Die USA unter sozialdemokratischem Regime

Autor: Andreas Tögel

Meine Erkrankung oder: Wie das Virus die Behörden überfordert

Autor: Hans Anonym

Die Freiheit der Demokratie und ihre ahnungslosen Feinde

Autor: Leo Dorner

Die massive Korruption in der Slowakei und eine Dissertation

Autor: Elmar Forster

Hass in Favoriten

Autor: Georg Vetter

Corona: Nicht alle leiden ...

Autor: Rachel Gold

"Waffenlager“

Autor: Rachel Gold

Ein gelungener Rutsch ins Neue Jahr ...

Autor: Werner Milota

„Crisis? What Crisis?“

Autor: Elmar Forster

Krisen-Gewinnler

Autor: Markus Szyszkowitz

Weitere Gastkommentare

Das Elend des staatlichen Schwundgeldes

Die Eurozone gleicht seit der Einführung der ungeliebten Gemeinschaftswährung einer Versuchsstation für geldpolitische Experimente. Es geht um das nun bereits seit vielen Jahren währende Euro-Projekt, das nach dem Willen der EZB ab sofort in eine neue Runde gehen wird.

Josef Urschitz von der Wiener Tageszeitung „Die Presse“, vergleicht die Bürger der Eurozone mit Laborratten. Nachdem die europäischen „Südstaaten“ (dank zahlreich vorangegangener Vertragsbrüche) um ihre Konkurrenzfähigkeit gebracht und die „Nordstaaten“ im Gegenzug dafür dauerhaft zu deren Finanzierung genötigt sind, sollen die Zinsen nun faktisch auf Null reduziert und Einlagen der Geschäftsbanken bei der Zentralbank mit Negativzinsen belegt werden.

Eine wahrlich geniale Idee – wie alles, was überzeugte Planwirtschafter sich so ausdenken, wenn der Tag lang ist. Für Einlagen bezahlen zu müssen, ist in dieser Form neu und erinnert ein wenig an das bizarre Schwundgeldexperiment in Tiroler Wörgl im Jahre 1932. Geld hat im herrschenden Schuldgeldsystem somit endgültig seine Bedeutung als Wertaufbewahrungsmittel verloren.

Die seltsame dieser Maßnahme zugrunde liegende Vorstellung besteht darin, dass Prosperität und Wohlstand einer Gesellschaft von der Geldmenge, bzw. von der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes bestimmt werden. Bestraft man nun die Geldhalter dafür, wenn sie ihre Barmittel nicht so rasch wie möglich ausgeben – so die Hoffnung der Beamten in der Inflationierungsbehörde EZB – könnte man dadurch einen Nachfrageschub und damit eine „Ankurbelung“ der Wirtschaft erreichen.

Dass durch eine Erhöhung der Geldmenge und/oder eine Steigerung der Umlaufgeschwindigkeit – bei unverändertem Warenangebot – der Wohlstand steigen könnte, würde heute, nach dem in 100 von 100 Fällen zu beobachtenden Scheitern expansiver Geldpolitik (wie z. B. in Japan seit Jahrzehnten „live“ zu beobachten), wohl nicht einmal mehr Silvio Gesell glauben. Das ficht Herrn Draghi, der unentwegt einer sämtliche Sparguthaben und Zukunftsvorsorgen vernichtenden Inflation das Wort redet, indes nicht an.

Er propagiert unermüdlich seine Sorge vor einer Deflation und der damit angeblich verbundenen Gefahr. Warum der oberste aller selbst ernannten Währungshüter seine vornehmste Aufgabe darin erblickt, fortwährend die Kaufkraft des Geldes zu schmälern, auf diese Weise alle Sparer schleichend zu enteignen und hemmungslose Verschuldungsorgien zu begünstigen, erschließt sich nur den mit dem Wesen eines Schuldgeldsystems gut vertrauten Beobachtern.

Zunächst ist festzuhalten, dass die beiden Begriffe, Inflation und Deflation, dank der unermüdlichen Desinformationspolitik des monopolistisch agierenden Geldproduzenten und seiner Propagandisten, einen entscheidenden Bedeutungswandel erfahren haben: Inflation meinte ursprünglich eine Aufblähung der Geldmenge und Deflation das exakte Gegenteil davon. Das angeblich brandgefährliche Phänomen Deflation kann also logischerweise nur als Folge einer vorangegangenen Inflation eintreten. Die Bedeutungsänderung von der Geldmengenänderung hin zu Preissteigerung, bzw. Preisverfall, hat für den Geldproduzenten einen entscheidenden Vorteil: Er kann die Schuld an Preissteigerungen den Unternehmern und „Spekulanten“ zuschieben, die den armen Konsumenten vermeintlich gnadenlos über den Tisch ziehen. Seine eigene, ursächliche Rolle in diesem üblen Spiel durchschauen dagegen nicht allzu viele.

Am Beginn jedes an breiter Front erfolgenden Preisauftriebs steht allemal eine Erhöhung der Geldmenge. Das würde sich sogar in einem Warengeldsystem (in dem jeder Geldschein durch einen realen Wert „gedeckt“ ist) nicht anders verhalten. So ist der besonders von Geringverdienern massiv wahrgenommene Preisauftrieb bei Grundnahrungsmitteln zum Großteil der seit vielen Jahren betriebenen, expansiven Geldpolitik der EZB geschuldet, nicht aber der „Gier“ von Produzenten und Händlern, die ja selbst unentwegt mit Kostensteigerungen zu kämpfen haben. In unserem seit 1971 weltweit herrschenden Schuldgeldsystem bilden Geldschöpfung und Verschuldung kommunizierende Gefäße. Die Guthaben der Einen sind die Schulden der Anderen. Zinsforderungen der Banken auf aus dem Nichts geschöpftes Geld bedingen die Notwendigkeit zur fortgesetzten Geldmengenausweitung.

Da die Geldproduktion in der Hand eines Monopolisten liegt, genießt dieser – im Gegensatz zu den Normalsterblichen – ausschließlich Vorteile aus einer Geldmengensteigerung. Der Geldproduzent ist der erste, der über die neue Liquidität verfügt und leidet somit nicht am allgemeinen Preisauftrieb, der nur nachrangige Geldempfänger trifft. Etwas aus Nichts schaffen und dafür auch ?noch Zinsen kassieren zu können(!) – das ist ein wahrhaft märchenhafter Zustand für die Zentralbanken und ein offensichtlicher Anreiz zur Geldverschlechterung.

In einem voll gedeckten, marktorientierten Warengeldsystem wäre das anders. Eine willkürliche Geldproduktion wäre – dank der Begrenztheit der zur Verfügung stehenden Rohstoffe und Waren – unmöglich. Außerdem hätte die Geldmenge keinerlei Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Jede zur Verfügung stehende Geldmenge würde ihrem Zweck als Tauschmedium voll gerecht werden. Deflation – verstanden als ein insgesamt laufend sinkendes Preisniveau – wäre der Normalzustand jeder in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung voranschreitenden Volkswirtschaft. Was wäre an einer laufenden Steigerung der Kaufkraft des Geldes verkehrt?

Die explosionsartige Zunahme der Preise für Wohnungseigentum; Aktienkurssteigerungen, die angesichts der düsteren wirtschaftlichen Aussichten im Grunde unerklärlich sind; und ein Verfall der Renditen für Staatsanleihen: Diese Indikatoren für die planmäßig betriebene Geldschwemme im rezenten Geldsystem werden vollständig ausgeblendet. Irgendwo will die neu geschaffene Liquidität schließlich hin.

Nur einer galoppierenden „Asset-Price-Inflation“ ist es zu danken, dass sich der Preisauftrieb für Dinge des täglichen Bedarfs bislang in halbwegs überschaubaren Grenzen hält. Weder Aktienkurse noch Immobilienpreise finden übrigens Niederschlag in der amtlich getürkten Erhebung der „Inflationsrate“. Ein zu diesem Zweck willkürlich gebildeter Warenkorb dient ausschließlich der Vernebelung der grimmigen Realität des herrschenden Schwundgeldsystems.

Ein Ende ohne Schrecken ist in diesem bösen Spiel unmöglich. Je später allerdings die Notbremse gezogen wird (um einer Hyperinflation vorzubeugen), desto brutaler wird der Aufschlag auf dem harten Boden der Realität ausfallen. Würde man – angesichts der katastrophalen Verschuldungssituation der meisten Staaten, aber auch vieler Unternehmen und Privathaushalte – die Zinsen mit einem Mal auf ein von den Kapitalmärkten geregeltes Niveau steigen lassen, würden augenblicklich Staatspleiten und Firmenkonkurse folgen. Mit unabsehbaren Konsequenzen für die an der Geldnadel hängenden Gesellschaften.

Die angedrohten Negativzinsen werden die Banken nun zu einer neuen Runde aggressiver Kreditvergabepolitik zwingen. Das hat schon in der Vergangenheit nichts als Unheil gebracht (Stichwort US-„Subprime-Krise“). Deutlich verschärfte Eigenkapitalvorschriften für die Geschäftsbanken („Basel 3“) werden allerdings bewirken, dass Kredite am Ende nicht an die Wirtschaft vergeben werden (was übrigens auch keineswegs zwingend positive Effekte hätte), sondern nur der naturgemäß unproduktive Staat sich weiter verschulden wird. Wer imstande ist, einen praktikablen, „unblutigen“ Ausweg aus diesem Dilemma zu präsentieren, ist Fixanwärter für den nächsten Wirtschaftsnobelpreis…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2014 18:53

    Noch vor unserem EU-Beitritt im Jahre 1995 hat ein weitsichtiger Politiker, der leider nicht mehr unter uns weilt, vorausgesagt, daß der "reiche" Norden den "armen" Süden finanzieren wird müssen.

    Damals wurde er mit der Verhetzung-, der Rassismus- und was weiß ich noch welchen Keulen mundtot gemacht und nun ist es soweit.

    Gut, daß er das nicht mehr miterleben muß. Trotzdem würden ihm heute angesichts der eingetreteten Fakten jede Menge unzufriedener Stimmen zufliegen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2014 11:20

    Da fehlt noch etwas, die Reichen werden reicher und die Armen ärmer.
    Das Geld muss für unproduktive Finanzgeschichten verwendet werden, denn würde es bei Hinz und Kunz ankommen, so hätten diese tatsächliche Bedürfnisse und würden die vermehrte Geldmenge sofort ausgeben, da das auf eine statische Warenmenge trifft würden die Preise explodieren.

    Also werden sinnlose Investitionen gemacht, die Phantastillionen in Merger, Übernahmen, Topimmobilien und 'Produkte' des Investmentbanking gesteckt, dies hat kaum Einfluss auf die Warenpreise. Aktien und Anleihen verlieren den Bezug zu den dahinter stehenden realen Werten.

    Leider wird damit nicht nur der reiche Superinvester gefördert sondern eine Schicht aus Beratern, Investmentbankern, Rechtsanwälten und Wirtschaftstreuhändern. Die alle haben eine lange Ausbildung und sind aber für die normale Wirtschaft nicht zu gebrauchen. Und genau da, tut die Auflösung des Systems weh, da ja genau die gutverdienenden Angestellten nun Hilfsarbeiter werden müssten. Da damit die reichlichen Spenden für die Politik wegfallen würden, da damit die zahlreichen Posten und Pöstchen für die ausgedienten Politiker und ihre Kinder wegfallen würden.

  3. Ausgezeichneter KommentatorCollector
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2014 10:55

    Die verbrecherische EZB-Politik von Draghi (gedeckt durch unseren ÖNB-Nowotny) führt zu einer immensen Vermögensumverteilung von Nord nach Süd auf unsere Kosten.

    Wer sich informieren will, sollte das eben erschienen Buch von Hans-Werner Sinn lesen: "Gefangen im Euro". Es beschreibt die ganze "Dramatik" des Euro in "sieben Akten", beginnend mit dem Bruch der Maastricht-Stabilitätsklauseln bei Einführung des Euro (1.01.1999) bis hin zu den unverantwortlichen und unter Bruch des Rechts vorgenommenen Staatsfinanzierungen durch die EZB. Lösungen sieht Sinn in Schuldenschnitten und Rückkehr zu eigenen Währungen in jenen Ländern, die nicht fit für den Euro sind (das sind heute nur noch wenige!). Zur Reform der EZB fordert er striktes Verbot der verdeckten Staatsfinanzierung, Zugang zur nationalen Druckerpresse (z.B. ELA´s) verbieten, Stimmrechte ändern.

    Die EZB macht Euro-Harakiri! Geld wird billiger als Dreck! Staats- und Bankschulden werden peu à peu auf uns Bürger übertragen und wir enteignet. Mit immer neuen Krampflösungen wird versucht die Währungunion zu halten. Dabei geraten wir immer tiefer in den Sumpf. "Fiskalpakte", Two Pack, Six Pack, Europäisches Semester, Pakt für Wachstum , Koordination und Stabilität, sind alle nur Makulatur.

    Jetzt wird nur noch davon geredet, wie Blasen noch mehr aufgeblasen werden können (Renzi, Hollande, Rajoy etc.). Unsere Politiker verstehen Nullkommajosef, von dem was geplant: durch Währungschaos und Bürgerkrieg uns ins EU-Gulag zu befördern.

  4. Ausgezeichneter KommentatorTullius Augustus
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2014 21:34

    Das Experiment von Wörgl zur Zeit des Michael Unterguggenberger als Wörgler Bürgermeister war ganz und gar nicht bizarr!

    Das Experiment von Wörgl (in der Zeit vom 8.7.1932 bis 15.9.1933) war erfolgreich!


    Geldkreislauf und Wirtschaftstätigkeit wurden wiederbelebt, während das übrige Österreich tief in der Wirtschaftskrise steckte. Die Erfolge des Projektes konnten sich sehen lassen: Der Einnahmenrückstand Wörgls wurde um 34 % verringert, der Abgabenrückstand konnte um über 60 % abgebaut werden. Weiters konnte eine Zunahme des Ertrages an Gemeindesteuern um 34 % und eine Zunahme der Investitionsausgaben der Gemeinde von etwa 220 % verzeichnet werden.

    Wachsende Bautätigkeit und Konsumfreude ließ bis 1933 die Arbeitslosenzahl in der Region Wörgl um ein Viertel sinken, während sie sonst in Österreich weiter stieg. Das Experiment fand weltweite Beachtung.

    Auch der damalige französische Premier Edouard Daladier besuchte am 19.8.1934 (bereits nach Ende des Wörgler Experiments) die Stadt:

    http://www.vivomondo.com/de/vivowiki/inhaltsverzeichnis/ereignisse/edouard_daladier_besucht_woergl

    Die Oesterreichische Nationalbank war gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor dem Verfassungsgerichtshof erfolgreich, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Münzen und Banknoten zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Nach Androhung von einem Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2014 13:51

    OT:
    auch wir verteilen kräftig um - von österreichischen Arbeitslosen zu Ausländern, die wir arbeitslos finanzieren (müssen!).
    Dabei sind nur die echten Ausländer gezählt, und keine Kurzzeitösterreicher ...

    370.143 Arbeitslose im Mai
    Starke Zuwächse wurden im Mai bei Ausländern verzeichnet: Die Zahl der arbeitslosen Ausländer wuchs um 27,3 Prozent (15.672 Personen) auf 73.120.


alle Kommentare

  1. Jean (kein Partner)
    13. März 2015 09:53

    medical treatment http://cialisnet.net diseases because companies http://carinsurancequotesokey.com someone else penis pill http://viagraonlinebest.com oysters kava longer foreplay http://levitradeals.net longer foreplay reduces http://viagraco.net enhancement

  2. Valeria (kein Partner)
  3. Iamanah (kein Partner)
    21. Januar 2015 22:01

    Normally I'm against killing but this article sltrghaeued my ignorance. http://tkotpj.com [url=http://gnjmhxemdp.com]gnjmhxemdp[/url ] [link=http://kbzmgcwgtb.com]kbzmgcwgtb[/link ]

  4. Andi (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:18

    That's a crajekrcack answer to an interesting question

  5. Tejidos (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:07

    Ah yes, nicely put, evoneyre.

  6. Mutesi (kein Partner)
    20. Januar 2015 20:36

    Mighty useful. Make no mistake, I appaecirte it.

  7. Faisal (kein Partner)
    20. Januar 2015 07:25

    Boom shlkkaaaa boom boom, problem solved.

  8. dickbrettbohrer (kein Partner)
    04. Juni 2014 22:06

    Letztlich wird das Papiergeldwesen daran scheitern, daß immer weniger Menschen bereit sind, über ihren eigenen Bedarf hinaus zu produzieren - also zu arbeiten und zu sparen. Wozu auch, wenn die Arbeitsfrüchte nicht aufbewahrt werden können, weil die Möglichkeit dazu fehlt: Sparen im Papiergeldsystem ist nur Sparen von Papierzetteln. Die Realwerte werden enteignet.
    Intuitiv folgen nach und nach immer mehr ihrem Gefühl und lassen alle Fünfe grade sein. Irgendwann kippt dann das System.

  9. Claudius
    03. Juni 2014 09:49

    Heute im Focus-Online - aktueller Artikel:

    Zwei Tage vor Zins-Entscheid der EZBTop-Okönom Hüther warnt: Erspartes wird "geplündert" (3.6.2014)

    Alles deutet daraufhin, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins weiter senken wird. Für Michael Hüther, Chef des Instituts der Wirtschaft, ist das der falsche Schritt. Der Ökonom warnt vor dramatischen Folgen für die Sparer.


    Kurz vor der Entscheidung des EZB-Rats hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vor einer weiteren Senkung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank gewarnt. Die Zinssenkung erschwere der Europäischen Zentralbank die Rückkehr zu einer "neutralen Politik, zu der ein Zins von eher drei Prozent als von null passt", erklärte IW-Direktor Michael Hüther in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung vom Dienstag. "Sie plündert die Ersparnisse aus, sie bedroht die Lebensversicherung", fügte er hinzu …..

    …… Experten raten Sparern, ihr Geld auf verschiedene Laufzeiten zu verteilen: Ein Teil des Guthabens wird für ein Jahr angelegt, ein weiterer für zwei, der nächste für drei Jahre und so weiter. Nach einem Jahr kann der Anleger entscheiden, was er mit dem einjährigen, fällig gewordenen Festgeld weiter anstellt.

    Mit dieser Strategie bleiben Anleger relativ flexibel und profitieren zugleich von den höheren Zinsen, die es für längere Laufzeiten gibt. Wer sein Geld auf diese Weise über fünf Jahre verteilt, kann derzeit im Schnitt im ersten Jahr bis zu 2,12 Prozent Rendite erzielen; deutlich mehr als die Inflationsrate.

    FOCUS-Link: http://www.focus.de/finanzen/banken/warnung-vor-zinssenkung-top-oekonom-ezb-bedroht-die-ersparnisse_id_3891462.html

  10. Politicus1
    02. Juni 2014 13:51

    OT:
    auch wir verteilen kräftig um - von österreichischen Arbeitslosen zu Ausländern, die wir arbeitslos finanzieren (müssen!).
    Dabei sind nur die echten Ausländer gezählt, und keine Kurzzeitösterreicher ...

    370.143 Arbeitslose im Mai
    Starke Zuwächse wurden im Mai bei Ausländern verzeichnet: Die Zahl der arbeitslosen Ausländer wuchs um 27,3 Prozent (15.672 Personen) auf 73.120.

    • heartofstone (kein Partner)
      02. Juni 2014 20:46

      Dazu noch die, leider schon Eingebürgerten (wie erwähnt) ... wir sollten es wie Australien und die USA machen ... arbeitlose Ausländer haben innerhalb einer gewissen Frist, die meist recht kurz ist, das Land zu verlassen ... entlastet nicht nur den Arbeits- sondern auch den Wohnungsmarkt, in den Schulen kann wieder ohne Ausländerkinder die die Sprache kaum oder nicht beherrschen, gelernt werden ... mein Vorschlag wäre ... nach "Verbrauch" der eingezahlten Beiträge zur Arbeitslosenversicherung hat der Ausländer Österreich zu verlassen ... ach ja und ich würde unter Job nur einen ansehen der Lohnsteuerpflichtig ist ...

  11. Tullius Augustus
    01. Juni 2014 21:34

    Das Experiment von Wörgl zur Zeit des Michael Unterguggenberger als Wörgler Bürgermeister war ganz und gar nicht bizarr!

    Das Experiment von Wörgl (in der Zeit vom 8.7.1932 bis 15.9.1933) war erfolgreich!


    Geldkreislauf und Wirtschaftstätigkeit wurden wiederbelebt, während das übrige Österreich tief in der Wirtschaftskrise steckte. Die Erfolge des Projektes konnten sich sehen lassen: Der Einnahmenrückstand Wörgls wurde um 34 % verringert, der Abgabenrückstand konnte um über 60 % abgebaut werden. Weiters konnte eine Zunahme des Ertrages an Gemeindesteuern um 34 % und eine Zunahme der Investitionsausgaben der Gemeinde von etwa 220 % verzeichnet werden.

    Wachsende Bautätigkeit und Konsumfreude ließ bis 1933 die Arbeitslosenzahl in der Region Wörgl um ein Viertel sinken, während sie sonst in Österreich weiter stieg. Das Experiment fand weltweite Beachtung.

    Auch der damalige französische Premier Edouard Daladier besuchte am 19.8.1934 (bereits nach Ende des Wörgler Experiments) die Stadt:

    http://www.vivomondo.com/de/vivowiki/inhaltsverzeichnis/ereignisse/edouard_daladier_besucht_woergl

    Die Oesterreichische Nationalbank war gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor dem Verfassungsgerichtshof erfolgreich, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Münzen und Banknoten zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Nach Androhung von einem Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933.

    • Andreas Tögel
      02. Juni 2014 07:49

      Verehrter Tullius Augusts,
      die Qualität eines Geldsystems ist nicht nach ein paar Monaten zu bewerten (wie auch die Erfahrungen mit dem Euro beweisen), sondern nach Jahren und Jahrzehnten. Mit dem Freigeld in Wörgl geschah nichts anderes, wie bei jedem durch Geldmengenausweitung angeschobenem Boom: Es führte zu einer Scheinprosperität durch zusätzliche Ausgaben der öffentlichen Hand. Außer einem schön restaurierten Bürgermeisteramt und einer überflüssigen Schischanze blieb nach Beendigung des Projekts nichts übrig. Hätte nicht der Staat zuvor interveniert (was übrigens die typische Reaktion des territorialen Geldmonopolisten ist, der keine monetäre Konkurrenz duldet), wäre die Sache auch so schnell zu einem traurigen Ende gekommen.

      Wohlstand, man kann es nicht oft genug betonen, bemißt sich an der Menge und Qualität der verfügbaren Realwerte, nicht an Bergen von mit Marken beklebten Papierfetzen. Werte wurden in Wörgl damals jedoch keine geschaffen. In einem System, das den Sparer durch Halte- oder Umlaufgebühren bestraft, wird weniger Kapital akkumuliert, als in einem, in dem das nicht der Fall ist. Aber: Ohne Kapitalakkumulation kein Wohlstand. Genau daran krankt ja auch unser heutiges Schwundgeldsystem, das zu immer mehr Kapitalverzehr führt. Faktisch leben wir heute mit einem Gesell´schen Freigeld, nur daß wir kein Marken auf die Scheine picken, sondern laufend und eher unspektakulär durch die Zentralbank enteignet werden. Gesell hat das Wesen des Geldes (mangels fundierter einschlägiger Ausbildung) nie begriffen und sich - wie auch Gottfried Feder - am Popanz "Zinsknechtschaft" und am vermeintlich "raffenden Kapital" abgearbeitet. Rahim Taghizadegan vom Institut für Wertewirtschaft hat zum Phänomen "Freigeld" übrigens eine hervorragende, kurze und bündige Analyse verfasst - sehr empfehlenswert!

      Wer sich Geld als Ware vorstellt (was es früher auch war, so lange es seine Funktioon noch gut erfüllt hat), erkennt die Bedeutung: Es ist, als ob Sie sich zur Alterssicherung langlebige Konserven eingelagert hätten und der Staatsbüttel Ihnen jeden Monat ein paar Dosen einfach - gegenleistungsfrei - wegnimmt. Es handelt sich bei Geldhaltegebühren um einen flagranten Bruch von Eigentumsrechten - nichts weiter! Wie kann jemand so etwas Irres für den Stein der Weisen halten...?
      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • Tullius Augustus
      02. Juni 2014 09:03

      Sehr geehrter Herr Tögel,

      so wie ich das sehe sind Sie und ich uns darin einig dass das derzeitige Geldsystem und damit auch das Wirtschaftssystem (weil man die beiden nicht voneinander trennen kann) ziemlich in der Krise.

      Umso mehr gebührt Ihnen Lob dass Sie sich in diese Thematik, die immerhin weltweit ist, durch Ihre zahlreichen Artikel so einarbeiten - vielen ehrlich gemeinten Dank dafür!

      Wenn ich mich nicht täusche haben Sie die Absicht durch durch Ihre Artikel direkt oder indirekt eine Reparatur bzw. Änderung des derzeitigen Geldsystems herbei zu führen. Sodass auch die nachfolgenden Generationen noch gut leben können.

      In diesem Bemühen, sollte es das Ihre sein, bin ich 100% bei Ihnen!


      Replik zu Ihrer Meinung zu Wörgl und zu Gesell:

      a) Die Zeit der 1930er-Jahre war besonders in Österreich - nicht viel anders als in Deutschland & Italien eine denkbar ungünstige um Experimente im Geldwesen durchzuführen: Es herrschte bittere Armut, die Menschen hatten einfach nicht die Zeit um lange Debatten zu führen, sie waren gezwungen täglich ums nackte Überleben zu kämpfen.

      Und noch schlimmer: In Deutschland, Italien und auch Österreich kamen zu der Zeit totalitäre, gewalttätige, menschenrechtsfeindliche Ideologien auf die in diesen Jahren die Machtpositionen eroberten. Das vorherrschende Denken war generell nicht unbekümmert genug um da groß neue Geldideen auszuprobieren.

      b) Es ist verdächtig und billig einen Mann wie Silvio Gesell abzuqualifizieren: "Er hat das Wesen des Geldes wegen mangelnder einschlägiger Ausbildung nie begriffen." - und mit dieser Begründung sämtlich Gedanken und Bücher von Gesell mit einer Handbewegung einfach vom Tisch zu wischen.

      Genau mit diesem Argument, das im Grunde genommen heißt: "Dieser Mann ist einfach von Grund auf dumm." wurden immerhin in der Menschheitsgeschichte unzählige - wenn nicht beinahe alle - bahnbrechenden Ideenbringer aus dem Weg geräumt (oder versucht aus dem Weg zu räumen):

      Da muss man Jesus Christus anführen, sowie Galileo Galilei, Nikolaus Kopernikus, John Wyclif, Johannes Hus, Jakob Hutter, um nur die bekanntesten zu nennen.

      c)Weiters ist bekannt, dass nicht immer & eigentlich ziemlich selten so war, dass die Geschichte der Wissenschaft & großen Erkenntnisse wirklich so ablief wie sie uns in den Geschichtsbüchern bzw. in der öffentlichen Meinung präsentiert wird. Wahr ist, dass es viele Unbekannte bzw. kaum bekannte Persönlichkeiten gab und gibt die oftmals mehr für die Wissenschaft leisteten als die großen bekannten Personen:

      Ein Beispiel dazu: Thomas A. Edison kennt heute jeder, wer aber kennt das mindestens genau so große Genie Nikola Tesla?

      Wenn Sie heute hergehen und Silvio Gesell insgesamt als Dummkopf abtun dann versperren Sie sich letztlich selber den Weg zu bestimmten Erkenntnissen.

    • Andreas Tögel
      02. Juni 2014 10:58

      Verehrter Tullius Augustus,
      meine Absicht war es nicht, Gesell als "dumm" abzutun. Das war er ganz sicher nicht. Die wenigsten Gesellschaftsklempner sind dumm - ganz im Gegenteil. Und gerade das - und deren Gabe, auf oft richtige Analysen völlig abwegige "Lösungen" folgen zu lassen, die vielfach bestechend plausibel erscheinen, macht sie so gefährlich.

      Gesell war der irrigen Ansicht, Geld sei eine "Erfindung", die auf der kühlen, rationalen Entscheidung besonders gescheiter Köpfe beruht - und darum auch willkürlich manipuliert werden könne. Das ist aber falsch! Geld wurde ebensowenig erfunden und / oder der Menscheit dekretiert, wie die Sprache. Geld hat sich langsam entwickelt - und zwar aus allseits begehrten und daher zu Tauschzwecken gut geeigneten - intrinsisch werthaltigen Gütern (welchen auch immer). Nur so ist seine breite Akzeptanz zu erklären, denn niemand hätte jemals freiwillig einen realen Wert für eine Fiktion eingetauscht. Hätte ein Stammesführer oder ein König von seinen Bürgern gefordert, plötzlich bunte Zettel anstatt Gold und Silber (oder Weizenscheffel, Biberfelle, Kaurimuscheln, etc.) im Tausch für Vieh, Tuche oder Arbeitsleistungen zu akzeptieren, hätte das niemals geklappt - oder hätte nur mit Gewalt durchgesetzt werden können.

      Der ebenso listige, wie seinem Wesen nach kriminelle Staat (respektive dessen Handlanger) hat es aber geschafft, sukzessive die Wertbasis des Geldes mehr oder minder unbemerkt auszudünnen und schließlich völlig abzuschaffen (Endpunkt war die Trennung der letzten bestehenden Verbindung des US-Dollars zur Deckungsbasis Gold anno 1971 durch Präsident Nixon). Daß es damals zu keinen Aufständen oder schweren diplomatischen Verstimmungen kam, ist nur mit der langsamen Entwöhung des Publikums von "echtem" Geld und dessen Ersatz durch intrinsisch wertlose Papierfetzen zu erklären. Seinem Wesen nach funktioniert ein solches Fiat-Money-System natürlich nur über einen Annahmezwang, denn vor die Wahl zwischen einem Stück wertlosen Papier und einer klingenden Goldmünze gestellt, würde nur ein Idiot sich für ersteres entscheiden.

      Seit John Laws Papiergeldexperiment (durch das Frankreich am Ende in den Staatsbakrott und langristig sogar in die Revolution getrieben wurde) ist bekannt, wie derlei Unternehmungen auszugehen pflegen - und zwar nicht gelegentlich, sondern immer: Der (Papier-)Geldhalter wird enteignet. Mit im sicheren Depot verwahrten Gold (oder Silber, Diamanten, etc.) funktioniert das nicht ganz so problemlos, was auch die entschlossene Ablehnung jeder Goldbindung des Geldes durch die für die Geldproduktion Verantwortlichen erklärt (auch Gesell war natürlich ein Feind des Goldstandards).

      Nochmals: Der Dumme stellt niemals eine (politische) Gefahr dar. Es sind immer die von ihrem Genie überzeugten Charismatiker und verrückten Ideologien verfallenen Fanatiker, die Unheil stiften - und zwar in einer Situatuion, in der Krethi und Plethi nicht mehr ein und aus wissen und meinen, in ihnen einen Heilsbringer gefunden zu haben...
      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • Milchmädchen-Mann
      02. Juni 2014 13:36

      Eine klingende Goldmünze hat auch keinen großen praktischen Nutzen. Gold hat keinen (nennenswerten) intrinsischen Wert, das ist genauso eine Fiktion. Gold ist wertvoll, weil sich alle einig sind, dass Gold wertvoll ist.
      Eine Fiktion, die aber eben funktioniert, so lange sie geglaubt wird. Und die geglaubt wird, weil sie historisch gewachsen ist und eben schon verdammt lange geglaubt wird.

      Papiergeldsysteme hatten schon öfters fatale Konsequenzen, Gold hat trotz aller Schwankungen nie völlig an Wert verloren. Was aber den jahrtausendealten Glauben an den Wert des Geldes nicht beseitigt hat, sondern nur jeweils den Glauben an die konkrete Währung.
      Das Problem beim Papiergeld war also auch nicht, dass die Fiktion plötzlich nicht mehr gelaubt wurde, sondern dass das System so manipulationsanfällig war. Gold kann man nicht beliebig vermehren, Papiergeld schon.

      Das gilt aber auch bei Papiergeld mit Goldstandard. Dort kann ich nämlich ohne Probleme den Tauschkurs verändern oder mehr Geld ausgeben als ich tatsächlich an Gold im staatlichen Depot habe. Womit auch alle Eigentümer von Geld (teil)enteignet werden.
      Klar kann man solche Manipulationen verbieten, aber das könnte man im jetzigen System auch. Will man halt nicht, weil die EZB ja sonst ihre "wirtschaftspolitischen" Maßnahmen nicht drucken dürfte. Und wie viel solche Verbote wert wären hat man am bail-out-Verbot gesehen...

      Halbwegs manipulationssicher sind nur Kurantmünzen, deren Wert durch das Material selbst gedeckt ist. Die sind "nur" von den Kursschwankungen des Rohstoffpreises abhängig. Kurantmünzen als alleiniges Zahlungsmittel haben halt recht gewichtige Nachteile in unserem Wirtschaftssystem.

      Also wie schaut eine ideale Währung aus?

    • Andreas Tögel
      03. Juni 2014 07:40

      Verehrter Milchmann,
      die Frage des Wertes einer Sache ist seit Böhm-Bawerk (der das Phänomen mit Wasser vs. Diamanten erklärte) klar. Es geht um den einer Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt zugemessenen, subjektiven Nutzen. und bei Gold war und ist der in allen Kulturen eben hoch. Um bunt bedruckte Zettel wurden noch keine Kriege geführt - um Gold dagegen schon viele. Gold findet überdies eine "nützliche" Anwendung in der Schmuckindustrie und in religiösen Kulten. Papier dagegen ist allenfalls auf dem Klo nützlich...

      Der Punkt ist aber nicht die Frage, ob Gold oder etwas anderes Geld sein soll, sondern die, wofür die Marktteilnehmer sich entscheiden würden, hätten sie die freie Wahl. Seien Sie sicher - kein Mensch würde Papierfetzen wählen, deren "Wert" aus nichts weiter als der in sie gesetzten Hoffnung besteht, irgend einer würde sie schon in Zahlung nehmen. Gutes Beispiel: In Krisenlagen (z. B. im Mangelchaos nach einem verlorenen Krieg) ist Papiergeld uninteressant. Was dann zählt, sind Nylonstrümpfe, Zigaretten, Speck und Butter. In solchen Zeiten wird die ursprüngliche Herkunft des Geldes wieder offenbar.

      Der absolut unschlagbare Clou des Goldes ist seine Seltenheit. Der größte Teil allen auf der Erde verfügbaren Goldes ist bereits gefördert. Der jährliche Zuwachs liegt bei unter 2% der bereits vorhandenen Gesamtmenge - Tendenz fallend. Seine "Produktion" ist sehr aufwendig und teuer - und das ist eben kein Nachteil, sondern ein eminenter Vorteil. Eine unbegrenzte Vermehrung ist, Sie erwähnten es bereits, nicht möglich. Ein "Fiat-Money" dagegen wird von seinen Produzenten in 100 von 100 Fällen dazu mißbraucht werden, sich selbst und die eigenen Klienten zu bedienen und alle anderen auszurauben. Es gibt jedenfalls weltweit keinen einzigen Fall, wo das jemals anders gelaufen wäre.

      Wäre die Bindung ("Wertdeckung") des Papiergeldes an das Gold nicht aufgegeben worden, wären die darauf folgenden, nur durch die Geldmengenexplosion möglich gewordenen Verschuldungsorgien unterblieben. Alle sich daran knüpfenden, üblen Konsequenzen ebenfalls. Lehre daraus: Wer einem Monopolisten die Hoheit über das Geld überläßt, ist schon so gut wie ausgeplündert und über den Tisch gezogen - besonders wenn der Geldmonopolist zugleich das Gewaltmonopol innehat...
      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • Isabella (kein Partner)
      03. Juni 2014 13:39

      Tullius Augustus
      Vielen Dank für ihre Ausführungen. Was heute noch als Spinnerei abgetan wird, wird hoffentlich in naher Zukunft von mehreren Menschen verstanden werden.
      Dieses Schuld-Geldsystem ist die Ur-Sache all unserer Probleme auf diesem Planeten.
      Nur durch unsere Ver-Bildungsanstalten konnte es geschehen, dass der heutige Mensch nicht mehr "einfach" denken kann. Alles wurde absichtlich verkompliziert. Dabei ist es die Einfachheit die uns alle wieder menschlich denken lässt und uns somit der Problemlösung näherbringen kann.

      Viele geniale Denker (ohne akademischem Grad) werden einfach verschwiegen (Beispiel Viktor Schauberger). Es wäre ja sonst ersichtlich, dass gerade unser Bildungssystem die Ursache ist, welche die geistige Entwicklung der Menschen behindert. Prof. Hüther (Gehirnforscher) erwähnte in einem seiner Vorträge (Videos auf Youtube), dass 98% der Kinder hochbegabt seien, jedoch wenn sie unsere Ausbildungsstätten (Formierungs- oder Normierungsstätten) verlassen sind es nur mehr 2%. Wer denkt, dass dies unbeabsichtigt ist, der glaubt auch noch an's Christkind.
      Freidenker sind heute mehr denn je gefragt.
      "Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, es ist die Illusion des Wissens"

    • Milchmädchen-Mann
      04. Juni 2014 04:58

      @Tögel:

      Ja, der Wert einer Sache ist das, was ihm zugemessen wird. Das ändert aber nichts an meiner Aussage.
      Der praktische Nutzen in der Schmuckindustrie oder als sonstiges Zierelement erklärt in keinster Weise den Wert, der ihm zugemessen wird. Anders als bei Speck oder Zigaretten.

      Was eben wieder dahin zurück führt, dass der Wert von Gold eine Fiktion ist. Eine bewährte Fiktion, aber eben doch.

      Dass die Menschen sich eher für Gold entscheiden würde ist falsch. Zum jetzigen Zeitpunkt (zu dem wir ja den Wert beurteilen) können Sie sich sicher sein, dass viele Leute lieber ein Bündel Tausender nehmen oder die Erstausgabe von Superman (Millionenwert, obwohl auch nur Papier), als eine Goldmünze. Und das obwohl von den entsprechenden Gesetzen mit dem Annahmezwang kaum jemand weiß.

      Den Vorteil der Seltenheit habe ich ohnehin schon erwähnt.

      Und das Kernproblem haben Sie dezent ignoriert.

      Bei ihnen klingt durch, dass die Ausdehnung der Geldmenge durch die Politik zwingende Folge der Gier der Politiker ist. Dann taugt die Golddeckung aber nicht als Lösung. Denn auch da hat man eben "nur" ein Versprechen des Staates in der Hand und ist daher auf die Integrität und Geradlinigkeit des Versprechers angewiesen.
      Es gab die Golddeckung ja und sie hat die Entwicklung nicht verhindert.

      Wäre die Bindung ("Wertdeckung") des Papiergeldes an das Gold nicht aufgegeben worden - ist der falsche Ansatz.
      Wäre die Golddeckung wirklich die große Sicherheit gegen politische Interventionen und Inflation, als die sie immer wieder dargestellt wird, dann wäre es nicht so möglich gewesen sie aufzugeben.

    • Andreas Tögel
      04. Juni 2014 07:49

      Verehrter Milchmann,
      wenn man die Entstehungsgeschichte des Geldes bis zum Anfang aufrollt, wird klar, daß es sich beim Phänomen Geld um keine "Fiktion" handelt. Geld war zu Beginn eben nicht für das tägliche Leben wenig Essentielles wie Goldnuggets, sondern etwas sehr praktisches, wie Eisennägel, Tierfelle oder Vieh. Allein die die leichtere Teilbarkeit, Homogenität und leichte Transportierbarkeit hat später zur Verwendung von Edelmetallen geführt. Das ändert nichts am Umstand, daß es sich dabei 1. um Waren handelt, die auch anderen Zwecken als dem des Tauschmittels zugeführt werden können und die 2. nicht beliebig zum Nulltarif vermehrbar sind. Beides trifft auf papierenes Schuldgeld nicht zu, das tatsächlich nur Fiktion ist, weil es lediglich auf Glauben basiert...

      Jeder Geldproduzent genießt den Vorteil, als erster über das Geld verfügen zu können. Gleich ob ein Privater oder der Staat. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, Konkurrenz zuzulassen. Konkurrenz wirkt in jedem Fall disziplinierend. Hätte Opel ein Monopol zur Autoproduktion, dann hätten wir eine Angebot von Fahrzeugen wie einst in der "DDR" zu erwarten. Besten Dank!

      Analog beim Geld: Da der Staat das Geldmonopol an sich gerissen hat, kann ere er folglich ungestraft sein Angebot verschlechtern : er weitet kontinuierlich die Geldmenge aus - zu seinem Nutzen und zu aller anderen Schaden. Auch die romantisch verklärte DM hat in der Zeit von 1948 bis zur Ablösung durch den Teuro rund 90% ihrer Kaufkraft verloren - dank hemmungsloser Vermehrung. Franzosen und Italiener haben es halt noch viel toller getrieben - und daher laufend gegen die DM abgewertet. Ein Wettlauf nach unten - wie jetzt der zwischen USD, Yen, BPf und Euro. In einem Warengeldsystem bei voller Deckung wäre das schlicht unmöglich.

      Hayek hat einst eine "Denationalisation of Money" und einen Umstieg auf das gefordert, was Michael von Prollius heute als "gutes Marktgeld" bezeichnet. Wenn sich auf dem Handymarkt die besten Handys und auf dem Automarkt die besten Autos durchsetzen, warum sollte das nicht auch beim Geld funktionieren? So bald offenbar wird, daß einer den Wert der von ihm herausgegebenen Währung verschlechtert, wird er Marktanteile verlieren. Man verwendet dann halt "Meierdukaten" statt "Müllergulden". Zur Annahme des Euro sind Sie allerdings per Gesetz verpflichtet. Welchem Zweck, meinen Sie, soll das dienen, als dem, Sie zu berauben?

      Der Verlust der "Deckung" des Geldes war ein schleichender Prozeß und kein Paukenschlag. Nur so konnte der Coup auch gelingen. An der Wiege der Geldverschlechterung standen stes Kriege (1914 fiel der Startschuß, 1971 dann der letzte Vorhang - dank des mit echtem Geld nicht mehr finanzierbaren Vietnamkrieges). Heute ist der Treiber der Geldverschlechtrung nicht mehr der Krieg, sondern der Wohlfahrtsstaat. Brot und Spiele sind allein aus Steuern nicht mehr zu finanzieren. Daher Ausweitung der Geldmenge (und damit zugleich der Schulden). Ein staatlich bewirtschaftetes Zwangsgeldwesen ist mit einer Kommandowirtschaft kompatibel. Mit einer Marktwirtschaft nicht - zumindest nicht dauerhaft...

      Nochmals: Es kommt nicht darauf an, unbedingt wieder einen Goldstandard einzuführen, so lange gewährleistet ist, daß es
      1. Keinen monopolistischen Geldproduzenten gibt,
      2. Das Geldmedium nicht beliebig vermehrbar ist,
      3. Die Banken zu einer "Vollgeldhaltung" verpflichtet sind (im Grunde eine Selbstverstädnichkeit!) - d. h. kein Geld aus dem Nichts schöpfen, sondern nur getätigte Einlagen - mit Zustimmung des Einlegers - verleihen dürfen.
      Mit freundlichen Grüßen,
      A. Tögel

    • J.Scheiber (kein Partner)
      04. Juni 2014 16:43

      Sehr geehrter Herr Tögel!

      Nicht die Staaten weiten beliebig die Geldmenge aus, sondern Goldmann und Sachs und Co., die seit der FED-Installation den bestimmenden Einfluß über das weltweite Geldsystem ausüben. Seit der Übernahme der EZB durch Goldmann Draghi sollte sich dieser Sachverhalt auch in Europa und unter den Austrians herümgesprochen haben.
      Hayek und Co. betreiben, indem sie ständig die Fiktion und den Popanz von staatlichen Geldmonopolen propagieren das Geschäft von Money Power, indem sie den einzigen Agenten, den Staat, dämonisieren, der, über die Renationalisierung des Geldes, wieder volkswirtschaftliche Normalzustände herstellen könnte.

      Die Sozialisten, wie die Liberalen betreiben, ob sie es wissen oder nicht, auf ihre je eigene Art und Weise das selbe Geschäft, nämlich die Herstellung chaotischer Zustände und damit die Finalität des Freihandels und der Globalisierung, die Verwandlung der Welt in einen Sklavenmarkt!

    • Andreas Tögel
      05. Juni 2014 07:42

      Verehrter Herr Scheiber,
      Sie ignorieren, daß es ausschließlich die rezenten "Austrians" sind (ob sie nun Ron Paul, Thorsten Polleit oder Philipp Bagus heißen mögen), die das Zentralbankunwesen scharf und mit guten Argumenten kritisieren. Ron Paul hat sogar ein lesenswertes Buch mit dem Titel "End the FED!" geschrieben. Das ist kein Zufall!

      Die Mutter aller Zentralbanken, die BOE, wurde einst mit einem einzigen Ziel gegründet: Der Krone einen Kredit zu geben (es waren 1,3 Mio Pfund - der König hatte gerade wieder viel Geld im Kriege verbraten und war klamm). Die Symbiose zwischen Machthabern und (Zentral-)Banken ist seither unübersehbar. Das Bankwesen erhält unglaubliche Privilegien (jeder andere Geschäftsmann würde für die von ihm geübten Praktiken sofort in den Bau wandern), im Gegenzug finanziert es - auf Kosten aller Bürger und Steuerzahler - den verbrecherischen Staat, der damit seine Kriege bezahlt - seien es solche gegen tatsächliche oder vermeintliche Außenfeinde, gegen die "Armut" oder den "Terror". Goldman Sachs ist Teil dieses üblen politisch-geldsozialistischen Komplexes - möglicherweise der mächtiste von allen.

      Heutzutage ist mir jedenfalls keine Personenengruppe außerhalb der "Austrians" bekannt (von ein paar schrägen Obskurantisten abgesehen, die in Fragen der Ökonomie aber leider kein X von einem U unterscheiden können), die das herrschende Geld- und Zentralbankwesen in Frage stellen - und die auch zum Teil gut erprobte Alternativen präsentieren. Ihre wiederholte Gleichsetzung von Sozialisten und Liberalen/Libertären geht an der Realität vollkommen vorbei. Ebenso die Unterstellung, Hayek & Co. hätten jemals - absichtlich oder unabsichtlich - einer Plutokratie den Weg bereitet.
      Mit freundlichen Grüßen,
      A. Tögel

  12. Markus Theiner
    01. Juni 2014 19:18

    Die Währungsunion war ein ambitioniertes Projekt, hat allerdings auf einem ganz bösen Prinzip aufgebaut: Selbstverantwortung.
    Jeder Staat und jedes Unternehmen und jeder Bürger ist selbst verantwortlich wie er wirtschaftet. Man kann nicht über seine Verhältnisse leben, weil das Zaubermittel der Abwertung nicht mehr zur Verfügung steht - was ja eben auch nichts anderes ist als die Enteignung der Sparer zu Gunsten der Schuldern.

    Also muss zum Beispiel die Produktivität steigen oder die Löhne stagnieren bis sinken. Sonst läuft man in einem gemeinsamen Währungsraum gegen eine Wand und hat eine recht üble Zeit vor sich, bevor man sich wieder aufrappeln kann.

    Aber von den Gewerkschaften über die nationalen Regierungen bis zur EZB will keiner wirklich diese Selbstverantwortung. Also versucht man jetzt paradoxer Weise alles um so zu tun, als hätte man keine gemeinsame Währung.
    Die Abwertung der nationalen Währung wird durch die Abwertung des Euro simuliert. Damit das den gewünschten Regionalen Ausgleichseffekt hat muss das entwertete Geld aber noch extra in die Schuldenstaaten geschaufelt werden.

  13. mischu
    01. Juni 2014 18:53

    Noch vor unserem EU-Beitritt im Jahre 1995 hat ein weitsichtiger Politiker, der leider nicht mehr unter uns weilt, vorausgesagt, daß der "reiche" Norden den "armen" Süden finanzieren wird müssen.

    Damals wurde er mit der Verhetzung-, der Rassismus- und was weiß ich noch welchen Keulen mundtot gemacht und nun ist es soweit.

    Gut, daß er das nicht mehr miterleben muß. Trotzdem würden ihm heute angesichts der eingetreteten Fakten jede Menge unzufriedener Stimmen zufliegen.

  14. machmuss verschiebnix
    01. Juni 2014 13:52

    @Collector,

    es scheint mir doch eher so zu sein, daß die horrenden Mrd.-Beträge, welche da (offiziell)
    zur Stützung der Südländer (vor allem Gr ) raus gepulvert wurden, in Wirklichkeit (fast)
    ausschließlich den großen Investoren in Anleihen solcher Staaten zugute gekommen
    sind.
    Ein Spielchen der US-Hochfinanz (allen voran die Goldmänner), um die EU (deren
    Bürger) auszusaugen.


    Daß Draghi diesem Clan angehört, dürfte ja allgemein bekannt sein. Seinen Job sollte
    ursprünglich Strauss Kahn erledigen, der aber offenbar zu sehr auf Schäuble hörte,
    dann mußte ihm leider eine Affäre den Garaus machen :

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/11546/

    Wie es die klaren Profiteuer von Strauss Kahn's Abgang aber geschafft hatten,
    diese Intrige dem Franzosen Sarkozy unterzujubeln, das ist schon erstaunlich !

    .

  15. dssm
    01. Juni 2014 11:20

    Da fehlt noch etwas, die Reichen werden reicher und die Armen ärmer.
    Das Geld muss für unproduktive Finanzgeschichten verwendet werden, denn würde es bei Hinz und Kunz ankommen, so hätten diese tatsächliche Bedürfnisse und würden die vermehrte Geldmenge sofort ausgeben, da das auf eine statische Warenmenge trifft würden die Preise explodieren.

    Also werden sinnlose Investitionen gemacht, die Phantastillionen in Merger, Übernahmen, Topimmobilien und 'Produkte' des Investmentbanking gesteckt, dies hat kaum Einfluss auf die Warenpreise. Aktien und Anleihen verlieren den Bezug zu den dahinter stehenden realen Werten.

    Leider wird damit nicht nur der reiche Superinvester gefördert sondern eine Schicht aus Beratern, Investmentbankern, Rechtsanwälten und Wirtschaftstreuhändern. Die alle haben eine lange Ausbildung und sind aber für die normale Wirtschaft nicht zu gebrauchen. Und genau da, tut die Auflösung des Systems weh, da ja genau die gutverdienenden Angestellten nun Hilfsarbeiter werden müssten. Da damit die reichlichen Spenden für die Politik wegfallen würden, da damit die zahlreichen Posten und Pöstchen für die ausgedienten Politiker und ihre Kinder wegfallen würden.

  16. Collector
    01. Juni 2014 10:55

    Die verbrecherische EZB-Politik von Draghi (gedeckt durch unseren ÖNB-Nowotny) führt zu einer immensen Vermögensumverteilung von Nord nach Süd auf unsere Kosten.

    Wer sich informieren will, sollte das eben erschienen Buch von Hans-Werner Sinn lesen: "Gefangen im Euro". Es beschreibt die ganze "Dramatik" des Euro in "sieben Akten", beginnend mit dem Bruch der Maastricht-Stabilitätsklauseln bei Einführung des Euro (1.01.1999) bis hin zu den unverantwortlichen und unter Bruch des Rechts vorgenommenen Staatsfinanzierungen durch die EZB. Lösungen sieht Sinn in Schuldenschnitten und Rückkehr zu eigenen Währungen in jenen Ländern, die nicht fit für den Euro sind (das sind heute nur noch wenige!). Zur Reform der EZB fordert er striktes Verbot der verdeckten Staatsfinanzierung, Zugang zur nationalen Druckerpresse (z.B. ELA´s) verbieten, Stimmrechte ändern.

    Die EZB macht Euro-Harakiri! Geld wird billiger als Dreck! Staats- und Bankschulden werden peu à peu auf uns Bürger übertragen und wir enteignet. Mit immer neuen Krampflösungen wird versucht die Währungunion zu halten. Dabei geraten wir immer tiefer in den Sumpf. "Fiskalpakte", Two Pack, Six Pack, Europäisches Semester, Pakt für Wachstum , Koordination und Stabilität, sind alle nur Makulatur.

    Jetzt wird nur noch davon geredet, wie Blasen noch mehr aufgeblasen werden können (Renzi, Hollande, Rajoy etc.). Unsere Politiker verstehen Nullkommajosef, von dem was geplant: durch Währungschaos und Bürgerkrieg uns ins EU-Gulag zu befördern.

    • Collector
      01. Juni 2014 14:34

      Jetzt zieht die FAZ nach : http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/ezb-noch-mehr-geld-nach-suedeuropa-12966718.html

      Wenn wir nicht Schluß machen mit dem "Noch mehr Geld nach Südeuropa", dann werden wir bald deren NIveau erreicht haben: De-Industrialisierung, dank ÖGB nicht mehr wettgbewerbsfähige Löhne, noch höhere Arbeitslosigkeit, explodierende Staatsdefizite, no future für unsere Kinder.

      Le Pen warnt inzwischen im Spiegel vor einer "Explosion der EU", dem zunehmenden Haß auf Deutschland, der falschen Politik der EU/USA gegenüber Putin. Es wird höchste Zeit, dass wir uns wieder auf eigene Füße stellen und aus der Umklammerung durch das EU-Monster lösen! Blicken wir nach der Schweiz!

    • Wyatt
      02. Juni 2014 07:09

      @ Collector ,
      Collector
      ******************!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung