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Sackgasse Inklusion

Jüngsten Medienberichten zufolge sollen bis 2020 Sonderpädagogische Einrichtungen weitestgehend abgeschafft werden. Unter der beschönigenden Formulierung „Inklusion“ sollen dann auch Kinder und Jugendliche, die den Anforderungen eines Regelschulbetriebs intellektuell und/oder aufgrund ihres Sozialverhaltens eigentlich nicht gewachsen sind, trotz dieses Umstandes in eben diesen mitübernommen werden.

Dass dieses Vorhaben den Pflichtschulbereich durchziehen soll, ist bereits seit längerem klar. Heißt es doch etwa im Schulorganisationsgesetz zu den Zielsetzungen der Neuen Mittelschule, dass Diversität und Inklusion, Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit wichtige Ziele seien. Inklusion u.a. bedeute, zu „erkennen, dass Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern Chancen für das gemeinsame Lernen sind und nicht Probleme, die es zu überwinden gilt“.

Dieser ungeheuerliche Euphemismus geht allerdings an der Realität klar vorbei. Alleine Kinder mit psychosozial-emotionalen Entwicklungsstörungen, nur eine der bisher im sonderpädagogischen Bereich betreuten Gruppen, stellen nämlich den sinnvollen Unterricht in den Klassen massiv in Frage, denn sie sind häufig aggressiv, können nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden und gefährden sich und andere Personen.

Dazu kommen noch viele andere, die nicht in der Lage sind, weiten Teilen des Unterrichts, zumindest in den Haupt- und klassischen Lernfächern sinnerfassend zu folgen und die auch den Lernfortschritt ihrer Mitschüler sicherlich nicht begünstigen, wenn sie ihn nicht überhaupt durch auffälliges Verhalten stören.

Es stellt sich die Frage, wo die im Gesetz erwähnten „Chancen“ tatsächlich liegen:

  • Darin, dass durch den Einbezug von Kindern, die aufgrund geistiger Behinderung deutlich jedes Klassenziel verfehlen, das allgemeine Tempo des Lernprozesses gedrosselt wird?
  • Darin, dass behinderte Kinder – trotz Förderung – im unmittelbaren Vergleich zu den nichtbehinderten Mitschülern regelmäßig erkennen müssen, dass sie schwächer sind und in vielen Bereichen nicht mithalten können (was zwangsläufig zu Frustrationserlebnissen führen muss)?
  • Darin, dass (geistig) behinderte Kinder eventuell sogar Opfer von Spott und Missgunst von Teilen einer Klasse werden?
  • Darin, dass (geistig) behinderte Kinder den Unterricht stören, wenn sie mehr oder minder unbewusst (laute) Geräusche von sich geben oder störende motorische Aktivitäten entwickeln?

Wo liegen die „Chancen“ denn wirklich? Zu erkennen, dass es Menschen mit Behinderung gibt und man sich diesen gegenüber anständig verhalten und gegebenenfalls behilflich sein soll, dafür braucht es keine „Inklusion“, sondern lediglich eine vernünftige Erziehung.

Maßstab für die Aufnahme behinderter Kinder in einen Regelschulbetrieb kann tatsächlich nur die Frage sein, inwieweit diese in der Lage sind, das Klassenziel zu erfüllen – durchaus mit entsprechenden technischen Hilfsmitteln wie Hörhilfen, Lernbehelfen mit Blindenschrift, einer bautechnisch barrierefreien Umgebung, aber jedenfalls ohne Störung des Unterrichtsbetriebs und ohne zusätzlichen Personalaufwand. Wird dieses Kriterium, das auch dem tatsächlichen (und nicht von ideologisch verblendeten Psychologen und Pädagogen oder gekränkten Eltern behaupteten) Kindeswohl am besten entspricht, erfüllt, dann gerne „Ja“ zur Inklusion; alles andere aber hilft weder den betroffenen Kindern noch den Mitschülern.

Doch das will die heimische Politik nicht erkennen. Aber nicht genug damit, dass die Pflichtschulen desavouiert werden sollen: Das Prinzip der „Inklusion“ soll nun auch noch auf alle darüber hinausgehenden Schulformen wie AHS und BMHS angewandt werden.

Dies mit der Begründung, dass „nicht nur Kinder mit Beeinträchtigung vom gemeinsamen Aufwachsen profitieren (würden), sondern auch die anderen Schüler durch den Erwerb von mehr Konfliktfähigkeit und sozialen Kompetenzen.

Abgesehen davon, dass sich die Gymnasiasten und HAK-Schüler sicher freuen, wenn sie Woche für Woche in allerlei unangenehmen Situationen ihre „Konfliktfähigkeit“ entwickeln dürfen, so stellt sich ernsthaft die Frage, welcher Teufel die Verantwortlichen im Bildungsministerium geritten hat?

Will man wirklich auch noch die weiterführende Ausbildung zum Spielball gesellschaftspolitischer und klar ideologisch motivierter Experimente machen und sie auf dem Rücken von Schülern und Eltern nachhaltig beeinträchtigen?

Welcher Wert wird denn einer Ausbildung im Sinne von Wissenserwerb und echter Kompetenzaneignung (und nicht jener, die linke Sozialromantiker meinen) denn in diesem Land noch beigemessen?

Wenn nun etwa Bildungswissenschaftler Stefan Hopmann auf den „enormen personellen, fachlichen und räumlichen Bedarf von Inklusionspädagogik“ hinweist und die geplante Zielsetzung des Ministeriums in das Reich des Unmöglichen verweist, ist diese leichte Kritik zwar richtig, geht aber am eigentlichen Problem vorbei. Es wäre die eigentliche Aufgabe eines Bildungssystems, allen Kindern und Jugendlichen eine ihren Möglichkeiten entsprechende bestmögliche Ausbildung und Erziehung zu ermöglichen und dabei auch den Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort nicht außer Acht zu lassen.

Das was nun geplant ist, stellt gerade das Gegenteil zu diesem Anspruch dar. Und die Folgen werden wir alle zu tragen haben.

Mag.iur. David Nagiller B.Ed. ist Jurist, freier Publizist und Lehrer für Neue Mittelschulen

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. August 2014 07:51

    Was ungleich ist, kann ein aufrechter Sozialist noch allemal gleich machen!
    Wäre interessant, was die sozialistische Lehrerschaft zu Buchingers Vorschlag sagt.
    Die jetzt schon völlig überforderten Lehrer in Wiener Klassen mit bis zu 90% deutschunkundiger Kinder werden es locker meistern, auch noch ein oder zwei geistig behinderte Schüler mit zu betreuen ...
    Wo bleibt der Aufschrei der betroffenen Elternvereine in sonderpädag. Schulen?

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. August 2014 06:30

    Eine weitere kranke Entwicklung der Gesellschaftszerstörer, die den Schwächsten und Dümmsten zum Maß aller Dinge nehmen.
    Dem Starken und Intelligenten wird alles aufgebürdet oder er wird abgewertet, es sei den, er macht Karriere in der Nomenklatura.

  3. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    11. August 2014 20:54

    Man kann einem - offenbar jungen, vor allem aber aus der Praxis mit der Sach- und Problemlage vertrauten - Mann wie Herrn Mag. Nagiller nicht genug danken, dass er sich getraut, den Unsinn, der in unseren Tagen u.a. in Gestalt dieser "Inklusionsklassen" gefördert wird, aufzuzeigen und beim Namen zu nennen. Die unausbleiblichen Folgen hat er bereits in seinem Beitrag hervorragend dargestellt; wir sollten uns davor hüten, im Fahrwasser einer pharisäisch- gutmenschlichen Gleichmacherei auch im Bereich der Begabung und/oder Behinderung eine egalitär erzogene Gesellschaft von Halbtrotteln heranzuzüchten, was ja offenbar Ziel der sozialistischen Bildungspolitik ist.
    Vielleicht liest ja doch hier jemand in der Lichtenfelsgasse mit?!: Die Abschaffung der aufgezeigten Unsinnigkeiten, die ja in Wahrheit schwerste Verbrechen an unseren gesunden Kindern und Jugendlichen darstellen, sollte nicht nur ein deklariertes Ziel einer ÖVP - Bildungspolitik sein - wenn es denn so etwas überhaupt noch gäbe - sondern würde sicher auch Wählerstimmen bringen; nur für den Fall, dass die ÖVP überhaupt noch an so etwas interessiert sein sollte.

  4. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    11. August 2014 05:31

    Sehr geehrter Herr Nagiller!

    Ihr Artikel ist sehr engagiert und sachkundig, vielen Dank! Das Thema "Inklusion" wird auch immer wieder von anderen Autoren aufgegriffen. Zum Beispiel von Jan Fleischhauer:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-ueber-inklusion-an-schulen-a-975644.html

    Bei allen Einwänden bzw. Kritik die beim Thema "Inklusion" vorgebracht werden bekommt man sofort zur Antwort - zum Beispiel vom österr. Behindertenanwalt Erwin Buchinger (er war früher Sozialminister):

    Österreich hat sich auf Grund einer UNO-Konvention, die Österreich unterschrieb zur Inklusion verpflichtet.

    Also Österreich MUSS sozusagen die Sonderschulen und sonderpädagog. Einrichtungen abschaffen - da kommt Österreich nicht darum herum.

    Die Frage die sich sofort erhebt: WER hat von österr. Seite diese Konvention unterschrieben und inwieweit ist es wahr dass die Republik Österreich zu was verpflichtet ist? Wer hat die Verantwortung getragen bei dieser Unterschrift?

    Läuft Österreich sehenden Auges in eine neue Bildunskatastrophe - diesmal wegen der Inklusion?

    Ist für unser Bildungssystem Gefahr in Verzug?

    Lässt sich diese Katastrophe noch verhindern?

    Zu dieser UNO-Konvention dieser Link (aus Sachsen-Anhalt, mit Downloads):

    http://www.bildung-lsa.de/themen/inklusive_bildung_gemeinsamer_unterricht/grundsaetze__papiere_der_un_und_kmk_zur_inklusion.html#art5825

    Und von Wikipedia:

    http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Konvention_%C3%BCber_die_Rechte_von_Menschen_mit_Behinderungen

    Sowie: http://de.wikipedia.org/wiki/Inklusion_%28P%C3%A4dagogik%29

    Mir als Staatsbürger kann doch niemand erzählen dass Österreich wegen dieser Unterschrift jetzt sozusagen verpflichtet ist sehenden Auges das Bildungssystem noch mehr zu ruinieren - zusätzlich zur staatlichen Einheitsbreischule NMS.

    Aber von unseren Politiker kann man leider keine Vernunft oder Realitätssinn erwarten, sie werden von den gutmenschlichen und politisch korrekten Medien vor sich her getrieben.

    Wer profitiern wird sind die Privatschulen - genau in diese Privatschulen geben ja bekanntlich die Politiker ihre eigenen Kinder. Wer Geld und Vitamin B hat wird es sich richten können: für sich und seine Kinder.

  5. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2014 10:18

    Es ist vielfach historisch erwiesen, dass vom Marxismus induzierte Weltanschauungen nicht funktionstüchtig sind; sie führen ausnahmslos in den alles umfassenden Ruin.
    Menschen, welche sich weigern, diese historische Realität anzuerkennen, und auf marxistischer Gedankenbasis agieren, sind damit, aus rein rationalen Gründen, grundsätzlich völlig ungeeignet, leitende Funktionen in einer Gesellschaft einzunehmen.
    Diese Tatsache sollte möglichst intensiv verbreitet werden, damit die marxistische Weltsicht nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, ja, der ganzen Welt, als das gebrandmarkt wird, was sie tatsächlich ist, nämlich eine katastrophale Irrlehre.

    Sozialisten in Regierungsverantwortung sind daher ein grundsätzliches Unding.

  6. Ausgezeichneter KommentatorArundo.donax
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. August 2014 10:09

    Die Idee von der Inklusion ist als theoretisches Konstrukt hübsch, ebenso wie die multikulturelle bzw. multireligiöse Gesellschaft - etwas, das Sozialromantiker in Verzückung geraten lässt. Nur blöd, wenn sich die Realität und die Beteiligten nicht an das halten, was man sich zuvor mit schön gestalteten Plakaten, netten Bildchen und Slogans am Schreibtisch ausgemalt hat.

    Nun reicht es nicht mehr, zu "integrieren", denn das Problem dabei sei, wie Frau Mag.a Segat vom "Verein Integration" sagt: " Während alle nichtbehinderten Kinder gemeinsam am gleichen Gegenstand miteinander lernen und das selbe gemeinsame Lernziel zu erreichen haben, lernen Kinder mit Behinderung an anderen Inhalten, mit anderen Methoden und meist mit einer anderen Lehrerin als der Rest der Klasse. Der Unterricht findet für Kinder mit Behinderung in vielen Fällen gesondert in einem Klassennebenraum bzw. im hinteren Teil der Klasse statt." Das ist ja auch eine bodenlose Frechheit, wenn Kinder mit Beeinträchtigung etwas anderes lernen - es sind alle gleich, Begabte und Unbegabte gibt es nicht, weil es sie in einer heilen Welt nicht geben darf! Dann orientieren sich eben alle nach unten, damit niemand das Gefühl haben muss, etwas nicht schaffen zu können. Die Südkoreaner, die ihre Kinder neben dem normalen Unterricht oft bis spät abends zu Privatförderkursen schicken, wird es freuen, wenn sie an der früheren Bildungshochburg Europa links und rechts vorbeiziehen, und die Top-Jobs besetzen können.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. August 2014 00:35

    Zu Ihrer Frage: "Will man wirklich auch noch die weiterführende Ausbildung zum Spielball gesellschaftspolitischer und klar ideologisch motivierter Experimente machen und sie auf dem Rücken von Schülern und Eltern nachhaltig beeinträchtigen?" geben die Linken aller Schattierungen eine klare Antwort: "JA!"

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2014 15:05

    "Abgesehen davon, dass sich die Gymnasiasten und HAK-Schüler sicher freuen, wenn sie Woche für Woche in allerlei unangenehmen Situationen ihre „Konfliktfähigkeit“ entwickeln dürfen, so stellt sich ernsthaft die Frage, welcher Teufel die Verantwortlichen im Bildungsministerium geritten hat?"

    Der Teufel (oder einer von ihnen) heißt "Prokrustes". Die gewaltsame Gleichmachung des Ungleichen als Programm des mythischen Riesen gleichen Namens wurde von der Bildungsbürokratie als eigenes Programm adaptiert. Es hatte im Sowjetkommunismus erhebliche Resultate erzielt.

    Diese Geistespathologie feiert fröhliche Urständ. Derzeit gibt es leider keinen Theseus, der dem Prokrustes den Garaus machen würde


alle Kommentare

  1. Lanette (kein Partner)
  2. Siya (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:18

    Liebe Blogger, liebe Co-Reporter,seit 12 Jahren nehmen wir, die Nf6rdlinger, rlgeeme4dfig an Wettbewerben von Special Olympics teil. Und das Ergebniss kann sich sehen lassen. Lauter selbstbewudfte, liebenswerte und vorallem hilfsbereite Sportler, denen der Sieg nicht so wichtig ist wie das Miteinander in der Gruppe. Euere Trainer sind stolz, dass sie mit euch arbeiten dfcrfen. Den Co Reportern ein ganz herzliches Vergeltb4s Gott, ihr habt unsere Gruppe mit euerer Anwesenheit bereichert und wir alle denken mit einem lachenden und einen weinenden Auge an die schf6ne Woche, die wir mit Minni, Anton und Daniel verbringen durften. http://mwusmuynepe.com [url=http://ysjgvxu.com]ysjgvxu[/url ] [link=http://yvddeftmo.com]yvddeftmo[/link ]

  3. Triant (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:07

    Lustig ist, dass Julia Probst einerseits den Medien votahlren will, worfcber sie wie zu berichten haben und ihnen quasi vorwirft, dass Medien mit an der Verherrlichung von Cochlear Implantate schuld sind. Andererseits ist sie sich selbst nicht zu schade, eben diese Medien zu nutzen, um sich ins Licht zu setzen und die mediale Aufmerksamkeit ffcr sich zu gewinnen. Ein Schelm, wer Bf6ses denkt

  4. Fayzulla (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:27

    D) Bewusstseinsbildung / d6ffentlichkeitsarbeit1) Bewusstseinsbildung-Identite4tsff6rderung von Menschen mit Hf6rbehinderung durch Gebe4rdensprache und durch Angebot eines Unterrichtsfach „Gehf6rlosenkultur“-Durchgehender Einsatz von Dolmetschkre4ften im Landtagsparlament-DurchffchrungvonProjektenzum ThemaGebe4rdenspracheundGehf6rlosenkultur an Schulen-Bereitstellung von Mitteln ffcr Ff6rderung von Projekten zur Bewusstseins- bildung von hf6rbehinderten Menschen, sowie Projekte zur Bewusstseinsbildung und Aufkle4rung der d6ffentlichkeit fcber das Thema Taubheit/ Hf6rbehinderung, Gebe4rdensprache, soliaze/kulturelle Umwelt Hf6rbehinderter, Berufsbilder des Gebe4rdensprachdolmetschers und anderen Kommunikationshilfen etc.-Vollwertige und uneingeschre4nkte Teilhabe von hf6rbehinderten Menschen an allen politischen und gesellschaftlichen Prozessen der Meinungsbildung (dies erfordert die Mf6glichkeit der Teilhabe und Mitgliedschaft in Parteien, Vereinen, Verbe4nden, Organisationen etc.)-Planme4dfige Aufkle4rung der Zivilgesellschaft fcber Gebe4rdensprache undGehf6rlosenkultur-Taubblinde:oFf6rderung bei der Ausfcbung eigener Handlungs- und Gesche4ftsfe4higkeitopersf6nlicheAssistenz(Taubblindenassistenz)undDolmetscher- leistungen im privaten BereichoInstrumente zur Feststellung der tatse4chlichen Zahl der taubblindenMenschen2) d6ffentlichkeitsarbeit-Sicherung und Erweiterung des vorhandenen Magazins (z.B. Sehen Statt Hf6ren)und anderer Angebote ffcr Hf6rbehinderte in f6ffentlich-rechtlichen Programmen-Errichtung eines staatlich geff6rderten Instituts ffcr Gebe4rdensprache, (siehe Punkt Bildung), das Schulungsprogramme zur Sche4rfung des Bewusstseins ffcr Menschen mit Hf6rbehinderung anbietet-Anerkennung der Gehf6rlosengemeinschaft als kulturelle und sprachlicheMinderheit-d6ffnung gegenfcber der Gebe4rdensprache insbesondere in den BereichenFrfchff6rderung, Bildung und Medizin-Diskriminierungsverbot der Deutschen Gebe4rdensprache3) Ehrenamtliche Te4tigkeit-Bereitstellung eines Kommunikationshilfen- bzw. Dolmetscherbudgets ffcr bfcrgerschaftliches Engagement unabhe4ngig vom sozialhilferechtlichen Einsatz des eigenem Einkommens und Vermf6gens-Bereitstellung eines Budgets ffcr Aufkle4rungsarbeit-Nutzung multimedialer Kommunikationsmf6glichkeiten ffcr die Arbeit in derFreizeit und im Ehrenamt (z.B.: Aufkle4rungs- und Vereinsarbeit)

  5. Onkel Hans (kein Partner)
    20. August 2014 17:51

    Alles treffend erkannt, Herr Nagiller!

    Wenn ich den Auftrag hätte, dem österreichischen Schulwesen einen weiteren entscheidenden Schlag zu versetzen, ich würde sicher auch diese "Inklusion" anordnen. Wer sollte mir so einen Auftrag geben?

  6. Kopfschütteln (kein Partner)
    19. August 2014 08:30

    Herr Mag.iur. David Nagiller tun Sie bitte allen "die durch auffälliges Verhalten stören" oder gar "störende motorische Aktivitäten entwickeln" einen großen Gefallen & widmen Sie sich 100% der Juristerei - Pädagogen wie Sie fördern nur die Anzahl der "Opfer von Spott und Missgunst" & es scheint ja eher so, als wollen Sie nur "blonde, große, blauäugige Menschen" an Ihrem großen Wissensreichtum teilhaben lassen. Wo wäre wohl Pablo Pineda gelandet, wenn er Sie als Pädagogen gehabt hätte? http://de.wikipedia.org/wiki/Pablo_Pineda
    Bestimmt nicht auf der Universität... & wenn dann nur als "Forschungsobjekt" für jene, die sich Wissen & Kompetenz aneignen möchten.

    • Arundo.donax
      19. August 2014 18:06

      Sehr geehrter "Kopfschütteln", sie lösen bei mir ob Ihres Kommentares selbiges aus. Aus der Perspektive jener, die eine Schule zwar als Schüler betreten haben und demzufolge dächten, sie wüssten über die Schule Bescheid, mag Ihre Ansicht durchaus Glaubwürdigkeit besitzen. Es mag ebenso sein, dass einige Schüler trotz widrigster Umstände einen sehr erfolgreichen Weg absolvieren. Aber in Österreich heutzutage als Lehrer tätig zu sein, sämtliches abzufangen, was gesellschaftspolitisch misslingt (Bewegungsmangel, Erziehungsdefizite, Fehlernährung, Unfähigkeit zu friedlicher Konfliktlösung usw. usf.) und das trotz schlechten Images und nicht viel besserer Entlohnung, und dennoch mit Freude das Beste aus den anvertrauten Kindern herauszuholen, ist Schwerstarbeit. Und ich weiß, wovon ich spreche.

  7. Wolfram Schrems (kein Partner)
    12. August 2014 15:05

    "Abgesehen davon, dass sich die Gymnasiasten und HAK-Schüler sicher freuen, wenn sie Woche für Woche in allerlei unangenehmen Situationen ihre „Konfliktfähigkeit“ entwickeln dürfen, so stellt sich ernsthaft die Frage, welcher Teufel die Verantwortlichen im Bildungsministerium geritten hat?"

    Der Teufel (oder einer von ihnen) heißt "Prokrustes". Die gewaltsame Gleichmachung des Ungleichen als Programm des mythischen Riesen gleichen Namens wurde von der Bildungsbürokratie als eigenes Programm adaptiert. Es hatte im Sowjetkommunismus erhebliche Resultate erzielt.

    Diese Geistespathologie feiert fröhliche Urständ. Derzeit gibt es leider keinen Theseus, der dem Prokrustes den Garaus machen würde

  8. FranzAnton
    12. August 2014 10:18

    Es ist vielfach historisch erwiesen, dass vom Marxismus induzierte Weltanschauungen nicht funktionstüchtig sind; sie führen ausnahmslos in den alles umfassenden Ruin.
    Menschen, welche sich weigern, diese historische Realität anzuerkennen, und auf marxistischer Gedankenbasis agieren, sind damit, aus rein rationalen Gründen, grundsätzlich völlig ungeeignet, leitende Funktionen in einer Gesellschaft einzunehmen.
    Diese Tatsache sollte möglichst intensiv verbreitet werden, damit die marxistische Weltsicht nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, ja, der ganzen Welt, als das gebrandmarkt wird, was sie tatsächlich ist, nämlich eine katastrophale Irrlehre.

    Sozialisten in Regierungsverantwortung sind daher ein grundsätzliches Unding.

  9. ProConsul
    11. August 2014 23:22

    Nachdem man es den Österreichern zumutet ihre Kinder mit den Abkömmlingen von anatolische Schafhirten und tschetschenischen Dschihadisten in eine Klasse zu geben, wollen die Sozialisten und grünen Weiber als nächstes auch Behinderte in die Klassen stecken. Mich wundert in diesem Land nichts mehr. Später werden sich die dieselben dann wundern, warum die Privatschulen so boomen und ein Kind, welches auf eine staatliche Schule gegangen ist, nirgends mehr eine Chance haben wird! Aber soweit denken die Marxistinnen in ihrem Klassenkampf nicht mehr.

    • Seibold (kein Partner)
      12. August 2014 11:38

      Privatschulen werden das durch individuell-gesetzliche Regelungen nicht überleben können...

  10. Gandalf
    11. August 2014 20:54

    Man kann einem - offenbar jungen, vor allem aber aus der Praxis mit der Sach- und Problemlage vertrauten - Mann wie Herrn Mag. Nagiller nicht genug danken, dass er sich getraut, den Unsinn, der in unseren Tagen u.a. in Gestalt dieser "Inklusionsklassen" gefördert wird, aufzuzeigen und beim Namen zu nennen. Die unausbleiblichen Folgen hat er bereits in seinem Beitrag hervorragend dargestellt; wir sollten uns davor hüten, im Fahrwasser einer pharisäisch- gutmenschlichen Gleichmacherei auch im Bereich der Begabung und/oder Behinderung eine egalitär erzogene Gesellschaft von Halbtrotteln heranzuzüchten, was ja offenbar Ziel der sozialistischen Bildungspolitik ist.
    Vielleicht liest ja doch hier jemand in der Lichtenfelsgasse mit?!: Die Abschaffung der aufgezeigten Unsinnigkeiten, die ja in Wahrheit schwerste Verbrechen an unseren gesunden Kindern und Jugendlichen darstellen, sollte nicht nur ein deklariertes Ziel einer ÖVP - Bildungspolitik sein - wenn es denn so etwas überhaupt noch gäbe - sondern würde sicher auch Wählerstimmen bringen; nur für den Fall, dass die ÖVP überhaupt noch an so etwas interessiert sein sollte.

  11. Gerhard Pascher
    11. August 2014 17:30

    BM Heinisch-Hosek als gelernte Sonderschullehrerin wird kämpfen, dass es solche Schulen weiterhin geben wird. Vielleicht gibt es aber einen "faulen" Kompromniss, wo die Eltern selbst entscheiden können, wo ihr Kind hingeht. Ob dies klug ist?

  12. Arundo.donax
    11. August 2014 10:09

    Die Idee von der Inklusion ist als theoretisches Konstrukt hübsch, ebenso wie die multikulturelle bzw. multireligiöse Gesellschaft - etwas, das Sozialromantiker in Verzückung geraten lässt. Nur blöd, wenn sich die Realität und die Beteiligten nicht an das halten, was man sich zuvor mit schön gestalteten Plakaten, netten Bildchen und Slogans am Schreibtisch ausgemalt hat.

    Nun reicht es nicht mehr, zu "integrieren", denn das Problem dabei sei, wie Frau Mag.a Segat vom "Verein Integration" sagt: " Während alle nichtbehinderten Kinder gemeinsam am gleichen Gegenstand miteinander lernen und das selbe gemeinsame Lernziel zu erreichen haben, lernen Kinder mit Behinderung an anderen Inhalten, mit anderen Methoden und meist mit einer anderen Lehrerin als der Rest der Klasse. Der Unterricht findet für Kinder mit Behinderung in vielen Fällen gesondert in einem Klassennebenraum bzw. im hinteren Teil der Klasse statt." Das ist ja auch eine bodenlose Frechheit, wenn Kinder mit Beeinträchtigung etwas anderes lernen - es sind alle gleich, Begabte und Unbegabte gibt es nicht, weil es sie in einer heilen Welt nicht geben darf! Dann orientieren sich eben alle nach unten, damit niemand das Gefühl haben muss, etwas nicht schaffen zu können. Die Südkoreaner, die ihre Kinder neben dem normalen Unterricht oft bis spät abends zu Privatförderkursen schicken, wird es freuen, wenn sie an der früheren Bildungshochburg Europa links und rechts vorbeiziehen, und die Top-Jobs besetzen können.

  13. Politicus1
    11. August 2014 07:51

    Was ungleich ist, kann ein aufrechter Sozialist noch allemal gleich machen!
    Wäre interessant, was die sozialistische Lehrerschaft zu Buchingers Vorschlag sagt.
    Die jetzt schon völlig überforderten Lehrer in Wiener Klassen mit bis zu 90% deutschunkundiger Kinder werden es locker meistern, auch noch ein oder zwei geistig behinderte Schüler mit zu betreuen ...
    Wo bleibt der Aufschrei der betroffenen Elternvereine in sonderpädag. Schulen?

  14. simplicissimus
    11. August 2014 06:30

    Eine weitere kranke Entwicklung der Gesellschaftszerstörer, die den Schwächsten und Dümmsten zum Maß aller Dinge nehmen.
    Dem Starken und Intelligenten wird alles aufgebürdet oder er wird abgewertet, es sei den, er macht Karriere in der Nomenklatura.

  15. Freak77
    11. August 2014 05:31

    Sehr geehrter Herr Nagiller!

    Ihr Artikel ist sehr engagiert und sachkundig, vielen Dank! Das Thema "Inklusion" wird auch immer wieder von anderen Autoren aufgegriffen. Zum Beispiel von Jan Fleischhauer:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-ueber-inklusion-an-schulen-a-975644.html

    Bei allen Einwänden bzw. Kritik die beim Thema "Inklusion" vorgebracht werden bekommt man sofort zur Antwort - zum Beispiel vom österr. Behindertenanwalt Erwin Buchinger (er war früher Sozialminister):

    Österreich hat sich auf Grund einer UNO-Konvention, die Österreich unterschrieb zur Inklusion verpflichtet.

    Also Österreich MUSS sozusagen die Sonderschulen und sonderpädagog. Einrichtungen abschaffen - da kommt Österreich nicht darum herum.

    Die Frage die sich sofort erhebt: WER hat von österr. Seite diese Konvention unterschrieben und inwieweit ist es wahr dass die Republik Österreich zu was verpflichtet ist? Wer hat die Verantwortung getragen bei dieser Unterschrift?

    Läuft Österreich sehenden Auges in eine neue Bildunskatastrophe - diesmal wegen der Inklusion?

    Ist für unser Bildungssystem Gefahr in Verzug?

    Lässt sich diese Katastrophe noch verhindern?

    Zu dieser UNO-Konvention dieser Link (aus Sachsen-Anhalt, mit Downloads):

    http://www.bildung-lsa.de/themen/inklusive_bildung_gemeinsamer_unterricht/grundsaetze__papiere_der_un_und_kmk_zur_inklusion.html#art5825

    Und von Wikipedia:

    http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Konvention_%C3%BCber_die_Rechte_von_Menschen_mit_Behinderungen

    Sowie: http://de.wikipedia.org/wiki/Inklusion_%28P%C3%A4dagogik%29

    Mir als Staatsbürger kann doch niemand erzählen dass Österreich wegen dieser Unterschrift jetzt sozusagen verpflichtet ist sehenden Auges das Bildungssystem noch mehr zu ruinieren - zusätzlich zur staatlichen Einheitsbreischule NMS.

    Aber von unseren Politiker kann man leider keine Vernunft oder Realitätssinn erwarten, sie werden von den gutmenschlichen und politisch korrekten Medien vor sich her getrieben.

    Wer profitiern wird sind die Privatschulen - genau in diese Privatschulen geben ja bekanntlich die Politiker ihre eigenen Kinder. Wer Geld und Vitamin B hat wird es sich richten können: für sich und seine Kinder.

  16. Haider
    11. August 2014 00:35

    Zu Ihrer Frage: "Will man wirklich auch noch die weiterführende Ausbildung zum Spielball gesellschaftspolitischer und klar ideologisch motivierter Experimente machen und sie auf dem Rücken von Schülern und Eltern nachhaltig beeinträchtigen?" geben die Linken aller Schattierungen eine klare Antwort: "JA!"





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