Buchbesprechung: Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden

Der Titel des vom Vorstand des deutschen Mises-Instituts, Andreas Marquart, und dem Ökonomen Philipp Bagus vorgelegten Buches müsste in Wahrheit lauten: „Einführung in die Geldtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie“. Ein derart spröde klingender Titel würde aber vermutlich einen Großteil der potentiellen Leser abschrecken. So werden es viele Menschen lesen, die erkannt haben, dass mit unserem Geldsystem offensichtlich etwas nicht stimmt und die Dressureliten in Politik und Medien daran interessiert sind, den Zusammenhang mit den dadurch ausgelösten, nicht allein auf die Wirtschaft beschränkten Fehlentwicklungen zu verschleiern.

Tatsächlich bildet das staatliche Geldmonopol in Verbindung mit einem papierenen „Fiat-money“ die Wurzel der meisten der durch den demokratischen Wohlfahrtsstaat geschaffenen Übel. Anhand von anschaulichen Beispielen und unter Hinweis auf eine Reihe namhafter Autoren wird diese Tatsache einer Leserschaft näher gebracht, die nicht einschlägig vorgebildet zu sein braucht.

  • Im Gegensatz zur landläufigen Fehleinschätzung garantiert ein Staatsmonopol eben kein funktionierendes Geldsystem, sondern vielmehr das Gegenteil davon.
  • Es führt zur Wohlstandsumverteilung von unten nach oben (Cantillon-Effekt). 
  • Es lenkt knappe Mittel von der produktiven privaten in die unproduktive staatliche Sphäre um.
  • Es ist im Kern inflationistisch, beutet demzufolge arbeitende Menschen aus und bringt diese um ihre Ersparnisse.
  • Es fördert den Staatsinterventionismus sowie eine „Kultur“ der Verschuldung und führt langfristig zum Substanzverzehr.
  • Es setzt die politischen Eliten in die Lage, eine totale Hegemonie über ihre Untertanen zu errichten und deren Leben bis in die Privatsphäre hinein lückenlos zu bestimmen und zu kontrollieren.
  • Das staatliche Geldmonopol schafft – in Verbindung mit einem mit Sonderprivilegien ausgestatteten Bankwesen – die Tendenz zu Verschuldungsexzessen, an deren Ende die Enteignung der Gläubiger, eine umfassende Vermögensvernichtung und, wie die Geschichte lehrt, sehr wahrscheinlich auch eine gefährliche Polarisierung und Radikalisierung der Gesellschaft steht.

Menschen, die das erkannt haben, werden auf den letzten Seiten des Buches aufgefordert, ihr Wissen um die verhängnisvollen Folgen eines staatlichen Geldmonopols nicht für sich zu behalten, sondern sich aktiv am „Krieg der Ideen“ zu beteiligen. Das ist kein unbilliges Verlangen, da die von fremder Leute Geld lebenden Verteidiger des Status quo doch de facto mit heruntergelassen Hosen dastehen…

Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden
Andreas Marquart & Philipp Bagus
Finanzbuchverlag, 2014
192 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-89879-857-0
€ 16,99,-

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien. 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2014 11:52

    Mit dem staatlichen Geldmonopol verhält es sich wie mit der Demokratie: es wurde bis jetzt nichts Besseres erfunden, oder macht das Buch umsetzbare Vorschläge, welches erfolgreichere System die derzeitigen Auswüchse verhindern kann?
    Dann hätte es glatt die Voraussetzung zum Weltbestseller!

  2. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2014 12:50

    Vielen Dank für die Besprechung von:
    Andreas Marquart Finanzbuchverlag, 2014 ISBN: 978-3-89879-857-0
    ************************************

  3. Ausgezeichneter KommentatorHerby
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2014 06:15

    Also wenn ich Ihren Kommentar richtig verstanden habe Herr Tögel, dann stehen sie positiv zu dem hier vorgestellten Buch, oder?

    Ich meine: „Einführung in die Geldtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie“ das ist doch Ihr Gebiet.

    Der Titel "Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden" lässt niemanden kalt. Dass ich mir dieses Buch kaufe ist sicher.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2014 17:28

    Mit dem staatlichen Geldmonopol ist das so eine Sache, es gibt dann noch ein quasi- oder scheinstaatliches Geld-Monopol, das ist noch viel verderblicher, das spielt nämlich Monopoly mit uns und wir haben ganz schlechte Karten! ;-)

  5. Ausgezeichneter KommentatorAndreas Tögel
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2014 07:10

    Verehrter Herby,
    Sie haben mich richtig verstanden. Das Buch ist vergleichbar mit Henry Hazlitts "Economics In One Lesson" - aber eben mit dem Schwerpunkt Geldpolitik und - Theorie. Es ist in einer Sprache abgefasst, die auch von Leuten verstanden wird, die sich nicht professionell (oder aus privater Leidenschaft) mit der Volkswirtschaftslehre befassen. Einer der beiden Autoren, Philipp Bagus, hat Huerta de Sotos Standardwerk "Geld Bankkredit und Konjunkturzyklen" ins Deutsche übersetzt und ist selbst ein Geldtheoretiker von hohen Graden.
    Mit freundlichen Grüßen,
    A. Tögel


alle Kommentare

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    19. Januar 2015 21:51

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  6. terbuan
    19. Mai 2014 17:28

    Mit dem staatlichen Geldmonopol ist das so eine Sache, es gibt dann noch ein quasi- oder scheinstaatliches Geld-Monopol, das ist noch viel verderblicher, das spielt nämlich Monopoly mit uns und wir haben ganz schlechte Karten! ;-)

  7. A.K.
    19. Mai 2014 12:50

    Vielen Dank für die Besprechung von:
    Andreas Marquart Finanzbuchverlag, 2014 ISBN: 978-3-89879-857-0
    ************************************

  8. mischu
    19. Mai 2014 11:52

    Mit dem staatlichen Geldmonopol verhält es sich wie mit der Demokratie: es wurde bis jetzt nichts Besseres erfunden, oder macht das Buch umsetzbare Vorschläge, welches erfolgreichere System die derzeitigen Auswüchse verhindern kann?
    Dann hätte es glatt die Voraussetzung zum Weltbestseller!

  9. Andreas Tögel
    19. Mai 2014 07:10

    Verehrter Herby,
    Sie haben mich richtig verstanden. Das Buch ist vergleichbar mit Henry Hazlitts "Economics In One Lesson" - aber eben mit dem Schwerpunkt Geldpolitik und - Theorie. Es ist in einer Sprache abgefasst, die auch von Leuten verstanden wird, die sich nicht professionell (oder aus privater Leidenschaft) mit der Volkswirtschaftslehre befassen. Einer der beiden Autoren, Philipp Bagus, hat Huerta de Sotos Standardwerk "Geld Bankkredit und Konjunkturzyklen" ins Deutsche übersetzt und ist selbst ein Geldtheoretiker von hohen Graden.
    Mit freundlichen Grüßen,
    A. Tögel

  10. Herby
    19. Mai 2014 06:15

    Also wenn ich Ihren Kommentar richtig verstanden habe Herr Tögel, dann stehen sie positiv zu dem hier vorgestellten Buch, oder?

    Ich meine: „Einführung in die Geldtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie“ das ist doch Ihr Gebiet.

    Der Titel "Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden" lässt niemanden kalt. Dass ich mir dieses Buch kaufe ist sicher.





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