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Ein Hochhaus soll Urbanität vorspiegeln

Es dürfte noch immer zu wenig bekannt sein, welche Bewandtnis es mit dem Bauprojekt Eislaufverein hat, zu betrachten unter www.dasbesondereprojekt.at. Spricht der Anblick dieses Ausbunds an Phantasielosigkeit und Großmannssucht à la Ceauscescu bereits für sich, so geht daraus noch nicht die volle Wucht des geplanten Wohnturms hervor. Er nimmt sich auf dem angefügten Foto aus der Vogelperspektive noch relativ dezent aus, mit seinen 73 Metern Höhe würde er aber, dreist bis zur Schmerzhaftigkeit, alle umliegenden Gebäude gewaltig überragen, sollte er denn wirklich gebaut werden.

Zeitgeist-Schreiber und Podiumsdiskutanten sprechen in solchen Fällen von einem „Spannungsfeld“ zwischen tradierter und zeitgenössischer Architektur. Beim Anblick des Modells mit seinen geradezu vulgären Proportionen (von der nichtssagenden, an ein Kanalgitter gemahnenden Fassade gar nicht zu reden) fühlte ich mich spontan an einen Klotz erinnert, den meine Enkel aus Lego-Bausteinen gebastelt hatten.

Der berühmte Canaletto-Blick vom Belvedere aus, schon jetzt beeinträchtigt, wäre vollends dahin, und um das aber auch wirklich ganz besondere Projekt zu sehen, wird sich wohl kein Tourist vor das Belvedere begeben. Einmal ganz abgesehen davon, dass ja auch autochthone Wiener gerne einmal von dort aus den Blick über ihre Stadt schweifen lassen, deren historischer Kern mit dem Prädikat „Weltkulturerbe“ seitens der UNESCO versehen wurde.

Das Besondere Projekt steht eindeutig mit den Richtlinien, die für die so genannte Kernzone gelten, im Widerspruch, da deren Grenze am Heumarkt verläuft, also außerhalb des Areals. Die UNESCO hat schon wegen der vergleichsweise harmlos aussehenden Elbebrücke weit außerhalb des Stadtkerns der Stadt Dresden das Prädikat Weltkulturerbe aberkannt.

Wenn alles mit rechten Dingen zugeht (womit allerdings in fast keinem Bereich mehr zu rechnen ist), so müsste im Falle der Realisierung des Besonderen Projekts der Weltkulturerbe-Status der Wiener Innenstadt ebenfalls entzogen werden. Man hat seitens der Betreiber und der Stadt Wien ein (natürlich völlig unabhängiges) Expertenteam herangezogen, das dem Projekt die erforderliche Kompatibilität mit den Vorgaben der UNESCO bzw. ICOMOS bescheinigen soll. Welche Faktoren hier sonst noch hereinspielen, kann man sich auch ohne große Phantasie vorstellen.

In dem sonst als korrupt geltenden Italien dürfte für Rom und Florenz in dieser Hinsicht keine Gefahr bestehen, der Blick vom Gianicolo und von San Miniato ist unbeschädigt, und man weiß wohl auch, warum man es dabei belässt.

Das Weltkulturerbe-Prädikat scheint hierorts in Kreisen der Politik und des Bauwesens bzw. der Architekten zum guten Teil keine große Wertschätzung zu genießen. Als bei einer Podiumsdiskussion zum Besonderen Projekt im Publikum dieses Stichwort fiel, rief der Direktor des Wiener Architekturzentrums und Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Stadt Wien erbost, das Welterbe sei „ein Schas“ (sic) und man hätte es nur wegen der Anerkennung Wiens als Welthauptstadt der Musik verliehen. Jeder kann allerdings nachlesen, dass vor allem die exemplarische Darstellung der Architektur aus verschiedenen historischen Epochen und – auch – die Musik dabei ausschlaggebend sind.

Die Politik spielt in dieser Angelegenheit ebenfalls eine unrühmliche Rolle. Schon bei den Festreden der Stadtväter anlässlich der Verleihung des Prädikats konnte man keine rechte Freude heraushören. Der Klartext der diversen Botschaften war etwa der folgende: „No ja, jetzt hamma halt dieses tepperte Prädikat. Aber machts euch kane Sorgen, Leutln, wir machen weiter wie gehabt.“

So war zum Beispiel der völlig überflüssige, 83 Meter hohe Turm des Bezirksgerichts eine politische Entscheidung zugunsten eines den Blauen nahe stehenden Immobilienmaklers. Wobei die funktionsfähigen Räume in der Riemergasse noch immer leer stehen. Der Turm steht aber wenigstens in der Pufferzone und nicht in der Kernzone.

Jetzt machen sich aber vor allem die Grünen für das Besondere Projekt stark. Vassilakou und Chorherr bewarben es heftig in den Räumen des Hotels Intercontinental anlässlich einer Präsentation durch die Betreiber. Wer sagen kann, warum das so ist, der trete vor (wird es aber wohl nicht).

Das Hotel Intercontinental, an das sich viele Leute auch nach fünfzig Jahren noch nicht wirklich gewöhnen konnten, ist in seiner jetzigen Form noch ein wahres Labsal im Vergleich zum geplanten Wohnturm. Dieser soll Luxuswohnungen enthalten und macht die Bobo-Natur der Grünen, fernab der tränenreichen Betroffenheit über die Schere zwischen Arm und Reich und das Schicksal der Migranten (und Migrantinnen natürlich) augenfällig.

Die Kubatur des Intercontinental würde durch eine nicht allzu explizit betonte Aufstockung und eine seitliche Verbreiterung in Richtung Lothringerstraße vergrößert werden. Auf diese Weise „rechnet sich“ der mit jeweils hohen Profiten durch zahlreiche Hände gegangene Baugrund.

Die Eislauffläche würde zur Lothringerstraße hin verbreitert werden (da sie ja sonst wegen der Zubauten allzu klein ausfallen würde). Hier hätte man in verkehrstechnischer Hinsicht Schlimmes zu befürchten. Auch würde die Parkplatzsituation für die Anrainer wegen der vielen geplanten Lokale und Wellnessoasen („vom Feinsten“) absolut inakzeptabel werden. Da wäre die Mariahilferstraße vergleichsweise noch ein gelindes Übel.

Es werden seitens der Betreiber mit Schalmeientönen verschiedene zur Ideologie gehörende Vorteile angepriesen, so z.B. die „Durchlässigkeit“ zwischen dem dritten und dem ersten Bezirk in Form eines schmalen Durchgangs zwischen dem Konzerthaus und dem angrenzenden Eislaufplatz, möglicherweise auch von der Lagergasse zum Beethovenplatz. Wenn mir jemand erklären kann, warum es viel schlimmer sein soll, wenige Meter weiter am Akademietheater vorbeizugehen, sehe ich dieser Errungenschaft freudig entgegen.

Die Durchlässigkeit ist ein als Vorwand eingesetztes Schlagwort, das sich überall breit macht und als das große Glück für alle verkauft wird. Es darf keine Grenzen geben, alles hat miteinander zu kommunizieren („hautnah“), Zonen der Begegnung sind „angesagt“, auch wenn man auf Beton mit ein paar Alibi-Bäumchen im Auge des Taifuns steht und stets vor hemmungslos flitzenden Radfahrern in Deckung springen muss.

Seid umschlungen, Millionen, wird zumindest einmal im Jahr im Konzerthaus erschallen, außen wird der Kuss für die ganze Welt allerdings nicht „erlebbar“, wie ein weiteres Modeadjektiv lautet.

Einige mit den Kriterien des Weltkulturerbes kompatible Entwürfe sind gleich im Vorfeld ausgesondert worden. Der Direktor des Architekturzentrums meinte, warum er zuerst gegen dieses Projekt gewesen sei (was man nachvollziehen konnte), warum er aber nun doch dafür sei (was weniger einsichtig war). Es ist dies eine beliebte Taktik, wie man zunächst die zu Beeinflussenden durch scheinbare Gleichgestimmtheit für sich einnimmt, dann aber eine Volte schlägt und glaubt, auf diese Art den propagierten Inhalt plausibler machen zu können.

Bei derselben Diskussion stellte ich die Frage, welche Veranlassung es denn eigentlich gegeben habe, ein derartiges Mammutprojekt überhaupt auszuschreiben. Da ich wusste, dass es ausschließlich die lukrative Verwertung der von Besitzer zu Besitzer immer teurer gewordenen Gründe war, wartete ich gespannt darauf, welche Antwort nun erfolgen würde. Es folgte sekundenlanges Schweigen. Dann sagte einer der Podiumsdiskutanten etwas zögerlich, er werde versuchen, mir eine Antwort darauf zu geben. Die Begründung war (sinngemäß), eine Stadt sei stets im Wandel begriffen, und da werde eben an dieser Stelle auch gewandelt. Punktum. Mir fällt dazu ein Satz aus einer satirischen Kurzgeschichte ein, der da lautete: „Wo nichts ist, macht man was.“

Übrigens werden, wenn es zur Realisierung dieses Projekts kommt, am Glacis, also rund um die Innenstadt, die Hochhäuser wie die sprichwörtlichen Schwammerln aus dem Boden schießen. Eines war auf dem Grund des Forumkinos geplant, musste aber aufgrund des öffentlichen Drucks niedriger konzipiert werden. Auch auf dem Karlsplatz droht eine weiterer Zacke der so genannten „Stadtkrone“, ein Ausdruck, der die Umrahmung der Innenstadt durch zahlreiche hoch aufschießende Bauten verbal darstellt.

Einerseits soll eine Stadt gemäß der Ideologie von Stadtplanern und Architekten „kein Freilichtmuseum“ sein, andererseits macht man munter Museen für alles und jedes und stilisiert die Unsterblichkeit der Maikäfer zu einem existentiellen Thema. Für alles muss natürlich das nötige Gehäuse geschaffen werden, parteinahes Personal wird versorgt, nicht zum Schaden der Beteiligten.

Es muss alles „zukunftsorientiert“ sein. Ein Dauerbrenner ist allerdings die Vergangenheitsbewältigung. Und so wird anscheinend gleich auch das traditionelle Stadtbild bewältigt. In Hochhäuser hat schließlich Hitler seinen Fuß garantiert nicht hineingesetzt, und das ist ja schon mal etwas.

Das Besondere Projekt ist vor allem eine Kubatur-Erzeugungsaktion für Profiteure. Mit dem Hochhaus samt Nebenbauten „im Gepäck“ sorgen die Betreiber aber auch für die Rezipienten der Eventkultur und Spaßgesellschaft bestens. „Und das ist gut so“ wird in solchen Fällen gesagt, um dem „mündigen Bürger“ zu erklären, was er gut zu finden hat.

Wer sich gegen das Projekt aussprechen bzw. seine Unterschrift in diesem Sinne abgeben möchte, kann Kontakt mit der Initiative Stadtbildschutz aufnehmen. I-Stadtbildschutz@aktion21.at

Dkfm. Waltraut Kupf, Studium an der Hochschule für Welthandel, Angestellte der IAEO, dort zugunsten der Kindererziehung ausgeschieden, verheiratet mit dem akad. Restaurator Prof. Martin Kupf. Gelegentliche Abfassung von Kommentaren in online-Medien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTik Tak
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2014 13:27

    " ... Wer sagen kann, warum das so ist, der trete vor (wird es aber wohl nicht). ..."

    Doch, doch, ich trete gerne vor, es ist ja kein Geheimnis.

    Wer aktuell in Wien größere Bauvorhaben abwickeln will, der muß sich dazu nur zuvor, also vor der öffentlichen Bekanntmachung, mit den Grünen, speziell dem Chorherr, den nannte ein Freund vor Kurzem durchaus passend "Don Coro", einen Deal schließen.
    Eine "kleine" Aufmerksamkeit und schon sind die Grünen Feuer und Flamme.
    Das geht am besten über so Unternehmen wie Conwert die den Grünen seit Langem sehr nahe stehen.
    Natürlich muß es auch eine der üblichen Mautzahlungen an die SPÖ oder ihr nahestehende Vereine geben, daber das ist nicht neu.
    Nur der Hunger der Grünen ist dazugekommen.
    Dass Hr. Tojner diesen Weg geht ist bekannt.

    Die Grünen sind oftmals Kinder von Bürgerlichen die mit den Annehmlichkeiten eines gut situierten Elternhauses aufgewachsen sind.
    Das wollen die, zumal sie mittlerweile auch über 50 sind, nicht mehr missen, die Zeit der alternativen Auflehnung gegen das Establishment sind vorbei, die wollen Luxus, jetzt und sofort.

    Also wollen sie, die nie etwas geleistet haben, endlich auch in Luxus leben - selbstverständlich im Verborgenen, schon wegen der Wähler.

    Daher wird, wie auch bei Luxusschulen, Luxus Spas, Uhrenhändlern und Luxusreisespezialisten, auch bei der Errichtung von Luxuswohnungen, Häuser sind noch zu auffällig, auf entsprechende Berücksichtigung grüner Klientel (Maut) und deren Interessen gepocht.

    Es werden sicher ein paar Wohnungen für die grünen Funktionäre nicht nur in diesem Bau abfallen.

    Das verringert den Wert der Immobilie bringt aber die Genehmigung.

    Und es ist so bekannt, daß es in Wien längst die Spatzen von den Dächern pfeiffen.

    Oder warum ist der Chorherr bei jedem Bauvorhaben an vorderster Front zu finden?
    Das ist der Januskopf der grünen Kommunisten, vorne grün, hinten korrupt.

    Auch Lenin hatte eine Rolls Royce Sammlung die ihres gleichen suchte.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2014 01:00

    Wir haben östlich/südöstlich Österreichs tausende Beispiele, wie marxistische Plattenbau-Architektur Stadtkerne vergewaltigt -> und dennoch finden sich immer wieder skrupellose Grundstücks-/Bauspekulaten in trauter Gemeinsamkeit mit linken Kulturzerstörern in den Gemeindestuben bereit, unser jahrhundertealtes Stadtbild zu zerstören. Da werden aus reiner Profitgier gewachsene dörfliche Strukturen zerstört (Grinzing, Neuwaldegg, Kagran, Jedlesee usw.), aber wenn's um den Touristennepp geht, dann werden Potemkinsche Dörfer vorgeführt (im Prater z.B ließ eine linke Stadträtin Pappmaschee-Kulissen um horrende Steuermittel aufbauen - Vorbild Rußland eben).

  3. Ausgezeichneter KommentatorPeter R Dietl
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2014 04:18

    Der Hinweis auf Ceausescu trifft ins Schwarze (hier besser: Ins Rote). Es bedurfte der Vernichtung eines ganzen Bukarester Stadtviertels auf Kommando eines menschheitsbeglückenden roten Bonzen, um dort einen unfaßbar grauslichen Betonklotz zu etablieren. Die Stadt sollte doch "modern" werden.

    Und dieser Genosse Conducator ist nunmehr Vorbild für gleichprimitive Genossen vom Format eines Wampo und einer VasilinKuh.

    Eh vorstellbar, was sich alles unter dem Schreibtisch abspielt. Und der ORF, vielleicht sogar Herr Tesarek, wird sicher bald über die Mafia herziehen. In Italien.

    Ich ohrfeige mich geistig, weil ich einmal in meinem Leben diesem roten Gesindel meine Stimme gegeben hatte.

    Jedenfalls Dank an den Mut Herrn Dr. Unterbergers, auch diese Schweinereien öffentlich gemacht zu haben. Seine Anpassung an USA+EU+NATO+CIA mag ich dennoch nicht. Oder hatte ich irgendwo einen Zusatz "c.f." übersehen?
    .

  4. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2014 12:43

    Das seinerzeit geplante Leseturmprojekt im Museumsquartier wurde auf Grund der stürmischen Proteste wieder fallengelassen. Dasselbe Schicksal ereilte den ursprünglich geplanten Turm bei Wien-Mitte.

    Kann mir jemand erklären, warum wir uns beim Konzerthaus jetzt wieder mit dem gleichen Problem herumschlagen müssen, obwohl es genug Beispiele der Ablehnung gibt?

    Lautet die Devise: man wird es ja noch probieren dürfen?
    Dann können wir nicht genug dagegen Sturm laufen.

    Oder haben sich die politischen Verhältnisse unter ROT-GRÜN derart negativ verändert, daß die Gewinnmaximierer ihre Stunde gekommen sehen und das Wahnsinnsprojekt durchpeitschen?
    Dann sollten wir diese Regierungskoalition schleunigst aus dem Amt jagen, bevor Wien noch mehr Unheil angetan wird.

  5. Ausgezeichneter KommentatorYoshinori Sakai
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2014 08:59

    Sehr geehrte Frau Kupf!

    Bei dieser Debatte um diesen geplanten Wohnturm beim WEV sollte auch ein Blick auf das 450 Km entfernte München geworfen werden. Eine Stadt die sehr mit Wien vergleichbar ist.

    Und das Wort "Immobilienspekulation" kennt man auch in München. Dennoch hat die Bayerische Landeshauptstadt bis heute ein unzerstörtes, beeindruckendes Panorama:

    http://www.skillkom.de/Content/images/Standorte_Muenchen.jpg

    http://www.rekordmeister87.de/Fanclubtracker/images/Tracks/3.jpg

    Es kommen die historischen München-typischen Bauwerke wie z.B. die Frauenkirche oder Rathaus zur Geltung und irgendwelche hässlichen Betonklötze sind nicht zu sehen!

    Warum ist München bei der Stadtbilderhaltung um so viel anders als Wien?

    Ich würde es so beantworten: Zwar gibt es in Müchen auch einen SP-Bürgermeister, aber München hat halt nicht so eine riesige mafiöse rote Riesekrake drauf sitzen wie Wien, weil keine Hauptstadt der Welt so lange so rot regiert wurde wie Wien.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2014 01:49

    Das Kanalgitter-Design soll doch nur den Blick in die Kloake Wiens darstellen. Ihnen fehlt einfach jegliches Verständnis für Modernität/Abstrusität/MA-19-Banalität/Brutalität/städtebauliche Grauslichkeit/Wien-Haß und GRÜN-Vernichtungswahn -> eben politischer Zeitgeist. Sie sollten an sich arbeiten!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2014 13:01

    Der Profit geht über die Erhaltung des Stadtbildes!
    In spätestens 50 Jahren wird der ganze Krempel wieder abgerissen, sieht man ja in Wien an genug Beispielen.
    Weltkulturerbe was ist das schon wert, der neue Gott Mammon ist zum Götzen der Welt geworden!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTik Tak
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2014 13:27

    " ... Wer sagen kann, warum das so ist, der trete vor (wird es aber wohl nicht). ..."

    Doch, doch, ich trete gerne vor, es ist ja kein Geheimnis.

    Wer aktuell in Wien größere Bauvorhaben abwickeln will, der muß sich dazu nur zuvor, also vor der öffentlichen Bekanntmachung, mit den Grünen, speziell dem Chorherr, den nannte ein Freund vor Kurzem durchaus passend "Don Coro", einen Deal schließen.
    Eine "kleine" Aufmerksamkeit und schon sind die Grünen Feuer und Flamme.
    Das geht am besten über so Unternehmen wie Conwert die den Grünen seit Langem sehr nahe stehen.
    Natürlich muß es auch eine der üblichen Mautzahlungen an die SPÖ oder ihr nahestehende Vereine geben, daber das ist nicht neu.
    Nur der Hunger der Grünen ist dazugekommen.
    Dass Hr. Tojner diesen Weg geht ist bekannt.

    Die Grünen sind oftmals Kinder von Bürgerlichen die mit den Annehmlichkeiten eines gut situierten Elternhauses aufgewachsen sind.
    Das wollen die, zumal sie mittlerweile auch über 50 sind, nicht mehr missen, die Zeit der alternativen Auflehnung gegen das Establishment sind vorbei, die wollen Luxus, jetzt und sofort.

    Also wollen sie, die nie etwas geleistet haben, endlich auch in Luxus leben - selbstverständlich im Verborgenen, schon wegen der Wähler.

    Daher wird, wie auch bei Luxusschulen, Luxus Spas, Uhrenhändlern und Luxusreisespezialisten, auch bei der Errichtung von Luxuswohnungen, Häuser sind noch zu auffällig, auf entsprechende Berücksichtigung grüner Klientel (Maut) und deren Interessen gepocht.

    Es werden sicher ein paar Wohnungen für die grünen Funktionäre nicht nur in diesem Bau abfallen.

    Das verringert den Wert der Immobilie bringt aber die Genehmigung.

    Und es ist so bekannt, daß es in Wien längst die Spatzen von den Dächern pfeiffen.

    Oder warum ist der Chorherr bei jedem Bauvorhaben an vorderster Front zu finden?
    Das ist der Januskopf der grünen Kommunisten, vorne grün, hinten korrupt.

    Auch Lenin hatte eine Rolls Royce Sammlung die ihres gleichen suchte.


alle Kommentare

  1. Jonetta (kein Partner)
    26. Februar 2015 20:56

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  4. Gael (kein Partner)
  5. Kasia (kein Partner)
  6. Renata (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:14

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    10. April 2014 11:47

    Wenn man schon Vergleiche mit Ceau?escu anstellt, sollte man sich zumindest informieren, wie man den Namen richtig schreibt - wenn man es schon nicht weiß. Es ist nur zu hoffen, dass der Rest des Artikels nicht von ähnlicher "Qualität" ist.

  11. Yoshinori Sakai
    08. April 2014 08:59

    Sehr geehrte Frau Kupf!

    Bei dieser Debatte um diesen geplanten Wohnturm beim WEV sollte auch ein Blick auf das 450 Km entfernte München geworfen werden. Eine Stadt die sehr mit Wien vergleichbar ist.

    Und das Wort "Immobilienspekulation" kennt man auch in München. Dennoch hat die Bayerische Landeshauptstadt bis heute ein unzerstörtes, beeindruckendes Panorama:

    http://www.skillkom.de/Content/images/Standorte_Muenchen.jpg

    http://www.rekordmeister87.de/Fanclubtracker/images/Tracks/3.jpg

    Es kommen die historischen München-typischen Bauwerke wie z.B. die Frauenkirche oder Rathaus zur Geltung und irgendwelche hässlichen Betonklötze sind nicht zu sehen!

    Warum ist München bei der Stadtbilderhaltung um so viel anders als Wien?

    Ich würde es so beantworten: Zwar gibt es in Müchen auch einen SP-Bürgermeister, aber München hat halt nicht so eine riesige mafiöse rote Riesekrake drauf sitzen wie Wien, weil keine Hauptstadt der Welt so lange so rot regiert wurde wie Wien.

    • Waltraut Kupf
      08. April 2014 10:41

      Sehr geehrter Herr Sakai, danke für Ihren Kommentar; es ist wohl leider so, wie sie sagen. Freundliche Grüße WK

  12. Haider
    06. April 2014 01:49

    Das Kanalgitter-Design soll doch nur den Blick in die Kloake Wiens darstellen. Ihnen fehlt einfach jegliches Verständnis für Modernität/Abstrusität/MA-19-Banalität/Brutalität/städtebauliche Grauslichkeit/Wien-Haß und GRÜN-Vernichtungswahn -> eben politischer Zeitgeist. Sie sollten an sich arbeiten!

  13. Tik Tak (kein Partner)
    05. April 2014 13:27

    " ... Wer sagen kann, warum das so ist, der trete vor (wird es aber wohl nicht). ..."

    Doch, doch, ich trete gerne vor, es ist ja kein Geheimnis.

    Wer aktuell in Wien größere Bauvorhaben abwickeln will, der muß sich dazu nur zuvor, also vor der öffentlichen Bekanntmachung, mit den Grünen, speziell dem Chorherr, den nannte ein Freund vor Kurzem durchaus passend "Don Coro", einen Deal schließen.
    Eine "kleine" Aufmerksamkeit und schon sind die Grünen Feuer und Flamme.
    Das geht am besten über so Unternehmen wie Conwert die den Grünen seit Langem sehr nahe stehen.
    Natürlich muß es auch eine der üblichen Mautzahlungen an die SPÖ oder ihr nahestehende Vereine geben, daber das ist nicht neu.
    Nur der Hunger der Grünen ist dazugekommen.
    Dass Hr. Tojner diesen Weg geht ist bekannt.

    Die Grünen sind oftmals Kinder von Bürgerlichen die mit den Annehmlichkeiten eines gut situierten Elternhauses aufgewachsen sind.
    Das wollen die, zumal sie mittlerweile auch über 50 sind, nicht mehr missen, die Zeit der alternativen Auflehnung gegen das Establishment sind vorbei, die wollen Luxus, jetzt und sofort.

    Also wollen sie, die nie etwas geleistet haben, endlich auch in Luxus leben - selbstverständlich im Verborgenen, schon wegen der Wähler.

    Daher wird, wie auch bei Luxusschulen, Luxus Spas, Uhrenhändlern und Luxusreisespezialisten, auch bei der Errichtung von Luxuswohnungen, Häuser sind noch zu auffällig, auf entsprechende Berücksichtigung grüner Klientel (Maut) und deren Interessen gepocht.

    Es werden sicher ein paar Wohnungen für die grünen Funktionäre nicht nur in diesem Bau abfallen.

    Das verringert den Wert der Immobilie bringt aber die Genehmigung.

    Und es ist so bekannt, daß es in Wien längst die Spatzen von den Dächern pfeiffen.

    Oder warum ist der Chorherr bei jedem Bauvorhaben an vorderster Front zu finden?
    Das ist der Januskopf der grünen Kommunisten, vorne grün, hinten korrupt.

    Auch Lenin hatte eine Rolls Royce Sammlung die ihres gleichen suchte.

    • Waltraut Kupf
      06. April 2014 00:02

      Was Sie schreiben, ist natürlich goldrichtig, nur müßte man das hieb- und stichfest beweisen können, um das Ganze hochgehen zu lassen; im übrigen hat ja ein Teil der Justiz auch bereits eine gewisse Schlagseite. Ich wollte damit sagen, daß nur diejenigen Leute es ganz genau wissen, die selbst involviert sind. Immerhin konnte man seinerzeit dem grünen Bezirksvorsteher Blimlinger nachweisen, daß er Quartiere für Asylanten vom Baulöwen Lenikus für Ute Bock zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Dieser wollte ein Biedermeierhaus in einer Schutzzone auf dem Spittelberg niederreißen und hatte durch seine Arbeiter gezielt mittels Wasserschläuchen und Aushängung von Fenstern die behauptete Baufälligkeit herzustellen versucht. Ein Vertreter der Baupolizei sagte zunächst süffisant, das sei natürlich alles eine Sache der Beweislage, es gab aber einen Zeugen, der das dem ORF vor laufender Kamera mitteilte, was erstaunlicherweise gesendet wurde. Das Denkmalamt, oftmals etwas zögerlich, schritt ein, was die Präsidentin Dr. Neubauer auch neulich am Kulturmontag erwähnte. Rechtliche Folgen hatte das keine, das Haus konnte aber erhalten werden. Vielleicht kann man ja auch in diesem Fall etwas beweisen, leicht wird das aber wohl nicht, weil ja all diese Vorgänge immer routinierter ablaufen dürften.

    • Haider
      06. April 2014 01:56

      Kürzlich titelte die Neue Osnabrücker Zeitung: „Warum haben Affen so rote Hintern?“

    • Tik Tak (kein Partner)
      06. April 2014 14:30

      Fr. Kupf,

      Sie irren, es ist ein Leichtes dieses Spiel auffliegen zu lassen.
      Wien ist seit Generationen ein Sumpf der gewohnheitsmäßigen Korruption.
      Im Kleinen (der bekannte Geldschein bei der KFZ Anmeldung) wie im Großen (der Geldkoffer vom Rabelbauer), im Roten ( EADS Millionen für Rapid) wie in allen anderen Farben).

      Neu ist, daß man in Wien neuerdings auch die Grünen massiv schmieren muß um an Aufträge oder Bescheide heranzukommen.

      Mehr nicht.

      Wenn man, den Chorherr nenne ich nur als Beispiel, da könnens auch den Blimlinger, den Lobo, den Ellensohn oder die Vassilakou nennen, jeder und jede dort hat seinen Preis, da sind die den anderen Parteien ebenbürtig, auffliegen läßt wird folgendes passieren:

      Die Partei wird zuerst mauern.
      Dann, wenn der Skandal nicht mehr aufzuhalten ist, wir man den Betroffenen ausschließen und ihn/ihr noch "nie getraut haben".
      Dann wird man auf die anderen Parteien zeigen, durchaus zu recht.
      Dann wird man nach Transparenz rufen.
      Dann wird der Betroffene in einer staatlichen Organisation untergebracht werden.
      Und dann wird das Geschäft so weiterlaufen wie bisher aber mit neuer Besetzung.

      Mehr wird nicht passieren.

      Warum das dennoch nicht passiert?

      Ganz einfach.

      Früher ging man ins Gutruf, ins Pfudl, ins Landtmann, ins Triest, in die Eden, in Rosams Cigarrenclub, ins Kameel oder in das alte Steirereck, das war wegen Lage im 3. Bezirk ein wenig abseits sehr beliebt, heute ist es auch das Fabios oder das Cafe im Imperial.
      Immer noch sehr beliebt dürfte auch das Babylon sein.
      Dort wurden mit den bekannten Gesichtern ein Cafe getrunken und über Gott und die Welt geplaudert.
      Dabei kam man, durch ein vorbereitendes Gespräch zweier Sekretäre antichambriert, ganz zwanglos auf das eigentliche Thema zu sprechen.
      Man meinte im Regelfall, daß es ein Skandal sei, daß man mit diesem Projekt nicht der Stadt dienlich sein könne, wo Wien doch so davon profitieren könne, wenn man das machen würde.
      Danach hat man sich voneinander verabschiedet und dabei beteuert, man würde in der Sache einmal mit den "richtigen" Leuten reden, schleßlich wäre das etwas ganz tolles für Wien.
      Ein paar Tage später gab es dann einen "zufälligen" Termin an einer der anderen Locations und dabei wurde dann darüber sinniert, wie viel denn der "Kollateraleffekt" für dieses Projekt wäre.
      Die detaillierten Diskussionen wurden dann üblicherweise hinter verschlossenen Türen in der jeweiligen Parteiakademie (Renner Institut oder PolAK) bei einem "Seminar" geführt.

      Das dabei erzielte "Ergebnis" wurde und wird in Regelfall durch eine großzügige Sach- oder Barspende an eine parteinahe Einrichtung sowie eine Einzahlung auf ein schweizer Konto der UBS am Flughafen Zürich erledigt.

      Danach gab es eine Bewilligung und eine Pressekonferenz und den Beginn des Projektes.

      Seit die Grünen dabei sind, ist das Spiel nur um einige Beteiligten und ein paar Lokale (LUX, La Boheme, Hotel Daniel) erweitert worden, läuft aber im Prinzip gleich ab.

      Wenn Sie den einen oder anderen Akteur auffliegen lassen wollen, sollten Sie ganz einfach in diesen Lokalen die entsprechenden Termine vereinbaren.

      Allerdings werden Sie weder die Korruption aus Wien herausholen können noch die handelnden Personen tatsächlich gerichtlich zur Strecke bringen können.

      Sie würden nur plötzlich bemerken, daß Sie keine Freunde mehr haben, Ihre Firma keine Aufträge und keine Finanzierungen mehr bekommt, Ihr KFZ erstaunlich oft abgeschleppt wird und schon die kleinsten Amtswege zum Problem werden.
      Auch kann es Ihnen dann passieren, daß Sie das Sorgerecht über Ihre Kinder, sofern vorhanden, verlieren oder sich mit einem Sachwalterschaftsverfahren konfrontiert sehen.

      Mehr aber wird nicht passieren.

      Korruption ist in Wien so sehr in Gesellschaft und Politik verankert, wie die Donau durch diese Stadt fließt.

      Einer der Gründe warum ich meine Geschäftstätigkeit ins Ausland verlagert habe und Österreich als failing state ansehe.

      Eine andere Möglichkeit sehe ich für Menschen die ohne Parteiabhängigkeit in Wien erfolgreich sein wollen nicht mehr.

    • Waltraut Kupf
      08. April 2014 10:48

      Zur zweiten Antwort von TikTak: vielen Dank für Ihre informativen Ausführungen, das ist ja noch schlimmer als ich ohnedies schon vermutete. (vgl. den Kommentar von Yoshinori Sakai). Man wird sehen. Inzwischen freundliche Grüße WK.

  14. Haider
    05. April 2014 01:00

    Wir haben östlich/südöstlich Österreichs tausende Beispiele, wie marxistische Plattenbau-Architektur Stadtkerne vergewaltigt -> und dennoch finden sich immer wieder skrupellose Grundstücks-/Bauspekulaten in trauter Gemeinsamkeit mit linken Kulturzerstörern in den Gemeindestuben bereit, unser jahrhundertealtes Stadtbild zu zerstören. Da werden aus reiner Profitgier gewachsene dörfliche Strukturen zerstört (Grinzing, Neuwaldegg, Kagran, Jedlesee usw.), aber wenn's um den Touristennepp geht, dann werden Potemkinsche Dörfer vorgeführt (im Prater z.B ließ eine linke Stadträtin Pappmaschee-Kulissen um horrende Steuermittel aufbauen - Vorbild Rußland eben).

  15. Waltraut Kupf
    04. April 2014 21:51

    Zu dssm: Wenn Sie (anscheinend) der Meinung sind, die Allgemeinheit solle zur Hölle fahren, so bin ich dafür, daß die Eigentümer expropriiert werden. Aber Spaß beiseite: Sie glauben doch nicht im Ernst, daß die Eigentümer nicht ohnehin das Sagen haben. Diverse Gremien, Experten, Regierungsvertreter, Amter, und was nicht sonst noch alles, bekommen ja etwas von dem Kuchen ab, wenn sie willfährig sind. Die Ihnen nicht in den Kram passende Allgemeinheit ist aber in einer Demokratie der Souverän.

    • dssm
      05. April 2014 09:54

      Super, endlich wieder einmal der alltägliche Sozialismus.
      Sie selber schreiben einen ganzen langen Artikel, was und wie die Gremien über die benachbarten Regionen drüberfahren. Und jetzt sagen genau Sie, die Eigentümer hätten das Sagen?
      Aber leider wissen Sie nicht den Unterschied zwischen einem Eigentümer, im klassischen Sinn, und dem Finanzadel. Denn Ersterer haftet sets mit seinem, oft bescheidenem, Vermögen, zahlt daraus die Steuern für Ihre hochgelobte 'Allgemeinheit' und wird von den Behörden drangsaliert wo es nur geht (siehe Ihren eigenen Artikel). Die Zweiteren bekommen das frisch gedruckte Geld, sie zahlen kaum Steuern, kaufen sich die Behörden und haften tut der Steuerzahler, wenn die Phantastillionen wieder einmal weg sein.

    • Freak77
      05. April 2014 11:55

      @ dssm

      Ein paar grundsätzliche Anmerkungen zum Thema "Sozialismus":

      In Wien und überall auf der Welt profitieren die Menschen vor allem durch Vorgaben die ihnen geschenkt wurden:

      a. Vom lieben Gott (bzw. von der Natur): Schöne Flüsse, Seen, Hügel, Wälder, Gebirge, Klimaverhältnisse, Bodenschätze bzw. die Kombination von all dem.

      b. Von unseren Vorfahren bzw. denjenigen die vor uns in der Stadt ( bzw. Region) lebten: Was sie aufgebaut hatten: Schöne Gebäudeensembles, stimmungsvolle Architektur, Straßen, Wege etc.

      Es gibt in jeder Demokratie eine Ausgewogenheit:

      Einerseits die individuelle Ebene:
      Das Recht auf Eigentum und den Schutz des Eigentums, sowie die Freiheit mit seinem Eigentum und Besitz zu tun was einem individuell beliebt. (siehe dazu das Bürgerliche Gesetzbuch).

      Andererseits die Ebene der Allgemeinheit (die durch Behörden, Interessensvertretungen, Parteien, bzw. Wahlen, Referenden usw. repräsentiert wird):
      Auch die Allgemeinheit hat ein Recht die Ressourcen (siehe oben) nutzen zu dürfen. Auch die Allgemeinheit hat ein Recht Vorteile aus dem schönen Stadtbild, einer intakten Umwelt etc. zu ziehen und entsprechend mit zu bestimmen.

      Es geht um die Ausgewogenheit und Verhältnismäßigkeit dieser beiden Aspekte.

      Es gibt da so einen schönen Satz:

      "Die Herrschaft des Rechts."
      (anstelle: "Das Recht des Stärkeren" so wie in der Feudalzeit).

    • dssm
      05. April 2014 20:14

      @Freak77
      Danke, aber diese Theorien kenne ich auch, leider gibt es auch die unschöne Praxis.
      Sie kenne ja den Spruch: Das Modell ist richtig nur die reale Welt ist falsch!
      Also ich merke nichts von 'Ausgewogenheit'.

      Daher, eine ganz einfache Frage:
      Ich bin Nettozahler seit ich die Schule verlassen habe (Studium nebenher als Nettozahler!).
      Wieso muss ich meinen Rasen selber mähen oder dafür selber zahlen?
      Warum schickt mir die 'Behörde' nicht einen Sozialhilfeempfänger vorbei? (Gibt ja genug mit und ohne Migrationshintergrund). Schließlich habe ich ja das Geld für diesen Menschen schon bezahlt, der würde dann für sein Geld, genau wie ich auch, arbeiten!

      Also warum muss ich mich um das Rasenmähen selber kümmern, wo ich doch nachweislich zahlreiche arbeitsfähige Müßiggänger erhalte?

      Abgesehen davon halte ich diese Verwendung (wie in zahlreichen anderen Fällen) meiner Steuergelder für unmoralisch, werde also mit Waffengewalt gezwungen böse Dinge zu unterstützen.

  16. terbuan
    04. April 2014 13:01

    Der Profit geht über die Erhaltung des Stadtbildes!
    In spätestens 50 Jahren wird der ganze Krempel wieder abgerissen, sieht man ja in Wien an genug Beispielen.
    Weltkulturerbe was ist das schon wert, der neue Gott Mammon ist zum Götzen der Welt geworden!

    • Haider
      05. April 2014 01:05

      Wie wahr!!!!
      Da klotzten Altmarxisten ins Wr. Stadtbild Plattenbauten und dachten, sie werden zum Weltarchitekturerbe, dabei wurden sie zum Weltkarikaturerbe!

  17. mischu
    04. April 2014 12:43

    Das seinerzeit geplante Leseturmprojekt im Museumsquartier wurde auf Grund der stürmischen Proteste wieder fallengelassen. Dasselbe Schicksal ereilte den ursprünglich geplanten Turm bei Wien-Mitte.

    Kann mir jemand erklären, warum wir uns beim Konzerthaus jetzt wieder mit dem gleichen Problem herumschlagen müssen, obwohl es genug Beispiele der Ablehnung gibt?

    Lautet die Devise: man wird es ja noch probieren dürfen?
    Dann können wir nicht genug dagegen Sturm laufen.

    Oder haben sich die politischen Verhältnisse unter ROT-GRÜN derart negativ verändert, daß die Gewinnmaximierer ihre Stunde gekommen sehen und das Wahnsinnsprojekt durchpeitschen?
    Dann sollten wir diese Regierungskoalition schleunigst aus dem Amt jagen, bevor Wien noch mehr Unheil angetan wird.

  18. dssm
    04. April 2014 10:44

    Da lese ich nur die ersten Zeilen, dann ist es mit dem Interesse auch schon wieder vorbei.

    In einer freien Gesellschaft würden die rundherum betroffenen Eigentümer entscheiden, was, wann und wie gebaut wird. Eventuell würden die bestehenden Eigentümer einen Obolus für Beeinträchtigungen verlangen oder das Projekt unterstützen oder es eben verbieten.

    Unsere Gesellschaft hat sich aber in diesem Bereich für den Sozialismus entschieden. Es ist also nicht der Eigentümer sondern ein Experte welcher entscheidet.

    Es ist jedenfalls lustig wie aus stolzen Eigentümern, aufgrund einer kindischen Staatsgläubigkeit, lächerliche Bittsteller werden.

    • Waltraut Kupf
      04. April 2014 13:28

      Der Experte entscheidet auch anscheinend, was sozial ist. Z.B. der Wohnturm, der den Eigentümern der unter fragwürdigen Umständen mehrmals weiterverkauften Gründe gestattet, hier (ungemein sozial) Luxuswohnungen zu errichten, die obendrein wahrscheinlich über größere Zeiträume hindurch leer stehen würden, da nur international tätige Künstler, Unternehmer usw. sich eine solche Wohnung leisten könnten. Das Stadtbild ist übrigens, wenn man schon in finanziellen Kategorien denken will, auch für den Tourismus ausschlaggebend, der zweifelsfrei zurückgehen würde, spätestens, wenn dieser Eisbrecher auch die anderen geplanten Projekte möglich machen würde. Wahnsinnig sozial ist auch die wahrscheinlich nötige Stillegung des Hotels Intercontinental während der Bauphase samt Jobverlusten. Es gibt auch noch andere Punkte, die im Laufe der Begebenheiten näher beleuchtet werden müßten. Aus Ihrem letzten Satz (wie eigentlich aus dem gesamten Kommentar) werde ich nicht klug. Ihre Anspielung auf Partikularinteressen möchte ich dahingehend beantworten, daß die Fenster meiner Mietwohnung in die andere Richtung gehen, mir also niemand eine Aussicht vermasseln kann. Aber selbst wenn das für manche Leute zutrifft: einzig wesentlich ist die betrübliche kulturpolitische Situation, für welche dieses Projekt nur ein eindrucksvoller Indikator ist.

    • dssm
      04. April 2014 14:46

      @Waltraut Kupf
      Einzig betrüblich ist die blinde Staatsgläubigkeit. Das Problem gehört an der Wurzel ausgerissen! Die Eigentümer sollen entscheiden und nicht anonyme, für nichts haftende, politisch besetzte Verwaltungen. Aber die in der Umgebung Besitz haltenden Menschen und Firmen haben defacto keine Mitsprache, obwohl so ein Bau ein massiver Eingriff in den Vermögenswert darstellt, da der Experte ja alles besser weiß, besser kann, gerechter macht …

      Eigentümer würden die zu erwartenden Vorteile und Nachteile abwägen und würden im Nachhinein dafür mit ihrem eigenen Eigentum einstehen müssen.

    • Freak77
      04. April 2014 15:53

      @ dssm

      Unsere Demokratie hat sehr wohl mit gutem Grund Mitspracherechte geschaffen wenn es um Werte geht wo eine Allgemeinheit betroffen ist. Wobei aber diese Mitsprache ohnehin nicht zu stark ausgeprägt ist.

      Die behördliche Raumordnung (für ländliche Regionen) und der Denkmal- und Ensembleschutz sind Themen die da hereinspielen.

      Was dieser gewünschte Wohnturm am Heumarkt in Wien betrifft:

      Das ist einer der typischsten Fälle wo drei Institutionen: Konzerthaus & Wr. Eislaufverein (= öffentliche Institutionen) sowie das privatwirtschaftliche Intercontinental-Hotel unmittelbar betroffen sind.

      Die WertInvest, der Hauptbetreiber verspricht den anderen Drei üppige Gelder unter der Vorraussetzung dass in den Wohnturm reiche Personen aus Russland und aller Welt einziehen.

      Also: Der WEV, das Konzerthaus und das Hotel Intercontinental werden von der WertInvest mit viel Geld bestochen (bzw. mit der Aussicht auf viel Geld) damit sie zustimmen.

      Das Kalkül ist dass im Endeffekt alle: Wertinvest + WEV + Konzerthaus + Hotel finanziell besser gestellt sein werden. Diese 4 sollen auf der finanziellen Gewinnerseite sein.

      Dass dann inmitten einer optisch sensiblen Zone zwischen dem ersten und dritten Bezirk (im dritten Bez. befindet sich das erhöht liegende Belvedere-Schloss mit dem Canaletto-Blick) ein rechteckiger Betonklotz stehen wird - das ist dann aber eine Angelegenheit die die Wiener Allgemeinheit und die Touristen, die täglich das Belvedere besuchen interessiert.

      Also: Vier Gewinner (siehe oben) und alle anderen Wien-Bewohner und Wien-Besucher sind halt auf der Verliererseite.

      Der oft zitierte Canaletto-Blick auf Wien:

      http://www.3x3click.at/3kopfstein/about/wien-skizze/

      Das Bild eines Wien-Urlaubers: Das hellgraue quaderförmige Gebäude in der Belvedere-Achse ist das jetzige Hotel Intercontinental. Und gleich links vom Intercontinental käme dann der 73-Meter-Wohnturm hin:

      http://www.holidaycheck.at/data/urlaubsbilder/images/146/1158092971.jpg

      Der jetzt noch relativ intakte Blick auf die Innenstadt und den Steffl wäre arg beeinträchtigt.

      Bitte einfach das Foto ansehen: Der Stephandsdom das spirituelle und geistige Zentrum und die Seele der Stadt käme mit dem Turm nicht mehr zur Geltung.

      Es wird auch bei diesem Satellitenbild aus Google deutlich: Die Achse des Belvedere zeigt direkt auf das Intercontinental-Hotel und den gewünschten 73m-Wohnturm:

      https://maps.google.at/maps?q=Wien,+_Wiener+konzerthaus&hl=de&ll=48.198248,16.384478&spn=0.011614,0.01929&sll=48.201155,16.378078&sspn=0.002903,0.006866&t=h&z=16

    • dssm
      04. April 2014 20:38

      @Freak77
      Gute Aufzählung. Alles richtig. Ich kritisiere aber, daß es überhaupt Experten und sonstige verantwortungslose Gremien entscheiden und nicht diejenigen, welche dadurch Gewinn und/oder Verluste erleiden.

      Leider höre ich das Wort 'Allgemeinheit' immer nur wenn es gegen mich geht. Aber leider bin ich nie Teil dieses seltsamen Wesens. Daher bin ich logischer weise der Meinung dieses seltsame Wesen soll zur Hölle fahren.

      Dies geht am Besten wenn die Eigentümer, als diejenigen welche dann auch die Folgen tragen, die Entscheidungen treffen. In diesem Fall also ausschließlich die 'Anrainer' und bitte nicht mit Mietern kommen, sondern nur Eigentümer.

      Ich wäre in der Paulskirche so weit links gesessen, da hätte es einer Kuhle in der Wand bedurft.

  19. Freak77
    04. April 2014 09:19

    Frau Dkfm. Waltraud Kupf war bei Podiumsdiskussionen zu dem geplanten Projekt dabei und kann daher sehr gut über den Stand der Dinge berichten. Daher von mir:

    *********** !

    Es fällt wieder einmal auf, und das ist Frau Dkfm. Kupf sehr zu danken mit welchen psychologischen Tricks die Projektbefürworter arbeiten um die Öffentlichkeit umzustimmen.

    Die "Durchlässigkeit" (ein zeitgeistiges Modewort) wird als Allerheilmittel beschworen.

    "Zukunftsorientiert" ist ein weiteres psychologisches Schlagwort in der PR-Kampagne.

    Und der rhetorische Trick:

    "Der Direktor des Architekturzentrums meinte, warum er zuerst gegen dieses Projekt gewesen sei .... "

    --> Es ist dies eine beliebte Taktik, wie man zunächst die zu Beeinflussenden durch scheinbare Gleichgestimmtheit für sich einnimmt, dann aber eine Volte schlägt und glaubt, auf diese Art den propagierten Inhalt plausibler machen zu können.

    Diese Projektbetreiber und Ihre PR-Profis haben tief in die Trickkiste der Meinungs-Manipulation gegriffen!

    Es geht in Wahrheit nur ums Geld und darum dass etliche Auserwählte auf Kosten des Stadtbilds und der Allgemeinheit in Wien und ganz Österreich finanziell profitieren können!

    Vor allem die Firma WertInvest und alle Freunderln und Haberer.

    Das historische Stadtbild Wiens, das die 'Seele der Stadt' ausmacht wäre für immer zerstört. Und die Stadt wäre sturmfrei geschossen für weitere Immobilienspekulanten - zum Schaden der Allgemeinheit.

    "Das Besondere Projekt ist vor allem eine Kubatur-Erzeugungsaktion für Profiteure."
    - besser kann man es nicht ausdrücken.

    Erschreckend ist die Haltung der Grünen Partei zu diesem Projekt die sich an die roten Finanz-Profiteure anbiedert bis zum Gesichtsverlust. Haben die Grünen noch irgend einen Rest von Grundsatztreue und Gewissen?

    Haben die Grünen, nur dafür dass sie in Wien mitregieren dürfen, schon ihre Seele komplett an die roten Profiteure verkauft?

  20. Peter R Dietl
    04. April 2014 04:18

    Der Hinweis auf Ceausescu trifft ins Schwarze (hier besser: Ins Rote). Es bedurfte der Vernichtung eines ganzen Bukarester Stadtviertels auf Kommando eines menschheitsbeglückenden roten Bonzen, um dort einen unfaßbar grauslichen Betonklotz zu etablieren. Die Stadt sollte doch "modern" werden.

    Und dieser Genosse Conducator ist nunmehr Vorbild für gleichprimitive Genossen vom Format eines Wampo und einer VasilinKuh.

    Eh vorstellbar, was sich alles unter dem Schreibtisch abspielt. Und der ORF, vielleicht sogar Herr Tesarek, wird sicher bald über die Mafia herziehen. In Italien.

    Ich ohrfeige mich geistig, weil ich einmal in meinem Leben diesem roten Gesindel meine Stimme gegeben hatte.

    Jedenfalls Dank an den Mut Herrn Dr. Unterbergers, auch diese Schweinereien öffentlich gemacht zu haben. Seine Anpassung an USA+EU+NATO+CIA mag ich dennoch nicht. Oder hatte ich irgendwo einen Zusatz "c.f." übersehen?
    .

    • Wyatt
      04. April 2014 06:45

      @ Peter R Dietl
      ************!
      Ohne der "Anpassung an USA+EU+NATO+CIA ", - gäbe es diesen Blog vermutlich nicht mehr?
      (Und unsere Machthaber ersehen z, Zt. noch aus den Kommentaren - besser als aus Meinungsumfragen, in wieweit ihre als Information getarnte Propaganda beim Volk ankommt.)





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