Wer fürchtet sich vor der Deflation?

Angesichts der von Politik und Notenbanken unentwegt gestreuten Gerüchte über die behaupteten Gefahren einer Deflation hat die Agenda Austria eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema ausgerichtet. An dieser nahm auch der Gouverneur der Nationalbank Ewald Nowotny teil. Dieser ist in seiner Eigenschaft als OeNB-Gouverneur bislang wenig durch brillante Wortmeldungen oder Publikationen, sehr häufig aber durch seine unverbrüchliche Loyalität gegenüber der sozialistischen Partei und deren Drillingsbrüdern Arbeiterkammer und ÖGB hervorgetreten.

Unter der Moderation der Ökonomin Agnes Streissler-Führer debattierten neben ihm Christian Gattiker, Chefstratege und Head of Research der Schweizer Julius Bär Bank und Michael von Prollius, Publizist und Gründer des „Forum Ordnungspolitik“.

Nowotny bezeichnete mit Deflation ein „sinkendes Preisniveau“. Es sei zwischen angebots- und nachfrageseitigen Gründen zu unterscheiden. Angebotsseitig könne etwa ein „Ölpreisschock“ den Auslöser bilden. Gegenwärtig hätten wir es mit einer Mischung aus beidem zu tun, wobei die deflationären Tendenzen innerhalb der Eurozone ungleich ausgeprägt seien.

Österreich halte derzeit bei rund 1,5 Prozent Inflation (VPI). In einigen südlichen Ländern der Eurozone dagegen (Zypern, Portugal, Griechenland, Italien und Spanien) herrsche bereits ein deflationäres Szenario, oder man läge nahe daran.

Das durch Deflation ausgelöste Hauptproblem wäre „…dass sie Schuldnern das Leben schwer macht“. Notenbanken hätten nie ein Problem damit, eine Inflation zu stoppen, da sie „…jederzeit den Zins nach oben treiben können, wie Paul Volcker das gemacht hat.“ Gegen Deflation jedoch gäbe es seitens der Notenbanken wenig Instrumente, wenn das bereitgestellte Geld nicht nachgefragt würde. Käme es zu kollektiven Deflationserwartungen würde der Konsum generell zurückgefahren (man bekommt ja morgen alles billiger!) und eine Negativspirale beginne sich zu drehen. „Man kann die Pferde zur Tränke führen, aber saufen müssen sie selbst.“ Deshalb gelte die Sorge der Notenbanken einer entsprechend vorbeugenden Geldpolitik.

Michael Prollius stellte fest, dass an der Wiege „desaströser Deflationen“ stets der Staat stehe. Das Deflationsgespenst werde hervorgeholt, um bestimmte Interessen zu bedienen. Anhand der Preisentwicklung von Mobiltelefonen (heute erhält man um einen Bruchteil der Kosten ein hundertfach besseres Gerät als vor 20 Jahren) werde deutlich, dass eine Deflation (definiert als sinkende Preise) alles andere als negativ sei.

Prollius betonte die Bedeutungsänderung der Begriffe Inflation und Deflation. Diese hätten ursprünglich eine Ausweitung oder eine Kontraktion der Geldmenge gemeint. Ein generell steigendes Preisniveau wäre demnach die Folge einer Inflation – also lediglich deren Symptom, während sinkende Preise typisch für jede Volkswirtschaft mit steigender Produktivität seien. Eine Deflation infolge einer Kreditkontraktion sei typisch für eine Rezession und stelle die Korrektur einer zuvor erfolgten, übermäßigen Kreditausweitung dar.

Es bestehe ein wesentlich stärkerer Zusammenhang zwischen Inflation und Rezession als zwischen Deflation und Rezession, wie eine rezente Studie beweise. Die Große Depression in den USA sei durch die planwirtschaftliche Politik des New Deal unnötig verlängert worden, während die Depression 1920/21 rasch erledigt gewesen sei, als der Staat sich jeder Intervention enthalten habe.

Christian Gattiker diagnostizierte eine derzeit zeitgleich stattfindende Deflation der Güterpreise und eine Inflation bei den Anlagepreisen (z. B. Preissteigerungen bei Immobilien). Die von Prollius beschriebene „Apple-Deflation“ sei positiv, da sie eine die Kaufkraft erhöhende Wirkung habe. Eine „negative“ Deflation zeichne sich dagegen dadurch aus, dass, bedingt durch nach unten hin starre Löhne, die Arbeitslosigkeit gefährlich zunehme. Er sehe ein „japanisches Szenario“, also eine lang anhaltende Deflation, auf Europa zukommen.

Prollius hielt dem entgegen: Wir hätten uns daran gewöhnt, an „Konstrukte“ wie einen „Warenkorb“ zu denken und darüber die Realität auszublenden. Die Vorstellung einer sich „ins Bodenlose drehenden Spirale“ sei bereits in den 20er Jahren verworfen worden.

Der liberale Ökonom Wilhem Röpke stellte damals fest: „Jede Krise bereinigt sich von selbst“. Dennoch habe Röpke – nicht aus ökonomischen, sondern aus gesellschaftspolitischen Gründen – zu einer interventionistischen Politik geraten. Ein Fehler, wie die Ereignisse in Deutschland dann gezeigt hätten. 1932/33 sei die Wirtschaftskrise strukturell nahezu überwunden gewesen und der Stimmenanteil der Nationalsozialisten war bereits wieder gesunken. Man habe den Nationalsozialisten also die Macht vorschnell und unbedacht übergeben…

Gattiker widersprach und wendete ein, man dürfe als Liberaler nicht in den Fehler verfallen, nur „in the long run“ zu denken. Auf krisenhafte Entwicklungen müsse gegebenenfalls prompt mit einer Staatsintervention reagiert werden. In den 20er und 30er Jahren sei „die Sowjetunion ein Erfolgsmodell gewesen.“ Prollius verlangte hingegen, dass Geldmanipulationen und Hemmnisse zu entfernen seien. Lohngarantien seien ein solches Hemmnis, da sie eine Anpassung in der Krise unmöglich machten (und Arbeitslosigkeit bewirken würden).

Der daraufhin einsetzende Applaus wurde von Nowotny mit sichtlicher Überraschung und der entbehrlichen Bemerkung quittiert, dass sich ein guter Teil des Auditoriums wohl die Zustände des 19. Jahrhunderts zurückwünsche, weil er meint, dass er selbst von den damals herrschenden „schrecklichen Zuständen“ nicht betroffen sein würde. Das sei „menschenverachtend!“

Dass ausgerechnet einer der höchstbezahlten Politfunktionäre des Landes sich als Rächer der Enterbten geriert und seinem Mitgefühl für das Schicksal der Unterprivilegierten mit vor offensichtlich geheuchelter Entrüstung bebender Stimme und mit dem Vokabular eines Vorstadtklassenkämpfers Ausdruck verleiht, entbehrt nicht der unfreiwilligen Komik.

Gattiker meinte, mit Blick auf die völlig andere Finanzierungsstruktur der US-Wirtschaft, dass das Bankensystem in der Eurozone überdimensioniert sei und daher kräftig schrumpfen müsse. In den USA würden drei Viertel der Finanzierungen über den Kapitalmarkt abgewickelt, in Europa sei es gerade einmal ein Viertel.

Gefragt nach den Möglichkeiten von Notenbanken, einer Deflation entgegenzuwirken, nannte Nowotny zum einen „konventionelle Mittel“. Das ist die Steuerung des Leitzinssatzes (der sich gegenwärtig gegen Null bewegt, womit jeder Spielraum nach unten aufgebraucht ist). Zum anderen gehe es um alles andere, was mit Liquidität zu tun hat – wie die unbegrenzte Bereitstellung von Dreijahreskrediten. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass „auch die Mittel der Geldpolitik ihre Grenzen haben.“

Auf die am Beginn der Publikumsrunde gestellte Frage der Moderatorin, wer von den Anwesenden sich vor einer Deflation fürchte, kam keine einzige Rückmeldung. Ein Auditorium, für das die gestreuten Warnungen tatsächlich nur „Gespenster“ sind, vor denen man sich nicht zu sorgen braucht. Aus dem Publikum wurde dann angemerkt, dass man im gerne als abschreckendes Beispiel zitierten Japan „sehr gut mit der Deflation leben kann.“ Es gebe da keine krisenhafte Stimmung, der Staat funktioniere und alle seien zufrieden. In einer anderen Wortmeldung wurde beklagt, dass die hohen Steuerlasten den Menschen zu wenig Netto vom Brutto übrig ließen und damit deflationäre Wirkung hätten. Kritisiert wurde ferner, dass die EZB ein „exponentielles Geldmengenwachstum“ vorantreibe, indem sie sich auf 4,5 Prozent jährliche Geldmengenausweitung festgelegt habe. Exponentielles Wachstum in endlichen Räumen sei aber stets problematisch.

Prollius forderte in seinem Schlusswort, dass als Anpassungsreaktion auch Bankrotte, das schärfste Korrektiv eines Marktes, zugelassen werden müssten. Dem Konstruktivismus sei eine klare Absage zu erteilen. Die Vorstellung, eine Art „europäischer Weisenrat“ verfüge über die Kompetenz, das Leben von 500 Millionen Bürgern durchgängig steuern und regulieren zu können, sei grob anmaßend. Anstelle des staatlichen Schuldgeldes sollte „gutes Marktgeld“ zugelassen werden. In diesem Zusammenhang brach er eine Lanze für das „Freebanking“.

Nowotny lobte in seinem Schlusswort die „umsichtige Politik der EZB“ und kritisierte die Bankenderegulierung, die jene Probleme verursacht habe, vor denen wir heute stünden.

„Basel III“ sei nun eine Gegenbewegung, die aber möglicherweise zu weit führe(!). Die Geldwirtschaft müsse jedenfalls geregelt sein, sonst herrsche das Chaos. Es handle sich dabei um ein „Handwerk“, auf das die Experten der Notenbanken sich bestens verstünden. Wirtschaftspolitik zu betreiben sei jedoch nicht das Mandat der EZB, die allein dem Ziel der Erhaltung der Geldwertstabilität verpflichtet sei. Die Eurozone werde sich an das System der USA annähern und von der zu stark bankenabhängigen Unternehmensfinanzierung wegkommen müssen.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2014 19:36

    Das "japanische Szenario" wird uns überkommen, ob wir wollen oder nicht!
    Es wird uns sogar noch härter treffen.

    Die falsch geleitete Geldpolitik mit gleichzeitiger Überalterung der Bevölkerung hat diese Entwicklung geschaffen.

    In Europa wollten die politischen Machthaber der Überalterung mit Zuwanderung entgegensteuern, aber sie haben die falsche Zuwanderung gewählt. Aus ideologischen Gründen, oder sonstwelchen ferngesteuerten.

    Die falsche Geldpolitik haben sie sogar noch gegenüber der japanischen übertrieben, wohl mit der Ausrede der Krisenbewältigung, aber nur aus der Gier zum eigenen Machterhalt.

    Jetzt strapazieren sie die Angst vor der Deflation. Das machen sie aber nur, um das Wort Inflation ins Positive umzudeuten. Die brauchen sie, um uns Bürger noch weiter abzocken zu können. Sie meinen, daß sie die Inflation vielleicht bis übermorgen rettet.
    Sie sind gefangen in der eigenen Falle.

    Die Diskussion über Deflation oder Inflation ist nur mehr die Symtombekämpfung eines Kranken, der nicht mehr weiter weiß!

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juni 2014 01:51

    Das Gespenst der Deflation dient lediglich als Vorwand, die letzten Sparer weiterhin mit Niedrigstzinsen zu enteignen und den über alle Maßen verschuldeten Staaten weniger Zinsenrückzahlungen zu bescheren, da ansonsten noch mehr Zusammenbrüche à la Griechenland drohen würden.

    Ob es tatsächlich nützt, werden wir noch früh genug zu spüren bekommen!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2014 09:22

    Danke, sehr geehrter Herr Tögel, für die treffende Zusammenfassung dieser sehr interessanten Veranstaltung. Ich war selbst auch bei dieser Diskussion anwesend und kann nur bestätigen, der OeNB-Gouverneur gab ein jämmerliches Schauspiel ab, wie Sie es richtig anmerkten, er wirkte wie ein "Vorstadtklassenkämpfer"!


alle Kommentare

  1. Cami (kein Partner)
    18. März 2015 04:39

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  3. Maricela (kein Partner)
    21. Januar 2015 16:40

    Deflation is here and now. With unemployment at 10 pnecret there is no "wage push inflation". With housing prices, stock prices and commodity prices all down 40-50 pnecret and credit getting harder and harder to get, its very hard to make the case for inflation.Sure the money base is being rapidly expanded, gold is shooting up, but asset price destruction has wiped alot of people out at a MUCH faster rate, and its not done deflating yet. The bond market which is the only entity the Fed REALLY fears is ready and willing to jack interest rates to Pluto and beyond if they even get a whiff of inflation and they will do it faster than the Fed can monetize capping money printing.Deflation is a change in mindset. It doesn't change back on a dime. No body is going to lend vegetable pickers 500grand for a house again. Nobody has two hundred thousand in home equity to buy ever bigger Hummers. All these things would have to happen again for the economy to "grow", aint gonna happen.The economy is broken and overpriced assets, over capacity in almost everything, has to be liquidated. Money is in scarce supply which is why every time assets fall the dollar rises (flight to quality as well as a genuine demand to get out of an overpriced asset which it is owed in dollars). Its very important to note. Dollar bears are going to be very surprised with its strength. They don't understand that when you have an asset that is owed in dollars,and you sell that asset, it has to be for dollars which causes demand for that piece of paper and thats why the dollar will rise eventually and dramatically. Ironically inflationistas make the case that the government and their money printing is more efficient than the free market and its asset liquidation. If you believe that the free markets are more efficient than the government you cannot support inflation over deflation. Deflation is the near term winner with inflation in the intermediate term and finally capitulation to deflation again. Only after a realization that liquidation has to take place can you then rebuild an economy thats not gonna collapse.

  4. Parba (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:24

    StagflationUltimately the gov can steer the ship in any direction it wants, and ifaintlon is the only politically easy way to defuse the debt bomb.IMO fed is likely to cut 25 bp Sept 18. This is a freebie because FF is already trading at 5% anyway. Any cut that's bigger or sooner sends the wrong signal. I mean, all the passengers on the plane can look out the window and see the engines are on fire. 25 bp on Sept. 18 will feel like the pilot is still trying to fly the aircraft in for some kind of landing. 50 bp prior to Sept. 18 will feel like you see him setting the autopilot while strapping on a chute.I'm looking for some major non-Fed action to try to reduce the bleeding. Conforming limit bump would help improve liquidity and is OK with me provided credit standards are still high. That will help creditworthy current owners refi and creditworthy borrowers buy RE if they want to. I expect some sort of giant patch for the rest. Gov will go to the lenders and triage the FBs - there are some who could and would keep servicing the debt despite being upside-down, if only they could get a fixed-rate mortgage at a rate that is not usurous. Some sort of loan guarantee program will be rolled out to make it happen. Gov doesn't even need to hold a gun to the lender's head, because they are already holding guns to their own heads and begging someone to stop them from pulling the trigger.The observation about the likely effect of declining rates on bank deposits is one I had not considered but rings true. I was burned when Easy Al took rates down to 1%, heck even at 5% I'm losing money to ifaintlon after taxes. For damned sure I'm not going to just lie back and take it again - I'll buy stocks, gold, even RE if I have to. So, like, yeah, cuts down to Japanese interest rates don't seem to be in the cards this time around.Gov needs to do something to encourage savers, instead we will likely have a Democrat anxious to "soak the rich" with even higher taxes eating into the already-negative real returns on bank deposits. I really feel like a chump when I think about it. http://ddzijbouour.com [url=http://dmlsiosv.com]dmlsiosv[/url ] [link=http://urvhpvsosjo.com]urvhpvsosjo[/link ]

  5. Rekha (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:54

    Cian, yes, other things shuold be considered in tandem.1) Leaner Gov, Civil Service & Healthcare2) Reduce costs for running businesses.3) Reduce cost of failure for entrepreneurs and people willing to take creative risks, including those at work. Take Google model - you allow innovation and creativity, while controlling the cost of failure. Can't we do the same with our business regulations and laws?4) Encourage real investment - not Section 23 or whatever dumping of cash into bungalows, or so-called 'public investment' in white elephants. Real investment. You do not do this by targeted tax break, but by lowering tax on capital gains and savings.5) Reform pensions - public and private.6) Reform immigration laws - to give meaning to the 'green card' scheme and to encourage people coming to Ireland to launch new jobs and invest here.7) Reform our overseas aid - we are currently sending millions to countries that jail people because they are gay, or because they insist on their other basic human rights. Let's stop this nonsense. Lets set a standard - we will not aid. We will invest in the developing countries, for a reasonable rate of return - say the yield on our bonds, with any surplus over that rate accruing to the destination of investment. And we will transparently, up front tie this arrangement to the country of investment adhering to the principles of upholding universal human rights for its citizens. Thus, we can do good across the board, while simultaneously not taxing our own citizens.Mack, yes, we can offer some incentives. Positive - in terms of providing them with subsidised training and education and even creating bursary for performance-based scholarships (an award system for those who excel on top of free education and free training). But we will also supply incentives based on their desire to avoid significant declines in their standards of living down the road.Lauhingbear - let's try and learn from German experience and others. We are a small country and we can distinguish where a PhD is being used a slave laborer (actually - we can't, look at some of our junior faculty earning multiples less, while working in multiples more productively than some of our senior faculty - something that doesn't happen all too often in the US, for example) and when a person who would otherwise spend their entire life adding no value to the society works for low wages. There are differences. And we have to be careful. Simply cutting benefits, as I have suggested won't deliver a functional reform of the whole welfare system. Or for that matter the entire social arrangement between those who work, those who do not want to work and those who make their living out of ensuring a transfer of payments from the former to the latter. But it is a step in the right direction...Keep on commenting! Constantin

  6. Shailendra (kein Partner)
    20. Januar 2015 17:12

    I've been slow to reply not out of the lack of interest - just usual time coistrannts. It's good to have a lively debate here.Patrick, yes - 7 years is about right, but we can hike it to 9 years, life time cap. After that - your benefits fall to 1/2 of the going rate. This, of course, applies only to able bodied adults who do not engage in productive activity, such as caring for the elderly or disabled person etc.I do not treat this as a major generator of savings for the Exchequer. It is just a long term reform of the system.We have Financial Regulator talking today about being careful not to generate significant moral hazard in helping those who are defaulting on mortgages. No one is talking about the moral hazard of perpetual life-long welfare dependency.Anonymous - absolutely agree - we need much more than just welfare reforms and up-skilling. We need jobs creation as well. Here my other suggestions would be to introduce a range of tax incentives to create new jobs and a range of measures aimed at boosting indigenous and imported investment and entrepreneurship. Reforming bankruptcy laws will also fit nicely in the agenda of growing entrepreneurship.Keynesian approach does not work - I wrote about the fallacy of 'spend to get jobs' ideology on many occasions. There is no evidence that it generates sustainable growth in large economies and there is evidence showing that it actually leads to immediate contraction in economic growth in small open economies.If Keynesian policy was net additive of jobs and value added in the economy during a recession, why not keep on running the scheme in the periods of growth? Cian, I would introduce modest cuts - 10% max for short-term recipients, depending on their characteristics. Again, we are dealing only with healthy, able bodied adults. Single mothers or single parents in general - I would actually cut around 5%, but will tie in at least 10% of the remaining amount to their kids performance in schools and consumption of children educational and nutritional products. Ordinary short-term unemployment benefits (

  7. Taiza (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:35

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  8. mischu
    05. Juni 2014 01:51

    Das Gespenst der Deflation dient lediglich als Vorwand, die letzten Sparer weiterhin mit Niedrigstzinsen zu enteignen und den über alle Maßen verschuldeten Staaten weniger Zinsenrückzahlungen zu bescheren, da ansonsten noch mehr Zusammenbrüche à la Griechenland drohen würden.

    Ob es tatsächlich nützt, werden wir noch früh genug zu spüren bekommen!

  9. Anton Volpini
    04. Juni 2014 19:36

    Das "japanische Szenario" wird uns überkommen, ob wir wollen oder nicht!
    Es wird uns sogar noch härter treffen.

    Die falsch geleitete Geldpolitik mit gleichzeitiger Überalterung der Bevölkerung hat diese Entwicklung geschaffen.

    In Europa wollten die politischen Machthaber der Überalterung mit Zuwanderung entgegensteuern, aber sie haben die falsche Zuwanderung gewählt. Aus ideologischen Gründen, oder sonstwelchen ferngesteuerten.

    Die falsche Geldpolitik haben sie sogar noch gegenüber der japanischen übertrieben, wohl mit der Ausrede der Krisenbewältigung, aber nur aus der Gier zum eigenen Machterhalt.

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  10. terbuan
    04. Juni 2014 09:22

    Danke, sehr geehrter Herr Tögel, für die treffende Zusammenfassung dieser sehr interessanten Veranstaltung. Ich war selbst auch bei dieser Diskussion anwesend und kann nur bestätigen, der OeNB-Gouverneur gab ein jämmerliches Schauspiel ab, wie Sie es richtig anmerkten, er wirkte wie ein "Vorstadtklassenkämpfer"!





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