Wem nützt das Binnen-I?

Lange hat es gedauert, bis endlich jemand den Mut hatte, den Zwangsgender-Sprachvergewaltigern einen Riegel vorzuschieben. Und es ist nicht einmal eine militante Väterinitiative oder eine FPÖ-Vorfeldorganisation – nein: Es ist das gute, alte „Österreichische Normungsinstitut“, das in seiner neuesten Sprachnormfassung für das „Erstellen und Gestalten von Schriftstücken in Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und im privaten Bereich“ einen generellen Verzicht auf Binnen-I & Co vorschlägt.

Nun hat diese Normierung (ÖNORM A 1080) zwar keinen gesetzlichen Rang, aber dennoch starken Vorbildcharakter. Noch dazu, wo das Binnen-I ja weder der deutschen Rechtschreibung entspricht, noch Texte wirklich einfacher les- oder gar vorlesbar macht.

Trotzdem wurde durch massiven „politisch korrekten“ Druck in den letzten zehn Jahren im öffentlichen Bereich so ziemlich alles zwangsgegendert, was nur möglich war. Nicht nur Ministerien, auch Gebietskörperschaften bis hinunter auf Bezirksvorsteher- oder Gemeindeebene ritterten in vorauseilendem Gehorsam darum, ihre Verordnungs- oder Regelwerke möglichst sperrig abzufassen. Beispiel aus einem Wiener Magistrat gefällig? „Sie oder er sind verpflichtet, im Krankheitsfall eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter zu benennen, die oder der ihre oder seine Aufgaben so lange übernehmen, bis sie oder er dies wieder übernehmen kann“.

Durch diese Art der Genderei mussten nicht nur zig-tausende Seiten an Texten und Vorschriften neu formuliert werden – die jeweilige Seitenanzahl wurde dadurch auch mehr als verdoppelt. Ein aufwendiger, teurer und in vielen Bereichen kaum noch verständlicher Buchstabensalat war die Folge. Da nützte nicht einmal ein Aufschrei der Blindenorganisationen etwas, dass die Computer in Braille-Schrift das Binnen-I als Rechtschreibfehler ausweisen und somit ein Großteil öffentlicher Schriftstücke oder Informationen für Blinde und Sehschwache im Internet nicht mehr lesbar seien.

Doch Cui bono? Wem nützt dieser Unsinn eigentlich? Befürworterinnen wie etwa die SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm argumentieren damit, dass „Wer Frauen nicht nennt, diese ignoriert“. Aha. Also haben Homer, Shakespeare, Moliere, Grillparzer, Johannes Mario Simmel und der Rest der Erdbevölkerung seit Entdeckung der Schrift bis zur Erfindung des Genderns beinhart Frauen ignoriert, weil sie statt BürgerInnen nur Bürger schrieben?

Anders gefragt: Ist jemand, der in der Zeitung gelesen hat, dass „Favoritens Bürger gegen den zunehmenden Fluglärm protestieren“, jemals davon ausgegangen, dass dies nur auf die männlichen Favoritener zutrifft und die Frauen stumm daheim sitzen und keine Meinung haben? Wohl kaum. Es muss ja auch einen Grund haben, warum selbst sämtliche linke Zeitungen mit einer nennenswerten Auflage kein Binnen-I verwenden. Es kostet (teuren) Platz und vor allem Lesbarkeit. Und verärgert damit zahlende Leser.

Einzig der staatlich finanzierte ORF verpflichtet seine Moderatoren und Redakteure sprachschonungslos zum Gendern, was sich in Radiobeiträgen – allein in einem Satz – so anhören kann: „Beim gestrigen Tag der offenen Tür konnten Besucherinnen und Besucher sich von den Leistungen der Schülerinnen und Schüler überzeugen, Lehrerinnen und Lehrer präsentierten stolz deren Projekte“. Eine Anfrage des Autors, ob schon einmal jemand ausgerechnet habe, wie viel Sende- bzw. Werbezeit dem ORF durch solche Sprachverirrungen im Jahr entgeht, blieb unbeantwortet.

Besieht man sich das „Frauen-Ignoranz“-Argument näher, bleibt nicht viel an Substanz über. Oder kann sich wirklich jemand vorstellen, dass ein nennenswerter Teil der weiblichen Bevölkerung sich durch ein Binnen-I im Gemeindeblatt, das Gebührenerhöhungen ankündigt, plötzlich besser wahrgenommen sieht? Oder scheint nicht vielmehr die Absicht dahinter zu stecken, Frauen mit solcher Spiegelfechterei über tatsächlich bestehende soziale oder gesellschaftliche Probleme hinwegzutäuschen und billiges politisches Kleingeld zu verteilen? Zahlen durften den teuren Spaß jedenfalls auch weibliche Steuerzahler.

Das Österreichische Normungsinstitut, zeitgeistgemäß nun „Austrian Standards“ genannt, ruderte freilich nach Bekanntwerden des Normentwurfes kräftig zurück – wohl unter massivem politisch-korrektem Druck. So habe es sich dabei lediglich um die „private Meinung“ der zuständigen Komitee-Chefin gehandelt, erklärte Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha. Man werde den „Fall prüfen und notfalls Konsequenzen setzen“. Putins Geist lässt grüßen.

Werner Grotte ist 52, langjähriger Redakteur bei Kurier, ORF, Wiener Zeitung u.a., Buchautor.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    24. März 2014 00:04

    Hier wird nicht einmal mehr mit subtilen Mitteln, sondern mit der brutalen PC-Keule versucht, der Gesellschaft linksideologische Machstrukturen aufzuzwingen und von den realen Problemen abzulenken.

    Wie eine jüngste Umfrage ergab, lehnte die Mehrheit mit ca. 80% zu 20% diesen ganzen Genderwahnsinn mitsamt dem Binnen-I vernünftigerweise ab.
    So gesehen, wäre das Normungsinstitut am richtigen Weg, aber nachdem sofort Gegenstimmen laut wurden, gibt es noch eine Einspruchsfrist bis 31. März 2014.
    Und was danach folgt, können wir uns jetzt schon ausrechnen:
    Die Kampfemanzen werden am lautesten schreien und eine Minderheit wieder einmal die Mehrheit zwangsbeglücken - das nennt sich dann noch immer DEMOKRATIE, obwohl schon längst eine DEMOKRATUR!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    24. März 2014 09:58

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    PRO ÖNORM 1080, noch ist es nicht zu spät!

    http://heimatundfamilie.wordpress.com/pro-onorm-1080/

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. März 2014 13:51

    Kinder haben wir keine mehr, dafuer umso mehr Binnen-I.
    Die Tschenderfeminist-*-Innen haben bereits erreicht, was sie wollten:
    Die quotengeschmierte frustrierte weitgehend kinderlose KarrieregaengerIn.
    Was fuer ein Fortschritt!
    Die fehlenden Menschen importieren wir dafuer gerne auch aus gescheiterten Gesellschaften. Das ist selbstverstaendliche Naechstenhilfe.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 00:01

    Sie fragen nach dem "cui bono". Diese Genderweiberei nützt allen Hassern unserer Deutschen Sprache, unserer freien Gesellschaftsordnung und des natürlichen Hausverstandes. Blinder Haß kennt keine Vernunft, nur Zerstörung.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAlfred E. Neumann
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. März 2014 12:17

    Wer kann fehlerfrei die folgende Wortfolge rasch aussprechen:

    Pollenallergiker und Pollenallergikerinnen.

    Die Radiosprecher derstessen sich regelmäßig dabei.

  6. Ausgezeichneter KommentatorArundo.donax
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. März 2014 22:33

    Ich möchte hier nur mit einem, wie ich finde, sehr guten Artikel der Schriftstellerin Monika Bittl antworten ... Sie bringt es auf den Punkt:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001541

  7. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    24. März 2014 07:19

    ein doch leicht zu lesendes Binnen-I - oder?

    "KonsulInnenernennung Oktober 2012"

    (Bildüberschrift auf der homepage des Wiener Roten Kreuzes)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorÖ1-Hörer_in
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 10:22

    Nun, "gehört", das Ö1 Magazin, ist eine solche Zeitschrift, die sich dem "geschlechtergerechten Sprachgebrauch" verschrieben hat, um, wie ihr Chefredakteur in der Märznummer schreibt, sprachlich zu sensiblisieren. Denn, so meint er, Sprache wirkt auf unser Denken ein und er führt weiter aus "die Autorinnen und Autoren, das Lektoratsteam bis hin zu den redaktionellen Mitarbeiter/innen bemühen sich, mit Fingerspitzengefühl einen zeitgemäßen und bewussten Umgang mit unserer Sprache zu pflegen". Gut. Nur gar nicht so selten stolpert er selbst und seine Mitarbeiter über die eigene Korrektheit indem sie quasi von ihrem Sprachgefühl "übermannt" werden! Da gibt es dann plötzlich doch nur Chefs und keine Chefinnen, doch nur Künstler und keine Künstlerinnen, doch nur Komponisten und keine Komponistinnen, doch nur Babysitter und keine Babysitterinnen, doch nur Spitzensportler und keine Spitzensportlerinnen, ...! Und nebenbei kommt es durch das "bemühte" Gendern auch zu Falschmeldungen, wenn von Asylwerber/innen geschrieben wird, welche die Votivkirche besetzten; nur leider: diese" waren alle männlch, also "nur" Asylwerber! Solche "Gender-Hoppalas" finden sich noch viele weitere in dieser Märznummer aber auch in allen früheren. Ich selbst fühle mich sprachlich überfordert „gendergerecht“ zu formulieren: die Texte werden länger und holprig. Lesbarkeit und Eleganz gehen verloren. Das sinnerfassende Lesen (Pisa!) wird garantiert nicht gefördert.

    Irgerndwie fallen mir bei diesen "Gender-Richtlinien" die Richtlinen für die "Neusprache" in Orwells "1984" ein. Schrecklich.


alle Kommentare

  1. Honeysuckle (kein Partner)
    07. Februar 2015 17:22

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  4. Dhiraj (kein Partner)
    19. Januar 2015 14:22

    Der kleine Mann hat eben ganz aufearksmm zugehf6rt, er hat ihn wohl verstanden Der Krfcmel ist auch nicht ein so ganz lauter oder te4uscht das von der Aufnahme nur?

  5. cmh (kein Partner)
    29. März 2014 11:26

    Ich bin der Ansicht, dass Texte, bei denen man sich nichts denken kann, weil nichts zu denken ist, auch nicht lesbar sein müssen.

    Tschänderare sigillum non legendum.

  6. Anonymer Mitarbeiter (kein Partner)
    26. März 2014 12:43

    Das Ziel dieser "geschlechtergerechten Sprache" ist doch schon längst keine "Gerechtigkeit" mehr. Wie ich aus einem (um teure Arbeitszeit und Druckkosten hergestellten) Leitfaden meines öffentlichen Arbeitgebers neulich entnehmen musste, geht es in Wirklichkeit darum, Frauen, alles weibliche sowie die "Geschlechtlichkeit" insgesamt stark in den Vordergrund zu rücken.

    Zu diesem Zweck müssen sogar Abbildungen, Fotos, usw. mühsam selektiert und beschnitten werden. Ein weiterer Auswuchs sind Formulierungen wie "Diese 280 Männer und Frauen ...", wie sie in letzter Zeit u.a. auf orf.at häufig vorkommen.

    Daher ist es Gebot der Stunde: Widerstand leisten. Psychologisch, natürlich. Pressemeldungen in korrektem Deutsch abfassen und bei Korrekturwünschen standhaft bleiben. Dagegen reden wann immer man auf vermeintlich "falsche" Formulierungen hingewiesen wird.

    Diese faschistoide und lautstarke Minderheit muss einfach merken, dass sie _nicht_ freies Spiel hat.

  7. wolf (kein Partner)
    25. März 2014 17:38

    Vorab: ja, gegenderte Sprache ist tatsächlich ein Anschlag auf die Deutsche Sprache. So weit, so gut - soweit die Übereinstimmung.

    Aber:

    Es scheint mir doch sehr weit hergeholt zu sein, das Ergebnis (die Sprachverhunzung) mit der Intention gleichzusetzen. Es mag sich um ein in Kauf nehmen der negativen Konsequenzen halten, ein Gleichsetzen aber entspricht einem ganz banalen post hoc Trugschluss; die In-Kaufnahme mag schlimm genug sein, qualitativ ist da aber dennoch ein gewaltiger Unterschied.

    Es ist die Sprache wahrscheinlich immer noch das letzte tatsächlich demokratische Institut. Das zeigt sich auch daran, dass das Binnen-I im Großen und Ganzen kaum Verwendung findet und schlichtweg abgelehnt wird - aus den verschiedensten Gründen: zu kompliziert, es geht um die deutsche Sprache, ideologische Gründe.

    Und weil das Binnen-I kaum Verwendung findet, wird es sich auch nicht halten. Die Annahme, dass die "Macht der Linken" die Verwendung erzwingen könnte, scheint mir ebenfalls ziemlich übertrieben zu sein. Dennoch steht zu befürchten, dass die Aversion gegen Binnen-I und andere PC-induzierten Sprach-"Ver-/Gebote" sich negativ auf diejenigen auswirken wird, denen eigentlich 'geholfen' werden sollte (kurz: die Ablehnung der Tatsache, dass man 'Neger' nicht mehr sagen darf - auch wenn gerade dieses Beispiel nur eine verschwindend kleine Minderheit der Verweigerer betrifft - wird, per Projektion, möglicherweise 'Schwarze' erst recht treffen).

    Es gab schon Versuche viel Mächtigerer, die Sprache zu regulieren. Ohne nennenswerten Erfolg. Bzw: nur dann und dort, wo die Bevölkerung es nicht als Vorschrift, sondern als Angebot wahr genommen hat, konnten sprachliche Veränderungen sich durchsetzten (Man denke nur an die Versuche der Entlatinisierung im 19.Jhd.).

    Ansonsten geht die Sprache nach allen gängigen Theorien den 'kürzesten Weg', also den Weg zu Vereinfachung. Immer. Auch das ein Grund, weshalb das Binnen-I scheitern wird.

    Facit: beiderseits viel Lärm um nichts

    • wolf (kein Partner)
      25. März 2014 18:14

      und noch was: das Binnen-I nützt absolut niemandem, außer langfristig jenen, die aus ideologischen Gründen dagegen sind, weil sie dann irgendwann sich den Sieg (und natürlich die - ohnehin nicht nötige - Rettung der deutschen Sprache) auf die Fahnen heften dürfen.

      Also, versammelte Rechte: frohlocket!

  8. cmh (kein Partner)
    25. März 2014 10:59

    Angenommen, man stimmte über die Tschänderei einmal demokratisch ab. Nur so als Gedankenexperiment.

    Soll man eine gegenderte Sprache verpflichtend machen? Ja oder Nein?

    Es gibt da dann zwei mögliche Ergebnisse:

    1. Die Wähler und Wählerinnen wollen gegendert reden und schreiben und machen das daher für alle zur Pflicht. Dann ist alles in Ordnung.

    2. Die Wähler wollen das eben nicht. Dann haben die sich aber als ewiggestrige Machos geoutet, die ordentlich mit Mist beworfen werden müssen, um dann bei einer zweiten Befragung richtig abstimmen zu dürfen. Im übrigen wird der Tschänderterror ungebremst weiter auf die Menschheit losgelassen.

    Was lernen wir daraus?

    Es geht nicht um die geschlechtersensible Sprache, sondern nur um die Macht im Staate, der aber bereits stark angefault sein dürfte, diese herostratischen ZiegenhirtInnen überhaupt nur in die Nähe der Macht zu lassen.

  9. Ö1-Hörer_in (kein Partner)
    25. März 2014 10:22

    Nun, "gehört", das Ö1 Magazin, ist eine solche Zeitschrift, die sich dem "geschlechtergerechten Sprachgebrauch" verschrieben hat, um, wie ihr Chefredakteur in der Märznummer schreibt, sprachlich zu sensiblisieren. Denn, so meint er, Sprache wirkt auf unser Denken ein und er führt weiter aus "die Autorinnen und Autoren, das Lektoratsteam bis hin zu den redaktionellen Mitarbeiter/innen bemühen sich, mit Fingerspitzengefühl einen zeitgemäßen und bewussten Umgang mit unserer Sprache zu pflegen". Gut. Nur gar nicht so selten stolpert er selbst und seine Mitarbeiter über die eigene Korrektheit indem sie quasi von ihrem Sprachgefühl "übermannt" werden! Da gibt es dann plötzlich doch nur Chefs und keine Chefinnen, doch nur Künstler und keine Künstlerinnen, doch nur Komponisten und keine Komponistinnen, doch nur Babysitter und keine Babysitterinnen, doch nur Spitzensportler und keine Spitzensportlerinnen, ...! Und nebenbei kommt es durch das "bemühte" Gendern auch zu Falschmeldungen, wenn von Asylwerber/innen geschrieben wird, welche die Votivkirche besetzten; nur leider: diese" waren alle männlch, also "nur" Asylwerber! Solche "Gender-Hoppalas" finden sich noch viele weitere in dieser Märznummer aber auch in allen früheren. Ich selbst fühle mich sprachlich überfordert „gendergerecht“ zu formulieren: die Texte werden länger und holprig. Lesbarkeit und Eleganz gehen verloren. Das sinnerfassende Lesen (Pisa!) wird garantiert nicht gefördert.

    Irgerndwie fallen mir bei diesen "Gender-Richtlinien" die Richtlinen für die "Neusprache" in Orwells "1984" ein. Schrecklich.

  10. Haider
    25. März 2014 00:01

    Sie fragen nach dem "cui bono". Diese Genderweiberei nützt allen Hassern unserer Deutschen Sprache, unserer freien Gesellschaftsordnung und des natürlichen Hausverstandes. Blinder Haß kennt keine Vernunft, nur Zerstörung.

  11. simplicissimus
    24. März 2014 13:51

    Kinder haben wir keine mehr, dafuer umso mehr Binnen-I.
    Die Tschenderfeminist-*-Innen haben bereits erreicht, was sie wollten:
    Die quotengeschmierte frustrierte weitgehend kinderlose KarrieregaengerIn.
    Was fuer ein Fortschritt!
    Die fehlenden Menschen importieren wir dafuer gerne auch aus gescheiterten Gesellschaften. Das ist selbstverstaendliche Naechstenhilfe.

  12. Alfred E. Neumann
    24. März 2014 12:17

    Wer kann fehlerfrei die folgende Wortfolge rasch aussprechen:

    Pollenallergiker und Pollenallergikerinnen.

    Die Radiosprecher derstessen sich regelmäßig dabei.

  13. A.K.
    24. März 2014 11:09

    Zum Thema "Wie sexistisch ist die deutsche Sprache?" schreibt sehr vernünftig Robert Sedlaczek in der Wiener Zeitung unter:
    http://www.wienerzeitung.at/meinungen/glossen/616007_Wie-sexistisch-ist-die-deutsche-Sprache.html

    • Markus Theiner
      24. März 2014 20:18

      So vernünftig finde ich das nicht.
      Die Aussage, dass in der deutschen Sprache "der Singular männerfreundlich ist, der Plural frauenfreundlich" wäre ist schon sehr fragwürdig. Und das zeigt er auch mit seinem Beispiel.
      Bei der Aussage "Frau X war die erste Programmiererin" sei nicht eindeutig, ob sie nur die erste Frau oder der erste Mensch in dieser Position wäre.
      Nur gilt das im Satz "Herr Y war der erste Programmierer" genauso.

      "Frau X war der erste Programmierer" gefällt Sedlaczek nicht, weil es komisch klingt. Aber es ist eindeutig. Umgekehrt geht das mit Herrn Y nicht, weil man nie zwischen generischer und männlicher Form unterscheiden kann. Damit ist es sogar eher männerfeindlich, weil es eben keine Hervorhebung des natürlichen Geschlechts erlaubt.

      Männerfreundlich ist der Singular daher nur für jemanden, der das Prinzip des generischen Geschlechts nicht verstanden hat.

      Und jetzt kommen wir auf des Pudels Kern: Sedlaczek hätte wohl ganz anders reagiert, wenn das Beispiel "Herr Y gilt als der erste Kindergärtner" gelautet hätte. Warum wohl? Weil das Problem nicht die Sprache oder das generische Geschlecht ist, sondern die Vorurteile.

    • A.K.
      24. März 2014 20:35

      @Markus Theiner:
      Ihr Einwand bezüglich der beiden Aussagen (Singular "männerfreundlich" , Plural "frauenfreundlich") trifft zu. Vermutlich wollte Robert Sedlaczek sich des Themas "elegant" - beide Geschlechter werden von ihm einfach "freudlich" behandelt, entledigen. Sie haben mit Ihren Beispielen recht.

  14. A.K.
    24. März 2014 11:01

    Zum Thema „Binnen –I“:
    Der Duden Band 9 (ISBN 3-411-04095-5) meint zum „Binnen-I“unter "Gleichstellung von Frauen und Männern in der Sprache", Seite 394:

    "2.3 Großes I: Die Schreibung mit dem großen I im Wortinneren (auch: Binnenmajuskel) wie z.B. KollegInnen, MitarbeiterInnen ist seit Anfang der 80-er Jahre belegt. Sie tritt häufig auf, wird aber ebenso häufig auch abgelehnt und ist in bestimmten Behörden und Institutionen ausdrücklich verboten. Diese Kurzformen entsprechen weder den alten noch den neuen Rechtschreibregeln. Großschreibung im Wortinneren ist auch nach dem neuen Regelwerk nicht vorgesehen."

  15. terbuan
    24. März 2014 09:58

    Unterstützen Sie die Initiative der Plattform "Heimat & Familie"
    PRO ÖNORM 1080, noch ist es nicht zu spät!

    http://heimatundfamilie.wordpress.com/pro-onorm-1080/

  16. Politicus1
    24. März 2014 07:19

    ein doch leicht zu lesendes Binnen-I - oder?

    "KonsulInnenernennung Oktober 2012"

    (Bildüberschrift auf der homepage des Wiener Roten Kreuzes)

  17. mischu
    24. März 2014 00:04

    Hier wird nicht einmal mehr mit subtilen Mitteln, sondern mit der brutalen PC-Keule versucht, der Gesellschaft linksideologische Machstrukturen aufzuzwingen und von den realen Problemen abzulenken.

    Wie eine jüngste Umfrage ergab, lehnte die Mehrheit mit ca. 80% zu 20% diesen ganzen Genderwahnsinn mitsamt dem Binnen-I vernünftigerweise ab.
    So gesehen, wäre das Normungsinstitut am richtigen Weg, aber nachdem sofort Gegenstimmen laut wurden, gibt es noch eine Einspruchsfrist bis 31. März 2014.
    Und was danach folgt, können wir uns jetzt schon ausrechnen:
    Die Kampfemanzen werden am lautesten schreien und eine Minderheit wieder einmal die Mehrheit zwangsbeglücken - das nennt sich dann noch immer DEMOKRATIE, obwohl schon längst eine DEMOKRATUR!

    • Wyatt
      24. März 2014 08:45

      Dass eine große Mehrheit der Bevölkerung diesen Schwachsinn ablehnt, ist deren Erfindern durchaus bekannt, aber "wurscht", solange unsere "demokratisch" gewählte Regierung diesen und sicher noch schlimmer kommenden Schwachsinn gesetzmäßig verankert und vorschreibt.
      - Schützt doch "Gendern und Binnen I" unsere heranwachsende Jugend weitgehend vom, des Sinn erfassenden Lesens, eines Goethes, Schillers, Shakespeares...wobei bei letzterem - von "hat nie gelebt; bis keines seiner Stücke selbst geschrieben" - möglicherweise nur der Merchant of Venice - Anlass zu dieser immer wieder kundgetanen Expertenmeinung ist. (In Goethes gesammelten Werken, ist das "Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" ja auch nicht mehr zu finden.)

  18. Arundo.donax
    23. März 2014 22:33

    Ich möchte hier nur mit einem, wie ich finde, sehr guten Artikel der Schriftstellerin Monika Bittl antworten ... Sie bringt es auf den Punkt:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001541





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