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Wahltag – Zahltag! Ein erhebendes Gefühl, kein Sozialist zu sein

Viel schlimmer hätte es für die vielen von Internationalsozialisten wimmelnden Parteien bei den Wahlen zum Europaparlament nicht kommen können. Die – trotz flehentlicher Bitten, doch unbedingt zur Wahl zu gehen – historisch niedrigste Wahlbeteiligung ist allein schon schmerzhaft. Schwerer wiegt indes, dass trotz einer am Rande der Desinformation entlang schrammenden massenmedialen Dauerberieselung, die dem vermeintlich ebenso ahnungslosen wie blödsinnigen Stimmvieh die Segnungen der Brüsseler Zentralbürokratie hätte schmackhaft machen sollen, die routinemäßig negativ dargestellten „EU-Skeptiker“ – besonders in Frankreich, Großbritannien und Italien – beachtliche Erfolge verbuchen konnten.

Anstatt aber auf die von den „EU-Skeptikern“ repräsentierten Sorgen und Einwände der Wähler einzugehen, wurden von den EU-Propagandisten nichts als Totschlagargumente und persönliche Diffamierungen gegen ihre Gegner ins Feld geführt. Das Publikum merkte die Absicht und war verstimmt.

Dabei hatte man sich doch größte Mühe gegeben! Im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda hätte man seine helle Freude an der den Wahlen vorangegangenen, perfekt gleichgeschalteten „Berichterstattung“ gehabt. In alle möglichen Sende- und Printformate gepackt, wurde wochenlang unablässig für die großartigen Errungenschaften des europiden Zentralstaatsmonstrums geworben und konsequent jede regionale oder nationale Eigenart und Extratour verdammt. Für EU-kritische Stimmen war im Meinungshauptstrom so gut wie kein Platz.

Gegner der Zentralbürokratie und aller damit naturgemäß verbundenen Auswüchse wurden, sofern sie überhaupt genannt wurden, als unverantwortliche Quertreiber, seltsame Narren, reaktionäre Finsterlinge, radikale Rechte und/oder Feinde Europas und des Friedens daselbst vorgeführt. Ohne sich ernsthaft mit ihren Programmen auseinanderzusetzen, wurde fortgesetzt vor einem Wahlerfolg sinistrer Rechtspopulisten und Rassisten gewarnt. Der guten Ordnung halber sei allerdings eingeräumt, dass einige der „Euroskeptiker“, wie beispielsweise der italienische Komiker und Brutalrhetoriker Beppe Grillo, tatsächlich recht fragwürdige Argumente für ihre Kampagnen bemühten. Gelegentlich wird eben auch aus den falschen Gründen ungewollt das Richtige getan…

Purer Unfug, wie Glühlampen- Klospülungs- Duschkopf- und Staubsaugerverordnungen haben bei dieser Denkzettelwahl wohl eine Rolle gespielt. Mit Sicherheit schwerer wiegt aber der Fehler der EU-Granden, von Brüssel aus allen Europäern – von Lissabon bis Tallinn – dieselben Steuer- Sozial- und Landwirtschaftsgesetze (u. v .a. m.) oktroyieren zu wollen. Weshalb sollte für Malta gut sein, was für Finnland gut ist – und umgekehrt?

Wie vermessen ist es, den mit einer viele Jahrhunderte lang währenden Türkenherrschaft geschlagenen und dadurch nachhaltig geschädigten Balkan mit dem traditionell sauberen und unkorrupten Skandinavien über einen Kamm zu scheren? Arbeitswütige Teutonen und freizeitorientierte Phäaken denselben Regeln zu unterwerfen? Sparer auszuplündern, um Schuldenmacher zu begünstigen? Wer das unternimmt, löst erbitterte Widerstände aus und sät ohne jede Not Zwietracht zwischen den Nationen. Denn die Identität Europas war und ist von Vielfalt geprägt und verträgt keine zwangsbewährte Gleichschaltung.

Die Unterschiedlichkeit und der Wettbewerb seiner Völker und Kulturen macht seine Stärke und Einzigartigkeit aus. Die Totengräber eines friedlichen und gedeihlichen Zusammenlebens in der Alten Welt sind daher nicht die föderalistisch denkenden „EU-Skeptiker“, sondern die im Machtrausch befindlichen Zentralisten, die den Kontinent nach dem (abschreckenden) Vorbild der USA in einen Bundesstaat transformieren wollen. Das indes kommt der abgehobenen Nomenklatura und ihren willfährigen Herolden nicht einmal ansatzweise in den Sinn.

Die EU war und ist eine Kopfgeburt der politischen Eliten – ohne jede „Erdung“. Um einen offenen Dialog, um einen fairen Kampf der Ideen, war und ist es ihren Protagonisten bis heute nicht zu tun. Ihnen geht es ausschließlich um Machtausweitung und die lückenlose Überwachung ihrer Untertanen. Denken und Handeln der rezenten Eliten sind bestimmt durch ein Amalgam aus Sendungsbewusstsein, Anmaßung, Machbarkeitswahn und der besonders gefährlichen Überzeugung, dass der Zweck jedes Mittel heiligt.

Eines dieser Mittel ist Propaganda. Das Internetlexikon Wikipedia: „Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion zu steuern.“ Die Damen und Herren in den Staatskanzleien, im Berlaymont, sowie deren große Mehrheit im Europaparlament, haben in den Wochen vor der Wahl hemmungslos EU-freundliche Propaganda betrieben. Nie zuvor lag zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten amtlichen Meinung ein breiterer Graben. Für ihre beispiellose Arroganz wurde den politischen Führern – besonders in einigen der größten Staaten der Union – nun die Rechnung präsentiert.

Kaum ein Mensch, der mit ehrlicher Arbeit sein Brot verdient, verspürt den Wunsch, sich politisch zu betätigen. Denn ohne Lug und Trug ist ein Erfolg bei einer „demokratisch legitimierten“ Wahl undenkbar – jedenfalls nicht oberhalb der Ebene kleiner Gemeinden, in der jeder jeden kennt. Nur gewissenlose Individuen schaffen es daher, sich im demokratischen „Wetterwerb der Gauner“ (© Hans-Hermann Hoppe) durchzusetzen. Je weiter weg von der Basis umso eher.

Rechtschaffene Menschen aber möchten in den Spiegel blicken können, ohne sich dabei zu ekeln. Sie sind keine professionellen Lügner und Betrüger. Sie wollen auch keine sein. Der „Markt der Politik“ wird folglich von einer rigorosen Auslese zweifelhafter Individuen beherrscht. Kaum ein produktiv in der Privatwirtschaft Tätiger, gleich ob angestellt oder selbständig, kann sich den Luxus leisten, seinen Job oder seinen Betrieb aufzugeben, um politisch zu „arbeiten“. Nach Beendigung seines Mandats stünde er nämlich vor dem Nichts.

Und so haben die wenigsten der durch das aktuelle Wahlergebnis blamierten Politiker je einen Tag mit Arbeit zugebracht, die von freien Menschen auf einem freien Markt nachgefragt und freiwillig bezahlt wird. Fast alle von ihnen leben, in ihrer Eigenschaft als unkündbare, freigestellte Beamte oder als Funktionäre von Interessenvertretungen, in einer märchenhaft privilegierten Parallelwelt. Bezahlt aus Steuermitteln und Zwangsabgaben. Im Klartext: mit gestohlenem und erpresstem Geld.

Eine auf Vertragsfreiheit und der Entscheidung unabhängiger, mündiger Bürger basierende Gesellschaft ist ihnen suspekt, ja zuwider. Daraus erklärt sich ihr unbändiger Wille, alles und jedes bis ins kleinste Detail zu regeln, zu kontrollieren und zu überwachen. Je weiter weg vom Wähler, desto eher. Der von der Nomenklatura gering geschätzte, als unmündig angesehene Untertan ist aus ihrer Sicht nicht nur vor sämtlichen Fährnissen des Lebens, sondern ganz besonders vor sich selbst und den Folgen seiner stets fehlerhaften Handlungen zu beschützen. Nur sie – die Angehörigen der nationalen und internationalen Politbüros – meinen zu wissen, was für jeden einzelnen gut und richtig ist.

Ludwig Mises brachte dieses Phänomen auf den Punkt: „Wer den Menschen nicht dienen will, der will sie beherrschen.“ Die vorgebliche Sorge um das Wohl der Bürger bedeutet eben am Ende die totale Macht für die Obertanen. Deren Credo lautet: Nur wenn alle sich ihrem unermesslichen Ratschluss widerspruchslos fügen, wird alles gut. Deshalb ist ihnen auch jedes Mittel recht, hemmungslos die Bürger zu manipulieren. Jean-Claude Juncker wusste genau wovon er sprach, als er sagte: „Wenn es hart auf hart kommt, musst Du lügen“.

Die Rechnung der europiden Zentralisten ist indes nicht aufgegangen. Eine deutlich gewachsene Zahl von Bürgern konnte sich weder mit der allen Linken eigenen Begeisterung für die Zentralbürokratie noch mit deren Anmaßung abfinden, jedermann ihren Lebensentwurf aufzwingen zu wollen.

Dass viele Oppositionelle über kein konsistentes Programm verfügen, sondern sich damit begnügen, Sand ins Getriebe der Union zu streuen, ist kein Malheur. Dynamik aus dem Prozess der bereits viel zu weit getriebenen Integration zu nehmen, ist schon ein Erfolg. Dadurch könnte es immerhin gelingen – so viel Optimismus sei erlaubt – jenen Blick fürs „rechte Maß“ wieder zu gewinnen, der zuletzt im Furor der Gleichmacherei verloren gegangen ist. Die versuchte Gehirnwäsche ist, das Wahlergebnis beweist es überdeutlich, nicht gelungen. Viele Bürger ziehen – zum Verdruss der machtlüsternen Zentralisten – die Vielfalt der Einfalt vor: Lieber 1.000 Liechtensteins, als ein europides Imperium!

Bleibt zu hoffen, dass die vom Ergebnis dieser Wahl ausgehende Botschaft bei den im Machtrausch befindlichen Eliten angekommen ist. Zwar sucht man „Rechte“, also freisinnig-liberale Politiker und Parteien in Europa derzeit weitgehend vergebens. Das muss aber nicht so bleiben. Der allmächtige Leviathan hat jedenfalls schon bessere Zeiten gesehen. Der Erfolg der UKIP könnte den Austritt Großbritanniens aus der EU nach sich ziehen und damit das Ende des kollektiven Größenwahns einläuten. Die Parallele mit der einstigen Abspaltung der baltischen Staaten von der UdSSR und deren Konsequenz wäre unübersehbar. Für Nichtsozialisten, Föderalisten, Libertäre und Anhänger des Subsidiaritätsgedankens ist der 25. Mai 2014 ein guter Tag!

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2014 13:33

    Danke Herr Tögel, ein großartiger Beitrag, Sie haben alle Probleme unserer EU-Bonzokratur auf den Punkt gebracht.

    Fast alle Parteien und Medien (nicht nur) in Österreich haben bei dieser fiesen Meinungsmanipulation mitgetan und sich als Helfershelfer des europäischen Niedergangs grob fahrlässig und mitschuldig verhalten. Die Rechnung werden sie eines Tages noch bekommen, da bin ich mir ganz sicher!

    Würde ich in Frankreich leben, hätte ich die FN gewählt, in GB die UKIP, in den Niederlanden den Wilders, da ich in Österreich lebe habe ich die REKOS gewählt und ich konnte am nächsten Tag ohne Schamröte in den Spiegel blicken, wie Sie es richtig formulierten!

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2014 13:31

    Vielen Dank für diese brillante Nachlese zum EU-Wahltag und die vollkommen zutreffende Zustandsanalyse des zum Totalitarismus tendierenden Molochs Europäische Union.

    Wenn der 25. Mai 2014 ein Schritt in die richtige Richtung war, welche Seneca schon seinerzeit klar erkannte,

    "ungerechte Staaten währen nicht ewig!"

    dann war es tatsächlich ein guter Tag!

  3. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2014 18:48

    Meinem Dafürhalten nach braucht man nicht das Kind mit dem Bade auszugiessen. Die EU könnte eine gute Sache sein, wenn deren Politiker die Interessen der durchschnittlichen Menschen den eigenen ideologischen, verbunden mit persönlichen Interessen vorzögen.
    Vermutlich aber ist nicht nur die österreichische, sonder auch die EU - Politkamarilla überhaupt nicht in der Lage, sich in die Interessen der Durchschnittsmenschen hineinzuversetzen - bzw. sind ihnen diese egal (Siehe Juncker, den ich auch nicht haben möchte). Im übrigen: Dies konnten höhere (oberhalb des Bürgermeister - levels) Politiker, wie die Geschichte erweist, von raren Ausnahmen abgesehen, noch niemals; stets agierten sie allzu abgehoben vom "gemeinen Pöbel".
    Einzig die Schweiz hat bereits längst erreicht, was wir (eigentlich für ganz Europa, ja, die ganze Welt) anstreben sollten, wenn uns nachhaltiges Wohlergehen am Herzen liegt: Die direktdemokratische Möglichkeit, den Politikern auf allen politischen Ebenen und in - ohne Einschränkug allen - relevanten Belangen den vom Volk gewünschten Weg zu weisen, per Internet, natürlich. Sonst führen unsere Verantwortungslosen (Verantwortungslosigkeit haben sie sich mittels windiger Gesetze ja schon allezeit gesichert) unser Staatschiff frischfröhlich in den Abgrund.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2014 23:53

    Wieder einmal genau den Punkt getroffen. Danke!
    Wenn’s um geschlechtliche Orientierung, wenn’s um die Hautfarbe, wenn’s um Religionsbekenntnis , wenn’s um Heimat geht, kann für Linke/Marxisten/Trozkisten/Kommunisten/Maoisten/Leninisten/Sozialisten die „Diversität“ nicht weit genug gehen.
    Wenn’s um ihre eigene politische Macht geht/ging, dann sprechen/sprachen sie jahrzehntelang vom Zentralsekretär (heute verschämt Generalsekretär), von der Zentralsparkasse (längst ruiniert), vom Zentralorgan Arbeiterzeitung (längst in Konkurs), Zentralwäscherei der Stadt Wien, …
    Es ist so durchsichtig, so primitiv manipulativ, so verlogen!!!

  5. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2014 16:40

    Jean-Claude Juncker wusste genau wovon er sprach, als er sagte: „Wenn es hart auf hart kommt, musst Du lügen“.

    Er hat sich ja sofort Rot und Grün angebiedert! Und nun geht die Diskussion um seine Bestellung los. Noch mehr Lächerlichkeit (die EU ist weder politisch noch militärisch in der Lage, die Bürger zu schützen) für die Brüsseler Zentraldiktatur ist fast nicht mehr möglich.

  6. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2014 13:34

    Bravo zur Beschreibung der aktuellen Situation, die aber nicht immer so war und auch nicht belieben muß:
    Zitat
    "Rechtschaffene Menschen aber möchten in den Spiegel blicken können, ohne sich dabei zu ekeln. Sie sind keine professionellen Lügner und Betrüger. Sie wollen auch keine sein. Der „Markt der Politik“ wird folglich von einer rigorosen Auslese zweifelhafter Individuen beherrscht. Kaum ein produktiv in der Privatwirtschaft Tätiger, gleich ob angestellt oder selbständig, kann sich den Luxus leisten, seinen Job oder seinen Betrieb aufzugeben, um politisch zu „arbeiten“. Nach Beendigung seines Mandats stünde er nämlich vor dem Nichts."


alle Kommentare

  1. Mitch (kein Partner)
  2. Prudence (kein Partner)
    22. Januar 2015 08:46

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    21. Januar 2015 17:42

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  4. Valeriy (kein Partner)
    20. Januar 2015 13:17

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  5. gh57.at
    01. Juni 2014 11:53

    "1000 Liechtensteins": Eine herrliche Vorstellung!

    Wie man da Arbeitsplätze schaffen könnte! Z.B.: Jedem Staat sein eigenes Normungsinstitut! Was brauchen wir eine europaweit einheitliche Netzspannung von 230V, wie sie uns vor 20 Jahren okroyiert wurde! Kehren wir doch zurück zu den 220V, um endlich wieder kompatibel zu sein zu der natürlichen, ja gottgewollten Brennspannung der Kohlelichtbogenlampe von 55V! Weiters ist die derzeitige Netzfrequenz von 50Hz zu niedrig, das wirtschaftliche Optimum wäre schon während meiner Schulzeit bei 80Hz gelegen. (Bei den Steckernormen haben sich jedoch etliche Noch-EU-Mitglieder ihre Eigenständigkeit bewahrt, da ist der Diversifikationsbedarf nicht ganz so dringend.)

    Oder eine europaweit einheitliche Spurweite bei den Eisenbahnen! Wie langweilig! Wieviele Investitionen könnte man durchführen, wenn jedes Liechtenstein seine eigene Spurweite hätte!

    Auch die Straßenverkerhrsordnung könnte bunter werden: Jedem Liechtenstein seine eigenen Verkehrszeichen!

    Na, und wenn man es besonders geschickt anstellt, bekommt jedes Liechtenstein eine eigene Währung - man stelle sich vor, wie viele Arbeitsplätze man dadurch in Wechselstuben und Banken sichern könnte.

    Österreich wäre in einem solchen Szenario natürlich eine viel zu große Einheit und sollte in seine 9 Bundesländer zerlegt werden. Schließlich braucht jedes Land eine eigene Norm für Brandschutztüren, wie wir es vor dem EU-Beitritt hatten!

    Difficile est saturam non scribere.

    • Andreas Tögel
      01. Juni 2014 15:41

      Es scheint Ihrer Aufmerksamkeit entgangen zu sein, daß auch in Liechtenstein das metrische System gilt, auf der rechten Seite gefahren wird und die Stromspannung keine andere ist, als im umgebenden Ausland. Genau nichts aus Ihrem Katalog hat mit Staatlichkeit (oder einer imperialen Verfassung) zu tun, sondern mit vernünftigen und/oder wirtschaftlich klugen Regeln auf die man sich verständigt, ohne dazu durch eine Kommission genötigt zu sein. Dafür braucht also es zuallerletzt Kommissare (allein die Herkunft dieses Begriffs sagt ja schon alles!) oder einen paneuropäischen Völkerkerker. Denken und Handeln ist nämlich auch ohne Zwangsgleichschaltung möglich. Sie sollten erwägen, ein paar Wochen ohne Desinformation durch "Standard" und "ZIB" über die Runden zu kommen...das hülfe ungemein!
      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

  6. cmh (kein Partner)
    29. Mai 2014 12:36

    Für Christen:
    Sozialismus, egal in welcher Partei, ist Sünde.

    Für Atheisten:
    Die Sozen bescheißen dich von hinten bis vorne. Weil sie nicht anders können. Aber du bist selber schuld, denn du hast den Unsinn freudig akzeptiert.

    Für den Ökonomen:
    Geiz ist geil, auch wenn er auf Kosten anderer geht. Auf die Dauer sind aber nicht immer die anderen die anderen.

    Und für die Qultingerfreunde:
    Auch die oide Engelmacherin, ist einmal auch selbst ein Engerl worn. Und im Himmel ham die andern Engerl sie darschloagn. Halooooh.

  7. Haider
    28. Mai 2014 23:53

    Wieder einmal genau den Punkt getroffen. Danke!
    Wenn’s um geschlechtliche Orientierung, wenn’s um die Hautfarbe, wenn’s um Religionsbekenntnis , wenn’s um Heimat geht, kann für Linke/Marxisten/Trozkisten/Kommunisten/Maoisten/Leninisten/Sozialisten die „Diversität“ nicht weit genug gehen.
    Wenn’s um ihre eigene politische Macht geht/ging, dann sprechen/sprachen sie jahrzehntelang vom Zentralsekretär (heute verschämt Generalsekretär), von der Zentralsparkasse (längst ruiniert), vom Zentralorgan Arbeiterzeitung (längst in Konkurs), Zentralwäscherei der Stadt Wien, …
    Es ist so durchsichtig, so primitiv manipulativ, so verlogen!!!

  8. Anonymus
    28. Mai 2014 18:56

    Herr Tögel,
    die sozialdemokratischen Parteien Europas wird es auch weiterhin geben. Diesmal haben diese Parteien - wie sie richtig erwähnen - wenig zugkräftige Argumente gehabt, aber immer noch den Vorteil, dass sie kein starkes geeintes Lager als politische Gegner vorgefunden haben. Die alten, klassenkämpferischen Parolen haben ausgedient und langsam merken auch die von Sozialstaat abhängigen Wähler, dass so eine Politik nicht nachhaltig und langfristig zum Scheitern verurteilt ist.

    In Österreich hat Faymann den großen Fehler gemacht, indem er den farblosen Eugen Freund (damit meine ich nicht seine blasse Gesichtshaut, für die er nichts dafür kann!) an die Spitze der EU-Kandidaten gesetzt hatte. Er muss sich nun sehr bemühen, damit ihm beim SPÖ-Parteitag im Herbst nicht ein ähnliches Schicksal wie Alfred Gusenbauer erfährt.

  9. FranzAnton
    28. Mai 2014 18:48

    Meinem Dafürhalten nach braucht man nicht das Kind mit dem Bade auszugiessen. Die EU könnte eine gute Sache sein, wenn deren Politiker die Interessen der durchschnittlichen Menschen den eigenen ideologischen, verbunden mit persönlichen Interessen vorzögen.
    Vermutlich aber ist nicht nur die österreichische, sonder auch die EU - Politkamarilla überhaupt nicht in der Lage, sich in die Interessen der Durchschnittsmenschen hineinzuversetzen - bzw. sind ihnen diese egal (Siehe Juncker, den ich auch nicht haben möchte). Im übrigen: Dies konnten höhere (oberhalb des Bürgermeister - levels) Politiker, wie die Geschichte erweist, von raren Ausnahmen abgesehen, noch niemals; stets agierten sie allzu abgehoben vom "gemeinen Pöbel".
    Einzig die Schweiz hat bereits längst erreicht, was wir (eigentlich für ganz Europa, ja, die ganze Welt) anstreben sollten, wenn uns nachhaltiges Wohlergehen am Herzen liegt: Die direktdemokratische Möglichkeit, den Politikern auf allen politischen Ebenen und in - ohne Einschränkug allen - relevanten Belangen den vom Volk gewünschten Weg zu weisen, per Internet, natürlich. Sonst führen unsere Verantwortungslosen (Verantwortungslosigkeit haben sie sich mittels windiger Gesetze ja schon allezeit gesichert) unser Staatschiff frischfröhlich in den Abgrund.

    • kaffka (Keine Partnerin) (kein Partner)
      02. Juni 2014 13:47

      FranzAnton
      28. Mai 2014 18:48

      Es gilt der bekannte Satz:"Wenn mei Tant vier Radeln hätt, wärs ein Omnibus!

      (Der Artikel zusammengefasst:"Es wäre schön, wenn die EU nicht die EU wär!)

  10. Le Monde
    28. Mai 2014 16:40

    Jean-Claude Juncker wusste genau wovon er sprach, als er sagte: „Wenn es hart auf hart kommt, musst Du lügen“.

    Er hat sich ja sofort Rot und Grün angebiedert! Und nun geht die Diskussion um seine Bestellung los. Noch mehr Lächerlichkeit (die EU ist weder politisch noch militärisch in der Lage, die Bürger zu schützen) für die Brüsseler Zentraldiktatur ist fast nicht mehr möglich.

  11. dssm
    28. Mai 2014 16:21

    So viel Optimismus nach dieser Wahl zu versprühen halte ich für etwas übertrieben. Wie ja richtig festgestellt, haben kaum wirtschaftsliberale Parteien Stimmen erhalten. Die so genannten Rechten sind in Wahrheit gestandene Sozialisten; nur halt ein wenig ‚national’ dazu.
    Polen gibt kleine (7%) Hoffnung, die haben uns ja schon anno 1683 geholfen und ob sich in der AfD die Wirtschaftsliberalen durchsetzen muss sich erst zeigen.

  12. A.K.
    28. Mai 2014 13:34

    Bravo zur Beschreibung der aktuellen Situation, die aber nicht immer so war und auch nicht belieben muß:
    Zitat
    "Rechtschaffene Menschen aber möchten in den Spiegel blicken können, ohne sich dabei zu ekeln. Sie sind keine professionellen Lügner und Betrüger. Sie wollen auch keine sein. Der „Markt der Politik“ wird folglich von einer rigorosen Auslese zweifelhafter Individuen beherrscht. Kaum ein produktiv in der Privatwirtschaft Tätiger, gleich ob angestellt oder selbständig, kann sich den Luxus leisten, seinen Job oder seinen Betrieb aufzugeben, um politisch zu „arbeiten“. Nach Beendigung seines Mandats stünde er nämlich vor dem Nichts."

  13. terbuan
    28. Mai 2014 13:33

    Danke Herr Tögel, ein großartiger Beitrag, Sie haben alle Probleme unserer EU-Bonzokratur auf den Punkt gebracht.

    Fast alle Parteien und Medien (nicht nur) in Österreich haben bei dieser fiesen Meinungsmanipulation mitgetan und sich als Helfershelfer des europäischen Niedergangs grob fahrlässig und mitschuldig verhalten. Die Rechnung werden sie eines Tages noch bekommen, da bin ich mir ganz sicher!

    Würde ich in Frankreich leben, hätte ich die FN gewählt, in GB die UKIP, in den Niederlanden den Wilders, da ich in Österreich lebe habe ich die REKOS gewählt und ich konnte am nächsten Tag ohne Schamröte in den Spiegel blicken, wie Sie es richtig formulierten!

    • Wyatt
      28. Mai 2014 15:21

      Susanne Kablitz
      schreibt so trefflich im EF Magazin, was Nigel Farage will,

      ....., dass Europa die EU verlässt. Ja, Herr Farage, das ist eine feine Idee. Es ist deswegen eine feine Idee, weil ein Zusammenschluss, der grundsätzlich Vorteile für die Menschen haben soll, dazu missbraucht wird, einigen Weltherrscheranwärtern ein luxuriöses Leben auf andere Leute Kosten zu finanzieren. Es ist deswegen eine feine Idee, weil wir keine Bevormundung brauchen, um miteinander Handel zu betreiben und Gastfreundschaft zu leben. Wir brauchen auch keine Einheitswährung, wir brauchen aber auch keine nationale Währung. Was wir brauchen, ist Geld. Geld, das wertgedeckt ist. Und wir brauchen Politiker, die sich für ihre Brötchengeber einsetzen.

      http://ef-magazin.de/2014/05/28/5384-europawahl-herzlichen-glueckwunsch-nigel-farage

  14. mischu
    28. Mai 2014 13:31

    Vielen Dank für diese brillante Nachlese zum EU-Wahltag und die vollkommen zutreffende Zustandsanalyse des zum Totalitarismus tendierenden Molochs Europäische Union.

    Wenn der 25. Mai 2014 ein Schritt in die richtige Richtung war, welche Seneca schon seinerzeit klar erkannte,

    "ungerechte Staaten währen nicht ewig!"

    dann war es tatsächlich ein guter Tag!





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