ihren Bedarf an hochwertigen Endfertigungsprodukten zufolge vollkommen dümmlicher Sanktionenpolitk anderswo decken, als in jenem Europa, daß sich zu Anfang und auf den ersten Blick auf den Globus als Handelspartner geradezu aufdrängt. Aber wie es nun einmal ist - wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Blindheit. Aber keine Sorgen, die sozialistisch vorgepolten Gutmenschen werden schon eine Antwort finden - zum Beispiel durch noch mehr Umverteilung und noch mehr Import von religiös-kulturell motivierten Gewalttätern. Ja, ganz bestimmt, die werden unser aller Auskommen im Ruhestand sichern. Ganz bestimmt.

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2014 12:13

    Ich erlaube mir ein generelles Problem aufzuwerfen. Gerade deshalb, weil diese Studie den ‚Österreichern’ und den Liberalen gut passt (ein Danke an Herrn Tögel für die gute Zusammenstellung).

    Solche Studien werden von Systemlingen gemacht. Heute, eine uns gut ins Bild passende, morgen, eine die uns nicht passt und die ignorieren wir dann (oder bekämpfen sie); das ergibt eine unschöne Bilanz. Wir sollten alles was diese, von unserem Steuergeld lebenden, Parasiten so von sich geben, einfach ignorieren!

    Es sind genau jene ‚Volkswirte’, die uns permanent mit neuen Fragebögen drangsalieren (stets mit dem liebevollen Hinweis, daß bei Falschangaben oder Verspätung Strafe droht!), die jede Zahl und Statistik kennen bzw. ausarbeiten und dann von der Lehman-Krise überrascht wurden – zu gut Deutsch: Blinde unter Blinden.

    Wer die Vorgaben von FMA und ÖNB für Banken (auch für die kleinste Raika oder Stadtsparkasse) kennt, der weiß, diese Prüfer (alles einschlägige Akademiker) haben ein volkswirtschaftlich relevantes Zahlenwerk von unüberbietbarer Tiefe und Vielfalt. Gebracht hat das bei BAWAG, HAA, Kommunalkredit und ÖVAG rein gar nichts. Es hat nur gekostet und, nochmals, nachweislich absolut nichts verhindert.

    Also nochmals, so gut uns diese Zahlen ins Bild passen, wir sollten sie ignorieren, weil diese Pharisäer keine Ahnung von Wirtschaft haben und wir ihnen nicht das Privileg der Anerkennung verleihen sollten. Und weil diese Pharisäer morgen etwas ganz anderes sagen würden, wenn die Mächtigen etwas anderes hören wollen und, bei Nichterfüllung, mit dem Ende der staatlichen Geldflüsse drohen würden.


alle Kommentare

  1. Gorkem (kein Partner)
    21. Januar 2015 16:11

    Today is one of those days People expect me to write steiohmng really GREAT each and every day. I wake up to 50 emails telling me, Fred, you need to write about this, or that or the other , and maybe I do, but you know, this is a hobby for me, or, more correctly, that's how it started, as a hobby My damned HOBBY has turned into a demanding job, and it's killing me No pay, long hours and having to come up with great content daily Then getting HATE MAIL for what I write, and then I get the mail that I HATE, the Fred, you forgot this, or that or the other , I didn't forget ANYTHING, I got TIRED Some folks think this is easy, well, it's not. I have a suggestion for em, get a blog and try it for a few years, then get back to me on how *EASY* it is to do this day in and day out, with all the critics, hate mail and for the most part, doing it for free, and giving quality blog posts ALL THE TIME.. If it wasn't for a few VERY faithful readers and folks that make an occasional donation, I wouldn't even be doing this, and to those fine folks that DO stick with me and make donations, I apologize for this rant and burnout, I am hoping it's only temporary I am taking a break http://rklwettkrpt.com [url=http://hysysfzsgfo.com]hysysfzsgfo[/url ] [link=http://qyligcjomtn.com]qyligcjomtn[/link ]

  2. Oktaviana (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:45

    Further: I know how you feel.I've been writing since 2004, when my fomerr girlfriend left me high and dry, draining my cabin of most everything INCLUDING the metal door pulls on the cabinets.The TV, the sofas, the furniture, one bed, the washer and dryer, the stereo. My cabin was essentially BARE.It was my BLOG that kept me, partially, alive.And why I'm still here NOW, lo, those EIGHT YEARS later!How many people can say they've continued with a blog for EIGHT YEARS ?And I still have a job, and I've not yet retired and can't yet afford to.Do NOT give up, Fred!We NEED you in the Blogosphere.BZ

  3. Amy (kein Partner)
    19. Januar 2015 18:46

    I'm not giving up my frenid, giving up is NOT in my make up I'm just terribly burned out right now That piece I posted about the Upside Down Nation, I get an email telling me that it belongs to someone else and THEY want credit for it, and they provided a seriously suspicious looking link to a *blog*, I didn't click it, I sent it to SPAM and blocked it, but the point is, I am getting all kinds of crap like that, all the time Almost daily I get an attack attempt, thank God I have the computer knowledge I do and the tools to keep those attacks from doing damage It seems like the harder you work to get the truth out there, the harder you work to bring an end to the socialist screwing this nation is taking, the harder the moonbats attack, or try to.. I'll be back at it, maybe tomorrow, maybe not, maybe a day or 2m I have got to get ME in a better place mentally, and I hope that once I *recharge* a bit I can do some more damage to the left and the ASSHOLES that seek to destroy our wonderful nation

  4. dssm
    05. September 2014 12:13

    Ich erlaube mir ein generelles Problem aufzuwerfen. Gerade deshalb, weil diese Studie den ‚Österreichern’ und den Liberalen gut passt (ein Danke an Herrn Tögel für die gute Zusammenstellung).

    Solche Studien werden von Systemlingen gemacht. Heute, eine uns gut ins Bild passende, morgen, eine die uns nicht passt und die ignorieren wir dann (oder bekämpfen sie); das ergibt eine unschöne Bilanz. Wir sollten alles was diese, von unserem Steuergeld lebenden, Parasiten so von sich geben, einfach ignorieren!

    Es sind genau jene ‚Volkswirte’, die uns permanent mit neuen Fragebögen drangsalieren (stets mit dem liebevollen Hinweis, daß bei Falschangaben oder Verspätung Strafe droht!), die jede Zahl und Statistik kennen bzw. ausarbeiten und dann von der Lehman-Krise überrascht wurden – zu gut Deutsch: Blinde unter Blinden.

    Wer die Vorgaben von FMA und ÖNB für Banken (auch für die kleinste Raika oder Stadtsparkasse) kennt, der weiß, diese Prüfer (alles einschlägige Akademiker) haben ein volkswirtschaftlich relevantes Zahlenwerk von unüberbietbarer Tiefe und Vielfalt. Gebracht hat das bei BAWAG, HAA, Kommunalkredit und ÖVAG rein gar nichts. Es hat nur gekostet und, nochmals, nachweislich absolut nichts verhindert.

    Also nochmals, so gut uns diese Zahlen ins Bild passen, wir sollten sie ignorieren, weil diese Pharisäer keine Ahnung von Wirtschaft haben und wir ihnen nicht das Privileg der Anerkennung verleihen sollten. Und weil diese Pharisäer morgen etwas ganz anderes sagen würden, wenn die Mächtigen etwas anderes hören wollen und, bei Nichterfüllung, mit dem Ende der staatlichen Geldflüsse drohen würden.

  5. Helmut Oswald
    05. September 2014 02:19

    Daß der liebe transatlantische Verbündete (jaja, die Hüter und Bewahrer der westlichen Kultur und ihrer zivilisatorischen Werte) zur Zeit gerade darum intensiv bemüht ist, einen immer unlösbarer werdenden Dauerkonflikt mit der rohstoff- und energiereichsten eurasischen Macht mit aller Willkür vom Zaun zu brechen, wird sein übriges dazu beitragen daß kaufkräftige Märkte ihren Bedarf an hochwertigen Endfertigungsprodukten zufolge vollkommen dümmlicher Sanktionenpolitk anderswo decken, als in jenem Europa, daß sich zu Anfang und auf den ersten Blick auf den Globus als Handelspartner geradezu aufdrängt. Aber wie es nun einmal ist - wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Blindheit. Aber keine Sorgen, die sozialistisch vorgepolten Gutmenschen werden schon eine Antwort finden - zum Beispiel durch noch mehr Umverteilung und noch mehr Import von religiös-kulturell motivierten Gewalttätern. Ja, ganz bestimmt, die werden unser aller Auskommen im Ruhestand sichern. Ganz bestimmt.





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